Freitag, 15. Mai 2015

Ohne weitere Worte

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erhielten eine Beschwerde im Hinblick auf den folgenden von Blog/-post:

http://wahlinfo-passau.blogspot.de/2012/05/angezahlt-und-abgeschrieben.html

Der Betroffene behauptet, der Beitrag verletze ihn in seinen Rechten. Einen Auszug aus der Beschwerde fügen wir dieser Nachricht als PDF bei bzw. unten an. Sie haben nun sieben (7) Kalendertage Zeit, substantiiert darzulegen, inwiefern die beanstandete Rechtsverletzung nicht vorliegt.

Bitte beachten Sie, dass Google als Dienstanbieter, die Hintergründe des Falles nicht kennt. Wir möchten Sie daher darum bitten, explizit auf die einzelnen Beschwerdepunkte einzugehen, die von Ihnen aufgestellten Behauptungen auch in tatsächlicher Hinsicht konkret zu erläutern und gegebenenfalls weitere Informationen oder Nachweise zu übermitteln.

Alternativ können Sie Ihren Beitrag auch entsprechend editieren oder entfernen. Sollten wir nichts von Ihnen hören, sind wir gezwungen, Ihren Blog/-post zu entfernen. Wir sind daher auf Ihre geschätzte Mithilfe angewiesen.

Bei rechtlichen Fragen zu dieser Benachrichtigung können Sie sich auch an Ihren Rechtsbeistand wenden.

Wir behalten uns vor, Ihre Antwort an den Beschwerdeführer weiterzuleiten, so dass dieser auch eine entsprechende Stellungnahme dazu abgeben kann.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Google Team



***********************Beschwerde***************************
Meine Richtigstellungen:



1. Ich bin NIE von einem „Hubsi“ angezeigt worden!

2. Weder bin ich Soziopath, noch Gescheiterter, noch Extremist!

3. Auch bin ich nicht an Koprolalie-Stammtischen – erst recht nicht „auffällig“!

4. Ich bin und war NIE Mitglied der „Piratenpartei“!

5. Weder bin ich „Querulant“ – noch habe ich den „Querulantenwahn“!

6. Auch habe ich keine „nächtlichen Emails“ geschickt (zudem es völlig egal ist WANN man emails sendet!)

7. Ich bin kein Tier. Insofern „sondere“ ich auch nichts ab!


Zu den Anmerkungen eines Teilnehmers mit dem Namen „Anonym“:


8. Weder habe ich „Internetergüsse“

9.  noch gehöre ich zu den „Verfassungsverweigerern“ (allerdings fordere ich endlich das Wahlrecht des Volkes für eine solche, anstatt dem Grundgesetz (vorläufiges Basic-Law).
*****************************************************************

_________________________________________________

Die Antwort des Präsidenten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin verwundert, dass ich nun schon wieder eine Stellungnahme abgeben soll, nachdem ich untenstehende Einlassungen des Beschwerdeführers schon einmal auf Ihren Wunsch hin substantiiert kommentiert habe. Ich darf Sie bitten, Ihre Dokumentationsorganisation zu überarbeiten, weil ich nicht bereit bin, dieses Spielchen jetzt in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Zur Sache ist grundsätzlich festzustellen, dass die „Richtigstellungen“ des Beschwerdeführers bei den Tatsachenbehauptungen durchgehend falsch und bei den Meinungsäußerungen diskutierbar bis sinnlos sind.

Hier nun die Behauptungen des Beschwerdeführers mit meinen Stellungnahmen:

1. Ich bin NIE von einem „Hubsi“ angezeigt worden!

Das weiß ich nicht, habe es aber auch nie behauptet. Ich habe geschrieben, dass der Beschwerdeführer Anzeige erstattet hat. Das entspricht auch den Tatsachen.

2. Weder bin ich Soziopath, noch Gescheiterter, noch Extremist!

Diese Aussage unterliegt sicherlich der Sichtweise. Ich habe im Post diese Beschreibungen allgemein auf Mitglieder der Piratenpartei verwendet. Im Übrigen sind solcherlei Beschreibungen auf einer ausgewiesenen Satireseite sicherlich von der Meinungsfreiheit gedeckt.

3. Auch bin ich nicht an Koprolalie-Stammtischen – erst recht nicht „auffällig“!

Satire, siehe oben.

4. Ich bin und war NIE Mitglied der „Piratenpartei“!

Das ist die Unwahrheit. Der Beschwerdeführer war zum damaligen Zeitpunkt Mitglied der Piratenpartei und sehr aktiv in der Öffentlichkeit tätig.


5. Weder bin ich „Querulant“ – noch habe ich den „Querulantenwahn“!

Ich bin mit vielen anderen Personen gemeinsam der Meinung, dass der Beschwerdeführer ein Querulant ist. Ansonsten ist dies keine Tatsachen-, sondern eine Anschauungsfrage. Und: Satire, siehe oben.

6. Auch habe ich keine „nächtlichen Emails“ geschickt (zudem es völlig egal ist WANN man emails sendet!)

Der Satz vor der Klammer ist unwahr.


7. Ich bin kein Tier. Insofern „sondere“ ich auch nichts ab!

Ich bin nicht in der Lage, das substantiiert zu kommentieren.


Ich gehe davon aus, dass meine Stellungnahme eine Löschung meines Posts verhindert. Ich darf Sie darauf hinweisen, dass ich eine Löschung als unsägliche Zensurmaßnahme ohne jegliche Rechtsgrundlage bewerten würde und weise Sie vorsorglich darauf hin, dass diese E-Mail in Cc an meine Rechtsanwältin geht. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie aufgrund meiner Sachdarstellung keinerlei Grund für eine Löschung mehr erkennen.

Ich darf Sie nochmals bitten, mir zukünftig solche Stellungnahmen zu Beschwerden notorischer Querulanten zu ersparen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Hasenöhrl

Dienstag, 28. April 2015

Mittwoch, 1. April 2015

Der schönste Tag im Leben

Kennt Ihr den? Gehen zwei Schwarze mit einem weißen Hund am Innkai spazieren. Fragt der eine Schwarze: "Warum kläfft der Pinscher eigentlich dauernd so hysterisch rum?" Sagt der Schwarze mit dem Hund: "Erstens ist das kein Pinscher und zweitens kläfft er gar nicht." Antwortet der Erste: "Wer redet denn mit Dir?"

Spaß beiseite. Wirklich sehr kurzweilig ist es, die zwei extrem natürlich und authentisch wirkenden Schwarzen Jambo Chiabatta und Andreas Scheuer beim sich gegenseitig Anschleimen zu betrachten oder zu erfahren, was der Scheuer Andi machen würde, wenn er nicht Politiker geworden wäre. Er wäre dann nämlich "in 'ner Werbeagentur irgendwas geworden." Gute Idee und sehr selbstreflektiert. In einer Werbeagentur muss man nämlich auch nichts können. Wir wissen, wovon wir sprechen.

Der Cheddar Jambalaya lässt aber nicht locker und will wissen, wer der Andi gerne wäre, wenn er nicht der Andi wäre. Das ist natürlich schon ziemlich anmaßend! Warum sollte denn der Andi jemand anders sein wollen? Der liebe Gott, Putin oder der Oberjürgen wollen doch auch niemand anders sein. Bescheiden, wie er ist, hat dann der Andi geantwortet: "Dirk Nowitzki." Ob der wiederum gerne Andreas Scheuer wäre? Der schönste Tag im Leben vom Andi war angeblich übrigens der, an dem er seine Frau kennengelernt hat. So eine schöne, sympathische und überraschende Antwort für einen Politiker. Nicht der Tag, an dem ihm der Seehofer zart übers Haar gestreichelt und ins Ohr geflüstert hat: "Magst a bissel Generalsekretär spielen, Bua?" Nein, der Tag, an dem er seine Frau kennengelernt hat. Trotzdem Quatsch, Andi-Baby! Der schönste Tag in Deinem Leben, der kommt erst noch! 

Der größte Fehler im Leben war übrigens nicht, nicht irgendwas in einer Werbeagentur geworden zu sein, sondern "zum Kontrabassspielen aufgehört zu haben." Das haben wir uns gedacht. Ein Lebensmotto hat er natürlich auch noch. „Quamvis sint sub aqua, sub aqua maledicere temptant“, ist es übrigens erstaunlicherweise nicht, sondern "Sol lucet omnibus" oder so ähnlich. Lieblingsfach in der Schule? "Sozialkunde und Geschichte." Da hat er ja sogar promo...

Jetzt ist mir wieder eingefallen, wie der neue Kumpel vom Scheuer Andi heißt: Cherno Jobatey. Ob der auch einmal mit dem Steiner Georg am Inn spazieren geht? "Was war der schönste Tag in Ihrem Leben?" "Der schönste Tag für die Stadt Linz war der, an dem ich dort Tourismusdirektor wurde und der schönste Tag für Passau war der, an dem ich beschlossen habe, Kreisvorsitzender der CSU zu werden." "Wer wären Sie gerne, wenn Sie nicht Georg Steiner wären?" "Dann wäre ich jemand, der gern Georg Steiner wäre."

Eins muss man dem Steiner jedenfalls lassen. Er mischt den Laden auf und zwar nicht nur den politischen, sondern auch den journalistischen. Durch die Causa Steiner/VHS sieht es derzeit tatsächlich so aus, als hätten wir in der Passauer Wurfblatt-Journaille auf einmal so etwas wie Meinungsvielfalt. Pawo: "Steiner hui." AmSonntag: "Steiner pfui." Wie gesagt, es sieht nur so aus. Tatsächlich geht es einfach nur um verletzte Eitelkeiten von Anzeigenblattschreiberlingen. Der Sonntagsschreiber will dem Steiner aus irgendwelchen Gründen eine reinwürgen und der Donnerstagsschreiber wittert Morgenluft und hält dagegen, weil er auch mal wieder auffallen will.

Völlig verwirrt ist hingegen der Oberjürgen. Nach jahrelangem, ungestörtem Dahinregieren in einer Palliativstation gibt es auf einmal aufkeimenden Widerstand. Dann kommt auch noch der Alt-OB daher und wirft ihm einen fehlenden Willen zum Weitblick vor. Da würde jetzt bloß noch fehlen, dass in der eigenen Fraktion einer rummault oder die zwei Bürgermeister nicht spuren. Na gut, bleiben wir realistisch.

"Die Stadträte machen sicher nicht auf Steuerzahler-Kosten Halligalli", hat sie gesagt, die Träger Erika. Die Stadträte, die nach Akita gefahren sind, haben nämlich 1.000 Euro für die Reise aus eigener Tasche bezahlt. Es ist übrigens völlig egal, ob die fernreisenden Stadträte zum geschätzt erheblich höheren Reisepreis 1.000 Euro dazu zahlen oder in Akita Halligalli oder Harakiri machen. Das Problem ist ein völlig anderes. Vergesst doch den Quatsch mit Akita und investiert Zeit und Geld in funktionierende und lebendige Partnerschaften wie z.B. die mit Cagnes. Da waren im Gegensatz zu Akita auch schon viele Passauer Bürger.

Danken möchten wir zuletzt einem investigativen Journalisten, der aufgedeckt hat, dass es – entgegen der frechen Lüge eines Zugezogenen – gar keine Schaldinger Knödel gibt. Natürlich nicht. Aber es gibt einen Schaldinger Knödelkopf und der schreibt für die PNP.

Jambo!

Der Präsident

PS: Der schönste Tag in meinem Leben war der, als mein letztes Meerschweinchen gestorben ist und ich nie mehr einen Stall saubermachen musste.




Freitag, 20. März 2015

Rubrik: Guerilla-Grammatik

Kapitel: Avantgardistische Imperfekt-Bildung

Letzte Folge: AmSonntag

Er/sie/es fällt – er/sie/es viel

Heute: PAWO

Er/sie/es leiht – er/sie/es leihte


Fortsetzung folgt.

Donnerstag, 12. März 2015

Wir leben noch

Allerdings tun wir das mit einem latent schlechten Gewissen, weil uns unsere Leser zurecht regelmäßig rügen, dass hier nichts passiert. Leider hat der Präsident nie was Richtiges gelernt und muss sich neben seinen zahlreichen Präsidentschaften auch noch auf extrem harte Art und Weise sein tägliches Brot verdienen.

Eigentlich braucht es uns aber gar nicht mehr. Für Zoten und Puffberichte gibt es die AmSonntag. Bildunterschrift letzten Sonntag zu drei jungen Mädels: "Diese roten Lippen können mehr als nur küssen." Ah so, was denn? Und ansonsten gibt es ganzseitige Puffadvertorials, die man in anderen "Zeitungen" so noch nicht gesehen hat.

Auch eine Anzeige der "Deutschen Konservativen" wird man außer in der PNP in keiner seriösen Tageszeitung finden. Außerdem interviewt man auf pnp.de neuerdings auch Persönlichkeiten wie Micaela Schäfer. Wer jetzt nicht weiß, wer Micaela Schäfer ist, bekommt 100 Sonderpunkte auf der Intellektuellen-Skala. Als wäre die Tatsache eines solchen Interviews noch nicht lustig genug, stellt der Interviewer aber auch noch besonders lustige Fragen. Die lustigste: "Sie treten ja meistens sehr offenherzig und in gewagten Outfits auf. Hat das einen bestimmten Hintergrund?" Die Antwort ist allerdings genauso traurig wie die ganze Frau Schäfer.


"Ja, selig ist der fromme Christ, wenn er nur gut bei Kasse ist." (Wilhelm Busch) Jetzt ist die katholische Kirche ja derzeit extrem knapp bei Kasse und wieder einmal von der AmSonntag (von wem auch sonst?) haben wir die Meldung erhalten, dass eine Passauer Pfarrei sogar pleite ist. Pfui, wie kann so etwas sein? Frau Gugger-Bessinger, übernehmen Sie! Der Erlös der nächsten Tschärity-Gala muss dringend an die Kirche gehen und wir lassen uns nicht lumpen und verdoppeln den Betrag. Notfalls muss halt auch von den Hochwassergeldern was umgewidmet werden.

Über den Söder und seine Behördenverlagerung müssen WIR auch nichts mehr schreiben. Wir haben nämlich an dieser Stelle schon mehrfach festgestellt, dass sich die Bayerische Staatsregierung einen Dreck für Passau interessiert. Dass sie überdies ihr Wort bricht, ist auch nichts neues. Neu ist nur, dass dies alles in einer derartigen Dreistigkeit passiert, dass sich sogar die PNP aufregt.

Aufgeregt hat sich darüber natürlich auch der Oberjürgen und fast genauso aufregen tun ihn im Moment der Steiner und die VHS. Des OB Wunschkandidat Mangold "viel" nämlich durch. (Imperfekt von "fallen" nach der AmSonntag) Der Mango hat bei der VHS aber auch wirklich nichts verloren. Das wäre so, als wenn ich den Dickl zum Präsi der Hells Angels mache. Oder den Scheuer zum Generalsekretär, ha ha. 

Dass der Waschler gar nicht der wichtigste Mann in München ist, müssen wir ja seit dem Behörden-Flop fast vermuten. Demnächst ist er vielleicht noch nicht einmal mehr der wichtigste Mann der Passauer CSU, denn das wird der Steiner oder dieser Andere. Warum vielleicht? Nun, der Waschler gibt zwar den Kreisvorsitz ab, will aber trotzdem der wichtigste Mann bleiben. Zumindest will er noch mal in den Landtag. Diesem Antrieb ordnet sich seine gesamte politische "Arbeit" unter. Aber damit ist er ja nicht der Einzige. 

Vielleicht kriegen wir ja jetzt als Entschädigung vom Söder und vom Seehofer doch die Pumpe an der Ilz? Oder so viel Geld, dass wir die Mauer am Perlfischerweg drei Meter hoch machen können? Die linke Seite der Ilz wird dann ab dem Friedhof Retentionsfläche. Einen Tod muss man sterben. Die Universität bekommt auch mehr Geld. Vielleicht hat sie dann nicht mehr das schlechteste, sondern nur noch das zweitschlechteste Dozenten-Studenten-Verhältnis in Bayern.

Aber wir springen thematisch hin und her. Noch ein Satz zum Hochwasser. Ich will kein Spielverderber sein, aber ich prophezeie, dass die ganzen Millionen, die jetzt dann verbaut werden, beim nächsten Jahrhunderthochwasser null komma null bringen werden. Das darf man aber nicht sagen, sonst ist man der Feind der (tatsächlichen und potentiellen) Hochwasseropfer. Wenn man das ganze Geld in einen Topf schmeißen und bei der nächsten Flut an die Geschädigten auszahlen würde, wäre das wohl sinnvoller.

Es gibt einen neuen Passau-Film. Der ist schlecht. Richtig schlecht sogar. Das war das Schlusswort. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

prä

Mittwoch, 25. Februar 2015

Hallo Mark Suckacock!

Was geht ohne Musikantenstadl und ohne Andy Borg prima?


http://www.pnp.de/region_und_lokal/stadt_und_landkreis_passau/passau_land/1599733_PNP-Leser-zum-Aus-fuer-Andy-Borg-beim-Musikantenstadl-Frechheit.html

Montag, 23. Februar 2015

Hallo Theresa Wildfeuer!

Nur dass Sie es nicht von Dritten erfahren. Wir haben Sie soeben für sämtliche Journalistenpreise des deutschsprachigen Raumes vorgeschlagen. Und zwar wegen dieses Satzes:

Am Treffpunkt Rindermarkt erinnerte Lang an Werke von Hans Carossa, die Steinernes zum Thema haben, zum Beispiel "Der alte Brunnen" oder an das Volkslied "Der Weg zu mei’m Dirndl is stoane" sowie an Gedichte des Heimatdichters Max Matheis, darunter "Stoahaua", der allerdings Nationalsozialist war. 

Dieses "...  der allerdings Nationalsozialist war" kommt so wunderbar, so pointiert, so völlig unvorhergesehen rüber, dass wir den Satz immer und immer wieder lesen. Abgesehen davon erschließt sich dem Nichteingeweihten nicht einmal, ob jetzt Max Matheis oder der Stoahaua Nationalsozialist war. Auch dieses frivole Stilmittel wäre schon Grund genug für einen Preis.
Chapeau, Theresa Wildfeuer, Sie haben heute auf unserem Lieblingsjournalistenranking den Danninger Franz von Platz 1 verdrängt. Weiter so!

Übrigens: Die Anzeigenpolitik der VGP, die mangelnde Lebensmittelspendebereitschaft in Passau und vieles mehr kommentieren wir in baldigster Bälde.

Der Präsident der politischen Akademie Wahlinfo-Passau (der übrigens glaubt, dass es den politischen Aschermittwoch in 15 Jahren, also 2020, immer noch gibt und zwar u.a. mit dem Innenminister Dr. em. Andreas Scheuer als Redner)

Donnerstag, 22. Januar 2015

Liebe PNP!

Abgesehen davon, dass Eure Redakteurinnen immer schönere Namen haben, eine Frage:
Wenn uns die 22-jährige Malin Stute in Eurer aktuellen Ausgabe die Ukraine-Krise erklärt, worauf dürfen wir uns dann in den nächsten Ausgaben freuen?

"So nicht, Herr Draghi! Josef-Kevin (5) aus dem Halser Kindergarten erklärt die Zinspolitik der EZB."

Oder:

"Wer meine Mutter beleidigt, kriegt eins auf die Nase. Der § 166 StGB im Jahr 2015 aus dogmatischer Sicht. Von Sarah Janine (6), Altstadtschule."

Oder noch besser:

"Leberkäs, ZOB, Kommunalpolitik, dicke Möpse – alles geil! Franz Danninger (16, Betriebspraktikant aus der Nähe von Passau) und wie er die Welt sieht."

Weiter so!

Der Präsident (Je suis Charles-Henri)



Mittwoch, 14. Januar 2015

Kaum geht's um Hitler...

... muss man den Mann wohl so schreiben, wie ihn der Führer aussprechen würde.

Oder heißt der wirklich Grrundböck mit zwei R?


Mittwoch, 7. Januar 2015

Passende Überschrift, SPON!

Screenshot SPON, 07.01.2015, 15 Uhr 37



Jetzt habt Ihr es kapiert

Screenshot SPON, 07.01.2015, 17 Uhr 22




Freitag, 26. Dezember 2014

Ein Weihnachtsspaziergang

Passau, Heiligabend A.D. MMXIV, bei Einbruch der Dunkelheit. Menschen gehen in der Altstadt spazieren.

Der Ober: Na, echt ned. Übern Domplatz geh ma ned. Sonst treff ma no an PiP.

Frau vom Ober: PiP?

Der Ober: Papst im Praktikum.

Frau vom Ober: Du mogst 'n ja bloß ned, weil a no größenwahnsinniger und narzisstischer is ois Du.

Der Ober: Schmarrn. Erstens mog i an jeden, wenn i im Dienst bin. Und zwoatens stört mi nur, dass der koa Angst hot vor mir. Vor mir hot doch sonst jeder Angst.

Frau vom Ober: Des stimmt. Do siehgst, wos a starker Glaube ausmacht.

Der Ober: Blädsinn. De ham a bissel an Höhenflug, de Kuttenbrunzer. Des gfoit ma ned.

__________

Die Exzellenz: Was meinen Sie? Heut' wär ein guter Tag, oder?

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Für was?

Die Exzellenz: Für ein Wunder.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Was für ein Wunder?

Die Exzellenz: Ich könnte ein Wunder vollbringen. Rufens amal unser Presse an.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: 's Bistumsblatt?

Die Exzellenz: Nein, die andern, die uns noch gehören. B 'n' P oder so.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: PNP. Aber die gehören uns doch gar nicht.

Die Exzellenz: Echt? Aber sie schreiben, was ich sag. Und dann rufen wir noch diesen Kleinen an, der immer so freche Fragen stellt. Das ist der Richtige für eine Wunder-Berichterstattung.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Den vom Bürgerglück? Des wissen's aber schon, dass der dings is, ähh, oiso triebrichtungsverirrt.

Die Exzellenz: Solang er sich z'sammreißt, ist mir das wurscht. Ich muss mich ja genauso z'sammreißen mit meinen ganzen Groupies. Obwohl ich auch bloß ein Mannsbild bin – also ein richtiges.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Schaun's, wer da kommt. Der Vorsitzende vom weltlichen Betriebsrat, hi hi.

Die Exzellenz: Gott zum Gruße, Herr Oberbürgermeister, Frau Oberbürgermeister.

Der Ober: Grüß Gott, Hochwürdigster Herr Bischof. Grüß Gott, Frau Bisch..., ähh, Herr Generalvikar.

Die Exzellenz: Stehen's doch bequem, Herr Oberbürgermeister. Was macht das Amt? Tun's noch fleißig herumregieren?

Der Ober: Ja, ganz fleißig, Exzellenz, ganz fleißig.

Die Exzellenz: Bevor ich's vergess, Herr Oberbürgermeister...  Wir hätten jetzt das Pflaster vorm Dom doch wieder gern ganz anders. Da brauchen Sie sich aber nicht drum kümmern. Ich lass das selber machen und schick Ihnen dann einfach die Rechnung. Ein paar Wurstsemmeln von ein paar so Flüchtlingen sind eh auch noch offen. Die setzen wir dann einfach mit drauf auf die Rechnung, gell.

Der Ober: Ja freilich, Exzellenz. Schickens einfach, wie immer, die Rechnung. Danke, Exzellenz.

Die Exzellenz: Nichts zu danken. Man machts ja gern. Vergelts Gott, Herr Oberbürgermeister und ein gesegnetes Weihnachtsfest. Und viele Grüße an die Kinder.

Der Ober: Danke ebenfalls, Exzellenz. Grüß Gott.

__________

Die schwarze Hoffnung: Grüß Gott, Griaß Eahna, Servus.

Frau der schwarzen Hoffnung: Warum grüßt denn immer alle. Host Du die zwoa kennt?

Die schwarze Hoffung: I woaß ned. Des is hoit der Fluch, wenn man prominent is. Da muss man immer alle grüßen.... Guten Abend, Servus, Grüß Gott!

Passant 1: Kennst Du den?

Passant 2: Na. I hob denkt, der hot Di griaßt. War des ned oana von de Dom-Ministranten?

Passant 1: Glaub ned. I moan, i hob'n scho amoi im Rathaus g'seghn.

Passant 2: Genau. Da Hausmoasta vom Rathaus is.

Passant 1: Genau.

Frau der schwarzen Hoffnung: De ham Di ned amoi z'ruckgriaßt.

Die schwarze Hoffnung: Mei, de sand hoit schüchtern. De ham einfach a gewisse Ehrfurcht vor am Fraktionsvorsitzenden.

Frau der schwarzen Hoffnung: Ah so. So was vergiss i oiwei. Scho krass, oder? Mir is des gar nimmer bewusst, dass Du koa stinknormaler Mensch bist.

Die schwarze Hoffnung: I sog oiwei, wer Größe hot, losst si sei Prominenz ned aussahänga. Deswegen griaß i a ganz normale Leit.

Es nähert sich ein Mann mit einem kleinen Hund. Emmi, der Hund der schwarzen Hoffnung, macht einen Satz und beschnuppert den kleinen Hund.

Kleinhund-Gassigeher: Hoits den Hund z'ruck, sonst erschiaß i'n.

Die schwarze Hoffnung: Andi! Servus! Kennst uns ned?

Kleinhund-Gassigeher: Ah so, tschuldigung, Servus. Aber jetzt dua den Hund weg. Was machts denn Ihr mitten in der Stadt? Habts Euch verlaufen?

Frau der schwarzen Hoffnung: Da Armin meint, die Bürger freun sich, wenn sie an Weihnachten den Fraktionsvorsitzenden treffen.

Kleinhund-Gassigeher: Aha. Ganz bestimmt. Super, ja. Ähhh, i muaß dann wieder. Ciao.

Die schwarze Hoffnung: Andi! Ich wünsch Dir ganz tolle und erholsame Feiertage und alles Gute fürs Neue Jahr, wenn wir uns nimmer sehen.

Kleinhund-Gassigeher: Ja, ähhh, Euch auch. Mir pressierts. Ciao.

Die schwarze Hoffnung: Und einen schönen Gruß! Und alles Gute! Ciaoooo.... Des war aber jetzt schon nett vom Andi, oder?

Frau der schwarzen Hoffnung: Wos?

Die schwarze Hoffnung: Dass er uns so nett 'Frohe Feiertage' gewünscht hat.

Frau der schwarzen Hoffnung: Mhm.

__________

Eine männliche Gestalt mit langen Haaren in einer Phantasie-Gala-Livree bewegt sich in einer Art Ausdruckstanz kreiselnd über den Residenzplatz. Dabei singt er halblaut vor sich hin.

Der Nichtraucher: Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht. Atemlos, ich bin frei und bald wieder hier dabei.

Die bekannte Unbekannte: Ja, leck mi am Osch, da Nichtraucher, der windige. Wos megst denn Du do? Megst wieder mitspuin?

Der Nichtraucher: Mit Verlaub? Ahhh, jetzt erkenne ich Sie. Frau Marsch-durch-die-Instanzen, Frau Trotz-mir-läufts-doch-super. Haben Sie Ihr oberbayerisches Kaff schon ruiniert, weil sie wieder da sind?

Die bekannte Unbekannte: Dir blos i glei an Marsch, Du Weihnachts-Wichtel, Du windiger. Host Du Dei Quäker-Partei ruiniert, weil's Di bei uns scho wieda rumtreibst?

Der Nichtraucher: Ich habe das Gefühl, man braucht mich hier. Außerdem habe ich morgen ein WG-Casting am Domplatz. 

Die bekannte Unbekannte: Wer soi Di braucha, Frankensteiner?

Der Nichtraucher: Vielleicht kümmere ich mich ein bisschen ums Stadtmarketing.

Die bekannte Unbekannte: Störe meine Kreise nicht, Du Wurm. Sonst friß i Di aufm Kraut.

Der Nichtraucher tanzt von dannen und die bekannte Unbekannte verschwindet in einer Wolke aus Feuer und Rauch.
__________

Das Bio-Gemüse: Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen hol ich mir... Potzblitz, was stinkt hier so? Es riecht nach Schwefel und Haar-Conditioner. Und wer tanzt da um den Residenzbrunnen?

Der Nichtraucher: 2 x 3 macht 4, widdewiddewitt, und 3 macht 9e! Ich mach' mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt.

Das Bio-Gemüse: Weh mir. Ist es ein Geist oder ist der Alptraum zurück? 

Der Nichtraucher: Mach Dich locker, Mango. Du hast doch Deinen Versorgungsposten. Die Visionen des Polit-Rebells sind größer als die Beschränktheit Deiner kühnsten Phantasien.

Das Bio-Gemüse: Du Nichts, Du Null, Du Schaumschläger. Wer hat denn dem amerikanischen Präsidenten ausrichten lassen, dass die Stadt Passau das Freihandelsabkommen verhindern wird? Du oder ich?

Der Ober: Do riachts brutal noch Gmias und Haar-Conditioner. Und do vorn streiten zwoa. Hä, Ihr Krisperl. Heats mit dem Gschroa auf, sonst wisch i mit Eich an Rathausplatz auf. Ja leck, da Mango und da Frank von Assisi. Bleibt mir an Weihnachten gar nix erspart?

Der Nichtraucher: Der Friede sei mit Dir, Herr Oberbürger...

Der Ober: Hoits Mei, Langzodada. Ich stelle fest. Zwei Personen einer Splitterpartei lärmen auf einem öffentlichen Platz. Das ist eine nicht angemeldete Versammlung, die ich hiermit auflöse. 

Das Bio-Gemüse: Moment mal. Ein bisschen was habe ich hier auch noch zu...

Der Ober: Hoits Mei, Mango. Du nervst mi 50 Wochen im Jahr. Jetzt hob i amoi a paar Tag das Recht auf an Weihnachtsfrieden. Erst der PiP und dann de zwoa Aushilfs-Frömmler. Wenns so weida machts, gibts über Weihnachten a Ausgangssperre.

Eine hagere Gestalt tritt aus dem Schatten hervor.

Der Watschenmann: So, meine Herren. Das habe ich alles dokumentiert. Alles in Bild und Ton. Einen Bürgermeister, der seinen Amtsmissbrauch zugibt und einen Oberbürgermeister, der Versammlungen auflöst, Ausgangssperren verhängt und offen mit Gewalt droht. Das wird einige Behörden sehr interessieren.

Der Ober: Der geht ma grod no ob. I muass hoam, 's Weihnachtsfassl ozapfa. Servus.

Durch den Auftritt des Watschenmannes empfindet jeder eine spontan-unbehagliche Stimmung.

Alle Personen ab.
__________

Die Exzellenz: Interessant. Hier riecht es wie in der Kurie.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Entschuldigung, aber hier riecht es nach Gemüse, Haar-Conditioner, Missgunst und Macht. Und ein wenig nach Schwefel.

Die Exzellenz: Eben. Wie in der Kurie. So jetzt geh ich heim und schau, ob mein Personal, ähhh, meine Mitbewohner alles schön hergerichtet haben.

Der Stellvertreter von der Exzellenz: Dominus vobiscum.

Die Exzellenz: Et cum spiritu meo.
__________

Die Tschärity-Lady: Sag mal, Intendant. Wie kann es sein, dass wir für diese Stadt Unmenschliches leisten und dass uns trotzdem keiner mag?

Der Intendant: Also mich mögen sie. Ich bringe Kultur in dieses kleine, unbedeutende Provinzkaff.

Die Tschärity-Lady: Und ich Glamour! Und die Riekel! Und Nächstenliebe! Jetzt habe ich mich schon dreimal anonym beim Lehrstuhl für Caritaswissenschaften für die Ehrendoktorwürde vorgeschlagen. Nichts.

Der Intendant: Perlen vor die Säue. Jedes Jahr hol ich den Nemec und die Nina Hagen. Anderswo...

Die Tschärity-Lady: Anderswo tritt die in der Lavalampen-Abteilung vom Hornbach auf.

Der Intendant: Anderswo hätte ich schon den kulturellen Ehrenbrief.

Die Tschärity-Lady: Und anderswo hätte man mich sicher gefragt, ob ich zum Stadtrat kandidieren will.

Der Intendant: Dreckskaff.

Die Tschärity-Lady: Barbaren.

Der Intendant: Stößchen.
__________

Der Nichtraucher bewegt sich immer noch im Ausdruckstanz durch die Altstadt. Er kreiselt vom Seminarbogen Richtung Domplatz und hört plötzlich eine Stimme.

Die Stimme: Hä, Fränki!

Der Nichtraucher blickt zum Dom: Herr?

Die Stimme: Na, rechts.

Der Nichtraucher blickt zum Landratsamt: Landrat Meyer?

Die Stimme: Na, tiefer.

Der Nichtraucher blickt nach unten auf einen Kanaldeckel: Weiche, Satan!

Die Stimme: I bins bloß, der Tölpel.

Der Nichtraucher: Ahh, Servus, Tölpel!

Die Stimme: Jetzt pass auf, Fränki, jetzt erklär i Dir wos. Aber nur weil heit Weihnachten is.

Der Nichtraucher: Jetzt bin ich aber gespannt.

Die Stimme: Gib Obacht. Oiso, Fränki. Du bist gar ned der Bläda. Du nervst zwar manchmal wie die Sau, aber die Blädern san die Andern.

Der Nichtraucher: Ja, vielen Dank auch, aber gehts konkreter?

Die Stimme: Ganz einfach. Du host mit Deim Nichtraucherdings wenigstens wos gschafft. Aber bei uns hier in Passau, do machan sich olle nur immer scheiß-wichtig, aber es passiert nix. Ach... Wos sog i... Eigentlich wird immer olles no schlimmer. Früher hot jeder sei Feindbild ghabt. Heid san olle Freind. Und de, de ned dazua ghean, machan dene, de oschaffan, an Deppn. Aber im Gegensatz zu früher freiwillig und ohne Protest.

Der Nichtraucher: Das war jetzt so a kryptische Aussage, oder?

Die Stimme: Na, des war ganz konkret. Pfiat Di, frohe Weihnachten.

Der Nichtraucher: Pfiat Di. Und danke!

Die Stimme: Passt scho. Und vergiss ned – Du nervst oft wie die Sau.

Vorhang.


Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Wir wünschen allen Lesern ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest!

Das Präsidium

PS: Das große Passauer Weihnachtsmärchen 2014 ist bereits in Arbeit und wird spätestens am 26.12. weltexklusiv hier veröffentlicht.

Samstag, 20. Dezember 2014

Neulich am Christkindlmarkt in Saigon



Die Musik stammt übrigens original vom CD-Verkäuferstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite. 

Konzert für Blechbläser und Zweitakter

  

Sonnenaufgang auf dem Mekong
Oder: Wenn ich groß bin, werde ich Reiseblogger




300 km durch Kambodscha





Mr. Lot is a real good Tuk Tuk Driver


Montag, 24. November 2014

Believe and Pray!

Es ist ja schon drollig. Da diskutieren in der PNP echte Personen oder vielleicht auch nur multiple Persönlichkeitsstörungen darüber, ob der Altstadtbewohner in der Altstadt parken darf oder besser irgendwo weit draußen und gleichzeitig fahren Stadtrand- und Landkreisbewohner lustig mit ihren Autos zum verfrühten Weihnachtsbummel oder Domgottesdienst und parken kreuz und quer, wo sie gerade wollen. Jetzt passt mal auf: Nicht die Altstadtbewohner sollen im Bschütt parken, sondern die Hauzenberger und Hutthurmer.

Aber wir haben halt auch einfach so schöne Christmas Events. Und vor allem so viele. Einmal am Domplatz die Christkindldult, einmal vorm Pustet ein Weihnachtsdorf und in der Stadtgalerie gibt es, wenn man deren Zeitungsbeilage glauben darf, einen Weihnachtsmarkt und einen Christkindlsmarkt. Oder steckt im Begriff "Besuch des Christkindlsmarktes" im Grußwort des Centers (sic!) Managers nur der doppelte Deppen-Genitiv? 

Einigen wir uns halt auf X-mas Party. Wenn sich der neue Hipster-Bischof von Passau mit seinen jugendlichen Schäfchen trifft, heißt es ja auch B'n'P, "Believe and Pray". Ist kein Witz, haben nicht wir erfunden, ist wirklich wahr. Noch skurriler ist allerdings das, was man heute der Heimatzeitung entnehmen konnte. Wenn die Kirche nämlich dieser Tage ihren noch jugendlicheren Schäfchen klar machen will, dass das da untenrum alles Schweinkram ist, heißt das nicht mehr Selbstkasteiung, sondern "My Fertility Matters". So etwas muss einem erst einmal einfallen.

Übrigens beteiligt sich Passau am Wettbewerb "Best Christmas City". Nein, das haben wir auch nicht erfunden. Frau Kickum findet das übrigens auch richtig gut. Passau liegt derzeit im Mittelfeld der Best Christmas Cities. Von den drei (sic!) teilnehmenden Städten nimmt Passau im Moment den zweiten Platz hinter der berühmten Weihnachtsmetropole Mannheim und vor Traben-Trarbach ein. Wir gratulieren.

Dem Frankenberger gratulieren wir auch und zwar zu seiner Überlegung, nach seiner Abwahl aus der ÖDP auszutreten. Allerdings stellen wir uns die Frage, ob er sich auch schon überlegt hat, wo er denn dann eintreten will. Das Volk liebt zwar mittlerweile das Rauchverbot, aber nicht den Verbieter. Die Grünen in Berlin haben schon einen Langhaarigen aus Bayern und die Grünen in Passau können nach Frau Tausch nicht noch mehr Diversifikation vertragen. Zu den Piraten würde er noch passen. Aber gibts die noch?

Hat eigentlich irgendwer bemerkt, dass die AmSonntag unlängst eine Puff-Sonderseite hatte? Wir sind jetzt nicht übermäßig prüde und schätzen auch das sonntägliche Kuchen-Buffet im Club Amore, aber irgendwo ist doch auch mal Schluss. Ein Verlag, dessen Berichterstattung zu gefühlt 80 % aus den Bischofsthemen "Believe, Pray, Be Abstinent" besteht, macht gleichzeitig Sonderseiten für Bordelle in Farbe? Sehr sonderbar. 

Es gab ja schon viele blöde Facebook-Seiten aus und über Passau. Unsere grundsätzliche Kritik an Facebook, wo Spinner mit prekärem Bildungshintergrund alles, wovon sie keine Ahnung haben, kommentieren, ist ja auch nicht neu. Aber vor kurzem haben wir wieder einmal ein echtes Schmankerl gefunden. Menschen, die weder über elementare Rechtschreibkenntnisse noch über eine rudimentäre Vorstellung von vernünftigem Essen verfügen, kommentieren die Passauer Gastronomie. Prädikat: besonders lustig.

Sollen wir noch über Abbiegespuren sprechen? Wahlweise nach rechts oder links? Letztere zur Hängebrücke geht ja irgendwie doch keinem ab und die Rechtsabbiegespur nach Grubweg ist ein so dermaßen deutsches Thema, dass das sicherlich anderswo keiner verstehen würde. Weil sie um ein paar Zentimeter zu schmal ist, darf man sie jetzt nicht mehr nutzen. Und weil man sie nicht mehr nutzen darf, wird sie auch nicht mehr genutzt. Weil man es ja nicht darf. Es böte sich ein Versuch zur Befindlichkeit des deutschen Autofahrers an: Mitten in der Nacht auf freier Strecke, z.B. am Anger, eine rote Ampel aufstellen, die immer rot bleibt. Und dann entspannt zuschauen, wie so mancher Straßenverkehrsteilnehmer stundenlang auf Grün wartet.

Apropos warten. Leider muss unsere hochverehrte Leserschaft wohl wieder einige Zeit auf den nächsten Beitrag hier warten. Das gesamte Präsidium verabschiedet sich nämlich in zwei Tagen in den traditionellen und unverdienten Vorweihnachtsurlaub. Ganz weit weg, wo es keine Christkindlsmärkte, keine Weihnachtsmärkte und keine Best Christmas Cities gibt. Wenn wir dann Mitte Dezember wieder zurückkommen, haben wir hoffentlich wieder die Kraft, über nackte Kaiser und den ganz besonderen Passauer Mainstream zu schreiben. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Das Präsidium

Freitag, 14. November 2014

Das Präsidium hat beschlossen,

Menschen, die sich dauernd mit albernen Homestories in die Öffentlichkeit drängen, hier keine Plattform mehr zu geben.

Deshalb wurde dieser Filmbeitrag gelöscht.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Passt doch alles!

Jetzt wollten wir fast eine Kolumne schreiben, allerdings gibt es halt nach wie vor keine Themen in dieser Stadt, in der jeder jeden lieb hat.

Seit der Machtübernahme durch Kalif Stefan ist schließlich alles noch schöner und besser geworden. Sogar unsere Moslems hier sind ausschließlich Kuschel-Moslems, die sogar, von der Heimatzeitung propagiert, Tage der offenen Tür veranstalten, bei denen sich jeder überzeugen kann, dass hier die Musliminnen predigen und die Muslime Schleier tragen.

Grad so wie es sich die neue Frauenbeauftragte der Uni Passau wünscht, die schon wieder das unsägliche Wort vom Gender-Mainstreaming in den Mund genommen hat. Vielleicht sollte man die einmal mit unseren Kuschel-Moslems zusammenbringen. Da könnte man dann bei gemütlichen Kuschelabenden Gespräche über Gender-Mainstreaming im Islam führen. Einstiegsthema: "Dürfen Frauen auch aktiv an Steinigungen teilnehmen? Pro und Contra."

Moderieren könnte das dann alles der Obersektierer Martin Göth, der als Sektenbeauftragter des Bistums (sic!!!) aber nur für andere Durchgeknallte wie die Zeugen Jehovas oder die friedlich-doofen Hare Krishnas, aber nicht für Terror-Musiksekten wie Shalom, das Domkapitel oder den IS zuständig ist.

Es gibt halt nichts zu schreiben. Sollen wir über die vielen guten Menschen in Passau schreiben, die nicht nur für Hungernde oder Flüchtende in der Welt spenden müssen, sondern sogar für ihre eigene Kinderklinik? Die wird zwar vom Dritten Orden getragen, aber offensichtlich reicht da hinten und vorne das Geld nicht. Oder warum steht jede Woche was von Spenden für die Kinderklinik in der Zeitung? Vielleicht muss man da einmal die Spendentöpfe für Syrien oder Liberia anzapfen. Nicht dass wir irgendwann noch in der Tagesschau kommen: "Passau. Letzte Nacht haben wieder zwanzig Kinder bei Minusgraden vor der Passauer Kinderklinik campiert."

Geld müsste ja eigentlich genug da sein. Immerhin hat die Sportanlage Reuthinger Weg, die gefühlt in Vilshofen liegt, gerade eben ein "Kunstwerk" (PNP) für 700.000 Euro bekommen. Ein Kunstwerk für Fußballer, fragt sich da der Intellektuelle, das muss etwas mit Bier oder Porno zu tun haben. Nein, ha ha, es war ja nur ein Wortspiel vom Seider. Es handelt sich um einen Kunstrasenplatz. Vielleicht sollten wir für die Vorstadtkicker auch noch Spenden sammeln? Dann bauen wir ihnen eine Plastikarena hin, die nachts grün leuchtet. 

Das verfallende Dreiflüssestadion (oder schreibt sich das jetzt Drei_Flüsse_Stadion?) stellen wir schleunigst unter Denkmalschutz und warten bis es aussieht wie die Akropolis. Und wenn sich die Stadt einfach die jährlichen Kunstankäufe von 5.000 Euro spart, kriegen die Buben in Schalding dafür einen neuen Jacuzzi.

War noch was? Ach ja, ein kleiner Tipp zuletzt. Es ist echt nicht notwendig, den Waschler beim nächsten Mal wieder in den Landtag zu wählen. Es bringt auch wirklich überhaupt nichts. Da kann er selbst noch nicht einmal viel dafür. Denn abgesehen davon, dass der absolutistischen CSU-Regierung in München die Stadt Passau von Haus aus schon scheißegal ist, ist sie ihr mit einem roten OB noch egaler, bzw. sogar bestrafenswürdig. Im Klartext: Solange die dummen Wähler in Passau keinen schwarzen OB wählen, gibts auch keine Behörden, keine Straßen und keine neuen Polizeiinspektionen.

Ansonsten würden wir gerne auch einmal wieder eine schöne und gehaltvolle Kolumne schreiben, aber mit welchen Themen denn? Der Andi muss die Profilneurose vom Seehofer verteidigen, der Steiner hat gemerkt, dass man mit Feinden im Rücken kein gegnerisches Gegenüber mehr braucht, vom Mangold hat man seit der Wahl weniger gehört als vor der Wahl an einem Tag, einer, der in Berlin Geheimnisse verrät, kann sich nicht auch noch um das Ausplaudern von Nichtöffentlichem in Passau kümmern, der Oberjürgen kann sowieso machen, was er will und der Atzinger ist auch nicht so lustig wie erhofft. Und wofür haben wir eigentlich Finger-im-Po-Heisl-Joe hier hochgeschrieben, wenn man jetzt gar nichts von ihm hört aus dem Senat oder wie das heißt?

Also, liebe Leser, die wir Euch in den letzten Wochen so enttäuscht haben: Bitte in den Kommentaren wieder fleißig Themen liefern. Dann bleiben wir auch noch ein Weilchen. 

Urbi et Orbi

Kathi, Tölpel und Loretta




Freitag, 5. September 2014

Queer!

Hey PNP!

Da habt Ihr Euch doch wieder verschrieben. So wie gestern, als Ihr im Artikel über den Pfarrkirchner Werkstattsäufer noch behauptet habt, der Mann hätte eine "Schiebleere" entwendet. (Mittlerweile korrigiert zu "Schieblehre")

Heute zitiert Ihr eine dpa-Meldung, wonach es auf Facebook jetzt 60 Geschlechtsbezeichnungen zur Auswahl gibt. So weit, so gut.

Bei der Aufzählung der Geschlechtsbezeichnungen muss Euch aber ein Fehler unterlaufen sein. So finden wir zwar Absurditäten wie "Two Spirit drittes Geschlecht", "gender variabel" oder "Trans* Mensch", aber sollten wir doch noch mal irgendwann zu Facebook gehen, hätten wir schon noch gern weitere Auswahlmöglichkeiten wie Hengst, Master, Schlampe oder Stute mit diversen Spezifizierungsmöglichkeiten.

Andere tun sich da noch viel schwerer. Ich will ja nicht schon wieder Namen oder "Berufe" nennen, aber "Zöli* Gender" bräuchte es da schon noch. Oder einer wie der Andi? "Mensch zu General (MzG)" vielleicht? Was haben denn diese Pro-Passau-Typen für eine Geschlechtsbezeichnung? "Kamerad" trifft es wahrscheinlich am besten. Beim Denkmalschützer käme sowohl "Diktator" als auch "Schlaubi Schlumpf" in Frage. Letzteres passt ja auch gut bei anderen Stadträten. "Freibierlätschn" braucht es auch auf jeden Fall noch. Und "Girlie", was ist mit "Girlie"? Da gibt es doch auch genug.

Beim Oberjürgen wird es interessant, weil unklar. "Il Principe", "Primus inter parvos" oder einfach nur "MzÜ (Mensch zu Übermensch)"? "ÖDP" ist doch per se schon eine Geschlechtsbezeichnung, oder? Die Feinausprägungen reichen hier von "Gemüse" bis "Rebell". "CSU" war in Passau früher gleichbedeutend mit "Macho", heute liegt es irgendwo zwischen "Femme" und "Sissy". Bei der FDP heißt es "geil aber impotent" und bei den Freien Wählern würde "Beige" gut passen. Die Passauer Liste ist "standpunktqueer" und die SPD "dev" bis "sub". Die Grünen stehen zwar voll im Saft, dürfen aber aus politischer Korrektheit nur "Inter* Mensch" sein.

Im Übrigen können die FB-Nutzer festlegen, ob Facebook sie gegenüber ihren Freunden mit "er", "sie" oder neutral im Plural bezeichnen soll. Das mit dem "neutral im Plural" wird im Passauer Stadtrat ganz fortschrittlich schon länger praktiziert – und nicht mal nur bei Freunden.

prä*

PS: Der Präsident möchte, dass man ihn von jetzt an Loretta nennt!

Donnerstag, 4. September 2014

Hallo PNP!

Besteht der Lokalteil in der Printausgabe heute auch nur aus zwei Artikeln oder kriegt Ihr es online wieder mal nicht hin?

Dienstag, 2. September 2014

Satz des Tages

Mit welch seltsamen Qualitäten muss ein Mensch nur ausgestattet sein, um in Horst Seehofers CSU Karriere machen zu können? (SPON, 02.09.2014)

Sonntag, 17. August 2014

Bischof Stefan Oster: "Es gibt Tage, an denen werde ich schlampig"

Stefan Oster (49), Salesianerpater und seit Mai Passauer Bischof, muss mit seinem neuen Leben als Oberhirte eines Bistums erst noch vertraut werden. In einer Ordensgemeinschaft sei es einfacher, ein geistliches Leben zu führen, sagte Oster der "Augsburger Allgemeinen". (Die PNP berichtet natürlich)

Als Bischof müsse er sich durchaus disziplinieren. "Es gibt Tage, an denen werde ich schlampig." Wenn er morgens schon länger gebetet habe, falle es ihm abends, wenn der Kopf voll sei, schwer. In der Regel merke er aber bald, dass das nicht so laufe und werde unruhig . "Denn geistlich zu leben, das ist einfach das A und O."

Bisweilen steige in ihm auch das Gefühl von Einsamkeit hoch, bekannte der Bischof. Das passiere dann, wenn er abends vom Büro nach Hause komme und noch Mails sowie Briefe zu beantworten habe. "Dabei wird es dann manchmal 23 Uhr und ich frage mich dann: Was war das für ein Abend?"

Gottseidank habe er wichtige Berater wie diverse Erzengel oder Sebastian Frankenberger, mit denen er noch oft bis tief in die Nacht telefonieren oder telepathieren würde. "Gerade der Basti" sei ihm hierbei ein "wichtiger Ideengeber und Sportsfreund." "Der ist genauso durchgepeitscht wie ich und man kann sich mit ihm wunderbar über Selbstkasteiung, Langstreckenbeten oder Fönfrisuren unterhalten", so der Bischof.

Nach einer durchgeplauderten Nacht "lasse er dann schon einmal fünfe g'rade sein" und er würde dann durchaus auch einmal zehn Minuten weniger beten. Stattdessen jongliere er gerne mit drei Ferrero Küsschen, von denen dann "auf einmal eins verschwunden ist", feixt Stefan Oster spitzbübisch. Solche Sünden müsse man allerdings als Bischof unverzüglich beichten oder ersatzweise durch Kasteiung kompensieren. Er steche sich hierzu gerne mit dem Finger ins Auge oder erteile sich selbst eine Stunde Fernsehverbot (Frauentausch).

Ernähren würde sich ein Bischof ganz normal: Nachtigallenzungen, Blutwurst und Oblaten. Dazu trinke er Wasser, das er gelegentlich auch in Wein verwandle und umgekehrt. Bier vermeide er mittlerweile weitgehend, "weil man diese Hacklberger Katholen-Plörre einfach nicht saufen kann."

Über seine mittelfristigen Pläne mit Passau verriet uns der sympathische Kirchenmann nur, dass er demnächst Schwefel und Feuer auf die Stadt herabregnen lassen würde, weil sich hier nur verderbtes Schweinigel-Gesindel und nicht einmal zehn Gerechte finden lassen würden. Weiterhin werde er die Inquisition wieder einführen und dafür Sorge tragen, dass Ehebrecherinnen zumindest in seinem Bistum wieder zur Räson gebracht werden. "Neue Besen kehren gut und ich hab' halt ein paar eiserne dabei," grinst Exzellenz Stefan. "Es kann ja wohl nicht sein, dass ein paar Muselmänner im Iran oder Irak das Monopol auf eine saubere und anständige Lebensführung haben."

Wir wünschen unserem hochwürdigsten Herrn Bischof auf seinem Weg zum Gottesstaat alles Gute, viel Kraft und vor allem gute Besserung.


Mittwoch, 6. August 2014

Komisch

Woran mag das wohl liegen? Hat jemand eine Idee?

Montag, 4. August 2014

Jetzt reichts dann langsam

Eigentlich sollte es einem vernünftigen Menschen wirklich egal sein, was Vertreter welcher Kirche auch immer Tag für Tag so von sich geben. "Don't feed the trolls" passt auch für Glaubensideologen ganz gut, schließlich diskutiert man als aufgeklärter Zeitgenosse auch nicht über Kobolde, Entführungen durch Außerirdische oder den Einfluss von Sternbildern auf das Eheglück.

Wenn allerdings Kirchenvertreter völlig überkommene Moralvorstellungen und Verhaltensregeln propagieren, mit denen sie ihren Schäfchen nicht nur die letzten Jahrhunderte viel Leid angetan haben, sondern eben versuchen, diese unselige und schädliche Beeinflussung ihrer Anhänger fortzusetzen, muss man zumindest dann die Stimme erheben, wenn es im regionalen Umfeld (mittelalterlicher Kirchenstaat Passau) nur eine katholische Systempresse gibt, die noch nicht einmal die leiseste Kritik am Kirchenfürsten übt.

Worum geht es? Der Passauer Bischof verbreitet auf Facebook (sic!) die uralte Kirchenpropaganda, die Trennung der "Erzeugung der Nachkommenschaft vom geschlechtlichen Akt" führe dazu, "den Sexualpartner viel leichter als bisher zu einem bloßen Instrument der eigenen Befriedigung zu machen und damit den geschlechtlichen Akt zu ent-personalisieren." Und daran ist natürlich die böse, böse, künstliche Verhütung schuld, die somit für den Bischof klar abzulehnen ist. 

Noch einmal: Eigentlich verbietet sich unter vernünftigen Menschen die Diskussion über eine solch derartig abstruse Sichtweise. In weiteren kruden Aussagen (die ich meinen Lesern hier ersparen will) stellt der Bischof dann auch noch  Zusammenhänge zwischen "gewonnener Freiheit durch Verhütungsmittel" und der sexuellen Aktivität junger Menschen her. Zugegeben: Jugendliche waren früher vielleicht älter beim ersten Mal und haben später Pornofilme gesehen. Zugegeben: Das kann man sogar kritisieren. Aber alles andere ist hanebüchen und unlogisch.

Hat es den Bauern vor 60 Jahren interessiert, wenn er nach der sonntäglichen Messe der Magd beigewohnt hat, ob dieser geschlechtliche Akt von einer potenziellen Nachkommenschaft getrennt bleibt oder nicht? Ist nicht das Stigmatisieren von außerehelicher Sexualität zutiefst frauenfeindlich? (Männer holen sich die Befriedigung irgendwo und sexuell aktive Frauen wurden/werden, je nach Gesellschaftsform, sozial isoliert bis gesteinigt) Weiß nicht jeder vernünftige Mensch (der nicht gerade in einem Bergdorf in Pakistan lebt) und lehrt uns nicht die einschlägige Wissenschaft, dass eine unterdrückte Sexualität, bzw. von der religiösen Erziehung geförderte sexuelle Schuldgefühle die Menschen frustriert, beziehungsunfähig, pervers oder gar bösartig machen?

Ich habe als Achtjähriger im Kommunionunterricht gelernt, dass unkeusche Gedanken Sünde sind und gebeichtet werden müssen. Warum? Wie viele Menschen können nur eine völlig verkrampfte bis abartige Sexualität leben, weil sie so (meist religiös) erzogen wurden, dass sexuelles Verlangen sündhaft ist. Was ist mit dem kirchlichen Personal? Wie viele Ordensschwestern haben ihre Frustrationen mit dem sadistischen Quälen ihnen Anvertrauter kompensiert? Wie viele zölibatäre Priester drehen durch und vergreifen sich an Kindern?

Die Perversion dieses Schlechtredens von Sexualität erkennt man in letzter Konsequenz daran, wenn man zu den noch Sonderbareren schaut. Die bringen die Leute wegen außerehelichem Sex gleich um. Also zumindest die Frauen. Für die Männer gibt es ja das älteste Gewerbe der Welt (komischerweise überall) und zig Jungfrauen im Himmel.

Ich komme zum Schluss. Menschen, die andere Menschen mit solchem Unsinn bevormunden wollen, sind Fanatiker. Es sind Fanatiker, weil sie aufgrund ihrer Bildung und ihrer Lebenserfahrung wissen müssten, dass sie falsch liegen und trotzdem ihre Ideologie propagieren. Ob dieser Bischof das macht, weil er sich in seine anachronistische Parallelwelt hineingesteigert hat oder weil er schnell Karriere im Vatikan machen will, ist mir egal. 

Bedenklich finde ich das, an nordkoreanische Zustände erinnernde, Alles-Gutfinden einer gleichgeschalteten Monopoljournaille. Beim Schraml habt Ihr Euch gelegentlich noch ein bisschen getraut (Nein, Sie nicht, Herr Rammer) und beim dauerlächelnden Voll-Fundi ist alles voll-super? Sehr bedenklich.

Der Präsident des intellektuellen Widerstandes in Passau






Donnerstag, 24. Juli 2014

Sonntag, 20. Juli 2014

Heiß

Vielleicht weil es so heiß ist? Vielleicht ist mir deshalb der Stadtbrand von Rom eingefallen, um zu erklären, warum Seehofer so agiert wie weiland Kaiser Nero.

Es heißt ja immer, Nero selbst hätte Rom angezündet. Das stimmt so wahrscheinlich nicht, aber es scheint, als hätte er zumindest den Auftrag dazu gegeben. Womöglich hatte er zwei treu ergebene Diener namens Alexander und Andreas, zu denen er gesagt hat: "Ihr zwei Clowns zündet mir jetzt die Urbs an, anschließend betreiben wir so richtig Obstruktion, machen andere für die Malaise verantwortlich und schlachten sie." Gedacht hat er sich wahrscheinlich: "Und Euch zwei Clowns schlachte ich mit."

Mehr ist es also nicht: Lust an der Zerstörung, destruktive Persönlichkeitsstruktur. Die Maut ist Seehofers persönlicher Stadtbrand. Bereitwillige Beihelfer rekrutiert man ganz einfach, indem man sie zum Minister oder General macht. Und wenn die aus Versehen mitverbrennen? Tja, divide et impera, bzw. burn motherfucker, burn. Wenn dann letztlich das völlig irrsinnige Mautthema verbrannt ist, gibt es nur noch einen Imperator Horst. Stärker und strahlender als je zuvor. PS: Dass man außerdem noch ein paar Christ(demokrat)en kreuzigen kann, schadet ja auch nichts.

Apropos. Dafür, dass die mal ein paar Jährchen verfolgt worden sind und dann selbst die nächsten Jahrtausende die Restmenschheit verfolgt und massakriert haben, haben sie immer noch eine ganz schön große Klappe. So kommentiert der Passauer Bischof Stefan Oster die Tatsache, dass im letzten Jahr im Bistum Passau erfreulicherweise zumindest 2.028 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, mit der Aussage, "diese Entwicklung bedrohe auch das soziale Miteinander." (PNP)

Was will uns der dauerlächelnde Großinquisitor damit sagen? Dass Menschen, die nicht Mitglied in seinem Verein sind, bzw. dem Verein den Rücken zukehren, nicht sozial miteinander leben können? Das kann ja eigentlich gar nicht sein, dass er das so gemeint hat. Das 13. Jahrhundert ist doch schon einige Zeit vorbei. Außerdem würde er damit alle Menschen beleidigen, die in friedlicher Koexistenz mit ihren Nachbarn leben, verantwortungsbewusst ihre Kinder großziehen, sich für die Allgemeinheit engagieren und das nicht obwohl, sondern auch weil sie erkannt haben, dass niemand Kirchen und Religionen braucht, um ein ordentlicher Mensch zu sein. Nein, so kann der das nicht gemeint haben, der ist doch so nett.

Übrigens tritt niemand wegen Tebartz-van Elst aus der Kirche aus, sondern höchstens weil ihn der Limburg-Skandal daran erinnert, dass er eigentlich schon lange hätte austreten wollen.Wenn all die Indifferenten und all die Ängstlichen (die in ihrer Kindheit und Jugend eingeschüchtert wurden, dass der Austritt die schlimmste aller Sünden ist) austreten würden, dann könnte man in den Standesämtern Nachtschichten fahren.

Apropos fahren. Wenn man den mehrfach skizzierten Horrorszenarien Glauben schenken darf, fährt ja von der Ilzstadt auf den Anger bald gar nichts mehr, sondern alles steht. Die Linksabbiegespur muss nämlich weg und zwar deshalb, weil eine Verbreiterung der Fahrspuren unmöglich ist. Vor allem übrigens deshalb, weil ein Felsabtrag unmöglich ist. Noch mal in leichter Sprache: "Unmöglich" bedeutet, dass es keine Lösung gibt. Gar keine. Null komma null. Sag mal, spinnen wir jetzt alle? Also die, die uns erzählen, dass es keine Lösung gibt (außer der mit dem Radtunnel und da gibt es dann kein Felsproblem???), aber vor allem diejenigen, die den Quatsch auch noch glauben? Anderswo untertunneln sie halbe Städte oder Alpenzüge und bei uns kann man die Straße nicht um zwei Meter verbreitern? Dass es sich hier eher um ein Nicht-Wollen als um ein Nicht-Können handelt, ist eigentlich ein waschechter politischer Skandal.

Zum Abschluss noch ein Lichtblick. Nachdem Andreas Dittlmann als einsamer Rufer in der Wüste seit Jahren ein ganzheitliches Marketingkonzept für Passau gefordert hat und dafür von der Verwaltung eher gescholten als gelobt wurde, tut sich jetzt diesbezüglich Verstärkung auf. Georg Steiner, der ja von Stadt-Marketing zumindest halb so viel versteht wie verbeamtete Universal-Spezialisten, schlägt jetzt in dieselbe Kerbe und fordert ein Gesamtkonzept. Mal schauen, ob es dem einer glaubt.

prä

Dienstag, 8. Juli 2014

Wer hats gesagt?

"Alexander Dobrindt wird eine Kombination herbeiführen, wo vor allem die inländischen PKW-Halter nicht zusätzlich belastet werden und die, die als Verursacher, als Nutzer, unser Transitland Deutschland benutzen, zur Finanzierung unserer Infrastruktur herangezogen werden."

Fragen:

1. Wer hats gesagt? Stoiber? Fast.
2. Wenn (mutmaßlich nicht inländische) Verursacher "Deutschland benutzen" (!!!), reicht da eine Heranziehung zur Finanzierung unserer Infrastruktur oder sollte man diese Verursacher nicht noch viel stärker sanktionieren? (Zurückschießen, Einmarschieren, usw.)
3. Gibt es Unterschiede in der Sanktionierung zwischen einem sich normal verhaltenden Verursacher (benutzt nur Autobahnen), einem Problem-Verursacher (benutzt Autobahnrastplatz-Grünstreifen als Toilette) und einem Schad-Verursacher (benutzt deutsche Frauen)?


Mittwoch, 2. Juli 2014

Stellvertretender Oberbürgermeister Chamäleon Urban

                                 Eröffungsgäste (v.l.): Wüstenspringmaus Pumuckl (nur selten sichtbar), 
                                 Kamel Olaf, Chamäleon Merlin, Chamäleon Urban und Helmut, der weiße Tuareg