Donnerstag, 25. Februar 2010

Das strafverfolgungs- und erkenntnisgewinnrelevante Kreuzworträtsel

Alles ist so wahnsinnig geheim und die PNP verrät auch nichts. Dieses journalistische Prinzip finden wir gut und deshalb veröffentlichen wir nur weiße Flächen. Zum Selberraten. Viel Vergnügen!




1 Guter Appetit, gutes Gehalt, guter Vertrag. Und alles wasserdicht.
2 Gegen ihn gibts eine anonyme Anzeige. Vielleicht. Ist aber total geheim.
3 Gegen ihn auch. Auch total anonym und geheim. Fies.
4 Zukünftiger OB in Passau und später Mitbetreiber einer Herrenboutique in Wuppertal.
5 Spitzenjournalist mit kometenhaftem Aufstieg. Demnächst leider wieder offline.
6 Spitzenjournalist mit Dauerunterforderung. Deshalb nebenbei und streng geheim Pressesprecher mehrerer Interessensverbände und politischer Gruppierungen (siehe 2 und 3).

Mittwoch, 24. Februar 2010

Wir haben doch alle nichts gewusst!

Bürger, Stadt Passau und Medien!

Seid Ihr alle nicht mehr ganz bei Trost? Da schreibt heute allen Ernstes der Christian Karl in der Überschrift "Überraschung über Gevatters neuen Nebenerwerb als Makler" und außerdem hätten die Aufsichtsräte "das mit offenen Mündern zur Kenntnis genommen."

Hierzu ist festzustellen, dass Gevatters Nebentätigkeit seit längerer Zeit bekannt ist und unter anderem auch hier bereits thematisiert wurde.

Was uns aber wirklich in die totale Raserei treibt, ist die Tatsache, dass immer wieder vom "wasserdichten Vertrag" die Rede ist. Was seid Ihr eigentlich für Hosenscheisser? Da ist einer immer mal wieder krank und dann kurz wieder nicht, ist aber trotzdem Geschäftsführer einer GmbH, die massenweise Kohle verbrannt hat, was - wie wir auch heute erfahren durften - massiv vom kommunalen Prüfungsverband bemängelt wurde und makelt jetzt auch noch frech mit Immobilien, während er aber natürlich sein "wasserdichtes" Geschäftsführergehalt weiterbezieht. Abgesehen davon, dass wir juristischen Doofies hier uns nicht vorstellen können, dass im "wasserfesten Vertrag" auch steht, dass der Geschäftsführer auch ausdrücklich seine GmbH schädigen darf, nähert man sich doch dieser Angelegenheit nicht mehr auschließlich auf zivilrechtlichem Weg. Da fährt man doch jetzt langsam mal die ganz groben Geschütze auf. Oder man steckt den Kopf in den Sand und sagt dann am Schluss: Das haben wir doch alles gar nicht gewusst. Aber dafür gibt es ja Wahlinfo-Passau. Wir hauen Euch das dann um die Ohren.

Eine kleine Geschichte zum Schluss... Auf einmal erfährt man, dass es bei der Bundeswehr entwürdigende Aufnahmerituale gab und in kirchlichen Internaten sexuellen Missbrauch und Schläge. Wir sind schockiert! Das hat ja tatsächlich jahrzehntelang kein Mensch gewusst. Niemand hat was gewusst und niemand hat was gesagt. Weil eben keiner was gewusst hat - schade. Übrigens: Es gibt in Passau einen Kindergarten, da war bis vor kurzem eine Ordensschwester tätig, die hat den Kindern, wenn sie böse waren (was kleine Kinder ja auch dauernd sind) einen Hundemaulkorb umgehängt, den sie dann eine Zeitlang tragen mussten. Kann aber eigentlich gar nicht stimmen, die Geschichte. Dass es so war, weiß nämlich nur der Verfasser dieser Zeilen. Alle Anderen wissen nur, wie nett und lieb und aufopfernd die Schwester war.

Es lebe die Amnesie!

Der Präsident

Sonntag, 21. Februar 2010

Wir müssen reden

Liebe Redaktion der Am Sonntag, vielleicht müssen wir einmal reden. Wir haben es nämlich hier nicht so ganz verstanden. Im Kommentar schreibt Herr Daiminger über die seines Erachtens begründete Forderung der CSU, der Anonymus möge sich zu erkennen geben und "Ross und Reiter" (be-)nennen.

Im Artikel auf Seite 5 (ebenfalls von Herrn Daiminger) gibt es dann ein Dementi eines "leitenden CSU-Mannes". Der mag aber auch nicht namentlich genannt werden.

Irgendwie kommen wir da nicht ganz mit. Aber gut...

Und weil wir schon gerade dabei sind: Liebe örtliche CSU, Euer Dementi verstehen wir auch nicht so ganz. Bei einer aufgestückelten Spende, die unter fremden Namen erfolgt, liegt es in der Natur der Sache, daß man in der Geschäftsstelle nichts von einer Spende eines "oberösterreichischen Geldinstituts" weiß. Vielleicht ist ein Hinweis für die interne Aufklärungsarbeit gestattet: Welche CSU-Politiker haben denn welche Beträge im nämlichen Zeitraum gespendet?

Gern geschehen!

Die Buchhalter von Wahlinfo-Passau

Freitag, 19. Februar 2010

Liebe PNP!

Ihr zeichnet verantwortlich für dieses Regiowiki.

Gerade sind wir zufällig auf diesen Eintrag gestoßen. Ganz ehrlich: Das hat mit minimal-objektiver Beschreibung eines Sachverhaltes wirklich nichts mehr zu tun - das ist tendenziöse Meinungsmache.

Zitat: "60 Unternehmen mit der Zahnradfabrik und der Firma Schwarzmüller an der Spitze sind beteiligt, 12.000 Arbeitnehmer und etliche betroffene Bürgermeister stehen hinter der Aktion. Sie machten bei der Gründungsversammlung im Golf- und Landhotel Anetseder in Raßbach deutlich, dass nach Jahrzehnten des Stillstands endlich etwas passieren muss."

Hier mal für Euch zwei der vier Wikipedia-Grundsätze:

- Wikipedia ist eine Enzyklopädie.

- Beiträge sind so zu verfassen, dass sie dem Grundsatz des neutralen Standpunkts entsprechen.

So, und jetzt lest Ihr Euch diesen Beitrag noch mal durch und schämt Euch.

Der Präsident

Donnerstag, 18. Februar 2010

Abgestumpft und angeschlagen

Lieber Tölpel!

Du glaubst es nicht. Jahrelang konnte jeder, der den eigentlich gebührenpflichtigen Lokalteil der PNP online lesen wollte, dies ganz einfach und gratis tun, indem er nur ein paar Buchstaben in der URL austauschte. Doch kaum hat pnp.de einen neuen Chef, wird dieses Schlupfloch schon geschlossen. Nicht dass das für uns hier ein Problem wäre; wir sind brave Bezahl-Abonnenten. Aber ich habe gehört, dass es schon wieder erste Hacker-Versuche gibt, die Seite zu knacken. Der neue Chef sollte sich auch um das regelmäßig auftauchende Mitteilungsbedürfnis seiner Programmierer oder Online-Redakteure kümmern. Dauernd finde ich so kryptische Botschaften. Ich war zwar nicht bei Seehofer, aber sogar B5 aktuell hat gestern berichtet, dass die Veranstaltung ziemlich unspektakulär war im Vergleich zu früheren Jahren. Wollte das der Verantwortliche von pnp.de ausdrücken, als er unter die Überschrift "Stimmen zur Seehofer-Rede" die zwei Worte "lam stimmen" gesetzt hat?




Das mit der Strafanzeige hast Du aber schon gelesen? Gegen zwei Stadträte ist wohl Anzeige erstattet worden, weil sie 2008 eine ziemlich ordentliche Spende zerstückelt und damit verschleiert haben. Ich werde da mit soviel Gerüchten konfrontiert, dass ich mir Konkreteres verkneife. Aber eigentlich kommen nicht besonders viele Fraktionen in Frage, oder? Noch ein Gerücht: Das Passauer Sozialamt soll angeblich bei seiner Bedarfsanmeldung Mist gebaut haben und soll deshalb einen größeren Betrag (angeblich sechsstellig) zurückzahlen müssen. Kann das jemand von unseren gut informierten Kommentatoren bestätigen?

Der frühere Thyrnauer Bürgermeister Leonhard Anetseder ist ja zum einen bekannt dafür, mit - möglicherweise im Altersstarrsinn begründeter - Konsequenz die Existenz einer Passau-Nordumfahrung über Hutthurm nach Aicha zu leugnen und zum zweiten dafür, sich mit Methoden, die wir hier nicht näher erörtern wollen, Passauer Politikern und sonstigen Meinungsmachern anzunähern, um diese für seine fixe und absurde Idee "Nordtangente" zu begeistern. Selbstverständlich ist es unmöglich, einen nur mittelmäßig vernunftsbegabten Menschen für solcherlei Quatsch zu instrumentalisieren. Schon gar nicht einen "Journalisten" mit Berufsethos. So jemandem müsste man wohl Gewalt antun oder ihm zumindest drohen. Oder was weiß ich, was man da tun müsste...

Es ist schon witzig in der politischen Debatte, findest Du nicht? Der Westerwelle oder der Sarrazin sagen Dinge, die fast jeder Politiker so sieht, aber keiner traut sich's aussprechen. Der Bischof Mixa sagt Dinge, die sind so unglaublich blöd und falsch, dass es weh tut, aber es setzen sich trotzdem Menschen damit auseinander, statt diese Peinlichkeiten einfach zu ignorieren. Und nordöstlich von Passau gibt es eine sogenannte Bürgerinitiative, die will im Jahr 2010 (in Worten: zweitausendzehn) ohne Not und Bedarf das Ilztal zubetonieren und findet noch marginale Aufmerksamkeit. Könnten wir nicht über die interessanten Sachen sprechen und die Spinner ignorieren, fragt sich philosophisch

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich habe was Interessantes gefunden - und zwar letzten Samstag in der PNP. In einem Artikel über den Grundstückskauf in Schalding 2008 durch die WGP konnte man erfahren, dass ein Briefeschreiber die Staatsanwaltschaft sowie u.a. die Rechtsaufsicht der Regierung davon in Kenntnis gesetzt hat, dass die Stadträte Sturm und Synek in öffentlicher Sitzung nichtöffentliche Intima über Grundstückspreise ausgeplaudert haben. Und mitten im Artikel ist ein Foto von Albert Zankl. Aha, hab ich mir gedacht - hat der Zankl also einen Brief geschrieben. Negativ - erfuhr ich dann bei genauerem Lesen. War gar nicht der Zankl, war der Anonym. Sachen gibts.

Ich könnte jetzt noch über die Black Hawks schreiben oder über die Männersauna im PEB oder über das Faschingskostüm vom Urban Hero oder möglicherweise sogar über den Frankenberger. Aber ich habe keine Zeit und keine Lust mehr. Burnout, Schreibblockade, Säuferwahn - keine Ahnung, was es ist. Aber ich bin überarbeitet und dauernd maulen manche Leser herum, dass hier zu wenig passiert. Ein Vorschlag zur Güte: Gibts denn keine Leser und Kommentatoren, die gerne ab und zu einen Gastbeitrag verfassen wollen? Wir veröffentlichen ihn dann oder auch nicht - ganz nach Gutdünken. Oder nach Qualität - je nach Tagesstimmung.

Servus!

Tölpel, die arme Sau

Freitag, 12. Februar 2010

Rubrik: Helden des Ehrenamtes

Urlberger: Rückzug auch als BFV-Vize

Siegfried Urlberger (71) nimmt Abschied als Funktionär: Im April wird der Rottaler nicht mehr zu den Wahlen als niederbayerischer Bezirksvorsitzender antreten und im Sommer auch beim Verbandstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) nicht mehr als Vize-Präsident kandidieren. Dies teilte Urlberger gestern morgen per Mail mit. Auf PNP-Anfrage erklärte der Pfarrkirchner, dass „nach 30 Jahren mit 150 Stunden Arbeit pro Woche im Ehrenamt“ die Zeit gekommen sei, dieses Engagement zu beenden. Auf die Frage, was er ab Sommer tun wolle, antwortete Urlberger : „Dann werde ich 150 Jahre alt.“ Und: „Mir wird bestimmt nicht langweilig.“ - mis

PNP-Sportteil vom 12.02.2010

Montag, 8. Februar 2010

Eilmeldung

Event hat zuviel Geld. Meinen zumindest CSU, SPD und ÖDP.

Angefixt und abgeschrieben

Lieber Tölpel!

Hast Du es auch gelesen? Die 17jährige Helene Hegemann, neuer Star der Literaturszene, hat zugegeben, Teile ihres erfolgreichen Romandebüts "Axolotl Roadkill" von einem Blogger abgeschrieben zu haben. Sie selbst findet ihre Arbeitsweise "total legitim", wie Spiegel Online berichtet. Letzteres wundert mich nicht, schreiben doch von diesem Blog hier nicht nur die PNP, sondern noch ganz andere Print- und Online-Medien ab. Abschreiben können sie ganz gut, aber mit dem Schreiben, im Hinblick auf minimal-journalistische Fähigkeiten, haperts bei manchen PNP-Redakteuren schon ganz erheblich. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn bei einer Bildunterschrift bei zwei promovierten Staatssekretären einmal "Staatssekretär Andreas Scheuer" und einmal "Dr. Max Stadler" steht? Entweder nur Staatssekretär oder nur Dr. oder beides oder auch gar nichts - aber bitte einheitlich. Und noch ein kleiner Denkanstoss: Findet Ihr es nicht ein wenig unlogisch, dass in Eurem Blatt regelmäßig "Angela Merkel" oder teilweise sogar nur "Merkel" steht (wenn dann bitte "Frau Merkel"), während jeder Kommunalpolitiker oder jeder Landkreistierarzt seinen Dr. oder gar Prof. genannt kriegt? Und kommt mir bitte nicht wieder damit, wir bei Wahlinfo-Passau würden uns da auch nicht dran halten - wir wollen auch keine überregional bedeutende Tageszeitung sein.

Passau hat 21 neue Baudenkmäler, hat der PNP-Lokalteil am Samstag getitelt. Eins davon ist die katholische Pfarrkirche St. Peter an der Neuburger Straße. Warum eigentlich? Weil sich das Ding so gut ins Ensemble mit Burger King, Zoohandlung und sonstiger trister Umgebung einfügt? Ich hätte da noch einen Tipp für ein Baudenkmal: Nehmt doch noch die katholische Kirche in Neustift mit dazu. Oder den Schanzlturm. Oder die Stadtgalerie. Oder, oder, oder... Dafür, dass wir zukünftig noch mehr tolle Baudenkmäler bekommen, ist jetzt dann der neue Gestaltungsbeirat mitverantwortlich, bei dessen Berufung es nach Meinung von Christian Karl einen Affront gegeben hat. Der Affront bestand darin, dass Stadtrat Koopmann die drei neuen Gestaltungsbeiräte nicht einfach so berufen wollte, sondern weiteren Diskussionsbedarf sah. Den sehe ich im übrigen auch und zwar ohne die drei schlecht schreiben zu wollen. Mich würde nur ein wenig genauer interessieren, warum sie jetzt dafür qualifiziert sind. Kann mir das wer erklären?

MdL Eike Hallitzky hat übrigens Google schriftlich untersagt, Streetview-Aufnahmen von seinem Haus zu machen, weil die Veröffentlichung dieser Aufnahmen im Internet seine Privatsphäre und seine Persönlichkeitsrechte verletzen würde. Da mag er schon recht haben, der Grünen-Politiker. Allerdings ist sein Haus - wie fast jedes andere auf der Welt - in der Draufsicht von oben schon lang zu sehen und außerdem wird weder er noch sonstwer auf der Welt noch verhindern können, dass Google in den nächsten Jahren zur mächtigsten und damit vielleicht auch gefährlichsten Institution auf diesem Planeten werden wird. Ob es jetzt so problematisch ist, dass man jetzt dann statt Hausdach und Garten auch noch die Fassade im Internet anschauen kann, weiß ich nicht so genau. Ich finde, es wäre viel wichtiger, dass wir unseren Kindern das Bewusstsein vermitteln, etwas vorsichtiger mit seinen Personenangaben, Stellungnahmen und Fotos im Internet umzugehen. Dieses Bewusstsein ist bei den ganz Jungen nämlich ziemlich unterentwickelt, was vielen erst später irgendwann mal, wenn sie sich an ihre im Online-Universum herumschwirrenden Daten gar nicht mehr erinnern können, zum Verhängnis werden wird. Kann man da nicht aktiver werden? Datenschützer aller Parteien, vereinigt Euch!

Bist Du eigentlich auch bei der Aktion "Wir beten mit" des Bistums Passau mit dabei, bei der man 30 Tage für mehr Nachwuchs in kirchlichen Berufen beten soll?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich bete Tag und Nacht. Für alles und für jeden. Für den Erfolg der Charity-Gala, gegen die Nordtangente, für den Mangold und für die Black Hawks. Und dafür, dass der Blitz bei der Telekom einschlägt. Ein pensionierter Mathe-Lehrer hat nämlich herausgefunden, dass ein DSL-Anschluss in München um fünf Euro weniger kostet als in Passau und der Klotzek hat ihm für diese sensationelle, skandalöse und investigative Nachricht einen Artikel und einen Kommentar gewidmet. Seit dieser Meldung bete ich jetzt auch noch für den Klotzek und dafür, dass umgehend die Beamten-Pensionen erhöht werden. Um mindestens fünf Euro.

Die Event soll übrigens auf 70 % ihrer Forderungen gegen die Black Hawks verzichten; das sind gut 10.000 Euro. Ich habe nichts gegen die Black Hawks, ich interessiere mich nicht dafür und gut. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass diese 10.000 Euro, die dann der Event fehlen, den Black Hawks nicht viel nutzen, sondern die Pleite lediglich hinauszögern. Also das Geld ist zwar dann nicht weg, aber es hat dann letztendlich ganz ein anderer - der Insolvenzverwalter und das Insolvenzgericht vielleicht?

Ein wunderbares Zitat der CMP-Chefin Christiane Kickum über Stadtrat Andreas Dittlmann muss ich hier unbedingt publizieren: "Wir wissen, dass er uns gerne mal Prügel zwischen die Beine wirft. Solange es nicht unter der Gürtellinie ist, habe ich kein Problem damit." Wunderbar! Fantastisch! Preisverdächtig! Abgesehen davon, dass die Redewendung lautet, "jemandem Knüppel zwischen die Beine zu werfen", würde mich mal interessieren, wo Frau Kickum ihre Beine hat, wenn der Dittlmann mit seinem Prügel kommt. Oberhalb der Gürtellinie oder genau auf gleicher Höhe? Pardon, ich ziehe den letzten Absatz komplett zurück.

Ich möchte heute schließen mit einer Anspielung, die nur die nicht mehr ganz jungen, hier aufgewachsenen Passauer verstehen: Das Leben schreibt die skurrilsten Geschichten. Wer hätte sich vor gut zwanzig Jahren gedacht, dass der Passauer Polizeisprecher, der derzeit regelmäßig in einer größeren Drogengeschichte zitiert wird, ausgerechnet Michael Emmer heißt? Kein Mensch hätte sich das gedacht! Wer weiß - vielleicht heißt in zwanzig Jahren der Pulitzer-Preisträger Jörg Klotzek.

Irritiert

Dein Tölpel

Donnerstag, 4. Februar 2010

Endlich wieder da: Der Wahlinfo-Passau PISA-Test

Deutsch, 9. Klasse Realschule oder Ethik-Abitur G8

Analysieren Sie folgenden Leserbrief aus einer Provinzzeitung und beantworten Sie dann folgende Fragen:

1. Erkennen Sie einen klaren Standpunkt des Verfassers?

2. Wenn ja, welches ist der Tenor des Leserbriefes? Kreuzen Sie bitte Zutreffendes an.

A) Ich bin ein fröhlicher Mensch und nehme aktiv und bewusst meine Umwelt wahr.

B) SIE wollen mich vernichten.

C) Das Leben ist schön.

D) Erst wenn ich tot bin, ist Ruhe.

E) Lärm ist schlimm, aber am schlimmsten sind diese Stimmen.

Weckgeläut und Maisgebläse

Zum Bericht und den Leserbriefen über die pfeifenden Züge:

Ich habe einige Jahre in der Passauer Innenstadt gelebt und wurde jahrelang vom Läuten der vielen Kirchen geweckt - pünktlich um sechs Uhr morgens. Das heißt dann auch noch Weckgeläut, ich muss sagen es funktioniert tadellos. Außerdem läuten die Kirchenglocken alle Viertelstunde, und dann auch noch für jede Kirche in Hörweite brav hintereinander, nicht gleichzeitig. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, alle Viertelstunde Glockengeläut oder alle halbe Stunde ein pfeifender Zug. Ich glaube, ich hätte den Zug bevorzugt. Jetzt wohne ich auf dem Bauernhof, aber leiser ist es dadurch auch auch nicht geworden, ich sage nur Traktor, Mähdrescher, Milchlaster und Futtermaisgebläse.

Olaf Witte, Passau

Dienstag, 2. Februar 2010

Hingeschleimt und durchgepfiffen

Lieber Tölpel!

Nicht dass es wieder heißt, wir würden nur an allem herummäkeln, muss ich folgendermaßen beginnen: Ich fahre in Passau wirklich sehr selten mit dem Bus, weil es einfach nicht geht. Die Bustakte sind nur für Rentner mit ganz viel Zeit geeignet; vierzig Minuten am Werktag oder eineinhalb Stunden am Sonntag sind eigentlich fast kafkaesk und für ein Oberzentrum, in dem man alles tut, um die Radfahrer auch noch zu vergraulen, absolut lächerlich. Der Präsident hat schon recht, wenn er sagt, dass man in Passau als Kraftfahrer einfach alle Verkehrsregeln missachten muss, um gegen diesen Irrsinn zu protestieren. Aber ich schweife ab und mäkle schon wieder, wo ich doch zunächst loben wollte. Also: Die zwei-, dreimal, die ich im letzten Jahr mit dem Bus gefahren bin, durfte ich mit einem Busfahrer (trägt einen Bart um den Mund) erleben, der nicht nur freundlich war, sondern derartig freundlich, höflich und Gute-Laune-verbreitend, dass man ihn sofort als Trainer für einige andere Busfahrer einsetzen sollte. Manche SWP-Busfahrer müssten nämlich zunächst einmal die Grundzüge menschlichen Verhaltens nach der Steinzeit lernen und im zweiten oder dritten Aufbauseminar dann langsam mit Begriffen wie Dienstleistung oder Kundenorientierung anfangen. Dass manche Fahrer aus Boshaftigkeit Schulkinder einfach stehen lassen, statt die Tür noch einmal zu öffnen, darüber habe ich schon früher einmal berichtet. Nun wurde mir zugetragen, dass kürzlich ein Fahrer eine Oberstufenschülerin nicht mitnehmen wollte, weil er auf ihren Geldschein nicht herausgeben konnte. Und es war kein Hundert-Euro-Schein. Noch besser finde ich aber (auch erst vor kurzem), dass ein anderer Fahrer (oder der gleiche - ich weiß es nicht) einen bereits erwachsenen Schüler nicht mitfahren lassen wollte, weil er den Preis für eine Einzelfahrkarte mit Zehn- und Zwanzig-Cent-Stücken bezahlen wollte. Erste Verwarnung, liebe Stadtwerke! Wir schauen uns Euer Fahrpersonal ab sofort ganz genau an. Und lasst Euch gesagt sein: Uns berichten viele Passauer.

War ja klar, dass sich unsere Fakes in der PNP, flankiert von weiteren Redakteuren, wieder bei den Eishockey-Fans einschleimen würden und zwar - wie so oft - in völliger Missachtung jeglicher Realität. Jetzt müsste auf einmal die Event den Black Hawks 15.000 Euro stunden oder noch besser schenken. Kleingeistig wäre das sonst. Gehts noch? Abgesehen davon, dass der Verein, der offensichtlich nicht wirtschaften kann und zuviel Geld für Personal ausgibt, sowieso seit längerer Zeit von der Stadt und den Medien massiv bevorzugt wurde, verzögert das Stunden der Forderung - wenn man konzeptionell nicht rigoros umstellt - die Zahlungsunfähigkeit nur ein wenig. Dann sind sie halt nicht jetzt, sondern später pleite. Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe der ziemlich finanzschwachen Stadt Passau ist, den Profisport zu subventionieren, während bei vielen anderen (Amateur-)Sportvereinen erbärmliche Zustände herrschen. Das System stimmt halt nicht. Wenn in der Was-weiß-ich-wievielten Liga bei den Fußballern oder eben auch bei den Eishacklern schon munter Profis eingekauft werden, dann werden noch viele Vereine pleite gehen. Vielleicht hört dieser Wahnsinn dann irgendwann wieder auf.

Was mir allerdings kurz den Atem stocken ließ, war der Vorschlag Deines PNP-Imitators, man solle doch den Sport-Ehrenbrief an den Hawks-Chef Eder oder (setz Dich hin!) den Frickinger verleihen. Also nichts gegen den Eder; der ist mir wurscht. Aber muss denn wirklich jeder mit schwerer Profilneurose jetzt auch noch geehrt werden? Warum nicht den Kulturellen Ehrenbrief für Gugg-Bessi oder Chrissi della Prolo? Gutes Stichwort: Bessi und Prolo machen schon wieder Tschärity. Der eine will seinen CD-Müll entsorgen, den keiner kauft und verschenkt ihn jetzt an Leute, die für Haiti spenden und Bessi macht schon wieder eine Gala. Jetzt mal sine ira et studio: Wenn Bessi gerne Galas macht, bei denen die meisten Leute einen Betrag spenden, den sie sonst für eine halbe Flasche Wein im Restaurant ausgeben und sich dabei als gute gute Menschen fühlen wollen - meinetwegen. Wenn aber dieser Gesangsterrorist sich auch noch als guter Mensch präsentieren kann, weil er an Menschen, die ohne ihn auch spenden würden, seinen Müll verschenken will (mal sehen, wieviele CD's er los wird), dann widert mich das langsam dermaßen an und ich frage mich, wie sich Herr Prolo die Journaille wohl gefügig macht? Weil dass irgendwer den wirklich gut findet - das kanns ja wohl nicht sein.

In Neustift pfeifen übrigens die Züge. Ob das noch mehr stört als das Glockengeläut in Hals? Was meinst Du, echtester aller Tölpel?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich bin mir da nicht ganz sicher. Früher haben doch auch Züge gepfiffen und Glocken geläutet und Hähne gekräht und sogar ab und zu Autos gehupt. Heute zeigen mir Passanten auf der Straße den Vogel, wenn ich an der Ampel hupe, nachdem mein Vordermann nach fünf Sekunden grün immer noch nicht gefahren ist. Weil mein Hupen stört sie wahrscheinlich. Dafür rennen Millionen Menschen den ganzen Tag mit Ohrstöpseln oder Kopfhörern herum und haben zuhause den ganzen Tag den Fernseher laufen. Oder hören Schlagermusik. Oder fallen auf Schlagerstarattrappen herein. Oder sehen vielleicht er oder er (*) [siehe unten] aus wie Schlagerstars? Schluss. Ist ja auch egal.

Ich habe mir übrigens heute, am Dienstag, den halbseitigen Artikel über den Passauer Countertenor Fritz Spengler in der SZ durchgelesen, nachdem der PNP-Tölpel geschrieben hatte, am Montag wäre in der Süddeutschen ein ganzseitiger Artikel über seinen Zögling (???) Fritzi Spengler. Ich weiß nicht, warum Fritz Spengler, den der Fake-Tölpel Fritzi nennt, auch noch sein Zögling sein soll und ich will es auch gar nicht wissen. Interessant fand ich den Artikel über den etwas schrulligen jungen Passauer allemal und ich kann mir gut vorstellen, dass Fritz Spengler es gar nicht sonderlich cool findet, wenn die PNP so vertraulich über ihn schreibt.

Das Wort "cool" darf man übrigens überhaupt nicht benutzen, weil es nämlich von Jugendlichen als total uncool empfunden wird. Trendige Jugendliche sagen Sätze wie „Ey, Bro, kann ich mir mal ’nen Tabakriegel schlauchen?“, wenn sie ein Zigarette wollen. Das meint zumindest eine Katharina Ellmayer, PNP-Redakteurin im Landkreisteil. Im Vertrauen, Frau Ellmayer: Ich glaube, dass Jugendliche, die wirklich cool sind, Leute, die Sätze wie den obigen sagen, extrem endpeinlich finden. Und wissen Sie, was sie noch endpeinlicher finden? Redakteure, die dem Volk weismachen wollen, dass Jugendliche so albern sprechen müssen, um cool zu sein. Gecheckt?

Mir fällt nichts mehr ein, außer vielleicht, dass jetzt die schlimmste aller Jahreszeiten kommt, nämlich der Fasching. Wer noch Argumente sucht, warum es besser ist, an manchen Tagen in den nächsten Wochen das Haus nicht zu verlassen, findet sie hier. Weil fürs Lustigsein gibts immer noch uns - hier bei Wahlinfo-Passau.

Helau!

Dein Tölpel



(*) Nachdem pnp.de nicht in der Lage ist, für stabile Links zu sorgen, hier ein Screenshot des Artikels.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Können Computer satirisch sein?

Diese Frage stellte sich ganz schnell zwischendurch bei der routinemäßigen Beobachtung von Mediendenk. "AdSense stellt inhaltsbezogene Anzeigen zur Verfügung, die automatisch durch Google erzeugt werden." (Quelle: Wikipedia). Ob nun Florian Silbereisen oder Chrissi della Rosa Google verklagen werden?


(Klick vergrößert das Bild)

Grüße aus der Spätschicht...
c.

Montag, 25. Januar 2010

Aufgeschlagen und fassungslos

Lieber Tölpel!

Dem Vernehmen nach hat der neue Redaktionsleiter des Passauer PNP-Lokalteils Wolfang Lampelsdorfer kürzlich in der Redaktion herumgefragt, ob es denn wirklich sein muss, dass mindestens zehnmal pro Woche der Stadtarchivar Richard Schaffner mit großem Foto in der Zeitung steht. Egal ob er mit jemanden verwandt ist, ob sein Roller ein neues Bremsseil braucht oder er seine schriftstellerischen Werke promoten will - täglich einschließlich sonntags grinst dieser Schaffner aus der Zeitung. Ein sehr kluger Redakteur, dessen Lieblingsthema - nebenbei bemerkt - auch der Stadtarchivar ist, konnte dem Redaktionsleiter die Sache auch ganz einfach erklären. "Ich kanns ganz einfach erklären," sagte der promovierte Vorruhestandsredakteur, "der Schaffner ist der bekannteste Mann der Welt." Und dann erzählte er folgende Geschichte: Er selber hätte es früher auch nicht geglaubt, dass der Passauer Stadtarchivar der bekannteste und wichtigste Mann der Welt sei. Als er ihm diesbezüglich wieder einmal widersprochen habe, habe ihm Schaffner eine geschmiert, ihn auf seinen Roller geworfen und sei mit ihm nach Berlin gefahren. Vorm Bundeskanzleramt hätte Schaffner eine SMS getippt, woraufhin binnen zwei Minuten die Kanzlerin herausgestürmt wäre, Schaffner umarmt und geküsst hätte und zu ihm gesagt habe: "Du musst mich öfter besuchen, Ritschieee, ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich regieren soll ohne Deinen Rat." "Echt?" sagte Lampelsdorfer. "Echt wahr - und es kam noch besser," antwortete Dr. R. und erzählte seine Geschichte weiter. Direkt von Berlin sei man dann nach Washington geflogen und habe sich zum Weißen Haus aufgemacht. Dort habe Schaffner wieder sein Handtelefon gezückt, eine Nummer gewählt, irgendwas mit "Hey ho, motherfucker" ins Telefon gebrüllt und ihn dann in freudiger Erwartung angegrinst. Innerhalb von einer halben Minute sei daraufhin der amerikanische Präsident Obama in Freizeitkleidung aus seinem Amtssitz gelaufen, habe Schaffner umarmt und mit ihm einen Freudentanz aufgeführt. "Echt?" sagte Lampelsdorfer. "Echt wahr - und jetzt halt Dich fest," entgegnete Dr. R.: "Während also Obama - unentwegt 'my best friend' stammelnd - und Schaffner sich an den Händen haltend aufs Weiße Haus zugingen, kam eine Gruppe kanadischer Touristen auf mich zu und einer stellte mir folgende Frage: 'Sorry, man, wer ist denn bitte der Neger neben dem Schaffner Ritschi?'"
"Unglaublich," sagte Lampelsdorfer, "ich will täglich Berichte über diesen Schaffner und schleimen Sie ihm ja recht hin in ihrer sonderbaren Kolumne." Dr. R. lächelte und rief sogleich Schaffner an: "Servus! Ich hab alles so gemacht, wie Du gesagt hast. Ich brauche eine Liste Deiner sämtlichen Verwandten und eine Liste, was Du gern isst und vielleicht noch eine über Deinen Tagesablauf. Wir machen da mehrere Sonderbeilagen..."

44 Versager sitzen im Passauer Stadtrat. 44 Versager, die sich nicht um die Sorgen und Nöte des Umlands scheren. Wer das sagt? Nun, laut AmSonntag sagt das eine Bürgerinitiative, bzw. ist diese obskure Bürgerinitiative gleichbedeutend mit der Person Leonhard Anetseder, der irgendwann mal Bürgermeister von irgendeinem Kaff im Landkreis war. Wie die AmSonntag allerdings auf die Idee kommt, ein neues Schreiben dieser Bürgerinitiative "könnte für viel Zündstoff sorgen," bleibt ihr Geheimnis. Die Situation stellt sich doch folgendermaßen dar: Was diesen Anetseder außer seiner Liebe zur Selbstdarstellung antreibt, erschließt sich wohl keinem; denn das, was er will, ist Nonsens und zwar total. Die Brücke über die Donau und die dann folgende Trasse durch Österreich wird nichts (zumindest nicht auf absehbare Zeit), weil die betroffenen österreichischen Gemeinden sie nicht wollen. Tja und dann die Nordtangente... Hallo Bayerwald! Die gibts schon: die läuft von Hutthurm bis zur Autobahneinfahrt Aicha. Kein einigermaßen vernunftsbegabter Mensch und dankenswerterweise noch nicht mal eine nennenswerte Zahl von Passauer Stadträten kann Eure sonderbare Fixierung auf eine zweite Nordtangente ein paar Kilometer weiter südlich nachvollziehen. Außerdem ist erfreulicherweise gar kein Geld da und schon gar nicht für einen Blaumilchkanal. So. Und jetzt lassen wir dieses Thema endlich mal sterben, gell.

Irgendwie ist halt auch nichts los. Das merkt man an dem Mist, den wir hier schreiben und bei der AmSonntag merkt man es halt auch immer ganz schön. Nordtangente, Sex-Steuer, Schweinegrippe, rumänische Hunde und natürlich Super Richie... Was macht eigentlich die Frau mit dem schönen Doppelnamen? Die heckt doch bestimmt was aus. Es gäbe doch so viel schöne Möglichkeiten, sein Gesicht bald mal wieder in der Zeitung zu sehen. Was meinst Du, Tölpel? Passiert mal wieder was? Was treibt die Tschärity-Lady und wo ist Dr. Andi?

Viele Grüße

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Zur letzten Frage: Hast ihn nicht gesehen? Auf der Seite 8 der AmSonntag direkt zwischen dem Passauer Weltmeister im Berühmtsein links und dem Weltmeister im Anabolika-Missbrauch rechts findest Du mittig unseren Dr. Andi, Weltmeister im Verkehrsprojekte-Zusagen. Als Weltmeister im Zusagen kann man natürlich schlecht mal was absagen oder eine Projekt-Streichung zugeben. Es kann natürlich auch einfach nur sein, dass man manche Sachen einfach nicht mitkriegt, weil man arbeitsmäßig arg überlastet ist. Außerdem und unter uns - wen interessiert schon dieses Proleten- und Grünen-Verkehrsmittel Bahn?

Der Scheuer und ich, wir sind echte Männer - wir fahren Auto. Und ich habe natürlich als investigativer Hobby-Journalist ebenso wie die PNP einen Selbstversuch zur grünen Welle in Passau gemacht. Bschütt - PEB, spätabends: Gas durchgedrückt, in den Tunnel, raus, Ampel an der Hängebrücke ist dunkelgelb - geschafft. Anger - irgendwelche Idioten fahren mit 70 oder 80 auf der linken Spur. Hupen, Gas, rechts vorbei. Ampel auf der Schanzlbrücke ist grün. Das wird knapp. Auf die Rampe mit 130, gelb, Kick-down, geschafft. Ganz schön eng die Kurve. Jetzt über die Brücke. Ha! Über die Kreuzung Schanzlbrücke bei sattem Grün. Ampel beim Kaps auch grün. Huiuiui, leicht geschleudert, schon wieder so eine enge Kurve. Ludwigsplatz - Fußgänger springen zur Seite. Rechts ins Parkhaus - einzige Chance durch den - wie heißt der Platz jetzt? - Klostergarten (?) zu kommen. Ansonsten steht man an mindestens zwei Ampeln ewig bei rot. Durchs Parkhaus gehts gut, wieder raus, gerade und voll drüber über den albernen Pseudo-Kreisverkehr. Jetzt viel Glück: Alles grün, Neuburger hoch, Höhe Ostuzzi 140, kurz runter vom Gas wegen Kurve. AOK, Schulen, die Ampel auf Höhe Paminger ist immer rot. Mit 100 rechts rein und durch den Parkplatz von der Dreifachturnhalle. Rechts wieder in die Neuburger, kurz geschaut und gebremst wegen Grünpfeil. Weiter gehts. Nächste Ampel grün. Vollgas. Ampel an der Danziger wird grün, rechts zwei Autos, linke Spur frei. Autos fahren los, ich schieße mit ca. 120 links vorbei - ganz schön eng hier! Gleich geschafft. Nächste Ampel grün, Kauflandparkplatz, sonderbare Menschen hechten hinter ihre Autos. Links, oben an der Ampel ist rot. Egal - Grünpfeil! Ampel zum PEB wieder gelb. Jetzt da. Nach 9 Minuten. Na ja, bei grüner Welle könnte man da sicher noch ein bis zwei Minuten rausholen.

Zum Abschluss noch was, liebe PNP. "Stadt und Land wieder Hand in Hand" habt Ihr letzte Woche getitelt. So, so... Im Zuge der Nordtangenten-Spinnereien, der Sauerei mit der Berufsschulverbandsumlage und allein aufgrund der Tatsache, dass sie regelmäßig mit ihren tiefergelegten Polos bei jeder Bodenwelle ein Verkehrshindernis darstellen, fällt mir wieder ein schönes, älteres Zitat des Präsidenten ein - "Stadt zu Land: Halt den Rand!"

Mahlzeit!

Der einzig wahre Tölpel

Montag, 18. Januar 2010

Angeschweißt und abgeschlagen

Lieber Tölpel!

Ich weiß auch nicht, was mich heute früh geritten hat. Aber ich habe - ganz wider meine Gewohnheit - einen ganzen Artikel im PNP-Landkreisteil gelesen und zwar bis zum Ende. Es hat mich einfach interessiert, wie man auf die abgeschmackte und platte Idee kommen kann, einen Verein mit lauter "Unternehmerinnen" vom Land "wild & weiblich" zu nennen. Und die sind ganz schön tough, diese wilden Weiber. Deshalb haben sie auch dauernd Konferenzen und Meetings auf der ganzen Welt und lassen sich jetzt von einer Heidi Peter (Consultant und Webtrainerin aus Schönberg) erklären, wie es sich denn mit "Stil und Etikette zwischen Biergarten und Sternerestaurant" verhält. Puhh, da wär ich gern dabei. Aus purem Versehen war ich kürzlich in Schönberg und habe weder ein Sternerestaurant noch einen Biergarten gesehen. Da gibts nämlich nur eine Pizzeria und ein Pils-Pub. Aber vielleicht kann man ja solche Etikette-Sachen auch aus Büchern lernen. Genau wie Radiologie - kann man auch aus Büchern lernen. Deshalb hält auch Gerlinde Kaupa für die wilden Weiber einen Vortrag über Radiologie. Echt wahr! Kannst Du hier nachlesen. Wahnsinn, was diese abgewählten Abgeordneten alles drauf haben. Der eine fliegt aus dem Landtag und wird Direktor an der Uni, die andere verkauft Fahrräder, ist dann nur drei Jahre im Bundestag und jetzt hält sie Vorträge über Radiologie - sagenhaft. Vielleicht sollte die Teuchner auch was ganz anderes machen... Einen BGB-Kommentar schreiben oder irgendwas mit Atomphysik. Oder sie macht einfach sowas wie die Schönberger Consultant-Dame Heidi Peter - den wilden Weibern erklären, wie man durch WebSessions Reisekosten spart. Irgendwann ist man es nämlich leid, dauernd in der Welt herumzujetten, gell. Selbst als ganz wildes Weib.

Der Danninger hat heute mal wieder was kommentieren dürfen. Irgendwas mit einer Spritzschutzwand. Die gefällt ihm nämlich nicht, diese Wand und deshalb hat er den Anwohnern die Frage gestellt, ob ihnen diese scheußliche Wand, die ihm nicht gefällt und bestimmt sonst auch keinem, wenn er nicht schwachsinnig ist, gefällt. Die Anwohner - der hohen Kunst der Suggestivfrage und der Danningerschen Schläue nicht gewachsen - haben dann natürlich brav geantwortet, dass ihnen die Wand nicht gefällt. Der Danninger hat aber in der Schule bei der dialektischen Erörterung und beim Spannungsaufbau gut aufgepasst und knallt uns dieses Know-how volle Pulle als Stilmittel in seinen Kommentar: Ha ha, Ihr Doofies, die darf ja gar nicht schön sein, diese Wand. Die muss so häßlich sein. Weil dann nämlich alle Brummi-Fahrer, die schon wieder seit 20 Stunden und mit 1,6 Promille am Steuer sitzen, kurz vorm Einnicken aufschrecken und zu ihrer Gummipuppe sagen: Scheiße, ist die Wand häßlich! Und gleich gehts noch mal 10 Stunden. Toll erklärt, Danninger! Wenn Sie weiter solche Fortschritte machen, müssen Ihnen die Redaktionskollegen auch gar nicht mehr an den Rand schreiben, wo links und rechts ist - so wie heute. Dann gehts irgendwann ganz allein.

Auch lustig: Ehrenstadtbrandrat (Titel gibts...) Josef Aschenbrenner hat heimlich für seine Feuerwehr und die Stadt Passau ein Kunstwerk anfertigen lassen und zwar einen Heiligen Florian. Den hätte er gerne in der Stadt aufgestellt gesehen. Als man aber im Rathaus die Figur zu Gesicht bekommen hat, hat man sich wohl gedacht "Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!" und beschlossen, das Ding irgendwo hinzustellen, wo es keiner sieht. Der Zillinger hat das auch wunderbar begründet, indem er mitgeteilt hat, dass die "Skulptur im öffentlichen Raum ungeschützt dem Vandalismus ausgesetzt wäre." Da hat er sicher recht. Fraglich ist nur, ob man das dann wirklich Vandalismus nennen kann. Wenn heute einer sein abgemeldetes Schrottauto einfach an der Donau abstellt, wirds ja schließlich auch abgeschleppt. Die Schärdinger wollen das Ding angeblich haben. Ich glaubs zwar nicht, aber rüber damit! Rache für die Hypo Alpe Adria.

Wie findest Du die Florian-Skulptur, mein Tölpel, fragt sich neugierig

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ja, greißlich halt. Noch greißlicher als die Schallschutzwand. Aber das ist natürlich eine müßige Diskussion. Was ist Kunst, was nicht? Was ist schön, was nicht? Sinnlos darüber ein Wort zu verlieren. Die gleichen Leute, die gerne mal über Joseph Beuys sagen "Des gfallt mir fei ned, des mit dem Fett und dem Filz. Des is doch koa Kunst", finden aber einen zusammengeschweißten Blechhaufen gut, weil sie die Künstlerin kennen und weil die ja von hier ist. Wenn die Leute manchmal ein bisschen interessierter wären und manchmal ein bisschen ehrlicher, dann würden sie vielleicht einmal in ein Museum moderner Kunst gehen und außerdem erkennen, dass die Nixe an der Donau unterhalb der Zahnradfabrik ein abscheulich hässliches Ding ist. Aber jetzt mach ich schon wieder den Fehler und reg mich auf. Da gibt es Leute, die gehen zum Hansi Hinterseer und denen gefällt das tatsächlich und dann gibt es Leute, die gehen zum Orgelkonzert, finden es grauenvoll, aber tun ganz begeistert, weil sie meinen das wäre standesgemäß. Da braucht man wirklich nicht über Kunst streiten.

Aber eins muss ich noch los werden. Wenn dieser schreckliche Fasching vorbei ist, kommt wieder diese schreckliche Starkbierzeit und dann treten wieder diese Unmengen von "Kabarettisten" auf. Wo sie's nur alle herbringen? Ich habs ja früher schon mal geschrieben - man könnte meinen, es gibt bei uns mittlerweile mehr Kabarettisten als Starkbierfeste. Dafür kann man sich Zimmerschieds neues Programm nicht in Passau, sondern zwei Monate lang nur in München anschauen. Dabei ist das wirklich gut. Und nach Passau kommt dafür der Hansi Hinterseer. Na ja.

Das Lustigste der letzten Tage habe ich mal wieder in den Standesamtlichen Nachrichten am Samstag gelesen. Womit Eltern ihre Kinder fürs Leben stigmatisieren, ist mir doch immer wieder ein Quell zynischer Freude. Den Namen Charotta Antoinette Ascher für ein Mädchen aus dem Bayerwald halte ich optimistisch zumindest im ersten Teil für einen Tippfehler. Oder nennt wirklich jemand sein Kind Charotta? Fynn Elias Esprester für einen kleinen Österreicher kann aber kein Versehen mehr sein. Und jetzt noch eine Frage für Ästheten. Wenn ich mit Familiennamen Hein heiße, wie nenne ich dann meinen Nachwuchs? Conner Jake, eh klar. Weil Jan Pillemann Otze war schon vergeben.

Auf die Gefahr hin, dass mich jetzt dann alle hassen, noch eine Kulturkritik. Nachdem am Samstag in der Zeitungs stand, dass sich einige Stadträte (und halt auch einige nicht) mit dem neuen Gestaltungsbeirat getroffen haben, habe ich mal ein bisschen gegoogelt. Von Hütz und Landbrecht habe ich nicht mal auf die Schnelle eine Homepage gefunden, von Romana Ring allerdings gleich. Und zwar was für eine. Die Fotos, die funktionieren, wenn man sie anklickt, zeigen Gebäude, die mich - und das ist jetzt ein Euphemismus - spontan an Hasenställe erinnern. Hieß es nicht vor einiger Zeit in der PNP, einer von den anderen beiden Beiratsmitgliedern hätte eine Häuserzeile in Kohlbruck gebaut? Wenn das stimmt, dann freu ich mich schon auf das neue Stadtbild. Da steht dann auf dem Domplatz statt dem Max-Denkmal der Blech-Florian, die Domtürme kriegen ein Pultdach und die Häuser rundherum eine Lochblechfassade.

Und dann tret ich in die ÖDP ein! Servus

Dein Tölpel

Sonntag, 10. Januar 2010

Angefangen und abgedriftet

Lieber Tölpel!

Hast es auch gesehen? Auf der vorletzten Seite der AmSonntag? Die suchen einen Party-Fotografen. An sich nichts Besonderes - bis auf folgende Formulierung in der Anzeige: "Bewerber sollten eine besondere Vorliebe für gesellschaftliche Themen (...) haben." Hi hi, schön formuliert. Wenn man gerne jungen Mädels in peinlichen Klamotten in den Ausschnitt fotografiert, dann heißt das bei der AmSonntag "Vorliebe für gesellschaftliche Themen". Das wär doch fast schon was für Dich, Du alter Lustgreis. Sonst lassen sie Dich sowieso nirgends rein. Ja, ich glaube, es ist schon so: Wenn man gerne einen Sportwagen und eine Yacht hätte, aber es irgendwie nicht mal drauf hat, den neuen Polo zu finanzieren, wird man Kommunist. Wenn man sich als Frau immer wünscht, dass die geilen Typen auf einen scharf sind, man aber überhaupt keinen findet, der es einem freiwillig mal richtig besorgt, wird man Feministin und wenn man keine Freunde hat und nirgendwo mitmachen darf, wird man Party-Fotograf. Was hältst Du eigentlich von den sogenannten "Sex-Märchen" in der AmSonntag?

Apropos Märchen. Glaubst Du das eigentlich, dass in der Donaupassage, wo jetzt dann der C&A auszieht, bis März der Großteil der Flächen wieder belegt sein soll? Ich kann es mir kaum vorstellen. Das Ding stirbt doch so langsam vor sich hin. Die Mall ist tot, es lebe die Mall - also die andere. Warum ich jetzt auch noch mit diesen fürchterlichen Anglizismen anfange? Ganz einfach. Ich war gestern mal wieder in der anderen Mall, also der Stadtgalerie und da ist es mir wieder aufgefallen. Sale, Sale, überall Sale. Winter-Sale, Weihnachts-Sale, Neujahrs-Sale. Furchtbar, aber egal. Das ist ja jetzt kein spezifisches Stadtgalerie-Phänomen, dass man überall auf dieses Deppen-Englisch trifft. In der PNP-Beilage von Passaus Mall am ZOB ist mir aber was anderes aufgefallen. Brav schreibt sie da noch gefällig "Grüß Gott", die Center-Managerin Tanja Popp. Gleich auf der ersten Seite heißt es dann aber schon "Schornsteinfeger". Liebe Beilagenmacher, dieses Wort gibt es weder in Niederbayern, noch im angrenzenden Österreich. Hier heißt das Kaminkehrer und bei den Rot-Weiß-Roten Rauchfangkehrer. Den Vogel schießt aber der Artikel über die von der Innstadtbrauerei gesuchte Starkbierkönigin ab. Kann die doch tatsächlich ein "Trachtenoutfit" gewinnen! Fuck it, Baby, ein echtes Trachtenoutfit! Wie sieht denn sowas aus? Ist das dann ein original Dirndl Dress oder eher eine Leather Pant mit sexy Suspenders? Wer sich bewerben will, kann jedenfalls eine E-Mail an queen@wochenblatt.de senden. Kein Witz!

And now for something completely different. Passau ist total super... Und vor allem zukunftstauglich - schreibt die PNP und zwar ab vom Manager-Magazin. Demnach landet Passau unter 1.000 untersuchten Regionen der EU auf Platz 48. Ohne jetzt schon wieder alles negativ zu sehen - ich verstehe es nicht ganz. Einverstanden - mit Blick auf die Ostzone oder Portugal ist mir schon auch klar, dass wir nicht den Platz 917 einnehmen. Aber Platz 48? Die Kriterien waren immerhin z.B. wirtschaftliche Dynamik, demographische Entwicklung oder prozentueller Anteil an Akademikern. Kapier ich da was nicht? Diesbezüglich siehts doch eher ziemlich düster aus. Oder hat man da in der Auswertung (versehentlich) die Studenten mit eingerechnet. Das wäre aber dann wohl ein Fehler, oder? Die bleiben nämlich in überwiegender Zahl gar nicht in Passau, weil sie hier nämlich eben keine Zukunft haben. Erklärt mir das wer? Du vielleicht, Tölpelchen?

Dein Kathi

Liebe Kathi!

Ich kann es Dir nicht erklären, ich verstehe es auch nicht. Vor allem wenn es bei der Zahnrad so rosig weiter geht, könnte Passau schon mal ganz schnell von Platz 48 auf den Rang zwischen Hoyerswerda und Haapsalu abrutschen.

Zu Deiner Frage mit den Sex-Märchen in der AmSonntag. Ich kann dazu nur sagen: Ich will und kann immer, dreimal pro Woche ist zu wenig und Sex-Entzug verursacht Prostatakrebs. Und meine besten Freunde, Carlito und der Präsident, sehen das genauso. Und - entschuldigung - wenn eine Frau keine Lust auf einen flotten Dreier mit ihrer besten Freundin hat, dann soll sie halt bittesehr lila Pullis tragen und für DIE LINKE kandidieren. Ist doch wahr...

Wenn wir heute schon mal wieder auf diesem Level sind... Zu Deiner obigen Stammtischpolemik fallen mir auch noch ein paar schöne Beispiele ein: Wenn die Kinder aus dem Haus sind, man sich eine Putzfrau leisten kann, aber gleichzeitig stirbt vor Langeweile, dann macht man halt in Charity. Wenn man ein paar neue Aufträge für seine Firma kriegen will, geht man in den Stadtrat oder in den Lions-Club. Und wenn man für gar nichts zu gebrauchen ist? Hmm... Irgendwas mit Medien? In Passau? Zum Beispiel...

Servus

Dein Tölpel

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Aufgehört wie angefangen

Lieber Tölpel!

Weißt Du, was man glauben könnte, wenn man regelmäßig die Monopolpresse liest? Der Dittlmann wird langsam der wichtigste Mann im Dorf. In der AmSonntag war er noch als Verkehrsexperte zu sehen, gestern in der PNP klassisch als Grisu der kleine Feuerwehrmann und heute schon wieder als rührigster Stadtrat der aktivsten Stadtratsfraktion. Da wundert mich fast schon ein bisschen, dass der Karl Christian am Montag den Dupper und nicht den Dittlmann ganzseitig interviewt hat. Aber wer weiß - dem Oberjürgen wird ja von Manchen schon sowas wie eine erste Amtsmüdigkeit nachgesagt und Grisu kommt gerade in seine Sturm-und-Drang-Phase. Vielleicht darf der Karl ja zum Jahresende 2014 dann schon den Oberbürgermeister Dittlmann interviewen, der dann aber leider 2020 an Frankenberger abgibt. Und ich eröffne dann mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal.

An dem OB-Interview war gleich mehreres schön. Sehr schön war z.B., dass man sich gesiezt hat. Wenn man weiß, dass Christian Karl mit jedem Passauer befreundet und Jürgen Dupper zumindest mit jedem Passauer per Du ist, gibt das dem Ganzen schon eine leicht drollige Note. Saukomisch auch die Formulierung mit dem "Ziehsohn Markus Sturm". Wenn der sich mal schleunigst einen Bart wachsen ließe, dann sähe er nämlich seinem Ziehpapi sogar ziemlich ähnlich. Nur gehorchen müssen er und seine Undercover-Fraktion dem Papi im nächsten Jahr besser - sonst wird der Duce bald mächtig böse. Fast eine Unverschämtheit war der Dupper/Obama-Vergleich. Das muss sich unser Oberbürgermeister in seiner ganzen ihm eigenen Bescheidenheit wirklich nicht gefallen lassen. Wenn schon politische Vergleiche - dann vielleicht mit Putin oder Hu Jintao, aber nicht mit diesem windigen Weichei aus den USA. Auf die letzte Frage "Was wäre die schönste Schlagzeile, die Sie im kommenden Jahr gerne in der PNP lesen würden?" hat unser OB übrigens nicht mit "Dupper ergreift Weltherrschaft" geantwortet, sondern politisch korrekt irgendwas mit Kindern. Naja, g'lernt is' g'lernt.

Eine der vielen Prinzipien auf Wahlinfo-Passau ist es, nicht nachzutreten. Wir kümmern uns um die, die sich wichtig nehmen und wichtig machen und nicht um die, die in irgendeiner Weise verloren haben. Wenn ich aber lese, mit welcher Verbohrtheit und Uneinsichtigkeit die Ex-SPD-Abgeordnete über ihre Abwahl spricht, dann kommt mir die Galle hoch. Sie sei "zu hundert Prozent davon ausgegangen, wieder in den Bundestag gewählt" zu werden, lamentiert sie und beklagt sich, dass sie "fünf Kinder habe" und "keine Putzfrau mehr im Haus" und dass sie jetzt "mit leeren Händen" da stünde. Ja, spinnt die? Die ist ja noch schlimmer, als ich das jemals zu glauben gewagt habe. Abgesehen davon, dass wir ihr vorhergesagt haben, dass sie rausfliegt, hat sie wohl wirklich ihr Mandat als Versorgungsposten für sich und ihre fünf Kinder gesehen. Und jetzt beschwert sie sich über den Wähler, der ihr ihre Abgeordentenbezüge weggenommen hat. Liebe Passauer SPD! Wenn Ihr diese Frau in vier Jahren nochmals aufstellen solltet, dann wünsche ich Euch, dass Ihr unter fünf Prozent fallt.

Eine ganz andere Frage habe ich noch an Dich: Was hältst Du denn von der Diskussion über die angeblich unterrepräsentierten weiblichen Straßennamen? Es haben ja noch nicht mal alle weiblichen Stadträtinnen diese dringende Notwendigkeit gesehen.

Guten Rutsch!

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Eine wars... Eine Stadträtin hat gemeint, dass man überhaupt überlegen sollte, ob man Straßen in Passau unbedingt nach Passauerinnen und Passauern benennen muss. Aus ihrer Sicht ist das natürlich verständlich, weil wenn man alle paar Jahre seinen Namen wechselt, dann passt man posthum mit allen Namen schwer auf ein Straßenschild, bzw. ergibt sich die Frage, mit welchem Namen man verewigt wird. Mit dem letzten, dem kürzesten oder mit dem, den man am längsten trug? Pardon, kleiner boshafter Scherz zum Jahresende. Ich muss der klügsten aller Stadträtinnen unverhohlen recht geben. Eine so große Dichte an berühmten Persönlichkeiten haben wir in unserem kleinen Städtchen wirklich nicht, dass man alle neuen Straßen nach solchen benennen könnte. Dass es irgendwann mal einen Andreas-Scheuer-Platz gibt - klare Sache. Aber eine Hildegunde-Brummer-Gasse ist genau so übertrieben wie ein Jörn-Rüther-Weg. (Who - the fuck - is Jörn Rüther?)

Ich habe übrigens gehört, dass eine berühmte Passauer Wohltäterin einen anderen berühmten Passauer Wohltäter wegen eines eklatanten Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) belangen will. Zweiterer veranstaltet zum wiederholten Male ein V.I.P.-Benefiz-Tennisturnier und sucht für den Gala-Abend (sic!) eine Moderatorin. Jeder Passauer weiß, dass es, wenn es um Gala-Abende geht, nur eine einzige Dame in der gesamten Region gibt, die in der Lage ist, einen solchen Abend ladylike zu moderieren. Jetzt sucht dieser Drecks-Chauvi-Wohltäter aber eine Moderatorin, die "sportlich, redegewandt, charmant und jung" (PNP, 31.12.09, S.23) ist. Nach § 1 AGG ist es Ziel dieses Gesetzes "Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen." Die berühmte Passauer Wohltäterin will nach § 15 AGG Entschädigung und Schadensersatz in Höhe von mindestens 11.000 Euro verlangen.

Schluss mit den Albernheiten. Am Ende des Jahres sollten wir uns alle miteinander richtig lieb haben. Und wir sollten gute Vorsätze haben. Einer meiner größten Vorsätze für das Jahr 2010 ist, noch mehr Leser für Wahlinfo-Passau zu gewinnen und das mediale Leitorgan für Passau zu werden. Und dann natürlich die Weltherrschaft. Mindestens.

Prost!

Euer Tölpel

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Mal was Nettes

Wir wünschen unseren Millionen Lesern auf der ganzen Welt ein friedliches und geruhsames Weihnachtsfest.

Der Präsident, Cassiel, Carlito, Kathi & Tölpel

Freitag, 18. Dezember 2009

Angefixt und abgefrühstückt

Lieber Tölpel!

Mit Interesse habe ich gelesen, dass es am Auersperg-Gymnasium einen Infoabend gegeben hat, wo Oberstufenschüler von Profis Tipps für die Berufswahl bekommen haben. Da hat z.B. der Stefan Rammer erklärt, wie man eine Zeitung macht und der Reinhold Sigl von TRP1 hat erläutert, wie Fernsehen geht. Hi hi, da hätte jetzt noch der Damberger gefehlt, der beschreibt, wie man erfolgreich eine Fraktion führt oder der Mangold, der den Kids verrät, wie man binnen weniger Tage die Metamorphose vom verkniffen-verklemmten Oppositionsselbstdarsteller zum verkniffen-verklemmten Amtsträgerselbstdarsteller hinkriegt. Damit könnte er nämlich auf Seminar-Tournee gehen - so schnell und so perfekt schafft das kaum einer.

Apropos TRP1. Ich schaue das ja praktisch nie, aber letzte Woche hat es sich irgendwie ergeben. Fazit: Das war besser als 9Live, QVC oder HSE24. Ich habe eine Moderatorin gesehen, die kenne ich gesichtsweise schon seit gefühlt einem Vierteljahrhundert, welche limitiert-telegen eine junge Dame interviewt hat. Diese Dame namens Dr. Petia Genkova (sehenswerte Homepage übrigens) hat dann irgendwas erzählt über Exzesse bei Weihnachtsfeiern und die sehr begabte Moderatorin hat dann immer ganz betroffen geschaut. Boah, ich hätte mich fast weggeschmissen. Sowas Skurriles sieht man - glaube ich - sonst nur noch im Offenen Kanal Hoyerswerda, bei Loriot oder im Video-Workshop der VHS. (Ganz nebenbei: Wann wird man endlich diesen Mixa los?)

Lobenswerte Aktion: Nachdem immer mehr Kinder ohne vernünftiges Frühstück in den Kindergarten kommen, gibt es jetzt im Grubweger Kindergarten Frühstück für alle. Wie ist das eigentlich in den Kinderkrippen? Gibts da auch Frühstück? Obwohl - das brauchts eigentlich gar nicht, zumindest nicht mehr ab 2013. Weil die Kinder, die weder ein gescheites Frühstück noch überhaupt was Anständiges zu essen kriegen, die bleiben dann ja alle zuhause, weil die Eltern die 150 Euro Betreuungsgeld kassieren. Na ja, müssen sie halt früh zu rauchen anfangen - hilft auch gegen Hunger. Wir könnten auch einfach alle wieder ganz viel Geld spenden und das legen wir im Kindergarten dann in ein Körbchen und die Eltern, die sich den Euro pro Woche fürs Kinderfrühstück nicht leisten können, nehmen sich dann einfach immer genau so viel raus, wie sie gerade brauchen. Win-Win-Situation - wir, die Guten sind glücklich, weil wir wieder so toll sozial waren und die Anderen, die Prekarier sind glücklich, weil sie ihren Kindern mal wieder ein tolles Frühstück mit selbstgemachtem Müsli und Bio-Obst zaubern können. What a wonderful world.

Was ich Dich schon lang mal fragen wollte: Was hältst Du eigentlich von der Lebkuchenmessergeschichte? Hast Du da eine Meinung oder sollte man sich da raushalten?

Vorweihnachtliche Grüße

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Dazu habe ich gar keine Meinung. Ich finde die ganze Sache nur sehr geheimnisvoll. Und ich habe ein kleines Déjà-vu. Ein Streit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizeichefs ist ja in Passau nichts Neues. Erinnern sich noch alle?

Kannst Du mir eigentlich erklären, wofür erwachsene Männer einen Fanclub und dann auch noch ein Luxusvereinsheim brauchen? Schlechter Sex? Bierkonsum ohne Kontrolle der Alten? Oder einfach nur eine Profilneurose? Für mich kommt das Wort Fanclub jedenfalls auf der Liste schlimmer Wörter noch vor Analfistel und gleich nach ÖDP.

Apropos... Kennst Du den? Warum wird Frau Gugger-Bessinger trotz 100-prozentiger Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil nicht Intendantin der Europäischen Wochen? Weil es in Passau nicht genug Lagerräume für die Sachspenden der Sponsoren gibt! Ha ha, gut oder? Und noch was hat sich geklärt, nämlich wer die Informanten der falschen PNP-Kathi sind. Hat sie selber letzten Samstag so geschrieben: Alles Stammkunden beim Nervenarzt. Und der falsche Tölpel hat seinen Informanten Schaffner mal wieder mit Foto vorgestellt. Bei denen brauchst Dich echt über nix mehr wundern.

Die gute Nachricht zum Schluss: In der Tschechei kann man sich jetzt dann legal mit Drogen versorgen. Die ganzen armen Schweine, denen der Puffbesuch in Passau zu teuer ist, weil das Frühstück im Kindergarten einen Euro kostet, können jetzt also bald, gleich nachdem sie irgendeinem bedauernswerten, aus Osteuropa verschleppten Mädchen ihre Männlichkeit bewiesen haben, noch gemütlich einen Joint rauchen oder vorher Koks schnupfen - je nach Belieben. Nur nach Deutschland mitnehmen dürfen sie den Stoff nicht. Dafür aber das gute Gefühl, dass man vielleicht doch kein kleines mickriges Würstel ist, sondern ein ganz toller Herrenmensch. Eigentlich ganz gut, dass es jetzt bei uns wieder Sklaverei und Kolonien gibt - vielleicht sparen sich so die ganzen Wichte den Nervenarzt. Und für Tripper usw. gibts den Urologen.

Legalize it!

Dein Tölpel

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Nachtgebet wegen Schlaflosigkeit

Lieber Gott, ich bin nicht fromm.
Deshalb nicht in den Himmel komm.

Dass Du zu Lebzeit mich schon quälst
und s'Fegefeuer mir auswählst
und mir diese Träume schickst
während Du gemütlich schlafen liegst.

Von Weibern träum ich jede Nacht,
hat mich nie um den Schlaf gebracht.
Doch plötzlich war Simone da,
jetzt auch noch diese Claudia.

Sie sind beide furchtbar schön,
sie sind beide furchtbar fleißig.
Ich würd sie beide nehmen,
wären sie nicht über dreißig.

Drum, lieber Gott, schick mir jetzt Schlaf.
Ich zähl auch an die hundert Schaf'.
Und vernehme noch die letzte Kunde:
Schick mir im Traum die Hildegunde.

Montag, 14. Dezember 2009

Rubrik: Leserwünsche

Gewünscht von unserem Stammleser Joseph G.