Mittwoch, 30. Juni 2010
Presseschau
Geradezu Sensationelles erfährt man heute aus der PNP. Dass alle CSUler im Passauer Stadtrat den Katholen-Freiflieger und alle anderen (außer dem FDPler, der wirklich wählen darf) den Zonen-Pastor wählen würden, ist ja eine Riesen-Überraschung. Es interessiert zwar eigentlich eh keinen, wen der Dickl und der Feuerer wählen würden, wenn sie dürften, aber man kann ja mal fragen. Leider hat keiner geantwortet: "Den Rennicke, weil wenn wir schon keine wirklich charismatischen Persönlichkeiten mehr haben, dann gleich den größten Deppen." Das wäre wenigstens lustig gewesen.
Eigentlich interessiert es doch auch wirklich keinen mehr, ob dieser 28jährige Histrioniker wirklich noch nie eine Zigarette geraucht oder noch nie einen Schluck Alkohol getrunken hat. Die Abendzeitung hat ihm trotzdem wieder einige sinnlose Fragen und eben auch dazu gestellt. Zitat AZ vom 30.06.: "Zwangsläufig hat er den 'Spiritus' (...) dann doch probiert. (...) Messwein. - 'aber das ist ja das gewandelte Blut Christi', erklärt Frankenberger mit schelmischem Blick. Dann muss er selbst lachen, der ehemalige Oberministrant, der den Jugendlichen immer ein Vorbild sein wollte." Wenn der verklemmte Versuch des Ministranten-Schelms, locker rüber zu kommen, nicht so gruslig wäre, könnte man sich fast wegschmeissen ob solcher Unglaublichkeiten.
Selbstverständlich darf er dann auch noch pflichtschuldig - und wie es bei allen Gutmenschen und Neo-Frömmlern derzeit en vogue ist - die Kirche kritisieren ("Doppelmoral von dem Verein") und gleichzeitig erzählen, dass er ja für "diesen Verein" arbeitet und zwar als Notfallseelsorger. Er kommt also zu Menschen in psychischen Notlagen, um zu "trösten" (AZ). Die therapeutische Wirkung des 28jährigen Singles ist wohl eher die eines Hammers, den man sich auf den Kopf haut, um die verbrannte Hand nicht mehr zu spüren. Jedenfalls scheint bei "dem Verein" mittlerweile alles möglich zu sein, wenn sie derlei Persönlichkeiten ohne therapeutische Qualifikation auf Traumatisierte los lässt.
Apropos Single. Der Schelm hat keine Freundin. "Obwohl der 28-Jährige schon recht konkrete Vorstellungen von ihr hat." (AZ) Nicht schlecht für einen 28-Jährigen - schon recht konkrete Vorstellungen von einer potentiellen Freundin. Die Richtige muss auf jeden Fall Nichtraucherin sein. Die Richtige, die irgendwann und freiwillig von selbst kommt, ist ganz bestimmt Nichtraucherin. Und Pap I und einen schönen wuschligen Pelz gibts als Draufgabe sicher noch dazu. Dann schläft er auch bestimmt nicht mehr "im Treppenhaus ein." (AZ) Nie wieder.
Eigentlich interessiert es doch auch wirklich keinen mehr, ob dieser 28jährige Histrioniker wirklich noch nie eine Zigarette geraucht oder noch nie einen Schluck Alkohol getrunken hat. Die Abendzeitung hat ihm trotzdem wieder einige sinnlose Fragen und eben auch dazu gestellt. Zitat AZ vom 30.06.: "Zwangsläufig hat er den 'Spiritus' (...) dann doch probiert. (...) Messwein. - 'aber das ist ja das gewandelte Blut Christi', erklärt Frankenberger mit schelmischem Blick. Dann muss er selbst lachen, der ehemalige Oberministrant, der den Jugendlichen immer ein Vorbild sein wollte." Wenn der verklemmte Versuch des Ministranten-Schelms, locker rüber zu kommen, nicht so gruslig wäre, könnte man sich fast wegschmeissen ob solcher Unglaublichkeiten.
Selbstverständlich darf er dann auch noch pflichtschuldig - und wie es bei allen Gutmenschen und Neo-Frömmlern derzeit en vogue ist - die Kirche kritisieren ("Doppelmoral von dem Verein") und gleichzeitig erzählen, dass er ja für "diesen Verein" arbeitet und zwar als Notfallseelsorger. Er kommt also zu Menschen in psychischen Notlagen, um zu "trösten" (AZ). Die therapeutische Wirkung des 28jährigen Singles ist wohl eher die eines Hammers, den man sich auf den Kopf haut, um die verbrannte Hand nicht mehr zu spüren. Jedenfalls scheint bei "dem Verein" mittlerweile alles möglich zu sein, wenn sie derlei Persönlichkeiten ohne therapeutische Qualifikation auf Traumatisierte los lässt.
Apropos Single. Der Schelm hat keine Freundin. "Obwohl der 28-Jährige schon recht konkrete Vorstellungen von ihr hat." (AZ) Nicht schlecht für einen 28-Jährigen - schon recht konkrete Vorstellungen von einer potentiellen Freundin. Die Richtige muss auf jeden Fall Nichtraucherin sein. Die Richtige, die irgendwann und freiwillig von selbst kommt, ist ganz bestimmt Nichtraucherin. Und Pap I und einen schönen wuschligen Pelz gibts als Draufgabe sicher noch dazu. Dann schläft er auch bestimmt nicht mehr "im Treppenhaus ein." (AZ) Nie wieder.
Dienstag, 29. Juni 2010
Samstag, 26. Juni 2010
Donnerstag, 24. Juni 2010
Abgehaust und abgehoben
Lieber Tölpel!
"Jubelpartys nach WM-Sieg" schreibt heute die PNP. Meine Freude hält sich in Grenzen, weil ich in einer privaten Online-Wettrunde zwar sowohl auf einen Sieg von Deutschland als auch der USA getippt habe, allerdings jeweils 2 : 0 und nicht 1 : 0. Auch nicht recht freuen kann ich mich über die gscheckerten Domuhren. Auch wenn der Danninger gleich zwei wunderbare Bonmots ("Domuhren treiben's wieder bunt" und "Die bunteste Domuhr der Welt?") in seinen Artikel einbaut und auch wenn der Dombaumeister Hauck erklärt, dass der Dom genau so ausgesehen hat, "als er fertiggestellt worden war“, gefällt es mir irgendwie trotzdem nicht. Außerdem - was heißt schon "Ur-Version" (Hauck)? Wenn ich historisch noch ein bisschen weiter zurückgehe, kann ich den ganzen Plempel zusammenhauen und wieder ein Römerlager aufstellen. Das wäre dann auch eine Ur-Version. Überhaupt haben wir im Vergleich zu vor beispielsweise 300 Jahren eine ganze Menge am Ur-Zustand der Stadt verändert. So gesehen müssten nicht nur ein paar hässliche Betonmauern weg, sondern natürlich auch die Hängebrücke und die Ortspitze. Oder anders gesehen: Wenn der Bau der Hängebrücke vor 100 Jahren in Ordnung war, müsste dann nicht der Dom auch die Farben von damals haben? Gut, dass die beim Denkmalschutz so schlau sind. Oder entscheiden die derlei Paradoxa einfach aus dem Bauch heraus?
Richtig lachen musste ich über die Seidersche Überschrift "Passau kann nicht gerettet werden - aber Hals." Ganz ehrlich, lieber Thomas Seider, Hals kann schon gleich überhaupt nicht gerettet werden, ist sozusagen unrettbar, aber das hat andere Gründe. Nicht interpretieren und nicht gleich hyperventilieren, liebe Halser! War nur ein kleiner Scherz. Zurück zu Seider. Promoviert der gerade in Gewässerkunde oder hat der auch nur die brüllende Komik des Themas Flusseinhausungen erkannt und dann so getan, als ob er den Quatsch auch noch ernst nimmt? Flusseinhausungen zum ersten: In einem Rechtsgutachten wurde ernsthaft geprüft, ob zum Schutz gegen das In-den-Fluss-Hineinfallen an den städtischen Flusspromenaden ein durchgängiges Geländer oder gar eine durchgängige Mauer errichtet werden sollen. Ich näss mich ein. Und was machen wir dann mit den Alpen? Abtragen, dass keiner runterfällt? In der Ur-Version waren die ja schließlich eh unter Wasser. Flusseinhausungen zum zweiten: Dem Stadtrat wurde eine Machbarkeitsstudie des Wasserwirtschaftsamtes vorgestellt, wonach man Passau für 95 Millionen Euro angeblich vor einem Jahrhunderthochwasser schützen könnte. Man hat aber sogar selbst schon erkannt, dass das ein wenig teuer ist. Aber Hals könnte rechts der Ilz geschützt werden, wenn man nur eine 620 Meter lange und 1,20 Meter hohe (!!!) Mauer bauen würde, auf die dann im Hochwasserfall mobile Wände aufgesetzt werden. Das Ganze kostet auch nur 5,4 Millionen Euro. Sag mal, meinen die sowas wirklich ernst? Abgesehen davon, dass die Mauer scheiße aussieht und in diesem Fall tatsächlich die gesamte und pittoreske Kulisse von Hals verändert, glaube ich ja noch nicht mal, dass das wirklich funktioniert. Kommt dann das Wasser nicht mehr aus den Gullis? Werden die zubetoniert? Nehmt doch die 5,4 Millionen Euro, legt sie auf ein Konto und alle 10 Jahre werden dann die Hochwasseropfer entsprechend ihren Schäden unterstützt. Das ist die einfachste Lösung in Hals und in ganz Passau. Klingt komisch, ist aber so.
Was sagst Du zur neuen Passauer Einhausungs-Manie, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nicht kleckern, sondern klotzen! Bei der Stadtratssitzung hat angeblich ein Bürger vorgeschlagen, man könnte einen Teil des Inns umleiten, dann staut der Restfluss die Donau nicht mehr so auf. Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht. Wir baggern einfach die Flussbette unserer drei Flüsse noch vier Meter tiefer und mit dem Aushub bauen wir die Nordtangente. Einen Betonpfeiler sparen wir uns, indem wir nämlich den Anetseder-Gedächtnis-Highway direkt auf die Halser Burgruine aufsetzen und mit dem restlichen Aushub bauen wir eine Kuppel übers gesamte Passauer Land. Dann brauchen wir alle keine Winterreifen mehr und es kann keiner mehr im Schneematsch ausrutschen und in die Donau fallen. Und unter der Hängebrücke kann bei Niedrigwasser die MS Europa durchfahren. Und der Denkmalschutz darf die Farbe der Kuppel bestimmen. Und alle sind solange zufrieden, bis ein neues Gutachten darauf hinweist, dass es nachts dunkler ist als tagsüber und man deshalb in manchen engen Altstadtgassen um zwei Uhr früh weniger sieht, als im Hochsommer mittags im Klostergarten. Und dann kriegen wir endlich ein neues Beleuchtungskonzept, was diesen Namen auch verdient. Ich freu mich schon so.
Die Halser freuen sich auf die Hochwassermauer und die Nordtangente und die Schaldinger l.d.D. auf den "geheimen Investor." Der lässt, wie Christian Karl süffisant bemerkt, "auf sich warten." Ich kann es nicht glauben, dass das wirklich wieder nur CSU-BlaBla war. Die sind doch sonst nicht so. Die alten Seilschaften funktionieren aber blöderweise auch nicht mehr so gut. Siehe VHS oder Event. Das habe ich auch beachtlich gefunden: "Event pendelt sich bei 2 Millionen Verlust pro Jahr ein." Muss man das als Stadt wirklich als unvermeidbar akzeptieren? Vielleicht sollte die Event noch die Donau-Passage kaufen und sie "revitalisieren." Das läuft sicher richtig gut.
Und sonst noch? Niederbayern erhält zwei neue "Botschafter" und zwar die männliche Gugger-Bessinger Frickinger und das Wohlhüter-Revival Kain. Mixa und Gevatter wären zwar medial auffälliger, aber man wird schon wissen, was man tut. Aufgefallen ist mir noch, dass der Sprecher des Passauer Tabakclubs aussieht, als müsste er nach drei tiefen Zügen aus seiner Zigarre aufs Klo, Björn Andresen eine Frau sucht, die Theresienstraße mal wieder schöner wird und im Bschütt immer noch nichts passiert. Und außerdem ist Staatssekretär im Verkehrministerium ein beneidenswerter Job, weil ich auch gern auf die Expo nach Shanghai möchte.
In diesem Sinne - nur der Not keinen Schwung lassen!
Dein Tölpel
"Jubelpartys nach WM-Sieg" schreibt heute die PNP. Meine Freude hält sich in Grenzen, weil ich in einer privaten Online-Wettrunde zwar sowohl auf einen Sieg von Deutschland als auch der USA getippt habe, allerdings jeweils 2 : 0 und nicht 1 : 0. Auch nicht recht freuen kann ich mich über die gscheckerten Domuhren. Auch wenn der Danninger gleich zwei wunderbare Bonmots ("Domuhren treiben's wieder bunt" und "Die bunteste Domuhr der Welt?") in seinen Artikel einbaut und auch wenn der Dombaumeister Hauck erklärt, dass der Dom genau so ausgesehen hat, "als er fertiggestellt worden war“, gefällt es mir irgendwie trotzdem nicht. Außerdem - was heißt schon "Ur-Version" (Hauck)? Wenn ich historisch noch ein bisschen weiter zurückgehe, kann ich den ganzen Plempel zusammenhauen und wieder ein Römerlager aufstellen. Das wäre dann auch eine Ur-Version. Überhaupt haben wir im Vergleich zu vor beispielsweise 300 Jahren eine ganze Menge am Ur-Zustand der Stadt verändert. So gesehen müssten nicht nur ein paar hässliche Betonmauern weg, sondern natürlich auch die Hängebrücke und die Ortspitze. Oder anders gesehen: Wenn der Bau der Hängebrücke vor 100 Jahren in Ordnung war, müsste dann nicht der Dom auch die Farben von damals haben? Gut, dass die beim Denkmalschutz so schlau sind. Oder entscheiden die derlei Paradoxa einfach aus dem Bauch heraus?
Richtig lachen musste ich über die Seidersche Überschrift "Passau kann nicht gerettet werden - aber Hals." Ganz ehrlich, lieber Thomas Seider, Hals kann schon gleich überhaupt nicht gerettet werden, ist sozusagen unrettbar, aber das hat andere Gründe. Nicht interpretieren und nicht gleich hyperventilieren, liebe Halser! War nur ein kleiner Scherz. Zurück zu Seider. Promoviert der gerade in Gewässerkunde oder hat der auch nur die brüllende Komik des Themas Flusseinhausungen erkannt und dann so getan, als ob er den Quatsch auch noch ernst nimmt? Flusseinhausungen zum ersten: In einem Rechtsgutachten wurde ernsthaft geprüft, ob zum Schutz gegen das In-den-Fluss-Hineinfallen an den städtischen Flusspromenaden ein durchgängiges Geländer oder gar eine durchgängige Mauer errichtet werden sollen. Ich näss mich ein. Und was machen wir dann mit den Alpen? Abtragen, dass keiner runterfällt? In der Ur-Version waren die ja schließlich eh unter Wasser. Flusseinhausungen zum zweiten: Dem Stadtrat wurde eine Machbarkeitsstudie des Wasserwirtschaftsamtes vorgestellt, wonach man Passau für 95 Millionen Euro angeblich vor einem Jahrhunderthochwasser schützen könnte. Man hat aber sogar selbst schon erkannt, dass das ein wenig teuer ist. Aber Hals könnte rechts der Ilz geschützt werden, wenn man nur eine 620 Meter lange und 1,20 Meter hohe (!!!) Mauer bauen würde, auf die dann im Hochwasserfall mobile Wände aufgesetzt werden. Das Ganze kostet auch nur 5,4 Millionen Euro. Sag mal, meinen die sowas wirklich ernst? Abgesehen davon, dass die Mauer scheiße aussieht und in diesem Fall tatsächlich die gesamte und pittoreske Kulisse von Hals verändert, glaube ich ja noch nicht mal, dass das wirklich funktioniert. Kommt dann das Wasser nicht mehr aus den Gullis? Werden die zubetoniert? Nehmt doch die 5,4 Millionen Euro, legt sie auf ein Konto und alle 10 Jahre werden dann die Hochwasseropfer entsprechend ihren Schäden unterstützt. Das ist die einfachste Lösung in Hals und in ganz Passau. Klingt komisch, ist aber so.
Was sagst Du zur neuen Passauer Einhausungs-Manie, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nicht kleckern, sondern klotzen! Bei der Stadtratssitzung hat angeblich ein Bürger vorgeschlagen, man könnte einen Teil des Inns umleiten, dann staut der Restfluss die Donau nicht mehr so auf. Das ist doch alles nicht zu Ende gedacht. Wir baggern einfach die Flussbette unserer drei Flüsse noch vier Meter tiefer und mit dem Aushub bauen wir die Nordtangente. Einen Betonpfeiler sparen wir uns, indem wir nämlich den Anetseder-Gedächtnis-Highway direkt auf die Halser Burgruine aufsetzen und mit dem restlichen Aushub bauen wir eine Kuppel übers gesamte Passauer Land. Dann brauchen wir alle keine Winterreifen mehr und es kann keiner mehr im Schneematsch ausrutschen und in die Donau fallen. Und unter der Hängebrücke kann bei Niedrigwasser die MS Europa durchfahren. Und der Denkmalschutz darf die Farbe der Kuppel bestimmen. Und alle sind solange zufrieden, bis ein neues Gutachten darauf hinweist, dass es nachts dunkler ist als tagsüber und man deshalb in manchen engen Altstadtgassen um zwei Uhr früh weniger sieht, als im Hochsommer mittags im Klostergarten. Und dann kriegen wir endlich ein neues Beleuchtungskonzept, was diesen Namen auch verdient. Ich freu mich schon so.
Die Halser freuen sich auf die Hochwassermauer und die Nordtangente und die Schaldinger l.d.D. auf den "geheimen Investor." Der lässt, wie Christian Karl süffisant bemerkt, "auf sich warten." Ich kann es nicht glauben, dass das wirklich wieder nur CSU-BlaBla war. Die sind doch sonst nicht so. Die alten Seilschaften funktionieren aber blöderweise auch nicht mehr so gut. Siehe VHS oder Event. Das habe ich auch beachtlich gefunden: "Event pendelt sich bei 2 Millionen Verlust pro Jahr ein." Muss man das als Stadt wirklich als unvermeidbar akzeptieren? Vielleicht sollte die Event noch die Donau-Passage kaufen und sie "revitalisieren." Das läuft sicher richtig gut.
Und sonst noch? Niederbayern erhält zwei neue "Botschafter" und zwar die männliche Gugger-Bessinger Frickinger und das Wohlhüter-Revival Kain. Mixa und Gevatter wären zwar medial auffälliger, aber man wird schon wissen, was man tut. Aufgefallen ist mir noch, dass der Sprecher des Passauer Tabakclubs aussieht, als müsste er nach drei tiefen Zügen aus seiner Zigarre aufs Klo, Björn Andresen eine Frau sucht, die Theresienstraße mal wieder schöner wird und im Bschütt immer noch nichts passiert. Und außerdem ist Staatssekretär im Verkehrministerium ein beneidenswerter Job, weil ich auch gern auf die Expo nach Shanghai möchte.
In diesem Sinne - nur der Not keinen Schwung lassen!
Dein Tölpel
Mittwoch, 23. Juni 2010
Dienstag, 15. Juni 2010
Aufgespreizt und abgegangen
Lieber Tölpel!
Ich glaube, die PNP ist auf einem guten Weg. Um ein wenig die Zielgruppe zu erweitern, hat man nun neue Themen und damit auch neue Interviewpartner entdeckt. Kannte man bisher zum Thema Musik eher Interviews mit Sympathieträgern wie Martin Göth zum Thema "liebes Jesulein", geht man nun eher in die entspannt-lockere Richtung und lässt neuromantische Künstler wie Frauenarzt ihre Sichtweise auf die Welt kundtun. Wenn das so weitergeht, schreibt demnächst sicher Dolly Buster die sonntägliche Frömmel-Kolumne im Lokalteil und unser geliebter Präsident schreibt für die Familienseite ("Multiple Orgasmen bei Frauen sind möglich"). Könnte man dieses modern-revolutionäre Konzept nicht auch aufs langweilige Politik- und Wirtschaftsresort ausdehnen? Vielleicht mit einem wöchentlichen Gastkommentar von Bundespräsidentschaftskandidat Frank Rennicke zum Thema israelische Siedlungspolitik oder auch mit einem regelmäßigen Aufsatz zur Wirtschaftspolitik von Sahra Wagenknecht ("Nicht ob sondern wann wir die Gouillotine wieder brauchen, ist die Frage")? Wenn Dieter Bohlen nicht so teuer wäre, hätte man ihn übrigens schon lange zum Feuilletonchef gemacht.
Apropos Ärsche. Mir wäre es ein innerer Reichsparteitag, wenn man diesen Zulufellas in Afrika, wie auch hier, ihre Vuvuzelas in selbige stecken würde. Für mich ist es auf jeden Fall ein klares Argument gegen Public Viewing in Passau oder München, dass man die Dinger nicht verbietet. Nein - eigentlich ist schon das Wort "Public Viewing" Grund genug für mich, da nicht hinzugehen. Genauso wie ich ja nicht bei jemandem einkaufen will, der damit wirbt, dass er "roten Stuhl" hat. Und zwar einfach so und ohne dass man ihm vorher eine Vuvuzela... Aber lassen wir solcherlei eklige Themen.
Apropos eklige Themen. Dass das, was bei der VHS seit vielen Jahren getrieben wird, freundlich formuliert etwas undurchschaubar ist, müsste eigentlich nicht nur für die Stadt Passau Grund genug sein, das eigene Engagement zumindest zu überdenken. Dass die Personalie Mixa dabei eine problematische Altlast darstellt, will wohl auch keiner ernsthaft bezweifeln. Dass nun von seiten des Landkreises versucht wird, eine Stadt-/Land-Solidarität zu beschwören, könnte bei einigen Stadtvertretern möglicherweise ein leichtes Schmunzeln verursachen. Warum ich mich so kryptisch ausdrücke? Ganz einfach. Um die Überleitung zur Event zu kriegen. Denn wenn man da die Dienstwagen-Posse kommentieren wollte, gehts entweder sehr tief unter die Gürtellinie oder man findet es einfach witzig. Vielleicht ist ja doch der Gevatter der größte Satiriker Passaus?
Zum Abschluss noch ein schönes Zitat. Der Richter im ZOB-Schläger-Prozess hat laut Christine Pierach gesagt: "Offenbar hat das hier Methode, gehört zur Passauer Folklore, auf Liegende einzutreten." Was er damit wohl gemeint hat?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann es mir nur so vorstellen, dass er damit den Urteilsspruch des Gerichtes gemeint hat. Wenn ein Gericht nämlich einen brutalen Wiederholungstäter, der einem zufällig ausgewählten Passanten das gesamte Gesicht zerstiefelt, nur wegen eines Körperverletzungsdeliktes und nicht wegen eines versuchten Tötungsdeliktes verurteilt, dann tritt dieses Gericht allen Halbtotgeschlagenen nochmals ins Gesicht. Oder bin ich nur zu blöd dazu, sowas zu verstehen?
Der Dom wird immer schöner. Erst dieses Weiß, was einem irgendwie eine Assoziation zu Neuschwanstein oder Disneyworld vermittelt und jetzt noch bunte Ziffernblätter. Warum setzt man ihm denn nicht noch rosafarbene Kuppeln auf und bestrahlt ihn wie die LSD-Brunnen im neuen Passau? Vielleicht dürfen spätestens dann die Altstadthausbewohner wieder unrasiert aus dem Fenster schauen ohne dass der Denkmalschutz auftaucht.
Es gibt eine gute Nachricht von der Universität Passau. Nein, nicht die, dass wieder mal ein paar hundert neue BWL-Klone auf die Menschheit losgelassen werden. Der Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft hat den Sprachatlas für Niederbayern vollendet, mit dem die Vielfalt des Dialektes und damit unserer Kultur dokumentiert wird. Ich bin ja Optimist und hoffe, dass dieses und hoffentlich viele weitere Projekte dieser Art dazu führen, dass die Nieder- und alle anderen Bayern auf ihre wunderbare Sprache stolz sind. Es ist nämlich ein großer und leider weitverbreiteter Irrtum, zu glauben, Dialekt hätte etwas mit Provinzialität zu tun - ein sehr großer.
Auch wenn unsere Fans jetzt enttäuscht sind - mir fallen praktisch keine weiteren Themen mehr ein. Ich bin ja nicht die PNP, die im Sommerloch einen drittelseitigen Artikel damit füllt, dass die erste von der Öffentlichkeit wahrgenommene Aktion eines Kommunalpolitikers, der seit immerhin zwei Jahren im Stadtrat sitzt, darin gipfelt, dass er dem OB einen Brief schreibt, in dem er ihn darauf hinweist, dass der Halser Friedhof abgenutzt aussieht. Andere Stadträte sind fast noch unsichtbarer. Wüsste jemand, ohne nachzusehen, spontan, dass es einen Stadtrat Seiler, einen Stadtrat Haydn oder eine Stadträtin Veitengruber gibt? Schreibt doch denen mal eine E-Mail (na gut, mit diesen modernen Sachen kennt sich nicht jeder aus) oder einen Brief und fragt sie, was sie eigentlich so machen in ihrem Ehrenamt. Die Antwort würde mich dann auch interessieren.
Nachdem der Präsident, das Katherl und ich an einem schlimmen Burnout-Syndrom leiden, kann ich nicht versprechen, dass gerade in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit allzu oft unsere Kolumne erscheint. Aber wir nehmen uns zumindest vor, mindestens einmal in der Woche irgendwas Belangloses zu publizieren. Es gibt Zeitungen, die machen das seit Jahren so und werden auch gelesen - zumindest angeblich.
In guten und in schlechten Zeiten
Euer Tölpel
Ich glaube, die PNP ist auf einem guten Weg. Um ein wenig die Zielgruppe zu erweitern, hat man nun neue Themen und damit auch neue Interviewpartner entdeckt. Kannte man bisher zum Thema Musik eher Interviews mit Sympathieträgern wie Martin Göth zum Thema "liebes Jesulein", geht man nun eher in die entspannt-lockere Richtung und lässt neuromantische Künstler wie Frauenarzt ihre Sichtweise auf die Welt kundtun. Wenn das so weitergeht, schreibt demnächst sicher Dolly Buster die sonntägliche Frömmel-Kolumne im Lokalteil und unser geliebter Präsident schreibt für die Familienseite ("Multiple Orgasmen bei Frauen sind möglich"). Könnte man dieses modern-revolutionäre Konzept nicht auch aufs langweilige Politik- und Wirtschaftsresort ausdehnen? Vielleicht mit einem wöchentlichen Gastkommentar von Bundespräsidentschaftskandidat Frank Rennicke zum Thema israelische Siedlungspolitik oder auch mit einem regelmäßigen Aufsatz zur Wirtschaftspolitik von Sahra Wagenknecht ("Nicht ob sondern wann wir die Gouillotine wieder brauchen, ist die Frage")? Wenn Dieter Bohlen nicht so teuer wäre, hätte man ihn übrigens schon lange zum Feuilletonchef gemacht.
Apropos Ärsche. Mir wäre es ein innerer Reichsparteitag, wenn man diesen Zulufellas in Afrika, wie auch hier, ihre Vuvuzelas in selbige stecken würde. Für mich ist es auf jeden Fall ein klares Argument gegen Public Viewing in Passau oder München, dass man die Dinger nicht verbietet. Nein - eigentlich ist schon das Wort "Public Viewing" Grund genug für mich, da nicht hinzugehen. Genauso wie ich ja nicht bei jemandem einkaufen will, der damit wirbt, dass er "roten Stuhl" hat. Und zwar einfach so und ohne dass man ihm vorher eine Vuvuzela... Aber lassen wir solcherlei eklige Themen.
Apropos eklige Themen. Dass das, was bei der VHS seit vielen Jahren getrieben wird, freundlich formuliert etwas undurchschaubar ist, müsste eigentlich nicht nur für die Stadt Passau Grund genug sein, das eigene Engagement zumindest zu überdenken. Dass die Personalie Mixa dabei eine problematische Altlast darstellt, will wohl auch keiner ernsthaft bezweifeln. Dass nun von seiten des Landkreises versucht wird, eine Stadt-/Land-Solidarität zu beschwören, könnte bei einigen Stadtvertretern möglicherweise ein leichtes Schmunzeln verursachen. Warum ich mich so kryptisch ausdrücke? Ganz einfach. Um die Überleitung zur Event zu kriegen. Denn wenn man da die Dienstwagen-Posse kommentieren wollte, gehts entweder sehr tief unter die Gürtellinie oder man findet es einfach witzig. Vielleicht ist ja doch der Gevatter der größte Satiriker Passaus?
Zum Abschluss noch ein schönes Zitat. Der Richter im ZOB-Schläger-Prozess hat laut Christine Pierach gesagt: "Offenbar hat das hier Methode, gehört zur Passauer Folklore, auf Liegende einzutreten." Was er damit wohl gemeint hat?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich kann es mir nur so vorstellen, dass er damit den Urteilsspruch des Gerichtes gemeint hat. Wenn ein Gericht nämlich einen brutalen Wiederholungstäter, der einem zufällig ausgewählten Passanten das gesamte Gesicht zerstiefelt, nur wegen eines Körperverletzungsdeliktes und nicht wegen eines versuchten Tötungsdeliktes verurteilt, dann tritt dieses Gericht allen Halbtotgeschlagenen nochmals ins Gesicht. Oder bin ich nur zu blöd dazu, sowas zu verstehen?
Der Dom wird immer schöner. Erst dieses Weiß, was einem irgendwie eine Assoziation zu Neuschwanstein oder Disneyworld vermittelt und jetzt noch bunte Ziffernblätter. Warum setzt man ihm denn nicht noch rosafarbene Kuppeln auf und bestrahlt ihn wie die LSD-Brunnen im neuen Passau? Vielleicht dürfen spätestens dann die Altstadthausbewohner wieder unrasiert aus dem Fenster schauen ohne dass der Denkmalschutz auftaucht.
Es gibt eine gute Nachricht von der Universität Passau. Nein, nicht die, dass wieder mal ein paar hundert neue BWL-Klone auf die Menschheit losgelassen werden. Der Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft hat den Sprachatlas für Niederbayern vollendet, mit dem die Vielfalt des Dialektes und damit unserer Kultur dokumentiert wird. Ich bin ja Optimist und hoffe, dass dieses und hoffentlich viele weitere Projekte dieser Art dazu führen, dass die Nieder- und alle anderen Bayern auf ihre wunderbare Sprache stolz sind. Es ist nämlich ein großer und leider weitverbreiteter Irrtum, zu glauben, Dialekt hätte etwas mit Provinzialität zu tun - ein sehr großer.
Auch wenn unsere Fans jetzt enttäuscht sind - mir fallen praktisch keine weiteren Themen mehr ein. Ich bin ja nicht die PNP, die im Sommerloch einen drittelseitigen Artikel damit füllt, dass die erste von der Öffentlichkeit wahrgenommene Aktion eines Kommunalpolitikers, der seit immerhin zwei Jahren im Stadtrat sitzt, darin gipfelt, dass er dem OB einen Brief schreibt, in dem er ihn darauf hinweist, dass der Halser Friedhof abgenutzt aussieht. Andere Stadträte sind fast noch unsichtbarer. Wüsste jemand, ohne nachzusehen, spontan, dass es einen Stadtrat Seiler, einen Stadtrat Haydn oder eine Stadträtin Veitengruber gibt? Schreibt doch denen mal eine E-Mail (na gut, mit diesen modernen Sachen kennt sich nicht jeder aus) oder einen Brief und fragt sie, was sie eigentlich so machen in ihrem Ehrenamt. Die Antwort würde mich dann auch interessieren.
Nachdem der Präsident, das Katherl und ich an einem schlimmen Burnout-Syndrom leiden, kann ich nicht versprechen, dass gerade in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit allzu oft unsere Kolumne erscheint. Aber wir nehmen uns zumindest vor, mindestens einmal in der Woche irgendwas Belangloses zu publizieren. Es gibt Zeitungen, die machen das seit Jahren so und werden auch gelesen - zumindest angeblich.
In guten und in schlechten Zeiten
Euer Tölpel
Donnerstag, 10. Juni 2010
Montag, 31. Mai 2010
Blitzpöbel
Dass das Veranstalten eines Flashmobs irgendwann mal vor Jahren eine pfundige Gaudi war, ist die eine Sache. Dass Initiatoren aus Passau beim Organisieren eines solchen gerne scheitern, weiß man spätestens seit der jüngsten peinlichen McDonalds-Aktion.
Dass das, was eine 70-köpfige Frankenberger-Entourage am Wochenende vor der Bavaria in München aufgeführt hat, mit der Ursprungsidee eines Flashmobs nicht mehr viel zu tun hat, mögen die Nichtraucheraktivisten auch noch anders sehen. Dass aber PNP-Redakteurin Metzger zur Erklärung des Begriffes Flashmob mal ganz locker "Blitzpöbel" in Klammern setzt, zeigt unstrittig, dass es ganz schön in die Hose gehen kann, wenn man einfach immer alles schnell bei Wikipedia abschreibt - vor allem wenn man als Berufsbezeichnung Journalistin angibt.
Die Schlussredaktion von Wahlinfo-Passau
Dass das, was eine 70-köpfige Frankenberger-Entourage am Wochenende vor der Bavaria in München aufgeführt hat, mit der Ursprungsidee eines Flashmobs nicht mehr viel zu tun hat, mögen die Nichtraucheraktivisten auch noch anders sehen. Dass aber PNP-Redakteurin Metzger zur Erklärung des Begriffes Flashmob mal ganz locker "Blitzpöbel" in Klammern setzt, zeigt unstrittig, dass es ganz schön in die Hose gehen kann, wenn man einfach immer alles schnell bei Wikipedia abschreibt - vor allem wenn man als Berufsbezeichnung Journalistin angibt.
Die Schlussredaktion von Wahlinfo-Passau
Sonntag, 30. Mai 2010
Deutschlands größter Irrtum seit 80 Jahren
Dienstag, 25. Mai 2010
Angekifft und ausgelassen
Lieber Tölpel!
Jetzt bin ich aber beruhigt. Ich dachte nämlich, wir hätten zu wenig Polizisten im Freistaat und speziell in Passau. Zu wenig Polizisten, die eingreifen können, wenn nachts irgendwelche Leute halbtot geschlagen werden. Zu wenig Polizisten, die sich darum kümmern können, die Passauer Brennpunkte regelmäßig zu kontrollieren und Streife zu gehen, bzw. fahren. Zu wenig Polizisten, um darauf zu achten, dass sich Heranwachsende nach dem Dultbesuch nicht mit 2,3 Promille auf der Heimfahrt selbstentleiben. Falsch gedacht. Wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, kann man sich auf die bayerische Polizei und ihre Präsenz problemlos verlassen. Hat es doch ein Großaufgebot von Dachauer Bereitschaftspolizisten tatsächlich geschafft, auf dem Hauzenberger Pfingst-Open-Air unter 5.000 Besuchern ganze 60 festzunehmen, die Haschisch und Marihuana in Eigenbedarfsmengen bei sich hatten. Ein Coup des Hauzenberger Oberpolizisten, der seit den Razzien in den Urwaldlabors des Pablo Escobar in den 80er Jahren seinesgleichen sucht. Auf jeden Fall wurde eine derartig große Menge an cannabishaltigen Krümelchen gefunden, die ausreichen würde, ein Kaninchen einen ganzen Tag lang bekifft zu machen. Versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß schon sehr genau, dass es keine harmlosen Drogen gibt und dass man sich gerade auch mit Haschisch ziemlich aus der Realität schießen kann; aber steht hier wirklich Aufwand und Ergebnis in irgendeinem Verhältnis? Den Open-Air-Besuchern wars wahrscheinlich auch ziemlich egal - gibt ja ausreichend legalen Stoff, um sich wegzudröhnen.
Apropos Bier. Da sind doch ernsthaft ein paar Durchgeknallte mit dem Bus nach Madrid gefahren, um sich anzusehen, wie "ihre" Mannschaft, deretwegen sich ihre Frauen keine neuen Schuhe und ihre Kinder keinen Schulausflug leisten können, ganz allein vom jungen Sylvester Stallone zerlegt wird. Ja, ja. Ich hab mir das Spiel ja auch angesehen und hätte mich auch gefreut, wenn die Bayern gewonnen hätten. Aber ist es nicht ziemlich bescheuert, wenn diese ganzen Hardcore-Fußball-Fans, die sonst auch gerne mal darüber schimpfen, dass Politiker oder Manager zuviel verdienen, ihr mickriges Selbstbewusstsein damit füttern, dass irgendwelche halbdebile, aber wie Götter verehrte Kicker, die ihre Millionen mit Fressen-Ficken-Fernsehen und nebenher ein bisschen Training verdienen, ab und zu mal einen Titel gewinnen? Aber ich kenne mich mit sowas wohl einfach nicht aus. Und nachdem ich am Wochenende zum ersten mal diese Lena Meyer-Dingsbums im Fernsehen gesehen habe, muss ich ergänzen, dass oben genanntes Phänomen der Deppenverehrung sich tatsächlich nicht auf die Fußballfans beschränkt. Wie könnte es sonst sein, dass dieses präpotente, unerträgliche Gör von den Medien und der Nation zum Star gemacht wird. Das ist doch einfach nur ein unsympathisches Mädchen, das wahrscheinlich in der Schule keine Freunde hatte und diese Tatsache mit vorlautem Gequatsche kompensiert hat. Das Einzige, was mich tröstet, ist, dass regelmäßig, nachdem ein bisschen Zeit vergangen ist, selbst die Dümmsten merken, welcher Massenhalluzination sie da wieder aufgesessen sind. Obwohl - dieser Daniel Küblböck hat ja scheinbar immer noch Fans. Aber das ist wohl was Pathologisches.
Gibts in Passau auch Themen? Keine richtigen oder? Unser Lieblings-Nachwuchspolitiker war jetzt schon zweimal nicht in der AmSonntag. Ist da was passiert? Weißt Du was, Tölpel, fragt sich besorgt
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nachdem mir immer so fad ist, höre ich neuerdings immer Telefongespräche ab. Und zwar habe ich die Telefonleitung von PNP und AmSonntag angezapft und konnte kürzlich folgendes Gespräch belauschen.
"S.D., Grüß Gott." "Ja hallo, i bins, der S.F." "Ah, mal wieder. Was gibts denn? Neue Frisur oder irgendein hässliches Klo entdeckt oder irgendwelche Lebensmittelunverträglichkeiten?" "Ist doch völlig egal. Ich mach alles. Ich bin jetzt zweimal nicht erwähnt worden. Jetzt muss ich mal wieder auf den Titel." "Titel? Unmöglich. Nicht schon wieder. Und die mega-dünne Klo-Story hat mir massig Häme eingebracht." "Aber irgendwas muss doch gehen!?" "Müssen tut gar nichts." "Und wenn ich zu rauchen anfange?" "Das ist gut! Sehr gut sogar!" "Komm ich damit auf den Titel?" Lautes Geräusch. Offensichtlich ein Handy - die Filmmelodie aus 'The Untouchables'. "Wart mal kurz, Telefon. ... Hallo? ... Ja Chrissi, servus! ... Ja, supergeil, eh klar. ... Ein Foto hast Du? Mit Dir und drei Schlampen? ... Ja, megageil! ... Ja, eh klar, druck ich das. Auf der dritten Seite? ... Ah so, na ja, des kann ich jetzt noch nicht versprechen. ... Die will mich kennenlernen? Echt? ... Jetzt schau ma mal. Ich bring Dich schon gut unter. Auf mich kannst Dich ja verlassen." "Hallo, hallo, ist da noch wer?" "Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr, wichtiger Anruf grad. Fangs Rauchen an, dann kommst auf den Titel. Servus." Klick. "So, bin schon wieder da, Chrissi. ... Morgen? Klar hab ich morgen Zeit. Dann besprech ma des. ... Genau, in entspannter Atmosphäre, hä hä. ... Genau, servus, ich freu mich."
Kleiner Scherz, das gerade. Zum Scherzen ist mir nicht mehr zumute, wenn ich diese unsägliche PNP-Serie "Frauengestalten" weiter ertragen muss. Dass die unvermeidbare Passauer Sparkassenchefin darin auftauchen wird, haben wir ja bereits vor einigen Wochen prognostiziert. War aber auch nicht so schwer. Scheinbar gibts gar nicht so viele große Frauengestalten dahier. (So wie es übrigens - nebenbei bemerkt - auch nicht so viele große Männergestalten hier gibt) Vergangenen Samstag musste zumindest schon irgendeine Salsa-Tänzerin herhalten, deren Besonderheit scheinbar darin liegt, dass sie von außerhalb Bayerns stammt und auch so aussieht. Liebe "Frauengestalten"-Autorinnen, jetzt muss ich alter Feminist Euch mal einen Denkanstoß mit auf den Weg geben. Wenn man jeder Passauerin, die in der Lage ist, einen Beruf auszuüben, schön oder weniger schön zu singen oder ein Ehrenamt zu bekleiden, gleich eine dreiviertelte Samstagsseite widmet, ist das nicht eigentlich der wahre Sexismus? Wenn man so sehr betont, uiii, die kann sogar eine Sparkasse leiten, uiii, die kann sogar Stadtrat, uiii, die kann sogar singen und tanzen, heißt das dann im Umkehrschluss nicht, dass Frauen für sowas grundsätzlich und im Regelfall doch zu doof sind? Noch eine Anekdote zum Thema: Ich hatte einen Lehrer im Gymnasium, der mochte die Buben sehr sehr gerne und die Mädchen nicht so sehr und der war immerhin 2. Vertreter des Schulleiters. Der hat einmal folgendes gesagt: "Es muss nicht jedes Mädchen Abitur machen. Es gibt so schöne Berufe für Frauen. Floristin z.B. oder sie heiratet einfach einen Arzt oder Juristen."
Apropos sexuell rechtswidrig aktive Lehrer oder Internatsleiter. Nach der Logik dreier PNP-Leserbriefschreiber der letzten Woche kann es unmöglich stimmen, dass oben erwähnter Gymnasiallehrer sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen (obwohl er sogar nach Bekanntwerden des sehr engen Kontaktes zu manchen Schülern versetzt wurde), weil erstens war das in den achziger Jahren und zweitens kann das keiner mehr beweisen und drittens hat er seinen Lieblingen immer ein Duplo (echt wahr!) geschenkt. Vielleicht wurden im Sankt Max auch Duplos verschenkt, wer weiß... Und deshalb sind alle, die jetzt behaupten, sie wären misshandelt worden, verlogene Versager und außerdem können sie gar nichts mehr beweisen, ällerbätsch. Und eine Watschn und ein gscheide Tracht Prügel und ein bisschen Anfassen haben noch nie jemandem geschadet. Außer vielleicht den Leserbriefschreibern - denen dafür ganz schön.
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.* Mahlzeit!
Dein Tölpel
* Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
Jetzt bin ich aber beruhigt. Ich dachte nämlich, wir hätten zu wenig Polizisten im Freistaat und speziell in Passau. Zu wenig Polizisten, die eingreifen können, wenn nachts irgendwelche Leute halbtot geschlagen werden. Zu wenig Polizisten, die sich darum kümmern können, die Passauer Brennpunkte regelmäßig zu kontrollieren und Streife zu gehen, bzw. fahren. Zu wenig Polizisten, um darauf zu achten, dass sich Heranwachsende nach dem Dultbesuch nicht mit 2,3 Promille auf der Heimfahrt selbstentleiben. Falsch gedacht. Wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, kann man sich auf die bayerische Polizei und ihre Präsenz problemlos verlassen. Hat es doch ein Großaufgebot von Dachauer Bereitschaftspolizisten tatsächlich geschafft, auf dem Hauzenberger Pfingst-Open-Air unter 5.000 Besuchern ganze 60 festzunehmen, die Haschisch und Marihuana in Eigenbedarfsmengen bei sich hatten. Ein Coup des Hauzenberger Oberpolizisten, der seit den Razzien in den Urwaldlabors des Pablo Escobar in den 80er Jahren seinesgleichen sucht. Auf jeden Fall wurde eine derartig große Menge an cannabishaltigen Krümelchen gefunden, die ausreichen würde, ein Kaninchen einen ganzen Tag lang bekifft zu machen. Versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß schon sehr genau, dass es keine harmlosen Drogen gibt und dass man sich gerade auch mit Haschisch ziemlich aus der Realität schießen kann; aber steht hier wirklich Aufwand und Ergebnis in irgendeinem Verhältnis? Den Open-Air-Besuchern wars wahrscheinlich auch ziemlich egal - gibt ja ausreichend legalen Stoff, um sich wegzudröhnen.
Apropos Bier. Da sind doch ernsthaft ein paar Durchgeknallte mit dem Bus nach Madrid gefahren, um sich anzusehen, wie "ihre" Mannschaft, deretwegen sich ihre Frauen keine neuen Schuhe und ihre Kinder keinen Schulausflug leisten können, ganz allein vom jungen Sylvester Stallone zerlegt wird. Ja, ja. Ich hab mir das Spiel ja auch angesehen und hätte mich auch gefreut, wenn die Bayern gewonnen hätten. Aber ist es nicht ziemlich bescheuert, wenn diese ganzen Hardcore-Fußball-Fans, die sonst auch gerne mal darüber schimpfen, dass Politiker oder Manager zuviel verdienen, ihr mickriges Selbstbewusstsein damit füttern, dass irgendwelche halbdebile, aber wie Götter verehrte Kicker, die ihre Millionen mit Fressen-Ficken-Fernsehen und nebenher ein bisschen Training verdienen, ab und zu mal einen Titel gewinnen? Aber ich kenne mich mit sowas wohl einfach nicht aus. Und nachdem ich am Wochenende zum ersten mal diese Lena Meyer-Dingsbums im Fernsehen gesehen habe, muss ich ergänzen, dass oben genanntes Phänomen der Deppenverehrung sich tatsächlich nicht auf die Fußballfans beschränkt. Wie könnte es sonst sein, dass dieses präpotente, unerträgliche Gör von den Medien und der Nation zum Star gemacht wird. Das ist doch einfach nur ein unsympathisches Mädchen, das wahrscheinlich in der Schule keine Freunde hatte und diese Tatsache mit vorlautem Gequatsche kompensiert hat. Das Einzige, was mich tröstet, ist, dass regelmäßig, nachdem ein bisschen Zeit vergangen ist, selbst die Dümmsten merken, welcher Massenhalluzination sie da wieder aufgesessen sind. Obwohl - dieser Daniel Küblböck hat ja scheinbar immer noch Fans. Aber das ist wohl was Pathologisches.
Gibts in Passau auch Themen? Keine richtigen oder? Unser Lieblings-Nachwuchspolitiker war jetzt schon zweimal nicht in der AmSonntag. Ist da was passiert? Weißt Du was, Tölpel, fragt sich besorgt
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Nachdem mir immer so fad ist, höre ich neuerdings immer Telefongespräche ab. Und zwar habe ich die Telefonleitung von PNP und AmSonntag angezapft und konnte kürzlich folgendes Gespräch belauschen.
"S.D., Grüß Gott." "Ja hallo, i bins, der S.F." "Ah, mal wieder. Was gibts denn? Neue Frisur oder irgendein hässliches Klo entdeckt oder irgendwelche Lebensmittelunverträglichkeiten?" "Ist doch völlig egal. Ich mach alles. Ich bin jetzt zweimal nicht erwähnt worden. Jetzt muss ich mal wieder auf den Titel." "Titel? Unmöglich. Nicht schon wieder. Und die mega-dünne Klo-Story hat mir massig Häme eingebracht." "Aber irgendwas muss doch gehen!?" "Müssen tut gar nichts." "Und wenn ich zu rauchen anfange?" "Das ist gut! Sehr gut sogar!" "Komm ich damit auf den Titel?" Lautes Geräusch. Offensichtlich ein Handy - die Filmmelodie aus 'The Untouchables'. "Wart mal kurz, Telefon. ... Hallo? ... Ja Chrissi, servus! ... Ja, supergeil, eh klar. ... Ein Foto hast Du? Mit Dir und drei Schlampen? ... Ja, megageil! ... Ja, eh klar, druck ich das. Auf der dritten Seite? ... Ah so, na ja, des kann ich jetzt noch nicht versprechen. ... Die will mich kennenlernen? Echt? ... Jetzt schau ma mal. Ich bring Dich schon gut unter. Auf mich kannst Dich ja verlassen." "Hallo, hallo, ist da noch wer?" "Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr, wichtiger Anruf grad. Fangs Rauchen an, dann kommst auf den Titel. Servus." Klick. "So, bin schon wieder da, Chrissi. ... Morgen? Klar hab ich morgen Zeit. Dann besprech ma des. ... Genau, in entspannter Atmosphäre, hä hä. ... Genau, servus, ich freu mich."
Kleiner Scherz, das gerade. Zum Scherzen ist mir nicht mehr zumute, wenn ich diese unsägliche PNP-Serie "Frauengestalten" weiter ertragen muss. Dass die unvermeidbare Passauer Sparkassenchefin darin auftauchen wird, haben wir ja bereits vor einigen Wochen prognostiziert. War aber auch nicht so schwer. Scheinbar gibts gar nicht so viele große Frauengestalten dahier. (So wie es übrigens - nebenbei bemerkt - auch nicht so viele große Männergestalten hier gibt) Vergangenen Samstag musste zumindest schon irgendeine Salsa-Tänzerin herhalten, deren Besonderheit scheinbar darin liegt, dass sie von außerhalb Bayerns stammt und auch so aussieht. Liebe "Frauengestalten"-Autorinnen, jetzt muss ich alter Feminist Euch mal einen Denkanstoß mit auf den Weg geben. Wenn man jeder Passauerin, die in der Lage ist, einen Beruf auszuüben, schön oder weniger schön zu singen oder ein Ehrenamt zu bekleiden, gleich eine dreiviertelte Samstagsseite widmet, ist das nicht eigentlich der wahre Sexismus? Wenn man so sehr betont, uiii, die kann sogar eine Sparkasse leiten, uiii, die kann sogar Stadtrat, uiii, die kann sogar singen und tanzen, heißt das dann im Umkehrschluss nicht, dass Frauen für sowas grundsätzlich und im Regelfall doch zu doof sind? Noch eine Anekdote zum Thema: Ich hatte einen Lehrer im Gymnasium, der mochte die Buben sehr sehr gerne und die Mädchen nicht so sehr und der war immerhin 2. Vertreter des Schulleiters. Der hat einmal folgendes gesagt: "Es muss nicht jedes Mädchen Abitur machen. Es gibt so schöne Berufe für Frauen. Floristin z.B. oder sie heiratet einfach einen Arzt oder Juristen."
Apropos sexuell rechtswidrig aktive Lehrer oder Internatsleiter. Nach der Logik dreier PNP-Leserbriefschreiber der letzten Woche kann es unmöglich stimmen, dass oben erwähnter Gymnasiallehrer sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen (obwohl er sogar nach Bekanntwerden des sehr engen Kontaktes zu manchen Schülern versetzt wurde), weil erstens war das in den achziger Jahren und zweitens kann das keiner mehr beweisen und drittens hat er seinen Lieblingen immer ein Duplo (echt wahr!) geschenkt. Vielleicht wurden im Sankt Max auch Duplos verschenkt, wer weiß... Und deshalb sind alle, die jetzt behaupten, sie wären misshandelt worden, verlogene Versager und außerdem können sie gar nichts mehr beweisen, ällerbätsch. Und eine Watschn und ein gscheide Tracht Prügel und ein bisschen Anfassen haben noch nie jemandem geschadet. Außer vielleicht den Leserbriefschreibern - denen dafür ganz schön.
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.* Mahlzeit!
Dein Tölpel
* Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
Montag, 24. Mai 2010
Sonntag, 16. Mai 2010
Donnerstag, 13. Mai 2010
Liebe Katholen aus Passau und der Welt!
Abgesehen davon, dass Ihr uns praktisch genauso wie die Evangelen auf die Nerven geht, wenn Ihr mit Euren orangen Tüchern um den Hals zu Fuß oder per Fahrrad ganz München verstopft und einen auf Dauerlächeln und Wir-haben-uns-alle-lieb macht, hatten doch unlängst Euer Oberchef im Vatikan oder auch der Erzbischof von München eigentlich klargemacht, dass die noch mehr grinsenden und noch mehr gutmenschelnden Evangelen irgendwie Ketzer sind und deshalb nicht mit den richtigen Christen, also Euch, gemeinsam Hostien essen dürfen.
Das ist uns aus natürlich auch wieder irgendwie irrationalen Gründen deshalb sympathisch, weil wir heute mit Entsetzen das scheinbare Comeback dieser Frau, der sie das Ich-bin-ein-guter-Mensch-Grinsen wahrscheinlich ins Gesicht operiert haben (mit Saufen allein klappt das nicht), in der Zeitung gesehen haben. Die Exbischöfin, die erst noch so klug war, zurückzutreten, bevor jemand bemerkt, was sie für einen unglaublichen Mist verzapft („Die Kultur der Achtsamkeit ist ein Stück verlorengegangen.”), ist offensichtlich wieder da und offensichtlich auch wieder voll drauf, weil sie nämlich ein Buch über das Vaterunser ("und führe uns nicht in Versuchung") geschrieben hat.
Wir schweifen ab. Zu den Fragen: Was ist jetzt eigentlich mit Euch Katholen? Sind jetzt die Evangelen Häretiker oder nicht? Hat jetzt der Marx den Hasenhüttl rausgeschmissen oder nicht? Hält jetzt der Papst die Lutheraner für Falschgläubige oder nicht? Und was soll eigentlich nach Beantwortung dieser Fragen dieser bescheuerte orangene Kirchentag mit dem "Ö" am Anfang? Obwohl - zur ÖDP würden diese Käßmann und die Weltfriedens-Kasperl, die uns gestern in München begegnet sind, gut passen.
Urbi et orbi
Seine Exzellenz der hochwürdigste Herr Präsident (nicht demokratisch legitimiert)
Das ist uns aus natürlich auch wieder irgendwie irrationalen Gründen deshalb sympathisch, weil wir heute mit Entsetzen das scheinbare Comeback dieser Frau, der sie das Ich-bin-ein-guter-Mensch-Grinsen wahrscheinlich ins Gesicht operiert haben (mit Saufen allein klappt das nicht), in der Zeitung gesehen haben. Die Exbischöfin, die erst noch so klug war, zurückzutreten, bevor jemand bemerkt, was sie für einen unglaublichen Mist verzapft („Die Kultur der Achtsamkeit ist ein Stück verlorengegangen.”), ist offensichtlich wieder da und offensichtlich auch wieder voll drauf, weil sie nämlich ein Buch über das Vaterunser ("und führe uns nicht in Versuchung") geschrieben hat.
Wir schweifen ab. Zu den Fragen: Was ist jetzt eigentlich mit Euch Katholen? Sind jetzt die Evangelen Häretiker oder nicht? Hat jetzt der Marx den Hasenhüttl rausgeschmissen oder nicht? Hält jetzt der Papst die Lutheraner für Falschgläubige oder nicht? Und was soll eigentlich nach Beantwortung dieser Fragen dieser bescheuerte orangene Kirchentag mit dem "Ö" am Anfang? Obwohl - zur ÖDP würden diese Käßmann und die Weltfriedens-Kasperl, die uns gestern in München begegnet sind, gut passen.
Urbi et orbi
Seine Exzellenz der hochwürdigste Herr Präsident (nicht demokratisch legitimiert)
Dienstag, 11. Mai 2010
Abgeschrieben und aufgeblendet
Lieber Tölpel!
Schon gesehen? Die PNP hat einen neuen Service. Sie unterteilt bei den Standesamtlichen Nachrichten die Geburten in zwei Rubriken. Zuerst kommt die Rubrik "Alberne, peinliche Namen", in der sich dann Vollausrutscher wie Liam Lucas, Jannick oder Leandra Alina finden und dann kommt noch mal, nach den Eheschließungen, eine zweite Rubrik Geburten, wo man ganz normale Namen auffindet. Kann man so ein ähnliches Prinzip nicht auf den ganzen Lokalteil anwenden? Also zuerst die aktuellen Ideen von Waschler, Frankenberger und Dickl, flankiert durch ein paar Kommentare der aktuellen PNP-Billig-Praktikanten, pardon Institutsstipendiaten und anschließend kommt dann der richtige Lokalteil. Ach, da bleibt dann nicht mehr viel - thematisch? Stimmt auch wieder.

Am liebsten lese ich ja eh die Sonderveröffentlichungen in der PNP. Am allerallerliebsten natürlich die von Lady Semmelmayr. Aber auch die jüngste vom letzten Wochenende "15 Jahre Medienzentrum Passau" war sehr informativ. Da erfährt man z.B., dass die Kanzlei Noerr trotz ganz guter Beziehungen zur Verlagsleitung für eine Eckfeldanzeige trotzdem nur die schlechtere linke statt der besseren rechten Seite bekommt. Man erfährt auch, dass der Passauer Oberbürgermeister die PNP liest, Brunhilde Auracher aus Pfarrkirchen (70) nur die Seite mit den Schauspielern und den Rest eher weniger und einer Sängerin aus Tiefenbach namens Barbara Clear (46) "... die Kommentare von Ernst Fuchs ... imponieren. Er rückt damit das zurecht, was von den Blendern auf dem Medienklavier gespielt wird." Hierzu sei eine Frage erlaubt. Ist man, wenn man Sänger/in ist und aus Tiefenbach kommt, automatisch bescheuert oder hat den Satz mit dem Medienklavier der Fuchs persönlich diktiert?
Auch die AmSonntag habe ich mal wieder "gelesen" vorgestern. War auch ziemlich interessant. Man erfuhr, dass dem Frankenberger das neue Klo an der Dompost nicht gefällt, Björn Andresen keine Lust hat, nochmal ins Gefängnis zu gehen und unter den hübschen Mädels die mit der Krone die Braut ist. Warum ich das schreibe? Keine Ahnung - aber irgendwie muss ich den Platz hier ja voll kriegen und dafür eignen sich solche Themen dann doch ganz gut. Hast Du richtige Themen?, fragt achselzuckend
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Es passiert ja auch nichts. Ich durchforste mittlerweile alle (!) Seiten der PNP (naja, manchmal) um überhaupt noch irgendetwas Verwertbares zu finden. Auf der gestrigen "Freizeit"-Seite habe ich z.B. entdeckt, dass unsere Heimatzeitung die Biermösl Blosn unter "Comedy-Konzert" aufhängt. Man kann sowas natürlich auch als Unachtsamkeit oder Schlampigkeit abtun, aber sehen möcht ich es schon gerne, was passiert, wenn man die von-Freibier-Festspiele als Musikantenstadl bezeichnen würde. Oder Anna Rosmus als Reiseveranstalterin. Oder Gerhard Waschler als arbeitssuchenden Direktor. Oder die Charity-Lady als Selbstbeschäftigungs-Therapeutin. Das gäb wieder ein Geschrei.
Die Einwohnerzahl in Passau bleibt übrigens stabil und fällt nicht unter die 50.000er-Marke, hat uns Redakteur Seider letzte Woche mitgeteilt. Na, das glaub ich. Wenn das Standesamt nur noch Geburten und keine Sterbefälle mehr veröffentlicht, dann ist das für die Statistik natürlich super und der Stadtrat hat demnächst 50 Mitglieder und unser Oberjürgen kriegt bald die B8-Besoldung. Letzterem würden wir das natürlich uneingeschränkt gönnen und auch das Personal für den Stadtrat dürfte ausreichen. Immerhin sind ca. ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Zwangsneurotiker, zwei bis drei Prozent Histrioniker und jeder hundertste ist Borderliner. Das sind mehr als genug. Da bleiben immer noch genug für den Schuldienst übrig. Ha ha, kleiner Scherz.
Ich finde, wir müssen es nicht wie die zahlreichen Zeitungen unserer 50.000-Einwohner-Stadt machen. Wenn nichts passiert, müssen wir auch nichts kommentieren. Das unterscheidet unser Schicksal von dem der VGP-Redakteure. Die schreiben dann, wem unsere Staatssekretäre in Berlin den Schirm hinhalten oder was der Stadtarchivar in seiner Freizeit so treibt. Da mach ich lieber Schluss.
Euer Tölpel
Schon gesehen? Die PNP hat einen neuen Service. Sie unterteilt bei den Standesamtlichen Nachrichten die Geburten in zwei Rubriken. Zuerst kommt die Rubrik "Alberne, peinliche Namen", in der sich dann Vollausrutscher wie Liam Lucas, Jannick oder Leandra Alina finden und dann kommt noch mal, nach den Eheschließungen, eine zweite Rubrik Geburten, wo man ganz normale Namen auffindet. Kann man so ein ähnliches Prinzip nicht auf den ganzen Lokalteil anwenden? Also zuerst die aktuellen Ideen von Waschler, Frankenberger und Dickl, flankiert durch ein paar Kommentare der aktuellen PNP-Billig-Praktikanten, pardon Institutsstipendiaten und anschließend kommt dann der richtige Lokalteil. Ach, da bleibt dann nicht mehr viel - thematisch? Stimmt auch wieder.

Am liebsten lese ich ja eh die Sonderveröffentlichungen in der PNP. Am allerallerliebsten natürlich die von Lady Semmelmayr. Aber auch die jüngste vom letzten Wochenende "15 Jahre Medienzentrum Passau" war sehr informativ. Da erfährt man z.B., dass die Kanzlei Noerr trotz ganz guter Beziehungen zur Verlagsleitung für eine Eckfeldanzeige trotzdem nur die schlechtere linke statt der besseren rechten Seite bekommt. Man erfährt auch, dass der Passauer Oberbürgermeister die PNP liest, Brunhilde Auracher aus Pfarrkirchen (70) nur die Seite mit den Schauspielern und den Rest eher weniger und einer Sängerin aus Tiefenbach namens Barbara Clear (46) "... die Kommentare von Ernst Fuchs ... imponieren. Er rückt damit das zurecht, was von den Blendern auf dem Medienklavier gespielt wird." Hierzu sei eine Frage erlaubt. Ist man, wenn man Sänger/in ist und aus Tiefenbach kommt, automatisch bescheuert oder hat den Satz mit dem Medienklavier der Fuchs persönlich diktiert?
Auch die AmSonntag habe ich mal wieder "gelesen" vorgestern. War auch ziemlich interessant. Man erfuhr, dass dem Frankenberger das neue Klo an der Dompost nicht gefällt, Björn Andresen keine Lust hat, nochmal ins Gefängnis zu gehen und unter den hübschen Mädels die mit der Krone die Braut ist. Warum ich das schreibe? Keine Ahnung - aber irgendwie muss ich den Platz hier ja voll kriegen und dafür eignen sich solche Themen dann doch ganz gut. Hast Du richtige Themen?, fragt achselzuckend
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Natürlich nicht. Es passiert ja auch nichts. Ich durchforste mittlerweile alle (!) Seiten der PNP (naja, manchmal) um überhaupt noch irgendetwas Verwertbares zu finden. Auf der gestrigen "Freizeit"-Seite habe ich z.B. entdeckt, dass unsere Heimatzeitung die Biermösl Blosn unter "Comedy-Konzert" aufhängt. Man kann sowas natürlich auch als Unachtsamkeit oder Schlampigkeit abtun, aber sehen möcht ich es schon gerne, was passiert, wenn man die von-Freibier-Festspiele als Musikantenstadl bezeichnen würde. Oder Anna Rosmus als Reiseveranstalterin. Oder Gerhard Waschler als arbeitssuchenden Direktor. Oder die Charity-Lady als Selbstbeschäftigungs-Therapeutin. Das gäb wieder ein Geschrei.
Die Einwohnerzahl in Passau bleibt übrigens stabil und fällt nicht unter die 50.000er-Marke, hat uns Redakteur Seider letzte Woche mitgeteilt. Na, das glaub ich. Wenn das Standesamt nur noch Geburten und keine Sterbefälle mehr veröffentlicht, dann ist das für die Statistik natürlich super und der Stadtrat hat demnächst 50 Mitglieder und unser Oberjürgen kriegt bald die B8-Besoldung. Letzterem würden wir das natürlich uneingeschränkt gönnen und auch das Personal für den Stadtrat dürfte ausreichen. Immerhin sind ca. ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Zwangsneurotiker, zwei bis drei Prozent Histrioniker und jeder hundertste ist Borderliner. Das sind mehr als genug. Da bleiben immer noch genug für den Schuldienst übrig. Ha ha, kleiner Scherz.
Ich finde, wir müssen es nicht wie die zahlreichen Zeitungen unserer 50.000-Einwohner-Stadt machen. Wenn nichts passiert, müssen wir auch nichts kommentieren. Das unterscheidet unser Schicksal von dem der VGP-Redakteure. Die schreiben dann, wem unsere Staatssekretäre in Berlin den Schirm hinhalten oder was der Stadtarchivar in seiner Freizeit so treibt. Da mach ich lieber Schluss.
Euer Tölpel
Donnerstag, 6. Mai 2010
Endlich lässige Mode fürs Oberzentrum Passau
Samstag, 1. Mai 2010
SAGE FEST PIUS UND FLAGGE NETTES
Lieber Tölpel!
Ich schaue ja nie fern, und wenn, dann nur 9live. Eigentlich primär deshalb, weil ich mittlerweile zu dem Typus alterndes Weib gehöre, der trotz oder ob des augenfälligen, eigenen körperlichen Verfalls gerne mal diese jungen straffen TV-Billig-Schlampen-Körper betrachtet. Sekundär aber auch deshalb ganz gerne, weil man auf diesem Fernsehsender unheimlich viel lernen kann. Die wirklich anspruchsvollen Rätsel sind häufig derart schwer zu knacken, dass eine halbe Stunde oder länger kein Anrufer die richtige Antwort errät. Gestern habe ich wieder mal meine Lieblings-Rätsel-Sendung geschaut: Anagramme auflösen. Natürlich weiß weder eine 9live-Moderatorin noch ein -zuseher, was ein Anagramm ist. Und trotzdem gibt es dieses schöne Spiel: Bei einem Tiernamen werden einfach die Buchstaben durcheinandergemischt und schon kommt ein wunderbarer Begriff wie ARSCHLOCHENTE heraus. Die intelligenteren Zuschauer wie ich erkennen natürlich sofort das Lösungswort STACHELROCHEN. Und auf einmal wusste ich es: Das Anagramm des Tiernamens beschreibt den Charakter des Viehs eigentlich ganz gut. So ein STACHELROCHEN kann nämlich eine ganz schöne ARSCHLOCHENTE sein, wenn er sich wieder mal hinterrücks anschleicht und zusticht. Und so habe ich den Abend damit verbracht, unsere Passauer Kommunalpolitiker durch die Anagrammanalyse zu puzzeln.
HABE NUR MAMA NAIV, denken sich womöglich die Kinder einer Passauer CSU-Stadträtin und haben - zumindest laut Anagramm-Analyse - recht. FAULER-EI-EROS trifft auf einen 99-jährigen FWG-Stadtrat genauso zu wie IRR-FAULE OESE. Dass ein oranger Emporkömmling, der das Bürgermeisteramt an sich gerissen hat, eigentlich und mit richtigem Namen auch LANDRAUB-GNOM heißt, dürfte selbst in seiner eigenen Partei unbekannt sein. Der größte Maidultanzapfer der Welt ist unter seinem eigentlichen Namen JENER GURU DEPP noch weniger bekannt als unter seinem Öko-Tarnnamen JUPP DER GRUENE. Die Analyse bei unseren beiden Staatssekretären verrät Unglaubliches - der Doktortitel ist bei beiden schon automatisch im Namen enthalten: Bei DR. SEX, MALTA ebenso wie bei DR. SUEHNE-CAESAR. Bei zweiterem verrät uns die Anagramm-Persönlichkeitsforschung aber auch noch seinen wahren Charakter - ADAC-EHREN-RUSSE. Schöner kann man seinen Fahrstil nicht beschreiben. Dass bei unserem exaltiertesten Stadtrat einfach nur kryptisch "ER FEEN-NARR KGB" oder auch "R'N'B NEGER FREAK" stehenbleibt, wenn man den Vornamen weglässt, verwundert nicht. Worauf allerdings LANDRATTEN AM ISDN ein Hinweis sein soll, weiß wohl nur die Feuerwehr. Eines weiß ich auf jeden Fall, nämlich wie der Stoßseufzer bei Event und Stadt lauten wird, wenn man eine bestimmte Person irgendwann mal losgeworden ist: OH, VERJAGTE PEST!
Weil wir schon gerade voll im Seichten sind - unsere Lieblings-Society-Redakteuse, die so schreibt wie sie heißt (LSD-MAMA AMEN SYRER) hat heute für den PNP-Familienteil unter der Überschrift "Wie erreiche ich, dass mein Kind auf mich hört?" einen Caritas-Psychologen interviewt und ihm dabei lustige Fragen gestellt, auf die dann noch lustigere Antworten folgten. Semmel... ähhh... LSD-Mama: "Wie kann man die Situation 'Zähneputzen' entschärfen, wenn das Kind nicht Putzen (schreibt man hier übrigens klein, gell Semmel) will? Antwort Psycho-Onkel: "Gut ist es, wenn man sich auf die Ebene des Kindes begibt, an seine Mitarbeit plädiert. Zum Beispiel kann man sagen, dass man gemeinsam die kleinen Zahnteufelchen vertreibt." Zahnteufelchen??? Ich glaube, der Psycho-Kathole von der Caritas verträgt seinen abendlichen Ayurveda-Tee nicht und träumt nachts schlecht - vom Zahnteufelchen, wenn man sich die Zähne nicht putzt oder vom Fleckenteufelchen, wenn man schmutzige Träume hat oder auch mal vom Lügenteufelchen, wenn man seiner Interviewerin einen solchen Quatsch erzählt. Die richtige Antwort eines Vaters von drei Kindern auf die Situation-Zähneputzen-Frage wäre natürlich gewesen: "Putz' da deine Zähn', sonst schlogt da Blitz ei, dass di dreimoi überschlogt."
Wie hältst Du es mit Pädagogik, mein liebes Tölpelchen?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich weiß auch nicht. Ich bin da ziemlich pragmatisch. Ich würde meinen Kindern auch nichts vom Zahnteufelchen erzählen, aber lieber noch so als diese widerwärtigen Leserbriefschreiber in der PNP, die die organisierte Prügelstrafe bei Kindern als geeignete Erziehungsmethode verkaufen wollen. Es gibt schon ziemlich viele Arschlochenten auf der Welt, aber in das Wort habe ich mich spontan verliebt.
Hast es gesehen? Gestern hat mein Lieblings-Lokalredakteur CHINA TALKS IRR zur Selbstjustiz aufgerufen. Die Passauer Bürger sollten Verkehrssünder, die verbotenerweise aus der Schustergasse kommend zum Residenzplatz fahren, mit verbalen Seitenhieben disziplinieren. Verbale Seitenhiebe? Wie sieht sowas aus? "Drecksau, Volldepp, Arschlochente?" Und dabei noch gleich mit dem Stiefel in den Kotflügel getreten? Sapperlot, der CHINA TALKS IRR hatte schon immer so einen Hang zum Gewaltbereiten. Da lobe ich mir den heutigen Leserbriefschreiber Adolf Rimmelspacher (kein Anagramm) aus Passau, der zum Thema nüchtern feststellt: "Als langjähriger Verkehrssachbearbeiter in einer Universitätsstadt in Baden-Württemberg gab es für mich zwei Grundsätze: 1.) Keine verkehrsrechtliche Anordnung, die ein Verbot beinhaltete, welche Ausnahmegenehmigungen zur Folge hatte. 2.) Kein Verkehrsverbot o.ä., wenn ich wusste, dass es nicht beachtet wird. Lächerlich machen war in meinen Aufgabengebieten nicht enthalten."
Und noch ein Leserbrief. Nachdem wir die ÖDPler viel zu selten loben, muss es heute mal wieder geschehen. Der ÖDP-Stadtrat ANAL SEKT PUR hat zur neusten Irrsinns-Idee, die Nordtangente als neue B 388 zu planen, ein paar wichtige Wahrheiten publiziert. Die wichtigste Wahrheit ist natürlich, dass die exorbitanten Kosten dieser Maniker-Vision in keinerlei Verhältnis zum Nutzen (3 Raßbach-Golfplatzbesucher pro Tag sind um 2 Minuten schneller auf der Autobahn - angeblich) stehen. Witzig ist ja schon, dass hinter der ganzen Geschichte eigentlich nur eine einzige Person steckt, die irgendwie die fixe Idee hat, man könne sich mit der Nordtangente aus der Provinz katapultieren. SO DREHE NEANDERTAL!
Die gute Nachricht zum Schluss. Es gibt einen neuen Rathaus-Juristen, der ist doppelpromoviert und zwar im Kirchen- und im Sportrecht oder so und der räumt jetzt auf. Schonungslos wird er die Mauscheleien und Tricksereien der Event aufklären und anprangern. Das wäre ja grundsätzlich ganz schön. Aber erstens ist er als neu eingestellter Beamter der Stadtverwaltung vielleicht nicht ganz objektiv, zweitens fehlt dem Zugezogenen vielleicht ein gewisser Überblick und die Kenntnis ganz verworrener Verstrickungen und drittens heißt der Mann charakteranalysiert NACHSAGT NARR GNOM oder noch schlimmer GANGART MARSCH NON. Darüber sollten wir nachdenken.
Euer Tölpel
Ich schaue ja nie fern, und wenn, dann nur 9live. Eigentlich primär deshalb, weil ich mittlerweile zu dem Typus alterndes Weib gehöre, der trotz oder ob des augenfälligen, eigenen körperlichen Verfalls gerne mal diese jungen straffen TV-Billig-Schlampen-Körper betrachtet. Sekundär aber auch deshalb ganz gerne, weil man auf diesem Fernsehsender unheimlich viel lernen kann. Die wirklich anspruchsvollen Rätsel sind häufig derart schwer zu knacken, dass eine halbe Stunde oder länger kein Anrufer die richtige Antwort errät. Gestern habe ich wieder mal meine Lieblings-Rätsel-Sendung geschaut: Anagramme auflösen. Natürlich weiß weder eine 9live-Moderatorin noch ein -zuseher, was ein Anagramm ist. Und trotzdem gibt es dieses schöne Spiel: Bei einem Tiernamen werden einfach die Buchstaben durcheinandergemischt und schon kommt ein wunderbarer Begriff wie ARSCHLOCHENTE heraus. Die intelligenteren Zuschauer wie ich erkennen natürlich sofort das Lösungswort STACHELROCHEN. Und auf einmal wusste ich es: Das Anagramm des Tiernamens beschreibt den Charakter des Viehs eigentlich ganz gut. So ein STACHELROCHEN kann nämlich eine ganz schöne ARSCHLOCHENTE sein, wenn er sich wieder mal hinterrücks anschleicht und zusticht. Und so habe ich den Abend damit verbracht, unsere Passauer Kommunalpolitiker durch die Anagrammanalyse zu puzzeln.
HABE NUR MAMA NAIV, denken sich womöglich die Kinder einer Passauer CSU-Stadträtin und haben - zumindest laut Anagramm-Analyse - recht. FAULER-EI-EROS trifft auf einen 99-jährigen FWG-Stadtrat genauso zu wie IRR-FAULE OESE. Dass ein oranger Emporkömmling, der das Bürgermeisteramt an sich gerissen hat, eigentlich und mit richtigem Namen auch LANDRAUB-GNOM heißt, dürfte selbst in seiner eigenen Partei unbekannt sein. Der größte Maidultanzapfer der Welt ist unter seinem eigentlichen Namen JENER GURU DEPP noch weniger bekannt als unter seinem Öko-Tarnnamen JUPP DER GRUENE. Die Analyse bei unseren beiden Staatssekretären verrät Unglaubliches - der Doktortitel ist bei beiden schon automatisch im Namen enthalten: Bei DR. SEX, MALTA ebenso wie bei DR. SUEHNE-CAESAR. Bei zweiterem verrät uns die Anagramm-Persönlichkeitsforschung aber auch noch seinen wahren Charakter - ADAC-EHREN-RUSSE. Schöner kann man seinen Fahrstil nicht beschreiben. Dass bei unserem exaltiertesten Stadtrat einfach nur kryptisch "ER FEEN-NARR KGB" oder auch "R'N'B NEGER FREAK" stehenbleibt, wenn man den Vornamen weglässt, verwundert nicht. Worauf allerdings LANDRATTEN AM ISDN ein Hinweis sein soll, weiß wohl nur die Feuerwehr. Eines weiß ich auf jeden Fall, nämlich wie der Stoßseufzer bei Event und Stadt lauten wird, wenn man eine bestimmte Person irgendwann mal losgeworden ist: OH, VERJAGTE PEST!
Weil wir schon gerade voll im Seichten sind - unsere Lieblings-Society-Redakteuse, die so schreibt wie sie heißt (LSD-MAMA AMEN SYRER) hat heute für den PNP-Familienteil unter der Überschrift "Wie erreiche ich, dass mein Kind auf mich hört?" einen Caritas-Psychologen interviewt und ihm dabei lustige Fragen gestellt, auf die dann noch lustigere Antworten folgten. Semmel... ähhh... LSD-Mama: "Wie kann man die Situation 'Zähneputzen' entschärfen, wenn das Kind nicht Putzen (schreibt man hier übrigens klein, gell Semmel) will? Antwort Psycho-Onkel: "Gut ist es, wenn man sich auf die Ebene des Kindes begibt, an seine Mitarbeit plädiert. Zum Beispiel kann man sagen, dass man gemeinsam die kleinen Zahnteufelchen vertreibt." Zahnteufelchen??? Ich glaube, der Psycho-Kathole von der Caritas verträgt seinen abendlichen Ayurveda-Tee nicht und träumt nachts schlecht - vom Zahnteufelchen, wenn man sich die Zähne nicht putzt oder vom Fleckenteufelchen, wenn man schmutzige Träume hat oder auch mal vom Lügenteufelchen, wenn man seiner Interviewerin einen solchen Quatsch erzählt. Die richtige Antwort eines Vaters von drei Kindern auf die Situation-Zähneputzen-Frage wäre natürlich gewesen: "Putz' da deine Zähn', sonst schlogt da Blitz ei, dass di dreimoi überschlogt."
Wie hältst Du es mit Pädagogik, mein liebes Tölpelchen?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich weiß auch nicht. Ich bin da ziemlich pragmatisch. Ich würde meinen Kindern auch nichts vom Zahnteufelchen erzählen, aber lieber noch so als diese widerwärtigen Leserbriefschreiber in der PNP, die die organisierte Prügelstrafe bei Kindern als geeignete Erziehungsmethode verkaufen wollen. Es gibt schon ziemlich viele Arschlochenten auf der Welt, aber in das Wort habe ich mich spontan verliebt.
Hast es gesehen? Gestern hat mein Lieblings-Lokalredakteur CHINA TALKS IRR zur Selbstjustiz aufgerufen. Die Passauer Bürger sollten Verkehrssünder, die verbotenerweise aus der Schustergasse kommend zum Residenzplatz fahren, mit verbalen Seitenhieben disziplinieren. Verbale Seitenhiebe? Wie sieht sowas aus? "Drecksau, Volldepp, Arschlochente?" Und dabei noch gleich mit dem Stiefel in den Kotflügel getreten? Sapperlot, der CHINA TALKS IRR hatte schon immer so einen Hang zum Gewaltbereiten. Da lobe ich mir den heutigen Leserbriefschreiber Adolf Rimmelspacher (kein Anagramm) aus Passau, der zum Thema nüchtern feststellt: "Als langjähriger Verkehrssachbearbeiter in einer Universitätsstadt in Baden-Württemberg gab es für mich zwei Grundsätze: 1.) Keine verkehrsrechtliche Anordnung, die ein Verbot beinhaltete, welche Ausnahmegenehmigungen zur Folge hatte. 2.) Kein Verkehrsverbot o.ä., wenn ich wusste, dass es nicht beachtet wird. Lächerlich machen war in meinen Aufgabengebieten nicht enthalten."
Und noch ein Leserbrief. Nachdem wir die ÖDPler viel zu selten loben, muss es heute mal wieder geschehen. Der ÖDP-Stadtrat ANAL SEKT PUR hat zur neusten Irrsinns-Idee, die Nordtangente als neue B 388 zu planen, ein paar wichtige Wahrheiten publiziert. Die wichtigste Wahrheit ist natürlich, dass die exorbitanten Kosten dieser Maniker-Vision in keinerlei Verhältnis zum Nutzen (3 Raßbach-Golfplatzbesucher pro Tag sind um 2 Minuten schneller auf der Autobahn - angeblich) stehen. Witzig ist ja schon, dass hinter der ganzen Geschichte eigentlich nur eine einzige Person steckt, die irgendwie die fixe Idee hat, man könne sich mit der Nordtangente aus der Provinz katapultieren. SO DREHE NEANDERTAL!
Die gute Nachricht zum Schluss. Es gibt einen neuen Rathaus-Juristen, der ist doppelpromoviert und zwar im Kirchen- und im Sportrecht oder so und der räumt jetzt auf. Schonungslos wird er die Mauscheleien und Tricksereien der Event aufklären und anprangern. Das wäre ja grundsätzlich ganz schön. Aber erstens ist er als neu eingestellter Beamter der Stadtverwaltung vielleicht nicht ganz objektiv, zweitens fehlt dem Zugezogenen vielleicht ein gewisser Überblick und die Kenntnis ganz verworrener Verstrickungen und drittens heißt der Mann charakteranalysiert NACHSAGT NARR GNOM oder noch schlimmer GANGART MARSCH NON. Darüber sollten wir nachdenken.
Euer Tölpel
Donnerstag, 29. April 2010
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