Mittwoch, 4. Juni 2014

Frankenberger hinterfragt sich

Dass Frankenberger und seine Entourage kein Deutsch können, ist ja schon seit den Halluzinationen eines "Polit-Rebells" bekannt.

Ob die Tatsache, dass er jetzt auf einmal "sich hinterfragt", wieder auf seinem sprachlichen Unvermögen basiert oder wirklich bedeutet, dass er sich selbst als Person komplett in Frage stellt, bleibt eine spannende Frage.

Sollte letzteres der Fall sein, kann man nur gratulieren, denn es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass 80 Prozent der Passauer Frankenberger hassen (Zitat desselben). Hassen tun ihn wohl nur ein paar wenige durchgeknallte Raucher-Fundamentalisten, dafür geht er wahrscheinlich 90 Prozent der Passauer und der Weltbevölkerung auf die Nerven. Zwischen hassen und auf die Nerven gehen besteht allerdings ein gehöriger Unterschied.

Daran aber, lieber Herr Frankenberger, sind Sie selbst schuld. Wer alberne Pressemitteilungen und Bücher produziert, wer sich als verklemmt-katholischer Askese-Fundi bei Roche und Böhmermann präsentiert, usw. usf., der nimmt die Rolle der freakigen Nervensäge gerne an. Wenn einem womöglich sogar die eigenen Ministranten am liebsten den Rat geben würden "zieh doch mal einen Joint durch und werd ein bisschen locker", ist es auf jeden Fall höchste Zeit, "sich zu hinterfragen".

Selbstreflexion ehrt einen ja durchaus und ist bei Fränkis früheren Stadtratskollegen eher wenig ausgeprägt. Und das betrifft nicht nur seinen Erzfeind Urban Spinat, dem völlig unklar ist, dass er mindestens 90 Prozent der Passauer auf die Nerven geht, sondern schon auch ein paar andere.

Bei der CSU hatte man ja bei der konstituierenden Stadtratssitzung den Eindruck, dass sie gar nichts geschnallt hat, zumindest bei den üblichen Protagonisten. Dann wurden sie allerdings knapp zwei Stunden lang abgewatscht, quasi als Einstimmung auf den Beginn einer sechsjährigen Dupptatur. Der Dupptator kann nämlich jetzt mit seinen rötlich- und andersfarbenen Claqueuren dermaßen lässig und geschmeidig durchregieren, dass Scheuer, Dickl & Co sich im Hinblick auf ihre Bedeutungslosigkeit eigentlich gleich mit Atzinger zusammenschließen könnten. Der übrigens stellt wenigstens lustige Fragen. Er wollte nämlich wissen, warum die zwei OB-Stellvertreter knapp 3.000 und 4.500 Euro verdienen. Zack, Frage abgebügelt, nächster Punkt. Ist ja auch wurscht, ist ja nur Geld.

Der Ortner hat das Spiel als Erster kapiert und seine Verwaltungsrats-Kandidatur gegen einen aus dem Off auftauchenden Gegenkandidaten gleich zurückgezogen. Den Verliererposten kann man ja schließlich auch Dickl, Scheuer und dieser kleinen Frau mit den dunklen Haaren überlassen. Riesenstaatsmann Scheuermann hatte übrigens einen ganz absonderlichen Auftritt. Wie kann man eigentlich bei so einer Sitzung, bei der man selbst auch noch eine exponierte Rolle spielt, ohne Krawatte auftauchen? Als General in München und Berlin immer mit, aber für die kleinen Scheißer in der Provinz reicht ein offener Kragen. Oder wie soll man das sonst interpretieren?

Ansonsten hat er ein bisschen herumgeblafft und irgendwie gewirkt wie eine beleidigte Leberwurst, wohingegen sein Kollege Waschler eher unauffällig war. Was wird aus dem eigentlich? Der hatte zwar vor ein paar Tagen seinen ersten Durchbruch (Zugegeben: Der Witz ist aus den Kommentaren geklaut), aber sonst hört man nicht mehr viel. Wie sieht es bei dem eigentlich mit Selbstreflexion aus? Negativ, vermutlich. Ob da 90 Prozent reichen, denen er auf die Nerven geht?

Dafür finden 99 Prozent der Passauer (Das fehlende Prozent besteht aus Satanisten und Evangelen) den neuen Bischof endgeil. Der hat nämlich den Dienst-BMW gegen einen VW getauscht und eine Frau zur Pressesprecherin gemacht. Eine Frau! Zur Pressesprecherin! Wenn das mal nicht voll krass fortschrittlich ist. Und lustige Sachen hat er gesagt bei seiner Weihe: Dass seine alten Buddies gar nicht mal so porno finden, dass er jetzt Bischof ist, sondern viel cooler, dass er jetzt Brauereibesitzer ist. Ja, ha ha, voll witzig. Aber das Allerschärfste ist doch: Er kriegt trotzdem noch ein B6-Gehalt vom Staat und das zahlen die Steuerzahler, also auch die Satanisten und Evangelen. Bruahahaha, ich schmeiß mich weg.

So kriegt man den Bogen vom Frankenberger zum Bischof. Wenn das mal nicht bedeutungsschwanger ist. Ob Fränki mit dem neuen Bischof wieder genauso oft und gern telefoniert wie mit dem alten? Wir werden es erfahren. Nach der Auszeit. Ganz bestimmt.

Der Präsident


Donnerstag, 15. Mai 2014

Schluss mit Oster-Feiern in Asia-Clubs!

Der Präsident und sein Buddy Stefan lassen vor dem 24. Mai noch mal so richtig die Sau raus.


Mittwoch, 30. April 2014

Oh mei, CSU!

Liebe Passauer CSU!

Was soll ich sagen... Was Eure Partei betrifft, habe ich ein leicht schizoid-paranoides Problem. Ich habe in meinem Leben schon viele Parteien gewählt – aber noch nie die CSU. Schizoid-paranoid deshalb, weil ich zugeben muss, es nicht ganz schlecht zu finden, dass wir in Bayern eine CSU-Regierung haben, aber gleichzeitig das Gehabe und die oftmals nur auf Machtspielchen ausgerichtete Politik Eurer Spitzenleute (insbesondere Seehofer) einfach nicht ertragen kann.

Und jetzt sitze ich da und habe ein Riesenproblem. Ich wäre nämlich über meinen Schatten gesprungen und hätte eine Wahlempfehlung für den CSU-Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl ausgesprochen. Wäre, hätte, wenn. Wenn, ja wenn der Kandidat, bzw. die Kandidatin nicht Weber heißen würde. Ich will aber bitte nicht falsch verstanden werden. Ich habe gar nichts gegen die Frau Weber, aber erstens gibt es geeignetere Kandidaten und zweitens hätten diejenigen auch eine reelle Chance. Die hat Frau Weber leider nur sehr theoretisch.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei den kleinen Fraktionen durchaus ein paar Leute gibt, die lieber einen CSUler als einen Herrn Mangold wählen würden. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es bei Rot-Grün ein paar Umfaller geben könnte, wenn die CSU den richtigen Kandidaten aufstellt. Das habt Ihr allerdings jetzt verbockt, liebe CSU – also glaube ich, aber ich habe mich ja in letzter Zeit schon öfter mal getäuscht.

Schade eigentlich...

Der Präsident


Mittwoch, 23. April 2014

Aufgewärmt und abgebrüht

 

Lieber Tölpel!

Jetzt haben schon alle gemeint, wir hätten den Laden hier zugesperrt, aber weit gefehlt. Ich hatte nur, nachdem diese komische Wahl vorbei war, eine derartige Leere in mir, dass ich einfach nicht wusste, was ich Dir schreiben soll. Außerdem gab es in den letzten Wochen in der Monopolpresse, die immer noch suggeriert, eine große Mehrheit der Leute würde sich dafür interessieren, wer wo und warum Bischof wird, kein anderes Thema als die Ernennung eines spätberufenen Jongleurs zum Steuergeldempfänger. Aber wahrscheinlich passiert ansonsten auch nichts Spannendes, jetzt wo der Wahlkampf erstmal Geschichte ist.

All die wunderbaren Themen wie Straßen-, Brücken-, Tunnelbau und was man sich sonst noch schnell im Februar aus den Fingern gesogen hat, verschwinden jetzt wieder bis Ende 2019 in der Schublade. Jetzt gehts erstmal um die wichtigen Themen: Wer wird Bürgermeister? Wie gebe ich den Koalitionskomparsen das Gefühl, dass sie wichtig sind und mitspielen dürfen? Und wie bremse ich brutalstmöglich die CSU aus?

Der Oberjürgen ist ja schon ein ganz Ausgebuffter. Nicht "Divide et impera", sondern "Coito et impera". Da macht man einfach eine ganz ganz große Koalition, in der die ganzen Schwindsüchtigen erst auf- und dann untergehen. Kannibalisierung nennt man das auch. Und bei der nächsten Wahl in sechs Jahren gibts dann noch genau zwei Listen: SPDFDFWGRÜPÖL und die CSU – wenn sich die bis dahin nicht aufgelöst hat.

Das wäre zumindest das Szenario, welches die AmSonntag skizziert hat und das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Dass die CSU hinten runter fällt, ist ziemlich logisch. Wieso sollte Kaiser Jürgen auch ohne Not die desolaten Schwarzen stark machen? Mögen tut er sie nicht und brauchen tut er sie auch nicht. Da kann man dann auch ganz schnell vergessen, wie sehr einen das spinatähnliche Gemüse Mangold im Wahlkampf geärgert hat. 

Was meinst Du, echtester aller Tölpel? Wie kommts?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Hört sich einigermaßen plausibel an. Aber erstens kommt es anders und zweitens – Du weißt schon. Ich habe ja schon wieder ganz abenteuerliche Geschichten gehört. Wer sagt Dir denn, dass beim großen Friede-Freude-Eierkuchen-Spiel alle mitmachen? Kann es nicht sein, dass noch vor der konstituierenden Sitzung im Mai ganz neue Allianzen geschmiedet werden? Aber was auch immer noch passiert. Die Regierungskoalition wird wohl ziemlich groß und die Opposition dementsprechend klein.

Dieser neue Bischof kann ja nicht nur jonglieren, sondern sogar zaubern. Wobei ich vermute, dass es sich in der Position eher um ganz simple Wunder handelt, die er vollbringt. Was meinst, Kathl? Da gehen wir zwei auch mal wieder in den Dom und schauen uns an, wie er das Weihwasser in Sekundenkleber und den Weihrauch in Haschisch verzaubert. Und bei der Kommunion holt er den Leuten die Hostie bestimmt hinter dem Ohr hervor. Ich habe übrigens das Video gefunden (siehe oben), das den Journalisten Oster davon überzeugt hat, Zauberpriester zu werden. You should turn professional!

Ansonsten passiert ja wirklich nichts, bzw. es wird wohl bald was passieren, aber das ist noch nicht spruchreif. Ich weiß auch gar nicht so recht, welche Themen ich noch aufgreifen sollte. Du hast es schon richtig geschrieben. Die ganzen Wahlkampfthemen kommen ja jetzt wieder in die Schublade. Da bleibt uns nur, abzuwarten, ob sich ab Mai noch irgendwer für die Angerer, die Ilzstädter, die Halser, die Innstädter und die Schaldinger interessiert. Oder die Seilbahn. Oder die Linksabbiegespur. Oder Fahrradwege oder was weiß ich.

Vielleicht sperren wir den Laden doch zu? Manchmal bin ich sooo müde und das ganze Kasperltheater interessiert mich einen derartigen Dreck. Aber andererseits – dann machen die doch wieder, was sie wollen. Vielleicht halten wir ja doch noch mal sechs Jahre aus. Aber kandidieren tut von uns keiner mehr. Bestimmt nicht. Ganz bestimmt nicht. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.

Dir auch...

Dein Tölpel

PS: Wir wissen schon, dass "coito" Imperativ 2 ist. Liest sich aber schöner. 

Freitag, 21. März 2014

Alles auf Anfang

Lieber Tölpel!

Ja, leck mich doch am Arsch, wenn ich das so sagen darf, was war das denn für eine komische Wahl? Allen Schlaumeier-Kommentatoren, die uns wegen unserer Prognose vom Sonntagnachmittag verlacht haben, sei hierzu übrigens gesagt, dass diese natürlich nicht ernst gemeint, sondern reine Zermürbungspropaganda war. Aber so richtig richtiggelegen ist in seinen Voraussagen wohl kaum jemand.

Um das Ergebnis zu kommentieren muss man zwei fast widersprüchliche Phänomene zugrunde legen: zum einen den landesweiten Trend und zum anderen sehr Passau-spezifische Faktoren. Der Trend ist wohl, dass die CSU verliert und die Grünen gewinnen. Ansonsten haben sich in Passau allerdings noch ein paar Spezialeffekte gezeigt.

Die CSU in Bayern hat verloren, aber nur minimal. Die CSU in Passau hat so richtig volle Kanne verloren. Jetzt wird mir wahrscheinlich wieder Überheblichkeit vorgeworfen, wenn ich sage, dass das aber sowas von vorhersehbar war und dass wir im Übrigen das auch vorhergesagt haben. Wobei ich nicht geglaubt habe, dass es so brutal wird. Die Gründe liegen klar auf der Hand und müssen nicht schon wieder vorgebetet werden. Die missglückte OB-Kandidatur gab da natürlich noch den Rest. Zwei Fragen bleiben jetzt spannend: Wie lange hält sich der Kreisvorsitzende noch und schafft es ein Neuer da wirklich etwas zu erneuern.

Zur SPD gibts nicht viel zu sagen. Die hat auch landesweit verloren, in Passau aber nicht. Kunststück. Der Oberjürgen hat ja nicht nur die OB-Wahl mit einem Ergebnis gewonnen, das er sich dann in der Höhe wahrscheinlich nicht einmal selbst zugetraut hat, sondern auch seine bucklige Stadtratsfraktion noch mitgeschleift. 

Interessant sind die Grünen. Also nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen die Grünen, ich bin eher der Meinung, dass man die (im Gegensatz zu anderen Trittbrettfahrer-Parteien) auch wirklich braucht. Aber warum gewinnen die zwei Sitze dazu? Waren die echt so auffällig, dass sie der einzige richtige Gewinner sind? Oder wollte der Wähler wirklich die Frau Tausch und den Herrn Burkert drin haben? Na ja, man muss nicht alles verstehen.

Zur ÖDP sage ich nichts mehr, und zwar nie mehr. Wahrscheinlich. Aber das vielleicht schon noch: Ich vermute, dass der Herr Mangold sein OB-Ergebnis und das Abschneiden seiner Partei fast schon als Worst Case ansieht. Der hat ja Wahlkampf gemacht, dass man glauben konnte, der will wirklich OB werden und traut sich das auch zu. Jetzt muss er schon ganz schön mit den Ohren wackeln, dass er überhaupt noch was wird. So viele Stadträte, die ihn unbedingt als Bürgermeister haben wollen, gibts nämlich gar nicht. Egal – dann soll er halt mit dem Greipl einen auf Statler und Waldorf machen.

Bei den Kleinen überrascht mich das PAL-Ergebnis am wenigsten. Die Drei waren halt gesetzt. Die drei Sitze der Freien Wähler sind mir vollkommen schleierhaft und unnachvollziehbar – gerade auch im direkten Vergleich mit SP/FDP. Ein besonderes Zuckerl hat uns der unberechenbare Wähler noch in Person des Chef-Komikers von Pro Passau, Oskar Atzinger, geschenkt. Wobei ich mich auf den fast schon wieder freue, weil solcherlei Persönlichkeiten mit ihrem abstrusen Weltbild oft für ganz schön viel Heiterkeit sorgen können. Da kommen voraussichtlich Anträge und Wortmeldungen, bei denen es Dich vor Lachen vom Stuhl haut. Nein, da muss man auch gar nicht betroffen sein und Angst um die Demokratie haben – ein Hofnarr schadet nichts.

Jetzt können wir uns ganz entspannt zurücklehnen und abwarten, was aus all den großen und schönen Themen aus dem Wahlkampf wird. Wie viele Nahversorger gibt es in sechs Jahren wohl mehr in den Stadtteilen? Was wird aus Tunnel, Seilbahn und Verkehrsberuhigung am Anger? Passiert was beim Tourismus, bei den Gewerbeansiedlungen und im Stadtmarketing? Ich will nicht alles aufzählen, wir hören das in knapp sechs Jahren eh wieder.

Hast Du auch noch was beizutragen, liebster Tölpel?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Schönes Wochenende!

Dein Tölpel




Montag, 17. März 2014

Halli hallo!

Volk!

Tja, mir fehlen die Worte. Nein, nicht wegen des SP/FDP-Ergebnisses. Eher so insgesamt.

Wir werden jetzt erst einmal längere Zeit in einem Schweigeorden verbringen und abwarten bis dieser unglaubliche Wahlbetrug aufgedeckt ist.

Wir sehen uns im Herbst 2019 – vielleicht.

prä

Sonntag, 16. März 2014

Vorläufiges amtliches Endergebnis für die Stadtratswahl in Passau

CSU       14 Sitze
SPD       12 Sitze
Grüne      3 Sitze
ÖDP        6 Sitze
FW          2 Sitze
SP/FDP   4 Sitze
PAL          3 Sitze

Mittwoch, 12. März 2014

Ausgekämpft und ausgelaugt

Lieber Tölpel!

Was ist denn eigentlich hier los? Also hier in diesem Internet? War es bis vor ein paar Wochen noch so, dass Menschen, die uns nicht so gerne mögen, immer verkündet haben, wir wären das Albernste im Netz zum Thema Passau und Wahlen, kann das heute wohl niemand mehr sagen. Und ich werde jetzt noch nicht einmal behaupten, dass diese komische Seite wahl.info das Albernste ist, was ich gefunden habe. Nein, da musst Du schon eher auf die verschiedenen Facebook-Seiten der Kandidaten schauen – Abgründe. Mir als Facebook-Hasser soll es nur recht sein. Je mehr über 50-Jährige sich dort lächerlich machen, desto mehr Junge verlassen diese sich überlebt habende Plattform, weil sie sich für ihre Eltern schämen.

Was bringt eigentlich erwachsene Menschen dazu, sich ihr gegenseitiges Gefallen zu bekunden, wenn man sich eigentlich die Pest an den Hals wünscht oder zumindest ein schlechtes Wahlergebnis? Da gefallen sich auf einmal Linke, Grüne, SPDler und CSUler gegenseitig oder sind – noch viel irrer – gleich direkt miteinander befreundet. So ein Stadtratskandidat hat dann schon mal ein paar hundert Freunde. Ob dann den CSUler auch alle seine SPD- und Grünen-Freunde wirklich wählen? Bestimmt. Sind ja schließlich Freunde.

Wenn man aber mal genau hin sieht, ist dieser Facebook-Sandkasten für Ü30 bis Best Ager gar nicht so groß. Eigentlich kommentieren und gefallen sich überall dieselben paar Köpfe. Gefall ich Dir, gefällst Du mir. Schreibst Du mir ein "Hey, super Idee! :-)", schreib ich Dir ein "Cooool... :-D". Na ja, lassen wir sie spielen. Wenn ich mir die Anzahl der Likes und Kommentare, die sich auf diesen Facebook-Seiten finden, so betrachte und vergleiche das dann mit den Besucherzahlen und unzähligen Kommentaren auf Wahlinfo-Passau, dann kann ich diese verkrampften Versuche, das Internet zu erobern, nur ganz entspannt belächeln. Gefällt mir sehr gut.

Auch sonst wird es irgendwie immer doofer. Bei der Pawo-OB-Umfrage führt mittlerweile deutlich Uschi Karl-Hellwing vor Mangold und Dupper. Dann nehmt die Umfrage halt raus – ist doch Quatsch. An dieser Stelle übrigens Chapeau an Grüne und ausnahmsweise PAL. Ihr seid die einzigen, die diesen Wahl.Info-Premiumkandidaten-Schmarrn geschlossen boykottieren. Die SPD und SP/FDP haben wenigstens jeweils nur einen Ausreißer.

Ganz besonders schön sind die ganzen vielen tollen Ideen, die jetzt so Mancher in seiner Torschlusspanik noch entwickelt. Die einen wollen freien Kaffee für Bedürftige, was möglicherweise in Neapel so funktionieren mag, aber hier bei uns mit "abwegig" noch freundlich kommentiert werden kann. Super-Stadtrat Koomikmann will freie Äpfel für alle und erfreut uns jeden Tag mit einem neuen, frisch ausgedachten Spitzen-Brüller. Mal will er in den Stadtteilen von der Stadt geförderte und von Lehrlingen betriebene Lebensmittelgeschäfte gründen, dann will er "Ortsteil-Bereiche und kulturräumliche Freilandzonen sichern", natürlich ohne Bauwillige zu verärgern (Hä? Kein Wort verstanden) und bis Sonntag fällt ihm bestimmt noch was ganz Besonderes ein. Lass mich raten: Kostümpflicht für alle Passauer (wegen des Stadtbilds), eine autofreie Altstadt (natürlich ohne Autofahrer und Einzelhändler zu verärgern – sollen halt Lehrlinge die auswärtigen Besucher auf Barock-Sänften durch die Stadt tragen) oder ein bedingungsloses, lebenslanges Grundeinkommen (gewerbesteuerfinanziert) für Koomikmann-Wähler.

Was meinst Du, mein Tölpel, hat der seine Trümpfe schon alle ausgespielt?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Bestimmt nicht! Da kommt noch was. Der Dickl fordert übrigens heute eine vernünftige Nahversorgung (inkl. Zahnbürste) an den Stadträndern. Die Stadtspitze war da nämlich jetzt sechs Jahre untätig und präsentiert jetzt "medienwirksame, halbgare Vorschläge", so Dickl. Moment mal, das kann aber gar nicht so schlimm sein. Hat nicht der frühere CSU-OB noch kurz vor der letzten Wahl höchstpersönlich einen Lebensmittelmarkt in Schalding l.d.D. gebaut? Mich dünkt so.

Du solltest übrigens nicht immer nur im Internet herumsurfen. Auch draußen tobt nämlich wie wild der Wahlkampf. Absoluter Spitzenreiter im Stadtbild-Verschandeln ist natürlich wieder unser spinatähnliches Gemüse Mangold. Deshalb hat er jetzt auch auf der Zielgeraden noch schnell seinen Slogan "Passau bewahren" über Bord geworfen und irgendwas anderes auf seine Plakate geschrieben. "Versauen", glaube ich, habe ich im Vorbeifahren gelesen. Urban Mangold, der übrigens auf Facebook exakt 208 Personen gefällt und über den genau 10 Personen sprechen (Stand: 12.03.2014, 13 Uhr 35), will ja OB werden. Also nicht so wie Frau Karl-Hellwing. Die will nur unbedingt wieder in den Stadtrat und hat sich hierzu als Marketing-Gag diese spaßige OB-Kandidatur einfallen lassen. Gemüse Mangold will wirklich OB werden und glaubt wahrscheinlich auch noch ein bisschen dran. Puh, gruslig. 

Preisfrage: Glaubt eigentlich die Frau Weber auch, dass sie OB wird? Aus gut informierten Kreisen wurde mir zugetragen, dass sie immer optimistischer wird. Hat Frau "Warum" eigentlich schon ihr eigenes Aschermittwoch-Video gesehen? Wenn ja, würde ich mir an ihrer Stelle einen neuen Planeten suchen. Da müssen ja sogar eingefleischte CSU-Haudegen weinen, wenn sie sich das anschauen. "Umso mehr mache ich mir immer wieder mehr und mehr Sorgen für die Zukunft." (Rosmarie W. am 05.03.2014 beim Politischen Aschermittwoch der CSU) Für die Zukunft brauchen Sie sich keine Sorgen machen, Frau Weber, der Zukunft ist das alles nämlich völlig wurscht. Um die Zukunft, also im Speziellen die allernächste Zukunft bis Sonntag sollten Sie sich Sorgen machen.

Viele, die auf aussichtsreichen Plätzen kandidieren, kriegen es ja derzeit mit den Nerven und einige, die weiter hinten kandidieren, steigern sich in den Wahn hinein, sie würden von Platz 42 auf Platz 3 vorgewählt. Der Präsident lässt uns übrigens ausrichten, dass es für die Stadt Passau zwar absolut notwendig wäre, dass man ihn in den Stadtrat wählt, er selbst der Sache aber mittlerweile eher indifferent bis negativ gegenüber stünde. So hätten ihn seine Listenkollegen arglistig zu einer Kandidatur überredet, indem sie ihm erzählt haben, ein Stadtrat bekäme 10.000 Euro Aufwandsentschädigung im Monat. Jetzt sei er ziemlich sauer und würde es nur noch machen, um diese Spaßbremsen dort aufzumischen. Er hoffe nur, nicht auf Platz 1 vorgewählt zu werden, weil auf diesen Klassensprecher- oder Bürgermeister-Scheiß habe er überhaupt keine Lust. Sein erster Antrag wird im Übrigen sein, die Aufwandsentschädigung für Stadträte im ersten Schritt (bis 30.06.2015) zu verfünf- und im zweiten Schritt (ab 01.07.2015) zu verzehnfachen.

Ich glaube, den wähle ich.

Dein Tölpel







Dienstag, 11. März 2014

Umfrage

Wer ist der größte Blender und Populist im aktuellen Passauer Kommunalwahlkampf?

Hinweis und Spielregel: Es werden hier ausnahmsweise nur Kommentare veröffentlicht, die ausschließlich einen Vor- und Familiennamen beinhalten. Also z.B.: Karl-Heinz Hasenöhrl

Donnerstag, 6. März 2014

Wer wird wirklich OB?

Bitte abstimmen! >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Wir bitten um freundliche Beachtung der vielen tollen Experten-Einschätzungen in den Kommentaren zu diesem Beitrag. So etwas gibt es nur auf Wahlinfo-Passau.

Mittwoch, 5. März 2014

An alle Wohlwollenden...

... die jetzt bitte mal objektiv urteilen sollen. Was ist das???

a) Peinliches Folklore-Bairisch?
b) Substanzloses Geschwafel?
c) Fremdschämen. Vergessen. Nie-mehr-wieder-sehen.

Bitte um viele Kommentare. (Liebe CSU-Kandidaten, Ihr dürft auch kommentieren. Aber überlegt Euch das vorher. Beileid.)

prä


Oh mei...

Jetzt dachten wir, Rosi Weber hätte den peinlichsten Auftritt beim Politischen Aschermittwoch gehabt. Rhetorisch zum Fremdschämen, inhaltlich peinlich.

Stimmt aber nicht.

Dienstag, 4. März 2014

Liebe CSU!

Ist jetzt eigentlich die Passauer CSU gegen die Nordtangente (so wie Gerhard Waschler) oder dafür?

Das würde nämlich den Wähler sehr interessieren.

Danke im Voraus für die Aufklärung!

Ergänzung: Bitte den Kommentar vom 04.03., 21.59, lesen!

Sonntag, 2. März 2014

EXKLUSIV: Wahlinfo-Passau interviewt Urban Mangold



Hey AmSonntag!

Von wem ist jetzt dieser schwäbische Friseur-Verschnitt heute wieder der Spezl?

Oder anders gefragt: Wie kommt Ihr ausgerechnet auf einen "neutralen Experten" (AmSonntag), dessen Kampagnenkompetenz in etwa so aussieht und der, sagen wir es mal vorsichtig, eher Werbemittel herstellt und eine Website betreibt, von der man Augenkrebs (weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund) kriegt.

Vielleicht wegen seiner großen Wahlkampferfahrung für die Rinder Besamungsgenossenschaft Memmingen oder das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren?

Wir wissen es nicht. Aber interessieren würde es uns schon.



Freitag, 28. Februar 2014

Briefwähler aufgepasst!

Nachdem das kommunale Wahlrecht in Bayern immer wieder verändert wird, um den Wähler zu verwirren, sollten Sie folgende Neuregelungen beachten.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem sogenannten Exoten-Urteil beschlossen, dass auch und gerade besonders absurde Parteien wie PBC, Familienpartei oder ÖDP eines besonderen Schutzes bedürfen. Deshalb ist z.B. die ÖDP von vorneherein (Wildcard-Regelung) mit 15 % in jedem Stadtrat vertreten. Das bedeutet für den Wähler: Die Stimmen für diese Partei können Sie sich sparen, die sind gesetzt.

Auch beim Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl gibt es Neuerungen. So können auf einen OB-Kandidaten z.B. der ÖDP bis zu drei Stimmen vergeben werden. Wollen Sie also Urban Mangold die lästige (und kostenintensive) Stichwahl ersparen, sollten Sie ihm bei der OB-Wahl auf jeden Fall drei Stimmen geben. Achtung! In diesem Fall dürfen Sie diesen Kandidaten bei der Stadtratswahl auf keinen Fall mehr wählen, sonst ist der Stimmzettel ungültig. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass Mangold auf jeden Fall OB wird, sollte ihn auf dem Stimmzettel zur Stadtratswahl vorsichtshalber einfach durchstreichen.

So wird gewählt:

Stimmzettel OB-Wahl – Mangold 3 Stimmen

Stimmzettel Stadtratswahl – Mangold durchstreichen

gez. 28.02.2014 Der Wahlleiter von Wahlinfo-Passau


Sonntag, 23. Februar 2014

Dienstag, 18. Februar 2014

Auf vielfachen Wunsch

Ein großes Foto des Präsidenten


Sonntag, 16. Februar 2014

Sonst Wer!

Liebe Kandidaten!

Ist das jetzt tatsächlich dieser berühmte Wahlkampf? Da wo jeder sein Bestes gibt?

Da fällt mir doch heute die CSU-Beilage in die Hände. Die ist sehr witzig. Vorne auf dem Titel eine Dame in Schlumpffarben, auf Seite zwei ein sogenannter Passau-Plan, wo man sich wieder mal sehr nebulös ausdrückt und sich beispielsweise nicht klar zur Nordtangente äußert und auf Seite drei die Kandidaten. Ja und auf Seite vier auch gleich noch mal die Kandidaten, die übrigens bei der CSU alle sehr lustig heißen. Sie heißen nämlich so, wie heute sonst nur noch Estrichleger aus Schönberg oder Autotuner aus Jandelsbrunn heißen, nämlich Buhmann Evi, Dickl Armin oder Ortner Alois und nicht so wie normale Leute heißen, also Evi Buhmann, Armin Dickl oder Alois Ortner. Der Waschler heißt besonders lustig und zwar: Waschler Dr. Gerhard. Ach geh. Warum nicht gleich gescheit? Wie wäre es mit Waschler Prof. Gerhard Dr.? Und beim Andi? Vielleicht würde die Version ja durchgehen? Scheuer Dr. Andreas. Oder notfalls: Scheuer Andreas Dr. Konsequenterweise müsste man halt jetzt den Slogan auf der Website auch umstellen: Sonst Wer, Rosemarie!

Ich weiß natürlich schon, dass die von der CSU einfach schlauer sind als die anderen. Die machen das wegen des Wiedererkennungseffekts. Wenn jetzt einer sich im Wahlkampf andauernd, sagen wir mal z.B. Urban Mangold nennt und die gesamte Stadt mit seinem Namen vollschmiert, dann kennt sich natürlich in der Wahlkabine keine Sau mehr aus. Dort gibts nämlich nur noch einen Mangold Urban. 

Schlau sind die von der SPD schon auch. Die heißen zum einen wenigstens anständig und zum anderen treten die gleich für elf tolle Sachen ein und die CSU nur für sechs. Die will übrigens 100 neue Gewerbetreibende und die SPD will nur 100.000 qm neue Gewerbeflächen. Typisch Sozis. Wieder nicht zu Ende gedacht. Was wollen wir denn mit Flächen ohne Treibende? Ein Satz in der Begrüßung des Oberbürgermeisters macht mir ein wenig Sorgen. "Natürlich will ich gerne ... Begonnenes zu einem guten Ende bringen..." Wie Ende? Was heißt das? Licht aus und zusperren? Abwicklung? Verkauf der Stadt an Österreich?

Egal. Zum Schluss noch eine Anmerkung zum Erstwählerbrief der SPD. Ist es nicht ein bisschen anbiedernd, Erstwähler, die immerhin zwischen 18 und knapp 24 Jahre alt sind, mit Vornamen (Hallo Urban) anzusprechen? Im weiteren Text werden sie dann gesiezt und auf der anderen Seite der Postkarte werden sie geduzt.

Uns kanns ja egal sein. Den Spitzenkandidaten von Wahlinfo-Passau finden Sie auf dieser Starken Liste da. Der hat es nämlich nicht einmal nötig, seinen Namen überhaupt zu nennen.

Schönen Sonntag!

Der Präsident


Dienstag, 11. Februar 2014

Wahlkampf: Top-Themen

Konzerthauswiese: Bürgermeister Mangold will das Areal verkaufen

Weitere Meldungen:

- Bürgermeister Mangold verbietet den ADAC
- Bürgermeister Mangold für bedingungsloses Grundeinkommen von 7.500 Euro für jeden Passauer
- Bürgermeister Mangold wird Schweinshaxnkönig (vegan)
- Bürgermeister Mangold marschiert in der Schweiz ein
- Bürgermeister Mangold rettet ein Kaninchen 
- Bürgermeister Mangold verbietet Hochwasser
- Bürgermeister Mangold gefällt sich
- Bürgermeister Mangold stiftet 35.000 Elektroautos für Passau
- Bürgermeister Mangold verbietet Temelin
- Bürgermeister Mangold lässt 35.000 Elektroautos in Passau auf Braunkohlebetrieb umrüsten
- Bürgermeister Mangold gefällt sich von Tag zu Tag besser
- Bürgermeister Mangold stellt im Wahlkampf das 100.000ste Plakat auf und schaltet die 10.000ste Anzeige
- Bürgermeister Mangold will Oberbürgermeister werden (im Ernst)
- Bürgermeister Mangold zahlt Passaus Schulden zurück 
- Bürgermeister Mangold wird sicher Oberbürgermeister (Mediendenk)
- Bürgermeister Mangold wird sicher Oberbürgermeister (Bürgerblick)
- Bürgermeister Mangold wird sicher Oberbürgermeister (Pawo)
- Bürgermeister Mangold wird sicher Oberbürgermeister (New York Times)
- Bürgermeister Mangold will Wahlen verbieten. Mangold: "Kostet nur Geld. Werde ohnehin Oberbürgermeister."
- Bürgermeister Mangold verbietet den Abschuss von Spitzmaulnashörnern in Passau
- Bürgermeister Mangold wird sicher Oberbürgermeister (Dupper)


Früh übt sich, wer ein Tebartz werden will

Leserbrief PNP, 11.02.2014

Unumsetzbar

Zum Bericht "Georg Steiner will den Seminargarten öffnen" vom 8. Februar:

Seit September bin ich Priesteramtskandidat der Diözese Regensburg und mache, wie jeder Anfänger Südbayerns, in Passau mein Einführungsjahr, auch Propädeutikum genannt. Wenn Sie schon einmal in ihm waren, dann wissen Sie, wie klein dieser Seminargarten wirklich ist und dass von einer riesigen Anlage nicht die Rede sein kann. Weder auf der Mauer noch auf der dicht mit Bäumen bewachsenen Fläche wäre es auch nur ansatzweise möglich, einen Ort bzw. Park für die Passauer Bevölkerung und Touristen zu schaffen. Ebenso wenig wäre dies auf der geteerten und stets vollen Parkfläche möglich. Wir Propädeutiker stehen vor vielen Aufgaben. So steht neben den ehrenamtlichen Caritaseinsätzen, verschiedenen Glaubenskursen und Spiritualstunden Sprachunterricht für Althebräisch, Altgriechisch und Latein auf dem Tagesprogramm. Einige Zimmer, so z.B. auch meines, blicken direkt auf die Straße, eine Öffnung dieser für den ganzen Durchgangsverkehr wäre eine unzumutbare Lärmbelästigung, die den Ort, der zum ruhigen Studieren geschaffen ist, komplett untauglich machen würde. Genauso wären viele Mitarbeiter des Ordinariats betroffen. Die Öffnung des Seminargartens als Durchgangs- und Aufenthaltsort ist somit in jeder Hinsicht absolut unumsetzbar. Das Priesterseminar ist eine Schule und jeder vernünftig denkende Mensch sieht ein, dass man keinen Fußgängerweg und Park mitten durch eine Schule und auch nicht mitten durch einen riesigen Parkplatz, der nur eine einspurige enge Ein- und Ausfahrt hat, bauen kann.

Ramon Rodriguez, Passau


Sonntag, 9. Februar 2014

Wer Visionen hat...

Verehrte Wahlkämpfer!

Jetzt sind es noch fünf Wochen und Ihr seid mit den Themen langsam, aber sicher am Ende.

Mittlerweile will jeder (außer diesen Ös) eine Seilbahn, jeder will einen Georgsberg-Tunnel und der Frau Weber hat irgendwer eingeredet, dass sie 100.000 Touristen pro Jahr mehr will. (Oder war es eine Million pro Monat? Wir kommen mit den vielen Zahlen nicht mehr mit.)

Mindestens. Und ein Guggenheim-Museum und ein BMW-Werk. Und natürlich eine medizinische Fakultät – nein, die wohl eher nicht. Die geht nämlich an die neue Elite-Universität in Pfarrkirchen, weil die Rottaler immer so brav CSU wählen.

Die Öffnung des Seminargartens ist eine wirklich gute Idee. Keine neue halt. Das will auch schon seit Jahren jeder – außer der Kirche. Die will das nämlich nicht und die macht ja bekanntlich, was sie will.

Für das Konzerthaus gibt es mittlerweile tausend Spitzenstandorte. Allerdings weiß noch keiner, wie man den Betrieb des Dings bezahlen kann. Bestimmt steht es aber demnächst in der Zeitung. Z.B. so in der Art: "Mit städtischer Förderung übernehmen Auszubildende und Schüler des bfz die Konzeption, Einrichtung und den Betrieb eines Konzerthauses." Und bespielen könnten sie es dann auch gleich.

Jetzt tippen wir mal, wie es die nächsten fünf Wochen weitergeht. Schalding rechts und Hals bekommen einen neuen Edeka-Markt. Die Angerer bekommen eine Fußgängerzone. Die Grubweger bekommen eine Seilbahn aufs Oberhaus. Haibach wird abgerissen und von Mangold und Greipl völlig neu geplant und aufgebaut. Eine Brücke gibts sowieso. Oder besser gleich zwei. Die Nordtangentenbefürworter bekommen von der CSU eine Nordtangente, die Nordtangentengegner das Ehrenwort, dass keine Nordtangente kommt. 

Was machen wir mit der Linksabbiegespur auf die Hängebrücke? Der Felsen ist dem Scheuer zu porös, der Frau Weber nicht.Vielleicht braucht man sie aber gar nicht mehr, wenn Ende 2014 der neue Tunnel kommt.

Wir sind übrigens im Gespräch mit der Guggenheim Foundation. Baubeginn des Passauer Guggenheim Museums ist voraussichtlich Anfang 2015. Wenn Sie uns dafür in den Stadtrat wählen wollen, finden Sie uns auf Ihrem Wahlzettel am 16. März ganz bestimmt.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Der Präsident


Dienstag, 4. Februar 2014

Dünnbrettbohrer

Böse Geschichte, das.

Wird Zeit, dass wir uns einmal mit der Qualität von Habilitationsschriften beschäftigen. Dürfte gerade bei pseudo-wissenschaftlichen Publikationen für unsere akademische Blogleser-Elite kein Problem sein. Aber lustig vielleicht?

Donnerstag, 30. Januar 2014

Erste gebührenfreie Warnung

Hey PNP, bzw. Domain-Plagiatoren von wahl.info!

Wenn ich jetzt als Kandidat so einen albernen Premium-Eintrag auf Eurer albernen wahl.info/premium-Seite buchen möchte, dann kostet mich das 69 Euro netto. Richtig, oder?

Wenn ich als Endverbraucher jetzt aber gerade keinen Taschenrechner bei mir habe, dann weiß ich ja gar nicht, was mich der Premium-Eintrag tatsächlich, also brutto, kostet. Auch richtig, oder?

Jetzt habt Ihr den Wink aber verstanden, Ihr Vollprofis? 

Keine Ursache. Wir helfen, wie immer, gerne.

Die Hüter des lauteren Wettbewerbs von Wahlinfo-Passau, der einzigen richtigen Wahlinfo-Seite in Passau


Sonntag, 26. Januar 2014

Alaaf!

Am Mittwoch, 29. Januar, tritt der Passauer Stadtfuchs, gleichzeitig Stadtrat der PaL, mit seinem neuen "Kabarett"-Programm im Scharfrichterhaus auf.

Natürlich wie immer selbstverliebt, unkomisch und politisch absolut korrekt.

Wahlinfo-Passau sind Auszüge des Manuskripts in die Hände gefallen.

Weltexklusiv hier die Büttenrede der Ruhrpott-Nervensäge.

Einzug, Tusch, Tätäää, tätäää, tätäää...

Manche Menschen tun oft irren, weil Selbst- und Fremdbild differieren.
Ganz besonders auch die Bayern, die sich am liebsten selber feiern.
Deshalb muss man sie belehren und vor deren Türen kehren.
Der Gelsenkirchner macht Euch schlau – die Coopman-Ruhrpott-Rampensau.

Tätäää, tätäää, tätäää...

2000 Jahre war nur siechen, erkenntnisfrei am Boden kriechen.
Im Sommer schwitzen, im Winter frieren, borniert an Flüssen vegetieren.
Ihr Aborigines glaubt jeden Stuss – doch damit macht der Coopman Schluss.
Jetzt zeig ich Euch, was in mir steckt – und das politisch inkorrekt.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Freilich mag jetzt mancher glauben, was mag der Ruhrpott-Schwätzer taugen,
der in albernen Kostümen die Stadt heimsucht auf vielen Bühnen.
Der brüllt und spuckt auch wie ein Lama, weil seine Welt ist halt das Drama.
Auch nachts wird Coopman niemals träge – die große, laute Nervensäge.

Tätäää, tätäää, tätäää...

So eine Minderheit nur denkt – nicht sehend, was uns der Coopman schenkt.
Er bringt Euch Zivilisation – seit vielen, guten Jahren schon.
Weil nicht nur's Volk hier vegetiert. Nein, auch der Stadtrat retardiert.
So bin ich hier als Missionar – Stadtfuchs Coopman wunderbar.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Viel Schlimmes musst' ich hier schon sehen – manch Passauer kann kaum grad gehen.
Krumme Beine, schiefe Zähn' – das kommt vom Grenzland-Inzucht-Gen.
Ich tapf'rer Recke werd' Euch lehren, ich werd' zum Guten Euch bekehren.
Man meint zwar oft, ich red nur Quark. Jedoch – da sind auch and're stark.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Als kleines Füchslein, unerfahren, tat mit der ÖDP mich paaren.
Ein Gelsenkirchner, ein barocker, der ist halt auch nie richtig locker.
Bist Du verkrampft und etwas spröde, blockiert, gehemmt, Dein Sex ist öde,
im Wirtshaus isst Du Erbsensuppe – dann geh' zu Mangolds Frömmler-Truppe.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Dort tat ich mich gern wichtig machen. In' Keller gingen wir zum Lachen.
Hab eine gute Zeit verlebt – mit Selbstkasteiung und Gebet.
Der Vorbeter indes ging rasch mir tierisch auf den Stadtfuchs-Arsch.
Ich hab die Sekte dann verlassen. Der blasse Guru konnt's kaum fassen.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Als Ruhrpott-Großmaul hast Du's schwer. Nicht wirklich gerne nimmt Dich wer.
Des Weiteren wollt' ich wo hin, wo ich das größte Großmaul bin.
Die SPD scheidet da aus. Die CSU, die löst sich auf.
Die Grünen waren mir zu brutal, da blieb nur Höbers Austragsstall.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Doch bald indes tat ich dort checken – das ist ein Loser-Auffangbecken.
Man hat mich zwar nicht grad geschasst – den Absprung hab ich selbst verpasst.
Ich hab jetzt lange Zeit geschmollt, mich leider nicht final getrollt.
Wer sich so bös verspekuliert, letztlich bei Uschi kandidiert.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Jetzt steh ich da, ich armer Tor und habs noch übler als zuvor.
Die Prolls sind bei der FDP, die Hahne tut sich auch nicht weh.
Ich als einzige Granate neben Uschi, Heinzi und Renate
muss wieder in das Plenum rein – ich möcht doch so gern wichtig sein.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Bürger, höret die Signale. Denn jetzt gehts dann mal ins Finale.
Nur mit mir könnt Ihr bestehen – sonst wird Passau untergehen.
Keine Seilbahn will ich bauen – denn die Touris sollen nur schauen
auf das Stadtfuchskostüm eben – und von irgendwas muss ich ja leben.

Tätäää, tätäää, tätäää...
Tätäää, tätäää, tätäää...
Tätäää, tätäää, tätäää...

Narhallamarsch!

Wollen wir ihn wieder reinlasse'? Ach, nö, lass mal...

Freitag, 17. Januar 2014

Und jetzt?

Wie nennen wir ihn denn nun, unseren Lieblingspolitiker?

PhDr. Andi? Filozofie-Anderl? Kleiner Doktor? Dr. em.? Dr. a.D.?

Oder einfach nur "DAS"? Nein, auf Seehofersches Niveau wollen wir uns nicht begeben, der heute eiskalt und brutal wie immer konstatiert hat: "Für mich ist DAS erledigt."

Für uns noch lange nicht!

Mit akademischen Grüßen

Der Präsident

Montag, 30. Dezember 2013

Aufgestellt und angetreten

Lieber Tölpel!

Das wird ja ein drolliger Wahlkampf. Während man bei der momentanen Präsenz von SPD und CSU den Eindruck hat, es handele sich bei den Beiden um Splittergruppen von Pro Passau, die ein Ergebnis von 3 % ansteuern, macht das "vom Aussehen her dem Spinat ähnliche Gemüse" (Wikipedia) Mangold einen auf dicke Hose und tut so, als wäre er amtierender und zukünftiger OB. Die Passauer Liste muss mit der Blechtrommel durch die Stadt laufen, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, die Freien Wähler nerven wie immer mit Welterklärungsversuchen in Times New Roman auf uringelbem Hintergrund, die Grünen sind untergetaucht und die Liste Starkes Passau/FDP wird wegen des Präsidenten ohnehin stärkste Kraft im Passauer Stadtrat. Aber der Reihe nach.

Warum man die Zombie-Truppe Pro Passau auch noch gebraucht hat, erschließt sich hoffentlich nicht einmal dem Wähler. Patriotisch und sozial möchten sie sein und deshalb wollen sie den Europäischen Wochen den Zuschuss von 150.000 Euro streichen und damit Sozialwohnungen bauen. Naja, oder halt eine Wohnung. Oder eine halbe. Oder einen Stellplatz. Wie nennt man das noch mal? Genau!

Apropos Populismus. Eigentlich sind die Seilbahnbefürworter ziemlich dämlich. Haben sie doch dem begabten Wählerstimmenabgreifer Mangold eine Steilvorlage geliefert. In gefühlt 117 Anzeigen für geschätzt eine halbe Million Euro geriert er sich in alter Masche als Stadtbildbewahrer und positioniert sich gegen die Seilbahn: "Vor allem die Berg- und Talstation einer solchen Bahn würden der Altstadt bzw. der Natur auf dem Georgsberg empfindliche Wunden zufügen, eine Schneise in die Bewaldung schlagen und das Stadtbild zerstören." Kleine Frage dazu: Woher weiß der Mann das? Kennt der schon konkrete Pläne? Kann er in die Zukunft blicken? Oder ist das nur ganz, ganz billiger Stimmenfang bei der nicht ganz kleinen Gruppe der Baumstreichler? Ich bin schon auf die nächsten Anzeigen gespannt. "Temelin abschalten, Delfine retten, WM verlegen, Stadtturm glätten, Kim Jong-un und Putin weg, der Anger wird ein Fahrradweg. Mit mir als OB wird alles wahr – Euer Urban Superstar."

Damit wir uns nicht falsch verstehen. All denen, die uns vorgeworfen haben, dass wir von Wahlinfo-Passau uns für die Seilbahn ausgesprochen haben, sei folgendes gesagt. Wir wissen schon auch, dass es vordringlichere Probleme gibt. Und wir wollen auch keine Seilbahn auf Teufel komm raus. Aber wenn es eine stadtbildverträgliche Lösung gibt (und die gibt es sicher, wenn man das Ganze nicht dogmatisch sieht), wenn es eine Investorenlösung ohne größere finanzielle Belastung für die Stadt gibt und wenn man die Bürger dafür begeistern kann – warum sollte man dann keine Seilbahn bauen? Weil der Herr Greipl und der Herr Mangold dagegen sind? Ach so...

Von der Oberbürgermeisterunterstützungspartei SPD hat man die vergangenen sechs Jahre nicht viel mitgekriegt, bis auf das eine Mal, wo der Sturm das Internet verbieten wollte. Nachdem man also als Schweizer Garde des Oberbürgermeisters ohnehin nichts zu melden hat, hat man einfach dieselbe Liste aufgestellt wie die letzten dreimal. Merkt ja eh keiner und wurscht ist es sowieso. Hauptsache der Jürgen wird OB. Solidarität!

Dass der Synek Charly ein guter und integrer Mann ist, ändert leider nichts an der Tatsache, dass es die Grünen als Original, wie oben schon erwähnt, ziemlich schwer haben, sich gegen die Passauer Skurrilität ÖDP zu behaupten. Für Synek und Träger wird es wohl reichen und Frau Tausch könnte sich als würdige Frankenberger-Nachfolgerin vor den Bayerwald-Tätowierten drängen. Nein, war nur Spaß. Ist ja eine ernsthafte Angelegenheit, so eine Wahl. Schwer haben werden es auch die Freien Wähler ohne das alte Schlachtross. Irgendwie ist es ja schade. Stell Dir mal vor, der Feuerer ist weg und dafür kommt der Haimerl wieder. Oder der Atzinger. Nicht auszudenken. Contra Pro Passau – soviel steht fest.

Hab ich wen vergessen?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Niemand Geringeren als die alte, stolze CSU-huhu. Haben wir die letzten Monate noch gescherzt und angedeutet, dass die Schwarzen wohl personelle Probleme haben, wissen wir es seit letztem Samstag ganz genau. Abgesehen von der OB-Kandidatin, auf die ich später noch zu sprechen kommen möchte, gibt es ja auf den Plätzen 1-10 aber so überhaupt keine Überraschung. Welche Überraschungen der Herr Karl da zu sehen vermag, entzieht sich leider meiner Vorstellungskraft. Das Schlimmste ist allerdings, dass es halt in unseren Breitengraden eine unbeeindruckte CSU-Wählerschaft gibt, die dem ganzen Trauerspiel noch etwas abgewinnen kann. Um es mit dem Monaco Franze zu sagen: "Viel schlimmer ist, dass wir in Passau ein Wählerpublikum haben, das hint' und vorn von nix was versteht und sogar jeden Reinfall zu einem einmaligen Erlebnis hochjubelt." Das wäre jetzt Wählerbeschimpfung, wenn ich nicht noch anfügen würde: Ich glaube, dass es diesmal anders kommt.

Dass die Frau Weber zumindest versucht, selbstbewusst aufzutreten, ist ja durchaus lobenswert. Allerdings frage ich mich schon, ob sie das alles ernst meint. "Ich bin ungern zweite Siegerin", hat sie angeblich gesagt. War das auch schon Satire? Will sie damit ausdrücken, dass sie, nachdem ein Sieg ja doch mehr als unwahrscheinlich ist, lieber dritte Siegerin hinter dem spinatähnlichen Gemüse werden möchte? Oder will sie uns damit sagen, dass sie sich vom CSU-Planungsstab hat breitschlagen lassen, aber ungern? Oder glaubt sie wirklich, dass sie eine Chance hat? Das wäre dann ja wirklich lustig. Lustig ist sie scheinbar eh, sonst hätte sie sich für ihre Facebookseite nicht auf Wahlinfo-Passau bedient und außerdem als "e" im "Wer" das gespiegelte Logo vom Oberjürgen verwendet. Jetzt fehlt dann bloß noch, dass sie "Wer-Jürgen-kennt-wählt-Rosemarie-Plakate" aufhängt und sie ist eine ebenbürtige Wahlkämpferin.

Wer die CSU verstehen will, muss das System Seehofer verstehen. Die FAS hat es vorvergangenen Sonntag gut beschrieben. Die Starken köpfen und sich mit Schwachen umgeben. Damit ist ausdrücklich nicht der von mir aufs Höchste geschätzte Dr. Andi gemeint, dem ich auf dem Weg zur Weltherrschaft weiterhin alles Gute wünsche, sondern das ausgetauschte bzw. geschwächte CSU-Bundeskabinett. Was auf Bundes- und Landesebene zumindest im Bezug auf Machterhalt und -ausbau ganz gut funktioniert, ist in Passau in den letzten Jahren eher in die Hose gegangen. Da haben die alten Seilschaften keinen nach vorne gelassen und jetzt wundert man sich, dass geeigneter Nachwuchs fehlt. Egal, Frau Brummer wirds schon richten.

Jetzt zu einem ernsten Thema. Seit ein paar Stunden bin ich ernsthaft verunsichert. Der freieste Herausgeber aller Zeiten meinte nämlich, der Präsident müsse sich neuerdings gut überlegen, was er schreibe und zwar deshalb, weil er für die FDP kandidiere. Touché. Also fast. Aber auch nur dann, wenn er für die FDP kandidieren würde. Tut er aber gar nicht. Er kandidiert doch für Starkes Passau/FDP. Und Starkes Passau besteht ja praktisch ausschließlich aus Satirikern. Außerdem überlegen wir uns hier seit jeher gut, was wir schreiben – auch wenn das keiner merkt. Im Übrigen sollen jetzt die Bürgerblick-Leser auf Facebook kommentieren, ob der Präsident weiterhin für den Bürgerblick schreiben darf. Hätten wir uns jemals eine Perversion ausdenken sollen, die uns in unserem Hobby-Satiriker-Leben noch zustößt, auf diese wären wir nicht gekommen.

Menschen, die Kommentare auf Facebook schreiben, ist ja abgesehen von schlechtem Sex vor allem auch die große intellektuelle Kompetenz eigen, Politisches, Philosophisches und beispielsweise auch Satirisches dialektisch zu beurteilen. Jetzt würde ich den Facebook-Kommentatoren gerne noch ein paar Argumente als Entscheidungshilfe mitgeben, wüsste ich nicht, dass Menschen, die auf Facebook kommentieren, gar nicht in der Lage sind, einen solch langen Text bis hierhin zu lesen. Egal, vielleicht richtet es ihnen jemand aus. Die Themen für die nächsten BB-Kolumnen wären also folgende: 1. Plädoyer für eine höhere Besteuerung der niedrigen Einkommen. 2. Passauer Liste dissen. 3. Plädoyer für eine extreme Senkung des Spitzensteuersatzes. 4. Freie Wähler dissen. 5. Plädoyer für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. 6. ÖDP dissen. 7. Plädoyer für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Oberklasse-Limousinen. 8. Hartz-4-Empfänger dissen...

Ein letzter Satz an alle Spaßbremsen hier, bzw. eine Frage: Warum soll eigentlich ausgerechnet der Präsident nicht zum Stadtrat kandidieren? Soll das Stadtratsplenum nur mit Waschlers, Dickls und Rüthers besetzt sein? Wäre es nicht ganz sinnvoll, es gäbe einen Blogger im Stadtrat, der sich weiterhin in anderer Weise als die Monopolpresse mit Themen auseinandersetzt und diese Monopolberichterstattung auch einmal korrigieren kann? Der Präsident lässt jedenfalls ausrichten, dass er frisch, fromm, fröhlich und frei weiterhin diesen wunderbaren Blog pflegen wird. Und ein allerletztes Schlusswort: Man kann jemandem durchaus vorwerfen, dass er sich das antut. Man kann ihm aber nicht vorwerfen, dass er sich dann eine bestimmte Liste aussucht. Er muss sich halt die suchen, mit denen er die größte Schnittmenge hat.

Urbi et Orbi und ein gutes Neues Jahr

Euer Tölpel


Sonntag, 29. Dezember 2013

Dienstag, 24. Dezember 2013

Volk!

Wir wünschen allen Lesern, Kommentatoren, Freunden, Nicht-so-richtig-Freunden und auch Urban Mangold ein entspanntes Weihnachtsfest und eine schöne, erholsame Zeit.

Kathi, Tölpel, Brian, Armin Dickl und der Präsident

PS: Kolumne kommt erst nach Weihnachten, weil brutalst aggressiv. (Vielleicht)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Suchbild

Finde den doppelten Hotzenplotz!

http://passau-meinewahl.de/dupper-direkt.html

Finde den Rollstuhlfahrer mit Rückgratverkrümmung und den Rechtschreibfehler!

http://passau-meinewahl.de/dupper-persoenlich.html

Sonntag, 15. Dezember 2013

Der Präsident ist verrückt geworden

Oder ist es der Beginn eines Marschs durch die Institutionen?

Wer weiß das alles schon?

Nähere Hintergrundinformationen demnächst hier.

Alle Kommentare mit Diagnosen, Abscheu- und Verachtungsbekundungen sowie ernsthaftem Ausdruck von Trauer und Enttäuschung werden weiterhin gerne veröffentlicht.

Der Präsident von Wahlinfo-Passau

PS: Ich werde mich niemals verbiegen lassen. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort.

PPS: Nur als Vorschau die Pläne – Nach der Wahl des Präsidenten in den Stadtrat wird er in kürzester Zeit mehrfach die Fraktionen wechseln, diese jeweils von innen zermürben und 2020 für die CSU mit 65 % die Oberbürgermeisterwahl gewinnen. Ab dann wirds richtig gut. Fortsetzung folgt.


Freitag, 29. November 2013

Donnerstag, 21. November 2013

Ein Präsident vergisst nichts

Oder: 
Als der Dampf sich nun erhob, sieht man Lampel, der - gottlob! -
lebend auf dem Rücken liegt; doch er hat was abgekriegt.


Irgendwas hat er sicher abgekriegt, der Lampel, dass er heute, im Artikel über die Liste der Passauer Sozis, ebendiese gleich zur jüngsten Liste aller Zeiten macht: "Spitzenkandidat Dupper, der mit 23 Jahren inzwischen Dienstälteste in der SPD-Stadtratsriege."

Das wüssten wir hier aber und wir sind uns sicher, dass der Dupper bestimmt über 30, wenn nicht über 40 ist. Und die Frau Werts ist auch schon 34.

Aber egal. Bemerkenswert ist eher folgendes. Für die SPD, die (so Dupper) "genügend Selbstbewusstsein hat, auf Angriffe unter der Gürtellinie zu verzichten", kandidiert auf Platz 5 Christian Flisek. Wenn das mal nicht eine Frage der Seriosität ist...

PNP-Interview mit Flisek vom 26.02.2013:

Apropos Passauer Belange - werden Sie 2014 auch als Stadtrat kandidieren?
"Das entscheidet die Passauer Stadt-SPD. Ich sag es mal so: Ich stehe zwar grundsätzlich zur Verfügung, gebe aber zu bedenken, dass es auch eine Frage der Seriosität ist, inwieweit man neben einem Bundestagsmandat gleichzeitig noch angemessen ein Stadtratsmandat bekleiden kann."


Ach geh, die Anderen vielleicht nicht, aber ein Flisek packt das schon. Weiter so!

Die Liste sei eine gute Mischung nach Geschlecht, Alter, Stadtteilen und Berufsgruppen, fand Spitzenkandidat Dupper, der mit 23 Jahren inzwischen Dienstälteste in der SPD-Stadtratsriege.

Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_passau/passau_stadt_land/passau_stadt/1116137_SPD-Grosse-Ziele-mit-bewaehrtem-Team.html#plx1246916760

Montag, 18. November 2013

Warum der Präsident von Wahlinfo-Passau nicht Ökostrom-Kunde wurde

Folgende Geschichte hat sich am heutigen Vormittag nicht exakt im Wortlaut, aber doch ziemlich genau so zugetragen.

Der Stromkunde wählt die Nummer des Servicezentrums der Stadtwerke Passau.

SWP-Mann: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident, ich wollte mich bezüglich einer Stromtarifumstellung erkundigen.

SWP-Mann: Geben Sie mir doch bitte einmal Ihre Kundennummer.

Stromkunde: Ja, ich habe zwei, aber ich gebe Ihnen mal eine.

SWP-Mann: Dankeschön, Herr Präsident, worum geht's denn?

Stromkunde: Ich wollte gerne zu Ökostrom wechseln und mich zunächst einmal erkundigen, was mich das kostet.

SWP-Mann: *Erklärt ausführlich, freundlich und kompetent, was die beiden Ökostromtarife im Jahr mehr kosten würden.*

Stromkunde: Ja, wunderbar, dann mache ich das. Kann ich den neuen Tarif jetzt bei Ihnen telefonisch bestellen?

SWP-Mann: Nein, das geht leider nicht. Da müssten Sie sich auf unserer Homepage ein Formular herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und uns zuschicken.

Stromkunde: Oh mei, auf so was habe ich eigentlich gar keine Lust. Ich kann das nicht wie bei anderen Versorgern einfach und unproblematisch telefonisch oder online umstellen?

SWP-Mann: Nein, leider nicht. Aber das Formular finden Sie ganz leicht auf unserer Homepage.

Stromkunde: Na gut, danke. Dann mach ich das halt jetzt so.

Der Stromkunde öffnet die Homepage der Stadtwerke Passau. Er klickt sich mindestens fünf Minuten durch verschiedenste Links und findet – nichts. Zumindest nicht das Gesuchte.
Der Stromkunde wählt ein weiteres Mal die Nummer des Servicezentrums der Stadtwerke Passau.

SWP-Frau: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident, ich habe gerade schon einmal mit einem Kollegen von Ihnen gesprochen. Ich wollte in den Ökostromtarif wechseln und der meinte, ich könne mir da auf Ihrer Homepage ein Formular runterladen. Das finde ich da aber nicht.

SWP-Frau: Ah so. Ja, wir stellen gerade unsere Homepage um. Ich weiß das jetzt auch gerade nicht. Ich schau mal. Moment...

Der Stromkunde hängt eine bis zwei Minuten in der Warteschleife.

SWP-Frau: Ja, ich habe jetzt auch mal gesucht. Das gibts scheinbar wirklich nicht. Ich müsste Ihnen das jetzt zuschicken.

Stromkunde: Und online geht das gar nicht? Das ist aber unkomfortabel.

SWP-Frau: Nein, ich sag ja, ich muss es Ihnen zuschicken.

Stromkunde: Wunderbar. Aber da reicht dann schon ein Vertrag, oder? Ich habe nämlich im selben Haus zwei Zähler und damit zwei Kundennummern.

SWP-Frau: Dann brauchen wir zwei Verträge.

Stromkunde: Ich könnte doch in einen Vertrag beide Kundennummern eintragen?

SWP-Frau: Nein, das geht nicht.

Stromkunde: Wenn man wollen würde, geht vieles. Auch ein Tarifwechsel online zum Beispiel.

SWP-Frau: Nein, es geht halt nicht.

Stromkunde: Ja, wenn man nicht mag, gehts nicht.

SWP-Frau: Das schreibt die Regierung so vor.

Stromkunde: Was?

SWP-Frau: Dass man den Vertrag schriftlich mit Unterschrift abschließen muss.

Stromkunde: Aber ich habe ja schon einen Vertrag mit Ihnen. Ich will ja nur den Tarif wechseln. Bei den Stadtwerken München kann ich das online in einer Minute machen. Schreibt da in München die Regierung was anderes vor?

SWP-Frau: Das geht uns nichts an, was die in München machen. Soll ich Ihnen die zwei Verträge jetzt schicken oder nicht?

Stromkunde: Ja, schicken Sie mal. Aber ich glaube, ich mag jetzt eh nicht mehr.

SWP-Frau: Gut. Wiederhören.

Der Stromkunde wählt sich mit seinem Nutzernamen und Passwort in sein Kundenkonto der Stadtwerke München ein. Dort könnte er mit wenigen Klicks zum Ökostromtarif wechseln.
Fassungslos wählt er die Servicenummer der Stadtwerke München.

SWM-Mann: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident. Nur eine Frage... Kann ich in meinem Kundenkonto online zum Ökostromtarif wechseln?

SWM-Mann: Aber selbstverständlich, Herr Präsident, das geht in einer Minute.

Stromkunde: Wirklich?

SWM-Mann: Na klar. Warum denn auch nicht?

Stromkunde: Ok, danke, auf Wiederhören.

SWM-Mann: Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Auf Wiederhören.