Lieber Tölpel!
Nun ja. Dass in Sachen Nichtraucherschutz, bzw. große Freiheit für Nikotinsüchtige in den letzten Jahren einiges schief gelaufen ist, ist ja eher unstrittig. Eher umstritten ist jedoch, wer denn hier so richtig Mist gebaut hat. Da sollte man nicht vergessen, dass die CSU - damals noch Alleinregierung - ein ziemlich striktes Nichtraucherschutzgesetz erlassen hat. Nach der brutalen Wahlklatsche hat man dann gemeinsam mit dem neuen Juniorpartner wieder alles aufgeweicht, was dazu geführt hat, - und das ist schon ein entscheidender Punkt - dass ein großes Chaos vorherrschte, manche Gastronomen einfach wieder die Aschenbecher hingestellt haben und die Nichtraucher sauer waren. Was wir jetzt ab heute haben, ist sicher auch nicht der große Wurf, weil ich es eigentlich ziemlich deppert finde, wenn man in einer Zigarrenbar keine Zigarren rauchen darf. Dass sich die Betroffenenen darüber aufregen, kann ich durchaus nachvollziehen. Was mir allerdings schwerst auf die Nerven geht, sind diese militanten Wirte und aggressiven Raucheraktivisten, die jetzt aus allen Löchern kriechen und so tun, als hätte das selbsterfundene Menschenrecht, immer und überall zu rauchen, was mit Freiheit zu tun. Denkt doch bitte mal nur zehn Jahre zurück. Da war es noch absolut üblich und gesellschaftlich akzeptiert, sich in einem Speiserestaurant eine Zigarre anzuzünden und zwar während am Nebentisch gegessen wurde. Oder im Flugzeug: Da habe ich mehr geraucht als sonst, weil es eh so fad war. Wie verbohrt, intolerant und egoistisch muss man aber sein, um nicht zu erkennen, dass dieses Verhalten eine Zumutung für viele Nichtraucher war. Denen wurde schlecht, denen hat das Essen nicht mehr geschmeckt, die wurden in ihrer Freiheit massiv beeinträchtigt. Und deshalb ist auch der Volksentscheid so ausgegangen - weil viele der Meinung waren, dass die Freiheit des Belästigten schon auch mindestens so wichtig ist wie die Freiheit des Störers. Nochmal: Dass es auch ein gemütliches Plätzchen für Raucher geben soll - überhaupt nichts dagegen. Dass es wieder so werden soll wie vor zehn Jahren - weltfremder, anachronistischer Quatsch. Vielleicht sollten die Medien jetzt langsam mal aufhören, diesem primitiven Abschaum, der jetzt gemerkt hat, dass er in die Zeitung kommt, wenn er den Frankenberger beschimpft oder bedroht, auch noch eine Bühne zu geben. Diesen Leuten gehts nämlich genauso wenig um die Sache. Die haben auch nur ein Ego-Problem.
Es ist schon auch bestimmt eine Frage, wie die Gesellschaft, in der wir leben, gerade tickt. Lustig finde ich immer wieder, dass gerade unter aufgeklärten Menschen mit einem durchaus soliden Intelligenz- und Bildungsfundament oftmals eine gewisse Schizophrenie vorherrscht. So belächelt man gerne Andere, die beim Tischerücken Kontakt zu Verstorbenen herstellen, beschäftigt sich aber selbst intensiv mit Astrologie. Man weiß, dass eine Sonnenfinsternis nichts Mystisches hat, würde sich aber bei Vollmond keinen Weisheitszahn ziehen lassen. Ganz schlimm ist es bei Krankheiten. Wenn jemand immer wieder mal Kopfschmerzen hat, dann kann er entweder eine Tablette nehmen oder an die frische Luft gehen oder versuchen, ein gesünderes Leben zu führen. Wenn er aber sowieso schon an Wunderheilungen glaubt, dann kann er entweder nach Altötting wallfahren oder zum Schamanen gehen und wenn er an die Homöopathie glaubt, dann frisst er halt Globuli aus Hundescheiße oder einfach nur aus Wasser und Zucker. Helfen wird ihm das alles, weil er ja schon vorher wusste, dass es ihm helfen wird.
Das eine ist ein weitverbreiteter Aberglaube, der in unseren Breiten auch nicht viel seltener (nur anders) ist als in Zentralafrika. Das andere ist die ideologische Verbohrtheit vieler Zeitgenossen. Da können tausend Fachleute und Gutachten zu dem Schluss kommen, dass es bereits ausreichend Straßen zur Autobahn gibt und dass eine weitere Schneise und eine weitere Brücke für die paar Hansel, die sie zu brauchen glauben, wirklich unverhältnismäßig wären - scheißegal. Wenn sich die ABC-Aktivisten (wobei man besser von dem ABC-Aktivisten und seinen Statisten sprechen sollte) einmal in den Kopf gesetzt haben, dass man ein geteertes Denkmal haben will, dann wird davon auch nach schlüssigster Widerlegung eines Nordtangentenbedarfes keinen Millimeter abgewichen. Wieso auch? Schließlich müsste man dann zugeben, dass man sich getäuscht hat oder aber ganz andere Ziele verfolgt. Wenn man dann noch einen Landrat hat, dessen Begabung mit Mühe zum Grüß-Gott-Kasperl reicht, findet man in dem auch noch einen Verbündeten. Und die PNP-Landkreisredaktion kann sowieso jedem Quatsch noch irgendwas abgewinnen, natürlich mit kritischer Würdigung - man ist ja Vollblutjournalist.
Meinst Du, dass die Sommerlochthemen noch schlimmer werden, fragt Dich gelangweilt
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Auch ich lese ganz selten mal den PNP-Landkreisteil und bin auf etwas viel Lustigeres gestoßen. Da kündigt der Wirt eines Pockinger Wirtshauses seine bevorstehende Insolvenz an. Soweit nichts Ungewöhnliches. Allerdings kündigt er seine Insolvenz nicht für die nächste Woche oder den nächsten Monat an, sondern für irgendwann im Herbst. Jetzt im Sommer nimmt er noch ein paar Feste und Hochzeiten mit und im Herbst will er sich dann beruflich verändern und schließt sein Wirtshaus mittels einer Insolvenz. Das ist ja praktisch: Wenn der Günther nicht mehr mag, stellt er Insolvenzantrag. Spart man sich auch den ganzen Ärger mit Geschäftsauflösung usw. Das macht dann der Insolvenzverwalter. Ich frage mich nur, ob die Gläubiger und der Staatsanwalt das genauso lustig finden.
Dass Verwaltung und Bauausschuss gemeinsam gegen die Errichtung weiterer Toskanahäuser vorgehen, ist zwar, wenn man sich am Stadtrand ein wenig umsieht, fast schon zu spät, aber grundsätzlich lobenswert. Dass das Bauordnungsamt sich damit beschäftigen muss, ob Bewohner der Altstadt auf ihren Dächern bei schönem Wetter mal einen Sonnenschirm aufstellen, liegt nicht an der Böswilligkeit der Beamten, sondern an der Blockwartmentalität mancher Nachbarn, die es scheinbar nicht ertragen können, wenn es sich Andere gut gehen lassen. Wenn diese kranken Geister dann das Bauordungsamt terrorisieren, muss diese Behörde, die eigentlich von sich aus gar nichts unternehmen würde, dem Dachterrassennutzer mitteilen, dass seine Terrasse "nicht nur formell, sondern auch materiell unzulässig" ist. Das bezieht sich vorwiegend auf "Dachterrassen, soweit sie von neuralgischen Punkten der Stadt Passau aus einsehbar sind." Der Dachterrassennutzer wird dann noch von der Sachbearbeiterin um Verständnis gebeten, "da wir ansonsten mit einer Vielzahl von Bezugsfällen rechnen müssen." Wenn sich allerdings der Dachterrassennutzer sofort zur Recherche zum, bezogen auf die Einsehbarkeit, hochneuralgischen Punkt Oberhaus begibt, stellt er fest, dass massig Sonnenschirme, sprich Bezugsfälle im einsehbaren Altstadtbereich existieren. Netterweise kommt unserem Dachterrassennutzer auch noch die PNP zur Hilfe, die in einer Samstagsserie die schönsten Dachterrassen dokumentiert. Also entweder müssen die jetzt alle weg oder die Politiker überlegen sich was. Ich bin schon gespannt.
Übrigens, PNP! Nicht nur ich stelle fest, dass Euer Online-Auftritt immer unübersichtlicher und unattraktiver wird. Schaut Ihr Euch eigentlich auch mal die Websites Eurer (auch kleineren) Mitbewerber an? Die sind zwar auch nicht schön, aber immer noch besser als Eure. Auch die Themenauswahl in der Papierausgabe befremdet mich immer wieder. Immer noch schweigt Ihr (gerade Euch nicht genehme) Themen beharrlich tot, aber wenn die Stalinisten-, Enteignungs- und Stasiverbrecherpartei ein Büro in Passau eröffnet, dann berichtet Ihr darüber sogar mit Foto. Wenn der Klotzek zum Schreiben dran ist, gibts 14 Polizeiartikel in einer Ausgabe und wenn man die Pierach ließe, gäbe es jeden Tag einen Artikel über Lieblingsmehlspeise, Hobbys und Unterwäsche der Passauer Vollblut-Spitzen-Juristen. Dann lasst doch lieber den Danninger öfter was schreiben. Der schreibt wenigstens richtig dada. Oder den Dings, den Lampelhofer. Der schreibt immer so schön über... Naja, vergessen, egal.
Noch einen schönen lazy sunday afternoon!
Dein Tölpel
Sonntag, 1. August 2010
Freitag, 30. Juli 2010
Kolumne...
... leider nochmals verschoben. Wegen leichter Arbeitsüberlastung.
Morgen oder spätestens bis Sonntag.
Großes Präsidentenehrenwort!
Morgen oder spätestens bis Sonntag.
Großes Präsidentenehrenwort!
Donnerstag, 29. Juli 2010
Mittwoch, 21. Juli 2010
Donnerstag, 15. Juli 2010
Ausgekocht und abgeschoben
Lieber Tölpel!
Zum Einstieg heute ein Sujet, das sich unverständlicherweise ganz viele Leute in Passau zum Lieblingsthema auserkoren haben: Der Verkehr unter besonderer Berücksichtigung des Straßen- und Brückenbaus. Unverständlicherweise deshalb, weil diese angeblich ganz vielen Leute unbedingt eine Nordtangente und/oder eine Innbrücke brauchen. Also ich bin ja nicht immer in Passau, aber wenn ich da bin, fahre ich täglich auf der Freyungerstraße und dem Anger und in letzter Zeit auch öfter mal in die Innstadt und zurück. Abgesehen davon, dass die armen Anwohner in der Ilzstadt und der Innstadt wirklich mit einem hohem Verkehrsaufkommen geplagt sind, komme ich praktisch immer problemlos und ohne Stau durch. Ich weiß nicht, ob die Nordtangenten- und Brückenbefürworter schon einmal in München waren oder auch in anderen Kleinstädten wie Landshut oder Freising oder was weiß ich - da stehe ich jedenfalls eher mal im innerstädtischen Stau und zwar länger als in Passau. Ich gehe jedenfalls mit jedem jede Wette ein, dass nach dem Bau einer Nordtangente die Fassaden in der Freyungerstraße genauso oft gestrichen werden müssen wie bisher und sich nach einem Brückenbau genauso viel Verkehr durch die Schmiedgasse plagt wie ohne Brücke. Und wegen irgendwelcher Politiker, die sich in das Thema verrannt haben und sich gerne mal wieder profilieren wollen, brauchen wir schon gar keine Brücke.
Den Volksentscheid haben wir auch hinter uns gebracht, was aber nicht heißt, dass die Diskussionen jetzt weniger lustig sind. Auf vielfache Aufforderung hin habe ich versucht, mir die Aufzeichnung von Frankenberger bei Friedmann anzusehen. Es ging nicht. Da schau ich mir ja lieber "Dieter Bohlen interviewt Daniel Küblböck" an. Obwohl der Bohlen noch nicht mal ganz so unerträglich ist wie der Friedmann. Der Frankenberger ist aber echt so etwas wie der Küblböck (gibts den noch?) der U-Politik. Sagt komische Sachen, hüpft albern durchs Leben und geht praktisch jedem auf die Nerven - außer den paar Durchgepeitschten, die ihn für den Messias halten. Seine neue Mission ist jetzt die vollkrass-direkte Demokratie. Das Volk soll nämlich zukünftig über alles mögliche abstimmen. Da freue ich mich schon drauf. Keine Steuern mehr, Enteignung der Reichen bei gleichzeitiger Verzehnfachung der Hartz IV-Sätze, öffentliche Steinigungen von Kinderschändern und Freibier für alle. Dass noch nicht einmal unsere nicht ganz so direkte Demokratie richtig funktioniert, sieht man doch am Beispiel Frankenberger und den vielen anderen Kollegen. Wer hat denn die in den Stadtrat gewählt? Eben.
Vox populi, vox Rindvieh. Und damit meine ich jetzt gar nicht diejenigen, die beim Volksentscheid mit Ja oder Nein gestimmt haben, sondern diejenigen, die jetzt durch besonders blöde Kommentierungen auffallen. Natürlich ist auch mir nicht einsehbar, warum man in einer Lokalität, in der Zigarren verkauft werden und die sich Tabak-Bar nennt, nicht rauchen darf. Das Problem wird sich sicher noch lösen lassen. Wenn sich allerdings der Wirt einer winzigen Grubweger Eckkneipe, in der sich nach eigenem Bekunden ohnehin nur Raucher aufhalten, groß in der Zeitung exponiert, er würde jetzt dann sein Lokal zusperren und zukünftig vom Staat leben, dann zeugt das nicht nur von einem stark verminderten Problemlösungsvermögen, sondern auch von einer ganz typischen Einstellung mancher Mitmenschen. (Solche Leute dürfen übrigens auch wählen und bei Volksentscheiden mitmachen) Warum hält sich der Mann nicht einfach ganz still und lässt seine Gäste weiter rauchen. Auch hier eine Wette: In 20 Jahren kommt da keiner zum Kontrollieren. Der Schärfste ist aber Gastro-Urgestein (Zitat ck) Ritschie Bobula. Selber als Wirt Leute denunzieren, nur weil sie nach einem harten Arbeitstag zum Weißbier eine Mundentspannung brauchen und jetzt Angst haben, dass einer kommt, der sich beschwert, weil seine Gäste - allesamt wohl Genussraucher - an einem Abend gut 2.000 Zigaretten (Zitat Urgestein) rauchen. "Penetrante Nichtraucher unerwünscht!" hat er deshalb auf ein Schild geschrieben und dieses vor seinem Lokal aufgehängt. Das bringt sicher den gewünschten Effekt. Hier wird bestimmt nie kontrolliert. Und wenn doch, dann lebt halt noch einer vom Staat. Sind ja schließlich die anderen schuld.
Hast Du eigentlich beim Volksentscheid abgestimmt, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Ich sehe das ähnlich wie Du. Wenn man das Volk abstimmen lässt, kommt auch nichts Gescheiteres raus als wenn die Politik etwas beschließt. Vielleicht ist die beste Regierungsform doch die Anarchie mit einem starken Anarchen an der Spitze. (Na, wer hat das gesagt?) Der Frankenberger will jetzt jedenfalls das Volk mit Volksentscheiden auf Bundesebene und der Direktwahl des Bundespräsidenten beglücken. Vielleicht wird dann Heidi Klum Präsident oder Johannes B. Kerner oder auch Bernd das Brot. Und wenn Frankenberger jetzt 2020 doch nicht den Oberbürgermeister machen mag, dann haben wir ja immer noch den Ritschie, das alte Urgestein.
Aber bis dahin haben wir ja noch ein Weilchen. Wer wirds denn eigentlich 2014 versuchen, den starken Anarchen JD ein wenig zu ärgern? Man hört da ja die wildesten Gerüchte. Welche? Nun, darüber kann ich (noch) nicht sprechen. Zu absurd.
"Koch kehrt Heimatverlag den Rücken", schreibt der Hubsi Denk. "Heimatverlag weist Koch die Tür", wäre wohl treffender gewesen. Irgendwie klappt das mit der Personalpolitik von Frau TD auch nicht so richtig. Dass der Koch als Lokalchef schon eine Fehlbesetzung war, wusste jeder Interessierte außer Frau TD. Dass die Versetzung in die Online-Redaktion das Leiden nur verlängerte, weiß auch jeder, dem die Kochsche Unbeliebtheit dorten zu Ohren gekommen war. Schwupp - wieder mal einer entsorgt, wie schon derzeit der Rücker, der, gerade auch mit der notwendigen zeitlichen Distanz betrachtet, seinen Job damals wirklich nicht so schlecht gemacht hat. Jetzt haben wir seit geraumer Zeit wieder einen neuen Lokalchef, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann. Ob es am Namen liegt oder an seiner Präsenz? Und wenn er mal was schreibt, dann liest es sich regelmäßig eine Spur zu unverbindlich. Liebe Frau TD, es wird mal wieder Zeit für einen brutalstmöglichen Eingriff. Vorschlag: Der Klotzek macht die Wie-creme-ich-mich-nach-dem-Duschen-richtig-ein-Seite, der Lampeldingsbums macht die Standesamtlichen Nachrichten, der Danninger macht so psychedelisch weiter wie bisher, die Pierach macht nur noch Home-Stories von den Passauer Vollblut-Juristen und Semmel wird neue Redaktionsleiterin. Ich freue mich heute schon auf die neue Titelseite des Passauer Lokalteils: "Der große Stadtrats-Sexreport - Wer treibts mit wem? Folge 1: 'Die Weiber nennen mich nur Bud Spencer.' Ein Pastoralreferent packt aus."
Seeervuuus
Tölpel, der Sommerlochstopfer
Zum Einstieg heute ein Sujet, das sich unverständlicherweise ganz viele Leute in Passau zum Lieblingsthema auserkoren haben: Der Verkehr unter besonderer Berücksichtigung des Straßen- und Brückenbaus. Unverständlicherweise deshalb, weil diese angeblich ganz vielen Leute unbedingt eine Nordtangente und/oder eine Innbrücke brauchen. Also ich bin ja nicht immer in Passau, aber wenn ich da bin, fahre ich täglich auf der Freyungerstraße und dem Anger und in letzter Zeit auch öfter mal in die Innstadt und zurück. Abgesehen davon, dass die armen Anwohner in der Ilzstadt und der Innstadt wirklich mit einem hohem Verkehrsaufkommen geplagt sind, komme ich praktisch immer problemlos und ohne Stau durch. Ich weiß nicht, ob die Nordtangenten- und Brückenbefürworter schon einmal in München waren oder auch in anderen Kleinstädten wie Landshut oder Freising oder was weiß ich - da stehe ich jedenfalls eher mal im innerstädtischen Stau und zwar länger als in Passau. Ich gehe jedenfalls mit jedem jede Wette ein, dass nach dem Bau einer Nordtangente die Fassaden in der Freyungerstraße genauso oft gestrichen werden müssen wie bisher und sich nach einem Brückenbau genauso viel Verkehr durch die Schmiedgasse plagt wie ohne Brücke. Und wegen irgendwelcher Politiker, die sich in das Thema verrannt haben und sich gerne mal wieder profilieren wollen, brauchen wir schon gar keine Brücke.
Den Volksentscheid haben wir auch hinter uns gebracht, was aber nicht heißt, dass die Diskussionen jetzt weniger lustig sind. Auf vielfache Aufforderung hin habe ich versucht, mir die Aufzeichnung von Frankenberger bei Friedmann anzusehen. Es ging nicht. Da schau ich mir ja lieber "Dieter Bohlen interviewt Daniel Küblböck" an. Obwohl der Bohlen noch nicht mal ganz so unerträglich ist wie der Friedmann. Der Frankenberger ist aber echt so etwas wie der Küblböck (gibts den noch?) der U-Politik. Sagt komische Sachen, hüpft albern durchs Leben und geht praktisch jedem auf die Nerven - außer den paar Durchgepeitschten, die ihn für den Messias halten. Seine neue Mission ist jetzt die vollkrass-direkte Demokratie. Das Volk soll nämlich zukünftig über alles mögliche abstimmen. Da freue ich mich schon drauf. Keine Steuern mehr, Enteignung der Reichen bei gleichzeitiger Verzehnfachung der Hartz IV-Sätze, öffentliche Steinigungen von Kinderschändern und Freibier für alle. Dass noch nicht einmal unsere nicht ganz so direkte Demokratie richtig funktioniert, sieht man doch am Beispiel Frankenberger und den vielen anderen Kollegen. Wer hat denn die in den Stadtrat gewählt? Eben.
Vox populi, vox Rindvieh. Und damit meine ich jetzt gar nicht diejenigen, die beim Volksentscheid mit Ja oder Nein gestimmt haben, sondern diejenigen, die jetzt durch besonders blöde Kommentierungen auffallen. Natürlich ist auch mir nicht einsehbar, warum man in einer Lokalität, in der Zigarren verkauft werden und die sich Tabak-Bar nennt, nicht rauchen darf. Das Problem wird sich sicher noch lösen lassen. Wenn sich allerdings der Wirt einer winzigen Grubweger Eckkneipe, in der sich nach eigenem Bekunden ohnehin nur Raucher aufhalten, groß in der Zeitung exponiert, er würde jetzt dann sein Lokal zusperren und zukünftig vom Staat leben, dann zeugt das nicht nur von einem stark verminderten Problemlösungsvermögen, sondern auch von einer ganz typischen Einstellung mancher Mitmenschen. (Solche Leute dürfen übrigens auch wählen und bei Volksentscheiden mitmachen) Warum hält sich der Mann nicht einfach ganz still und lässt seine Gäste weiter rauchen. Auch hier eine Wette: In 20 Jahren kommt da keiner zum Kontrollieren. Der Schärfste ist aber Gastro-Urgestein (Zitat ck) Ritschie Bobula. Selber als Wirt Leute denunzieren, nur weil sie nach einem harten Arbeitstag zum Weißbier eine Mundentspannung brauchen und jetzt Angst haben, dass einer kommt, der sich beschwert, weil seine Gäste - allesamt wohl Genussraucher - an einem Abend gut 2.000 Zigaretten (Zitat Urgestein) rauchen. "Penetrante Nichtraucher unerwünscht!" hat er deshalb auf ein Schild geschrieben und dieses vor seinem Lokal aufgehängt. Das bringt sicher den gewünschten Effekt. Hier wird bestimmt nie kontrolliert. Und wenn doch, dann lebt halt noch einer vom Staat. Sind ja schließlich die anderen schuld.
Hast Du eigentlich beim Volksentscheid abgestimmt, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Ich sehe das ähnlich wie Du. Wenn man das Volk abstimmen lässt, kommt auch nichts Gescheiteres raus als wenn die Politik etwas beschließt. Vielleicht ist die beste Regierungsform doch die Anarchie mit einem starken Anarchen an der Spitze. (Na, wer hat das gesagt?) Der Frankenberger will jetzt jedenfalls das Volk mit Volksentscheiden auf Bundesebene und der Direktwahl des Bundespräsidenten beglücken. Vielleicht wird dann Heidi Klum Präsident oder Johannes B. Kerner oder auch Bernd das Brot. Und wenn Frankenberger jetzt 2020 doch nicht den Oberbürgermeister machen mag, dann haben wir ja immer noch den Ritschie, das alte Urgestein.
Aber bis dahin haben wir ja noch ein Weilchen. Wer wirds denn eigentlich 2014 versuchen, den starken Anarchen JD ein wenig zu ärgern? Man hört da ja die wildesten Gerüchte. Welche? Nun, darüber kann ich (noch) nicht sprechen. Zu absurd.
"Koch kehrt Heimatverlag den Rücken", schreibt der Hubsi Denk. "Heimatverlag weist Koch die Tür", wäre wohl treffender gewesen. Irgendwie klappt das mit der Personalpolitik von Frau TD auch nicht so richtig. Dass der Koch als Lokalchef schon eine Fehlbesetzung war, wusste jeder Interessierte außer Frau TD. Dass die Versetzung in die Online-Redaktion das Leiden nur verlängerte, weiß auch jeder, dem die Kochsche Unbeliebtheit dorten zu Ohren gekommen war. Schwupp - wieder mal einer entsorgt, wie schon derzeit der Rücker, der, gerade auch mit der notwendigen zeitlichen Distanz betrachtet, seinen Job damals wirklich nicht so schlecht gemacht hat. Jetzt haben wir seit geraumer Zeit wieder einen neuen Lokalchef, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann. Ob es am Namen liegt oder an seiner Präsenz? Und wenn er mal was schreibt, dann liest es sich regelmäßig eine Spur zu unverbindlich. Liebe Frau TD, es wird mal wieder Zeit für einen brutalstmöglichen Eingriff. Vorschlag: Der Klotzek macht die Wie-creme-ich-mich-nach-dem-Duschen-richtig-ein-Seite, der Lampeldingsbums macht die Standesamtlichen Nachrichten, der Danninger macht so psychedelisch weiter wie bisher, die Pierach macht nur noch Home-Stories von den Passauer Vollblut-Juristen und Semmel wird neue Redaktionsleiterin. Ich freue mich heute schon auf die neue Titelseite des Passauer Lokalteils: "Der große Stadtrats-Sexreport - Wer treibts mit wem? Folge 1: 'Die Weiber nennen mich nur Bud Spencer.' Ein Pastoralreferent packt aus."
Seeervuuus
Tölpel, der Sommerlochstopfer
Dienstag, 13. Juli 2010
Montag, 12. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
So so, Klotzek...
Es ist also gegen den Zeitgeist, wenn sich ein paar Klosterschülerinnen das 185. Kreuz in einen ihrer Klosterschulenräume hängen.
Aha... Wir hier würden eher meinen, in einer Welt, in der die Katholiken und die Evangelikalen immer noch oder wieder Schulbücher zensieren, zum wiederholten Mal über Afrika drübermissionieren und jedem, der diesen Quatsch nicht mitmacht, das Menschsein absprechen, wäre eher das hier gegen den Zeitgeist.
Aha... Wir hier würden eher meinen, in einer Welt, in der die Katholiken und die Evangelikalen immer noch oder wieder Schulbücher zensieren, zum wiederholten Mal über Afrika drübermissionieren und jedem, der diesen Quatsch nicht mitmacht, das Menschsein absprechen, wäre eher das hier gegen den Zeitgeist.
Dienstag, 6. Juli 2010
Ist es die Hitze?
Landrat ruft zur Tötung junger Arbeitsloser auf
(Passau, Hirnschnell) Bei der Vorstellung des Aktionstags „Junge Fachkräfte für erfolgreiche Betriebe“ in der Passauer Berufsschule kam es gestern zu einer unglaublichen Entgleisung. Nachdem der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper noch gefordert hatte, man müsse "jungen Leuten auch eine zweite oder dritte Chance geben,“ stellte der Passauer Landrat Franz Meyer kaltschnäuzig fest: "Jeder junge Mensch, der keine Arbeit hat, ist einer zuviel.“
Dem Vernehmen nach sollen aber die grausamen Pläne des Landrats zumindest einem Jungarbeitslosen helfen. Ein 28-jähriger Passauer hat bereits in einem Wochenendkurs von Notfallseelsorger auf Hinrichtungsseelsorger umgeschult.
(Passau, Hirnschnell) Bei der Vorstellung des Aktionstags „Junge Fachkräfte für erfolgreiche Betriebe“ in der Passauer Berufsschule kam es gestern zu einer unglaublichen Entgleisung. Nachdem der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper noch gefordert hatte, man müsse "jungen Leuten auch eine zweite oder dritte Chance geben,“ stellte der Passauer Landrat Franz Meyer kaltschnäuzig fest: "Jeder junge Mensch, der keine Arbeit hat, ist einer zuviel.“
Dem Vernehmen nach sollen aber die grausamen Pläne des Landrats zumindest einem Jungarbeitslosen helfen. Ein 28-jähriger Passauer hat bereits in einem Wochenendkurs von Notfallseelsorger auf Hinrichtungsseelsorger umgeschult.
Montag, 5. Juli 2010
Ausgeraucht und abgefeiert
Lieber Tölpel!
Heissa, jetzt hat er noch einen Beruf. Allein bei der heutigen Zeitungslektüre stoße ich auf "ehemaliger Student", "Notfallseelsorger" und "staatlich geprüfter Fremdenführer" in gleich mehreren Städten. Nach eigenem Bekunden wird er jetzt auch noch oberster EU-Nichtraucherschützer. Mir ist im übrigen das Ergebnis ziemlich egal, ich habe nur ein Problem mit dem Volksentscheid als solchem. Wenn man nämlich, was unser Tausendsassa gestern gefordert hat, noch öfter das Volk entscheiden lassen würde, würde die Politik bald nur noch von den besseren Propaganda-Profis bestimmt. Der Herr Notpolitiker sollte sich vielleicht mal überlegen, was denn passieren würde, wenn das Volk den Bundespräsidenten wählen könnte. Dann hätten im Osten der Republik der Sing-Nazi und die linke Psycho-Amsel gemeinsam über 50 %. Obwohl - dann sollen sich die ihren eigenen Präsidenten wählen und wir könnten wieder einen König haben. Sonnen(stich)könig - würde gut zu seiner Frisur passen.
Interessanterweise haben in der Heimatstadt des Sonnenstichkönigs unterdurchschnittlich wenige mit "Ja" gestimmt. Insofern ist es vielleicht ganz gut, wenn er sich eher Richtung EU orientiert - da kennen sie ihn noch nicht so. So gesehen ist es vielleicht auch ganz gut, dass die Passauer nicht den Kelheimer Landrat wählen durften. Sonst hätte der FW-Mann dort vielleicht ein 99-Prozent-Ergebnis erzielt.

Wenn ich mir heute in der Zeitung die Fotos der beiden "Nein"- und "Ja"-Aktivisten so anschaue, sehe ich meine Forderung nach einer Monarchie (zumindest in Bayern) visuell untermauert. Der eine sieht aus, als wäre er als kleiner Bub in ein Bierfass gefallen, der andere wie Jack Nicholson in Shining, kurz bevor er dann total durchdreht. Wenn das die Protagonisten der direkteren Demokratie sind, will ich lieber alles so lassen, wie es ist.
Andererseits ist es so, wie es ist, auch ziemlich bescheiden. Jetzt haben wir einen Bundespräsidenten, der - ein paar dienstliche und private Affären auf dem Buckel - gemeinsam mit seiner tätowierten Frau und Peter Maffay (!) seinen Einstand auf Bellevue feiert. Vielleicht ist die Schwarz-Rot-Goldene-Feier-Nation doch bald reif für einen Präsidenten namens Beckenbauer oder Heino. Und zukünftig gibts dann bei jedem Sieg der Nationalmannschaft oder auch nur vom FC Bayern einen Autocorso und es ist dann nicht mehr sozial auffällig, nachmittags mit nacktem Oberkörper und Bierflasche durch die Straßen zu laufen, sondern gesellschaftlich akzeptiert. Denn wenn sich betrunkene Kinder vor Einbruch der Dunkelheit aus lauter Nationalstolz mitten auf der Straße in den Armen liegen, stärkt das das Zusammenhörigkeitsgefühl sicher mehr als das Rauchen in Eckkneipen. Jetzt sind jedenfalls wir Feier-Weltmeister - und nicht mehr die doofen Südamerikaner.
Bei dieser ganzen positiven Einstellung zum Feiern darf man natürlich unschöne Randerscheinungen medial nicht überbewerten. Wenn zwei junge Männer aus Begeisterung über die Bundespräsidentenwahl und/oder die Erfolge unserer Fußballer aus lauter Überschwang am ZOB Fahrgäste und Busfahrer angreifen und dann auch noch auf Polizisten losgehen, reicht schließlich auch ein Winzigbeitrag in der Regionalpresse. Dafür gibt es mehrere Sonderseiten über den Geburtstag des Bischofs und Deutschlands Feier-Elite, die nun auch einmal zwischen Mai- und Herbstdult die Sau rauslassen kann. Panem et circenses!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Was wirst Du denn so missmutig sein? Ich freue mich schon auch, wenn wir nach den Bomber-Harris-Fans und den T-Bone-Züchtern jetzt auch noch die Spanaken und die Rudi-Völler-Attentäter wegschießen. Aufgefallen ist mir allerdings, dass nicht alle unserer Jung-Idole die Nationalhymne mitgesungen haben. Hat das einen politischen Hintergrund oder ist die bestehende Hymne grammatikalisch und syntaktisch einfach zu schwer? Vielleicht sollte man sie, um dem aktuellen Bildungsniveau eher gerecht zu werden, einfach umschreiben? "Blüh in diese krasse Glück..." oder einfach: "Ich liebe deutsche Land..."
Themawechsel. Das Passauer Donauufer bekommt jetzt doch kein Geländer, sondern nur Schilder. Was wird da dann wohl draufstehen? "Hineinfallen verboten" vielleicht oder "Untertauchen für Lungenatmer lebensgefährlich"? Ist jetzt dann unter der Hängebrücke und der Marienbrücke auch das Rauchen verboten? Fragen über Fragen... An der Ortspitze wird auf jeden Fall ein "Ballspiele verboten"-Schild aufgestellt. Das sollte man aber hoch genug machen - nicht dass man es bei Hochwasser nicht sieht. Und an den Brunnen am Ludwigsplatz kommt ein Schild "Bei waagrechtem Feiern Ertrinkungsgefahr!"
So wie es derzeit aussieht, bekommen wir wohl keine neue Donaubrücke. Unser Ex-MdL, der als Leitender Akademischer Direktor momentan stark in ein "hochinteressantes Forschungsprojekt" eingebunden ist, hätte zwar gern eine, um einfach mal wieder was zu bauen. Unser Oberjürgen hätte auch gern eine, damit der Kelch Weltkulturerbebewerbung an ihm vorüber geht und die Betonierer aus dem nördlichen Landkreis müssen sowieso andauernd irgendwo hin. Und am liebsten fahren sie über Brücken. Nach Westen, nach Süden - Hauptsache brumm brumm.
Panem et circenses et mobilitatem. Oder: Navigare necesse est.
Brumm brumm
Dein Tölpel
Heissa, jetzt hat er noch einen Beruf. Allein bei der heutigen Zeitungslektüre stoße ich auf "ehemaliger Student", "Notfallseelsorger" und "staatlich geprüfter Fremdenführer" in gleich mehreren Städten. Nach eigenem Bekunden wird er jetzt auch noch oberster EU-Nichtraucherschützer. Mir ist im übrigen das Ergebnis ziemlich egal, ich habe nur ein Problem mit dem Volksentscheid als solchem. Wenn man nämlich, was unser Tausendsassa gestern gefordert hat, noch öfter das Volk entscheiden lassen würde, würde die Politik bald nur noch von den besseren Propaganda-Profis bestimmt. Der Herr Notpolitiker sollte sich vielleicht mal überlegen, was denn passieren würde, wenn das Volk den Bundespräsidenten wählen könnte. Dann hätten im Osten der Republik der Sing-Nazi und die linke Psycho-Amsel gemeinsam über 50 %. Obwohl - dann sollen sich die ihren eigenen Präsidenten wählen und wir könnten wieder einen König haben. Sonnen(stich)könig - würde gut zu seiner Frisur passen.
Interessanterweise haben in der Heimatstadt des Sonnenstichkönigs unterdurchschnittlich wenige mit "Ja" gestimmt. Insofern ist es vielleicht ganz gut, wenn er sich eher Richtung EU orientiert - da kennen sie ihn noch nicht so. So gesehen ist es vielleicht auch ganz gut, dass die Passauer nicht den Kelheimer Landrat wählen durften. Sonst hätte der FW-Mann dort vielleicht ein 99-Prozent-Ergebnis erzielt.

Wenn ich mir heute in der Zeitung die Fotos der beiden "Nein"- und "Ja"-Aktivisten so anschaue, sehe ich meine Forderung nach einer Monarchie (zumindest in Bayern) visuell untermauert. Der eine sieht aus, als wäre er als kleiner Bub in ein Bierfass gefallen, der andere wie Jack Nicholson in Shining, kurz bevor er dann total durchdreht. Wenn das die Protagonisten der direkteren Demokratie sind, will ich lieber alles so lassen, wie es ist.
Andererseits ist es so, wie es ist, auch ziemlich bescheiden. Jetzt haben wir einen Bundespräsidenten, der - ein paar dienstliche und private Affären auf dem Buckel - gemeinsam mit seiner tätowierten Frau und Peter Maffay (!) seinen Einstand auf Bellevue feiert. Vielleicht ist die Schwarz-Rot-Goldene-Feier-Nation doch bald reif für einen Präsidenten namens Beckenbauer oder Heino. Und zukünftig gibts dann bei jedem Sieg der Nationalmannschaft oder auch nur vom FC Bayern einen Autocorso und es ist dann nicht mehr sozial auffällig, nachmittags mit nacktem Oberkörper und Bierflasche durch die Straßen zu laufen, sondern gesellschaftlich akzeptiert. Denn wenn sich betrunkene Kinder vor Einbruch der Dunkelheit aus lauter Nationalstolz mitten auf der Straße in den Armen liegen, stärkt das das Zusammenhörigkeitsgefühl sicher mehr als das Rauchen in Eckkneipen. Jetzt sind jedenfalls wir Feier-Weltmeister - und nicht mehr die doofen Südamerikaner.
Bei dieser ganzen positiven Einstellung zum Feiern darf man natürlich unschöne Randerscheinungen medial nicht überbewerten. Wenn zwei junge Männer aus Begeisterung über die Bundespräsidentenwahl und/oder die Erfolge unserer Fußballer aus lauter Überschwang am ZOB Fahrgäste und Busfahrer angreifen und dann auch noch auf Polizisten losgehen, reicht schließlich auch ein Winzigbeitrag in der Regionalpresse. Dafür gibt es mehrere Sonderseiten über den Geburtstag des Bischofs und Deutschlands Feier-Elite, die nun auch einmal zwischen Mai- und Herbstdult die Sau rauslassen kann. Panem et circenses!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Was wirst Du denn so missmutig sein? Ich freue mich schon auch, wenn wir nach den Bomber-Harris-Fans und den T-Bone-Züchtern jetzt auch noch die Spanaken und die Rudi-Völler-Attentäter wegschießen. Aufgefallen ist mir allerdings, dass nicht alle unserer Jung-Idole die Nationalhymne mitgesungen haben. Hat das einen politischen Hintergrund oder ist die bestehende Hymne grammatikalisch und syntaktisch einfach zu schwer? Vielleicht sollte man sie, um dem aktuellen Bildungsniveau eher gerecht zu werden, einfach umschreiben? "Blüh in diese krasse Glück..." oder einfach: "Ich liebe deutsche Land..."
Themawechsel. Das Passauer Donauufer bekommt jetzt doch kein Geländer, sondern nur Schilder. Was wird da dann wohl draufstehen? "Hineinfallen verboten" vielleicht oder "Untertauchen für Lungenatmer lebensgefährlich"? Ist jetzt dann unter der Hängebrücke und der Marienbrücke auch das Rauchen verboten? Fragen über Fragen... An der Ortspitze wird auf jeden Fall ein "Ballspiele verboten"-Schild aufgestellt. Das sollte man aber hoch genug machen - nicht dass man es bei Hochwasser nicht sieht. Und an den Brunnen am Ludwigsplatz kommt ein Schild "Bei waagrechtem Feiern Ertrinkungsgefahr!"
So wie es derzeit aussieht, bekommen wir wohl keine neue Donaubrücke. Unser Ex-MdL, der als Leitender Akademischer Direktor momentan stark in ein "hochinteressantes Forschungsprojekt" eingebunden ist, hätte zwar gern eine, um einfach mal wieder was zu bauen. Unser Oberjürgen hätte auch gern eine, damit der Kelch Weltkulturerbebewerbung an ihm vorüber geht und die Betonierer aus dem nördlichen Landkreis müssen sowieso andauernd irgendwo hin. Und am liebsten fahren sie über Brücken. Nach Westen, nach Süden - Hauptsache brumm brumm.
Panem et circenses et mobilitatem. Oder: Navigare necesse est.
Brumm brumm
Dein Tölpel
Sonntag, 4. Juli 2010
Mittwoch, 30. Juni 2010
Presseschau
Geradezu Sensationelles erfährt man heute aus der PNP. Dass alle CSUler im Passauer Stadtrat den Katholen-Freiflieger und alle anderen (außer dem FDPler, der wirklich wählen darf) den Zonen-Pastor wählen würden, ist ja eine Riesen-Überraschung. Es interessiert zwar eigentlich eh keinen, wen der Dickl und der Feuerer wählen würden, wenn sie dürften, aber man kann ja mal fragen. Leider hat keiner geantwortet: "Den Rennicke, weil wenn wir schon keine wirklich charismatischen Persönlichkeiten mehr haben, dann gleich den größten Deppen." Das wäre wenigstens lustig gewesen.
Eigentlich interessiert es doch auch wirklich keinen mehr, ob dieser 28jährige Histrioniker wirklich noch nie eine Zigarette geraucht oder noch nie einen Schluck Alkohol getrunken hat. Die Abendzeitung hat ihm trotzdem wieder einige sinnlose Fragen und eben auch dazu gestellt. Zitat AZ vom 30.06.: "Zwangsläufig hat er den 'Spiritus' (...) dann doch probiert. (...) Messwein. - 'aber das ist ja das gewandelte Blut Christi', erklärt Frankenberger mit schelmischem Blick. Dann muss er selbst lachen, der ehemalige Oberministrant, der den Jugendlichen immer ein Vorbild sein wollte." Wenn der verklemmte Versuch des Ministranten-Schelms, locker rüber zu kommen, nicht so gruslig wäre, könnte man sich fast wegschmeissen ob solcher Unglaublichkeiten.
Selbstverständlich darf er dann auch noch pflichtschuldig - und wie es bei allen Gutmenschen und Neo-Frömmlern derzeit en vogue ist - die Kirche kritisieren ("Doppelmoral von dem Verein") und gleichzeitig erzählen, dass er ja für "diesen Verein" arbeitet und zwar als Notfallseelsorger. Er kommt also zu Menschen in psychischen Notlagen, um zu "trösten" (AZ). Die therapeutische Wirkung des 28jährigen Singles ist wohl eher die eines Hammers, den man sich auf den Kopf haut, um die verbrannte Hand nicht mehr zu spüren. Jedenfalls scheint bei "dem Verein" mittlerweile alles möglich zu sein, wenn sie derlei Persönlichkeiten ohne therapeutische Qualifikation auf Traumatisierte los lässt.
Apropos Single. Der Schelm hat keine Freundin. "Obwohl der 28-Jährige schon recht konkrete Vorstellungen von ihr hat." (AZ) Nicht schlecht für einen 28-Jährigen - schon recht konkrete Vorstellungen von einer potentiellen Freundin. Die Richtige muss auf jeden Fall Nichtraucherin sein. Die Richtige, die irgendwann und freiwillig von selbst kommt, ist ganz bestimmt Nichtraucherin. Und Pap I und einen schönen wuschligen Pelz gibts als Draufgabe sicher noch dazu. Dann schläft er auch bestimmt nicht mehr "im Treppenhaus ein." (AZ) Nie wieder.
Eigentlich interessiert es doch auch wirklich keinen mehr, ob dieser 28jährige Histrioniker wirklich noch nie eine Zigarette geraucht oder noch nie einen Schluck Alkohol getrunken hat. Die Abendzeitung hat ihm trotzdem wieder einige sinnlose Fragen und eben auch dazu gestellt. Zitat AZ vom 30.06.: "Zwangsläufig hat er den 'Spiritus' (...) dann doch probiert. (...) Messwein. - 'aber das ist ja das gewandelte Blut Christi', erklärt Frankenberger mit schelmischem Blick. Dann muss er selbst lachen, der ehemalige Oberministrant, der den Jugendlichen immer ein Vorbild sein wollte." Wenn der verklemmte Versuch des Ministranten-Schelms, locker rüber zu kommen, nicht so gruslig wäre, könnte man sich fast wegschmeissen ob solcher Unglaublichkeiten.
Selbstverständlich darf er dann auch noch pflichtschuldig - und wie es bei allen Gutmenschen und Neo-Frömmlern derzeit en vogue ist - die Kirche kritisieren ("Doppelmoral von dem Verein") und gleichzeitig erzählen, dass er ja für "diesen Verein" arbeitet und zwar als Notfallseelsorger. Er kommt also zu Menschen in psychischen Notlagen, um zu "trösten" (AZ). Die therapeutische Wirkung des 28jährigen Singles ist wohl eher die eines Hammers, den man sich auf den Kopf haut, um die verbrannte Hand nicht mehr zu spüren. Jedenfalls scheint bei "dem Verein" mittlerweile alles möglich zu sein, wenn sie derlei Persönlichkeiten ohne therapeutische Qualifikation auf Traumatisierte los lässt.
Apropos Single. Der Schelm hat keine Freundin. "Obwohl der 28-Jährige schon recht konkrete Vorstellungen von ihr hat." (AZ) Nicht schlecht für einen 28-Jährigen - schon recht konkrete Vorstellungen von einer potentiellen Freundin. Die Richtige muss auf jeden Fall Nichtraucherin sein. Die Richtige, die irgendwann und freiwillig von selbst kommt, ist ganz bestimmt Nichtraucherin. Und Pap I und einen schönen wuschligen Pelz gibts als Draufgabe sicher noch dazu. Dann schläft er auch bestimmt nicht mehr "im Treppenhaus ein." (AZ) Nie wieder.
Dienstag, 29. Juni 2010
Samstag, 26. Juni 2010
Donnerstag, 24. Juni 2010
Abgehaust und abgehoben
Lieber Tölpel!
"Jubelpartys nach WM-Sieg" schreibt heute die PNP. Meine Freude hält sich in Grenzen, weil ich in einer privaten Online-Wettrunde zwar sowohl auf einen Sieg von Deutschland als auch der USA getippt habe, allerdings jeweils 2 : 0 und nicht 1 : 0. Auch nicht recht freuen kann ich mich über die gscheckerten Domuhren. Auch wenn der Danninger gleich zwei wunderbare Bonmots ("Domuhren treiben's wieder bunt" und "Die bunteste Domuhr der Welt?") in seinen Artikel einbaut und auch wenn der Dombaumeister Hauck erklärt, dass der Dom genau so ausgesehen hat, "als er fertiggestellt worden war“, gefällt es mir irgendwie trotzdem nicht. Außerdem - was heißt schon "Ur-Version" (Hauck)? Wenn ich historisch noch ein bisschen weiter zurückgehe, kann ich den ganzen Plempel zusammenhauen und wieder ein Römerlager aufstellen. Das wäre dann auch eine Ur-Version. Überhaupt haben wir im Vergleich zu vor beispielsweise 300 Jahren eine ganze Menge am Ur-Zustand der Stadt verändert. So gesehen müssten nicht nur ein paar hässliche Betonmauern weg, sondern natürlich auch die Hängebrücke und die Ortspitze. Oder anders gesehen: Wenn der Bau der Hängebrücke vor 100 Jahren in Ordnung war, müsste dann nicht der Dom auch die Farben von damals haben? Gut, dass die beim Denkmalschutz so schlau sind. Oder entscheiden die derlei Paradoxa einfach aus dem Bauch heraus?
Richtig lachen musste ich über die Seidersche Überschrift "Passau kann nicht gerettet werden - aber Hals." Ganz ehrlich, lieber Thomas Seider, Hals kann schon gleich überhaupt nicht gerettet werden, ist sozusagen unrettbar, aber das hat andere Gründe. Nicht interpretieren und nicht gleich hyperventilieren, liebe Halser! War nur ein kleiner Scherz. Zurück zu Seider. Promoviert der gerade in Gewässerkunde oder hat der auch nur die brüllende Komik des Themas Flusseinhausungen erkannt und dann so getan, als ob er den Quatsch auch noch ernst nimmt? Flusseinhausungen zum ersten: In einem Rechtsgutachten wurde ernsthaft geprüft, ob zum Schutz gegen das In-den-Fluss-Hineinfallen an den städtischen Flusspromenaden ein durchgängiges Geländer oder gar eine durchgängige Mauer errichtet werden sollen. Ich näss mich ein. Und was machen wir dann mit den Alpen? Abtragen, dass keiner runterfällt? In der Ur-Version waren die ja schließlich eh unter Wasser. Flusseinhausungen zum zweiten: Dem Stadtrat wurde eine Machbarkeitsstudie des Wasserwirtschaftsamtes vorgestellt, wonach man Passau für 95 Millionen Euro angeblich vor einem Jahrhunderthochwasser schützen könnte. Man hat aber sogar selbst schon erkannt, dass das ein wenig teuer ist. Aber Hals könnte rechts der Ilz geschützt werden, wenn man nur eine 620 Meter lange und 1,20 Meter hohe (!!!) Mauer bauen würde, auf die dann im Hochwasserfall mobile Wände aufgesetzt werden. Das Ganze kostet auch nur 5,4 Millionen Euro. Sag mal, meinen die sowas wirklich ernst? Abgesehen davon, dass die Mauer scheiße aussieht und in diesem Fall tatsächlich die gesamte und pittoreske Kulisse von Hals verändert, glaube ich ja noch nicht mal, dass das wirklich funktioniert. Kommt dann das Wasser nicht mehr aus den Gullis? Werden die zubetoniert? Nehmt doch die 5,4 Millionen Euro, legt sie auf ein Konto und alle 10 Jahre werden dann die Hochwasseropfer entsprechend ihren Schäden unterstützt. Das ist die einfachste Lösung in Hals und in ganz Passau. Klingt komisch, ist aber so.
Was sagst Du zur neuen Passauer Einhausungs-Manie, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nicht kleckern, sondern klotzen! Bei der Stadtratssitzung hat angeblich ein Bürger vorgeschlagen, man könnte einen Teil des Inns umleiten, dann staut der Restfluss die Donau nicht mehr so auf. Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht. Wir baggern einfach die Flussbette unserer drei Flüsse noch vier Meter tiefer und mit dem Aushub bauen wir die Nordtangente. Einen Betonpfeiler sparen wir uns, indem wir nämlich den Anetseder-Gedächtnis-Highway direkt auf die Halser Burgruine aufsetzen und mit dem restlichen Aushub bauen wir eine Kuppel übers gesamte Passauer Land. Dann brauchen wir alle keine Winterreifen mehr und es kann keiner mehr im Schneematsch ausrutschen und in die Donau fallen. Und unter der Hängebrücke kann bei Niedrigwasser die MS Europa durchfahren. Und der Denkmalschutz darf die Farbe der Kuppel bestimmen. Und alle sind solange zufrieden, bis ein neues Gutachten darauf hinweist, dass es nachts dunkler ist als tagsüber und man deshalb in manchen engen Altstadtgassen um zwei Uhr früh weniger sieht, als im Hochsommer mittags im Klostergarten. Und dann kriegen wir endlich ein neues Beleuchtungskonzept, was diesen Namen auch verdient. Ich freu mich schon so.
Die Halser freuen sich auf die Hochwassermauer und die Nordtangente und die Schaldinger l.d.D. auf den "geheimen Investor." Der lässt, wie Christian Karl süffisant bemerkt, "auf sich warten." Ich kann es nicht glauben, dass das wirklich wieder nur CSU-BlaBla war. Die sind doch sonst nicht so. Die alten Seilschaften funktionieren aber blöderweise auch nicht mehr so gut. Siehe VHS oder Event. Das habe ich auch beachtlich gefunden: "Event pendelt sich bei 2 Millionen Verlust pro Jahr ein." Muss man das als Stadt wirklich als unvermeidbar akzeptieren? Vielleicht sollte die Event noch die Donau-Passage kaufen und sie "revitalisieren." Das läuft sicher richtig gut.
Und sonst noch? Niederbayern erhält zwei neue "Botschafter" und zwar die männliche Gugger-Bessinger Frickinger und das Wohlhüter-Revival Kain. Mixa und Gevatter wären zwar medial auffälliger, aber man wird schon wissen, was man tut. Aufgefallen ist mir noch, dass der Sprecher des Passauer Tabakclubs aussieht, als müsste er nach drei tiefen Zügen aus seiner Zigarre aufs Klo, Björn Andresen eine Frau sucht, die Theresienstraße mal wieder schöner wird und im Bschütt immer noch nichts passiert. Und außerdem ist Staatssekretär im Verkehrministerium ein beneidenswerter Job, weil ich auch gern auf die Expo nach Shanghai möchte.
In diesem Sinne - nur der Not keinen Schwung lassen!
Dein Tölpel
"Jubelpartys nach WM-Sieg" schreibt heute die PNP. Meine Freude hält sich in Grenzen, weil ich in einer privaten Online-Wettrunde zwar sowohl auf einen Sieg von Deutschland als auch der USA getippt habe, allerdings jeweils 2 : 0 und nicht 1 : 0. Auch nicht recht freuen kann ich mich über die gscheckerten Domuhren. Auch wenn der Danninger gleich zwei wunderbare Bonmots ("Domuhren treiben's wieder bunt" und "Die bunteste Domuhr der Welt?") in seinen Artikel einbaut und auch wenn der Dombaumeister Hauck erklärt, dass der Dom genau so ausgesehen hat, "als er fertiggestellt worden war“, gefällt es mir irgendwie trotzdem nicht. Außerdem - was heißt schon "Ur-Version" (Hauck)? Wenn ich historisch noch ein bisschen weiter zurückgehe, kann ich den ganzen Plempel zusammenhauen und wieder ein Römerlager aufstellen. Das wäre dann auch eine Ur-Version. Überhaupt haben wir im Vergleich zu vor beispielsweise 300 Jahren eine ganze Menge am Ur-Zustand der Stadt verändert. So gesehen müssten nicht nur ein paar hässliche Betonmauern weg, sondern natürlich auch die Hängebrücke und die Ortspitze. Oder anders gesehen: Wenn der Bau der Hängebrücke vor 100 Jahren in Ordnung war, müsste dann nicht der Dom auch die Farben von damals haben? Gut, dass die beim Denkmalschutz so schlau sind. Oder entscheiden die derlei Paradoxa einfach aus dem Bauch heraus?
Richtig lachen musste ich über die Seidersche Überschrift "Passau kann nicht gerettet werden - aber Hals." Ganz ehrlich, lieber Thomas Seider, Hals kann schon gleich überhaupt nicht gerettet werden, ist sozusagen unrettbar, aber das hat andere Gründe. Nicht interpretieren und nicht gleich hyperventilieren, liebe Halser! War nur ein kleiner Scherz. Zurück zu Seider. Promoviert der gerade in Gewässerkunde oder hat der auch nur die brüllende Komik des Themas Flusseinhausungen erkannt und dann so getan, als ob er den Quatsch auch noch ernst nimmt? Flusseinhausungen zum ersten: In einem Rechtsgutachten wurde ernsthaft geprüft, ob zum Schutz gegen das In-den-Fluss-Hineinfallen an den städtischen Flusspromenaden ein durchgängiges Geländer oder gar eine durchgängige Mauer errichtet werden sollen. Ich näss mich ein. Und was machen wir dann mit den Alpen? Abtragen, dass keiner runterfällt? In der Ur-Version waren die ja schließlich eh unter Wasser. Flusseinhausungen zum zweiten: Dem Stadtrat wurde eine Machbarkeitsstudie des Wasserwirtschaftsamtes vorgestellt, wonach man Passau für 95 Millionen Euro angeblich vor einem Jahrhunderthochwasser schützen könnte. Man hat aber sogar selbst schon erkannt, dass das ein wenig teuer ist. Aber Hals könnte rechts der Ilz geschützt werden, wenn man nur eine 620 Meter lange und 1,20 Meter hohe (!!!) Mauer bauen würde, auf die dann im Hochwasserfall mobile Wände aufgesetzt werden. Das Ganze kostet auch nur 5,4 Millionen Euro. Sag mal, meinen die sowas wirklich ernst? Abgesehen davon, dass die Mauer scheiße aussieht und in diesem Fall tatsächlich die gesamte und pittoreske Kulisse von Hals verändert, glaube ich ja noch nicht mal, dass das wirklich funktioniert. Kommt dann das Wasser nicht mehr aus den Gullis? Werden die zubetoniert? Nehmt doch die 5,4 Millionen Euro, legt sie auf ein Konto und alle 10 Jahre werden dann die Hochwasseropfer entsprechend ihren Schäden unterstützt. Das ist die einfachste Lösung in Hals und in ganz Passau. Klingt komisch, ist aber so.
Was sagst Du zur neuen Passauer Einhausungs-Manie, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nicht kleckern, sondern klotzen! Bei der Stadtratssitzung hat angeblich ein Bürger vorgeschlagen, man könnte einen Teil des Inns umleiten, dann staut der Restfluss die Donau nicht mehr so auf. Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht. Wir baggern einfach die Flussbette unserer drei Flüsse noch vier Meter tiefer und mit dem Aushub bauen wir die Nordtangente. Einen Betonpfeiler sparen wir uns, indem wir nämlich den Anetseder-Gedächtnis-Highway direkt auf die Halser Burgruine aufsetzen und mit dem restlichen Aushub bauen wir eine Kuppel übers gesamte Passauer Land. Dann brauchen wir alle keine Winterreifen mehr und es kann keiner mehr im Schneematsch ausrutschen und in die Donau fallen. Und unter der Hängebrücke kann bei Niedrigwasser die MS Europa durchfahren. Und der Denkmalschutz darf die Farbe der Kuppel bestimmen. Und alle sind solange zufrieden, bis ein neues Gutachten darauf hinweist, dass es nachts dunkler ist als tagsüber und man deshalb in manchen engen Altstadtgassen um zwei Uhr früh weniger sieht, als im Hochsommer mittags im Klostergarten. Und dann kriegen wir endlich ein neues Beleuchtungskonzept, was diesen Namen auch verdient. Ich freu mich schon so.
Die Halser freuen sich auf die Hochwassermauer und die Nordtangente und die Schaldinger l.d.D. auf den "geheimen Investor." Der lässt, wie Christian Karl süffisant bemerkt, "auf sich warten." Ich kann es nicht glauben, dass das wirklich wieder nur CSU-BlaBla war. Die sind doch sonst nicht so. Die alten Seilschaften funktionieren aber blöderweise auch nicht mehr so gut. Siehe VHS oder Event. Das habe ich auch beachtlich gefunden: "Event pendelt sich bei 2 Millionen Verlust pro Jahr ein." Muss man das als Stadt wirklich als unvermeidbar akzeptieren? Vielleicht sollte die Event noch die Donau-Passage kaufen und sie "revitalisieren." Das läuft sicher richtig gut.
Und sonst noch? Niederbayern erhält zwei neue "Botschafter" und zwar die männliche Gugger-Bessinger Frickinger und das Wohlhüter-Revival Kain. Mixa und Gevatter wären zwar medial auffälliger, aber man wird schon wissen, was man tut. Aufgefallen ist mir noch, dass der Sprecher des Passauer Tabakclubs aussieht, als müsste er nach drei tiefen Zügen aus seiner Zigarre aufs Klo, Björn Andresen eine Frau sucht, die Theresienstraße mal wieder schöner wird und im Bschütt immer noch nichts passiert. Und außerdem ist Staatssekretär im Verkehrministerium ein beneidenswerter Job, weil ich auch gern auf die Expo nach Shanghai möchte.
In diesem Sinne - nur der Not keinen Schwung lassen!
Dein Tölpel
Mittwoch, 23. Juni 2010
Dienstag, 15. Juni 2010
Aufgespreizt und abgegangen
Lieber Tölpel!
Ich glaube, die PNP ist auf einem guten Weg. Um ein wenig die Zielgruppe zu erweitern, hat man nun neue Themen und damit auch neue Interviewpartner entdeckt. Kannte man bisher zum Thema Musik eher Interviews mit Sympathieträgern wie Martin Göth zum Thema "liebes Jesulein", geht man nun eher in die entspannt-lockere Richtung und lässt neuromantische Künstler wie Frauenarzt ihre Sichtweise auf die Welt kundtun. Wenn das so weitergeht, schreibt demnächst sicher Dolly Buster die sonntägliche Frömmel-Kolumne im Lokalteil und unser geliebter Präsident schreibt für die Familienseite ("Multiple Orgasmen bei Frauen sind möglich"). Könnte man dieses modern-revolutionäre Konzept nicht auch aufs langweilige Politik- und Wirtschaftsresort ausdehnen? Vielleicht mit einem wöchentlichen Gastkommentar von Bundespräsidentschaftskandidat Frank Rennicke zum Thema israelische Siedlungspolitik oder auch mit einem regelmäßigen Aufsatz zur Wirtschaftspolitik von Sahra Wagenknecht ("Nicht ob sondern wann wir die Gouillotine wieder brauchen, ist die Frage")? Wenn Dieter Bohlen nicht so teuer wäre, hätte man ihn übrigens schon lange zum Feuilletonchef gemacht.
Apropos Ärsche. Mir wäre es ein innerer Reichsparteitag, wenn man diesen Zulufellas in Afrika, wie auch hier, ihre Vuvuzelas in selbige stecken würde. Für mich ist es auf jeden Fall ein klares Argument gegen Public Viewing in Passau oder München, dass man die Dinger nicht verbietet. Nein - eigentlich ist schon das Wort "Public Viewing" Grund genug für mich, da nicht hinzugehen. Genauso wie ich ja nicht bei jemandem einkaufen will, der damit wirbt, dass er "roten Stuhl" hat. Und zwar einfach so und ohne dass man ihm vorher eine Vuvuzela... Aber lassen wir solcherlei eklige Themen.
Apropos eklige Themen. Dass das, was bei der VHS seit vielen Jahren getrieben wird, freundlich formuliert etwas undurchschaubar ist, müsste eigentlich nicht nur für die Stadt Passau Grund genug sein, das eigene Engagement zumindest zu überdenken. Dass die Personalie Mixa dabei eine problematische Altlast darstellt, will wohl auch keiner ernsthaft bezweifeln. Dass nun von seiten des Landkreises versucht wird, eine Stadt-/Land-Solidarität zu beschwören, könnte bei einigen Stadtvertretern möglicherweise ein leichtes Schmunzeln verursachen. Warum ich mich so kryptisch ausdrücke? Ganz einfach. Um die Überleitung zur Event zu kriegen. Denn wenn man da die Dienstwagen-Posse kommentieren wollte, gehts entweder sehr tief unter die Gürtellinie oder man findet es einfach witzig. Vielleicht ist ja doch der Gevatter der größte Satiriker Passaus?
Zum Abschluss noch ein schönes Zitat. Der Richter im ZOB-Schläger-Prozess hat laut Christine Pierach gesagt: "Offenbar hat das hier Methode, gehört zur Passauer Folklore, auf Liegende einzutreten." Was er damit wohl gemeint hat?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann es mir nur so vorstellen, dass er damit den Urteilsspruch des Gerichtes gemeint hat. Wenn ein Gericht nämlich einen brutalen Wiederholungstäter, der einem zufällig ausgewählten Passanten das gesamte Gesicht zerstiefelt, nur wegen eines Körperverletzungsdeliktes und nicht wegen eines versuchten Tötungsdeliktes verurteilt, dann tritt dieses Gericht allen Halbtotgeschlagenen nochmals ins Gesicht. Oder bin ich nur zu blöd dazu, sowas zu verstehen?
Der Dom wird immer schöner. Erst dieses Weiß, was einem irgendwie eine Assoziation zu Neuschwanstein oder Disneyworld vermittelt und jetzt noch bunte Ziffernblätter. Warum setzt man ihm denn nicht noch rosafarbene Kuppeln auf und bestrahlt ihn wie die LSD-Brunnen im neuen Passau? Vielleicht dürfen spätestens dann die Altstadthausbewohner wieder unrasiert aus dem Fenster schauen ohne dass der Denkmalschutz auftaucht.
Es gibt eine gute Nachricht von der Universität Passau. Nein, nicht die, dass wieder mal ein paar hundert neue BWL-Klone auf die Menschheit losgelassen werden. Der Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft hat den Sprachatlas für Niederbayern vollendet, mit dem die Vielfalt des Dialektes und damit unserer Kultur dokumentiert wird. Ich bin ja Optimist und hoffe, dass dieses und hoffentlich viele weitere Projekte dieser Art dazu führen, dass die Nieder- und alle anderen Bayern auf ihre wunderbare Sprache stolz sind. Es ist nämlich ein großer und leider weitverbreiteter Irrtum, zu glauben, Dialekt hätte etwas mit Provinzialität zu tun - ein sehr großer.
Auch wenn unsere Fans jetzt enttäuscht sind - mir fallen praktisch keine weiteren Themen mehr ein. Ich bin ja nicht die PNP, die im Sommerloch einen drittelseitigen Artikel damit füllt, dass die erste von der Öffentlichkeit wahrgenommene Aktion eines Kommunalpolitikers, der seit immerhin zwei Jahren im Stadtrat sitzt, darin gipfelt, dass er dem OB einen Brief schreibt, in dem er ihn darauf hinweist, dass der Halser Friedhof abgenutzt aussieht. Andere Stadträte sind fast noch unsichtbarer. Wüsste jemand, ohne nachzusehen, spontan, dass es einen Stadtrat Seiler, einen Stadtrat Haydn oder eine Stadträtin Veitengruber gibt? Schreibt doch denen mal eine E-Mail (na gut, mit diesen modernen Sachen kennt sich nicht jeder aus) oder einen Brief und fragt sie, was sie eigentlich so machen in ihrem Ehrenamt. Die Antwort würde mich dann auch interessieren.
Nachdem der Präsident, das Katherl und ich an einem schlimmen Burnout-Syndrom leiden, kann ich nicht versprechen, dass gerade in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit allzu oft unsere Kolumne erscheint. Aber wir nehmen uns zumindest vor, mindestens einmal in der Woche irgendwas Belangloses zu publizieren. Es gibt Zeitungen, die machen das seit Jahren so und werden auch gelesen - zumindest angeblich.
In guten und in schlechten Zeiten
Euer Tölpel
Ich glaube, die PNP ist auf einem guten Weg. Um ein wenig die Zielgruppe zu erweitern, hat man nun neue Themen und damit auch neue Interviewpartner entdeckt. Kannte man bisher zum Thema Musik eher Interviews mit Sympathieträgern wie Martin Göth zum Thema "liebes Jesulein", geht man nun eher in die entspannt-lockere Richtung und lässt neuromantische Künstler wie Frauenarzt ihre Sichtweise auf die Welt kundtun. Wenn das so weitergeht, schreibt demnächst sicher Dolly Buster die sonntägliche Frömmel-Kolumne im Lokalteil und unser geliebter Präsident schreibt für die Familienseite ("Multiple Orgasmen bei Frauen sind möglich"). Könnte man dieses modern-revolutionäre Konzept nicht auch aufs langweilige Politik- und Wirtschaftsresort ausdehnen? Vielleicht mit einem wöchentlichen Gastkommentar von Bundespräsidentschaftskandidat Frank Rennicke zum Thema israelische Siedlungspolitik oder auch mit einem regelmäßigen Aufsatz zur Wirtschaftspolitik von Sahra Wagenknecht ("Nicht ob sondern wann wir die Gouillotine wieder brauchen, ist die Frage")? Wenn Dieter Bohlen nicht so teuer wäre, hätte man ihn übrigens schon lange zum Feuilletonchef gemacht.
Apropos Ärsche. Mir wäre es ein innerer Reichsparteitag, wenn man diesen Zulufellas in Afrika, wie auch hier, ihre Vuvuzelas in selbige stecken würde. Für mich ist es auf jeden Fall ein klares Argument gegen Public Viewing in Passau oder München, dass man die Dinger nicht verbietet. Nein - eigentlich ist schon das Wort "Public Viewing" Grund genug für mich, da nicht hinzugehen. Genauso wie ich ja nicht bei jemandem einkaufen will, der damit wirbt, dass er "roten Stuhl" hat. Und zwar einfach so und ohne dass man ihm vorher eine Vuvuzela... Aber lassen wir solcherlei eklige Themen.
Apropos eklige Themen. Dass das, was bei der VHS seit vielen Jahren getrieben wird, freundlich formuliert etwas undurchschaubar ist, müsste eigentlich nicht nur für die Stadt Passau Grund genug sein, das eigene Engagement zumindest zu überdenken. Dass die Personalie Mixa dabei eine problematische Altlast darstellt, will wohl auch keiner ernsthaft bezweifeln. Dass nun von seiten des Landkreises versucht wird, eine Stadt-/Land-Solidarität zu beschwören, könnte bei einigen Stadtvertretern möglicherweise ein leichtes Schmunzeln verursachen. Warum ich mich so kryptisch ausdrücke? Ganz einfach. Um die Überleitung zur Event zu kriegen. Denn wenn man da die Dienstwagen-Posse kommentieren wollte, gehts entweder sehr tief unter die Gürtellinie oder man findet es einfach witzig. Vielleicht ist ja doch der Gevatter der größte Satiriker Passaus?
Zum Abschluss noch ein schönes Zitat. Der Richter im ZOB-Schläger-Prozess hat laut Christine Pierach gesagt: "Offenbar hat das hier Methode, gehört zur Passauer Folklore, auf Liegende einzutreten." Was er damit wohl gemeint hat?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann es mir nur so vorstellen, dass er damit den Urteilsspruch des Gerichtes gemeint hat. Wenn ein Gericht nämlich einen brutalen Wiederholungstäter, der einem zufällig ausgewählten Passanten das gesamte Gesicht zerstiefelt, nur wegen eines Körperverletzungsdeliktes und nicht wegen eines versuchten Tötungsdeliktes verurteilt, dann tritt dieses Gericht allen Halbtotgeschlagenen nochmals ins Gesicht. Oder bin ich nur zu blöd dazu, sowas zu verstehen?
Der Dom wird immer schöner. Erst dieses Weiß, was einem irgendwie eine Assoziation zu Neuschwanstein oder Disneyworld vermittelt und jetzt noch bunte Ziffernblätter. Warum setzt man ihm denn nicht noch rosafarbene Kuppeln auf und bestrahlt ihn wie die LSD-Brunnen im neuen Passau? Vielleicht dürfen spätestens dann die Altstadthausbewohner wieder unrasiert aus dem Fenster schauen ohne dass der Denkmalschutz auftaucht.
Es gibt eine gute Nachricht von der Universität Passau. Nein, nicht die, dass wieder mal ein paar hundert neue BWL-Klone auf die Menschheit losgelassen werden. Der Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft hat den Sprachatlas für Niederbayern vollendet, mit dem die Vielfalt des Dialektes und damit unserer Kultur dokumentiert wird. Ich bin ja Optimist und hoffe, dass dieses und hoffentlich viele weitere Projekte dieser Art dazu führen, dass die Nieder- und alle anderen Bayern auf ihre wunderbare Sprache stolz sind. Es ist nämlich ein großer und leider weitverbreiteter Irrtum, zu glauben, Dialekt hätte etwas mit Provinzialität zu tun - ein sehr großer.
Auch wenn unsere Fans jetzt enttäuscht sind - mir fallen praktisch keine weiteren Themen mehr ein. Ich bin ja nicht die PNP, die im Sommerloch einen drittelseitigen Artikel damit füllt, dass die erste von der Öffentlichkeit wahrgenommene Aktion eines Kommunalpolitikers, der seit immerhin zwei Jahren im Stadtrat sitzt, darin gipfelt, dass er dem OB einen Brief schreibt, in dem er ihn darauf hinweist, dass der Halser Friedhof abgenutzt aussieht. Andere Stadträte sind fast noch unsichtbarer. Wüsste jemand, ohne nachzusehen, spontan, dass es einen Stadtrat Seiler, einen Stadtrat Haydn oder eine Stadträtin Veitengruber gibt? Schreibt doch denen mal eine E-Mail (na gut, mit diesen modernen Sachen kennt sich nicht jeder aus) oder einen Brief und fragt sie, was sie eigentlich so machen in ihrem Ehrenamt. Die Antwort würde mich dann auch interessieren.
Nachdem der Präsident, das Katherl und ich an einem schlimmen Burnout-Syndrom leiden, kann ich nicht versprechen, dass gerade in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit allzu oft unsere Kolumne erscheint. Aber wir nehmen uns zumindest vor, mindestens einmal in der Woche irgendwas Belangloses zu publizieren. Es gibt Zeitungen, die machen das seit Jahren so und werden auch gelesen - zumindest angeblich.
In guten und in schlechten Zeiten
Euer Tölpel
Donnerstag, 10. Juni 2010
Montag, 31. Mai 2010
Blitzpöbel
Dass das Veranstalten eines Flashmobs irgendwann mal vor Jahren eine pfundige Gaudi war, ist die eine Sache. Dass Initiatoren aus Passau beim Organisieren eines solchen gerne scheitern, weiß man spätestens seit der jüngsten peinlichen McDonalds-Aktion.
Dass das, was eine 70-köpfige Frankenberger-Entourage am Wochenende vor der Bavaria in München aufgeführt hat, mit der Ursprungsidee eines Flashmobs nicht mehr viel zu tun hat, mögen die Nichtraucheraktivisten auch noch anders sehen. Dass aber PNP-Redakteurin Metzger zur Erklärung des Begriffes Flashmob mal ganz locker "Blitzpöbel" in Klammern setzt, zeigt unstrittig, dass es ganz schön in die Hose gehen kann, wenn man einfach immer alles schnell bei Wikipedia abschreibt - vor allem wenn man als Berufsbezeichnung Journalistin angibt.
Die Schlussredaktion von Wahlinfo-Passau
Dass das, was eine 70-köpfige Frankenberger-Entourage am Wochenende vor der Bavaria in München aufgeführt hat, mit der Ursprungsidee eines Flashmobs nicht mehr viel zu tun hat, mögen die Nichtraucheraktivisten auch noch anders sehen. Dass aber PNP-Redakteurin Metzger zur Erklärung des Begriffes Flashmob mal ganz locker "Blitzpöbel" in Klammern setzt, zeigt unstrittig, dass es ganz schön in die Hose gehen kann, wenn man einfach immer alles schnell bei Wikipedia abschreibt - vor allem wenn man als Berufsbezeichnung Journalistin angibt.
Die Schlussredaktion von Wahlinfo-Passau
Sonntag, 30. Mai 2010
Deutschlands größter Irrtum seit 80 Jahren
Dienstag, 25. Mai 2010
Angekifft und ausgelassen
Lieber Tölpel!
Jetzt bin ich aber beruhigt. Ich dachte nämlich, wir hätten zu wenig Polizisten im Freistaat und speziell in Passau. Zu wenig Polizisten, die eingreifen können, wenn nachts irgendwelche Leute halbtot geschlagen werden. Zu wenig Polizisten, die sich darum kümmern können, die Passauer Brennpunkte regelmäßig zu kontrollieren und Streife zu gehen, bzw. fahren. Zu wenig Polizisten, um darauf zu achten, dass sich Heranwachsende nach dem Dultbesuch nicht mit 2,3 Promille auf der Heimfahrt selbstentleiben. Falsch gedacht. Wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, kann man sich auf die bayerische Polizei und ihre Präsenz problemlos verlassen. Hat es doch ein Großaufgebot von Dachauer Bereitschaftspolizisten tatsächlich geschafft, auf dem Hauzenberger Pfingst-Open-Air unter 5.000 Besuchern ganze 60 festzunehmen, die Haschisch und Marihuana in Eigenbedarfsmengen bei sich hatten. Ein Coup des Hauzenberger Oberpolizisten, der seit den Razzien in den Urwaldlabors des Pablo Escobar in den 80er Jahren seinesgleichen sucht. Auf jeden Fall wurde eine derartig große Menge an cannabishaltigen Krümelchen gefunden, die ausreichen würde, ein Kaninchen einen ganzen Tag lang bekifft zu machen. Versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß schon sehr genau, dass es keine harmlosen Drogen gibt und dass man sich gerade auch mit Haschisch ziemlich aus der Realität schießen kann; aber steht hier wirklich Aufwand und Ergebnis in irgendeinem Verhältnis? Den Open-Air-Besuchern wars wahrscheinlich auch ziemlich egal - gibt ja ausreichend legalen Stoff, um sich wegzudröhnen.
Apropos Bier. Da sind doch ernsthaft ein paar Durchgeknallte mit dem Bus nach Madrid gefahren, um sich anzusehen, wie "ihre" Mannschaft, deretwegen sich ihre Frauen keine neuen Schuhe und ihre Kinder keinen Schulausflug leisten können, ganz allein vom jungen Sylvester Stallone zerlegt wird. Ja, ja. Ich hab mir das Spiel ja auch angesehen und hätte mich auch gefreut, wenn die Bayern gewonnen hätten. Aber ist es nicht ziemlich bescheuert, wenn diese ganzen Hardcore-Fußball-Fans, die sonst auch gerne mal darüber schimpfen, dass Politiker oder Manager zuviel verdienen, ihr mickriges Selbstbewusstsein damit füttern, dass irgendwelche halbdebile, aber wie Götter verehrte Kicker, die ihre Millionen mit Fressen-Ficken-Fernsehen und nebenher ein bisschen Training verdienen, ab und zu mal einen Titel gewinnen? Aber ich kenne mich mit sowas wohl einfach nicht aus. Und nachdem ich am Wochenende zum ersten mal diese Lena Meyer-Dingsbums im Fernsehen gesehen habe, muss ich ergänzen, dass oben genanntes Phänomen der Deppenverehrung sich tatsächlich nicht auf die Fußballfans beschränkt. Wie könnte es sonst sein, dass dieses präpotente, unerträgliche Gör von den Medien und der Nation zum Star gemacht wird. Das ist doch einfach nur ein unsympathisches Mädchen, das wahrscheinlich in der Schule keine Freunde hatte und diese Tatsache mit vorlautem Gequatsche kompensiert hat. Das Einzige, was mich tröstet, ist, dass regelmäßig, nachdem ein bisschen Zeit vergangen ist, selbst die Dümmsten merken, welcher Massenhalluzination sie da wieder aufgesessen sind. Obwohl - dieser Daniel Küblböck hat ja scheinbar immer noch Fans. Aber das ist wohl was Pathologisches.
Gibts in Passau auch Themen? Keine richtigen oder? Unser Lieblings-Nachwuchspolitiker war jetzt schon zweimal nicht in der AmSonntag. Ist da was passiert? Weißt Du was, Tölpel, fragt sich besorgt
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nachdem mir immer so fad ist, höre ich neuerdings immer Telefongespräche ab. Und zwar habe ich die Telefonleitung von PNP und AmSonntag angezapft und konnte kürzlich folgendes Gespräch belauschen.
"S.D., Grüß Gott." "Ja hallo, i bins, der S.F." "Ah, mal wieder. Was gibts denn? Neue Frisur oder irgendein hässliches Klo entdeckt oder irgendwelche Lebensmittelunverträglichkeiten?" "Ist doch völlig egal. Ich mach alles. Ich bin jetzt zweimal nicht erwähnt worden. Jetzt muss ich mal wieder auf den Titel." "Titel? Unmöglich. Nicht schon wieder. Und die mega-dünne Klo-Story hat mir massig Häme eingebracht." "Aber irgendwas muss doch gehen!?" "Müssen tut gar nichts." "Und wenn ich zu rauchen anfange?" "Das ist gut! Sehr gut sogar!" "Komm ich damit auf den Titel?" Lautes Geräusch. Offensichtlich ein Handy - die Filmmelodie aus 'The Untouchables'. "Wart mal kurz, Telefon. ... Hallo? ... Ja Chrissi, servus! ... Ja, supergeil, eh klar. ... Ein Foto hast Du? Mit Dir und drei Schlampen? ... Ja, megageil! ... Ja, eh klar, druck ich das. Auf der dritten Seite? ... Ah so, na ja, des kann ich jetzt noch nicht versprechen. ... Die will mich kennenlernen? Echt? ... Jetzt schau ma mal. Ich bring Dich schon gut unter. Auf mich kannst Dich ja verlassen." "Hallo, hallo, ist da noch wer?" "Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr, wichtiger Anruf grad. Fangs Rauchen an, dann kommst auf den Titel. Servus." Klick. "So, bin schon wieder da, Chrissi. ... Morgen? Klar hab ich morgen Zeit. Dann besprech ma des. ... Genau, in entspannter Atmosphäre, hä hä. ... Genau, servus, ich freu mich."
Kleiner Scherz, das gerade. Zum Scherzen ist mir nicht mehr zumute, wenn ich diese unsägliche PNP-Serie "Frauengestalten" weiter ertragen muss. Dass die unvermeidbare Passauer Sparkassenchefin darin auftauchen wird, haben wir ja bereits vor einigen Wochen prognostiziert. War aber auch nicht so schwer. Scheinbar gibts gar nicht so viele große Frauengestalten dahier. (So wie es übrigens - nebenbei bemerkt - auch nicht so viele große Männergestalten hier gibt) Vergangenen Samstag musste zumindest schon irgendeine Salsa-Tänzerin herhalten, deren Besonderheit scheinbar darin liegt, dass sie von außerhalb Bayerns stammt und auch so aussieht. Liebe "Frauengestalten"-Autorinnen, jetzt muss ich alter Feminist Euch mal einen Denkanstoß mit auf den Weg geben. Wenn man jeder Passauerin, die in der Lage ist, einen Beruf auszuüben, schön oder weniger schön zu singen oder ein Ehrenamt zu bekleiden, gleich eine dreiviertelte Samstagsseite widmet, ist das nicht eigentlich der wahre Sexismus? Wenn man so sehr betont, uiii, die kann sogar eine Sparkasse leiten, uiii, die kann sogar Stadtrat, uiii, die kann sogar singen und tanzen, heißt das dann im Umkehrschluss nicht, dass Frauen für sowas grundsätzlich und im Regelfall doch zu doof sind? Noch eine Anekdote zum Thema: Ich hatte einen Lehrer im Gymnasium, der mochte die Buben sehr sehr gerne und die Mädchen nicht so sehr und der war immerhin 2. Vertreter des Schulleiters. Der hat einmal folgendes gesagt: "Es muss nicht jedes Mädchen Abitur machen. Es gibt so schöne Berufe für Frauen. Floristin z.B. oder sie heiratet einfach einen Arzt oder Juristen."
Apropos sexuell rechtswidrig aktive Lehrer oder Internatsleiter. Nach der Logik dreier PNP-Leserbriefschreiber der letzten Woche kann es unmöglich stimmen, dass oben erwähnter Gymnasiallehrer sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen (obwohl er sogar nach Bekanntwerden des sehr engen Kontaktes zu manchen Schülern versetzt wurde), weil erstens war das in den achziger Jahren und zweitens kann das keiner mehr beweisen und drittens hat er seinen Lieblingen immer ein Duplo (echt wahr!) geschenkt. Vielleicht wurden im Sankt Max auch Duplos verschenkt, wer weiß... Und deshalb sind alle, die jetzt behaupten, sie wären misshandelt worden, verlogene Versager und außerdem können sie gar nichts mehr beweisen, ällerbätsch. Und eine Watschn und ein gscheide Tracht Prügel und ein bisschen Anfassen haben noch nie jemandem geschadet. Außer vielleicht den Leserbriefschreibern - denen dafür ganz schön.
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.* Mahlzeit!
Dein Tölpel
* Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
Jetzt bin ich aber beruhigt. Ich dachte nämlich, wir hätten zu wenig Polizisten im Freistaat und speziell in Passau. Zu wenig Polizisten, die eingreifen können, wenn nachts irgendwelche Leute halbtot geschlagen werden. Zu wenig Polizisten, die sich darum kümmern können, die Passauer Brennpunkte regelmäßig zu kontrollieren und Streife zu gehen, bzw. fahren. Zu wenig Polizisten, um darauf zu achten, dass sich Heranwachsende nach dem Dultbesuch nicht mit 2,3 Promille auf der Heimfahrt selbstentleiben. Falsch gedacht. Wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, kann man sich auf die bayerische Polizei und ihre Präsenz problemlos verlassen. Hat es doch ein Großaufgebot von Dachauer Bereitschaftspolizisten tatsächlich geschafft, auf dem Hauzenberger Pfingst-Open-Air unter 5.000 Besuchern ganze 60 festzunehmen, die Haschisch und Marihuana in Eigenbedarfsmengen bei sich hatten. Ein Coup des Hauzenberger Oberpolizisten, der seit den Razzien in den Urwaldlabors des Pablo Escobar in den 80er Jahren seinesgleichen sucht. Auf jeden Fall wurde eine derartig große Menge an cannabishaltigen Krümelchen gefunden, die ausreichen würde, ein Kaninchen einen ganzen Tag lang bekifft zu machen. Versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß schon sehr genau, dass es keine harmlosen Drogen gibt und dass man sich gerade auch mit Haschisch ziemlich aus der Realität schießen kann; aber steht hier wirklich Aufwand und Ergebnis in irgendeinem Verhältnis? Den Open-Air-Besuchern wars wahrscheinlich auch ziemlich egal - gibt ja ausreichend legalen Stoff, um sich wegzudröhnen.
Apropos Bier. Da sind doch ernsthaft ein paar Durchgeknallte mit dem Bus nach Madrid gefahren, um sich anzusehen, wie "ihre" Mannschaft, deretwegen sich ihre Frauen keine neuen Schuhe und ihre Kinder keinen Schulausflug leisten können, ganz allein vom jungen Sylvester Stallone zerlegt wird. Ja, ja. Ich hab mir das Spiel ja auch angesehen und hätte mich auch gefreut, wenn die Bayern gewonnen hätten. Aber ist es nicht ziemlich bescheuert, wenn diese ganzen Hardcore-Fußball-Fans, die sonst auch gerne mal darüber schimpfen, dass Politiker oder Manager zuviel verdienen, ihr mickriges Selbstbewusstsein damit füttern, dass irgendwelche halbdebile, aber wie Götter verehrte Kicker, die ihre Millionen mit Fressen-Ficken-Fernsehen und nebenher ein bisschen Training verdienen, ab und zu mal einen Titel gewinnen? Aber ich kenne mich mit sowas wohl einfach nicht aus. Und nachdem ich am Wochenende zum ersten mal diese Lena Meyer-Dingsbums im Fernsehen gesehen habe, muss ich ergänzen, dass oben genanntes Phänomen der Deppenverehrung sich tatsächlich nicht auf die Fußballfans beschränkt. Wie könnte es sonst sein, dass dieses präpotente, unerträgliche Gör von den Medien und der Nation zum Star gemacht wird. Das ist doch einfach nur ein unsympathisches Mädchen, das wahrscheinlich in der Schule keine Freunde hatte und diese Tatsache mit vorlautem Gequatsche kompensiert hat. Das Einzige, was mich tröstet, ist, dass regelmäßig, nachdem ein bisschen Zeit vergangen ist, selbst die Dümmsten merken, welcher Massenhalluzination sie da wieder aufgesessen sind. Obwohl - dieser Daniel Küblböck hat ja scheinbar immer noch Fans. Aber das ist wohl was Pathologisches.
Gibts in Passau auch Themen? Keine richtigen oder? Unser Lieblings-Nachwuchspolitiker war jetzt schon zweimal nicht in der AmSonntag. Ist da was passiert? Weißt Du was, Tölpel, fragt sich besorgt
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nachdem mir immer so fad ist, höre ich neuerdings immer Telefongespräche ab. Und zwar habe ich die Telefonleitung von PNP und AmSonntag angezapft und konnte kürzlich folgendes Gespräch belauschen.
"S.D., Grüß Gott." "Ja hallo, i bins, der S.F." "Ah, mal wieder. Was gibts denn? Neue Frisur oder irgendein hässliches Klo entdeckt oder irgendwelche Lebensmittelunverträglichkeiten?" "Ist doch völlig egal. Ich mach alles. Ich bin jetzt zweimal nicht erwähnt worden. Jetzt muss ich mal wieder auf den Titel." "Titel? Unmöglich. Nicht schon wieder. Und die mega-dünne Klo-Story hat mir massig Häme eingebracht." "Aber irgendwas muss doch gehen!?" "Müssen tut gar nichts." "Und wenn ich zu rauchen anfange?" "Das ist gut! Sehr gut sogar!" "Komm ich damit auf den Titel?" Lautes Geräusch. Offensichtlich ein Handy - die Filmmelodie aus 'The Untouchables'. "Wart mal kurz, Telefon. ... Hallo? ... Ja Chrissi, servus! ... Ja, supergeil, eh klar. ... Ein Foto hast Du? Mit Dir und drei Schlampen? ... Ja, megageil! ... Ja, eh klar, druck ich das. Auf der dritten Seite? ... Ah so, na ja, des kann ich jetzt noch nicht versprechen. ... Die will mich kennenlernen? Echt? ... Jetzt schau ma mal. Ich bring Dich schon gut unter. Auf mich kannst Dich ja verlassen." "Hallo, hallo, ist da noch wer?" "Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr, wichtiger Anruf grad. Fangs Rauchen an, dann kommst auf den Titel. Servus." Klick. "So, bin schon wieder da, Chrissi. ... Morgen? Klar hab ich morgen Zeit. Dann besprech ma des. ... Genau, in entspannter Atmosphäre, hä hä. ... Genau, servus, ich freu mich."
Kleiner Scherz, das gerade. Zum Scherzen ist mir nicht mehr zumute, wenn ich diese unsägliche PNP-Serie "Frauengestalten" weiter ertragen muss. Dass die unvermeidbare Passauer Sparkassenchefin darin auftauchen wird, haben wir ja bereits vor einigen Wochen prognostiziert. War aber auch nicht so schwer. Scheinbar gibts gar nicht so viele große Frauengestalten dahier. (So wie es übrigens - nebenbei bemerkt - auch nicht so viele große Männergestalten hier gibt) Vergangenen Samstag musste zumindest schon irgendeine Salsa-Tänzerin herhalten, deren Besonderheit scheinbar darin liegt, dass sie von außerhalb Bayerns stammt und auch so aussieht. Liebe "Frauengestalten"-Autorinnen, jetzt muss ich alter Feminist Euch mal einen Denkanstoß mit auf den Weg geben. Wenn man jeder Passauerin, die in der Lage ist, einen Beruf auszuüben, schön oder weniger schön zu singen oder ein Ehrenamt zu bekleiden, gleich eine dreiviertelte Samstagsseite widmet, ist das nicht eigentlich der wahre Sexismus? Wenn man so sehr betont, uiii, die kann sogar eine Sparkasse leiten, uiii, die kann sogar Stadtrat, uiii, die kann sogar singen und tanzen, heißt das dann im Umkehrschluss nicht, dass Frauen für sowas grundsätzlich und im Regelfall doch zu doof sind? Noch eine Anekdote zum Thema: Ich hatte einen Lehrer im Gymnasium, der mochte die Buben sehr sehr gerne und die Mädchen nicht so sehr und der war immerhin 2. Vertreter des Schulleiters. Der hat einmal folgendes gesagt: "Es muss nicht jedes Mädchen Abitur machen. Es gibt so schöne Berufe für Frauen. Floristin z.B. oder sie heiratet einfach einen Arzt oder Juristen."
Apropos sexuell rechtswidrig aktive Lehrer oder Internatsleiter. Nach der Logik dreier PNP-Leserbriefschreiber der letzten Woche kann es unmöglich stimmen, dass oben erwähnter Gymnasiallehrer sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen (obwohl er sogar nach Bekanntwerden des sehr engen Kontaktes zu manchen Schülern versetzt wurde), weil erstens war das in den achziger Jahren und zweitens kann das keiner mehr beweisen und drittens hat er seinen Lieblingen immer ein Duplo (echt wahr!) geschenkt. Vielleicht wurden im Sankt Max auch Duplos verschenkt, wer weiß... Und deshalb sind alle, die jetzt behaupten, sie wären misshandelt worden, verlogene Versager und außerdem können sie gar nichts mehr beweisen, ällerbätsch. Und eine Watschn und ein gscheide Tracht Prügel und ein bisschen Anfassen haben noch nie jemandem geschadet. Außer vielleicht den Leserbriefschreibern - denen dafür ganz schön.
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.* Mahlzeit!
Dein Tölpel
* Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
Montag, 24. Mai 2010
Sonntag, 16. Mai 2010
Donnerstag, 13. Mai 2010
Liebe Katholen aus Passau und der Welt!
Abgesehen davon, dass Ihr uns praktisch genauso wie die Evangelen auf die Nerven geht, wenn Ihr mit Euren orangen Tüchern um den Hals zu Fuß oder per Fahrrad ganz München verstopft und einen auf Dauerlächeln und Wir-haben-uns-alle-lieb macht, hatten doch unlängst Euer Oberchef im Vatikan oder auch der Erzbischof von München eigentlich klargemacht, dass die noch mehr grinsenden und noch mehr gutmenschelnden Evangelen irgendwie Ketzer sind und deshalb nicht mit den richtigen Christen, also Euch, gemeinsam Hostien essen dürfen.
Das ist uns aus natürlich auch wieder irgendwie irrationalen Gründen deshalb sympathisch, weil wir heute mit Entsetzen das scheinbare Comeback dieser Frau, der sie das Ich-bin-ein-guter-Mensch-Grinsen wahrscheinlich ins Gesicht operiert haben (mit Saufen allein klappt das nicht), in der Zeitung gesehen haben. Die Exbischöfin, die erst noch so klug war, zurückzutreten, bevor jemand bemerkt, was sie für einen unglaublichen Mist verzapft („Die Kultur der Achtsamkeit ist ein Stück verlorengegangen.”), ist offensichtlich wieder da und offensichtlich auch wieder voll drauf, weil sie nämlich ein Buch über das Vaterunser ("und führe uns nicht in Versuchung") geschrieben hat.
Wir schweifen ab. Zu den Fragen: Was ist jetzt eigentlich mit Euch Katholen? Sind jetzt die Evangelen Häretiker oder nicht? Hat jetzt der Marx den Hasenhüttl rausgeschmissen oder nicht? Hält jetzt der Papst die Lutheraner für Falschgläubige oder nicht? Und was soll eigentlich nach Beantwortung dieser Fragen dieser bescheuerte orangene Kirchentag mit dem "Ö" am Anfang? Obwohl - zur ÖDP würden diese Käßmann und die Weltfriedens-Kasperl, die uns gestern in München begegnet sind, gut passen.
Urbi et orbi
Seine Exzellenz der hochwürdigste Herr Präsident (nicht demokratisch legitimiert)
Das ist uns aus natürlich auch wieder irgendwie irrationalen Gründen deshalb sympathisch, weil wir heute mit Entsetzen das scheinbare Comeback dieser Frau, der sie das Ich-bin-ein-guter-Mensch-Grinsen wahrscheinlich ins Gesicht operiert haben (mit Saufen allein klappt das nicht), in der Zeitung gesehen haben. Die Exbischöfin, die erst noch so klug war, zurückzutreten, bevor jemand bemerkt, was sie für einen unglaublichen Mist verzapft („Die Kultur der Achtsamkeit ist ein Stück verlorengegangen.”), ist offensichtlich wieder da und offensichtlich auch wieder voll drauf, weil sie nämlich ein Buch über das Vaterunser ("und führe uns nicht in Versuchung") geschrieben hat.
Wir schweifen ab. Zu den Fragen: Was ist jetzt eigentlich mit Euch Katholen? Sind jetzt die Evangelen Häretiker oder nicht? Hat jetzt der Marx den Hasenhüttl rausgeschmissen oder nicht? Hält jetzt der Papst die Lutheraner für Falschgläubige oder nicht? Und was soll eigentlich nach Beantwortung dieser Fragen dieser bescheuerte orangene Kirchentag mit dem "Ö" am Anfang? Obwohl - zur ÖDP würden diese Käßmann und die Weltfriedens-Kasperl, die uns gestern in München begegnet sind, gut passen.
Urbi et orbi
Seine Exzellenz der hochwürdigste Herr Präsident (nicht demokratisch legitimiert)
Dienstag, 11. Mai 2010
Abgeschrieben und aufgeblendet
Lieber Tölpel!
Schon gesehen? Die PNP hat einen neuen Service. Sie unterteilt bei den Standesamtlichen Nachrichten die Geburten in zwei Rubriken. Zuerst kommt die Rubrik "Alberne, peinliche Namen", in der sich dann Vollausrutscher wie Liam Lucas, Jannick oder Leandra Alina finden und dann kommt noch mal, nach den Eheschließungen, eine zweite Rubrik Geburten, wo man ganz normale Namen auffindet. Kann man so ein ähnliches Prinzip nicht auf den ganzen Lokalteil anwenden? Also zuerst die aktuellen Ideen von Waschler, Frankenberger und Dickl, flankiert durch ein paar Kommentare der aktuellen PNP-Billig-Praktikanten, pardon Institutsstipendiaten und anschließend kommt dann der richtige Lokalteil. Ach, da bleibt dann nicht mehr viel - thematisch? Stimmt auch wieder.

Am liebsten lese ich ja eh die Sonderveröffentlichungen in der PNP. Am allerallerliebsten natürlich die von Lady Semmelmayr. Aber auch die jüngste vom letzten Wochenende "15 Jahre Medienzentrum Passau" war sehr informativ. Da erfährt man z.B., dass die Kanzlei Noerr trotz ganz guter Beziehungen zur Verlagsleitung für eine Eckfeldanzeige trotzdem nur die schlechtere linke statt der besseren rechten Seite bekommt. Man erfährt auch, dass der Passauer Oberbürgermeister die PNP liest, Brunhilde Auracher aus Pfarrkirchen (70) nur die Seite mit den Schauspielern und den Rest eher weniger und einer Sängerin aus Tiefenbach namens Barbara Clear (46) "... die Kommentare von Ernst Fuchs ... imponieren. Er rückt damit das zurecht, was von den Blendern auf dem Medienklavier gespielt wird." Hierzu sei eine Frage erlaubt. Ist man, wenn man Sänger/in ist und aus Tiefenbach kommt, automatisch bescheuert oder hat den Satz mit dem Medienklavier der Fuchs persönlich diktiert?
Auch die AmSonntag habe ich mal wieder "gelesen" vorgestern. War auch ziemlich interessant. Man erfuhr, dass dem Frankenberger das neue Klo an der Dompost nicht gefällt, Björn Andresen keine Lust hat, nochmal ins Gefängnis zu gehen und unter den hübschen Mädels die mit der Krone die Braut ist. Warum ich das schreibe? Keine Ahnung - aber irgendwie muss ich den Platz hier ja voll kriegen und dafür eignen sich solche Themen dann doch ganz gut. Hast Du richtige Themen?, fragt achselzuckend
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Es passiert ja auch nichts. Ich durchforste mittlerweile alle (!) Seiten der PNP (naja, manchmal) um überhaupt noch irgendetwas Verwertbares zu finden. Auf der gestrigen "Freizeit"-Seite habe ich z.B. entdeckt, dass unsere Heimatzeitung die Biermösl Blosn unter "Comedy-Konzert" aufhängt. Man kann sowas natürlich auch als Unachtsamkeit oder Schlampigkeit abtun, aber sehen möcht ich es schon gerne, was passiert, wenn man die von-Freibier-Festspiele als Musikantenstadl bezeichnen würde. Oder Anna Rosmus als Reiseveranstalterin. Oder Gerhard Waschler als arbeitssuchenden Direktor. Oder die Charity-Lady als Selbstbeschäftigungs-Therapeutin. Das gäb wieder ein Geschrei.
Die Einwohnerzahl in Passau bleibt übrigens stabil und fällt nicht unter die 50.000er-Marke, hat uns Redakteur Seider letzte Woche mitgeteilt. Na, das glaub ich. Wenn das Standesamt nur noch Geburten und keine Sterbefälle mehr veröffentlicht, dann ist das für die Statistik natürlich super und der Stadtrat hat demnächst 50 Mitglieder und unser Oberjürgen kriegt bald die B8-Besoldung. Letzterem würden wir das natürlich uneingeschränkt gönnen und auch das Personal für den Stadtrat dürfte ausreichen. Immerhin sind ca. ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Zwangsneurotiker, zwei bis drei Prozent Histrioniker und jeder hundertste ist Borderliner. Das sind mehr als genug. Da bleiben immer noch genug für den Schuldienst übrig. Ha ha, kleiner Scherz.
Ich finde, wir müssen es nicht wie die zahlreichen Zeitungen unserer 50.000-Einwohner-Stadt machen. Wenn nichts passiert, müssen wir auch nichts kommentieren. Das unterscheidet unser Schicksal von dem der VGP-Redakteure. Die schreiben dann, wem unsere Staatssekretäre in Berlin den Schirm hinhalten oder was der Stadtarchivar in seiner Freizeit so treibt. Da mach ich lieber Schluss.
Euer Tölpel
Schon gesehen? Die PNP hat einen neuen Service. Sie unterteilt bei den Standesamtlichen Nachrichten die Geburten in zwei Rubriken. Zuerst kommt die Rubrik "Alberne, peinliche Namen", in der sich dann Vollausrutscher wie Liam Lucas, Jannick oder Leandra Alina finden und dann kommt noch mal, nach den Eheschließungen, eine zweite Rubrik Geburten, wo man ganz normale Namen auffindet. Kann man so ein ähnliches Prinzip nicht auf den ganzen Lokalteil anwenden? Also zuerst die aktuellen Ideen von Waschler, Frankenberger und Dickl, flankiert durch ein paar Kommentare der aktuellen PNP-Billig-Praktikanten, pardon Institutsstipendiaten und anschließend kommt dann der richtige Lokalteil. Ach, da bleibt dann nicht mehr viel - thematisch? Stimmt auch wieder.

Am liebsten lese ich ja eh die Sonderveröffentlichungen in der PNP. Am allerallerliebsten natürlich die von Lady Semmelmayr. Aber auch die jüngste vom letzten Wochenende "15 Jahre Medienzentrum Passau" war sehr informativ. Da erfährt man z.B., dass die Kanzlei Noerr trotz ganz guter Beziehungen zur Verlagsleitung für eine Eckfeldanzeige trotzdem nur die schlechtere linke statt der besseren rechten Seite bekommt. Man erfährt auch, dass der Passauer Oberbürgermeister die PNP liest, Brunhilde Auracher aus Pfarrkirchen (70) nur die Seite mit den Schauspielern und den Rest eher weniger und einer Sängerin aus Tiefenbach namens Barbara Clear (46) "... die Kommentare von Ernst Fuchs ... imponieren. Er rückt damit das zurecht, was von den Blendern auf dem Medienklavier gespielt wird." Hierzu sei eine Frage erlaubt. Ist man, wenn man Sänger/in ist und aus Tiefenbach kommt, automatisch bescheuert oder hat den Satz mit dem Medienklavier der Fuchs persönlich diktiert?
Auch die AmSonntag habe ich mal wieder "gelesen" vorgestern. War auch ziemlich interessant. Man erfuhr, dass dem Frankenberger das neue Klo an der Dompost nicht gefällt, Björn Andresen keine Lust hat, nochmal ins Gefängnis zu gehen und unter den hübschen Mädels die mit der Krone die Braut ist. Warum ich das schreibe? Keine Ahnung - aber irgendwie muss ich den Platz hier ja voll kriegen und dafür eignen sich solche Themen dann doch ganz gut. Hast Du richtige Themen?, fragt achselzuckend
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Es passiert ja auch nichts. Ich durchforste mittlerweile alle (!) Seiten der PNP (naja, manchmal) um überhaupt noch irgendetwas Verwertbares zu finden. Auf der gestrigen "Freizeit"-Seite habe ich z.B. entdeckt, dass unsere Heimatzeitung die Biermösl Blosn unter "Comedy-Konzert" aufhängt. Man kann sowas natürlich auch als Unachtsamkeit oder Schlampigkeit abtun, aber sehen möcht ich es schon gerne, was passiert, wenn man die von-Freibier-Festspiele als Musikantenstadl bezeichnen würde. Oder Anna Rosmus als Reiseveranstalterin. Oder Gerhard Waschler als arbeitssuchenden Direktor. Oder die Charity-Lady als Selbstbeschäftigungs-Therapeutin. Das gäb wieder ein Geschrei.
Die Einwohnerzahl in Passau bleibt übrigens stabil und fällt nicht unter die 50.000er-Marke, hat uns Redakteur Seider letzte Woche mitgeteilt. Na, das glaub ich. Wenn das Standesamt nur noch Geburten und keine Sterbefälle mehr veröffentlicht, dann ist das für die Statistik natürlich super und der Stadtrat hat demnächst 50 Mitglieder und unser Oberjürgen kriegt bald die B8-Besoldung. Letzterem würden wir das natürlich uneingeschränkt gönnen und auch das Personal für den Stadtrat dürfte ausreichen. Immerhin sind ca. ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Zwangsneurotiker, zwei bis drei Prozent Histrioniker und jeder hundertste ist Borderliner. Das sind mehr als genug. Da bleiben immer noch genug für den Schuldienst übrig. Ha ha, kleiner Scherz.
Ich finde, wir müssen es nicht wie die zahlreichen Zeitungen unserer 50.000-Einwohner-Stadt machen. Wenn nichts passiert, müssen wir auch nichts kommentieren. Das unterscheidet unser Schicksal von dem der VGP-Redakteure. Die schreiben dann, wem unsere Staatssekretäre in Berlin den Schirm hinhalten oder was der Stadtarchivar in seiner Freizeit so treibt. Da mach ich lieber Schluss.
Euer Tölpel
Donnerstag, 6. Mai 2010
Endlich lässige Mode fürs Oberzentrum Passau
Samstag, 1. Mai 2010
SAGE FEST PIUS UND FLAGGE NETTES
Lieber Tölpel!
Ich schaue ja nie fern, und wenn, dann nur 9live. Eigentlich primär deshalb, weil ich mittlerweile zu dem Typus alterndes Weib gehöre, der trotz oder ob des augenfälligen, eigenen körperlichen Verfalls gerne mal diese jungen straffen TV-Billig-Schlampen-Körper betrachtet. Sekundär aber auch deshalb ganz gerne, weil man auf diesem Fernsehsender unheimlich viel lernen kann. Die wirklich anspruchsvollen Rätsel sind häufig derart schwer zu knacken, dass eine halbe Stunde oder länger kein Anrufer die richtige Antwort errät. Gestern habe ich wieder mal meine Lieblings-Rätsel-Sendung geschaut: Anagramme auflösen. Natürlich weiß weder eine 9live-Moderatorin noch ein -zuseher, was ein Anagramm ist. Und trotzdem gibt es dieses schöne Spiel: Bei einem Tiernamen werden einfach die Buchstaben durcheinandergemischt und schon kommt ein wunderbarer Begriff wie ARSCHLOCHENTE heraus. Die intelligenteren Zuschauer wie ich erkennen natürlich sofort das Lösungswort STACHELROCHEN. Und auf einmal wusste ich es: Das Anagramm des Tiernamens beschreibt den Charakter des Viehs eigentlich ganz gut. So ein STACHELROCHEN kann nämlich eine ganz schöne ARSCHLOCHENTE sein, wenn er sich wieder mal hinterrücks anschleicht und zusticht. Und so habe ich den Abend damit verbracht, unsere Passauer Kommunalpolitiker durch die Anagrammanalyse zu puzzeln.
HABE NUR MAMA NAIV, denken sich womöglich die Kinder einer Passauer CSU-Stadträtin und haben - zumindest laut Anagramm-Analyse - recht. FAULER-EI-EROS trifft auf einen 99-jährigen FWG-Stadtrat genauso zu wie IRR-FAULE OESE. Dass ein oranger Emporkömmling, der das Bürgermeisteramt an sich gerissen hat, eigentlich und mit richtigem Namen auch LANDRAUB-GNOM heißt, dürfte selbst in seiner eigenen Partei unbekannt sein. Der größte Maidultanzapfer der Welt ist unter seinem eigentlichen Namen JENER GURU DEPP noch weniger bekannt als unter seinem Öko-Tarnnamen JUPP DER GRUENE. Die Analyse bei unseren beiden Staatssekretären verrät Unglaubliches - der Doktortitel ist bei beiden schon automatisch im Namen enthalten: Bei DR. SEX, MALTA ebenso wie bei DR. SUEHNE-CAESAR. Bei zweiterem verrät uns die Anagramm-Persönlichkeitsforschung aber auch noch seinen wahren Charakter - ADAC-EHREN-RUSSE. Schöner kann man seinen Fahrstil nicht beschreiben. Dass bei unserem exaltiertesten Stadtrat einfach nur kryptisch "ER FEEN-NARR KGB" oder auch "R'N'B NEGER FREAK" stehenbleibt, wenn man den Vornamen weglässt, verwundert nicht. Worauf allerdings LANDRATTEN AM ISDN ein Hinweis sein soll, weiß wohl nur die Feuerwehr. Eines weiß ich auf jeden Fall, nämlich wie der Stoßseufzer bei Event und Stadt lauten wird, wenn man eine bestimmte Person irgendwann mal losgeworden ist: OH, VERJAGTE PEST!
Weil wir schon gerade voll im Seichten sind - unsere Lieblings-Society-Redakteuse, die so schreibt wie sie heißt (LSD-MAMA AMEN SYRER) hat heute für den PNP-Familienteil unter der Überschrift "Wie erreiche ich, dass mein Kind auf mich hört?" einen Caritas-Psychologen interviewt und ihm dabei lustige Fragen gestellt, auf die dann noch lustigere Antworten folgten. Semmel... ähhh... LSD-Mama: "Wie kann man die Situation 'Zähneputzen' entschärfen, wenn das Kind nicht Putzen (schreibt man hier übrigens klein, gell Semmel) will? Antwort Psycho-Onkel: "Gut ist es, wenn man sich auf die Ebene des Kindes begibt, an seine Mitarbeit plädiert. Zum Beispiel kann man sagen, dass man gemeinsam die kleinen Zahnteufelchen vertreibt." Zahnteufelchen??? Ich glaube, der Psycho-Kathole von der Caritas verträgt seinen abendlichen Ayurveda-Tee nicht und träumt nachts schlecht - vom Zahnteufelchen, wenn man sich die Zähne nicht putzt oder vom Fleckenteufelchen, wenn man schmutzige Träume hat oder auch mal vom Lügenteufelchen, wenn man seiner Interviewerin einen solchen Quatsch erzählt. Die richtige Antwort eines Vaters von drei Kindern auf die Situation-Zähneputzen-Frage wäre natürlich gewesen: "Putz' da deine Zähn', sonst schlogt da Blitz ei, dass di dreimoi überschlogt."
Wie hältst Du es mit Pädagogik, mein liebes Tölpelchen?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich weiß auch nicht. Ich bin da ziemlich pragmatisch. Ich würde meinen Kindern auch nichts vom Zahnteufelchen erzählen, aber lieber noch so als diese widerwärtigen Leserbriefschreiber in der PNP, die die organisierte Prügelstrafe bei Kindern als geeignete Erziehungsmethode verkaufen wollen. Es gibt schon ziemlich viele Arschlochenten auf der Welt, aber in das Wort habe ich mich spontan verliebt.
Hast es gesehen? Gestern hat mein Lieblings-Lokalredakteur CHINA TALKS IRR zur Selbstjustiz aufgerufen. Die Passauer Bürger sollten Verkehrssünder, die verbotenerweise aus der Schustergasse kommend zum Residenzplatz fahren, mit verbalen Seitenhieben disziplinieren. Verbale Seitenhiebe? Wie sieht sowas aus? "Drecksau, Volldepp, Arschlochente?" Und dabei noch gleich mit dem Stiefel in den Kotflügel getreten? Sapperlot, der CHINA TALKS IRR hatte schon immer so einen Hang zum Gewaltbereiten. Da lobe ich mir den heutigen Leserbriefschreiber Adolf Rimmelspacher (kein Anagramm) aus Passau, der zum Thema nüchtern feststellt: "Als langjähriger Verkehrssachbearbeiter in einer Universitätsstadt in Baden-Württemberg gab es für mich zwei Grundsätze: 1.) Keine verkehrsrechtliche Anordnung, die ein Verbot beinhaltete, welche Ausnahmegenehmigungen zur Folge hatte. 2.) Kein Verkehrsverbot o.ä., wenn ich wusste, dass es nicht beachtet wird. Lächerlich machen war in meinen Aufgabengebieten nicht enthalten."
Und noch ein Leserbrief. Nachdem wir die ÖDPler viel zu selten loben, muss es heute mal wieder geschehen. Der ÖDP-Stadtrat ANAL SEKT PUR hat zur neusten Irrsinns-Idee, die Nordtangente als neue B 388 zu planen, ein paar wichtige Wahrheiten publiziert. Die wichtigste Wahrheit ist natürlich, dass die exorbitanten Kosten dieser Maniker-Vision in keinerlei Verhältnis zum Nutzen (3 Raßbach-Golfplatzbesucher pro Tag sind um 2 Minuten schneller auf der Autobahn - angeblich) stehen. Witzig ist ja schon, dass hinter der ganzen Geschichte eigentlich nur eine einzige Person steckt, die irgendwie die fixe Idee hat, man könne sich mit der Nordtangente aus der Provinz katapultieren. SO DREHE NEANDERTAL!
Die gute Nachricht zum Schluss. Es gibt einen neuen Rathaus-Juristen, der ist doppelpromoviert und zwar im Kirchen- und im Sportrecht oder so und der räumt jetzt auf. Schonungslos wird er die Mauscheleien und Tricksereien der Event aufklären und anprangern. Das wäre ja grundsätzlich ganz schön. Aber erstens ist er als neu eingestellter Beamter der Stadtverwaltung vielleicht nicht ganz objektiv, zweitens fehlt dem Zugezogenen vielleicht ein gewisser Überblick und die Kenntnis ganz verworrener Verstrickungen und drittens heißt der Mann charakteranalysiert NACHSAGT NARR GNOM oder noch schlimmer GANGART MARSCH NON. Darüber sollten wir nachdenken.
Euer Tölpel
Ich schaue ja nie fern, und wenn, dann nur 9live. Eigentlich primär deshalb, weil ich mittlerweile zu dem Typus alterndes Weib gehöre, der trotz oder ob des augenfälligen, eigenen körperlichen Verfalls gerne mal diese jungen straffen TV-Billig-Schlampen-Körper betrachtet. Sekundär aber auch deshalb ganz gerne, weil man auf diesem Fernsehsender unheimlich viel lernen kann. Die wirklich anspruchsvollen Rätsel sind häufig derart schwer zu knacken, dass eine halbe Stunde oder länger kein Anrufer die richtige Antwort errät. Gestern habe ich wieder mal meine Lieblings-Rätsel-Sendung geschaut: Anagramme auflösen. Natürlich weiß weder eine 9live-Moderatorin noch ein -zuseher, was ein Anagramm ist. Und trotzdem gibt es dieses schöne Spiel: Bei einem Tiernamen werden einfach die Buchstaben durcheinandergemischt und schon kommt ein wunderbarer Begriff wie ARSCHLOCHENTE heraus. Die intelligenteren Zuschauer wie ich erkennen natürlich sofort das Lösungswort STACHELROCHEN. Und auf einmal wusste ich es: Das Anagramm des Tiernamens beschreibt den Charakter des Viehs eigentlich ganz gut. So ein STACHELROCHEN kann nämlich eine ganz schöne ARSCHLOCHENTE sein, wenn er sich wieder mal hinterrücks anschleicht und zusticht. Und so habe ich den Abend damit verbracht, unsere Passauer Kommunalpolitiker durch die Anagrammanalyse zu puzzeln.
HABE NUR MAMA NAIV, denken sich womöglich die Kinder einer Passauer CSU-Stadträtin und haben - zumindest laut Anagramm-Analyse - recht. FAULER-EI-EROS trifft auf einen 99-jährigen FWG-Stadtrat genauso zu wie IRR-FAULE OESE. Dass ein oranger Emporkömmling, der das Bürgermeisteramt an sich gerissen hat, eigentlich und mit richtigem Namen auch LANDRAUB-GNOM heißt, dürfte selbst in seiner eigenen Partei unbekannt sein. Der größte Maidultanzapfer der Welt ist unter seinem eigentlichen Namen JENER GURU DEPP noch weniger bekannt als unter seinem Öko-Tarnnamen JUPP DER GRUENE. Die Analyse bei unseren beiden Staatssekretären verrät Unglaubliches - der Doktortitel ist bei beiden schon automatisch im Namen enthalten: Bei DR. SEX, MALTA ebenso wie bei DR. SUEHNE-CAESAR. Bei zweiterem verrät uns die Anagramm-Persönlichkeitsforschung aber auch noch seinen wahren Charakter - ADAC-EHREN-RUSSE. Schöner kann man seinen Fahrstil nicht beschreiben. Dass bei unserem exaltiertesten Stadtrat einfach nur kryptisch "ER FEEN-NARR KGB" oder auch "R'N'B NEGER FREAK" stehenbleibt, wenn man den Vornamen weglässt, verwundert nicht. Worauf allerdings LANDRATTEN AM ISDN ein Hinweis sein soll, weiß wohl nur die Feuerwehr. Eines weiß ich auf jeden Fall, nämlich wie der Stoßseufzer bei Event und Stadt lauten wird, wenn man eine bestimmte Person irgendwann mal losgeworden ist: OH, VERJAGTE PEST!
Weil wir schon gerade voll im Seichten sind - unsere Lieblings-Society-Redakteuse, die so schreibt wie sie heißt (LSD-MAMA AMEN SYRER) hat heute für den PNP-Familienteil unter der Überschrift "Wie erreiche ich, dass mein Kind auf mich hört?" einen Caritas-Psychologen interviewt und ihm dabei lustige Fragen gestellt, auf die dann noch lustigere Antworten folgten. Semmel... ähhh... LSD-Mama: "Wie kann man die Situation 'Zähneputzen' entschärfen, wenn das Kind nicht Putzen (schreibt man hier übrigens klein, gell Semmel) will? Antwort Psycho-Onkel: "Gut ist es, wenn man sich auf die Ebene des Kindes begibt, an seine Mitarbeit plädiert. Zum Beispiel kann man sagen, dass man gemeinsam die kleinen Zahnteufelchen vertreibt." Zahnteufelchen??? Ich glaube, der Psycho-Kathole von der Caritas verträgt seinen abendlichen Ayurveda-Tee nicht und träumt nachts schlecht - vom Zahnteufelchen, wenn man sich die Zähne nicht putzt oder vom Fleckenteufelchen, wenn man schmutzige Träume hat oder auch mal vom Lügenteufelchen, wenn man seiner Interviewerin einen solchen Quatsch erzählt. Die richtige Antwort eines Vaters von drei Kindern auf die Situation-Zähneputzen-Frage wäre natürlich gewesen: "Putz' da deine Zähn', sonst schlogt da Blitz ei, dass di dreimoi überschlogt."
Wie hältst Du es mit Pädagogik, mein liebes Tölpelchen?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich weiß auch nicht. Ich bin da ziemlich pragmatisch. Ich würde meinen Kindern auch nichts vom Zahnteufelchen erzählen, aber lieber noch so als diese widerwärtigen Leserbriefschreiber in der PNP, die die organisierte Prügelstrafe bei Kindern als geeignete Erziehungsmethode verkaufen wollen. Es gibt schon ziemlich viele Arschlochenten auf der Welt, aber in das Wort habe ich mich spontan verliebt.
Hast es gesehen? Gestern hat mein Lieblings-Lokalredakteur CHINA TALKS IRR zur Selbstjustiz aufgerufen. Die Passauer Bürger sollten Verkehrssünder, die verbotenerweise aus der Schustergasse kommend zum Residenzplatz fahren, mit verbalen Seitenhieben disziplinieren. Verbale Seitenhiebe? Wie sieht sowas aus? "Drecksau, Volldepp, Arschlochente?" Und dabei noch gleich mit dem Stiefel in den Kotflügel getreten? Sapperlot, der CHINA TALKS IRR hatte schon immer so einen Hang zum Gewaltbereiten. Da lobe ich mir den heutigen Leserbriefschreiber Adolf Rimmelspacher (kein Anagramm) aus Passau, der zum Thema nüchtern feststellt: "Als langjähriger Verkehrssachbearbeiter in einer Universitätsstadt in Baden-Württemberg gab es für mich zwei Grundsätze: 1.) Keine verkehrsrechtliche Anordnung, die ein Verbot beinhaltete, welche Ausnahmegenehmigungen zur Folge hatte. 2.) Kein Verkehrsverbot o.ä., wenn ich wusste, dass es nicht beachtet wird. Lächerlich machen war in meinen Aufgabengebieten nicht enthalten."
Und noch ein Leserbrief. Nachdem wir die ÖDPler viel zu selten loben, muss es heute mal wieder geschehen. Der ÖDP-Stadtrat ANAL SEKT PUR hat zur neusten Irrsinns-Idee, die Nordtangente als neue B 388 zu planen, ein paar wichtige Wahrheiten publiziert. Die wichtigste Wahrheit ist natürlich, dass die exorbitanten Kosten dieser Maniker-Vision in keinerlei Verhältnis zum Nutzen (3 Raßbach-Golfplatzbesucher pro Tag sind um 2 Minuten schneller auf der Autobahn - angeblich) stehen. Witzig ist ja schon, dass hinter der ganzen Geschichte eigentlich nur eine einzige Person steckt, die irgendwie die fixe Idee hat, man könne sich mit der Nordtangente aus der Provinz katapultieren. SO DREHE NEANDERTAL!
Die gute Nachricht zum Schluss. Es gibt einen neuen Rathaus-Juristen, der ist doppelpromoviert und zwar im Kirchen- und im Sportrecht oder so und der räumt jetzt auf. Schonungslos wird er die Mauscheleien und Tricksereien der Event aufklären und anprangern. Das wäre ja grundsätzlich ganz schön. Aber erstens ist er als neu eingestellter Beamter der Stadtverwaltung vielleicht nicht ganz objektiv, zweitens fehlt dem Zugezogenen vielleicht ein gewisser Überblick und die Kenntnis ganz verworrener Verstrickungen und drittens heißt der Mann charakteranalysiert NACHSAGT NARR GNOM oder noch schlimmer GANGART MARSCH NON. Darüber sollten wir nachdenken.
Euer Tölpel
Donnerstag, 29. April 2010
Mittwoch, 28. April 2010
Samstag, 24. April 2010
Rubrik: Gute Eigenwerbung
Donnerstag, 22. April 2010
Die gute Tat der Woche
Gevatter hilft der Stadt sparen
GeDibesAufen (Geschäftsführer und Direktor mit besonderen Aufgaben) Joseph Gevatter lenkt ein.
Nachdem der Leasingvertrag für seinen alten Audi ausläuft, hat der Frühstücksdirektor dem Aufsichtsrat der Event vorgeschlagen, für eine monatliche Pauschale von 1.000 Euro mit seinem Privatfahrzeug (wohin auch immer) zu fahren und dafür kein Neufahrzeug für eine Trilliarde Euro im Jahr (was ihm nach seinem wasserdichten Geschäftsführer-Vertrag durchaus zustünde) anzumieten. Diese seine immense Großzügigkeit würde der Stadt Passau Einsparungen in Höhe des mehrfachen bundesdeutschen BIP bescheren.
Sollten die Stadtverantwortlichen hier Entgegenkommen signalisieren, könne sich Gevatter vorstellen, "ebenfalls eine monatliche Pauschale i.H.v. 15.000 Euro für Geschäftsessen (natürlich doppelt, einmal für den Herbert) zu akzeptieren, statt sich weiterhin für mehrere hunderttausend Euro pro Monat die Gesundheit zu ruinieren."
Die CSU-Stadtratsfraktion hat sich spontan für den sozialen Ehrenbrief und die Ehrenbürgerwürde für den GeDibesAufen ausgesprochen.
GeDibesAufen (Geschäftsführer und Direktor mit besonderen Aufgaben) Joseph Gevatter lenkt ein.
Nachdem der Leasingvertrag für seinen alten Audi ausläuft, hat der Frühstücksdirektor dem Aufsichtsrat der Event vorgeschlagen, für eine monatliche Pauschale von 1.000 Euro mit seinem Privatfahrzeug (wohin auch immer) zu fahren und dafür kein Neufahrzeug für eine Trilliarde Euro im Jahr (was ihm nach seinem wasserdichten Geschäftsführer-Vertrag durchaus zustünde) anzumieten. Diese seine immense Großzügigkeit würde der Stadt Passau Einsparungen in Höhe des mehrfachen bundesdeutschen BIP bescheren.
Sollten die Stadtverantwortlichen hier Entgegenkommen signalisieren, könne sich Gevatter vorstellen, "ebenfalls eine monatliche Pauschale i.H.v. 15.000 Euro für Geschäftsessen (natürlich doppelt, einmal für den Herbert) zu akzeptieren, statt sich weiterhin für mehrere hunderttausend Euro pro Monat die Gesundheit zu ruinieren."
Die CSU-Stadtratsfraktion hat sich spontan für den sozialen Ehrenbrief und die Ehrenbürgerwürde für den GeDibesAufen ausgesprochen.
Mittwoch, 21. April 2010
Zur Erdäpfel-/Kartoffelfrage
Scheinbare Aufklärung gibt es hier. Um Passau herum sagt man angeblich Erdäpfel. Wir bleiben aber dabei: In der Stadt Passau heißt es Kartoffel.
Dienstag, 20. April 2010
Komatös und Spaß dabei
Lieber Tölpel!
Ich glaube, ein guter Indikator, festzustellen, wann eine irgendwann mal lustig gewesene Idee ausgelutscht ist und langsam beerdigt werden sollte, ist, wenn junge, kreative Menschen aus dem Bayerwald einen McDonalds -Flashmob durchführen, so wie schon tausende von anderen jungen, kreativen Menschen Jahre vorher. Abgesehen davon, dass der Flashmob als solches ja ganz witzig sein kann, ist es doch ziemlich peinlich und einfältig, zum millionsten Mal den McDonalds leer zu kaufen. Macht doch mal was Lustiges! Hängt Euch - Tote imitierend - über die Zäune von Pocking und Regen und zeigt der Welt damit, was bei Euch wirklich los ist. Aber Schluss mit Gehässigkeit. Am besten finde ich immer noch, dass pnp.de gestern oder vorgestern oder wann das war tatsächlich ganz oben als Aufmacher diese lächerliche Aktion gebracht hat. Bürger der Welt, schaut nach Ostbayern! Hier werfen sich wilde Tiere vors Auto, weil es so fad ist.
Oder man betreibt einfach Komasaufen. Hier ist Passau - meldet die PNP - bundesweit auf Platz 11. Was bedeutet das eigentlich? Dass ein Passauer Kind den elfthöchsten Promillewert in ganz Deutschland erreicht hat? Dass hier am elftmeisten Kinder saufen? Oder doch, dass es hier am elftlangweiligsten ist? Wer weiß... Dass es aber auch junge Leute mit Elan und Impetus gibt, beweist ein heutiger Regionalzeitungsartikel über einen 15-jährigen Passauer. Der hat nicht nur binnen zwei Wochen das Auto seines Vaters gecrasht, sondern außerdem einer Touristin die Handtasche geraubt und überdies - und das ist natürlich mein Lieblingsvergehen - aus einem nicht verschlossenen Porsche eine ganze Menge Krimskrams (Wahlinfo-Passau berichtete) im Wert von 7.500 Euro gestohlen. Ich weiß jetzt nicht, was ich skurriler finden soll. Die Tat an sich oder dass die Bestohlene zuhause beim Präsidenten anruft und dessen Familienmitglieder belästigt, weil sie es schlimm findet, dass über ihr Unglück auch noch im klassischen Wahlinfo-Passau-Stil berichtet wird oder dass sie anschließend wieder der Presse bereitwillig Auskunft gibt, völlig negierend, dass sich halb Passau über die absurde Geschichte kaputtlacht. Ist der Realitätssinn auch geklaut worden oder anderweitig abhanden gekommen?
"Baumfreund Mangold fällt drei Bäume," titelt heute höhnisch der Karl Christian und hat damit den Preis für die Überschrift des Monats gewonnen. "Baumfreund" - das hört sich ein bisschen so an wie "Warmduscher" oder "Frauenversteher" oder auch "ÖDP-Politiker". Bei dem Foto (ja, ich weiß, dass wir das nicht verwenden dürfen) hatte ich aber sofort eine spontane Assoziation. Ich weiß auch nicht, was schuld daran ist, dass der Urbi immer so schaut. Aber bitte, liebe ÖDP, schenkt ihm mal zum Geburtstag ein Mimik-Seminar. Das würde es echt bringen.

Ich habe die Zeitung heute nur überflogen, weil ich ein bisschen Stress hatte, aber eins ist mir noch ins Auge gestochen. Haidenhof ist Passaus glücklichster Stadtteil, weil da der Dittlmann und der Ortner wohnen. Wusstest Du, dass es diesen Zusammenhang gibt?
Liebe Grüße
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Diesen Zusammenhang kannte ich nicht. Aber das würde ja bedeuten, dass die Innstadt und Heining die unglücklichsten Stadtteile sind. Und die Altstadt wäre dann mindestens suizidal, gell...
Als heimlichen Stadtrat und heimliche Stadträtin hat die falsche PNP-Kathi sich und das Tölpel-Fake bezeichnet. Ob das ein Kompliment ist? Es gibt in Passau so viele Stadträte, die betreiben ihr Mandat so heimlich, dass keiner was bemerkt. Die SPD existiert nicht, bei den Grünen ist es auch ziemlich ruhig, die ÖDP hat noch den Frankenberger, nachdem der Baumfreund nur noch Bürgermeister ist, bei der CSU waschelts und dickelts gelegentlich, gegen die frühere Prominenz ermittelt die Wirtschaftsstaatsanwaltschaft und der Dittlmann ersetzt dafür, was Präsenz betrifft, drei Höber und zwei Stadler.
Der OB hat eigentlich ein schönes Regieren. Abgesehen davon, dass er "seit zwei Jahren nur am Aufräumen" ist und dass er in einer Stadt herrscht, die ziemlich pleite ist, macht ihm eigentlich keiner besonders viel Kummer. Die CSU probierts immer wieder mal, ist aber derart impotent, dass sie sich meist lächerlich macht und die anderen machen auf Harmonie. Ich mag ihn ja auch, den Oberjürgen. Was mich aber schon seit Jahren stört, ist diese Art, gelegentlich seinen selbsterfundenen Sailerwöhr-Arbeiterschicht-Dialekt zu sprechen, um Volksverbundenheit zu demonstrieren. Und was mich echt stutzig gemacht hat, war seine Wortkreation "Erdäpfel-Taste" im Zusammenhang mit der Parksituation am Wochenmarkt. Sagt man bei uns Erdäpfel? Ich denke nicht. Das heißt doch immer noch "der Katoffe" in Passau und Umgebung. Oder bin ich da auf dem Holzweg? Ich bitte wieder mal um Aufklärung.
Mir haben sie übrigens aus meinem unverschlossenen Maybach nachts mein Diamant-Diadem und sechs Rolex-Uhren gestohlen, nebst 20.000 Euro in bar. Ja, wo sind wir denn, fragt sich mit der Welt hadernd
Dein Tölpel
Ich glaube, ein guter Indikator, festzustellen, wann eine irgendwann mal lustig gewesene Idee ausgelutscht ist und langsam beerdigt werden sollte, ist, wenn junge, kreative Menschen aus dem Bayerwald einen McDonalds -Flashmob durchführen, so wie schon tausende von anderen jungen, kreativen Menschen Jahre vorher. Abgesehen davon, dass der Flashmob als solches ja ganz witzig sein kann, ist es doch ziemlich peinlich und einfältig, zum millionsten Mal den McDonalds leer zu kaufen. Macht doch mal was Lustiges! Hängt Euch - Tote imitierend - über die Zäune von Pocking und Regen und zeigt der Welt damit, was bei Euch wirklich los ist. Aber Schluss mit Gehässigkeit. Am besten finde ich immer noch, dass pnp.de gestern oder vorgestern oder wann das war tatsächlich ganz oben als Aufmacher diese lächerliche Aktion gebracht hat. Bürger der Welt, schaut nach Ostbayern! Hier werfen sich wilde Tiere vors Auto, weil es so fad ist.
Oder man betreibt einfach Komasaufen. Hier ist Passau - meldet die PNP - bundesweit auf Platz 11. Was bedeutet das eigentlich? Dass ein Passauer Kind den elfthöchsten Promillewert in ganz Deutschland erreicht hat? Dass hier am elftmeisten Kinder saufen? Oder doch, dass es hier am elftlangweiligsten ist? Wer weiß... Dass es aber auch junge Leute mit Elan und Impetus gibt, beweist ein heutiger Regionalzeitungsartikel über einen 15-jährigen Passauer. Der hat nicht nur binnen zwei Wochen das Auto seines Vaters gecrasht, sondern außerdem einer Touristin die Handtasche geraubt und überdies - und das ist natürlich mein Lieblingsvergehen - aus einem nicht verschlossenen Porsche eine ganze Menge Krimskrams (Wahlinfo-Passau berichtete) im Wert von 7.500 Euro gestohlen. Ich weiß jetzt nicht, was ich skurriler finden soll. Die Tat an sich oder dass die Bestohlene zuhause beim Präsidenten anruft und dessen Familienmitglieder belästigt, weil sie es schlimm findet, dass über ihr Unglück auch noch im klassischen Wahlinfo-Passau-Stil berichtet wird oder dass sie anschließend wieder der Presse bereitwillig Auskunft gibt, völlig negierend, dass sich halb Passau über die absurde Geschichte kaputtlacht. Ist der Realitätssinn auch geklaut worden oder anderweitig abhanden gekommen?
"Baumfreund Mangold fällt drei Bäume," titelt heute höhnisch der Karl Christian und hat damit den Preis für die Überschrift des Monats gewonnen. "Baumfreund" - das hört sich ein bisschen so an wie "Warmduscher" oder "Frauenversteher" oder auch "ÖDP-Politiker". Bei dem Foto (ja, ich weiß, dass wir das nicht verwenden dürfen) hatte ich aber sofort eine spontane Assoziation. Ich weiß auch nicht, was schuld daran ist, dass der Urbi immer so schaut. Aber bitte, liebe ÖDP, schenkt ihm mal zum Geburtstag ein Mimik-Seminar. Das würde es echt bringen.

Ich habe die Zeitung heute nur überflogen, weil ich ein bisschen Stress hatte, aber eins ist mir noch ins Auge gestochen. Haidenhof ist Passaus glücklichster Stadtteil, weil da der Dittlmann und der Ortner wohnen. Wusstest Du, dass es diesen Zusammenhang gibt?
Liebe Grüße
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Diesen Zusammenhang kannte ich nicht. Aber das würde ja bedeuten, dass die Innstadt und Heining die unglücklichsten Stadtteile sind. Und die Altstadt wäre dann mindestens suizidal, gell...
Als heimlichen Stadtrat und heimliche Stadträtin hat die falsche PNP-Kathi sich und das Tölpel-Fake bezeichnet. Ob das ein Kompliment ist? Es gibt in Passau so viele Stadträte, die betreiben ihr Mandat so heimlich, dass keiner was bemerkt. Die SPD existiert nicht, bei den Grünen ist es auch ziemlich ruhig, die ÖDP hat noch den Frankenberger, nachdem der Baumfreund nur noch Bürgermeister ist, bei der CSU waschelts und dickelts gelegentlich, gegen die frühere Prominenz ermittelt die Wirtschaftsstaatsanwaltschaft und der Dittlmann ersetzt dafür, was Präsenz betrifft, drei Höber und zwei Stadler.
Der OB hat eigentlich ein schönes Regieren. Abgesehen davon, dass er "seit zwei Jahren nur am Aufräumen" ist und dass er in einer Stadt herrscht, die ziemlich pleite ist, macht ihm eigentlich keiner besonders viel Kummer. Die CSU probierts immer wieder mal, ist aber derart impotent, dass sie sich meist lächerlich macht und die anderen machen auf Harmonie. Ich mag ihn ja auch, den Oberjürgen. Was mich aber schon seit Jahren stört, ist diese Art, gelegentlich seinen selbsterfundenen Sailerwöhr-Arbeiterschicht-Dialekt zu sprechen, um Volksverbundenheit zu demonstrieren. Und was mich echt stutzig gemacht hat, war seine Wortkreation "Erdäpfel-Taste" im Zusammenhang mit der Parksituation am Wochenmarkt. Sagt man bei uns Erdäpfel? Ich denke nicht. Das heißt doch immer noch "der Katoffe" in Passau und Umgebung. Oder bin ich da auf dem Holzweg? Ich bitte wieder mal um Aufklärung.
Mir haben sie übrigens aus meinem unverschlossenen Maybach nachts mein Diamant-Diadem und sechs Rolex-Uhren gestohlen, nebst 20.000 Euro in bar. Ja, wo sind wir denn, fragt sich mit der Welt hadernd
Dein Tölpel
Freitag, 16. April 2010
Weil's so schön ist, erst mal ganz ohne Kommentar, aber mit Frage: Was wird es wohl für interessante Anrainer-Namen geben?
PNP, 16.04.2010, Lokalteil Passau
Teure Überraschung für Neue-Mitte-Anrainer
Prüfungsverband stellt unterbliebene 86 000 Euro Ausbaubeiträge für Straßenmaßnahme 2005 fest - Beitragspflichtige Betroffene gestern informiert
Von Christian Karl
Haus- und Grundstücksbesitzern an der Ringstraße werden spätestens Ende Mai unliebsame Schreiben ins Haus flattern, die alle Adressaten in Summe rund 86 000 Euro kosten werden. Es handelt sich um nachträgliche Umlagebeiträge für Teile der großen Ringstraßen-Baumaßnahme im Herbst 2005. Insgesamt sind in dem Bereich zwischen Nikolastraße und Augustinergasse über ein Dutzend Hausbesitzer und drei Großgrundstückseigner gegenüber auf der Klostergarten-Seite betroffen.
Auslöser ist einmal mehr der Kommunale Prüfungsverband, der im vergangenen Jahr Rechnungen und Vorgehensweisen im Rathaus der Jahre 2004 bis 2008 geprüft hatte. Er kam zu einer Feststellung, bei der man im Rathaus wenig Spielraum hat. „Alles andere wäre Rechtsbeugung“, sagte OB-Sprecher Herbert Zillinger gestern auf Nachfrage.
Konkret geht es um Ausbaubeiträge für die Errichtung von Mehrzweckstreifen in der Ringstraße. Diese breiten und mehrfach (z.B zum Anliefern und kurzzeitigen Parken) nutzbaren gepflasterten Flächen waren im Herbst 2005 bei einer großen rund 1,5 Millionen teuren Straßenbaumaßnahme entstanden. Auf der Klostergarten-Seite beträgt dieser Streifen rund 730 Quadratmeter, auf der anderen Straßenseite - von einzelnen Parkplätzen unterbrochen - rund 300 Quadratmeter.
Seinerzeit, vor der Baumaßnahme, war man im Rathaus der Ansicht, dass man sämtliche Kosten für diese Mehrzweckstreifen von der städtischen Event GmbH tragen lassen kann. Die nämlich profitiere als Eigner des größten Anrainer-Grundstücks, auf dem das damals noch geplante Europäische Haus entstehen sollte, am meisten vom modernisierten Ringstraßen-Umfeld und guter Anbindung. Im Frühjahr 2008 übernahm die Event sämtliche Zahlungen. Eine Vorgehensweise, die damals nach Spezialisten-Ansicht mach- und nachvollziehbar war - die aber die übergeordneten Prüfer nun als unrechtmäßig kritisieren. „Man kann sich vorstellen, dass uns das auch überrascht hat und wir uns das Vorgehen jetzt nicht leicht gemacht haben. Wir haben in den vergangenen Wochen auch nach Auswegen gesucht. Aber es gibt keine“, sagt Sprecher Herbert Zillinger.
Die paradoxe Konsequenz ist, dass die städtische Tochter Event die damals gezahlten Ausbaubeiträge zurückerhält, aber anteilig bei der neuen Umlage wieder beitragspflichtig wird. Auf der Klostergarten-Seite sind zudem die Stadt und die österreichische Parkhausbau-Gesellschaft Fixbau betroffen. Sie alle wären zum maßgeblichen Zeitpunkt 24. Januar 2007 bei rechtskonformer Handhabe beitragspflichtig gewesen.
Für die Festsetzung der jeweiligen Umlagebeiträge wird die Grundstücksgröße und die Zahl der Vollgeschosse herangezogen. „Weit mehr als die Hälfte tragen die drei großen Grundbesitzer auf der Klostergarten-Seite“, sagt Herbert Zillinger. Wie es sich bei Umlage-Höhen bei den Eigentümern in der gegenüberliegenden Häuserzeile verhält, wird erst noch ermittelt. „Grundbesitzer und Größe kann man aus dem Grundbuch ermitteln. Aber die Vollgeschosse müssen wir erst noch genau ermitteln“, sagt Bauverwaltungsamts-Chef Josef Gell. Auch Großbauten am Lupingässchen wie die Handwerkskammer, der alte Arbeitsamts-Komplex und das frühere Pustet-Haus sind betroffen.
Bei einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung gestern Abend im Gasthaus „Bayerischer Löwe“ wollte die Stadt erstmals auch gegenüber betroffenen Anliegern „den Gegenstand und die Konsequenzen der getroffenen Prüfungsfeststellung ausführlich erläutern“, wie es Herbert Zillinger in der Einladung formulierte. Freudenstürme seien nicht zu erwarten gewesen, die Diskussion sei aber sehr sachlich verlaufen, so Zillingers Fazit nach der Veranstaltung. Unmittelbar zuvor war in nichtöffentlicher Sitzung der Bauausschuss in Kenntnis gesetzt worden. OB Jürgen Dupper ist nach PNP-Informationen äußerst verärgert wegen dieser „Altlasten“, die vor seiner Amtszeit entstanden. „Seit zwei Jahren bin ich nur am Aufräumen“, soll er mit Blick auf frühere Aktivitäten in und um die Event GmbH geäußert haben.
„Die grundsätzlichen Parameter für die Beitragserhebung stehen fest. Aber freilich kann es da und dort zu Widersprüchen oder Klagen kommen“, schaut Herbert Zillinger voraus. Die Stadt hat bereits unangenehme Erfahrungen, wenn Anlieger sich gegen Umlagen oder Erschließungsbeiträge wehren. Nach knapp einem Vierteljahrhundert hatten seit 1981 gegen solche Umlagen klagende Anlieger der damals neu geschaffenen Fußgängerzone Ludwigstraße Recht bekommen und ihre Umlagen verzinst zurückerhalten.
Teure Überraschung für Neue-Mitte-Anrainer
Prüfungsverband stellt unterbliebene 86 000 Euro Ausbaubeiträge für Straßenmaßnahme 2005 fest - Beitragspflichtige Betroffene gestern informiert
Von Christian Karl
Haus- und Grundstücksbesitzern an der Ringstraße werden spätestens Ende Mai unliebsame Schreiben ins Haus flattern, die alle Adressaten in Summe rund 86 000 Euro kosten werden. Es handelt sich um nachträgliche Umlagebeiträge für Teile der großen Ringstraßen-Baumaßnahme im Herbst 2005. Insgesamt sind in dem Bereich zwischen Nikolastraße und Augustinergasse über ein Dutzend Hausbesitzer und drei Großgrundstückseigner gegenüber auf der Klostergarten-Seite betroffen.
Auslöser ist einmal mehr der Kommunale Prüfungsverband, der im vergangenen Jahr Rechnungen und Vorgehensweisen im Rathaus der Jahre 2004 bis 2008 geprüft hatte. Er kam zu einer Feststellung, bei der man im Rathaus wenig Spielraum hat. „Alles andere wäre Rechtsbeugung“, sagte OB-Sprecher Herbert Zillinger gestern auf Nachfrage.
Konkret geht es um Ausbaubeiträge für die Errichtung von Mehrzweckstreifen in der Ringstraße. Diese breiten und mehrfach (z.B zum Anliefern und kurzzeitigen Parken) nutzbaren gepflasterten Flächen waren im Herbst 2005 bei einer großen rund 1,5 Millionen teuren Straßenbaumaßnahme entstanden. Auf der Klostergarten-Seite beträgt dieser Streifen rund 730 Quadratmeter, auf der anderen Straßenseite - von einzelnen Parkplätzen unterbrochen - rund 300 Quadratmeter.
Seinerzeit, vor der Baumaßnahme, war man im Rathaus der Ansicht, dass man sämtliche Kosten für diese Mehrzweckstreifen von der städtischen Event GmbH tragen lassen kann. Die nämlich profitiere als Eigner des größten Anrainer-Grundstücks, auf dem das damals noch geplante Europäische Haus entstehen sollte, am meisten vom modernisierten Ringstraßen-Umfeld und guter Anbindung. Im Frühjahr 2008 übernahm die Event sämtliche Zahlungen. Eine Vorgehensweise, die damals nach Spezialisten-Ansicht mach- und nachvollziehbar war - die aber die übergeordneten Prüfer nun als unrechtmäßig kritisieren. „Man kann sich vorstellen, dass uns das auch überrascht hat und wir uns das Vorgehen jetzt nicht leicht gemacht haben. Wir haben in den vergangenen Wochen auch nach Auswegen gesucht. Aber es gibt keine“, sagt Sprecher Herbert Zillinger.
Die paradoxe Konsequenz ist, dass die städtische Tochter Event die damals gezahlten Ausbaubeiträge zurückerhält, aber anteilig bei der neuen Umlage wieder beitragspflichtig wird. Auf der Klostergarten-Seite sind zudem die Stadt und die österreichische Parkhausbau-Gesellschaft Fixbau betroffen. Sie alle wären zum maßgeblichen Zeitpunkt 24. Januar 2007 bei rechtskonformer Handhabe beitragspflichtig gewesen.
Für die Festsetzung der jeweiligen Umlagebeiträge wird die Grundstücksgröße und die Zahl der Vollgeschosse herangezogen. „Weit mehr als die Hälfte tragen die drei großen Grundbesitzer auf der Klostergarten-Seite“, sagt Herbert Zillinger. Wie es sich bei Umlage-Höhen bei den Eigentümern in der gegenüberliegenden Häuserzeile verhält, wird erst noch ermittelt. „Grundbesitzer und Größe kann man aus dem Grundbuch ermitteln. Aber die Vollgeschosse müssen wir erst noch genau ermitteln“, sagt Bauverwaltungsamts-Chef Josef Gell. Auch Großbauten am Lupingässchen wie die Handwerkskammer, der alte Arbeitsamts-Komplex und das frühere Pustet-Haus sind betroffen.
Bei einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung gestern Abend im Gasthaus „Bayerischer Löwe“ wollte die Stadt erstmals auch gegenüber betroffenen Anliegern „den Gegenstand und die Konsequenzen der getroffenen Prüfungsfeststellung ausführlich erläutern“, wie es Herbert Zillinger in der Einladung formulierte. Freudenstürme seien nicht zu erwarten gewesen, die Diskussion sei aber sehr sachlich verlaufen, so Zillingers Fazit nach der Veranstaltung. Unmittelbar zuvor war in nichtöffentlicher Sitzung der Bauausschuss in Kenntnis gesetzt worden. OB Jürgen Dupper ist nach PNP-Informationen äußerst verärgert wegen dieser „Altlasten“, die vor seiner Amtszeit entstanden. „Seit zwei Jahren bin ich nur am Aufräumen“, soll er mit Blick auf frühere Aktivitäten in und um die Event GmbH geäußert haben.
„Die grundsätzlichen Parameter für die Beitragserhebung stehen fest. Aber freilich kann es da und dort zu Widersprüchen oder Klagen kommen“, schaut Herbert Zillinger voraus. Die Stadt hat bereits unangenehme Erfahrungen, wenn Anlieger sich gegen Umlagen oder Erschließungsbeiträge wehren. Nach knapp einem Vierteljahrhundert hatten seit 1981 gegen solche Umlagen klagende Anlieger der damals neu geschaffenen Fußgängerzone Ludwigstraße Recht bekommen und ihre Umlagen verzinst zurückerhalten.
Dienstag, 13. April 2010
Letzte Mahnung
Liebes PNP-Online-Team!
Wenn man schon meint, man müsse im Internet gebührenpflichtige Inhalte verkaufen, dann sollte man aber auch in der Lage dazu sein, die Seite auf einem technischen Standard zu halten, der es den braven Bezahl-Abonnenten auch ermöglicht, ungestört Eure Artikel zu lesen.
Das heißt auch und vor allem, dass der brave Bezahl-Abonnent keine Lust hat, vor jedem Artikel wieder Kennung und Passwort einzugeben. Wir machen das jetzt noch einmal und klicken noch einmal "Ich möchte auf diesem Computer eingeloggt bleiben, bis ich mich abmelde an" und wenn es dann wieder nicht funktioniert, rufen wir auf unserer immer funktionierenden Seite zum Boykott von pnp.de auf.
Danke und Gruß prä
Samstag, 10. April 2010
Abverkauft und draufgezahlt
Lieber Tölpel!
Oftmals löst das Verhalten mancher Menschen Erstaunen, Verwunderung oder gar Verärgerung aus und am Ende stellt sich heraus, dass Alles bloß ein Missverständnis war. Unser hochgeschätzter Präsident hat mir hierzu folgende Geschichte erzählt. Vor einem fernöstlichen Flughafen hat er sich in ein Taxi gesetzt und hat mit kompliziertesten Erklärungsversuchen erreicht, dass der Taxifahrer, der nahezu kein Englisch sprach, irgendwie doch kapiert hat, in welches Hotel er den Präsidenten zu chauffieren habe. Nachdem die Fahrt fast eine Stunde dauerte, wollte der Eingeborene aber doch ein wenig Konversation betreiben und hat mehrfach einen Satz wiederholt, der sich auch nach mehrmaligem Nachfragen folgendermaßen angehört hat: "I got tea!" "Great, you got tea," hat der Präsident geantwortet, "you're a lucky man." Im Glauben, der Fahrer wolle ihm mitteilen, dass er und seine Familie nicht nur schmutziges Wasser trinken müssten, sondern sich durchaus auch einmal eine Tasse Tee leisten könnten, hat der Präsi diese Information dann zunächst auf sich beruhen lassen. Allerdings gab der Transportdienstleister keine Ruhe und ließ seinen Fahrgast wissen, dass er "dirty tea" habe. Überdies habe er noch "dirty one" mit der oder dem er "dirty sex" habe. Der Präsident hat ihm daraufhin in fließendem Pidgin-Englisch mitgeteilt, dass er an seinen abartigen Sauereien kein Interesse habe und hat das Taxi am Hotel verärgert und trinkgeldlos verlassen. Dort wurde er allerdings von seiner mitreisenden Begleitung darüber aufgeklärt, dass der Taxifahrer erzählen wollte, dass er drei Kinder habe und zwar im Alter von 31, 33 und 36. Ein kleines Missverständnis also, das den armen Asiaten um ein nicht erhaltenes Trinkgeld ärmer gemacht hat.
Um Trinkgelder gehts zwar bei der Event nicht oder wenn dann nur im ganz übertragenen (zwinker zwinker) Sinne. Aber es geht um ganz schön viel Geld, das z.B. (aber nicht nur da) bei dem sogenannten Sale-and-lease-back-Geschäft abhanden gekommen sein soll. Kritiker meinen nämlich, dass das Geschäft der Event überhaupt keinen (naja, einen optisch-buchhalterischen schon - der Verf.) Vorteil, sondern eher einen finanziellen Nachteil gebracht hat und dass überdies exorbitant hohe Kaufnebenkosten und zwar absonderlicherweise für den Verkäufer, also die Event, entstanden sind. Wir sprechen hier von satten 900.000 Euro. (Dafür bekommt man schon 10 tiefergelegte A 8) Jetzt meinen ein paar kleingeistige Erbsenzähler von den Grünen, es gäbe einen eindeutigen Stadtratsbeschluss, wonach diese Kaufnebenkosten aber der Erwerber tragen müsste. (Trägt die nicht ohnehin üblicherweise der Käufer? - der Verf.) Wahrscheinlich handelt es sich aber auch hier wieder mal nur um ein kleines Missverständnis. Wahrscheinlich hat die Event mit der österreichischen Bank überhaupt kein Sale-and-lease-back-Geschäft abgeschlossen, sondern eine ganz andere Art von Geschäft, das nur ganz ausgebuffte Geschäftsführer verstehen können und das einen Grünen in seinem wirtschaftlichen Verständnis natürlich massiv überfordert. Ein ganz verrecktes Geschäft, das so kompliziert ist und das man in seinem gesamten Nutzen für die eigene Firma nur überschauen kann, wenn man z.B. bei den Lehman Brothers arbeitet oder hochgelobter Geschäftsführer in Passau ist: Ein Sale-and-pay-check-Geschäft. Dabei zahlt der Verkäufer nicht nur alle Gebühren (pay-check), sondern auch ziemlich hohe Mietkosten für sein verkauftes Objekt und am Ende hat er gar nichts mehr - kein Objekt und kein Geld. Wo da der Vorteil ist? Das ist sehr kompliziert und schwer zu erklären, aber sehen wir es doch mal so: Eigentum belastet.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt. An dieses schöne Ex-Bundeskanzler-Kohl-Zitat musste ich denken, als ich letzte Woche die PNP-Überschrift zum "Bschütt-Freizeitpark", nämlich "Jetzt geht's an die Realisierung" gelesen habe. Zum hundertsten Mal konnte man da erfahren, dass es auf dem Gelände des früheren Freibades bald - und zwar ganz bald - eine Kneipp- und Kletter-Anlage, einen Spielplatz und eine Badebucht geben werde. Ich warte einmal den Sommer ab und dann schau ich nach, was denn schon alles gemacht wurde. Und dann erinnern wir gelegentlich mal wieder daran. Du merkst es Dir auch, gell Tölpel!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann mir doch schon lang nichts mehr merken. Ich hab den Helmut Kohl schon wieder vergessen, die Pläne fürs Bschütt sowieso und ob die Stadt Passau jetzt pleite ist oder Geld übrig hat, weiß ich auch nicht mehr so genau. Was ich aber sicher weiß, ist, dass Stadtmarketing ein lohnendes Investment darstellt, aber nicht funktionieren kann, wenn lauter verschiedene Leute und Institutionen planlos herumwurschteln und unkoordiniert aneinander vorbei agieren. Ein übergreifendes Marketing-Konzept der Stadt Passau ist hier sicherlich zielführend, aber nur dann, wenn Geld nicht an verschiedene herumdilettierende Grüppchen verteilt wird, sondern einem Konzept folgend gebündelt wird. Um konkreter zu werden: Wenn fürs Passauer Urban Branding das Citymarketing Passau (CMP) (wenn auch nur teilweise) zuständig sein soll, dann kann man die Marketing-Kohle auch gleich besser den zwei hochgerühmten Ex-Geschäftsführern in die Hand drücken. Die bringen uns wenigstens in die überregionalen Medien. Das ist Branding - und nicht das 117. Shopping-Event.
Gute Überleitung zum letzten Thema. Ich war gestern am späten Nachmittag, bzw. frühen Abend in der Innenstadt unterwegs und habe fast entsetzt festgestellt, dass es bei relativ milden Temperaturen ab 18 Uhr in den Seitengassen der Fußgängerzone aussieht wie anderswo mitten in der Nacht im Winter. Die meisten Geschäfte haben geschlossen und Passanten begegnen Dir so selten, dass Du geneigt bist, sie zu grüßen. Eine letzte Frage stelle ich deshalb zur Diskussion. Sperren die Geschäfte um sechs zu, weil sie es nicht nötig haben oder sperren sie zu, weil eh keiner kommt? Das würde mich jetzt wirklich interessieren.
In gespannter Erwartung einer Erklärung
Dein Tölpel
Oftmals löst das Verhalten mancher Menschen Erstaunen, Verwunderung oder gar Verärgerung aus und am Ende stellt sich heraus, dass Alles bloß ein Missverständnis war. Unser hochgeschätzter Präsident hat mir hierzu folgende Geschichte erzählt. Vor einem fernöstlichen Flughafen hat er sich in ein Taxi gesetzt und hat mit kompliziertesten Erklärungsversuchen erreicht, dass der Taxifahrer, der nahezu kein Englisch sprach, irgendwie doch kapiert hat, in welches Hotel er den Präsidenten zu chauffieren habe. Nachdem die Fahrt fast eine Stunde dauerte, wollte der Eingeborene aber doch ein wenig Konversation betreiben und hat mehrfach einen Satz wiederholt, der sich auch nach mehrmaligem Nachfragen folgendermaßen angehört hat: "I got tea!" "Great, you got tea," hat der Präsident geantwortet, "you're a lucky man." Im Glauben, der Fahrer wolle ihm mitteilen, dass er und seine Familie nicht nur schmutziges Wasser trinken müssten, sondern sich durchaus auch einmal eine Tasse Tee leisten könnten, hat der Präsi diese Information dann zunächst auf sich beruhen lassen. Allerdings gab der Transportdienstleister keine Ruhe und ließ seinen Fahrgast wissen, dass er "dirty tea" habe. Überdies habe er noch "dirty one" mit der oder dem er "dirty sex" habe. Der Präsident hat ihm daraufhin in fließendem Pidgin-Englisch mitgeteilt, dass er an seinen abartigen Sauereien kein Interesse habe und hat das Taxi am Hotel verärgert und trinkgeldlos verlassen. Dort wurde er allerdings von seiner mitreisenden Begleitung darüber aufgeklärt, dass der Taxifahrer erzählen wollte, dass er drei Kinder habe und zwar im Alter von 31, 33 und 36. Ein kleines Missverständnis also, das den armen Asiaten um ein nicht erhaltenes Trinkgeld ärmer gemacht hat.
Um Trinkgelder gehts zwar bei der Event nicht oder wenn dann nur im ganz übertragenen (zwinker zwinker) Sinne. Aber es geht um ganz schön viel Geld, das z.B. (aber nicht nur da) bei dem sogenannten Sale-and-lease-back-Geschäft abhanden gekommen sein soll. Kritiker meinen nämlich, dass das Geschäft der Event überhaupt keinen (naja, einen optisch-buchhalterischen schon - der Verf.) Vorteil, sondern eher einen finanziellen Nachteil gebracht hat und dass überdies exorbitant hohe Kaufnebenkosten und zwar absonderlicherweise für den Verkäufer, also die Event, entstanden sind. Wir sprechen hier von satten 900.000 Euro. (Dafür bekommt man schon 10 tiefergelegte A 8) Jetzt meinen ein paar kleingeistige Erbsenzähler von den Grünen, es gäbe einen eindeutigen Stadtratsbeschluss, wonach diese Kaufnebenkosten aber der Erwerber tragen müsste. (Trägt die nicht ohnehin üblicherweise der Käufer? - der Verf.) Wahrscheinlich handelt es sich aber auch hier wieder mal nur um ein kleines Missverständnis. Wahrscheinlich hat die Event mit der österreichischen Bank überhaupt kein Sale-and-lease-back-Geschäft abgeschlossen, sondern eine ganz andere Art von Geschäft, das nur ganz ausgebuffte Geschäftsführer verstehen können und das einen Grünen in seinem wirtschaftlichen Verständnis natürlich massiv überfordert. Ein ganz verrecktes Geschäft, das so kompliziert ist und das man in seinem gesamten Nutzen für die eigene Firma nur überschauen kann, wenn man z.B. bei den Lehman Brothers arbeitet oder hochgelobter Geschäftsführer in Passau ist: Ein Sale-and-pay-check-Geschäft. Dabei zahlt der Verkäufer nicht nur alle Gebühren (pay-check), sondern auch ziemlich hohe Mietkosten für sein verkauftes Objekt und am Ende hat er gar nichts mehr - kein Objekt und kein Geld. Wo da der Vorteil ist? Das ist sehr kompliziert und schwer zu erklären, aber sehen wir es doch mal so: Eigentum belastet.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt. An dieses schöne Ex-Bundeskanzler-Kohl-Zitat musste ich denken, als ich letzte Woche die PNP-Überschrift zum "Bschütt-Freizeitpark", nämlich "Jetzt geht's an die Realisierung" gelesen habe. Zum hundertsten Mal konnte man da erfahren, dass es auf dem Gelände des früheren Freibades bald - und zwar ganz bald - eine Kneipp- und Kletter-Anlage, einen Spielplatz und eine Badebucht geben werde. Ich warte einmal den Sommer ab und dann schau ich nach, was denn schon alles gemacht wurde. Und dann erinnern wir gelegentlich mal wieder daran. Du merkst es Dir auch, gell Tölpel!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann mir doch schon lang nichts mehr merken. Ich hab den Helmut Kohl schon wieder vergessen, die Pläne fürs Bschütt sowieso und ob die Stadt Passau jetzt pleite ist oder Geld übrig hat, weiß ich auch nicht mehr so genau. Was ich aber sicher weiß, ist, dass Stadtmarketing ein lohnendes Investment darstellt, aber nicht funktionieren kann, wenn lauter verschiedene Leute und Institutionen planlos herumwurschteln und unkoordiniert aneinander vorbei agieren. Ein übergreifendes Marketing-Konzept der Stadt Passau ist hier sicherlich zielführend, aber nur dann, wenn Geld nicht an verschiedene herumdilettierende Grüppchen verteilt wird, sondern einem Konzept folgend gebündelt wird. Um konkreter zu werden: Wenn fürs Passauer Urban Branding das Citymarketing Passau (CMP) (wenn auch nur teilweise) zuständig sein soll, dann kann man die Marketing-Kohle auch gleich besser den zwei hochgerühmten Ex-Geschäftsführern in die Hand drücken. Die bringen uns wenigstens in die überregionalen Medien. Das ist Branding - und nicht das 117. Shopping-Event.
Gute Überleitung zum letzten Thema. Ich war gestern am späten Nachmittag, bzw. frühen Abend in der Innenstadt unterwegs und habe fast entsetzt festgestellt, dass es bei relativ milden Temperaturen ab 18 Uhr in den Seitengassen der Fußgängerzone aussieht wie anderswo mitten in der Nacht im Winter. Die meisten Geschäfte haben geschlossen und Passanten begegnen Dir so selten, dass Du geneigt bist, sie zu grüßen. Eine letzte Frage stelle ich deshalb zur Diskussion. Sperren die Geschäfte um sechs zu, weil sie es nicht nötig haben oder sperren sie zu, weil eh keiner kommt? Das würde mich jetzt wirklich interessieren.
In gespannter Erwartung einer Erklärung
Dein Tölpel
Freitag, 9. April 2010
Abwrack-Jürgen legt sie alle tiefer
Donnerstag, 8. April 2010
อารมณ์ขันคือสัญชาตญาณในการล้อเล่นกับความเจ็บปวด
เวลาคือเหรียญในชีวิต เป็นเหรียญเพียงเหรียญเดียวที่คุณมี และคุณเพียงเท่านั้นที่เป็นผู้ตัดสินใจ ว่าจะใช้จ่ายเหรียญนั้นอย่างไร ระวังอย่าให้คนอื่นมาใช้แทนคุณก็แล้วกัน
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