Freitag, 6. Mai 2022

Aktuelle Kolumne aus dem Bürgerblick Mai 2022

Tu Gutes und rede darüber

Ich verrate es Ihnen, lieber Leser, gleich zu Beginn: Ich würde die folgenden Zeilen nicht lesen. So schlimm wie dieses Mal war es nämlich überhaupt noch nie. In den über zehn Jahren, in denen ich jetzt für dieses Sprachrohr des Qualitätsjournalismus publizieren durfte, bin ich noch nie drei Stunden vor einem weißen Bildschirm gesessen, ohne irgendeine Ahnung zu haben, was ich schreiben soll. Normalerweise reicht es, die PNP aufzuschlagen oder an Scheuer, Mangold oder Bischof Oster zu denken und dann schreibt sich die Kolumne quasi von allein. Aber diesmal – Fehlanzeige. Scheuer und Mangold sind mehr oder weniger untergetaucht, der Bischof hat für das bisschen Nachwuchs, das noch da ist, Häuser am Domplatz luxussaniert und in der PNP gibt es nur noch gute Nachrichten über gute Menschen.

Ob ich das PNP-Porträt („Nichts ist interessanter als Menschen und ihre Lebensgeschichten“) oder das „Passauer Gespräch“ lese – es ist unglaublich, wie viele Mega-Performer es in unserem kleinen Städtchen gibt, die pausenlos Gutes tun. Die Caritas hat zum Beispiel eine neue Direktorin. Und jedes Mal, wenn die Caritas einen neuen Chef hat, wird darüber natürlich in der PNP berichtet. Das ist ziemlich oft. Man muss nämlich wissen, dass es ohne die Caritas keine Kindergärten und Altenheime gäbe, keine Armenspeisung – gar nichts! Der Staat hätte ja dafür überhaupt kein Geld. Bei der Caritas kommt das Geld nämlich direkt vom lieben Gott oder vom Bischof und vielleicht noch von ein paar alten Mütterchen, die die Hälfte ihrer 500 Euro Rente der Caritas spenden.

Deshalb können natürlich nur die Besten der Besten Caritaschef werden und jedes Mal, wenn man einen noch Besseren findet, bekommt die Passauer Caritas wieder einen neuen Chef. Das passiert so ungefähr einmal im Jahr und gewährleistet diese unglaubliche Top-Qualität im Management. Das muss aber auch so sein, weil sonst müssten die kleinen Kinder den Tag vorm Fernseher verbringen, die Menschen würden auf der Straße verhungern und Altenheime müssten geschlossen werden – unvorstellbar eigentlich.

Weil aber das Geld vom lieben Gott und vom Bischof (goldene Wasserhähne für St. Max, Designer-Lampen für die Home Base) erstaunlicherweise doch endlich ist, musste die Passauer Tafel jetzt einen Aufnahmestopp verhängen. Zitat aus der PNP: „Wolle die Tafel mehr Leute aufnehmen, müsse es mehr Spenden geben.“ Das kann doch nicht die Wahrheit sein. Was glauben eigentlich diese Rentnerinnen? Dass sie nur, weil sie jeden Tag in die Kirche gehen und ein paar Euro in Opferstock und Klingelbeutel werfen, automatisch in den Himmel kommen? Dann sollen sie halt drei Viertel ihrer Rente spenden. Es kann nicht immer alles der Bischof richten. Jüngerschaftsschule, Neuevangelisierung und Ministrantenfreizeiten – das kostet alles Geld. Noch ein kleiner Tipp für Hungrige: Im „LaCantina“ der Home Base kostet der Extra-Garnelenspieß zum Süßkartoffelcurry nur 3 Euro 90.

Die neue Caritas-Direktorin, deren Namen man sich nicht merken muss, weil sie – wie bereits erklärt – ohnehin bald wieder durch jemand noch Besseren ersetzt wird, hat übrigens im PNP-Porträt gesagt, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis ihr „die Trägerstrukturen hier vollends geläufig sind.“ Da geht es ihr nicht anders als jedem einzelnen Steuer- und Sozialversicherungszahler. Der fragt sich nämlich auch, wo das viele Geld herkommt und wo es hingeht. Vielleicht sollte ihr zum Einstieg einmal jemand erklären, wer für die Passauer Tafel zuständig ist. Sie hat nämlich noch etwas Interessantes gesagt: „Nur leisten wir Dienst am Menschen, wir können nicht sagen, wir stoppen die Produktion.“ So hat sie es ja auch nicht gesagt, ihre Kollegin, die Tafelleiterin. Sie hat nur gesagt: Wir stoppen die Aufnahme. Und außerdem: Das Geld für die Armen ist ja nicht weg, es hat halt nur ein anderer.

 

  

Samstag, 16. April 2022

Sonntag, 3. April 2022

Aktuelle Kolumne aus dem Bürgerblick April 2022

Fanal um Rosi 

„Ich bin ungern zweite Siegerin.“ Wer hat‘s gesagt? Na? Keine Ahnung? Dann helfe ich. Rosemarie Weber war’s. Und zwar nicht – wie man jetzt spontan meinen könnte – bei der jüngsten Kreisvorstandswahl der Passauer CSU, sondern bereits Ende 2013, als sie von ihren Parteifreunden, in Ermangelung eines sonstigen Freiwilligen, als OB-Kandidatin aus dem Hut gezaubert wurde. Das Ergebnis ist bekannt. Rosemarie Wer, wie sie damals vom Verfasser dieser Zeilen getauft wurde und diese Bezeichnung als selbstironisch-gedachten Wahlkampfgag tatsächlich selbst verwendete, wurde bei der Oberbürgermeisterwahl 2014 dann leider doch nur zweite Siegerin. Um der Chronistenpflicht zu genügen, sei erwähnt, dass ihr zweiter Platz nicht nur das historisch schlechteste Ergebnis der CSU bei einer Passauer OB-Wahl war, sondern das Zanklsche Ergebnis von 2008 prozentual mehr als halbierte.

Das muss man erst einmal schaffen. Für eine Halbierung des 2020er Ergebnisses müsste der CSU-Kandidat 2026 ins Einstellige rutschen. Aber seien wir uns ehrlich: Wenn das einer drauf hat, dann der Dickl. Aber zurück zu Rosemarie Wer, bzw. Rosemarie Weber, weil kennen tut man sie ja mittlerweile doch. Schließlich hat sie sich nicht nur mit dem Halbieren von Wahlergebnissen, sondern auch mit dem Schrumpfen der Europäischen Wochen einen Namen gemacht. Immerhin schafft sie es nach außen relativ gut, nicht so ganz direkt mit der sie protegierenden Mobbingtruppe Waschler, Scheuer, Dickl & Co in Verbindung gebracht zu werden und außerdem: Wer bitte soll es denn (wieder einmal) sonst machen?

Also dann: Ein „Neustart“ (W. Lampelsdorfer, PNP) mit Rosemarie Weber, „einer Anwältin für Familienrecht. Vielleicht hilft ihr ja die Berufserfahrung, den Teufelskreis aus persönlichen Abrechnungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen zu durchbrechen.“ (W. Lampelsdorfer) Bestimmt! Dass Scheidungsanwältinnen auf Harmonie, Ausgleich und Versöhnung drängen, ist ja geradezu sprichwörtlich bekannt. Armin Dickl hat ihr jedenfalls auf seiner Facebook-Seite im Rahmen seiner Möglichkeiten gratuliert: „Herzlichen Glückwunsch an unsere Kollegin Rosemarie Weber! Ein starkes Zeichen dass unsere Mitglieder gestern Abend im Rosencafe gesetzt haben.“ (Zitat unkorrigiert im Original)

Zunächst sind sie alle auf jeden Fall einmal glücklich, dass sie diesen Störenfried los sind. Der große Intrigator Waschler, Vater des politischen Niedergangs der Passauer CSU, Half-Billion-Euro-Damage-Man Scheuer, dessen politisch-berufliche Zukunft noch nebulöser sein wird als sein politischer Werdegang und Appeasement-Bürgermeister Dickl, der wahrscheinlich (als Einziger) immer noch glaubt, irgendwann einmal Oberbürgermeister zu werden. Jetzt müssen sie alle nur noch gesund und munter bleiben, die Neustarter und Hoffnungsträger im Passauer Stadtrat. Nicht dass unversehens auf einmal wieder einer putzmunter von hinten reingrätscht – in diese wunderbare Harmonie und Aufbruchsstimmung.

Die anstehende Nominierung für die Landtagswahl wird übrigens, meint zumindest Lampelsdorfer, Rosemarie Webers erste Bewährungsprobe. Das verstehe, wer will. Worin besteht denn die Bewährungsprobe? Doch noch irgendwo einen Kandidaten herbeizuzaubern, der nicht Waschler heißt? Oder den Leuten zu erklären, dass es den leider nicht gibt, weil er seit vielen Jahren nicht nur nicht gesucht, sondern vehement verhindert wurde. Oder besteht die Bewährungsprobe darin, den Leuten zu erklären, dass der amtierende Abgeordnete ohnehin erste Wahl ist? Und das vielleicht – bitte nicht lachen – wieder als Neustart zu verkaufen. Drollige Idee eigentlich. Aber ich habe noch eine bessere. Der Kreisverband könnte sich geschlossen dafür aussprechen, dass Andi Scheuer im Bundestag bleiben muss. Als Neustart quasi nach dem kleinen Missgeschick mit der halben Milliarde Steuergeld. Jetzt geht’s wieder bergauf mit der Passauer CSU. Ich habe da ein gutes Gefühl.





Sonntag, 6. März 2022

Sie sind mitten unter uns

 




Sollten Ihnen am Passauer Domplatz junge Menschen begegnen, die Sie höflich-herzlich fragen, ob sie für Sie beten dürften, geben Sie ihnen bitte folgende Telefonnummer: 0851 3934550. Danke.



Freitag, 21. Januar 2022

Jetzt sind wir mal gespannt,

wie sich die beiden Advocati Dei, Seewald und Rammer, die Geschichte wieder hinbiegen und ob sie ihre Heiligsprechung in der PNP weiter fortsetzen.

Seewald: "Der Bericht wird bestätigen, was man in dem vieldiskutierten Fall eines schuldig gewordenen Priesters auch jetzt schon wissen kann: Ratzinger hat als Bischof von München weder von der Vorgeschichte dieses Priesters gewusst, noch war er je daran beteiligt, dass der Mann wieder in der Seelsorge eingesetzt wurde. (...) Dass es hier ein Gesamtversagen gibt, und dazu gehört auch die mangelnde Achtsamkeit von Bischöfen, wird Ratzinger kaum bestreiten. Wenn es jemanden gab, der den Missbrauch in der Kirche eben nicht verschwieg, dann war er es. (...) Das Kalkül ist: egal, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht – irgendwas wird schon hängenbleiben."

Manche sehen das anders.

Matthias Katsch, Betroffenensprecher: Der Sprecher des Eckigen Tisches, Matthias Katsch, nennt das Gutachten eine "historische Erschütterung" der Kirche. Der Eckige Tisch vertritt die Interessen von Betroffenen sexueller Gewalt in der Katholischen Kirche. "Dieses Lügengebäude, was zum Schutz von Kardinal Ratzinger, von Papst Benedikt, errichtet wurde hier in München, das ist heute krachend zusammengefallen", sagte er. Es sei nun klar, dass Joseph Ratzinger als Erzbischof von München und Freising mitverantwortlich sei.

Thomas Schüller, Kirchenrechtler: 
Als historische Zäsur bewertet der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller das Münchner Missbrauchsgutachten. Er sieht die Reputation des emeritierten Papstes Benedikt XVI. durch die Ergebnisse des Gutachtens dauerhaft beschädigt. "Das ist sein persönliches Waterloo", sagte Schüller. "Joseph Ratzinger hat die letzte Chance vertan, reinen Tisch zu machen. Er wird der Unwahrheit überführt und demaskiert sich damit selbst als aktiver Vertuscher. Er fügt der katholischen Kirche und dem Papstamt damit einen irreparablen Schaden zu."

Dass Ratzingers Ruf "ramponiert" sei, wie Rammer heute schreibt, ist auf jeden Fall eine, nicht nur allen Opfern gegenüber, unsägliche Formulierung, aber klassischer Rammer-Stil. Was muss denn noch alles herauskommen, dass der Ruf mehr als ramponiert ist? Nein, Herr Rammer, ich will es mir gar nicht vorstellen.

Samstag, 1. Januar 2022

Der Exorzist, Teil 2

Teil 1 lesen Sie unter diesem Beitrag.

31. Dezember 2021, 23 Uhr 20. Als der Passauer Oberbürgermeister durch die Carlonegasse den Domplatz erreicht, stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Im nordwestlichen Teil des Platzes befinden sich gut 100 Demonstranten mit Kerzen und Transparenten und skandieren schwer Verständliches. Bundespolizisten riegeln von allen Seiten den Zugang zur Mitte des Platzes ab.

Bundespolizist: Sie können hier nicht durch.

OB: Ich kann hier ganz bestimmt durch. Ich bin der Oberbürgermeister der Stadt Passau.

Bundespolizist: Gehens bitte heim und behinderns nicht unsere Arbeit. Der Herr Oberbürgermeister ist nämlich schon da.

OB: Das kann schlecht sein, weil der Oberbürgermeister bin ich.

Bundespolizist: Weisen Sie sich amal aus.

OB (murmelnd): Ich glaubs nicht, dass mich ein Franke nicht auf meinen Domplatz lässt. (Grantig:) Da bitte, mein Ausweis.

Bundespolizist: Dupper? Ja und? Da steht nichts von Oberbürgermeister.

OB: Was steht denn bei Ihnen im Ausweis? Komiker?

Bundespolizist: So, jetzt glangts. Ich erteile Ihnen hiermit einen Platzverweis.

Dickl (herbei eilend): Lassts ihn durch, lassts ihn durch. Der gehört zu mir.

OB: Was ghör i?

Dickl: Äh, entschuldige, Jürgen. (Zu den Polizisten gewandt:) Lassens ihn bitte durch. Das ist der Herr Oberbürgermeister.

Bundespolizist: Was? Ich dacht, des sind Sie?

OB (drohend): Hast Du denen gesagt, Du bist der Oberbürgermeister?

Dickl: Nein, bestimmt nicht. Das haben die höchstens falsch verstanden.

Bundespolizist: Freilich hat er das gsagt. Er hat gsagt, er ist hier der Chef und hat die Allgemeinverfügung über die öffentlichen Versammlungen erlassen. (Flüstert zum Kollegen:) Und deshalb stehen wir mitten in der Silvesternacht irgendwo am Arsch der Welt rum und halten a paar durchgeknallte Niederbayern in Schach.

OB: Das hab ich gehört.

Bundespolizist: Ist doch wahr. Die Freaks feiern Silvester mit am Exorzismus, die komischen Spaziergänger meinen, der Feuerwehrchef will sie zwangsimpfen, der wiederum verdrischt die Leut, a jeder will Bürgermeister sein und jetzt müss ma dann wahrscheinlich wieder a paar Klimawinsler vom Baum runter holen. Die ticken doch alle ned sauber hier.

Polizistenkollege (flüstert): Dupper. Ich hab ihn googelt. Des is der Oberbürgermeister.

Bundespolizist: Gehens durch. Und machens nicht noch mehr Ärger.

OB: Pass auf, Bürgermeister Dickl. Über Deine Amtsanmaßung red ma später. Aber was war des mit der Zwangsimpfung und dem Dittlmann?

Dickl: Alles nur Missverständnisse, Jürgen. Aber des soll Dir der Dittlmann erklären. Den Andern hab ich schon allen Bescheid gesagt.

OB: Welchen Anderen?

Dickl: Bürgermeister, Abgeordnete, Presse.

OB (atmet tief): Super, Achim, vielen Dank.

Dickl: Armin. Armin, Jürgen.

OB: Is scho recht. Geh ma.

OB und Dickl gehen über den Platz Richtung Home Base.

Demonstrantenchor: Ihr kennt nur die Impfquoten, wir kennen die Impftoten. 

Dittlmann (mit einer Kübelspritze in der Hand zu den Demonstranten): Ich booster Euch weg, Ihr Hirntoten. 

Passauer Polizist: Jetzt hör halt auf, Andreas. Des eskaliert doch immer mehr.

Demonstrantenchor: Dupptatur, Dupptatur.

OB: Was schreien die?

Dickl: Ich glaub: Dupper vor.

Dittlmann: I glaub ned.

OB: Herr Dittlmann, von Ihnen hört man ja schöne Sachen. Ich hab zwar die Räuberpistole vom Dickl nicht ganz verstanden, aber Sie können sicher zur Erhellung beitragen. 

Dittlmann: Schönen guten Abend. Des glaubt uns sowieso keiner.

Demonstrantenchor: Wer hat uns verraten? Freie Demokraten!

Dittlmann (zu den Demonstranten): Jetzt fallt gleich wieder der Watschenbaum um.

OB: Freie Demokraten? Wen meinen denn die?

Dittlmann: Stimmt eigentlich.

OB: Also, was ist passiert?

Dittlmann: Angefangen hat angeblich alles mit unkeuschen Gedanken. Da in dieser, äh, Betschule sind ja Burschen und Mädel miteinander internie..., äh, untergebracht. Und dann ist das bei zwei von denen vor kurzem mit diesen unkeuschen Gedanken losgegangen.

OB: Herr Dittlmann, haben Sie zum Saufen angefangen? Sie fabulieren.

Dittlmann: Einfach zuhören, bitte! Dann hat ihnen wohl ihr – die einen nennen ihn Meister, die anderen Stimme des Herrn oder einfach der große O – also ihr Obermufti erzählt, dass er als ganz junger Jünger auch manchmal unkeusche Gedanken gehabt hat. Und wenn die mit Rosenkranzbeten nicht weggegangen sind, hat er es mit Selbstgeißelung probiert und wenn das auch nichts geholfen hat, dann halt mit Exorzismus.

OB: Kommens bitte, bitte auf den Punkt.

Dittlmann: Na ja, das wolltens halt dann ausprobieren und weil sie es sich beim Auspeitschen und Teufelaustreiben ein bisserl kuschelig machen wollten, haben sie überall Kerzen aufgestellt und dann hat halt der Vorhang angefangen zu brennen. Und statt einen Eimer Wasser zu nehmen, habens dann die Feuerwehr angerufen.

OB: Und dann sind Sie gekommen.

Dittlmann: Genau. Ich war ziemlich schnell da. Da sind da drüben (deutet verächtlich zu den Demonstranten) schon a paar Narrische mit Transparenten gestanden und da drin (deutet aufs Haus) hats a bissel brennt. Ich hab gleich gesehen, dass des nicht so wild ist. Und dann bin ich mit der Kübelspritze rein, hab den Brand gelöscht und mir noch die Geschichte vom großen O und dem Exorzismus angehört. 

Dickl: Warum denn mit der Kübelspritze, Andreas?

Dittlmann: Mei, Wasserpistole hab ich keine dabei gehabt.

OB: Jetzt weiß ich immer noch nicht, warum sie dann anschließend Leute verdroschen haben.

Dittlmann: Nix verdroschen. Mir ist halt die Hand ausgerutscht.

Dickl: Du hast aber große Hände, Andreas.

OB: Warum, Dittlmann, warum?

Dittlmann: Ich bin also mit der Kübelspritze wieder rausgekommen und hab festgestellt, dass die Demonstranten vorgerückt waren. Ein paar von denen haben sich relativ weit meinem Auto genähert. Das mag ich nicht so gern. Dann hab ich mich mit der Kübelspritze hingestellt und geschrien: Brauchts Ihr eine Abkühlung? Tja, und dann ist es eskaliert.

Dickl: Super, Andreas. Hast sie weggespritzt?

Dittlmann: Ganz anders. Einer hat geschrien "Da ist Impfstoff drin!" und dann wollten mir zwei die Kübelspritze entreißen.

OB: Lassens mich raten. Das mögen Sie nicht so gern, wenn Ihnen jemand Ihr Feuerwehrspielzeug wegnimmt?

Dittlmann: Nein, gar nicht. Ich hab die dann weggeschubst.

Passauer Polizist: Weggeschubst... Weggeschubst ist gut, Andreas. Der eine hat an Jochbeinbruch und der andere einen Nasenbeinbruch.

Scheuer (von schräg hinten herantretend): Geile Geschichte. Hi Folks. Damit kommst Du auch einmal ins Fernsehen, Stadtbranddings.

Dickl: Servus Andi. Super, dass Du da bist.

OB: Was soll jetzt genau daran super sein? Für was brauchen wir jetzt akut einen Berliner Hinterbänkler?

Scheuer: Mei, Herr Oberbürgermeister. Dass ich besser ausschau als Sie, ist nicht unser einziger Unterschied. Sie kommen nie aus Ihrem Provinzkaff raus und mir liegt die Welt zu Füßen.

Dickl: Jetzt hörts zum Streiten auf. Du bitte auch, Andi. Weißt, als Bürgermeister muss man nämlich auch Moderator sein. 

Flisek: Servus beinand. Genau Armin, sehr gut. Immer staatsmännisch bleiben. Oder Jürgen?

OB: Absolut Achim. Du trägst eine Riesen-Verantwortung! 

Dickl: Armin.

OB: Genau, Armin. Als Bürgermeister ist man ja eine Respektsperson.

Dickl (euphorisch): Genau! Wahnsinn, Andi, oder? Früher warst Du Minister und ich nur Stadtrat, na ja, auch immerhin schon Fraktionsvorsitzender. Und jetzt bin ich Bürgermeister und Du bist bloß noch...

Scheuer: Was bin ich? Ha, Armin?

Dickl: Nein, ich wollts anders sagen. Entschuldige Andi. Du hast ja immer gewusst, dass aus mir was wird. Und jetzt samma – irgendwie – auf Augenhöhe, oder Andi?

Scheuer: Aha, na dann. Auf Augenhöhe – ganz bestimmt, Armin.

Flisek: Apropos Augenhöhe, Armin. Der Rother kommt.

Rother: Griaß Eich. Des war jetzt komisch bei den Bundespolizisten. Ich hab gsagt, lassens mich bitte durch, ich bin der... Und dann hat der Bundespolizist gesagt: Ich weiß schon, wer Sie sind, Herr Oberbürgermeister.

OB: Komisch, ja.

Rother: Die Erika kommt übrigens auch gleich.

Träger: Huhu. Des war jetzt komisch bei den Bundespolizisten. Ich hab gsagt, lassens mich bitte durch, ich bin die... Da hat der Polizist gesagt: Lassen Sie mich raten, Sie sind auch Bürgermeister. Und dann hat er mich traurig angeschaut und gesagt: Gehens einfach durch, Frau Bürgermeister. Krass oder? Dass mich die Bamberger kennen... Warum sagt mir eigentlich wieder keiner, dass am Domplatz a Party ist? Habts Ihr schon was zum Anstoßen?

Dittlmann: Die Party ist vorbei, Erika. Hätt Dir gefallen – was mit Peitschen und Exorzismus.

Träger: Depp. Dein Freund Putzke kommt übrigens auch gleich, Armin. 

Dickl: Du weißt genau, dass der Putzke nicht mein Freund ist, Erika. Außerdem hat der hier nichts verloren. Ich erteil ihm sofort einen Platzverweis.

Putzke: Einen wunderschönen guten Abend, verehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Bürgermeister...*...innen. Haben Sie es gehört? Ich hab das Gendersternchen gesprochen – war aber nur Spaß. 

Dickl: Sie haben nicht das Recht, hier spazieren zu gehen, Herr Professor Putzke. Verlassen Sie sofort meinen, äh, unseren Domplatz. Spazierengehen ist verboten – auch für Sie.

Putzke: Mensch Armin, ich geh doch gar nicht spazieren – ich walke. Außerdem war das gerade lustig bei den Bundespolizisten. Ich hab gefragt, ob ich mal durch kann und dann meinten die, selbstverständlich Herr Bürgermeister. Die scheinen mich zu verwechseln.

OB: Fragt sich nur mit wem.

Putzke: Ich habe ihm dann erklärt, dass ich Professor bin, wie ich meinen letzten Strafprozess gewonnen habe, was ein Kreisvorsitzender für Aufgaben hat, dass ich Triathlon mache und habe ihm meine Facebook-Seite mit den vielen Fotos von mir gezeigt. Daraufhin hat er zu schluchzen angefangen und mich angebettelt, einfach still zu sein und durchzugehen. Er würde mich auch gerne mit Herr Oberbürgermeister ansprechen, wenn ich nur wegginge. Versteht Ihr das? Ist das irgendwie ein Running Gag, den ich nicht kapiere?

Dickl: Das muss an Dir, äh, an Ihnen liegen, Herr Putzke. Ich erteile Ihnen hiermit einen Platzverweis.

Putzke: Ach Armin, mach Dich nicht lächerlich, ich kann Dir mal einen 400-seitigen Aufsatz von mir über die Zulässigkeit von Platzverweisen schicken. Aber lassen wir es doch gut sein und begraben das Kriegsbeil im neuen Jahr. Außerdem kann ich als Strafverteidiger überall hin und womöglich braucht der Herr Stadtbrandrat einen Strafverteidiger. Um Gottes Willen, diese Hände. Furchterregend! Da ist nichts mehr mit Körperverletzung. Da sind wir schon beim versuchten Totschlag.

Dittlmann: Nehmen Sie die Advocard?

Putzke: Äh, eher nicht, nein.

Dickl: Hörts Ihr des? Sehts Ihr des? Raketen, Böller.

Rother: Haben wir des ned verboten?

OB (zuckt mit den Schultern): Ich hab den Überblick verloren.

Dittlmann: Also dann. Ich fahr heim, bis die nächsten Irren was anzünden. Wünsche ein gutes Neues Jahr. Abschlussfrage: Wer weiß denn eigentlich, wer der große O ist, der uns das alles eingebrockt hat.

Flisek: Keine Ahnung. Ich frag nächste Woche den Sturm. Der hat einen Eintrag in seinem Handy: Großer O.

OB: Des machst. Gut Nacht alle miteinander! Und Du Achim, bleibst da und bist für den Rest der Nacht für alles hier verantwortlich.

Dickl: Echt Jürgen? Danke, Jürgen! Ich werd Euch nie enttäuschen!

Rother (flüstert): Warum der?

OB: Geh heim. Was kann denn hier noch schlimmer werden?




Freitag, 31. Dezember 2021

Der Exorzist, Teil 1

31. Dezember 2021, 22 Uhr 35. Der Passauer Oberbürgermeister sitzt entspannt in seinem Oberbürgermeister-Sessel, liest "Warum ich so klug bin" von Friedrich Nietzsche und hört dabei den Triumphmarsch von Verdi, als das Telefon klingelt.

Telefon: Ring, ring.

Dem OB seine Frau: Telefon.

OB (auf die Uhr blickend): Früh heute. Lass' läuten. Irgendwann hab ich auch mal Urlaub.

Telefon: Ring, ring.

Dem OB seine Frau: Ich geh hin.

OB: Wenns der Dittlmann, der Söder, der Putin oder der Dalai Lama sind, bin ich nicht da.

Dem OB seine Frau: Dupper.

Stimme: Grüß Gott, Frau Dupper, entschuldigens die Störung, hier spricht Bürgermeister Dickl. Könnte ich bitte in einer sehr dringenden Angelegenheit den Herrn Oberbürgermeister sprechen?

Dem OB seine Frau: Moment bitte. Jürgen! (kichernd) Der Herr Bürgermeister.

OB: Der Rother? Was will denn der?

Dem OB seine Frau: Nicht der Rother.

OB: Nein bitte, nicht die Erika.

Dem OB seine Frau: Der HERR Bürgermeister Dickl.

OB: Geh weider, jetzt ruaft mi da Bürgermeister-Lehrbua a scho im Urlaub um die Uhrzeit o. Gib her. Dupper, hallo.

Dickl: Bürgermeister Dickl. Servus Jürgen, tut mir wirklich leid die Störung. Aber es ist wichtig.

OB: Des hoff ich dringend für Dich, Achim, dass des wichtig ist.

Dickl: Armin.

OB: Wos?

Dickl: Armin, ich heiß Armin.

OB: Sag ich doch. Also, was gibts?

Dickl: Den Dittlmann habens verhaftet.

OB (lacht laut auf): Hat er an Brand glegt, weil nix passiert is? Oder wen überfahren? Oder oan daschlagen? 

Dickl: Eher letzteres. Aber nur fast. Also eher: geschlagen.

OB (laut): Pass auf, Bürgermeister Dickl und hör genau zua. (Sehr laut:) Ich bin weder ein Freund oder Verwandter vom Dittlmann noch sein Anwalt oder was weiß ich was. Und wenn der Dittlmann in der Todeszelle sitzt, geht mich das auch nichts an.

Dickl: Todeszelle? Gibts bei uns Todeszellen? Ned oder?

OB: Na, nur Gummizellen. Aber zu wenig. Mia san fertig, oder? Schönen Abend, servus.

Dickl: Moment, Moment. Der Dittlmann hat gemeint, Du musst Dir das unbedingt anschauen, was in unserer, äh, Deiner Stadt los ist. Und ich find das auch.

OB: Was ist denn los?

Dickl: Spaziergänger, alles voller Spaziergänger.

OB: Und weiter?

Dickl: Also solche Spaziergänger. Die bösen.

OB: Des Impfgegner-Gschwerl? Unglaublich. Hätt ich nie gedacht, dass der Dittlmann bei sowas mit macht. Alle einsperren, völlig richtig.

Dickl: Im Gegenteil! Der Dittlmann hat zwei von denen eine gschmiert.

OB: Oane gschmiert? Und deswegen habens ihn gleich verhaftet?

Dickl: Na ja, erstens ned so richtig verhaftet, sondern eher erkennungsdienstlich behandelt und zweitens möcht ich vom Dittlmann keine gschmiert kriegen. Die zwei Spaziergänger brauchen jedenfalls an Arzt.

OB: So is' recht. Aber... Was ganz was anderes... Warum verdrischt der Dittlmann neuerdings die Depperten? Also nicht, dass es mich stören tät...

Dickl: Sie haben ihn beim Löschen gestört.

OB: Beim Löschen? Wo brennts denn leicht schon wieder?

Dickl: Am Domplatz.

OB (laut): Um Gottes Willen! Am Domplatz brennts und Du Vollde..., Vollprofi erzählst mir fünf Minuten was vom Dittlmann.

Dickl: Hat gebrannt, nicht schlimm, eher ein Brändchen.

OB: Habens in der Bet-WG wieder mit heißem Wachs rumgespielt?

Dickl: Bet-WG? Ah so, nein. Gegenüber. Bei dene Apostel vom Bischof. 

OB: In der komischen Home Base?

Dickl: Keine Ahnung, wie das heißt. Ich kann kein Latein.

OB: Warum hats denn da brennt?

Dickl: Die haben da so einen Workshop ghabt: Exodus und Flegeleien oder so ähnlich und da ist einer beim Auspeitschen über die Kerzen gefallen. Und dann hat sein Büßerhemd aus Ziegenhaar Feuer gefangen. Kurz drauf hat dann der Vorhang brennt.

OB: Exodus, Auspeitschen, Büßerhemd? Spinnst Du, Achim?

Dickl: Armin. Armin, Jürgen.

OB: Wos?

Dickl: I hoaß Armin.

OB: Sag ich doch.

Dickl: Also noch mal: Exodus und Flegeleien oder Exothermismus und Fraternalismus oder irgend sowas. Is doch a wurscht. 

OB: Jetzt hab ichs kapiert. Exorzismus und Flagellation? Teufelsaustreibung und Selbstgeißelung?

Dickl: Ja, genau. Um sowas ist es gegangen. So mit Teufel und Peitschen. Geil, oder? Wir machen an Silvester immer Bleigießen.

OB: So. Und jetzt sagt mir mein Lieblingsbürgermeister noch, für was er, die Sektierer und der Dittlmann mich da am Domplatz noch brauchen.

Dickl: Vielleicht hab ichs falsch erzählt.

OB: Ah geh.

Dickl: Das Problem sind nicht die die Flatulisten und Extraterrestischen. Das Problem sind die Spaziergänger. Die rotten sich zusammen. In der ganzen Altstadt. Vor allem am Domplatz. 

OB: Ist verboten.

Dickl: Und sie schreien: Dupper muss weg.

OB: Zehn Minuten. (zum OB seiner Frau:) I muaß no amoi naus.

Dem OB seine Frau: Warum?

OB: Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef.


Lesen Sie in Folge 2: Landet Stadtbranddings Dittlmann in der Todeszelle? Verteilt OB Dupper Watschen am Domplatz? Und: Rettet Bürgermeister Dickl die Welt? 

Fortsetzung folgt.





Freitag, 17. Dezember 2021

Aktuelle Kolumne aus dem Bürgerblick Dezember 2021

Die Sekte ist kein Ponyhof

Im letzten Heft hatte ich angekündigt, aufzuklären, warum man in der dunklen Jahreszeit den Domplatz meiden sollte. Natürlich in erster Linie deshalb, um nicht von einem der – pausenlos Verkaufshütten hin und her transportierenden – schweren LKW überfahren zu werden. Auch nicht ganz ungefährlich werden demnächst allerdings auch die Jünger der von Stefan „Osho“ Oster im Pindl-Haus installierten Jüngerschaftsschule (sic!) namens Home Base. Nach neun Monaten Gehirnwäsche in der Home Base, die die Missionarslehrlinge in guter alter Sektentradition natürlich selbst bezahlen müssen, sollen die Kreuzzügler nämlich dann hinaus in die Welt ziehen und andere labile Wesen evangelisieren und missionieren. Erst Believe and Pay, dann Invade and Pray.

Apropos Sekten. Nicht erst Corona – es ging schon mit der Flüchtlingswelle vor ein paar Jahren los – lässt uns befürchten, dass die deutsche Ponyhof-Ära des beginnenden 21. Jahrhunderts langsam vorbei sein könnte. Die Gesprächs- und Diskussionskultur auf der Straße und im Netz ist total am Boden. Oder um es wieder einmal frei nach Gerhard Polt zu formulieren: Heute gehen Leute demonstrieren und haben ein Facebook-Profil – die hätte man vor ein paar Jahren noch aus dem Bierzelt hinausgeschmissen. Da meine ich jetzt die besonders Blöden, die an die große Verschwörung glauben. Man muss aber aufpassen – sektiererischen Fanatismus findet man schon auch bei denen, die sich für die Guten, Aufgeklärten und Gebildeten halten.

Der Eine beharrt darauf, so oft, so laut und in welchem Kontext auch immer „Neger“ zu sagen – weil das sein Großvater schon so gemacht hat und basta. Der Andere beschwert sich beim Sender, beim Rundfunkrat und bei Amnesty International, weil sich ein Kabarettist das Gesicht schwarz anmalt. Der Eine will das Donaulied singen und nässt sich fast ein vor Lachen, wenn zwei peinliche Männer im Fernsehen über die schärfste Biene im Bundestag fabulieren. Der Andere hyperventiliert, wenn er einen Text ohne Gender-Sternchen lesen muss oder jemand Studenten statt Studierende sagt.

Aber zurück zu den Blöden. Der Dunning-Kruger-Effekt besagt, dass inkompetente Menschen zum einen ihre Inkompetenz nicht erkennen, sich damit andauern selbst überschätzen und zum anderen in Unkenntnis ihrer Defizite bedauerlicherweise auch noch besonders selbstbewusst auftreten. In leichter Sprache: Je dümmer der Mensch ist, desto weniger merkt er es und desto frecher geht er mit seiner Dummheit anderen auf die Nerven. Das wussten wir alle – auch ohne sozialpsychologisch-forscherischen Background – zwar schon immer, aber so offenkundig, massiv und dauerpräsent wie in den sozialen Medien derzeit ließ sich das Phänomen selten beobachten.

Wer ausreichend starke Nerven, eine halbwegs gefestigte Persönlichkeit und ausreichend Masochismus mitbringt, lese sich doch einmal exemplarisch durch die Kommentare der Facebook-Präsenz der Heimatzeitung. Es ist oft schwer zu verstehen, was die Diskutanten ausdrücken wollen, weil sie ihrer Muttersprache nur in bescheidenem Maße mächtig sind, aber ein, leider nicht kleiner, Teil glaubt und publiziert z. B., dass die „Systemmedien“ (also alle außer ein paar Youtube-Kanälen) gesteuert werden von „den Mächtigen“, dass alle Politiker geschmiert werden (von Bill Gates, Biontech oder der Masken-Lobby), dass sich ihr Hausarzt (der immerhin Arzt ist) besser mit Corona auskennt als Wieler (der nur Tierarzt ist), dass man beim Impfen gechipt wird (wenn nicht noch abhängig gemacht) oder dass im eigenen Familien- und Freundeskreis alle, die geimpft wurden, mindestens schwere Nebenwirkungen hatten oder gestorben sind (Letalität im Bayerischen Wald nach Corona-Impfung mindestens 15 Prozent, Quelle: Facebook-Kommentare). Das war jetzt nur ein winzig-kleiner Auszug und wir reden hier von hunderten Kommentaren – pro Tag auf einer Seite.

Ceterum censeo, Facieilibrum esse delendum.