Sonntag, 31. Oktober 2010

Abgewählt und auferstanden

Lieber Tölpel!

Reisen bildet ja bekanntlich. Außerdem wollte ich mal wieder meine Fake-Rolex- und Fake-Taschen-Sammlung aufstocken und bin deshalb nach Shanghai geflogen. Ein bisschen Shopping, ein bisschen Schlange, Hund und Schweinegebärmutter gefuttert und dann mit dem Taxi zur größten Weltausstellung aller Zeiten gefahren. Dort angekommen bin ich erstmal in einer ewig langen Schlange vor den Ticketschaltern gestanden, weil diese Ticketschalter der größten Weltausstellung aller Zeiten nachmittags um vier aus nicht eruierbaren Gründen einfach mal bis fünf geschlossen hatten. Ich vermute, der Chinese macht so etwas deshalb ganz gerne mal, um seinem Volk ein wenig Demut beizubringen. Mir wurde das mit meiner europäischen Ungeduld schnell zu blöd und so habe ich mir meine Eintrittskarte bei einem der zahlreichen Schwarzhändler vor dem Expogelände geholt. Die Karte hat dann am Schalter auch wider Erwarten funktioniert und zack war ich drin - im 70-Millionen-Besucher-Stolz des stolzen chinesischen Volkes. Drinnen sah es aber anstelltechnisch nicht besser, sondern noch wesentlich schlechter aus, will sagen: vor jedem Pavillon wartende Massen mit einer geschätzten Wartezeit von ein bis zwei Stunden. Sogar bei den Schweizern und Holländern sind die Leute angestanden. Ich - nicht blöd - bin zügig zum deutschen Pavillon, in den man mit deutschem Ausweis beim VIP-Eingang reinkam. Im deutschen Pavillon, der nebenbei 50 Millionen Euro gekostet hat, konnten sich dann begeisterte Chinesen unter übergroßen Gartenzwergmützen oder hinter preußischen Uniformen fotografieren lassen und sich dann in einer Filmperformance Eindrücke von der Fußball-WM in Deutschland und der Wiedervereinigung anschauen. Hätte man die letzten Jahresrückblicke von RTL zusammengeschnitten und vorgeführt, während in einem Nebenraum der Jodlerwirt aufgetreten wäre, hätte es den Chinesen genauso gefallen und es wäre sicher billiger geworden.



Ich habe dann noch bei den Österreichern vorbeigeschaut, bin selbstbewusst mit meinem deutschen Ausweis am VIP-Kontrolleur vorbeigehuscht (das war ein erhebendes Gefühl!) und habe dann den von außen eher unspektakulären Pavillon von innen bestaunt. Abgesehen von der Möglichkeit, mit Kunstschneebällen auf ein Alpenpanorama zu werfen und ihre Instrumente stimmende Musiker zu betrachten, war da aber nicht viel. Immerhin habe ich noch ein Wiener Schnitzel und ein Weißbier konsumiert - selbstverständlich zu europäischen Preisen.



Warum ich Dir das alles erzähle? Genau weiß ich das selber nicht. Es ist nur so, dass ich bei meinem Expo-Besuch immer darüber nachdenken musste, was die Chinesen, bzw. die ganze Welt (ist ja bald fast das Gleiche) wohl für ein Bild von uns Deutschen haben. Also nicht nur die 70 Millionen, die sich unseren Zipfelmützenpavillon ansehen, sondern all die anderen Milliarden, die ja alle auch fernsehen, im Internet surfen oder vielleicht sogar mal eine Zeitung lesen. Und was sehen die von Deutschland? Z.B. ja wohl Politiker. Gut, habe ich mir dann gedacht, da stehen wir ja gar nicht so schlecht da. Die Franzosen haben einen peinlichen Clown an der Spitze, die Italiener - naja, was soll man dazu sagen und wir haben die Merkel, die uns zumindest nicht regelmäßig komplett blamiert. Aber was kommt danach? Gäbe es einen Regierungswechsel, wäre es zumindest rechnerisch nicht ganz ausgeschlossen, dass Claudia Roth, der Özdemir oder der Trittin Bundeskanzler würden. Und wenn es schwarz-gelb doch wieder oder später mal wieder packt oder auch schwarz-grün oder was weiß ich, dann haben wir vielleicht irgendwann einen Bundeskanzler, der Guttenberg heißt und von einem nicht kleinen Teil der Nation als Messias gesehen wird, weil er zwar aussieht, als hätte man ihn direkt aus den 50er Jahren ins Jahr 2010 gebeamt, aber seine Aufgeklärtheit und Progressivität gerne damit unterstreicht, zu erzählen, wie gern er auf AC/DC-Konzerte geht. Sauber! Freitag Abend noch mit den Corps-Brüdern einen Salamander gerieben und am Samstag aufs AC/DC-Konzert. Dort wahrscheinlich mit weißem Hemdkragen unterm schwarzen It's-a-Long-Way-to-the-Top-If-You-Wanna-Rock-'n'-Roll-T-Shirt neben meiner Oma gestanden und sich die Bügelfalte aus der Hose geschwitzt.

Wenn diese Retro-Figuren auf einmal so in werden, sollte sich die Passauer CSU-Hoffnung Dickl vielleicht einfach eine Dr.-Emil-Brichta-Brille aufsetzen. Vielleicht klappts dann ja mit der Oberbürgermeisterwahl. Irgendwann mal. 2020.

Und sonst? Fragt Dich neugierig

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Der Dickl OB? Der wird ja nicht mal Kandidat - jetzt wo die große Retro-Hoffnung der CSU in den Stadtrat einzieht. Zankls Trojanisches Pferd wird dem Vernehmen nach von den angeschlagenen Platzhirschen auch mit großer Unruhe beäugt. Gut, er hat natürlich auch alles, was man als niederbayerischer CSU-Politiker braucht: Grundlose Überheblichkeit, einen egozentrierten Begriff von Politik und diese spezielle anachronistische Mia-san-mia-Mentalität. Retro rules. Der CSU gehen jetzt dann übrigens bald die Nachrücker aus. Die Spatzen pfeifen es ja von den Dächern, dass der Wösner vielleicht nicht der letzte Ersatzmann war. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Es scheidet noch einer krankheitsbedingt aus und einer schafft es irgendwie wieder in den Landtag. Wer rückt dann nach? Jawoll! Hildegunde Brummer! Irgendwann müssen sie dann wohl den Alles-Pfeifen-Außer-Fritz Abelein reaktivieren und notfalls rückt halt der Krautstorfer nach. Der ist multitaskingfähig.

Wenigstens haben wir zwei fleißige Staatssekretäre, die die Heimatzeitung auch stündlich über ihre Heldentaten informieren und uns alle daran teilhaben lassen, was sie eigentlich von morgens bis abends so tun. Beim von mir besonders bewunderten Dr.-Ich-seh-jetzt-aus-wie-ein-italienischer-Geldeintreiber-Andi mache ich mir bloß ein wenig Sorgen, dass er sich in der absurden Nordumfahrungs-Thematik nicht doch vielleicht aus langfristig-taktischen Gründen mit den Nordtangenten-Spinnern verbrüdert. Ein gestandener bayerischer Verkehrsstaatssekretär verdient sich ja seine Meriten doch immer noch am leichtesten mit Bundesstraßen, Brücken, Betonieren und nicht mit Flora, Fauna, Flusstälern. Kleiner Tipp von mir: Im Zweifel mehr Wählersympathien holt man sich aber vielleicht doch noch mit einer klaren Positionierung gegen die Nordtangente.



Ein paar andere Sachen verstehe ich nicht. Warum sind für eine Umgestaltung der Ortspitze im Jahr 2013 310.000 Euro eingeplant? Was will man denn da schöner machen? Die ist doch perfekt, genauso wie sie ist. Ganz im Gegensatz zum Bschüttpark. Da wird seit Jahren geplant und gequatscht und nichts passiert. Genau wie beim Thema Wassertaxi, bzw. Flussfähre - das wäre doch eine Riesensache. Auf der Donau vom Bahnhof ins Altstadthotel, von Hacklberg mit dem Boot quer rüber zum Innstadtfriedhof oder von der Schiffanlegestelle Lindau in die Altstadt. In anderen Städten mit viel Wasser klappts doch auch. Man muss es halt einfach machen oder jemanden machen lassen. Kostet auch bestimmt nicht mehr als die CSU-Denkmal-Brücke ins Nirvana. Und die Gondelbahn aufs Oberhaus hat sicher viele Fragezeichen. Das vernachlässigbarste und lächerlichste ist aber sicherlich das Denkmalschutzargument. Alles eine Frage der Umsetzung. Konfuzius sagt: Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.

Check this out!

Der wahrste und echteste Tölpel, den es jemals gab

Samstag, 30. Oktober 2010

Kolumne in Arbeit

Leider nicht ganz fertig geworden.

Coming soon... prä

Montag, 18. Oktober 2010

Zur Überbrückung unseres Betriebsurlaubes...

... empfehlen wir jedem den wunderbaren Titanic-Titelgenerator auf

http://www.titanic-magazin.de/titelgenerator.html

Grüße aus dem Betriebsurlaub

Heute empfehlen wir der geneigten Leserschaft, die das nicht ohnehin immer und automatisch tut, einmal ausdrücklich die unter den beiden darunterstehenden Beiträgen verfassten Kommentare zur Lektüre. Oftmals interessanter als der Quatsch, den wir hier selbst verfassen.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Rubrik: Wir erfinden neue Redewendungen

Heute von: Volker Mangold, Passau, Vulgär-Linguist

Redewendung: "Jemandem Brei um das Maul schmieren"

Etymologie: Bastardisierung von "Honig ums Maul schmieren" und "Um den heißen Brei herum reden"

Bedeutung: Breiige, sinnentleerte Leserbriefe schreiben, die kein Mensch kapiert.

Therapie: Einfach mal die Klappe halten.

Vgl. auch: "Da platzt mir die Hutschnur," oder "Die dicksten Bauer haben die dümmsten Kartoffeln," oder "Morgenstund' ist aller Laster Anfang," oder "Eine Stumme im Bett ist besser als eine Taube auf dem Dach."

Montag, 11. Oktober 2010

Ausgelacht und aufgerüstet

Lieber Tölpel!

Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix. Hiendl heißt jetzt XXXLutz, dafür heißt Semmel Hiendl, der Rammer heißt wahlweise Schaffner oder Schraml und der Zankl heißt jetzt Wösner. Ob der Danninger Klotzek heißt oder der Klotzek Danninger ist auch ziemlich egal. Genauso egal wie die Tatsache, ob man Oswald, Daiminger oder sonstwie heißt. Sieht immer gleich aus, schmeckt immer gleich. Die AmSonntag feiert sich ja gerade für ihr 10jähriges Dahindilettieren, hat aber in ihrer Jubiläumsbeilage irgendwie was wesentliches vergessen. Wäre es nicht der historischen Wahrheit geschuldet, zu erwähnen, wieviele Redaktionsleiter man schon verschlissen hat und vor allem warum? Ist die Geschichte der AmSonntag nicht die, dass man die Chefschreiber immer sehr schnell und solange ausgetauscht hat, bis dieser süß-pappige Brei von Jubelberichterstattung in eigener (oder zumindest eigennütziger) Sache, populistischem Runterschreiben derer, die nicht gefährlich werden können und Brustbildern herausgekommen ist? Vielleicht ist die AmSonntag ja auch einfach nur der sehr simple, aber doch durchschaubare Versuch, den Passauern sowas wie Medienvielfalt vorzugaukeln. Und jeder AS- oder auch PNP-Redakteur, der die Schere nicht im eigenen Kopf trägt, wird ausgetauscht. So geht Journalismus in Passau - schon immer und auch heute noch.

Dass die Süddeutsche, wenn sie ihren Blick nach Passau richtet, oft ziemlich daneben liegt, ist ja nichts neues. Was ich aber letzten Mittwoch im Kulturteil lesen durfte, hat mir fast die Sprache verschlagen. Da dürfen sich zwei Nachwuchs-"Kabarettisten" darüber auslassen, dass Passau zwar "arge Provinz" sei, allerdings versichern die beiden Spezialisten, dass es das alte Passau "mit dem ultrakonservativen Schulterschluss aus Kirche, Lokalzeitung und CSU" nicht mehr gäbe. Und bei der PNP ist alles supi. Ein klarer Beweis hierfür: Die Verlegerin kam sogar persönlich zur Verleihung des Scharfrichterbeils und saß "auf einem der besten Plätze." Sagt mal, Kinder, seid Ihr so naiv oder wollt Ihr nur was werden? Kann es nicht sein, dass die Entwicklung genau anders herum gelaufen ist? Also dass der Schulterschluss der Strippenzieher genauso gut funktioniert wie vor Jahrzehnten, Ihr und tausende anderer Passauer "Kabarettisten" aber unbedingt ins Fernsehen wollt und Euch dafür vor politischen Jung-Karrieristen, mächtigen Zeitungsverlegern und provinziell-halbprominenten, schlichten Gemütern zum Starkbierclown und zum Comedy-Kasperl macht? Also quasi ein Marsch durch die Institutionen - nur andersrum und auf Eure besten Plätze. Kann nicht sein - weil Ihr seid manchmal auch ganz schön kritisch? Sorry, dann habe ich mich getäuscht.

Wenden wir uns doch lieber den wirklich lustigen Dingen zu. Die Wirtschaftsjunioren haben sich für ihre Landeskonferenz in Passau einen österreichischen Krankenhaus-Clown geholt, der bei der ewigen Nachwuchselite über Humor doziert hat. Ist das nicht zum Brüllen komisch? Ein Vertreter der unlustigsten Berufsgruppe der Welt (Clowns) referiert bei der zweitunlustigsten Berufsgruppe der Welt (Wirtschaftsjuniorenfunktionäre) über Humor. Ich schmeiß mich weg! Soviel Selbstironie muss man erst mal haben! Dabei tätet Ihr Euch so leicht, wenn Ihr mal wieder lachen wollt - schaut Euch doch einfach gegenseitig an.

Was findest Du denn lustig, mein Tölpelchen fragt sich

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Also mit den Clowns muss ich Dir recht geben. Es gibt kaum etwas, was mich mehr runterzieht und trübsinniger macht als Clowns. Höchstens noch diese Comedians im Fernsehen. Die von Dir erwähnten Nachwuchs-Kabarettisten kenne ich nicht, da will ich mir kein Urteil erlauben. Allerdings sehe ich schon auch das Problem, dass der Begriff Kabarett schön langsam ziemlich verwässert. Es fällt mir einfach schwer, etwas als politisches Kabarett zu begreifen, worüber der Landkreisbürgermeister genauso lachen kann wie der Kirchenfunktionär und der Monopolverleger. Aber fürs Finger-in-die-Wunde-legen gibts ja immer noch uns. Und für wirklich Lustiges gibts die standesamtlichen Nachrichten in der PNP. Eine Ambra-Miria Mirabell und ein Layne Luka Josef sind uns da wieder geboren worden letzte Woche. Da bleibt mir nur zu sagen: Toi toi toi und ein erfolgreiches Leben!

Ich war mal wieder in der Innstadt. Zu den unterschiedlichsten Tageszeiten, am Werktag und am Wochenende. Und was kann ich berichten? Nichts. Panta rhei, alles fließt und vor allem und völlig reibungslos der Verkehr. Und selbst wenn er einmal steht - das tut er in anderen Städten auch. Passau ist eine Dreiflüssestadt, ist eine Dreiflüssestadt, ist eine Dreiflüssestadt. Und der Elektriker aus Grubweg braucht zu einem Kunden in Rittsteig genauso lang, wie der Maler aus Schalding zum Kunden in der Altstadt und der Schlosser aus der Innstadt braucht auch nicht viel länger nach Hacklberg. (Ich am letzten Freitag Nachmittag vier Minuten vom Kapuzinerplatz auf die Schanzlbrücke) Und wenn er doch mal fünf Minuten länger braucht - mei, dann residiert halt er am ungünstigeren Fleck. Sowas solls geben. Und wenn ich am Hochstein einen Herzinfarkt habe, braucht der Sanka auch länger als in den Fuchsbauerweg. Zum Nordtangenten-Fanatiker will ich mich gar nicht mehr äußern. Den "belächeln" ja laut PNP sogar schon die (also scheinbar alle) Passauer Stadträte. Ich hoffe schwer, dass man über die Profilierungs-Brücke auch bald nur noch lächelt.

Der Klotzek hat einen neuen Trend entdeckt: Besoffen die Hosen runterlassen. Ja, sollen sie doch! Wenn die ganzen besoffenen Halbstarken ihre überschüssigen Kräfte damit kompensieren, Fremden ihren Arsch zu zeigen und dafür nichts mehr kaputt machen, wäre doch alles in Ordnung. Der Dittlmann hat das Thema Vandalismus berechtigterweise wieder mal aufgegriffen und fordert ein verschärftes Vorgehen seitens der Behörden. Zustimmung! Allerdings sollte man nicht vergessen, auch einmal an die Courage friedlicher Passanten zu appellieren. Der Schreiber dieser Zeilen hat unlängst zwei betrunkene Burschen ihre zuvor im Paulusbogen zerschmissene Flasche wieder aufsammeln lassen. Sind doch meistens eh nur kleine Hosenbiesler. Der Präsident hat ja schon früher einmal einen Preis für mutiges Auftreten gegen mutwillige Zerstörer ausgelobt und lässt ausrichten, dass der erste, der einen Vandalen in Passau zur Strecke und zur Anzeige bringt, den mit 100 Euro dotierten Ein-Mann-sieht-rot-Preis von Wahlinfo-Passau verliehen bekommt.

An die Knüppel, auf die Lauer!

Euer Tölpel

Montag, 4. Oktober 2010

Abgeschrieben und aufgestiegen

Lieber Tölpel!

Man muss nicht immer nur die PNP lesen. Nein, nein, das muss man nicht. Ich z.B. lese auch gerne einmal die FAS. Bei denen gibt es jetzt online ein neues Tool (so sagt man heute, nicht wahr?), da kann man seine eigenen Texte eingeben und das Programm
"I write like" teilt einem dann mit, ob der eigene Schreibstil eher dem von Shakespeare, Tom Wolfe oder Peter Hahne (nein dem wahrscheinlich nicht) entspricht. Das Ganze ist auch kein totaler Schmarrn, denn das von einem 27-jährigen Russen erfundene Programm arbeitet ähnlich wie ein Spam-Filter mit einem Algorithmus, der einen Text (je länger desto besser) nach bestimmten Formulierungen absucht. Ich habe gleich einmal ein paar willkürlich zusammenkopierte Texte von uns in das Textprobenfeld kopiert und siehe da: Wir schreiben wie Friedrich Nietzsche.

Machiavelli (besoffen)

Das hat mich allerdings noch nicht richtig verwundert, schließlich hatte der alte Syphilitiker auf seine alten Tage auch einen ganz schönen Klatscher. So ist mir eine natürlich sehr naheliegende Idee gekommen und ich habe einmal ein paar PNP-Redakteure durch die Maschine gejagt. Angefangen gleich einmal mit dem Danninger, der zwar das Wort konzedieren nicht konjugieren kann (25.09.2010, Seite 27), aber ansonsten ein Spitzentyp ist. Das wird spätestens beim FAZ.net-Ergebnis klar: Danninger schreibt wie Günter Grass. Da hat mich dann natürlich gleich noch interessiert, wie denn die Gisela Friedrichsen der PNP, Frau Pierach so schreibt. Immerhin noch wie Peter Handke - hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Ehrlich gesagt, beim Klotzek musste ich mir vor dem Betrachten des Ergebnisses einen kleinen Schnaps einschenken. Was wäre, wenn ich hier kundtun müsste, Klotzek schreibt wie Daniela Katzenberger, Lassie oder Lothar Matthäus? Heißt es dann wieder, dass wir uns auf billigste Art und Weise über journalistische (sic!) Mitbewerber lustig machen? Aber - weit gefehlt! Klotzek schreibt wie Albert Ostermaier. Ich habe zwar keine Ahnung, wer das ist, aber es hört sich immerhin ziemlich seriös an. Übrigens: Wenn man zehnmal den Text "Pipi Kaka 123" eingibt, kommt weder Klotzek noch Daiminger raus, sondern schlicht: Charlotte Roche. Echt wahr!

Auch nicht uninteressant ist folgendes Ergebnis. Geht man davon aus, dass ja schließlich das gesprochene Wort gilt und gibt man die Wiedervereinigungs-Jubiläumsrede des unerträglichsten aller Bundespräsidenten in den Schrifsteller-Generator ein, stellt man schmunzelnd fest, dass der Wulff schreibt, bzw. spricht wie die Pierach. Oder auch der Handke. Aber das kommt sich ja aufs Gleiche raus, s.o. Wie schreibt eigentlich der sexieste aller Staatssekretäre? Einfach einen Text von seiner Homepage genommen. Copy, Paste, Sigmund Freud. Geil, aber da hätte ich vorher schon drauf gewettet. Und wie schreibt der Staatssekretär von der Vier-Prozent-Partei? Auch wie Sigmund Freud! Was sagt uns das? Um ein guter Staatssekretär zu sein, braucht man mindestens ein Über-Ich und muss wissen, dass Politikerinnen allesamt am Penis-Neid laborieren. Und natürlich muss man perfekt sein. Das schadet (fast) nie. Oder wie Sigmund, Max und Andi sagen würden: Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos. Noch was zu Deiner Beruhigung, mein Tölpel: Angelika Diekmann schreibt übrigens auch wie Friedrich Nietzsche. Ob sie das weiß?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich schreibe nicht nur wie Nietzsche, ich frage mich auch täglich wie er, warum ich so klug bin. Und außerdem lese ich ebenfalls die FAS. Interessantes Titelthema gestern: Man hat hundert Kinofilme gesichtet, die von der FSK ab 12 freigegeben sind und festgestellt, dass gut die Hälfte komplett ungeeignet für Kinder in diesem Alter sind. Von Analverkehr bis Zerstückeln - alles dabei. Fand ich sehr gut, diesen Artikel. Und ich musste leider spontan wieder an die AmSonntag und die PNP denken in ihrer ganzen bigotten Verlogenheit. Da regt sich doch in einem Sonntagswurfblatt, in dem wöchentlich auf den letzten Seiten minderjährige Mädels als Phantasiehilfe für ältere Männer präsentiert werden, der Herr Oberredakteur darüber auf, dass irgendein Puff in Passau ein bisschen größer wird als bisher. Zitat: "Und das ausgerechnet direkt gegenüber eines Fitnessclubs für junge Leute?" Ich lach mich schlapp. Und das nicht, weil Leute, die professionell schreiben, nicht den zu verwendenden Casus nach "gegenüber" kennen. Wie kann man nur solche Stuss-Zusammenhänge ausbrüten? Aber noch schlimmer ist natürlich das Mutterblatt. Moral, bla bla, Werte, bla bla, Religion, bla bla - bla bla bla. Warum seid Ihr denn dann eigentlich nicht konsequent und schreibt folgerichtig, dass einige "Künstler", die auf der Brutalo-Porno-Welle geritten sind oder noch reiten, primitiver, debiler Abschaum sind? Warum gibts in der PNP ein Interview mit einem "Sänger", der mit einer Lyrik (Spreiz deine Beine, zeig die Fotze, lass Dich gehen!) aufwartet, die man im Deutschunterricht in Niedernburg sicher nicht zur Textanalyse gebrauchen könnte? Weil der gut verkauft und die Kids den gut finden und vielleicht Neu-PNP-Leser werden? Na dann...

Richtig krank ist auch das andere Wurfblatt. Da gibt es tatsächlich einen Artikel darüber, dass ein Grünen-Stadtrat irgendein HipHop-Hitler-Bild auf seiner Facebook-Seite hat, während in aller Ernsthaftigkeit darüber berichtet wird, wie das singende Kneipier-Spanferkel in seiner Geltungssucht der Stadt Passau eine weitere provinzielle Peinlichkeit aufs Auge drückt. Sollten wir uns nicht langsam mal alle miteinander fragen, ob Passau nicht langsam reif ist für eine richtige Zeitung? Eine, die zumindest ab und zu mal schreibt: "Der Kaiser trägt doch gar keine Kleider." Oder: "Das Spanferkel ist ja nackt im Schädel." Oder: "Was will Waschler?" Oder was weiß ich...

Ich wollte jetzt übrigens mit einem lustigen Spielchen schließen und in Deine Schriftsteller-Analyse-Maschine Texte von großen deutschen Schriftstellern eingeben und zwar in der Hoffnung, es käme zu einem Ergebnis, Goethe schreibe wie Sedaris, Schiller wie Semmelmayer oder Brecht wie Charlotte Roche. Vergiss es! Das Ding funktioniert tatsächlich fast perfekt. Goethe schreibt wie Goethe, Schiller wie Schiller und Brecht wie Brecht. Nur Nietzsche schreibt interessanterweise wie Hegel - manchmal. Ich glaube, das würde Nietzsche gar nicht gefallen. Zum Abschluss trotzdem noch was Schönes. Ich habe Deinen heutigen Brief an mich bis "Deine Kathi" in die Maschine kopiert und kann Dir mitteilen, dass Du schreibst wie Charlotte Roche. Ha ha ha. Wenn ich mit Lachen fertig bin, gibts die nächste Kolumne.

Nix für ungut

Dein Tölpel

Beste Kolumne der Welt in Arbeit

Erscheint noch heute.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Montag, 27. September 2010

Darüber sollten wir nachdenken

Weitere Ausschnitte auf YouTube

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Ergänzung: Das mit den Toiletten am Anfang muss man noch gesehen haben


Ein kollegialer Rat

Liebe Verlegerfamilie, liebe Chefredaktion der PNP!

Wir haben uns ja in letzter Zeit mit Gschaftelhuberei durchaus zurückgehalten. Aber was da heute wieder im Passauer Landkreisteil publiziert wurde, konterkariert ganz erheblich diesen von Ihnen gerne suggerierten Anspruch, bei den seriösen und ernstgenommenen Tageszeitungen mitspielen zu dürfen. Nachdem wir ja nicht sicher wissen, ob Sie das ganze Zeug, das Sie da verantworten, überhaupt regelmäßig lesen, aber ganz genau wissen, dass Sie sich die wirklich wichtigen Informationen von Wahlinfo-Passau selten entgehen lassen, haben wir untenstehend einfach einmal einen Artikel aus dem Landkreisteil kommentarlos (nicht ganz - die besten Passagen sind fett) eingefügt. Nach der Lektüre des Machwerks fragen Sie sich sich ganz bestimmt das Gleiche wie wir. Dürfen sich die von der Jungen Union ihre Artikel jetzt selber schreiben? Und: Wenn ja, gibts dann nicht irgendwelche Mindeststandards für journalistische Begabung? Und zum letzten: Müsste man sich dafür nicht sogar bei Dr. Andi entschuldigen? Sowas ist doch selbst dem peinlich.

Mit kollegialen Grüßen

Der Präsident


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Staatssekretär mit „Bock auf Rock“

Erfolgreiches Festival mit rund 1000 Besuchern an zwei Tagen - Es durfte aber auch politisiert werden

Salzweg. Prominentester Gast des alljährlichen „Bock auf Rock“-Festivals der Jungen Union Salzweg-Straßkirchen war Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer. Unkompliziert und sympathisch mischte sich der aus der JU hervorgegangene deutsche Spitzenpolitiker am ersten Festivaltag unter das Publikum. Am Eingang zahlte er brav seinen Eintritt und ließ sich das obligatorische Eintrittsband am Handgelenk anbringen. Immer wieder hörte man, „das ist ja der Staatssekretär“.
Viele freuten sich über seine Anwesenheit. Und bemerkenswert ist auch, dass Dr. Scheuer, im Gegensatz zu anderen Politikern in ähnlichen Fällen, stets zu „Bock auf Rock“ kommt, unabhängig davon, ob gerade eine Wahl ansteht. Sein Kommentar zur Unser Radio Band „Jump“: „Die spielen eine super Musik.“ Und ob vor oder hinter der Theke, der Staatssekretär machte eine ausgesprochen gute Figur. Und Body-Guards - Fehlanzeige!
Mit den Verantwortlichen wurde natürlich auch ein wenig politisiert, hat man doch selten so einen kompetenten Gast bei sich, wenn es um regionale Infrastrukturfragen geht. Viele JU’ler sind Berufspendler und begrüßen deshalb den Ausbau der B 12. Auch Fragen zum Autobahnzubringer, der Zug um Zug sicherer gemacht wird, und zur verkehrstechnisch besseren Erschließung des Wegscheider Landes wurden erörtert. Scheuer gab auf alle Fragen bereitwillig Auskunft, lobte aber auch seinerseits die Aktivitäten der Jungen Union, der er immer noch sehr nahe steht.
Der eigentliche Rock-Abend am zweiten Tag wurde dann zu einem grandiosen Ereignis. Das Rockzelt war proppenvoll, die Stimmung kochte schon weit vor Mitternacht über, als „Ryan Eden“ alle Rockregister zog. So konnten die Hauptverantwortlichen Andreas Ehrenthaler und Josef Heisl jun. trotz des unbeständigen Wetters ein überaus positives Fazit ziehen. An beiden Tagen waren rund 1000 Besucher gekommen. - sl

Dienstag, 21. September 2010

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 21.09.2010

Hl. Geist: "Was meinst? Wieviel von den Lama-Fans hier in Passau wissen, wie es den Tibetern vor den Chinesen gegangen ist?"

Herrgott: "Herrgottsakrament, bist Du jetzt prochinesisch worden?"

Hl. Geist: "Ach Schmarrn. Mir sind doch Menschenrechtsverletzungen von Mönchen auch lieber als von Kommunisten."

Herrgott: "Gut und böse. Himmel und Hölle. Sowas brauchen die Leut."

Hl. Geist: "Und ab und zu Deine schützende Hand. So wie der Seehofer und der Pfarrer von Heining."

Herrgott: "ROTFL"

Sonntag, 19. September 2010

Brutaler Antisemitismus bei der AmSonntag - Wird die Verlagsgruppe Passau jetzt verboten?

(Passau) In der Berichterstattung einer Passauer Titten-Zeitung zu einer Veranstaltung mit einem Mönch (siehe auch SMS vom Herrgott weiter unten) kam es zu einem unbeschreiblichen Eklat.
Obwohl es sich bei dem angeblichen Promi-Auflauf zur Veranstaltung vorwiegend um B-Prominenz, Unsympathieträger wie Roland Koch oder Peter Maffay und sogar komplett Bescheuerte wie Franz Alt handelt, wurden die Namen aller Prominenten im Artikel fett gedruckt. Nur der Name der Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch wurde hiervon ausgenommen.
Erste Stimmen fordern bereits den Rücktritt der kompletten Redaktion der Verlagsgruppe Passau, der Verlegerin und des Oberbürgermeisters.
Kommentar vom Herrgott: "Vielleicht schick ich einfach eine Sintflut in die Sperrwies und Ruhe ist."

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 19.09.2010

Hl. Geist: "Hey! Weißt Du eigentlich, wie die von der PNP diesen platterten Mönch nennen?"

Herrgott: "Nope"

Hl. Geist: "Seine Heiligkeit"

Herrgott: "Machts nur so weiter."

Hl. Geist: "Die werden sich wundern."

Herrgott: "Yep"

Samstag, 18. September 2010

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 18.09.2010

Hl. Geist: "Über welche Quote ist denn dieser Heininger Pfarrer bei uns rein gerutscht?"

Herrgott: "?"

Hl. Geist: "Was sollen wir ihm denn für einen Notfall nach Heining schicken, dass der die 110 wählt? Atombombe oder Pogrom?"

Herrgott: "Mir wurscht. Karohemd und Samenstau - ich studier' Maschinenbau."

Hl. Geist: "?"

Herrgott: "Na weil der Maschinenbauer da heut in der Zeitung so einen schönen Schnauzer hat. Aber heißt der jetzt eigentlich Willi oder Wolfgang?"

Hl. Geist: "Das ist doch dem Seider wurscht. Außerdem könnt er mit dem Schnauzer auch Wunibald heißen."

Herrgott: "Schöner Name. Gefällt mir. CU."

Freitag, 17. September 2010

Selfexplained and miraculous

Lieber Tölpel!

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Oder wie unsere große Passauer Mäzenin sagt: Art knows no native tongue, it explains itself without words. Das hat sich ein anderer berühmter Passauer auch gedacht und hat in einer Web 2.0-kritischen Performance dem Denk Hubsi seinen Facebook-Account geknackt. Wahrscheinlich wollte er nur ein bisschen Spaß oder auf bestehende Sicherheitslücken der Internet-Exhibitionisten-Seite aufmerksam machen. Dafür hat der Hubsi jetzt ausgeplaudert, dass der Ritschie beim PNP-Tölpel mitschreibt. Eigentlich ist das fast nicht zu glauben, weil immerhin gehts da ja meistens um ihn selbst. Um seine Freizeitbeschäftigungen, um seine Urlaube und natürlich darum, was er wieder für tolle Sachen herausgefunden hat. Ich frag mich manchmal, wer den größeren Vogel hat. Wir hier oder die...

Dazu passt noch folgende Geschichte. Die PNP-Kathi hat sie erzählt und sie gibt uns einen tiefen Einblick in die psychiatrisch relevante Befindlichkeit ihrer Leserschaft. Eine Leserin habe ihr erzählt, sie hätte (ab jetzt Original-Zitat!) "in einen Kohlbrucker Supermarkt eine Flasche Eierlikör und eine Konservendose zurückgebracht, weil sie sich umentschieden hatte." Jetzt ist sie aufgebracht, weil die Sachen weggeschmissen wurden, statt sie der Passauer Tafel zu spenden. Selten kann man mit einer so kleinen Geschichte ein so schönes Psychogramm einer Patientin erstellen. Oder anders gesagt: Wieviel Eierlikör muss man eigentlich in seinem Leben schon gesoffen haben, um auf sowas zu kommen? Wie kommt jemand auf die Idee, eine Flasche Eierlikör, die er - wir nehmen einmal an: freiwillig - erstanden hat, wieder umtauschen zu wollen? Die wirklich interessante Frage ist auch nicht, warum man im Supermarkt die Flasche weggeschmissen hat. Das versteht sich ja schließlich von selbst. Jemand, der Eierlikörflaschen umtauscht, vergiftet die möglicherweise auch noch vorher. Es stellt sich schon eher die Frage, wieso der Händler die Flasche überhaupt zurückgenommen hat. Am besten gefällt mir aber an der Geschichte, dass man die Dreistigkeit besitzen kann, zum einen Lebensmittel umtauschen zu wollen und zum anderen sich dann noch darüber aufzuregen, dass die Bedürftigen nicht diese blöde Flasche Eierlikör bekommen. "Wie siehst das Du?", fragt dann auch noch (im Ernst?) die PNP-Kathi. Ich seh es jedenfalls so: Man sollte der Dame den Rat geben, den nächsten Eierlikör einfach gönnerhaft selbst der Tafel zu spenden. Dann kommt sie in den Himmel und die Bedürftigen sind auch glücklich. Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Mit Entsetzen habe ich heute folgende Titel-Überschrift gelesen: "Geisterfahrer: Seehofer in Todesangst." Weil ich den Doppelpunkt nicht bemerkt habe, habe ich mich zunächst darüber gewundert, dass nun mittlerweile sogar die PNP erkannt hat, dass Seehofer ein Geisterfahrer ist und mich dann gefragt, warum er wohl Todesangst habe. Es war natürlich ganz anders. Ein anderer Geisterfahrer ist ihm und der Haderdingsbums entgegen gekommen. Es ist aber deshalb nichts passiert, weil "der Herrgott an diesem Abend die Hand schützend" über ihn und die Haderdingsbums gehalten hat. Da muss er einen ziemlich schlechten Abend gehabt haben, der Herrgott. Wahrscheinlich zu viel Eierlikör. Also nicht weil er die zwei gerettet hat. Um Gottes Willen - das geht schon in Ordnung. Aber dass er überhaupt zugelassen hat, dass Seine Heiligkeit, der Bayerische Ministerpräsident in eine solch gefährliche Situation kommt, das verstehe ich nicht. Der Ministerpräsident hat dann nach der wundersamen Rettung der Haderdingsbums eine nicht mehr ganz nüchterne SMS geschrieben, irgendwas mit göttlicher Fügung und einer Mücke, woraufhin sie geantwortet hat: "Der liebe Gott braucht uns offenbar beide noch." Was man in der Zeitungsmeldung nicht lesen konnte, war der SMS-Dialog zwischen dem Herrgott und dem Heiligen Geist. Der hat dem Herrgott nämlich, gleich nachdem der seine schützende Hand ins Spiel gebracht hat, geschrieben: "Was machstn du da??? Warum???" Und dieser hat in seiner unermesslichen Güte und Weisheit geantwortet: "Als Ministerpräsident ist er zwar ein Komplettausfall, aber ich brauch ihn noch für die Zucht."

Hast Du eigentlich keine Angst, Tölpelchen, dass der Ritschie-Tölpel auch mal unseren Account knackt und dann hier unseren guten und integren Ruf ruiniert?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Keinesfalls. Erstens kann man uns gar nicht kopieren. Dafür sind wir zu brillant. Und sollte es trotzdem jemand schaffen, sich durch bewusstseinserweiternde Mittel auf unser Level zu bringen, würde er sich verraten, wenn er dauernd nur über seine Urlaube schreibt.

Ich war doch bis vor ein paar Tagen in Südfrankreich. Da gibts einiges zu berichten. Du kennst doch sicher diese schwarzen Anzeigetafeln über den französischen Autobahnen, auf denen Staus oder Baustellen angezeigt werden. Ich fahre also in der mir eigenen zügigen Fahrweise über eine solche Autobahn und auf einmal steht auf der Anzeigetafel mein Kennzeichen und daneben: "Trop vite." Incroyable, formidable! Stell Dir mal vor, wir hätten sowas über unseren Passauer Straßen. Das weißt Du aber schon, dass ich mich da sofort als Texter bewerben würde. Das wär genau mein Job. "FRG - XY 234 Heckspoiler sieht scheiße aus." Oder: "PA - O 2020 Keine Kippen aus dem Fenster werfen!" Auch gut: "PA - S 2000 Respice post te, hominem te esse memento!"


Weißt Du, was ich kürzlich mal wieder gemacht habe? Ich habe mir auf der Homepage der Stadt Passau unsere Stadträte angesehen. Ich mag dieses pauschale Geschimpfe auf Politiker ja eigentlich wirklich nicht, aber gut die Hälfte von denen sind praktisch politisch nicht existent. Da hörst und siehst Du nichts - und zwar gar nichts. Und ich kenne natürlich auch das Argument der Kritisierten, man müsse nicht immer nach außen wirken, sondern könne auch in den Sitzungen selbst wertvolle politische Arbeit leisten. Stimmt. Bloß gibt es dann immer noch zu viele im Stadtrat, die weder in der Öffentlichkeit auffallen, noch auch nur ansatzweise den Horizont haben, in den Ausschüssen durch effektive Mitarbeit zu glänzen. Hat nicht die PNP einmal vor Jahren die gar nicht so schlechte Idee gehabt, die Stadträte zu benoten? Warum gibts das nicht mehr? Natürlich ist das nicht ganz gerecht und außerdem nicht ganz einfach für die Redakteure. Aber diejenigen, die gar nichts tun, die sollte man schon ab und zu mal mit Namen benennen. Und wenn wir das hier machen, meinen wieder alle, wir machen nur Spaß.

Und dann gibts noch die, die dauernd in der Zeitung stehen. Ich meine jetzt gar nicht den Notfall-Histrioniker, sondern die Brücken-Fanatiker. Ich gebe zu, das ist nicht repräsentativ, aber jedesmal wenn ich durch die Innstadt fahre, habe ich freie, unbehinderte Fahrt. Kann es eigentlich sein, dass diese komische Brücke nur eine Spielwiese für die Profilschärfungsversuche der daniederliegenden CSU ist? Das mit dem Nahversorger in Schalding war eine Ente, über die man ohnehin noch einmal ausführlicher sprechen sollte, beim städtischen Haushalt, bzw. der Kritik daran, gelingt es auch kaum, Punkte zu machen und personell ist es ohnehin zappenduster. Bevor es aus der jetzigen Truppe einer schafft (ausgenommen Dr. Andi, aber der wär schön blöd), wird noch eher der Nichtraucher Oberbürgermeister. Also vorausgesetzt der Oberjürgen erschießt eine Schulklasse, vergewaltigt den Bischof und zündet das Rathaus an. Also dann vielleicht.

Ich bewerbe mich jetzt übrigens bei der Polizei. Als Wirtschaftsexperte. Weil für A 9 reichen meine Wirtschaftskenntnisse auch noch.

Schönes Wochenende!

Dein Tölpel (der zweitechteste nach Ritschie)

Mittwoch, 8. September 2010

Vom Bilderdieb zum Schilderdieb...

ist es oft nur ein kleiner Schritt.

Dienstag, 7. September 2010

Eine Durchsage der Gender Mainstreaming/Gleichmach-Abteilung von Wahlinfo-Passau

Achtung! Der heute in der PNP veröffentlichte IQ-Test-Auszug ist sexistisch, rassistisch, gewaltverherrlichend und diskriminiert im speziellen Minderintelligente. Desweiteren kann er minderintelligenten Mensa-Mitgliedern, die sich jahrelang auf solche Aufnahmetests vorbereitet haben, vorgaukeln, sie wären hochintelligent und dächten "schneller und komplexer", obwohl sie eigentlich ziemlich doof sind.

Hier der von der Gender Mainstreaming/Gleichmach-Abteilung von Wahlinfo-Passau korrigierte Test:

Kategorie Rechnen und Logik


Welche Zahl folgt als nächstes? Wenn mehrere Lösungen möglich erscheinen, sollte die mit der einfachsten Erklärung gewählt werden. (komplett korrigiert wegen Rassimus und Diskriminierung von an Dyskalkulie Erkrankten)

2 3 4 5 6 ?

2010 2011 2012 2013 ?

Ein Schaf Zwei Schafe Drei Schafe ?

Textaufgaben (teilweise korrigiert wegen Sexismus, Rassimus und Diskriminierung von Kleinwüchsigen)

 Zwei Maurerinnen (Aische und Sandy-Marlboro) mauern zwei Meter Mauer in zwei Stunden. Warum sind sie mindestens so schnell wie ihre männlichen Kollegen Eric-Lasse und Luca-Tarzan?
 Carlos ist kleiner als Alfred. Alfred ist größer als Bernd. Wer ist der größte? (Wegen dieser Frage wurde bereits Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet.)
 Welcher Tag war gestern, wenn übermorgen der vierte Tag nach Sonntag ist? (gestrichen, diskriminierend schwer)
 Welche Zahl minus 83 ist gleich Eindreisiebtel von 294? (gestrichen, diskriminierend schwer)
 Sabines Gehalt von 4000 Euro wurde erst um zehn Prozent gekürzt und dann um zehn Prozent erhöht. Findest Du auch, dass Sabines Gehalt um mindestens zwanzig Prozent erhöht werden müsste?

Kategorie Sprachverständnis


In dieser Kategorie geht es nur um die Inhalte, nicht um Äußerlichkeiten der Wörter wie Silben oder bestimmte Buchstaben: Was gehört nicht dazu? (einfach so korrigiert, ohne farbliche Veränderung)

 Pflaume, Aprikose, Penis, Kirsche
 Gefangener, Festgesetzter, Kalfaktor, Häftling, T.H.
 triftig, zwingend, prägnant, Ernst Fuchs, empirisch
 Madrid, Andi Möller, Mailand, München

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Die Auflösung lesen Sie in der morgigen Ausgabe der PNP

Grüße aus dem Land der Froschfresser

Le président (L'intelligence c'est moi)

Mittwoch, 1. September 2010

Ausgebleicht und abgenagelt

Lieber Tölpel!

Vorletzten Samstag stand ein lustiger 15-Zeiler im Landkreisteil der PNP. Für einen historischen Spielfilm des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller würden im Raum Tittling Nebendarsteller gesucht - und zwar "ganz normale Männer und Frauen jeden Alters". Tabu seien allerdings: "Extrem moderne Frisuren, gefärbte Haare, künstliche Fingernägel, Piercings und sichtbare Tattoos." Ein paar Tage später konnte man dann lesen, dass sich zum Casting 540 potentielle Statisten eingefunden hätten. Jetzt frage ich mich schon: Können die alle nicht lesen oder ist es wirklich vorstellbar, dass sich hunderte von Landkreisbewohnern ihre künstlichen Fingernägel und Piercings abmontiert, ihre Strähnchen herausgefärbt und ihre Tattoos überschminkt haben? Und gibt es wirklich soviel Friseure im Tittlinger Raum, die Frisuren hinbekommen, die nicht nach tschechischem Straßenstrich 2010 sondern nach 18. Jahrhundert aussehen? Ein Gutes hatte die Casting-Aktion natürlich für die Handvoll schlauer Mädels, die die Retroverschönerung für den Rosenmüller-Film nicht mitgemacht haben. Die werden jetzt mit ihren Plastikfingernägeln und ihren fransigen Frisuren einfach PAWO-Sommergirl. Auch nicht schlecht.

War das jetzt schon diskriminierend oder gar rassistisch? Vielleicht haben ja die Waidler sogar ein anderes Gen? Ein Strähnchen- und Nail-Art-Gen? Sind das jetzt schon krude, peinliche und dumme Thesen oder habe ich womöglich eine 999.999,9 ppm-DNA-Übereinstimmung mit Sarrazin? Dass der auch viel Käse erzählt, ist das eine. Dass die Alles-gleich-und-gerecht-Macher aber mindestens so spinnen, habe ich mir heute früh wieder mal bei der Lektüre eines Artikels über das anonymisierte Bewerbungsverfahren bei Unternehmen gedacht. Warum darf ich eigentlich, wenn ich Personal einstelle und dann auch bezahle, nicht selbst entscheiden, ob ich einen Mann oder eine Frau bevorzuge - selbst wenn sie gleich qualifiziert sind? Außerdem würde ich mich als Inhaberin eines Kleinunternehmens, die täglich mit ihren Mitarbeitern zusammenarbeitet - bei ausreichender Anzahl an qualifizierten Bewerberinnen - weder für die Erzkatholikin, die vorm Essen betet, noch für die Gepiercte mit French Nails und auch sicher nicht für die Kopftuchträgerin entscheiden - und zwar ganz einfach deshalb, weil ich mich lieber mit Leuten umgebe, mit denen ich vermutlich eher auf einer Wellenlänge bin. Und andere Arbeitgeber haben wieder andere Vorlieben. So funktioniert das soziale Wesen Mensch und so macht das auch jeder. Punkt.

Bleiben wir bei der Evolution. Dass es in Passau geschätzt 49.000 Einwohner gibt, die sich für Elite halten, ist kaum übertrieben und kennzeichnet wahrscheinlich ein Kleinstädtchen noch viel mehr als eine Großstadt. Am Amts- und Landgericht gibts nur Topjuristen, im Krankenhaus nur Spitzenärzte, an der Uni nur Koryphäen, jeder Stadtrat will hofiert und begrüßt werden, jeder Vereinsvizevorstand kriegt eine Bildunterschrift und die Auftragsakquisemaschinen für Selbständige Rotary, Lions und wie sie alle heißen oder selbst profilneurotische Selbstdarsteller und Selfmade-Charity-Nervensägen werden medial besprochen wie Mutter Theresa in Potenz. Jetzt durfte das zeitunglesende Intelligenzproletariat auch noch erfahren, dass es in Passau eine Mensa-Gruppe gibt. Um Mitglied bei diesem Hochbegabtenverein zu werden, braucht man einen IQ von mindestens 130. Die Passauer Mitglieder "bilden sich aber nichts darauf ein" und sind kein "kleiner elitärer Zirkel, sondern ein absolut lebenslustiger Kreis." Die Passauer Mensa-Chefin ist sogar durch die Mensa-Mitgliedschaft in ihrer Großmut "im Umgang mit anderen Leuten, die nicht so schnell sind, geduldiger geworden." Ein mir sehr nahe stehender Präsident, der natürlich allein wegen seiner krankhaften Eitelkeit und Geltungssucht schon vor Jahren Mitglied in diesem Verein wurde, berichtet mir allerdings topexklusiv, dass er im Umgang mit diesen Mensanern über die Jahre hinweg immer ungeduldiger geworden ist. Er glaubt sogar, dass es sich bei diesem Club um einen überdurchschnittlich unelitären Zirkel handelt, dessen einzige Daseinsberechtigung darin besteht, Menschen, die vorher keine Freunde hatten, zu Spieleabenden zusammen zu karren. Zumindest geht es in den tausenden von E-Mails, die er andauernd erhält, um nichts anderes als Spieleabende. Er wird auf jeden Fall demnächst wieder austreten und beim Karnickelzüchterverein eintreten. Das hat sicherlich mehr Sex.

Sag mal, Tölpel, hast Du nicht auch noch irgendwelche Bekannten mit vielen Schulden und vielen Kindern? Da gibts einen Wohltäter, der zahlt denen gerne mal ein paar Flugtickets, solange er und seine Spenderkumpels nur groß in der Zeitung aufscheinen.

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Mal überlegen... Vielleicht den weltberühmten Passauer Erfinder des Perpetuum Mobiles? Aber ich glaube, der will gar nicht mehr ausgeflogen werden. Dem gefällts in Kalifornien viel besser.

Der gefühlt seit 10 Jahren als Nachwuchsjournalist bezeichnetet Maximilian Popp hat einen Bild-, pardon,
Spiegel-Artikel über den Passauer Bilderdieb geschrieben. Er berichtet darin über einen Auftritt Frankenbergers im Lokal Stadtbeisl. So soll dieser das Lokal betreten haben, woraufhin es still wurde und die Männer ihre Bierkrüge abgesetzt und gerufen hätten: "Frankenberger, du Schwein, dich bringen wir um!" So steht es im Spiegel-Artikel, nebst ein paar anderen schräg formulierten Beschimpfungen, wohlgemerkt in Anführungszeichen, also als wörtliches Zitat gekennzeichnet. Ich kann das nicht glauben. Also ich glaube selbstverständlich, dass der Volksentscheid-Initiator bedroht und beschimpft wird, allerdings nicht in solchen Kneipen mit solchen Worten. "Frankenberger, du Schwein, dich bringen wir um!" Das wäre ja ein grammatikalisch einigermaßen korrekter Satz - unwahrscheinlich für Gäste dieses Etablissements. Außerdem sagt doch bei uns keiner: "Du Schwein". Höchstens vielleicht: "Du Sau" oder "Du Drecksau". Aber niemals: "Du Schwein". Also wenn man schon derartig bedroht werden will, dann sollte man auch korrekt zitieren. Ansonsten wird es peinlich und unglaubwürdig.

Ansonsten gab es noch eine Bombendrohung für den Domplatz, ein paar unerträgliche Frömmelartikel über Votivtafeln und Wallfahrer und einen Besuch der Passauer Goldhaubenfrauen beim Tattoo-Liebhaber und Maschmeyer-Spezi in Berlin. Im Tierheim ist kein Plätzchen mehr frei, dafür gibts im Waisenhaus fast keine Waisen mehr. Die akademische Nachwuchselite feiert Partys, die Anwohner wollen lieber schlafen und finden nach geäußerter Kritik am nächtlichen Lärm eine tote Taube vor der Tür. Stop! Das muss noch kommentiert werden. Jetzt haben wir in Passau angeblich auf einmal die allermeisten Polizisten überhaupt, aber die haben scheinbar trotzdem keine Zeit, sich um krakeelende und vandalierende Jugendliche zu kümmern. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass man gegen den Party-Lärm und gegen Straßenvandalismus gar nichts machen kann. Oder haben wir doch zu wenig Polizisten? Ich bitte um Aufklärung.

Leider muss ich jetzt schließen. Ich muss mir nämlich dringend zum 20. Mal das Video über das Sommergirl-Shooting anschauen. Da hole ich mir nämlich immer so gut... Inspirationen.

Tschaui

Dein Tölpel

Dienstag, 31. August 2010

Kolumne...

... gibts morgen.

Einstweilen empfehlen wir zum Zeitvertreib schmutzige Bilder.

Samstag, 28. August 2010

Update: Sebastian Frankenbergers Amazon-Wunschzettel

Wie mediendenk.com berichtet, hat der Exhibitionist Sebastian Frankenberger auf amazon.de einen Wunschzettel veröffentlicht, um die Welt weiterhin an seinem Leben teilhaben zu lassen.

Neben der pornografischen Kurzgeschichtensammlung "Anekdoten aus dem Vatikan" finden sich auf der Wunschliste überwiegend Werke, die zum einen Einblick in die Gefühlswelt Frankenbergers liefern (Reiseführer in die Ostzone) und zum anderen die Auswanderungsabsicht des Notfallministranten erkennen lassen.

Hier das letzte Update des Frankenberger-Wunschzettels:

Mittwoch, 18. August 2010

Schief gelaufen

Liebe Rechtsanwälte,

das kann man jetzt wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände nennen. Da faxt Ihr mir letzten Oktober diesen wirklich gelungenen satirisch-juristischen Schriftsatz und dann wohne ich da gar nicht mehr und das Faxgerät wird fast ein Jahr lang nicht mit Papier gefüttert - bis heute. Und dann kommt auf einmal, mit fast einjähriger Verspätung Euer lustiges Schreiben aus den unendlichen Weiten des Telefonnetzes.

Was machen wir da jetzt? Zeit heilt alle Wunden? Samma wieder gut? Oder wollt Ihr Euch wirklich immer noch mit dem Präsidenten anlegen?

In gespannter Erwartung

Ebendieser

Dienstag, 17. August 2010

Weil sich alle über Street View aufregen...

Das Wahlinfo-Passau-Sommer-Quiz:

Wieviele Passauer Stadträte haben einen Pool?

Erlaubte Hilfsmittel:

http://www.bing.com/maps/ (Viel besser als Google Maps) und

http://passau.de/Stadt,Buerger-Politik/Politik/Stadtrat.aspx

Wie es wirklich war...

pnp.de meldet heute um 12.03 folgendes:

Ein Unbekannter hat am Dienstagvormittag im Medienzentrum in Passau angerufen und gedroht, den Domplatz in die Luft zu sprengen. Mit gebrochener Stimme sagte der Mann am Telefon in der Vermittlung der Passauer Neuen Presse.Ich möchte sagen, dass Domplatz explodiert um 12 Uhr im Namen Allahs.“
Dann legte er auf.

Sofort wurden Polizeibeamten über den Vorfall informiert, die sich zufällig im Verlagsgebäude aufhielten.

Kurz nach 12 Uhr berichtet die Polizei, dass ein männlicher Anrufer drohte, dass der Domplatz um 12 Uhr „in die Luft fliegt“. Der Domplatz wurde zwischenzeitlich geräumt und gesperrt. Es erfolgte eine Absuche des Domplatzes. Etwa eine Stunde nach dem Anruf konnten die Beamten Entwarnung geben und die Sperrung aufheben.


Die Wahrheit ist, wie Wahlinfo-Passau aus informierten Kreisen zugetragen wurde, wesentlich trivialer:

Klotzek: Klotzek.

Anrufer: Haller, E.ON AG. Grüß Gott. Kann ich bei Ihnen eine Verkehrsbehinderung melden?


Klotzek: Mann, was wollen Sie denn? Ich bin Polizeireporter. Verkehr macht die Semmel.

Anrufer: Ich will nur eine ganzstädtische Verkehrsbehinderung melden.

Klotzek: Oh Mann, Moment. In ein anderes Telefon: Ich wette, Du hast noch nie eine so große Pistole in der Hand gehabt? Wieder zum Anrufer: Also, was los?

Anrufer: Ich möchte sagen... (starkes Rauschen, weil Klotzek mit einer Funkspielzeugpistole auf Gegenstände schießt) .... , dass... (starkes Rauschen) ... Strommast kontrolliert... (starkes Rauschen)... 12 Uhr... (starkes Rauschen)... mein Name Haller.

Klotzek: Oh Gott. Ich wusste doch, dass heute noch was passiert.

Montag, 16. August 2010

Aufgeknüpft und nachgerechnet

Lieber Tölpel!

Ich war am Freitag Abend in Passau unterwegs und soll ich Dir was verraten? Der Herr Redakteur Klotzek hat recht mit seinem heutigen Artikel - es wird geraucht in Passaus Lokalen. Also sicher nicht in allen und auch nicht in den meisten, aber es wird geraucht. Und der Zacher im Rathaus sagt, er kanns nicht kontrollieren, weil er das Personal nicht hat. Das heißt für mich, es wird weiter geraucht. Da hätten wir uns aber den Volksentscheid sauber sparen können, wenn in etlichen Lokalen eh alles beim Alten bleibt.

Über die Psyche von Herrn Frankenberger, aber auch die vieler seiner geisteskranken Feinde könnten sicherlich Dutzende von Psychologen promovieren. Kennst Du noch den Gefahrensucher aus Kentucky Fried Movie? So kommt mir der Kostüm-Ministrant manchmal vor, wenn er wieder von Fernsehleuten flankiert ein Bierzelt überfällt.



Wobei ich ehrlich sagen muss - und da wiederhole ich mich gerne -, dass die Reaktionen einiger Raucher uns mal wieder die Frage aufgeben, was sie täten, wenn sie könnten, wie sie wollten. Hätten sie keine Angst vor Strafverfolgung, würden sie ihn lynchen. Also nicht nur den Frankenberger. Wenn der Pöbel ins Rollen kommt, würde er wahrscheinlich ganz ganz viele lynchen, aber ich glaube, der Notfallseelsorger steht ziemlich weit vorn auf der Liste. Müsste man aber dann nicht konsequenterweise alle aus dem Bierzelt schmeißen, respektive lynchen, die beim Volksentscheid mit Ja gestimmt haben? Das sind aber ganz schön viele - das nur am Rande.

Apropos Promovieren. Mangelnde Stilsicherheit im Umgang mit Namen, Titeln und Berufsbezeichnungen haben wir ja der PNP schon desöfteren vorgeworfen. Da werden zwar von irgendwelchen Landkreisredakteuren schnell einmal irgendwelche Landkreisärzte zum Dr. gemacht, obwohl die während ihres Studiums zu faul für die 12-seitige Dissertation waren, aber halt eben Arzt sind, während unsere Bundeskanzlerin schon auch einmal nur Merkel heißt - und zwar ohne Vornamen und ohne Frau. Schon lustig oder? Der Stadler und der Scheuer heißen in unserer Lieblingszeitung immer Dr. Stadler und Dr. Scheuer, während Frau Dr.rer.nat. Merkel oder Herr Dr.jur. Westerwelle einfach nur Merkel und Westerwelle heißen. Der Seider hat das Ganze am Samstag aber noch auf eine neue Ebene gebracht. Manche Kommunalpolitiker (Nach welchen Kriterien geht das? IQ? Aktivität? Oder nur bei SPD-Zugehörigkeit?) werden jetzt nur noch mit Vornamen genannt. Das liest sich dann so: "... haben sich gestern ... auch die stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Stadtverbands Katja Reitmaier und Hans-Jürgen geäußert." Na gut, nur die SPD-Mitgliedschaft kanns ja dann nicht sein. Dafür hat der Klotzek letzte Woche den neuen Chef der Messe Leipzig zum Vize-Chef degradiert. Sehen möchte ich einmal, was los ist, wenn er den Schraml zum Dommesner macht.

Was passiert sonst im August, fragt Dich neugierig

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Na einiges. Die Mongolen, Türken oder Russen stehen vor der Tür, könnte man meinen, wenn man die Berichterstattung über Google Street View verfolgt. Mich beschleicht das Gefühl, dass diejenigen, die sich in der Angelegenheit besonders exponieren, entweder nur das Frankenberger-Syndrom haben und das Sommerloch zum Wichtigmachen nutzen oder das Internet einfach immer noch nicht verstanden haben. Gerade die Politiker-Generation Web 0.0 kapiert nicht so recht, worum es eigentlich geht. Wissen die Streetview-Widersprucheinleger eigentlich, dass Google die Suchanfragen seiner Nutzer 18 Monate lang speichert? Oder dass Facebook womöglich die eigenen Kontaktdaten gespeichert hat und verwendet, obwohl man da selbst gar nicht mitmacht, aber ein anderer hat sein gesamtes Adressbuch hochgeladen? Wenn sie das und manch anderes, was uns wirklich langsam gläsern macht, nicht wissen, dann wissen sie aber zumindest, dass jeder Passau-Tourist, aber auch jeder böse Mann ein Haus, das z.B. am Inn steht, beliebig oft fotografieren, filmen und dann auch bearbeiten und vergrößern kann. Dass ich Kauf-DVDs erstehen kann, auf denen furchtbar geheime Politiker-Wohnungen zu sehen sind - sogar im Standbild. Das machen übrigens Fernsehsender schon seit Jahrzehnten - Filme über schöne Städte, Straßen und Häuser. Unser Urban Hero Mangold hat aber wieder mal eine grandiose Spitzenidee ausgesponnen und der Herr Redakteur Klotzek sekundiert begeistert. Passau verlangt einfach eine Straßen-Film-Gebühr und die Sache hat sich. Auf 8.000 Euro würde sich das für Google allein in Passau läppern und "bundesweit betrachtet wäre eine solche Gebühr wohl das Ende der Google-Filmerei, weil dann kein Geld mehr zu verdienen wäre..." (Klotzek) Sagt mal, Ihr zwei Rechts-, Wirtschafts- und Mathematikexperten, meint Ihr das wirklich ernst? Also gesetzt den Fall, Passau würde mit seiner Gebühr wirklich juristisch durchkommen und andere Städte würden nachziehen - habt Ihr schon einmal die lächerlichen 8.000 Euro bundesweit hochgerechnet? Ich habe es mal gemacht und zwar ziemlich großzügig und komme auf eine Euro-Summe im ganz niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Geniale Idee! Ich sehe schon die Schlagzeile: "Reynolds und Google pleite. Frankenberger und Mangold erhalten gemeinsam den Friedensnobelpreis."

Und den anderen, die jetzt vielleicht ihren Urlaub noch vor sich haben, empfehle ich einen vorherigen Rundgang mit Google Street View in Barcelona, Paris, Siena oder sonstwo. Macht wirklich Spaß.

Ciaooo

Der echte Tölpel

Donnerstag, 12. August 2010

Montag, 9. August 2010

Das schreiben die anderen (Psychopathen)

Kinderschlachthof in Passau

Eine journalistisch interessante Interpretation über den Kinderschlachthof und die ‘grün’-radikale Passauer Stadträtin und Kinderfeindin, Erika Träger.

Samstag, 7. August 2010

Das Wort zum Samstag

Wenn der PNP-Tölpel an diesem verregneten Samstag eine Sonderkommentierung bekommt, dann kann das nur daran liegen, dass er sich mal wieder selbst übertroffen hat.

So schreibt er heute wortwörtlich:

"Das habe ich doch schon hundertmal beobachtet, dass die Amerikaner ihre religiösen Gefühle viel offener, freier und ungezwungener zeigen als wir Europäer, die wir in Bezug auf die Religion komplexbeladen bis dorthinaus sind. Die Amerikaner sind in der glücklichen Lage, wie zum Beispiel die Mohammedaner, hier gar keine Hemmungen zu haben. Sie schämen sich ihrer religiösen Gefühle nicht, sondern betrachten die Religion als eine menschliche Selbstverständlichkeit. Glückliches Amerika!“


Schöner hätte ich es nicht formulieren können. Die Amerikaner lassen ihren religiösen Gefühlen gerne ungebremst freien Lauf. Seien es irgendwelche Fernsehprediger, die wie weiland Joseph Goebbels Hetz- und Hassreden gegen alle Andersdenkenden und -lebenden halten oder die Kreationisten, die Biologie-Schulbücher verbrennen oder evangelikale Fanatiker, die Abtreibungsärzte erschießen und wieder mal über Afrika drübermissionieren - alles wunderbare Beispiele des selbsbewussten Zeigens religiöser Gefühle. Noch schönere Beispiele gelebter Volksfrömmigkeit gibt uns jedoch der Muselmann. Um in den Himmel zu kommen, sprengt er schon gerne einmal einen Schulbus in die Luft oder hält sich un- oder andersgläubige Arbeitssklaven. Und weil er seine Frauen so schätzt und respektiert, hüllt er sie in schwarze Säcke, auf dass die religiösen Gefühle der frommen Mohammedaner ja nicht durch diese unwerten Weiber gestört werden. Und wenn ein braver Muslim durch die Anwesenheit einer Weibsperson verwirrt wurde, weil z.B. deren Bruder oder Cousin oder ihr Schwiegervater nicht gleichzeitig mit ihm und ihr im Buswartehäuschen stand, dann wird die Schlampe einfach bis zum Hals eingegraben und mit Steinen behandelt - bis der religiöse Friede wieder hergestellt ist.

Verehrter Herr PNP-Tölpel, ich weiß nicht, wo sie leben. Ich jedenfalls lebe in einer Stadt, wo Säkularisierung und Aufklärung immer noch nicht recht angekommen sind. Einer Stadt mit Zeitungsredakteuren wie ihnen, die keinen einzigen Artikel ohne diese unerträgliche Frömmlerei verfassen können. Einer Stadt, wo Ihre Zeitung wirklich täglich so tut, als spiele sich gesellschaftliches Leben ausschließlich in kirchlichen Verbänden oder wenn außerhalb, dann aber mit dem Segen irgendeines Pfarrers ab. Einer Stadt, in der nichtgläubige Gymnasiasten, die nicht mitbeten wollen, ausgegrenzt und von irgendwelchen Religionspädagogen gemobbt werden.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Mir ist Euer Hokuspokus grundsätzlich völlig egal. Aber glauben doch Sie einfach an was Sie wollen und lassen Andere damit in Frieden. Und nehmen Sie einfach vor dem nächsten "Aufgespiesst und festgenagelt" wieder die anderen Tabletten - die nicht ganz so starken.

Der Präsident der Kirche für klare Gedanken

PS: Kennen Sie diese wunderbare Geschichte, die in einem Satz die von Ihnen so bewunderte Frömmigkeit irgendwelcher Underdog-Amis oder muslimischer Ziegenhirten beschreibt?
"Sagt der Politiker zum Kirchenmann: Halt Du sie dumm, ich halt sie arm."

Donnerstag, 5. August 2010

Off topic und privat

Der Präsident will am Wochenende zur Jagd.

Gibts in Passau oder im österreichischen Grenzland Schwammerl und wo?

Mittwoch, 4. August 2010

SZ von heute




[Editiert von cassiel um 14:10h] Und hier gibt es den Artikel als augenfreundliches PDF.

Sonntag, 1. August 2010

Angeschmiert und angeschissen

Lieber Tölpel!

Nun ja. Dass in Sachen Nichtraucherschutz, bzw. große Freiheit für Nikotinsüchtige in den letzten Jahren einiges schief gelaufen ist, ist ja eher unstrittig. Eher umstritten ist jedoch, wer denn hier so richtig Mist gebaut hat. Da sollte man nicht vergessen, dass die CSU - damals noch Alleinregierung - ein ziemlich striktes Nichtraucherschutzgesetz erlassen hat. Nach der brutalen Wahlklatsche hat man dann gemeinsam mit dem neuen Juniorpartner wieder alles aufgeweicht, was dazu geführt hat, - und das ist schon ein entscheidender Punkt - dass ein großes Chaos vorherrschte, manche Gastronomen einfach wieder die Aschenbecher hingestellt haben und die Nichtraucher sauer waren. Was wir jetzt ab heute haben, ist sicher auch nicht der große Wurf, weil ich es eigentlich ziemlich deppert finde, wenn man in einer Zigarrenbar keine Zigarren rauchen darf. Dass sich die Betroffenenen darüber aufregen, kann ich durchaus nachvollziehen. Was mir allerdings schwerst auf die Nerven geht, sind diese militanten Wirte und aggressiven Raucheraktivisten, die jetzt aus allen Löchern kriechen und so tun, als hätte das selbsterfundene Menschenrecht, immer und überall zu rauchen, was mit Freiheit zu tun. Denkt doch bitte mal nur zehn Jahre zurück. Da war es noch absolut üblich und gesellschaftlich akzeptiert, sich in einem Speiserestaurant eine Zigarre anzuzünden und zwar während am Nebentisch gegessen wurde. Oder im Flugzeug: Da habe ich mehr geraucht als sonst, weil es eh so fad war. Wie verbohrt, intolerant und egoistisch muss man aber sein, um nicht zu erkennen, dass dieses Verhalten eine Zumutung für viele Nichtraucher war. Denen wurde schlecht, denen hat das Essen nicht mehr geschmeckt, die wurden in ihrer Freiheit massiv beeinträchtigt. Und deshalb ist auch der Volksentscheid so ausgegangen - weil viele der Meinung waren, dass die Freiheit des Belästigten schon auch mindestens so wichtig ist wie die Freiheit des Störers. Nochmal: Dass es auch ein gemütliches Plätzchen für Raucher geben soll - überhaupt nichts dagegen. Dass es wieder so werden soll wie vor zehn Jahren - weltfremder, anachronistischer Quatsch. Vielleicht sollten die Medien jetzt langsam mal aufhören, diesem primitiven Abschaum, der jetzt gemerkt hat, dass er in die Zeitung kommt, wenn er den Frankenberger beschimpft oder bedroht, auch noch eine Bühne zu geben. Diesen Leuten gehts nämlich genauso wenig um die Sache. Die haben auch nur ein Ego-Problem.

Es ist schon auch bestimmt eine Frage, wie die Gesellschaft, in der wir leben, gerade tickt. Lustig finde ich immer wieder, dass gerade unter aufgeklärten Menschen mit einem durchaus soliden Intelligenz- und Bildungsfundament oftmals eine gewisse Schizophrenie vorherrscht. So belächelt man gerne Andere, die beim Tischerücken Kontakt zu Verstorbenen herstellen, beschäftigt sich aber selbst intensiv mit Astrologie. Man weiß, dass eine Sonnenfinsternis nichts Mystisches hat, würde sich aber bei Vollmond keinen Weisheitszahn ziehen lassen. Ganz schlimm ist es bei Krankheiten. Wenn jemand immer wieder mal Kopfschmerzen hat, dann kann er entweder eine Tablette nehmen oder an die frische Luft gehen oder versuchen, ein gesünderes Leben zu führen. Wenn er aber sowieso schon an Wunderheilungen glaubt, dann kann er entweder nach Altötting wallfahren oder zum Schamanen gehen und wenn er an die Homöopathie glaubt, dann frisst er halt Globuli aus Hundescheiße oder einfach nur aus Wasser und Zucker. Helfen wird ihm das alles, weil er ja schon vorher wusste, dass es ihm helfen wird.

Das eine ist ein weitverbreiteter Aberglaube, der in unseren Breiten auch nicht viel seltener (nur anders) ist als in Zentralafrika. Das andere ist die ideologische Verbohrtheit vieler Zeitgenossen. Da können tausend Fachleute und Gutachten zu dem Schluss kommen, dass es bereits ausreichend Straßen zur Autobahn gibt und dass eine weitere Schneise und eine weitere Brücke für die paar Hansel, die sie zu brauchen glauben, wirklich unverhältnismäßig wären - scheißegal. Wenn sich die ABC-Aktivisten (wobei man besser von dem ABC-Aktivisten und seinen Statisten sprechen sollte) einmal in den Kopf gesetzt haben, dass man ein geteertes Denkmal haben will, dann wird davon auch nach schlüssigster Widerlegung eines Nordtangentenbedarfes keinen Millimeter abgewichen. Wieso auch? Schließlich müsste man dann zugeben, dass man sich getäuscht hat oder aber ganz andere Ziele verfolgt. Wenn man dann noch einen Landrat hat, dessen Begabung mit Mühe zum Grüß-Gott-Kasperl reicht, findet man in dem auch noch einen Verbündeten. Und die PNP-Landkreisredaktion kann sowieso jedem Quatsch noch irgendwas abgewinnen, natürlich mit kritischer Würdigung - man ist ja Vollblutjournalist.

Meinst Du, dass die Sommerlochthemen noch schlimmer werden, fragt Dich gelangweilt

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Auch ich lese ganz selten mal den PNP-Landkreisteil und bin auf etwas viel Lustigeres gestoßen. Da kündigt der Wirt eines Pockinger Wirtshauses seine bevorstehende Insolvenz an. Soweit nichts Ungewöhnliches. Allerdings kündigt er seine Insolvenz nicht für die nächste Woche oder den nächsten Monat an, sondern für irgendwann im Herbst. Jetzt im Sommer nimmt er noch ein paar Feste und Hochzeiten mit und im Herbst will er sich dann beruflich verändern und schließt sein Wirtshaus mittels einer Insolvenz. Das ist ja praktisch: Wenn der Günther nicht mehr mag, stellt er Insolvenzantrag. Spart man sich auch den ganzen Ärger mit Geschäftsauflösung usw. Das macht dann der Insolvenzverwalter. Ich frage mich nur, ob die Gläubiger und der Staatsanwalt das genauso lustig finden.

Dass Verwaltung und Bauausschuss gemeinsam gegen die Errichtung weiterer Toskanahäuser vorgehen, ist zwar, wenn man sich am Stadtrand ein wenig umsieht, fast schon zu spät, aber grundsätzlich lobenswert. Dass das Bauordnungsamt sich damit beschäftigen muss, ob Bewohner der Altstadt auf ihren Dächern bei schönem Wetter mal einen Sonnenschirm aufstellen, liegt nicht an der Böswilligkeit der Beamten, sondern an der Blockwartmentalität mancher Nachbarn, die es scheinbar nicht ertragen können, wenn es sich Andere gut gehen lassen. Wenn diese kranken Geister dann das Bauordungsamt terrorisieren, muss diese Behörde, die eigentlich von sich aus gar nichts unternehmen würde, dem Dachterrassennutzer mitteilen, dass seine Terrasse "nicht nur formell, sondern auch materiell unzulässig" ist. Das bezieht sich vorwiegend auf "Dachterrassen, soweit sie von neuralgischen Punkten der Stadt Passau aus einsehbar sind." Der Dachterrassennutzer wird dann noch von der Sachbearbeiterin um Verständnis gebeten, "da wir ansonsten mit einer Vielzahl von Bezugsfällen rechnen müssen." Wenn sich allerdings der Dachterrassennutzer sofort zur Recherche zum, bezogen auf die Einsehbarkeit, hochneuralgischen Punkt Oberhaus begibt, stellt er fest, dass massig Sonnenschirme, sprich Bezugsfälle im einsehbaren Altstadtbereich existieren. Netterweise kommt unserem Dachterrassennutzer auch noch die PNP zur Hilfe, die in einer Samstagsserie die schönsten Dachterrassen dokumentiert. Also entweder müssen die jetzt alle weg oder die Politiker überlegen sich was. Ich bin schon gespannt.

Übrigens, PNP! Nicht nur ich stelle fest, dass Euer Online-Auftritt immer unübersichtlicher und unattraktiver wird. Schaut Ihr Euch eigentlich auch mal die Websites Eurer (auch kleineren) Mitbewerber an? Die sind zwar auch nicht schön, aber immer noch besser als Eure. Auch die Themenauswahl in der Papierausgabe befremdet mich immer wieder. Immer noch schweigt Ihr (gerade Euch nicht genehme) Themen beharrlich tot, aber wenn die Stalinisten-, Enteignungs- und Stasiverbrecherpartei ein Büro in Passau eröffnet, dann berichtet Ihr darüber sogar mit Foto. Wenn der Klotzek zum Schreiben dran ist, gibts 14 Polizeiartikel in einer Ausgabe und wenn man die Pierach ließe, gäbe es jeden Tag einen Artikel über Lieblingsmehlspeise, Hobbys und Unterwäsche der Passauer Vollblut-Spitzen-Juristen. Dann lasst doch lieber den Danninger öfter was schreiben. Der schreibt wenigstens richtig dada. Oder den Dings, den Lampelhofer. Der schreibt immer so schön über... Naja, vergessen, egal.

Noch einen schönen lazy sunday afternoon!

Dein Tölpel

Freitag, 30. Juli 2010

Kolumne...

... leider nochmals verschoben. Wegen leichter Arbeitsüberlastung.

Morgen oder spätestens bis Sonntag.

Großes Präsidentenehrenwort!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Mittwoch, 21. Juli 2010

Donnerstag, 15. Juli 2010

Ausgekocht und abgeschoben

Lieber Tölpel!

Zum Einstieg heute ein Sujet, das sich unverständlicherweise ganz viele Leute in Passau zum Lieblingsthema auserkoren haben: Der Verkehr unter besonderer Berücksichtigung des Straßen- und Brückenbaus. Unverständlicherweise deshalb, weil diese angeblich ganz vielen Leute unbedingt eine Nordtangente und/oder eine Innbrücke brauchen. Also ich bin ja nicht immer in Passau, aber wenn ich da bin, fahre ich täglich auf der Freyungerstraße und dem Anger und in letzter Zeit auch öfter mal in die Innstadt und zurück. Abgesehen davon, dass die armen Anwohner in der Ilzstadt und der Innstadt wirklich mit einem hohem Verkehrsaufkommen geplagt sind, komme ich praktisch immer problemlos und ohne Stau durch. Ich weiß nicht, ob die Nordtangenten- und Brückenbefürworter schon einmal in München waren oder auch in anderen Kleinstädten wie Landshut oder Freising oder was weiß ich - da stehe ich jedenfalls eher mal im innerstädtischen Stau und zwar länger als in Passau. Ich gehe jedenfalls mit jedem jede Wette ein, dass nach dem Bau einer Nordtangente die Fassaden in der Freyungerstraße genauso oft gestrichen werden müssen wie bisher und sich nach einem Brückenbau genauso viel Verkehr durch die Schmiedgasse plagt wie ohne Brücke. Und wegen irgendwelcher Politiker, die sich in das Thema verrannt haben und sich gerne mal wieder profilieren wollen, brauchen wir schon gar keine Brücke.

Den Volksentscheid haben wir auch hinter uns gebracht, was aber nicht heißt, dass die Diskussionen jetzt weniger lustig sind. Auf vielfache Aufforderung hin habe ich versucht, mir die Aufzeichnung von Frankenberger bei Friedmann anzusehen. Es ging nicht. Da schau ich mir ja lieber "Dieter Bohlen interviewt Daniel Küblböck" an. Obwohl der Bohlen noch nicht mal ganz so unerträglich ist wie der Friedmann. Der Frankenberger ist aber echt so etwas wie der Küblböck (gibts den noch?) der U-Politik. Sagt komische Sachen, hüpft albern durchs Leben und geht praktisch jedem auf die Nerven - außer den paar Durchgepeitschten, die ihn für den Messias halten. Seine neue Mission ist jetzt die vollkrass-direkte Demokratie. Das Volk soll nämlich zukünftig über alles mögliche abstimmen. Da freue ich mich schon drauf. Keine Steuern mehr, Enteignung der Reichen bei gleichzeitiger Verzehnfachung der Hartz IV-Sätze, öffentliche Steinigungen von Kinderschändern und Freibier für alle. Dass noch nicht einmal unsere nicht ganz so direkte Demokratie richtig funktioniert, sieht man doch am Beispiel Frankenberger und den vielen anderen Kollegen. Wer hat denn die in den Stadtrat gewählt? Eben.

Vox populi, vox Rindvieh. Und damit meine ich jetzt gar nicht diejenigen, die beim Volksentscheid mit Ja oder Nein gestimmt haben, sondern diejenigen, die jetzt durch besonders blöde Kommentierungen auffallen. Natürlich ist auch mir nicht einsehbar, warum man in einer Lokalität, in der Zigarren verkauft werden und die sich Tabak-Bar nennt, nicht rauchen darf. Das Problem wird sich sicher noch lösen lassen. Wenn sich allerdings der Wirt einer winzigen Grubweger Eckkneipe, in der sich nach eigenem Bekunden ohnehin nur Raucher aufhalten, groß in der Zeitung exponiert, er würde jetzt dann sein Lokal zusperren und zukünftig vom Staat leben, dann zeugt das nicht nur von einem stark verminderten Problemlösungsvermögen, sondern auch von einer ganz typischen Einstellung mancher Mitmenschen. (Solche Leute dürfen übrigens auch wählen und bei Volksentscheiden mitmachen) Warum hält sich der Mann nicht einfach ganz still und lässt seine Gäste weiter rauchen. Auch hier eine Wette: In 20 Jahren kommt da keiner zum Kontrollieren. Der Schärfste ist aber Gastro-Urgestein (Zitat ck) Ritschie Bobula. Selber als Wirt Leute denunzieren, nur weil sie nach einem harten Arbeitstag zum Weißbier eine Mundentspannung brauchen und jetzt Angst haben, dass einer kommt, der sich beschwert, weil seine Gäste - allesamt wohl Genussraucher - an einem Abend gut 2.000 Zigaretten (Zitat Urgestein) rauchen. "Penetrante Nichtraucher unerwünscht!" hat er deshalb auf ein Schild geschrieben und dieses vor seinem Lokal aufgehängt. Das bringt sicher den gewünschten Effekt. Hier wird bestimmt nie kontrolliert. Und wenn doch, dann lebt halt noch einer vom Staat. Sind ja schließlich die anderen schuld.

Hast Du eigentlich beim Volksentscheid abgestimmt, mein Tölpel?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Natürlich nicht. Ich sehe das ähnlich wie Du. Wenn man das Volk abstimmen lässt, kommt auch nichts Gescheiteres raus als wenn die Politik etwas beschließt. Vielleicht ist die beste Regierungsform doch die Anarchie mit einem starken Anarchen an der Spitze. (Na, wer hat das gesagt?) Der Frankenberger will jetzt jedenfalls das Volk mit Volksentscheiden auf Bundesebene und der Direktwahl des Bundespräsidenten beglücken. Vielleicht wird dann Heidi Klum Präsident oder Johannes B. Kerner oder auch Bernd das Brot. Und wenn Frankenberger jetzt 2020 doch nicht den Oberbürgermeister machen mag, dann haben wir ja immer noch den Ritschie, das alte Urgestein.

Aber bis dahin haben wir ja noch ein Weilchen. Wer wirds denn eigentlich 2014 versuchen, den starken Anarchen JD ein wenig zu ärgern? Man hört da ja die wildesten Gerüchte. Welche? Nun, darüber kann ich (noch) nicht sprechen. Zu absurd.

"Koch kehrt Heimatverlag den Rücken", schreibt der Hubsi Denk. "Heimatverlag weist Koch die Tür", wäre wohl treffender gewesen. Irgendwie klappt das mit der Personalpolitik von Frau TD auch nicht so richtig. Dass der Koch als Lokalchef schon eine Fehlbesetzung war, wusste jeder Interessierte außer Frau TD. Dass die Versetzung in die Online-Redaktion das Leiden nur verlängerte, weiß auch jeder, dem die Kochsche Unbeliebtheit dorten zu Ohren gekommen war. Schwupp - wieder mal einer entsorgt, wie schon derzeit der Rücker, der, gerade auch mit der notwendigen zeitlichen Distanz betrachtet, seinen Job damals wirklich nicht so schlecht gemacht hat. Jetzt haben wir seit geraumer Zeit wieder einen neuen Lokalchef, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann. Ob es am Namen liegt oder an seiner Präsenz? Und wenn er mal was schreibt, dann liest es sich regelmäßig eine Spur zu unverbindlich. Liebe Frau TD, es wird mal wieder Zeit für einen brutalstmöglichen Eingriff. Vorschlag: Der Klotzek macht die Wie-creme-ich-mich-nach-dem-Duschen-richtig-ein-Seite, der Lampeldingsbums macht die Standesamtlichen Nachrichten, der Danninger macht so psychedelisch weiter wie bisher, die Pierach macht nur noch Home-Stories von den Passauer Vollblut-Juristen und Semmel wird neue Redaktionsleiterin. Ich freue mich heute schon auf die neue Titelseite des Passauer Lokalteils: "Der große Stadtrats-Sexreport - Wer treibts mit wem? Folge 1: 'Die Weiber nennen mich nur Bud Spencer.' Ein Pastoralreferent packt aus."


Seeervuuus

Tölpel, der Sommerlochstopfer

Dienstag, 13. Juli 2010

Rubrik: Präsidenten fotografieren und kommentieren ihren Alltag


Und dann wundern sie sich, wenn ihnen einer hinten rein fährt...

Montag, 12. Juli 2010

Der Sinnspruch zum Tage

Viele Köche verderben den Brei.

Manchmal reicht schon einer.

Donnerstag, 8. Juli 2010

So so, Klotzek...

Es ist also gegen den Zeitgeist, wenn sich ein paar Klosterschülerinnen das 185. Kreuz in einen ihrer Klosterschulenräume hängen.

Aha... Wir hier würden eher meinen, in einer Welt, in der die Katholiken und die Evangelikalen immer noch oder wieder Schulbücher zensieren, zum wiederholten Mal über Afrika drübermissionieren und jedem, der diesen Quatsch nicht mitmacht, das Menschsein absprechen, wäre eher das hier gegen den Zeitgeist.

Dienstag, 6. Juli 2010

Ist es die Hitze?

Landrat ruft zur Tötung junger Arbeitsloser auf

(Passau, Hirnschnell) Bei der Vorstellung des Aktionstags „Junge Fachkräfte für erfolgreiche Betriebe“ in der Passauer Berufsschule kam es gestern zu einer unglaublichen Entgleisung. Nachdem der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper noch gefordert hatte, man müsse "jungen Leuten auch eine zweite oder dritte Chance geben,“ stellte der Passauer Landrat Franz Meyer kaltschnäuzig fest: "Jeder junge Mensch, der keine Arbeit hat, ist einer zuviel.“


Dem Vernehmen nach sollen aber die grausamen Pläne des Landrats zumindest einem Jungarbeitslosen helfen. Ein 28-jähriger Passauer hat bereits in einem Wochenendkurs von Notfallseelsorger auf Hinrichtungsseelsorger umgeschult.

Montag, 5. Juli 2010

Ausgeraucht und abgefeiert

Lieber Tölpel!

Heissa, jetzt hat er noch einen Beruf. Allein bei der heutigen Zeitungslektüre stoße ich auf "ehemaliger Student", "Notfallseelsorger" und "staatlich geprüfter Fremdenführer" in gleich mehreren Städten. Nach eigenem Bekunden wird er jetzt auch noch oberster EU-Nichtraucherschützer. Mir ist im übrigen das Ergebnis ziemlich egal, ich habe nur ein Problem mit dem Volksentscheid als solchem. Wenn man nämlich, was unser Tausendsassa gestern gefordert hat, noch öfter das Volk entscheiden lassen würde, würde die Politik bald nur noch von den besseren Propaganda-Profis bestimmt. Der Herr Notpolitiker sollte sich vielleicht mal überlegen, was denn passieren würde, wenn das Volk den Bundespräsidenten wählen könnte. Dann hätten im Osten der Republik der Sing-Nazi und die linke Psycho-Amsel gemeinsam über 50 %. Obwohl - dann sollen sich die ihren eigenen Präsidenten wählen und wir könnten wieder einen König haben. Sonnen(stich)könig - würde gut zu seiner Frisur passen.

Interessanterweise haben in der Heimatstadt des Sonnenstichkönigs unterdurchschnittlich wenige mit "Ja" gestimmt. Insofern ist es vielleicht ganz gut, wenn er sich eher Richtung EU orientiert - da kennen sie ihn noch nicht so. So gesehen ist es vielleicht auch ganz gut, dass die Passauer nicht den Kelheimer Landrat wählen durften. Sonst hätte der FW-Mann dort vielleicht ein 99-Prozent-Ergebnis erzielt.

Wenn ich mir heute in der Zeitung die Fotos der beiden "Nein"- und "Ja"-Aktivisten so anschaue, sehe ich meine Forderung nach einer Monarchie (zumindest in Bayern) visuell untermauert. Der eine sieht aus, als wäre er als kleiner Bub in ein Bierfass gefallen, der andere wie Jack Nicholson in Shining, kurz bevor er dann total durchdreht. Wenn das die Protagonisten der direkteren Demokratie sind, will ich lieber alles so lassen, wie es ist.

Andererseits ist es so, wie es ist, auch ziemlich bescheiden. Jetzt haben wir einen Bundespräsidenten, der - ein paar dienstliche und private Affären auf dem Buckel - gemeinsam mit seiner tätowierten Frau und Peter Maffay (!) seinen Einstand auf Bellevue feiert. Vielleicht ist die Schwarz-Rot-Goldene-Feier-Nation doch bald reif für einen Präsidenten namens Beckenbauer oder Heino. Und zukünftig gibts dann bei jedem Sieg der Nationalmannschaft oder auch nur vom FC Bayern einen Autocorso und es ist dann nicht mehr sozial auffällig, nachmittags mit nacktem Oberkörper und Bierflasche durch die Straßen zu laufen, sondern gesellschaftlich akzeptiert. Denn wenn sich betrunkene Kinder vor Einbruch der Dunkelheit aus lauter Nationalstolz mitten auf der Straße in den Armen liegen, stärkt das das Zusammenhörigkeitsgefühl sicher mehr als das Rauchen in Eckkneipen. Jetzt sind jedenfalls wir Feier-Weltmeister - und nicht mehr die doofen Südamerikaner.

Bei dieser ganzen positiven Einstellung zum Feiern darf man natürlich unschöne Randerscheinungen medial nicht überbewerten. Wenn zwei junge Männer aus Begeisterung über die Bundespräsidentenwahl und/oder die Erfolge unserer Fußballer aus lauter Überschwang am ZOB Fahrgäste und Busfahrer angreifen und dann auch noch auf Polizisten losgehen, reicht schließlich auch ein Winzigbeitrag in der Regionalpresse. Dafür gibt es mehrere Sonderseiten über den Geburtstag des Bischofs und Deutschlands Feier-Elite, die nun auch einmal zwischen Mai- und Herbstdult die Sau rauslassen kann. Panem et circenses!

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Was wirst Du denn so missmutig sein? Ich freue mich schon auch, wenn wir nach den Bomber-Harris-Fans und den T-Bone-Züchtern jetzt auch noch die Spanaken und die Rudi-Völler-Attentäter wegschießen. Aufgefallen ist mir allerdings, dass nicht alle unserer Jung-Idole die Nationalhymne mitgesungen haben. Hat das einen politischen Hintergrund oder ist die bestehende Hymne grammatikalisch und syntaktisch einfach zu schwer? Vielleicht sollte man sie, um dem aktuellen Bildungsniveau eher gerecht zu werden, einfach umschreiben? "Blüh in diese krasse Glück..." oder einfach: "Ich liebe deutsche Land..."

Themawechsel. Das Passauer Donauufer bekommt jetzt doch kein Geländer, sondern nur Schilder. Was wird da dann wohl draufstehen? "Hineinfallen verboten" vielleicht oder "Untertauchen für Lungenatmer lebensgefährlich"? Ist jetzt dann unter der Hängebrücke und der Marienbrücke auch das Rauchen verboten? Fragen über Fragen... An der Ortspitze wird auf jeden Fall ein "Ballspiele verboten"-Schild aufgestellt. Das sollte man aber hoch genug machen - nicht dass man es bei Hochwasser nicht sieht. Und an den Brunnen am Ludwigsplatz kommt ein Schild "Bei waagrechtem Feiern Ertrinkungsgefahr!"

So wie es derzeit aussieht, bekommen wir wohl keine neue Donaubrücke. Unser Ex-MdL, der als Leitender Akademischer Direktor momentan stark in ein "hochinteressantes Forschungsprojekt" eingebunden ist, hätte zwar gern eine, um einfach mal wieder was zu bauen. Unser Oberjürgen hätte auch gern eine, damit der Kelch Weltkulturerbebewerbung an ihm vorüber geht und die Betonierer aus dem nördlichen Landkreis müssen sowieso andauernd irgendwo hin. Und am liebsten fahren sie über Brücken. Nach Westen, nach Süden - Hauptsache brumm brumm.

Panem et circenses et mobilitatem. Oder: Navigare necesse est.

Brumm brumm

Dein Tölpel

Sonntag, 4. Juli 2010

Wir gratulieren...

... Sebastian Frankenberger und Dr. Hubert Faltermeier zu ihrem großen Erfolg!