Freitag, 31. Dezember 2010

Angeknarrt und abgebissen (Angeschnauzt und Schnaps gesoffen)

Lieber Tölpel!

Hast Du es gelesen? Unser Verkehrsminister, dem man ansonsten eher addiziert, Geld zu verbraten, indem er schon zu Beginn seiner Amtszeit noch mehr Spitzenbeamte demissioniert hat als die anderen Minister und ansonsten aus Daffke sinnlose Schilder aufstellen lässt, hatte - vielleicht auch alldieweil er sich im eigenen Ressort eh nicht so gut auskennt - die dufte Idee, zumindest in seinem Haus Anglizismen zu vermeiden und sogar rückzuübersetzen. Sein Antrieb bleibt dabei ziemlich unklar. Will er sich nur beim Volk anheischig machen, weil er voller Abgunst auf den Barras-Minister mit der Brillantine im Haar bereits sein Ministerium intrinsisch abandonniert, um als Hans Dampf in allen Gassen zu reüssieren oder hat er einfach nur einen an der Waffel? Grundsätzlich bin ich seinen Schnurren zum Thema deutsche Sprache ja gar nicht so abhold. Nein, ich ästimiere jeden Versuch, der Sprachverhunzung Einhalt zu gebieten. Aber trotzdem hat sich Biedermann Ramsauer ziemlich vergaloppiert, weil es sich beim Rück-Eindeutschen von Begriffen wie Laptop oder Flipchart nachgerade um Albernheiten handelt, die dem wirklichen Problem nicht gerecht werden. So sterben nämlich schleichend wunderschöne deutsche (und eingedeutschte) Wörter und Begriffe aus, die bestimmt nicht dadurch gerettet werden, dass man bereits eingebürgerte Anglizismen in Bausch und Bogen verbannt und Absurditäten wie "Klapprechner" erfindet. Ferner sollte man - wenn schon - klotzen und nicht kleckern und den Laptop gleich Depeschen-Fernschreiber nennen. Und den Ramsauer einen eitlen Stutzer.

Bleiben wir beim Sprachbewusstsein. Es heißt bei uns immer noch "sich über etwas Gedanken machen" oder "über etwas nachdenken", auch wenn der Karl Christian vergangenen Dienstag auf einer halben Seite ungefähr 27 mal das fürchterliche DDR-Idiom "etwas andenken" benutzt hat. Außerdem frage ich mich, warum wir einerseits immer seltener unsere schönen süddeutschen Redewendungen benutzen und andererseits Schrecklichkeiten wie "sich einen Kopf machen" oder "Da bin ich ganz bei Ihnen," nachplappern. Mir ist schon klar, dass sich unsere Sprache verändert und dass unsere Kinder nicht mehr Kanapee und Bürgersteig sagen, von Ottomane und Trottoir ganz zu schweigen. Aber dass man dafür zum Kaffee (bzw. Coffee oder Caffè) togo (gibts in Togo Kaffee?) mittlerweile sowohl Leberkäsbrötchen als auch Leberkäsbaguette bekommt, ist schon ein Zeichen ziemlicher Verblödung.

Apropos Verblödung. Heute lese ich in der PNP, Rubrik Pop-Kultur, dass im Jahr 2010 neben dem unsäglichen Quäck-Backfisch Lena Lieber-Skorbut ein Graf Koks namens "Unheilig" die Nation inkommodiert hat und nicht etwa einen Preis für den saudümmsten Bandnamen eingeheimst, sondern tatsächlich die Charts (früher Hitparade) erstürmt hat. Ich habe da ja fast das ganze Jahr gebraucht, um zu registrieren, dass dieser Volltrottel, der uns mit Unerträglichem wie "Wir war'n geboren um zu leben, mit den Wundern jener Zeit, sich niemals zu vergessen bis in alle Ewigkeit," regelmäßig im Radio quält, ziemlich erfolgreich ist, weil ich sowas natürlich immer sofort wegschalte. Andererseits brauchst Du bloß die heutigen Standesamtlichen Nachrichten in der PNP anschauen und wirst mit mir gemeinsam befürchten, dass mit den jüngst geborenen Cassandra Melody Scharonnas, Finnleys oder Jolene Amys die Anhänger-(heute: Fan-)Gemeinde solcher Kultur-Abhut eher noch größer werden wird.

Unser Dorfschulze, der Oberjürgen, hat uns heute im PNP-Interview übrigens klipp und klar die Meinung gegeigt, was in diesem Jahr eher Seltenheitswert hatte. Das Konzerthaus ist die nächsten Jahre kein Thema mehr, das, "was herumgebaut wurde", trifft nicht unbedingt das ästhetische Empfinden jedermanns, die Donaubrücke ist "sehr klar gesehen" gestorben, die Seilbahn kann er sich im Gegensatz zu einer politischen Diskussion mit seinem Schwager vorstellen und ansonsten findet er seine Untergebenen und sich selbst knorke.

Was hast Du denn bei Deiner letzten Telefonumfrage herausgefunden, mein Tölpel, fragt sich, ins Neue Jahr vorglühend

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Bei meiner letzten Telefonumfrage habe ich herausgefunden, dass 89 % aller Passauer eine Brücke von ihrer Garage zu einem überdachten Privatstellplatz in der Innenstadt wünschen, 92 % aller männlichen Stadträte BDSM-Phantasien mit Party-feiernden BWL-Stu(den)tinnen haben, 100 % aller Vize-Bürgermeister an einem Vollbart-Neid leiden und 78 % aller PNP-Redakteure die jahrelange Gehirnwäsche im katholischen Religionsunterricht nicht richtig verarbeitet haben. Außerdem habe ich eruiert, dass 1,6 % aller Passauer gerne noch mehr Ich-war-dabei-Stories der hier ansässigen Staatssekretäre in den Medien haben wollen, 100 % aller Hausärzte der Meinung sind, dass es total ungerecht ist, wenn sie weniger verdienen als die Bundeskanzlerin, 17 % aller ÖDP-Stadträte glauben, dass Jesus alles ganz genauso gemacht hätte und 37 % aller Innstädter beschlossen haben, in der Silvesternacht einen Herzinfarkt zu bekommen, um ein Zeichen zu setzen.

Provinz ist, wenn man trotzdem lacht. Da wird in Passau seit Jahren über Kreisverkehre diskutiert, nur weil etwelche Käffer im Landkreis auch schon seit geraumer Zeit welche haben. Also nichts gegen Kreisverkehre. Ich war im Sommer in Frankreich und habe in zehn Tagen sicherlich 100.000 passiert. Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, warum man für ein Schweinegeld ausgerechnet in der Neuburgerstraße solcherlei "andenkt". Da läuft doch alles wie am Schnürchen. Ich finde, man sollte eher über eine Geschwindigkeitsanhebung auf 70 km/h in der Leonhard-Paminger-Straße "nachdenken". Und wenn es nur deshalb ist, dass sich die Anwohner ärgern.

Der Silbereisen hat ja besoffen in der Altstadt herumkrawallt. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um wieder einmal an ein von unserem gottgleichen Präsidenten ausgelobtes Kopfgeld zu erinnern. Jeder, der einen nächtlichen Vandalen in flagranti und schmerzhaft zur Strecke bringt, erhält aus einem Wahlinfo-Passau-Sonderfonds 100 Euro bar auf die Hand. Sollte es sich bei dem Vandalen um Silbereisen, Faltmoppel oder eine sonst mehr oder weniger bekannte Visage handeln, wird die Prämie auf 200 Euro aufgestockt. Für Frankenberger oder einen von der Jungen Union gibts 150 Euro. Deal (früher: OK)?

Zum Jahresabschluss will ich abschließend ein wichtiges Thema ansprechen. Quasi als Synonym für die Unzulänglichkeiten der PNP hatten wir uns 2010 als Sündenbock den Klotzek auserkoren. Das war - aus der Retrospektive - falsch. Ein Irrtum, ein Fehler, grundfalsch. Lieber Jörg Klotzek, wir haben uns geirrt. Sie sind der Beste! Echt wahr!

Rosch ha-Schana

Euer einzig wahrer Tölpel

Dienstag, 28. Dezember 2010

Wahlinfo-Passau klärt auf: So geht Religion 2

PNP Bayernteil, Leserbriefe, 28.12.2010

Christuskraft


Zu dem Bericht „Das Krippenrätsel um Ochs und Esel“ vom 23. Dezember:

„In dem Bericht wird, wie in vielen anderen Berichten zum selben Thema auch, auf Jesaja 1.3 ,Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn‘ verwiesen, obwohl dieser Text in einem ganz anderen Kontext zu lesen ist. Interessanter wäre ein Hinweis auf das apokryphe Matthäusevangelium gewesen, wo es in Kap. 14 von Maria heißt: ,Sie legte den Knaben in eine Krippe; Ochs und Esel huldigten ihm‘. Wohlgemerkt, sie huldigten ihm. Hier wird verständlich, dass diese beiden Tiere nur Symbole sein können, und zwar der Ochs für Ahriman und der Esel für Luzifer. Diese beiden Widersacher waren bereits bei der Geburt Jesu anwesend, wohl wissend, dass hier eine große Kraft die Weltenbühne betrat. Von dieser Christuskraft werden sie quasi in Ihre Schranken gewiesen.“
Hans Öttl
Rotthalmünster

Montag, 27. Dezember 2010

Wahlinfo-Passau klärt auf: So geht Religion

PNP Bayernteil, Leserbriefe, 27.12.2010

Gott finden


Zum Bericht „Immer mehr Katholiken kehren der Kirche den Rücken“ vom 21. Dezember:

„Jesus sagte: ,Reiß’ aus das Auge, hau’ ab die Hand, wenn sie dich zur Sünde verführen, besser du gehst einäugig und mit einer Hand ins Himmelreich, als mit zwei in die Hölle.‘ Lieber gehe ich auf dem Weg der Esoterik - in Einschränkung, Verzicht und Gebet, um Gott zu finden - als auf dem breiten Weg des Wohlstandes ins Verderben zu gelangen.
Auch Priesterherzen können in Demut nicht wachsen, wenn sie mit hohen Gehältern verführt werden, dafür Katholiken aus Frust wegen hoher Kirchensteuern die Kirche verlassen. Gottes Sohn hat den schmerzhaften Tod gelitten, um uns von der Macht Satans zu befreien, warum kehren ihm so vielen den Rücken, anstatt die Leiden dieser Welt mit seinen Leiden am Kreuz dem himmlischen Vater aufzuopfern. Ich kann doch einen, der alles für mich getan hat, nicht bestrafen, weil andere Menschen gesündigt haben.“
Luise Geisler
Aicha vorm Wald

Sonntag, 26. Dezember 2010

Montag, 20. Dezember 2010

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Angetreten und angeschossen

Lieber Tölpel!

Eigentlich wollte ich was über den zu Guttenberg schreiben, aber das haben jetzt eh schon Alle getan. Ich finde es durchaus auch brutal, dass dieser Mann nicht nur die schleimigste Figur des deutschen Fernsehens, sondern auch noch seine profilneurotische und mediengeile Gattin, die sich in ihren Träumen schon als Frau Bundeskanzler sieht, nach Afghanistan mitnimmt. Man stelle sich das einmal vor. Nach den Wulffs im Bellevue vielleicht auch bald noch diese Heinz-Erhardt-Karikatur im Kanzleramt - samt seiner Minderjährigen-Zuhälterin. Das bombt uns rein vom Style her voll in die Fünfziger zurück. Dieser Gabriel von der SPD war ja ausnahmsweise mal ganz lustig und hat gesagt, es fehle auf der Afghanistan-Reise nur noch die Katzenberger. Leider ist Herr Gabriel auch keine Alternative - noch nicht mal zur Katzenberger.

Da lobe ich mir unsere Passauer Profi-Politiker, im speziellen Staatssekretär Dr. Andi. Der kümmert sich um das Unkraut am Passauer Bahnhof genauso engagiert wie um sein Lieblingsthema Geisterfahrer-Warntafeln. Eine solche wird er am nächsten Samstag stolz und feierlich enthüllen. Blöd ist nur, dass die Verkehrsexperten in Österreich, die diese Dinger schon einige Jahre haben, mehr oder weniger übereinstimmend von der Sinnlosigkeit dieser Tafeln überzeugt sind. Was solls? Sie tun ja auch keinem weh und billiger als z.B. eine Brücke als Denkmal sind sie allemal.

Nachdem Riesenstaatsmann Frankenberger ja jetzt eher in Bundespolitik macht, hat sich Urbi, der Mangold, gedacht, er geht gleich aufs internationale Parkett. Und so hat er dem Seehofer einen Brief geschrieben, in dem er fordert, Seehofer solle zum einen Temelin stilllegen und zum anderen den Tschechen klar machen, dass das so nicht geht mit ihrer liberalen Drogenpolitik. Bei den Tschechen ist nämlich jetzt Drogenbesitz in geringer Menge keine Straftat mehr, sondern nur noch eine Ordnungswidrigkeit. Und das, meint Urbi, hat bestimmt "Auswirkungen auf die grenznahen bayerischen Städte und Landkreise." Ganz bestimmt sogar. Man sollte diesen Tschechen überhaupt viel mehr Druck machen. Da stehen die drauf, wenn ihnen ein Übergangs-Ministerpräsident und ein Provinzpolitiker erklären, wie man Politik macht. Im Ernst: Abgesehen davon, dass man das Leben im tschechischen Grenzgebiet eh nur erträgt, wenn man säuft und/oder kifft, hat das neue tschechische Drogenstrafrecht für uns ganz bestimmt genauso wenig erwähnenswerte Auswirkungen wie für die Menschen im holländischen Grenzgebiet. Die wirklich gravierenden Probleme jenseits der tschechischen Grenze heißen im übrigen Kinder- und Zwangsprostitution. Das wäre mal ein Thema für ostbayerische Politiker.

Was aus den ganzen Lennox', Selinas, Leans und Luis Marques' wird, die uns letzte Woche wieder laut Standesamtlichen Nachrichten ins Passauer Land hinein geboren wurden, kann man übrigens schön im Landkreisteil der PNP vom letzten Samstag nachlesen. Die lassen sich gemeinsam mit ihrer Mutter Jacqueline (sic!) ein Nasenpiercing stechen und streiten dann flankiert von ebendieser gepiercten Mutter mit dem Realschulrektor darüber, ob das Piercing drin bleiben darf oder nicht. So hat jeder seine Probleme. Und was lernen wir daraus? Wir leben in einer Gesellschaft, die den Guttenberg und die tätowierte Präsidentengattin für cool hält und in der die Menschen vielleicht bald in Volksentscheiden darüber abstimmen werden, ob man sich in der Schule das Gesicht mit Blech tackern darf und ob die Katzenberger mit nach Afghanistan fliegen soll.

Hoffentlich erlebe ich das alles nicht mehr.

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Hast Du mal wieder Deinen Moralischen? Mir ist das doch völlig wurscht, ob der Kerner mit an den Hindukusch (das sagt man so, gell?) fliegt oder nicht. Ich verstehe nur eins nicht. Diese depperten Afghanen sprengen doch immer so gerne alles in die Luft. Nur den Kerner lassen sie wieder heim fliegen. Diesem Land ist nicht zu helfen - das war der letzte Beweis.

Das mit den tschechischen Drogen sehe ich übrigens auch ganz anders als Du. Die ersten massiven Auswirkungen konnte man bereits vorvergangenen Samstag im Lokalteil der PNP ausmachen. Die Freien-Wähler-Stadträte haben dort eine Anzeige in schmutziggelb geschaltet, mit der eindringlichen Überschrift "NEIN zur Seilbahn - Es geht auch ohne Seilbahn". Jetzt mal ganz abgesehen vom Text der Restanzeige, ist allein diese Überschrift schon ziemlich dämlich und geht irgendwie voll an der intendierten Aussageabsicht vorbei. "Es geht auch ohne" heißt doch eigentlich "aber schöner wärs schon." Wolltet Ihr das wirklich sagen, Ihr pensionierten Deutschlehrer? Oder habt Ihr zuviel psychedelische Formulierhilfen aus der Tschechei eingepfiffen? Spätestens beim Lesen des Anzeigentextes drängt sich dieser Verdacht unvermeidbar auf. "Die Seilbahn (...) schneidet (...) in das Bild der Stadt - wo es am schönsten und 'am passauischsten' ist -, genau so brutal und verheerend ein wie der Schnitt eines Rasiermessers in die Wange einer schönen Frau." Unabhängig von Euren gruseligen Altmännerphantasien von Frauenwangen und Rasiermessern ist das schon eher ein bisschen Sturm und Drang, oder? Auch dieser Fettdruck, diese Unterstreichungen und Ausrufezeichen haben eher die Anmutung von querulatorischen Unruhestiftern. Formal, inhaltlich und themabezogen ist das auf jeden Fall eine klare fünf minus. Und noch was: Wie heißt eigentlich das Adjektiv zu Passau? Wirklich passauisch?




Zum Abschluss der Abschuss: Unter der Überschrift "Bayerwald-Bataillon 112 im Visier der Taliban" erfahren wir auf Seite 3 der letzten Samstags-PNP Folgendes über die 270 Soldaten aus Regen in Afghanistan. Die Bar im Feldlager heißt Lili nach Lili Marleen, die Soldaten trinken Weißbier und Pils und tragen T-Shirts mit der Aufschrift "Hallo Opa, ich war weiter im Osten als du". Zu diesem schweren Grad an Verblödung passen doch der Kerner und das neue Spind-Pin-up Stephanie wirklich perfekt. Interessieren würde mich an der ganzen Afghanistan-Geschichte jetzt noch zweierlei. Haben die Soldaten beim jüngsten Promi-Besuch T-Shirts mit der Aufschrift "Wir wollen die Möpse sehen!" getragen und gibt es einen rüstigen Opa, der sich von mir mit einem Shirt fotografieren lässt, auf dem steht: "Hallo Enkel, aber wir haben mehr erschossen." ?

Weggetreten

Dein Tölpel

Kolumne in Arbeit. Freuen Sie sich einstweilen am Dada-Journalismus von pnp.de


Dienstag, 14. Dezember 2010

Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!

Morgen erscheint die neue Kolumne.

Jetzt ist leider noch was dazwischen gekommen, aber morgen ganz bestimmt!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Liebe Kommentatoren,

die Ihr zurecht das Erscheinen einer neuen Kolumne anmahnt!

Auch die gespaltenen Persönlichkeiten von Wahlinfo-Passau haben ein Privat- und Berufsleben und deshalb manchmal keine Zeit/Muse/Lust.

Kathi und Tölpel haben aber soeben eine Abmahnung erhalten und werden noch heute zu schreiben beginnen.

Ave Passau! Resurrecturi te salutant.


prä

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Selbsterkenntnis?

Liebe PNP!

Was will man uns mit der Überschrift "Keine Satire am Samstag" wohl mitteilen? Dass Ihr meint, Ihr hättet in Eurer Samstagsausgabe sowas ähnliches wie Satire, stellt das aber endlich ein? Oder habt Ihr erkannt, dass Euer Blatt einfach komplett satirefrei ist?
Zur Abwechslung von uns mal ein paar aufmunternde Worte dazu. Natürlich sind Eure Tölpeleien nicht lustig und - nachdem es hier auf Wahlinfo-Passau ja den echten und originalen Kathi-Tölpel-Schriftverkehr gibt - irgendwie obsolet. Aber die Standesamtlichen Nachrichten, die Kommentare vom Danninger oder die gelegentliche deluxe-Beilage finden wir oft zum Brüllen komisch.

Gern geschehen

Der Präsident

Was uns Herr Klotzek unterschlagen hat


Montag, 29. November 2010

Wikileaks concerning famous Passauer EXKLUSIV oder Wer ist jetzt wirklich der wichtigste Mann im Dorf?

C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 02 MUNICH 000273

SIPDIS

DEPT FOR EUR/CE, DEPT ALSO FOR EUR/ERA

E.O. 12958: DECL: 11/04/2019
TAGS: PGOV PREL EUN GM
SUBJECT: GERMAN ELECTIONS: BAVARIA WINS BIG INFLUENCE IN THE NEW GERMAN GOVERNMENT

REF: BERLIN 1340

Classified By: CONSUL GENERAL CONRAD TRIBBLE FOR REASONS 1.4 (B) AND (D)

SUMMARY
-------

(...)

(SBU) As for the Cabinet, in addition to zu Guttenberg at
Defense, there is Peter Ramsauer heading the Transportation
Ministry, where he will have national influence and a huge
budget. Ilse Aigner (CSU) remains Minister of Agriculture.
Five of the the parliamentarian State Secretaries are
Bavarian, four from the CSU r and one from the FDP. This
gives the CSU and Bavaria generally important influence at
the sub-Cabinet level and sets up influential and direct
Bavarian connections between the Bundestag and Cabinet. In
the Defense Ministry, well-respected Christian Schmidt
retained his position, as did Gerd Mueller in Agriculture.
Hartmut Koschyk moves to the Finance Ministry, providing the
CSU with important direct influence with Minister Schaeuble.
The 35-year old Andreas Scheuer from Passau will assist Peter
Ramsauer at the Transportation Ministry. The fifth Bavarian
is Max Stadler (FDP), who will support Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) at the Justice Ministry. A
well-respected lawyer from Passau, Stadler is an excellent
choice and a real legal expert with American experience as a
1993 International Visitor Program alumnus.


C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 04 BERLIN 001167

SIPDIS

STATE FOR EUR, L, S/CT

E.O. 12958: DECL: 09/17/2019
TAGS: PGOV PREL PTER KJUS KHLS GM
SUBJECT: DATA PRIVACY TRUMPS SECURITY: IMPLICATIONS OF A
FDP VICTORY ON COUNTERTERRORISM COOPERATION

(...)

(C) FDP parliamentarians and party leaders were strong
critics of the CDU/CSU - SPD government's introduction of two
new counterterrorism legislative proposals, the BKA Law and
the Terror Camp Law. Passed in 2008 and enacted at the
beginning of 2009, the BKA Law increased the investigative
powers of the Federal Office of Criminal Investigation (BKA).
The most controversial aspect of the BKA Law was that it
permitted security officials to use a variety of technical
surveillance measures in terrorism investigations (Ref B).
Specifically, the law provides the BKA with the power to
conduct remote, on-line investigations of the computers of
terrorism and serious crime suspects. The FDP strongly
opposed these measures as an unnecessary invasion of privacy,
despite the limitation of on-line searches to only
life-threatening situations (or threats to the constitutional
order of the German state). These cases would require a
judge's advance approval and are expected to number just a
dozen cases per year. Nevertheless, FDP parliamentarian Max
Stadler called the measures "constitutionally questionable,"
and in a meeting with EMIN, Stadler feared that authorities
would carry out surveillance without sufficient evidence of
wrongdoing. FDP parliamentarian Gisela Piltz warned that the
law would turn the BKA into a "super spy agency resembling
the FBI." Former FDP Federal Interior Minister, Gerhart
Baum, blasted the law, saying it violated privacy rights,
freedom of the press, and the inviolability of private
residences.

Freitag, 26. November 2010

Abgefragt und Inschallah

Lieber Tölpel!

Dauernd maulen die Leute rum, dass wir und andere Berichterstatter dem Notfall-Nichtraucher soviel Aufmerksamkeit widmen und regelmäßig über seine skurrile PR-Arbeit in eigener Sache berichten. Aber wenns ihn doch so freut. Ich meine, dafür macht er den ganzen Quatsch doch - um in die Medien zu kommen. Immerhin kennt ihn mein neues Lieblingsspielzeug, der Akinator (gibts im Internet und als iPhone-App) auch schon und antwortet nach mehreren Fragen (Ist Ihre Figur berühmt? Antwort: Wahrscheinlich teilweise. Und : Hat Ihre Figur etwas mit Sex zu tun? Antwort: Wahrscheinlich nicht wirklich) brav mit "Sebastian Frankenberger". Sucht man hingegen beim Akinator nach "Andreas Scheuer", kommt nach unzähligen Fragen (Ist Ihre Figur Porno-Schauspieler?) "Florian Pronold" als Antwort. Sonstige Passauer - Fehlanzeige. Wenn das nicht der wissenschaftliche Beweis ist, dass der Frankenberger mit dem Silbereisen (12 Fragen beim Akinator) der berühmteste Sohn unserer Stadt ist. Da kann man ihm ruhig auch noch diesen Orden verleihen, also den, den eh schon jeder hat - grad wurscht. Aus informierten Kreisen habe ich übrigens erfahren, dass unser Fränkie dem Bundespräsidenten Sex angeboten hat, wenn er dafür bundesweite Volksentscheide einführt. Ich mag ihn ja nicht, den Wulff, aber langsam tut er mir leid. Roche, Frankenberger und als nächster kommt wahrscheinlich der Waschler und bietet Sex für eine neue Donaubrücke. Puh - Politik ist ein schmutziges Geschäft.

Und alle laufen sie frei herum! Der Frankenberger, der Wulff, der Silbereisen - nur der arme Hubsi Denk soll ins Gefängnis, weil er immer so böse Sachen schreibt über den "Entertainer", der aussieht, als hätte er den Pornofilm erfunden. Apropos Porno: Die Ö-DP (bin gespannt, wer den versteht) hat irgendwie ein Harmonieproblem. Böse Zungen und die PNP haben ja behauptet, der Urbi hätte dem Fränkie nicht zur Wahl zu diesem komischen Bundesvorsitz gratuliert. Völliger Quatsch! Der Urbi hat nur mittlerweile kapiert, dass es diese Ö-DP in Deutschland gar nicht gibt. Die gibts nämlich nur in Passau und dann noch in ein paar anderen Enklaven Bayerns - halt so wie es in Oberammergau auch nur zwei Evangelische gibt, die aber nicht mitspielen dürfen. Da könnte dann auch der eine Evangelische den anderen zum Bundesvorsitzenden der ODP (in Oberammergau Diskriminierte Protestanten) wählen. Wie habe ich vorher schon geschrieben - grad wurscht.

Mei, so schön wars wieder mal in Passau. Gleich mehrfach hat die PNP über den Besuch des Scheichs von Schardscha berichtet. Bei Menschen in Europa war er und bei den Goldhauben und alle haben sich über den Besuch aus 1001 Nacht gefreut. Der Scheich hat nämlich eine bedeutende Kunstsammlung und die hat er leihweise da gelassen, der kunstsinnige Scheich. Im Westen Schampus und in Schardscha Scharia.

Bist Du auch so ein 1001-Nacht-Fan, Tölpelchen, fragt Dich mit solidarischem Gruß

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Sag mal, bist Du jetzt auch auf einmal bei den Weltverbesserern? Man muss doch nicht an allem herumnörgeln. Und vor allem muss man wissen, wer die Guten und wer die Bösen sind. Schau mal, Deutschland und sogar die Amis haben hervorragende Beziehungen beispielsweise nach Saudi-Arabien. Das sind unsere Freunde, das sind die Guten. Und die Bösen, das sind z.B. die, deretwegen zur Zeit überall in Deutschland besondere Sicherheitsvorkehrungen herrschen, aber die kommen ganz woanders her. Aus Nordkorea wahrscheinlich oder sonstwoher - ich weiß es doch auch nicht.

Apropos Terroristen. Das Passauer Jungvolk unter besonderer Berücksichtigung der Studentenschaft provoziert die Rest-Passauer und - wie die PNP berichtet - sogar die Polizei. Die feiern nämlich nachts rauschende Feste und wenn die Polizei kommt, dann ist es keiner gewesen. Und da kann man angeblich nichts dagegen machen. Ich glaub, ich spinne. Die sollten mal zu Schulungszwecken zum Polizeichef von Schardscha fahren. Der zeigt ihnen bestimmt gerne, was man da alles machen kann. Spaß abseits. Nächtlich lärmende Studenten sind sicherlich ein Ärgernis, das man aber ganz sicher in den Griff kriegen kann - wenn man will. Ein noch wesentlich größeres Ärgernis sind aber diejenigen Nachtschwärmer, die dann beim Kneipenwechsel oder auf dem Nachhauseweg mal eben alles kurz und klein schlagen, was so auf den Straßen herum steht. Ich rege es ja jetzt mittlerweile zum wiederholten Male an: Finden sich denn wirklich nicht ein paar Engagierte, die die Mülltonnenumtreter und Alleskaputthauer mal so richtig verdreschen? Ich prophezeie, dass das nach mehreren beherzten Eingreifaktionen schnell Wirkung zeigen würde. Eine Tracht Prügel wirkt oft Wunder und schaden tuts denen sowieso nicht.

Nebenbei habe ich Deinen komischen Akinator soeben weiterprogrammiert. Ja, das geht. Ich habe einfach solange Fragen beantwortet und Antworten wie Markus Söder oder Rocco Siffredi verneint, bis der Akinator aufgegeben hat und ich selbst Andreas Scheuer eingeben konnte. Er hat dann nochmals nachgefragt, ob ich nicht vielleicht Andreas Baader meine, dann aber meine Eingabe mit Dank aufgenommen. Liebe JU-Aktivisten! Ihr müsst da jetzt ganz oft den Andi spielen, weil erstens kommt er dann immer früher (also nach weniger Fragen), zweitens wird er dann irgendwann auch noch so berühmt wie der Fränki und drittens muss er es nicht selber machen. Hat ja schließlich genug zu tun als Staatssekretär, wobei ich schwören würde, dass er die App schon auf seinem iPhone hat. Stimmts?

Der Oberjürgen ist vielleicht fies. Sagt er doch gestern beim Spatenstich für die neue Überführung an der Hornbach-Kreuzung glatt: „Mal eine Brücke, die auch gebaut wird.“ Da kämpft der hauptamtliche Akademische Brückenplanungsdirektor an allen Fronten für seine Donaubrücke von Grubweg ins Nirgendwo und dann muss er sich dafür solchen Spott gefallen lassen. Dabei hat ihn anscheinend unsere letzte Kolumne daran erinnert, dass er ganz früher immer gern mal was von Fördergeldern erzählt hat und hat den Gedanken glatt wieder aufgenommen. Keine Ursache. Wir haben das perfekte Gedächtnis und helfen gerne.


Zum Schluss möchte ich noch der Passauer Verkehrspolizei für den Hinweis danken, dass für Anfang Dezember wieder umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen im Stadtgebiet geplant sind. Vielleicht könnte noch einer der mitlesenden Polizisten präzisieren, wann und wo genau geblitzt wird. Dafür wünsche ich mir vom Christkind auch ganz bestimmt Winterreifen.

Versprochen

Bin Tölp-al

Donnerstag, 25. November 2010

Kolumne in Arbeit

Viel zu tun. Morgen fertig. Schönen Abend.

Donnerstag, 18. November 2010

Sie haben es wirklich getan!


Gleich zum Deutschlandstart von Street View zeigt Google
das Wohnhaus von Eike Hallitzky - ungepixelt.

Dienstag, 16. November 2010

So witzeln die Anderen

Gratulation, Herr Klotzek, der erste witzige Artikel Ihres Journalistenlebens!

PNP, 16.11.2010, Passau Stadt:

Nach PNP-Bericht: Bahn nimmt Kündigung zurück

Putzmann sammelte zwanghaft Pfandflaschen - DB AG: „Uns sind Verantwortung und Fürsorge sehr wichtig“

Von Jörg Klotzek

„Meine Frau ist so glücklich und ich bin auch erleichtert“ - Karl-Heinz H. (Name geändert), von der Deutschen Bahn entlassener Reinigungsmann vom Passauer Bahnhof, darf seine Arbeit doch behalten. Der Konzern widerrief seine Kündigung, die vergangene Woche vorm Arbeitsgericht bestätigt wurde. Gestern teilte die DB AG mit: „Wir sind ein Unternehmen, dem Verantwortung und Fürsorgepflicht sehr wichtig sind; wir bieten dem langjährigen Mitarbeiter eine weitere Chance.“
Am Freitag vergangener Woche berichtete die Passauer Neue Presse über den Mann mit dem Flaschen-Tick: Karl-Heinz H. (60) kann kein weggeworfenes Pfandgut liegen lassen. (...)


Den ganzen Artikel gibt es in der heutigen PNP am Kiosk.

Sonntag, 14. November 2010

Die Passau-Zentrale für politische Bildung informiert

Nachdem die AmSonntag heute über den neuen Bundesvorsitzenden einer "Partei" mit der Überschrift "Rebell an der Macht!" getitelt hat, klärt die Zentrale für politische Bildung Wahlinfo-Passau auf:

Wer ist eigentlich noch mächtiger als der Bundesvorsitzende der ÖDP (bundesweit 132.249 Stimmen)? (Nach Zweitstimmenergebnissen bei der Bundestagswahl 2009)

Zum Beispiel:

1. Jens Seipenbusch (Vorsitzender der Piratenpartei, 847.870 Stimmen)
2. Udo Voigt (Vorsitzender der NPD, 635.525 Stimmen)
3. Stefan Bernhard Eck (Vorsitzender der Tierschutzpartei, 230.872 Stimmen)
4. Rolf Schlierer (Vorsitzender der Republikaner, 230.872 Stimmen)

Fast so mächtig:

Arne Gericke (Vorsitzender der Familien-Partei, 120.718 Stimmen)
Uwe Gäthje (Vorsitzender der Rentnerinnen und Rentner Partei, 100.605 Stimmen)

Dienstag, 9. November 2010

Abgetaucht und aufgefahren

Lieber Tölpel!

Sag mal, kennst Du den Münchner Volksschauspieler Ludwig Schmid-Wildy? Der ist zwar schon seit 1982 tot, aber irgendwie werde ich immer ein wenig sentimental, wenn ich ihn wieder mal im Fernsehen sehe. Zu den Fernseherfahrungen meiner Kindheit gehört besagter Schmid-Wildy einfach dazu. Komödienstadl, Königlich Bayerisches Amtsgericht oder Pumuckl - lauter schöne Kindheitserinnerungen. Überdies war Schmid-Wildy lange Jahre Leiter des Platzls und - was wenige wissen - als Kind sogar Modell für das Münchner Kindl am Rathaus. Bis hierher noch eine stimmige Biografie, hätte Schmid-Wildy nicht noch nebenbei eine Knödelmaschine, einen Turbinenmotor und eine unbegrenzt lagerfähige Batterie erfunden, mit der er sogar einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Erfolg hatte.

Worauf ich hinaus will? Nun, unser großer Führer Genosse ewiger Präsident hat uns doch aufgetragen, ein bisschen zu diversifizieren und unsere Begabungen auch auf andere Medien zu streuen, während er gerade dabei ist, eine Turbo-Knödelmaschine zu erfinden. Was bleibt uns denn auch anderes übrig? Wenn wir die Herrschaft über unser geliebtes Passau erringen wollen, müssen wir uns halt einfach breiter aufstellen. Das mit dem Bürgerglück ist ja nur der Anfang. Folgen wird demnächst ein Erotik-Format für TRP1 mit dem Präsidenten und den Goldhaubenfrauen (ähnlich Tutti Frutti) und eine von Dir moderierte Sendung auf Unser Radio mit dem Titel "Die schönsten Passaulieder".

Der Präsident erfindet übrigens derzeit keine Knödelmaschine, sondern ein U-Boot. Ja, Du hast richtig gelesen. Unser Präsi arbeitet an einer Studie für die Stadt Passau (die mit 30.000 Euro übrigens fast lächerlich honoriert und jeden Cent wert ist), die die Machbarkeit städtischen Personennahverkehrs auf dem Wasser untersucht und hat bereits eine grenzgeniale Lösung gefunden. Nachdem nämlich ein Wassertaxi oder eine Fähre (die ja vorher immerhin noch nicht da waren) empfindlich den Denkmalschutz stören könnten, verfrachten wir den Pendelverkehr einfach unter Wasser. Und das U-Boot, das die Form eines gigantischen Zäpfchens hat, wird nebenbei einfach durch eine Röhre mit Wasserdruck aufs Oberhaus geschossen. Dann brauchts auch keine Seilbahn mehr, die verhindert, dass Passau Weltkulturerbe wird.

Oder wir gehen die Seilbahnidee noch offensiver an. Statt neuer Brücke und Wassertaxis bauen wir einfach ein Seilbahnnetz mit mehreren Stationen. Barcelona hat sowas (kleiner und bescheidener natürlich) extra für die Weltausstellung 1929 gebaut. Da pfeifen wir doch auf diesen Weltkulturquatsch und holen uns die Expo 2020. Ins Ilzstädter Bschütt stellen wir die eine Häfte der Pavillons und in die bis dahin eh fast leere Fuzo den Rest. Motto: "Slim city - lean life." Und der deutsche Pavillon kommt in den Klostergarten und heißt "Stupicity". Was hat uns der Zankl gestern mit auf den Weg gegeben? Er wünscht dem Stadtrat Mut zu unpopulären Entscheidungen. Recht hat er.

Im Stupicity-Pavillon bekommt die Passauer CSU-Fraktion sicher auch eine eigene Ausstellung. Thema: "Trial and error. An exceptional principle of local politics." Was ist jetzt eigentlich mit dieser Brücke? Weißt Du, was da rauskommen wird?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Gute Frage. Sogar die AmSonntag hat ja die CSUler als Blindgänger bezeichnet, weil sie zwar dauernd von einer Brücke reden, aber irgendwie nichts dafür tun. Und heute steht in der PNP, dass die Entscheidung über eine Brücke sicher nicht im heutigen Stadtentwicklungsausschuss gefällt werden wird, sondern erst später im Plenum. Der Oberbrückenbauer Waschler meint dazu übrigens, "die CSU wolle noch geklärt haben, ob das Projekt EU-Förderung erhalten könnte." Moment einmal - ganz langsam und der Reihe nach! Hat uns nicht der Herr damalige MdL Dr. Waschler einst immer was von einer 70%-Förderung durch den Freistaat und zusätzlichen Fördergeldern aus Europa erzählt. Oder trügt mich da mein Gedächtnis? Irgendwie war das doch schon mal so, dass wir die Brücke fast umsonst kriegen und das wegen der guten Kontakte Waschlers zur Staatsregierung. Und jetzt müsste man auf einmal klären, ob man überhaupt eine Förderung kriegt. Aber das habe ich wahrscheinlich geträumt, sonst würden es die anderen Passauer Medien sicherlich auch thematisieren.


Von vielen aufmerksamen Lesern wurde ich darauf hingewiesen, dass natürlich vor Frau Brummer erst noch der Sepp Thuringer in die CSU-Fraktion nachrücken würde. Das weiß ich selbstverständlich auch. Wäre ja auch sicher spannender. Vielleicht bekäme die CSU dann doch langsam wieder ein Profil, das über den Drang so Mancher, noch etwas oder wieder etwas zu werden, hinaus geht. Bei der SPD-Fraktion ist das einfacher. Da will gar keiner was werden. Warum auch? Bis 2020 machts ja noch der Oberjürgen und dann wird der Frankenberger OB. Wenn er bis dahin nicht schon Bundeskanzler ist. Oder Sonnenkönig. Oder Regierung, Parlament und Judikative in einem, nachdem er die total-direkte Demokratie eingeführt hat. Den ganzen Gewaltenteilungsunsinn und die unfähigen Politiker braucht dann nämlich keiner mehr (außer den Frankenberger), weil das Volk stimmt dann über alles in Volksentscheiden ab. Einkommenssteuer - abgeschafft. Mineralölsteuer - abgeschafft. Umweltverschmutzung - abgeschafft. Stattdessen Rente mit 50, Chefarztbehandlung und Einbettzimmer bei gesenkten AOK-Beiträgen, 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und Freibier für Alle. Geniale Idee eigentlich vom Notfall-Politiker. Dass da nicht schon mehr drauf gekommen sind.

Letzte Woche wurde übrigens eine unbeleuchtete Fahrradfahrerin angefahren und verletzt. Eine Großfahndung nach dem dringend tatverdächtigen Andreas D. verlief bislang erfolglos.

Bis demnächst!

Dein Tölpel

Donnerstag, 4. November 2010

Die virulenteste Fusion seit Carlos dem Schakal und der Volksfront zur Befreiung P.s:

Wahlinfo-Passau goes Bürgerblick.

Ab heute im Passauer Zeitschriftenhandel.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Abgewählt und auferstanden

Lieber Tölpel!

Reisen bildet ja bekanntlich. Außerdem wollte ich mal wieder meine Fake-Rolex- und Fake-Taschen-Sammlung aufstocken und bin deshalb nach Shanghai geflogen. Ein bisschen Shopping, ein bisschen Schlange, Hund und Schweinegebärmutter gefuttert und dann mit dem Taxi zur größten Weltausstellung aller Zeiten gefahren. Dort angekommen bin ich erstmal in einer ewig langen Schlange vor den Ticketschaltern gestanden, weil diese Ticketschalter der größten Weltausstellung aller Zeiten nachmittags um vier aus nicht eruierbaren Gründen einfach mal bis fünf geschlossen hatten. Ich vermute, der Chinese macht so etwas deshalb ganz gerne mal, um seinem Volk ein wenig Demut beizubringen. Mir wurde das mit meiner europäischen Ungeduld schnell zu blöd und so habe ich mir meine Eintrittskarte bei einem der zahlreichen Schwarzhändler vor dem Expogelände geholt. Die Karte hat dann am Schalter auch wider Erwarten funktioniert und zack war ich drin - im 70-Millionen-Besucher-Stolz des stolzen chinesischen Volkes. Drinnen sah es aber anstelltechnisch nicht besser, sondern noch wesentlich schlechter aus, will sagen: vor jedem Pavillon wartende Massen mit einer geschätzten Wartezeit von ein bis zwei Stunden. Sogar bei den Schweizern und Holländern sind die Leute angestanden. Ich - nicht blöd - bin zügig zum deutschen Pavillon, in den man mit deutschem Ausweis beim VIP-Eingang reinkam. Im deutschen Pavillon, der nebenbei 50 Millionen Euro gekostet hat, konnten sich dann begeisterte Chinesen unter übergroßen Gartenzwergmützen oder hinter preußischen Uniformen fotografieren lassen und sich dann in einer Filmperformance Eindrücke von der Fußball-WM in Deutschland und der Wiedervereinigung anschauen. Hätte man die letzten Jahresrückblicke von RTL zusammengeschnitten und vorgeführt, während in einem Nebenraum der Jodlerwirt aufgetreten wäre, hätte es den Chinesen genauso gefallen und es wäre sicher billiger geworden.



Ich habe dann noch bei den Österreichern vorbeigeschaut, bin selbstbewusst mit meinem deutschen Ausweis am VIP-Kontrolleur vorbeigehuscht (das war ein erhebendes Gefühl!) und habe dann den von außen eher unspektakulären Pavillon von innen bestaunt. Abgesehen von der Möglichkeit, mit Kunstschneebällen auf ein Alpenpanorama zu werfen und ihre Instrumente stimmende Musiker zu betrachten, war da aber nicht viel. Immerhin habe ich noch ein Wiener Schnitzel und ein Weißbier konsumiert - selbstverständlich zu europäischen Preisen.



Warum ich Dir das alles erzähle? Genau weiß ich das selber nicht. Es ist nur so, dass ich bei meinem Expo-Besuch immer darüber nachdenken musste, was die Chinesen, bzw. die ganze Welt (ist ja bald fast das Gleiche) wohl für ein Bild von uns Deutschen haben. Also nicht nur die 70 Millionen, die sich unseren Zipfelmützenpavillon ansehen, sondern all die anderen Milliarden, die ja alle auch fernsehen, im Internet surfen oder vielleicht sogar mal eine Zeitung lesen. Und was sehen die von Deutschland? Z.B. ja wohl Politiker. Gut, habe ich mir dann gedacht, da stehen wir ja gar nicht so schlecht da. Die Franzosen haben einen peinlichen Clown an der Spitze, die Italiener - naja, was soll man dazu sagen und wir haben die Merkel, die uns zumindest nicht regelmäßig komplett blamiert. Aber was kommt danach? Gäbe es einen Regierungswechsel, wäre es zumindest rechnerisch nicht ganz ausgeschlossen, dass Claudia Roth, der Özdemir oder der Trittin Bundeskanzler würden. Und wenn es schwarz-gelb doch wieder oder später mal wieder packt oder auch schwarz-grün oder was weiß ich, dann haben wir vielleicht irgendwann einen Bundeskanzler, der Guttenberg heißt und von einem nicht kleinen Teil der Nation als Messias gesehen wird, weil er zwar aussieht, als hätte man ihn direkt aus den 50er Jahren ins Jahr 2010 gebeamt, aber seine Aufgeklärtheit und Progressivität gerne damit unterstreicht, zu erzählen, wie gern er auf AC/DC-Konzerte geht. Sauber! Freitag Abend noch mit den Corps-Brüdern einen Salamander gerieben und am Samstag aufs AC/DC-Konzert. Dort wahrscheinlich mit weißem Hemdkragen unterm schwarzen It's-a-Long-Way-to-the-Top-If-You-Wanna-Rock-'n'-Roll-T-Shirt neben meiner Oma gestanden und sich die Bügelfalte aus der Hose geschwitzt.

Wenn diese Retro-Figuren auf einmal so in werden, sollte sich die Passauer CSU-Hoffnung Dickl vielleicht einfach eine Dr.-Emil-Brichta-Brille aufsetzen. Vielleicht klappts dann ja mit der Oberbürgermeisterwahl. Irgendwann mal. 2020.

Und sonst? Fragt Dich neugierig

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Der Dickl OB? Der wird ja nicht mal Kandidat - jetzt wo die große Retro-Hoffnung der CSU in den Stadtrat einzieht. Zankls Trojanisches Pferd wird dem Vernehmen nach von den angeschlagenen Platzhirschen auch mit großer Unruhe beäugt. Gut, er hat natürlich auch alles, was man als niederbayerischer CSU-Politiker braucht: Grundlose Überheblichkeit, einen egozentrierten Begriff von Politik und diese spezielle anachronistische Mia-san-mia-Mentalität. Retro rules. Der CSU gehen jetzt dann übrigens bald die Nachrücker aus. Die Spatzen pfeifen es ja von den Dächern, dass der Wösner vielleicht nicht der letzte Ersatzmann war. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Es scheidet noch einer krankheitsbedingt aus und einer schafft es irgendwie wieder in den Landtag. Wer rückt dann nach? Jawoll! Hildegunde Brummer! Irgendwann müssen sie dann wohl den Alles-Pfeifen-Außer-Fritz Abelein reaktivieren und notfalls rückt halt der Krautstorfer nach. Der ist multitaskingfähig.

Wenigstens haben wir zwei fleißige Staatssekretäre, die die Heimatzeitung auch stündlich über ihre Heldentaten informieren und uns alle daran teilhaben lassen, was sie eigentlich von morgens bis abends so tun. Beim von mir besonders bewunderten Dr.-Ich-seh-jetzt-aus-wie-ein-italienischer-Geldeintreiber-Andi mache ich mir bloß ein wenig Sorgen, dass er sich in der absurden Nordumfahrungs-Thematik nicht doch vielleicht aus langfristig-taktischen Gründen mit den Nordtangenten-Spinnern verbrüdert. Ein gestandener bayerischer Verkehrsstaatssekretär verdient sich ja seine Meriten doch immer noch am leichtesten mit Bundesstraßen, Brücken, Betonieren und nicht mit Flora, Fauna, Flusstälern. Kleiner Tipp von mir: Im Zweifel mehr Wählersympathien holt man sich aber vielleicht doch noch mit einer klaren Positionierung gegen die Nordtangente.



Ein paar andere Sachen verstehe ich nicht. Warum sind für eine Umgestaltung der Ortspitze im Jahr 2013 310.000 Euro eingeplant? Was will man denn da schöner machen? Die ist doch perfekt, genauso wie sie ist. Ganz im Gegensatz zum Bschüttpark. Da wird seit Jahren geplant und gequatscht und nichts passiert. Genau wie beim Thema Wassertaxi, bzw. Flussfähre - das wäre doch eine Riesensache. Auf der Donau vom Bahnhof ins Altstadthotel, von Hacklberg mit dem Boot quer rüber zum Innstadtfriedhof oder von der Schiffanlegestelle Lindau in die Altstadt. In anderen Städten mit viel Wasser klappts doch auch. Man muss es halt einfach machen oder jemanden machen lassen. Kostet auch bestimmt nicht mehr als die CSU-Denkmal-Brücke ins Nirvana. Und die Gondelbahn aufs Oberhaus hat sicher viele Fragezeichen. Das vernachlässigbarste und lächerlichste ist aber sicherlich das Denkmalschutzargument. Alles eine Frage der Umsetzung. Konfuzius sagt: Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.

Check this out!

Der wahrste und echteste Tölpel, den es jemals gab

Samstag, 30. Oktober 2010

Kolumne in Arbeit

Leider nicht ganz fertig geworden.

Coming soon... prä

Montag, 18. Oktober 2010

Zur Überbrückung unseres Betriebsurlaubes...

... empfehlen wir jedem den wunderbaren Titanic-Titelgenerator auf

http://www.titanic-magazin.de/titelgenerator.html

Grüße aus dem Betriebsurlaub

Heute empfehlen wir der geneigten Leserschaft, die das nicht ohnehin immer und automatisch tut, einmal ausdrücklich die unter den beiden darunterstehenden Beiträgen verfassten Kommentare zur Lektüre. Oftmals interessanter als der Quatsch, den wir hier selbst verfassen.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Rubrik: Wir erfinden neue Redewendungen

Heute von: Volker Mangold, Passau, Vulgär-Linguist

Redewendung: "Jemandem Brei um das Maul schmieren"

Etymologie: Bastardisierung von "Honig ums Maul schmieren" und "Um den heißen Brei herum reden"

Bedeutung: Breiige, sinnentleerte Leserbriefe schreiben, die kein Mensch kapiert.

Therapie: Einfach mal die Klappe halten.

Vgl. auch: "Da platzt mir die Hutschnur," oder "Die dicksten Bauer haben die dümmsten Kartoffeln," oder "Morgenstund' ist aller Laster Anfang," oder "Eine Stumme im Bett ist besser als eine Taube auf dem Dach."

Montag, 11. Oktober 2010

Ausgelacht und aufgerüstet

Lieber Tölpel!

Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix. Hiendl heißt jetzt XXXLutz, dafür heißt Semmel Hiendl, der Rammer heißt wahlweise Schaffner oder Schraml und der Zankl heißt jetzt Wösner. Ob der Danninger Klotzek heißt oder der Klotzek Danninger ist auch ziemlich egal. Genauso egal wie die Tatsache, ob man Oswald, Daiminger oder sonstwie heißt. Sieht immer gleich aus, schmeckt immer gleich. Die AmSonntag feiert sich ja gerade für ihr 10jähriges Dahindilettieren, hat aber in ihrer Jubiläumsbeilage irgendwie was wesentliches vergessen. Wäre es nicht der historischen Wahrheit geschuldet, zu erwähnen, wieviele Redaktionsleiter man schon verschlissen hat und vor allem warum? Ist die Geschichte der AmSonntag nicht die, dass man die Chefschreiber immer sehr schnell und solange ausgetauscht hat, bis dieser süß-pappige Brei von Jubelberichterstattung in eigener (oder zumindest eigennütziger) Sache, populistischem Runterschreiben derer, die nicht gefährlich werden können und Brustbildern herausgekommen ist? Vielleicht ist die AmSonntag ja auch einfach nur der sehr simple, aber doch durchschaubare Versuch, den Passauern sowas wie Medienvielfalt vorzugaukeln. Und jeder AS- oder auch PNP-Redakteur, der die Schere nicht im eigenen Kopf trägt, wird ausgetauscht. So geht Journalismus in Passau - schon immer und auch heute noch.

Dass die Süddeutsche, wenn sie ihren Blick nach Passau richtet, oft ziemlich daneben liegt, ist ja nichts neues. Was ich aber letzten Mittwoch im Kulturteil lesen durfte, hat mir fast die Sprache verschlagen. Da dürfen sich zwei Nachwuchs-"Kabarettisten" darüber auslassen, dass Passau zwar "arge Provinz" sei, allerdings versichern die beiden Spezialisten, dass es das alte Passau "mit dem ultrakonservativen Schulterschluss aus Kirche, Lokalzeitung und CSU" nicht mehr gäbe. Und bei der PNP ist alles supi. Ein klarer Beweis hierfür: Die Verlegerin kam sogar persönlich zur Verleihung des Scharfrichterbeils und saß "auf einem der besten Plätze." Sagt mal, Kinder, seid Ihr so naiv oder wollt Ihr nur was werden? Kann es nicht sein, dass die Entwicklung genau anders herum gelaufen ist? Also dass der Schulterschluss der Strippenzieher genauso gut funktioniert wie vor Jahrzehnten, Ihr und tausende anderer Passauer "Kabarettisten" aber unbedingt ins Fernsehen wollt und Euch dafür vor politischen Jung-Karrieristen, mächtigen Zeitungsverlegern und provinziell-halbprominenten, schlichten Gemütern zum Starkbierclown und zum Comedy-Kasperl macht? Also quasi ein Marsch durch die Institutionen - nur andersrum und auf Eure besten Plätze. Kann nicht sein - weil Ihr seid manchmal auch ganz schön kritisch? Sorry, dann habe ich mich getäuscht.

Wenden wir uns doch lieber den wirklich lustigen Dingen zu. Die Wirtschaftsjunioren haben sich für ihre Landeskonferenz in Passau einen österreichischen Krankenhaus-Clown geholt, der bei der ewigen Nachwuchselite über Humor doziert hat. Ist das nicht zum Brüllen komisch? Ein Vertreter der unlustigsten Berufsgruppe der Welt (Clowns) referiert bei der zweitunlustigsten Berufsgruppe der Welt (Wirtschaftsjuniorenfunktionäre) über Humor. Ich schmeiß mich weg! Soviel Selbstironie muss man erst mal haben! Dabei tätet Ihr Euch so leicht, wenn Ihr mal wieder lachen wollt - schaut Euch doch einfach gegenseitig an.

Was findest Du denn lustig, mein Tölpelchen fragt sich

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Also mit den Clowns muss ich Dir recht geben. Es gibt kaum etwas, was mich mehr runterzieht und trübsinniger macht als Clowns. Höchstens noch diese Comedians im Fernsehen. Die von Dir erwähnten Nachwuchs-Kabarettisten kenne ich nicht, da will ich mir kein Urteil erlauben. Allerdings sehe ich schon auch das Problem, dass der Begriff Kabarett schön langsam ziemlich verwässert. Es fällt mir einfach schwer, etwas als politisches Kabarett zu begreifen, worüber der Landkreisbürgermeister genauso lachen kann wie der Kirchenfunktionär und der Monopolverleger. Aber fürs Finger-in-die-Wunde-legen gibts ja immer noch uns. Und für wirklich Lustiges gibts die standesamtlichen Nachrichten in der PNP. Eine Ambra-Miria Mirabell und ein Layne Luka Josef sind uns da wieder geboren worden letzte Woche. Da bleibt mir nur zu sagen: Toi toi toi und ein erfolgreiches Leben!

Ich war mal wieder in der Innstadt. Zu den unterschiedlichsten Tageszeiten, am Werktag und am Wochenende. Und was kann ich berichten? Nichts. Panta rhei, alles fließt und vor allem und völlig reibungslos der Verkehr. Und selbst wenn er einmal steht - das tut er in anderen Städten auch. Passau ist eine Dreiflüssestadt, ist eine Dreiflüssestadt, ist eine Dreiflüssestadt. Und der Elektriker aus Grubweg braucht zu einem Kunden in Rittsteig genauso lang, wie der Maler aus Schalding zum Kunden in der Altstadt und der Schlosser aus der Innstadt braucht auch nicht viel länger nach Hacklberg. (Ich am letzten Freitag Nachmittag vier Minuten vom Kapuzinerplatz auf die Schanzlbrücke) Und wenn er doch mal fünf Minuten länger braucht - mei, dann residiert halt er am ungünstigeren Fleck. Sowas solls geben. Und wenn ich am Hochstein einen Herzinfarkt habe, braucht der Sanka auch länger als in den Fuchsbauerweg. Zum Nordtangenten-Fanatiker will ich mich gar nicht mehr äußern. Den "belächeln" ja laut PNP sogar schon die (also scheinbar alle) Passauer Stadträte. Ich hoffe schwer, dass man über die Profilierungs-Brücke auch bald nur noch lächelt.

Der Klotzek hat einen neuen Trend entdeckt: Besoffen die Hosen runterlassen. Ja, sollen sie doch! Wenn die ganzen besoffenen Halbstarken ihre überschüssigen Kräfte damit kompensieren, Fremden ihren Arsch zu zeigen und dafür nichts mehr kaputt machen, wäre doch alles in Ordnung. Der Dittlmann hat das Thema Vandalismus berechtigterweise wieder mal aufgegriffen und fordert ein verschärftes Vorgehen seitens der Behörden. Zustimmung! Allerdings sollte man nicht vergessen, auch einmal an die Courage friedlicher Passanten zu appellieren. Der Schreiber dieser Zeilen hat unlängst zwei betrunkene Burschen ihre zuvor im Paulusbogen zerschmissene Flasche wieder aufsammeln lassen. Sind doch meistens eh nur kleine Hosenbiesler. Der Präsident hat ja schon früher einmal einen Preis für mutiges Auftreten gegen mutwillige Zerstörer ausgelobt und lässt ausrichten, dass der erste, der einen Vandalen in Passau zur Strecke und zur Anzeige bringt, den mit 100 Euro dotierten Ein-Mann-sieht-rot-Preis von Wahlinfo-Passau verliehen bekommt.

An die Knüppel, auf die Lauer!

Euer Tölpel

Montag, 4. Oktober 2010

Abgeschrieben und aufgestiegen

Lieber Tölpel!

Man muss nicht immer nur die PNP lesen. Nein, nein, das muss man nicht. Ich z.B. lese auch gerne einmal die FAS. Bei denen gibt es jetzt online ein neues Tool (so sagt man heute, nicht wahr?), da kann man seine eigenen Texte eingeben und das Programm
"I write like" teilt einem dann mit, ob der eigene Schreibstil eher dem von Shakespeare, Tom Wolfe oder Peter Hahne (nein dem wahrscheinlich nicht) entspricht. Das Ganze ist auch kein totaler Schmarrn, denn das von einem 27-jährigen Russen erfundene Programm arbeitet ähnlich wie ein Spam-Filter mit einem Algorithmus, der einen Text (je länger desto besser) nach bestimmten Formulierungen absucht. Ich habe gleich einmal ein paar willkürlich zusammenkopierte Texte von uns in das Textprobenfeld kopiert und siehe da: Wir schreiben wie Friedrich Nietzsche.

Machiavelli (besoffen)

Das hat mich allerdings noch nicht richtig verwundert, schließlich hatte der alte Syphilitiker auf seine alten Tage auch einen ganz schönen Klatscher. So ist mir eine natürlich sehr naheliegende Idee gekommen und ich habe einmal ein paar PNP-Redakteure durch die Maschine gejagt. Angefangen gleich einmal mit dem Danninger, der zwar das Wort konzedieren nicht konjugieren kann (25.09.2010, Seite 27), aber ansonsten ein Spitzentyp ist. Das wird spätestens beim FAZ.net-Ergebnis klar: Danninger schreibt wie Günter Grass. Da hat mich dann natürlich gleich noch interessiert, wie denn die Gisela Friedrichsen der PNP, Frau Pierach so schreibt. Immerhin noch wie Peter Handke - hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Ehrlich gesagt, beim Klotzek musste ich mir vor dem Betrachten des Ergebnisses einen kleinen Schnaps einschenken. Was wäre, wenn ich hier kundtun müsste, Klotzek schreibt wie Daniela Katzenberger, Lassie oder Lothar Matthäus? Heißt es dann wieder, dass wir uns auf billigste Art und Weise über journalistische (sic!) Mitbewerber lustig machen? Aber - weit gefehlt! Klotzek schreibt wie Albert Ostermaier. Ich habe zwar keine Ahnung, wer das ist, aber es hört sich immerhin ziemlich seriös an. Übrigens: Wenn man zehnmal den Text "Pipi Kaka 123" eingibt, kommt weder Klotzek noch Daiminger raus, sondern schlicht: Charlotte Roche. Echt wahr!

Auch nicht uninteressant ist folgendes Ergebnis. Geht man davon aus, dass ja schließlich das gesprochene Wort gilt und gibt man die Wiedervereinigungs-Jubiläumsrede des unerträglichsten aller Bundespräsidenten in den Schrifsteller-Generator ein, stellt man schmunzelnd fest, dass der Wulff schreibt, bzw. spricht wie die Pierach. Oder auch der Handke. Aber das kommt sich ja aufs Gleiche raus, s.o. Wie schreibt eigentlich der sexieste aller Staatssekretäre? Einfach einen Text von seiner Homepage genommen. Copy, Paste, Sigmund Freud. Geil, aber da hätte ich vorher schon drauf gewettet. Und wie schreibt der Staatssekretär von der Vier-Prozent-Partei? Auch wie Sigmund Freud! Was sagt uns das? Um ein guter Staatssekretär zu sein, braucht man mindestens ein Über-Ich und muss wissen, dass Politikerinnen allesamt am Penis-Neid laborieren. Und natürlich muss man perfekt sein. Das schadet (fast) nie. Oder wie Sigmund, Max und Andi sagen würden: Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos. Noch was zu Deiner Beruhigung, mein Tölpel: Angelika Diekmann schreibt übrigens auch wie Friedrich Nietzsche. Ob sie das weiß?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich schreibe nicht nur wie Nietzsche, ich frage mich auch täglich wie er, warum ich so klug bin. Und außerdem lese ich ebenfalls die FAS. Interessantes Titelthema gestern: Man hat hundert Kinofilme gesichtet, die von der FSK ab 12 freigegeben sind und festgestellt, dass gut die Hälfte komplett ungeeignet für Kinder in diesem Alter sind. Von Analverkehr bis Zerstückeln - alles dabei. Fand ich sehr gut, diesen Artikel. Und ich musste leider spontan wieder an die AmSonntag und die PNP denken in ihrer ganzen bigotten Verlogenheit. Da regt sich doch in einem Sonntagswurfblatt, in dem wöchentlich auf den letzten Seiten minderjährige Mädels als Phantasiehilfe für ältere Männer präsentiert werden, der Herr Oberredakteur darüber auf, dass irgendein Puff in Passau ein bisschen größer wird als bisher. Zitat: "Und das ausgerechnet direkt gegenüber eines Fitnessclubs für junge Leute?" Ich lach mich schlapp. Und das nicht, weil Leute, die professionell schreiben, nicht den zu verwendenden Casus nach "gegenüber" kennen. Wie kann man nur solche Stuss-Zusammenhänge ausbrüten? Aber noch schlimmer ist natürlich das Mutterblatt. Moral, bla bla, Werte, bla bla, Religion, bla bla - bla bla bla. Warum seid Ihr denn dann eigentlich nicht konsequent und schreibt folgerichtig, dass einige "Künstler", die auf der Brutalo-Porno-Welle geritten sind oder noch reiten, primitiver, debiler Abschaum sind? Warum gibts in der PNP ein Interview mit einem "Sänger", der mit einer Lyrik (Spreiz deine Beine, zeig die Fotze, lass Dich gehen!) aufwartet, die man im Deutschunterricht in Niedernburg sicher nicht zur Textanalyse gebrauchen könnte? Weil der gut verkauft und die Kids den gut finden und vielleicht Neu-PNP-Leser werden? Na dann...

Richtig krank ist auch das andere Wurfblatt. Da gibt es tatsächlich einen Artikel darüber, dass ein Grünen-Stadtrat irgendein HipHop-Hitler-Bild auf seiner Facebook-Seite hat, während in aller Ernsthaftigkeit darüber berichtet wird, wie das singende Kneipier-Spanferkel in seiner Geltungssucht der Stadt Passau eine weitere provinzielle Peinlichkeit aufs Auge drückt. Sollten wir uns nicht langsam mal alle miteinander fragen, ob Passau nicht langsam reif ist für eine richtige Zeitung? Eine, die zumindest ab und zu mal schreibt: "Der Kaiser trägt doch gar keine Kleider." Oder: "Das Spanferkel ist ja nackt im Schädel." Oder: "Was will Waschler?" Oder was weiß ich...

Ich wollte jetzt übrigens mit einem lustigen Spielchen schließen und in Deine Schriftsteller-Analyse-Maschine Texte von großen deutschen Schriftstellern eingeben und zwar in der Hoffnung, es käme zu einem Ergebnis, Goethe schreibe wie Sedaris, Schiller wie Semmelmayer oder Brecht wie Charlotte Roche. Vergiss es! Das Ding funktioniert tatsächlich fast perfekt. Goethe schreibt wie Goethe, Schiller wie Schiller und Brecht wie Brecht. Nur Nietzsche schreibt interessanterweise wie Hegel - manchmal. Ich glaube, das würde Nietzsche gar nicht gefallen. Zum Abschluss trotzdem noch was Schönes. Ich habe Deinen heutigen Brief an mich bis "Deine Kathi" in die Maschine kopiert und kann Dir mitteilen, dass Du schreibst wie Charlotte Roche. Ha ha ha. Wenn ich mit Lachen fertig bin, gibts die nächste Kolumne.

Nix für ungut

Dein Tölpel

Beste Kolumne der Welt in Arbeit

Erscheint noch heute.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Montag, 27. September 2010

Darüber sollten wir nachdenken

Weitere Ausschnitte auf YouTube

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Ergänzung: Das mit den Toiletten am Anfang muss man noch gesehen haben


Ein kollegialer Rat

Liebe Verlegerfamilie, liebe Chefredaktion der PNP!

Wir haben uns ja in letzter Zeit mit Gschaftelhuberei durchaus zurückgehalten. Aber was da heute wieder im Passauer Landkreisteil publiziert wurde, konterkariert ganz erheblich diesen von Ihnen gerne suggerierten Anspruch, bei den seriösen und ernstgenommenen Tageszeitungen mitspielen zu dürfen. Nachdem wir ja nicht sicher wissen, ob Sie das ganze Zeug, das Sie da verantworten, überhaupt regelmäßig lesen, aber ganz genau wissen, dass Sie sich die wirklich wichtigen Informationen von Wahlinfo-Passau selten entgehen lassen, haben wir untenstehend einfach einmal einen Artikel aus dem Landkreisteil kommentarlos (nicht ganz - die besten Passagen sind fett) eingefügt. Nach der Lektüre des Machwerks fragen Sie sich sich ganz bestimmt das Gleiche wie wir. Dürfen sich die von der Jungen Union ihre Artikel jetzt selber schreiben? Und: Wenn ja, gibts dann nicht irgendwelche Mindeststandards für journalistische Begabung? Und zum letzten: Müsste man sich dafür nicht sogar bei Dr. Andi entschuldigen? Sowas ist doch selbst dem peinlich.

Mit kollegialen Grüßen

Der Präsident


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Staatssekretär mit „Bock auf Rock“

Erfolgreiches Festival mit rund 1000 Besuchern an zwei Tagen - Es durfte aber auch politisiert werden

Salzweg. Prominentester Gast des alljährlichen „Bock auf Rock“-Festivals der Jungen Union Salzweg-Straßkirchen war Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer. Unkompliziert und sympathisch mischte sich der aus der JU hervorgegangene deutsche Spitzenpolitiker am ersten Festivaltag unter das Publikum. Am Eingang zahlte er brav seinen Eintritt und ließ sich das obligatorische Eintrittsband am Handgelenk anbringen. Immer wieder hörte man, „das ist ja der Staatssekretär“.
Viele freuten sich über seine Anwesenheit. Und bemerkenswert ist auch, dass Dr. Scheuer, im Gegensatz zu anderen Politikern in ähnlichen Fällen, stets zu „Bock auf Rock“ kommt, unabhängig davon, ob gerade eine Wahl ansteht. Sein Kommentar zur Unser Radio Band „Jump“: „Die spielen eine super Musik.“ Und ob vor oder hinter der Theke, der Staatssekretär machte eine ausgesprochen gute Figur. Und Body-Guards - Fehlanzeige!
Mit den Verantwortlichen wurde natürlich auch ein wenig politisiert, hat man doch selten so einen kompetenten Gast bei sich, wenn es um regionale Infrastrukturfragen geht. Viele JU’ler sind Berufspendler und begrüßen deshalb den Ausbau der B 12. Auch Fragen zum Autobahnzubringer, der Zug um Zug sicherer gemacht wird, und zur verkehrstechnisch besseren Erschließung des Wegscheider Landes wurden erörtert. Scheuer gab auf alle Fragen bereitwillig Auskunft, lobte aber auch seinerseits die Aktivitäten der Jungen Union, der er immer noch sehr nahe steht.
Der eigentliche Rock-Abend am zweiten Tag wurde dann zu einem grandiosen Ereignis. Das Rockzelt war proppenvoll, die Stimmung kochte schon weit vor Mitternacht über, als „Ryan Eden“ alle Rockregister zog. So konnten die Hauptverantwortlichen Andreas Ehrenthaler und Josef Heisl jun. trotz des unbeständigen Wetters ein überaus positives Fazit ziehen. An beiden Tagen waren rund 1000 Besucher gekommen. - sl

Dienstag, 21. September 2010

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 21.09.2010

Hl. Geist: "Was meinst? Wieviel von den Lama-Fans hier in Passau wissen, wie es den Tibetern vor den Chinesen gegangen ist?"

Herrgott: "Herrgottsakrament, bist Du jetzt prochinesisch worden?"

Hl. Geist: "Ach Schmarrn. Mir sind doch Menschenrechtsverletzungen von Mönchen auch lieber als von Kommunisten."

Herrgott: "Gut und böse. Himmel und Hölle. Sowas brauchen die Leut."

Hl. Geist: "Und ab und zu Deine schützende Hand. So wie der Seehofer und der Pfarrer von Heining."

Herrgott: "ROTFL"

Sonntag, 19. September 2010

Brutaler Antisemitismus bei der AmSonntag - Wird die Verlagsgruppe Passau jetzt verboten?

(Passau) In der Berichterstattung einer Passauer Titten-Zeitung zu einer Veranstaltung mit einem Mönch (siehe auch SMS vom Herrgott weiter unten) kam es zu einem unbeschreiblichen Eklat.
Obwohl es sich bei dem angeblichen Promi-Auflauf zur Veranstaltung vorwiegend um B-Prominenz, Unsympathieträger wie Roland Koch oder Peter Maffay und sogar komplett Bescheuerte wie Franz Alt handelt, wurden die Namen aller Prominenten im Artikel fett gedruckt. Nur der Name der Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch wurde hiervon ausgenommen.
Erste Stimmen fordern bereits den Rücktritt der kompletten Redaktion der Verlagsgruppe Passau, der Verlegerin und des Oberbürgermeisters.
Kommentar vom Herrgott: "Vielleicht schick ich einfach eine Sintflut in die Sperrwies und Ruhe ist."

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 19.09.2010

Hl. Geist: "Hey! Weißt Du eigentlich, wie die von der PNP diesen platterten Mönch nennen?"

Herrgott: "Nope"

Hl. Geist: "Seine Heiligkeit"

Herrgott: "Machts nur so weiter."

Hl. Geist: "Die werden sich wundern."

Herrgott: "Yep"

Samstag, 18. September 2010

SMS-Dialog Herrgott ./. Hl.Geist vom 18.09.2010

Hl. Geist: "Über welche Quote ist denn dieser Heininger Pfarrer bei uns rein gerutscht?"

Herrgott: "?"

Hl. Geist: "Was sollen wir ihm denn für einen Notfall nach Heining schicken, dass der die 110 wählt? Atombombe oder Pogrom?"

Herrgott: "Mir wurscht. Karohemd und Samenstau - ich studier' Maschinenbau."

Hl. Geist: "?"

Herrgott: "Na weil der Maschinenbauer da heut in der Zeitung so einen schönen Schnauzer hat. Aber heißt der jetzt eigentlich Willi oder Wolfgang?"

Hl. Geist: "Das ist doch dem Seider wurscht. Außerdem könnt er mit dem Schnauzer auch Wunibald heißen."

Herrgott: "Schöner Name. Gefällt mir. CU."

Freitag, 17. September 2010

Selfexplained and miraculous

Lieber Tölpel!

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Oder wie unsere große Passauer Mäzenin sagt: Art knows no native tongue, it explains itself without words. Das hat sich ein anderer berühmter Passauer auch gedacht und hat in einer Web 2.0-kritischen Performance dem Denk Hubsi seinen Facebook-Account geknackt. Wahrscheinlich wollte er nur ein bisschen Spaß oder auf bestehende Sicherheitslücken der Internet-Exhibitionisten-Seite aufmerksam machen. Dafür hat der Hubsi jetzt ausgeplaudert, dass der Ritschie beim PNP-Tölpel mitschreibt. Eigentlich ist das fast nicht zu glauben, weil immerhin gehts da ja meistens um ihn selbst. Um seine Freizeitbeschäftigungen, um seine Urlaube und natürlich darum, was er wieder für tolle Sachen herausgefunden hat. Ich frag mich manchmal, wer den größeren Vogel hat. Wir hier oder die...

Dazu passt noch folgende Geschichte. Die PNP-Kathi hat sie erzählt und sie gibt uns einen tiefen Einblick in die psychiatrisch relevante Befindlichkeit ihrer Leserschaft. Eine Leserin habe ihr erzählt, sie hätte (ab jetzt Original-Zitat!) "in einen Kohlbrucker Supermarkt eine Flasche Eierlikör und eine Konservendose zurückgebracht, weil sie sich umentschieden hatte." Jetzt ist sie aufgebracht, weil die Sachen weggeschmissen wurden, statt sie der Passauer Tafel zu spenden. Selten kann man mit einer so kleinen Geschichte ein so schönes Psychogramm einer Patientin erstellen. Oder anders gesagt: Wieviel Eierlikör muss man eigentlich in seinem Leben schon gesoffen haben, um auf sowas zu kommen? Wie kommt jemand auf die Idee, eine Flasche Eierlikör, die er - wir nehmen einmal an: freiwillig - erstanden hat, wieder umtauschen zu wollen? Die wirklich interessante Frage ist auch nicht, warum man im Supermarkt die Flasche weggeschmissen hat. Das versteht sich ja schließlich von selbst. Jemand, der Eierlikörflaschen umtauscht, vergiftet die möglicherweise auch noch vorher. Es stellt sich schon eher die Frage, wieso der Händler die Flasche überhaupt zurückgenommen hat. Am besten gefällt mir aber an der Geschichte, dass man die Dreistigkeit besitzen kann, zum einen Lebensmittel umtauschen zu wollen und zum anderen sich dann noch darüber aufzuregen, dass die Bedürftigen nicht diese blöde Flasche Eierlikör bekommen. "Wie siehst das Du?", fragt dann auch noch (im Ernst?) die PNP-Kathi. Ich seh es jedenfalls so: Man sollte der Dame den Rat geben, den nächsten Eierlikör einfach gönnerhaft selbst der Tafel zu spenden. Dann kommt sie in den Himmel und die Bedürftigen sind auch glücklich. Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Mit Entsetzen habe ich heute folgende Titel-Überschrift gelesen: "Geisterfahrer: Seehofer in Todesangst." Weil ich den Doppelpunkt nicht bemerkt habe, habe ich mich zunächst darüber gewundert, dass nun mittlerweile sogar die PNP erkannt hat, dass Seehofer ein Geisterfahrer ist und mich dann gefragt, warum er wohl Todesangst habe. Es war natürlich ganz anders. Ein anderer Geisterfahrer ist ihm und der Haderdingsbums entgegen gekommen. Es ist aber deshalb nichts passiert, weil "der Herrgott an diesem Abend die Hand schützend" über ihn und die Haderdingsbums gehalten hat. Da muss er einen ziemlich schlechten Abend gehabt haben, der Herrgott. Wahrscheinlich zu viel Eierlikör. Also nicht weil er die zwei gerettet hat. Um Gottes Willen - das geht schon in Ordnung. Aber dass er überhaupt zugelassen hat, dass Seine Heiligkeit, der Bayerische Ministerpräsident in eine solch gefährliche Situation kommt, das verstehe ich nicht. Der Ministerpräsident hat dann nach der wundersamen Rettung der Haderdingsbums eine nicht mehr ganz nüchterne SMS geschrieben, irgendwas mit göttlicher Fügung und einer Mücke, woraufhin sie geantwortet hat: "Der liebe Gott braucht uns offenbar beide noch." Was man in der Zeitungsmeldung nicht lesen konnte, war der SMS-Dialog zwischen dem Herrgott und dem Heiligen Geist. Der hat dem Herrgott nämlich, gleich nachdem der seine schützende Hand ins Spiel gebracht hat, geschrieben: "Was machstn du da??? Warum???" Und dieser hat in seiner unermesslichen Güte und Weisheit geantwortet: "Als Ministerpräsident ist er zwar ein Komplettausfall, aber ich brauch ihn noch für die Zucht."

Hast Du eigentlich keine Angst, Tölpelchen, dass der Ritschie-Tölpel auch mal unseren Account knackt und dann hier unseren guten und integren Ruf ruiniert?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Keinesfalls. Erstens kann man uns gar nicht kopieren. Dafür sind wir zu brillant. Und sollte es trotzdem jemand schaffen, sich durch bewusstseinserweiternde Mittel auf unser Level zu bringen, würde er sich verraten, wenn er dauernd nur über seine Urlaube schreibt.

Ich war doch bis vor ein paar Tagen in Südfrankreich. Da gibts einiges zu berichten. Du kennst doch sicher diese schwarzen Anzeigetafeln über den französischen Autobahnen, auf denen Staus oder Baustellen angezeigt werden. Ich fahre also in der mir eigenen zügigen Fahrweise über eine solche Autobahn und auf einmal steht auf der Anzeigetafel mein Kennzeichen und daneben: "Trop vite." Incroyable, formidable! Stell Dir mal vor, wir hätten sowas über unseren Passauer Straßen. Das weißt Du aber schon, dass ich mich da sofort als Texter bewerben würde. Das wär genau mein Job. "FRG - XY 234 Heckspoiler sieht scheiße aus." Oder: "PA - O 2020 Keine Kippen aus dem Fenster werfen!" Auch gut: "PA - S 2000 Respice post te, hominem te esse memento!"


Weißt Du, was ich kürzlich mal wieder gemacht habe? Ich habe mir auf der Homepage der Stadt Passau unsere Stadträte angesehen. Ich mag dieses pauschale Geschimpfe auf Politiker ja eigentlich wirklich nicht, aber gut die Hälfte von denen sind praktisch politisch nicht existent. Da hörst und siehst Du nichts - und zwar gar nichts. Und ich kenne natürlich auch das Argument der Kritisierten, man müsse nicht immer nach außen wirken, sondern könne auch in den Sitzungen selbst wertvolle politische Arbeit leisten. Stimmt. Bloß gibt es dann immer noch zu viele im Stadtrat, die weder in der Öffentlichkeit auffallen, noch auch nur ansatzweise den Horizont haben, in den Ausschüssen durch effektive Mitarbeit zu glänzen. Hat nicht die PNP einmal vor Jahren die gar nicht so schlechte Idee gehabt, die Stadträte zu benoten? Warum gibts das nicht mehr? Natürlich ist das nicht ganz gerecht und außerdem nicht ganz einfach für die Redakteure. Aber diejenigen, die gar nichts tun, die sollte man schon ab und zu mal mit Namen benennen. Und wenn wir das hier machen, meinen wieder alle, wir machen nur Spaß.

Und dann gibts noch die, die dauernd in der Zeitung stehen. Ich meine jetzt gar nicht den Notfall-Histrioniker, sondern die Brücken-Fanatiker. Ich gebe zu, das ist nicht repräsentativ, aber jedesmal wenn ich durch die Innstadt fahre, habe ich freie, unbehinderte Fahrt. Kann es eigentlich sein, dass diese komische Brücke nur eine Spielwiese für die Profilschärfungsversuche der daniederliegenden CSU ist? Das mit dem Nahversorger in Schalding war eine Ente, über die man ohnehin noch einmal ausführlicher sprechen sollte, beim städtischen Haushalt, bzw. der Kritik daran, gelingt es auch kaum, Punkte zu machen und personell ist es ohnehin zappenduster. Bevor es aus der jetzigen Truppe einer schafft (ausgenommen Dr. Andi, aber der wär schön blöd), wird noch eher der Nichtraucher Oberbürgermeister. Also vorausgesetzt der Oberjürgen erschießt eine Schulklasse, vergewaltigt den Bischof und zündet das Rathaus an. Also dann vielleicht.

Ich bewerbe mich jetzt übrigens bei der Polizei. Als Wirtschaftsexperte. Weil für A 9 reichen meine Wirtschaftskenntnisse auch noch.

Schönes Wochenende!

Dein Tölpel (der zweitechteste nach Ritschie)

Mittwoch, 8. September 2010

Vom Bilderdieb zum Schilderdieb...

ist es oft nur ein kleiner Schritt.

Dienstag, 7. September 2010

Eine Durchsage der Gender Mainstreaming/Gleichmach-Abteilung von Wahlinfo-Passau

Achtung! Der heute in der PNP veröffentlichte IQ-Test-Auszug ist sexistisch, rassistisch, gewaltverherrlichend und diskriminiert im speziellen Minderintelligente. Desweiteren kann er minderintelligenten Mensa-Mitgliedern, die sich jahrelang auf solche Aufnahmetests vorbereitet haben, vorgaukeln, sie wären hochintelligent und dächten "schneller und komplexer", obwohl sie eigentlich ziemlich doof sind.

Hier der von der Gender Mainstreaming/Gleichmach-Abteilung von Wahlinfo-Passau korrigierte Test:

Kategorie Rechnen und Logik


Welche Zahl folgt als nächstes? Wenn mehrere Lösungen möglich erscheinen, sollte die mit der einfachsten Erklärung gewählt werden. (komplett korrigiert wegen Rassimus und Diskriminierung von an Dyskalkulie Erkrankten)

2 3 4 5 6 ?

2010 2011 2012 2013 ?

Ein Schaf Zwei Schafe Drei Schafe ?

Textaufgaben (teilweise korrigiert wegen Sexismus, Rassimus und Diskriminierung von Kleinwüchsigen)

 Zwei Maurerinnen (Aische und Sandy-Marlboro) mauern zwei Meter Mauer in zwei Stunden. Warum sind sie mindestens so schnell wie ihre männlichen Kollegen Eric-Lasse und Luca-Tarzan?
 Carlos ist kleiner als Alfred. Alfred ist größer als Bernd. Wer ist der größte? (Wegen dieser Frage wurde bereits Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet.)
 Welcher Tag war gestern, wenn übermorgen der vierte Tag nach Sonntag ist? (gestrichen, diskriminierend schwer)
 Welche Zahl minus 83 ist gleich Eindreisiebtel von 294? (gestrichen, diskriminierend schwer)
 Sabines Gehalt von 4000 Euro wurde erst um zehn Prozent gekürzt und dann um zehn Prozent erhöht. Findest Du auch, dass Sabines Gehalt um mindestens zwanzig Prozent erhöht werden müsste?

Kategorie Sprachverständnis


In dieser Kategorie geht es nur um die Inhalte, nicht um Äußerlichkeiten der Wörter wie Silben oder bestimmte Buchstaben: Was gehört nicht dazu? (einfach so korrigiert, ohne farbliche Veränderung)

 Pflaume, Aprikose, Penis, Kirsche
 Gefangener, Festgesetzter, Kalfaktor, Häftling, T.H.
 triftig, zwingend, prägnant, Ernst Fuchs, empirisch
 Madrid, Andi Möller, Mailand, München

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Die Auflösung lesen Sie in der morgigen Ausgabe der PNP

Grüße aus dem Land der Froschfresser

Le président (L'intelligence c'est moi)

Mittwoch, 1. September 2010

Ausgebleicht und abgenagelt

Lieber Tölpel!

Vorletzten Samstag stand ein lustiger 15-Zeiler im Landkreisteil der PNP. Für einen historischen Spielfilm des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller würden im Raum Tittling Nebendarsteller gesucht - und zwar "ganz normale Männer und Frauen jeden Alters". Tabu seien allerdings: "Extrem moderne Frisuren, gefärbte Haare, künstliche Fingernägel, Piercings und sichtbare Tattoos." Ein paar Tage später konnte man dann lesen, dass sich zum Casting 540 potentielle Statisten eingefunden hätten. Jetzt frage ich mich schon: Können die alle nicht lesen oder ist es wirklich vorstellbar, dass sich hunderte von Landkreisbewohnern ihre künstlichen Fingernägel und Piercings abmontiert, ihre Strähnchen herausgefärbt und ihre Tattoos überschminkt haben? Und gibt es wirklich soviel Friseure im Tittlinger Raum, die Frisuren hinbekommen, die nicht nach tschechischem Straßenstrich 2010 sondern nach 18. Jahrhundert aussehen? Ein Gutes hatte die Casting-Aktion natürlich für die Handvoll schlauer Mädels, die die Retroverschönerung für den Rosenmüller-Film nicht mitgemacht haben. Die werden jetzt mit ihren Plastikfingernägeln und ihren fransigen Frisuren einfach PAWO-Sommergirl. Auch nicht schlecht.

War das jetzt schon diskriminierend oder gar rassistisch? Vielleicht haben ja die Waidler sogar ein anderes Gen? Ein Strähnchen- und Nail-Art-Gen? Sind das jetzt schon krude, peinliche und dumme Thesen oder habe ich womöglich eine 999.999,9 ppm-DNA-Übereinstimmung mit Sarrazin? Dass der auch viel Käse erzählt, ist das eine. Dass die Alles-gleich-und-gerecht-Macher aber mindestens so spinnen, habe ich mir heute früh wieder mal bei der Lektüre eines Artikels über das anonymisierte Bewerbungsverfahren bei Unternehmen gedacht. Warum darf ich eigentlich, wenn ich Personal einstelle und dann auch bezahle, nicht selbst entscheiden, ob ich einen Mann oder eine Frau bevorzuge - selbst wenn sie gleich qualifiziert sind? Außerdem würde ich mich als Inhaberin eines Kleinunternehmens, die täglich mit ihren Mitarbeitern zusammenarbeitet - bei ausreichender Anzahl an qualifizierten Bewerberinnen - weder für die Erzkatholikin, die vorm Essen betet, noch für die Gepiercte mit French Nails und auch sicher nicht für die Kopftuchträgerin entscheiden - und zwar ganz einfach deshalb, weil ich mich lieber mit Leuten umgebe, mit denen ich vermutlich eher auf einer Wellenlänge bin. Und andere Arbeitgeber haben wieder andere Vorlieben. So funktioniert das soziale Wesen Mensch und so macht das auch jeder. Punkt.

Bleiben wir bei der Evolution. Dass es in Passau geschätzt 49.000 Einwohner gibt, die sich für Elite halten, ist kaum übertrieben und kennzeichnet wahrscheinlich ein Kleinstädtchen noch viel mehr als eine Großstadt. Am Amts- und Landgericht gibts nur Topjuristen, im Krankenhaus nur Spitzenärzte, an der Uni nur Koryphäen, jeder Stadtrat will hofiert und begrüßt werden, jeder Vereinsvizevorstand kriegt eine Bildunterschrift und die Auftragsakquisemaschinen für Selbständige Rotary, Lions und wie sie alle heißen oder selbst profilneurotische Selbstdarsteller und Selfmade-Charity-Nervensägen werden medial besprochen wie Mutter Theresa in Potenz. Jetzt durfte das zeitunglesende Intelligenzproletariat auch noch erfahren, dass es in Passau eine Mensa-Gruppe gibt. Um Mitglied bei diesem Hochbegabtenverein zu werden, braucht man einen IQ von mindestens 130. Die Passauer Mitglieder "bilden sich aber nichts darauf ein" und sind kein "kleiner elitärer Zirkel, sondern ein absolut lebenslustiger Kreis." Die Passauer Mensa-Chefin ist sogar durch die Mensa-Mitgliedschaft in ihrer Großmut "im Umgang mit anderen Leuten, die nicht so schnell sind, geduldiger geworden." Ein mir sehr nahe stehender Präsident, der natürlich allein wegen seiner krankhaften Eitelkeit und Geltungssucht schon vor Jahren Mitglied in diesem Verein wurde, berichtet mir allerdings topexklusiv, dass er im Umgang mit diesen Mensanern über die Jahre hinweg immer ungeduldiger geworden ist. Er glaubt sogar, dass es sich bei diesem Club um einen überdurchschnittlich unelitären Zirkel handelt, dessen einzige Daseinsberechtigung darin besteht, Menschen, die vorher keine Freunde hatten, zu Spieleabenden zusammen zu karren. Zumindest geht es in den tausenden von E-Mails, die er andauernd erhält, um nichts anderes als Spieleabende. Er wird auf jeden Fall demnächst wieder austreten und beim Karnickelzüchterverein eintreten. Das hat sicherlich mehr Sex.

Sag mal, Tölpel, hast Du nicht auch noch irgendwelche Bekannten mit vielen Schulden und vielen Kindern? Da gibts einen Wohltäter, der zahlt denen gerne mal ein paar Flugtickets, solange er und seine Spenderkumpels nur groß in der Zeitung aufscheinen.

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Mal überlegen... Vielleicht den weltberühmten Passauer Erfinder des Perpetuum Mobiles? Aber ich glaube, der will gar nicht mehr ausgeflogen werden. Dem gefällts in Kalifornien viel besser.

Der gefühlt seit 10 Jahren als Nachwuchsjournalist bezeichnetet Maximilian Popp hat einen Bild-, pardon,
Spiegel-Artikel über den Passauer Bilderdieb geschrieben. Er berichtet darin über einen Auftritt Frankenbergers im Lokal Stadtbeisl. So soll dieser das Lokal betreten haben, woraufhin es still wurde und die Männer ihre Bierkrüge abgesetzt und gerufen hätten: "Frankenberger, du Schwein, dich bringen wir um!" So steht es im Spiegel-Artikel, nebst ein paar anderen schräg formulierten Beschimpfungen, wohlgemerkt in Anführungszeichen, also als wörtliches Zitat gekennzeichnet. Ich kann das nicht glauben. Also ich glaube selbstverständlich, dass der Volksentscheid-Initiator bedroht und beschimpft wird, allerdings nicht in solchen Kneipen mit solchen Worten. "Frankenberger, du Schwein, dich bringen wir um!" Das wäre ja ein grammatikalisch einigermaßen korrekter Satz - unwahrscheinlich für Gäste dieses Etablissements. Außerdem sagt doch bei uns keiner: "Du Schwein". Höchstens vielleicht: "Du Sau" oder "Du Drecksau". Aber niemals: "Du Schwein". Also wenn man schon derartig bedroht werden will, dann sollte man auch korrekt zitieren. Ansonsten wird es peinlich und unglaubwürdig.

Ansonsten gab es noch eine Bombendrohung für den Domplatz, ein paar unerträgliche Frömmelartikel über Votivtafeln und Wallfahrer und einen Besuch der Passauer Goldhaubenfrauen beim Tattoo-Liebhaber und Maschmeyer-Spezi in Berlin. Im Tierheim ist kein Plätzchen mehr frei, dafür gibts im Waisenhaus fast keine Waisen mehr. Die akademische Nachwuchselite feiert Partys, die Anwohner wollen lieber schlafen und finden nach geäußerter Kritik am nächtlichen Lärm eine tote Taube vor der Tür. Stop! Das muss noch kommentiert werden. Jetzt haben wir in Passau angeblich auf einmal die allermeisten Polizisten überhaupt, aber die haben scheinbar trotzdem keine Zeit, sich um krakeelende und vandalierende Jugendliche zu kümmern. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass man gegen den Party-Lärm und gegen Straßenvandalismus gar nichts machen kann. Oder haben wir doch zu wenig Polizisten? Ich bitte um Aufklärung.

Leider muss ich jetzt schließen. Ich muss mir nämlich dringend zum 20. Mal das Video über das Sommergirl-Shooting anschauen. Da hole ich mir nämlich immer so gut... Inspirationen.

Tschaui

Dein Tölpel

Dienstag, 31. August 2010

Kolumne...

... gibts morgen.

Einstweilen empfehlen wir zum Zeitvertreib schmutzige Bilder.

Samstag, 28. August 2010

Update: Sebastian Frankenbergers Amazon-Wunschzettel

Wie mediendenk.com berichtet, hat der Exhibitionist Sebastian Frankenberger auf amazon.de einen Wunschzettel veröffentlicht, um die Welt weiterhin an seinem Leben teilhaben zu lassen.

Neben der pornografischen Kurzgeschichtensammlung "Anekdoten aus dem Vatikan" finden sich auf der Wunschliste überwiegend Werke, die zum einen Einblick in die Gefühlswelt Frankenbergers liefern (Reiseführer in die Ostzone) und zum anderen die Auswanderungsabsicht des Notfallministranten erkennen lassen.

Hier das letzte Update des Frankenberger-Wunschzettels:

Mittwoch, 18. August 2010

Schief gelaufen

Liebe Rechtsanwälte,

das kann man jetzt wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände nennen. Da faxt Ihr mir letzten Oktober diesen wirklich gelungenen satirisch-juristischen Schriftsatz und dann wohne ich da gar nicht mehr und das Faxgerät wird fast ein Jahr lang nicht mit Papier gefüttert - bis heute. Und dann kommt auf einmal, mit fast einjähriger Verspätung Euer lustiges Schreiben aus den unendlichen Weiten des Telefonnetzes.

Was machen wir da jetzt? Zeit heilt alle Wunden? Samma wieder gut? Oder wollt Ihr Euch wirklich immer noch mit dem Präsidenten anlegen?

In gespannter Erwartung

Ebendieser

Dienstag, 17. August 2010

Weil sich alle über Street View aufregen...

Das Wahlinfo-Passau-Sommer-Quiz:

Wieviele Passauer Stadträte haben einen Pool?

Erlaubte Hilfsmittel:

http://www.bing.com/maps/ (Viel besser als Google Maps) und

http://passau.de/Stadt,Buerger-Politik/Politik/Stadtrat.aspx