Dienstag, 11. Februar 2014

Früh übt sich, wer ein Tebartz werden will

Leserbrief PNP, 11.02.2014

Unumsetzbar

Zum Bericht "Georg Steiner will den Seminargarten öffnen" vom 8. Februar:

Seit September bin ich Priesteramtskandidat der Diözese Regensburg und mache, wie jeder Anfänger Südbayerns, in Passau mein Einführungsjahr, auch Propädeutikum genannt. Wenn Sie schon einmal in ihm waren, dann wissen Sie, wie klein dieser Seminargarten wirklich ist und dass von einer riesigen Anlage nicht die Rede sein kann. Weder auf der Mauer noch auf der dicht mit Bäumen bewachsenen Fläche wäre es auch nur ansatzweise möglich, einen Ort bzw. Park für die Passauer Bevölkerung und Touristen zu schaffen. Ebenso wenig wäre dies auf der geteerten und stets vollen Parkfläche möglich. Wir Propädeutiker stehen vor vielen Aufgaben. So steht neben den ehrenamtlichen Caritaseinsätzen, verschiedenen Glaubenskursen und Spiritualstunden Sprachunterricht für Althebräisch, Altgriechisch und Latein auf dem Tagesprogramm. Einige Zimmer, so z.B. auch meines, blicken direkt auf die Straße, eine Öffnung dieser für den ganzen Durchgangsverkehr wäre eine unzumutbare Lärmbelästigung, die den Ort, der zum ruhigen Studieren geschaffen ist, komplett untauglich machen würde. Genauso wären viele Mitarbeiter des Ordinariats betroffen. Die Öffnung des Seminargartens als Durchgangs- und Aufenthaltsort ist somit in jeder Hinsicht absolut unumsetzbar. Das Priesterseminar ist eine Schule und jeder vernünftig denkende Mensch sieht ein, dass man keinen Fußgängerweg und Park mitten durch eine Schule und auch nicht mitten durch einen riesigen Parkplatz, der nur eine einspurige enge Ein- und Ausfahrt hat, bauen kann.

Ramon Rodriguez, Passau


Sonntag, 9. Februar 2014

Wer Visionen hat...

Verehrte Wahlkämpfer!

Jetzt sind es noch fünf Wochen und Ihr seid mit den Themen langsam, aber sicher am Ende.

Mittlerweile will jeder (außer diesen Ös) eine Seilbahn, jeder will einen Georgsberg-Tunnel und der Frau Weber hat irgendwer eingeredet, dass sie 100.000 Touristen pro Jahr mehr will. (Oder war es eine Million pro Monat? Wir kommen mit den vielen Zahlen nicht mehr mit.)

Mindestens. Und ein Guggenheim-Museum und ein BMW-Werk. Und natürlich eine medizinische Fakultät – nein, die wohl eher nicht. Die geht nämlich an die neue Elite-Universität in Pfarrkirchen, weil die Rottaler immer so brav CSU wählen.

Die Öffnung des Seminargartens ist eine wirklich gute Idee. Keine neue halt. Das will auch schon seit Jahren jeder – außer der Kirche. Die will das nämlich nicht und die macht ja bekanntlich, was sie will.

Für das Konzerthaus gibt es mittlerweile tausend Spitzenstandorte. Allerdings weiß noch keiner, wie man den Betrieb des Dings bezahlen kann. Bestimmt steht es aber demnächst in der Zeitung. Z.B. so in der Art: "Mit städtischer Förderung übernehmen Auszubildende und Schüler des bfz die Konzeption, Einrichtung und den Betrieb eines Konzerthauses." Und bespielen könnten sie es dann auch gleich.

Jetzt tippen wir mal, wie es die nächsten fünf Wochen weitergeht. Schalding rechts und Hals bekommen einen neuen Edeka-Markt. Die Angerer bekommen eine Fußgängerzone. Die Grubweger bekommen eine Seilbahn aufs Oberhaus. Haibach wird abgerissen und von Mangold und Greipl völlig neu geplant und aufgebaut. Eine Brücke gibts sowieso. Oder besser gleich zwei. Die Nordtangentenbefürworter bekommen von der CSU eine Nordtangente, die Nordtangentengegner das Ehrenwort, dass keine Nordtangente kommt. 

Was machen wir mit der Linksabbiegespur auf die Hängebrücke? Der Felsen ist dem Scheuer zu porös, der Frau Weber nicht.Vielleicht braucht man sie aber gar nicht mehr, wenn Ende 2014 der neue Tunnel kommt.

Wir sind übrigens im Gespräch mit der Guggenheim Foundation. Baubeginn des Passauer Guggenheim Museums ist voraussichtlich Anfang 2015. Wenn Sie uns dafür in den Stadtrat wählen wollen, finden Sie uns auf Ihrem Wahlzettel am 16. März ganz bestimmt.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Der Präsident


Dienstag, 4. Februar 2014

Dünnbrettbohrer

Böse Geschichte, das.

Wird Zeit, dass wir uns einmal mit der Qualität von Habilitationsschriften beschäftigen. Dürfte gerade bei pseudo-wissenschaftlichen Publikationen für unsere akademische Blogleser-Elite kein Problem sein. Aber lustig vielleicht?

Donnerstag, 30. Januar 2014

Erste gebührenfreie Warnung

Hey PNP, bzw. Domain-Plagiatoren von wahl.info!

Wenn ich jetzt als Kandidat so einen albernen Premium-Eintrag auf Eurer albernen wahl.info/premium-Seite buchen möchte, dann kostet mich das 69 Euro netto. Richtig, oder?

Wenn ich als Endverbraucher jetzt aber gerade keinen Taschenrechner bei mir habe, dann weiß ich ja gar nicht, was mich der Premium-Eintrag tatsächlich, also brutto, kostet. Auch richtig, oder?

Jetzt habt Ihr den Wink aber verstanden, Ihr Vollprofis? 

Keine Ursache. Wir helfen, wie immer, gerne.

Die Hüter des lauteren Wettbewerbs von Wahlinfo-Passau, der einzigen richtigen Wahlinfo-Seite in Passau


Sonntag, 26. Januar 2014

Alaaf!

Am Mittwoch, 29. Januar, tritt der Passauer Stadtfuchs, gleichzeitig Stadtrat der PaL, mit seinem neuen "Kabarett"-Programm im Scharfrichterhaus auf.

Natürlich wie immer selbstverliebt, unkomisch und politisch absolut korrekt.

Wahlinfo-Passau sind Auszüge des Manuskripts in die Hände gefallen.

Weltexklusiv hier die Büttenrede der Ruhrpott-Nervensäge.

Einzug, Tusch, Tätäää, tätäää, tätäää...

Manche Menschen tun oft irren, weil Selbst- und Fremdbild differieren.
Ganz besonders auch die Bayern, die sich am liebsten selber feiern.
Deshalb muss man sie belehren und vor deren Türen kehren.
Der Gelsenkirchner macht Euch schlau – die Coopman-Ruhrpott-Rampensau.

Tätäää, tätäää, tätäää...

2000 Jahre war nur siechen, erkenntnisfrei am Boden kriechen.
Im Sommer schwitzen, im Winter frieren, borniert an Flüssen vegetieren.
Ihr Aborigines glaubt jeden Stuss – doch damit macht der Coopman Schluss.
Jetzt zeig ich Euch, was in mir steckt – und das politisch inkorrekt.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Freilich mag jetzt mancher glauben, was mag der Ruhrpott-Schwätzer taugen,
der in albernen Kostümen die Stadt heimsucht auf vielen Bühnen.
Der brüllt und spuckt auch wie ein Lama, weil seine Welt ist halt das Drama.
Auch nachts wird Coopman niemals träge – die große, laute Nervensäge.

Tätäää, tätäää, tätäää...

So eine Minderheit nur denkt – nicht sehend, was uns der Coopman schenkt.
Er bringt Euch Zivilisation – seit vielen, guten Jahren schon.
Weil nicht nur's Volk hier vegetiert. Nein, auch der Stadtrat retardiert.
So bin ich hier als Missionar – Stadtfuchs Coopman wunderbar.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Viel Schlimmes musst' ich hier schon sehen – manch Passauer kann kaum grad gehen.
Krumme Beine, schiefe Zähn' – das kommt vom Grenzland-Inzucht-Gen.
Ich tapf'rer Recke werd' Euch lehren, ich werd' zum Guten Euch bekehren.
Man meint zwar oft, ich red nur Quark. Jedoch – da sind auch and're stark.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Als kleines Füchslein, unerfahren, tat mit der ÖDP mich paaren.
Ein Gelsenkirchner, ein barocker, der ist halt auch nie richtig locker.
Bist Du verkrampft und etwas spröde, blockiert, gehemmt, Dein Sex ist öde,
im Wirtshaus isst Du Erbsensuppe – dann geh' zu Mangolds Frömmler-Truppe.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Dort tat ich mich gern wichtig machen. In' Keller gingen wir zum Lachen.
Hab eine gute Zeit verlebt – mit Selbstkasteiung und Gebet.
Der Vorbeter indes ging rasch mir tierisch auf den Stadtfuchs-Arsch.
Ich hab die Sekte dann verlassen. Der blasse Guru konnt's kaum fassen.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Als Ruhrpott-Großmaul hast Du's schwer. Nicht wirklich gerne nimmt Dich wer.
Des Weiteren wollt' ich wo hin, wo ich das größte Großmaul bin.
Die SPD scheidet da aus. Die CSU, die löst sich auf.
Die Grünen waren mir zu brutal, da blieb nur Höbers Austragsstall.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Doch bald indes tat ich dort checken – das ist ein Loser-Auffangbecken.
Man hat mich zwar nicht grad geschasst – den Absprung hab ich selbst verpasst.
Ich hab jetzt lange Zeit geschmollt, mich leider nicht final getrollt.
Wer sich so bös verspekuliert, letztlich bei Uschi kandidiert.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Jetzt steh ich da, ich armer Tor und habs noch übler als zuvor.
Die Prolls sind bei der FDP, die Hahne tut sich auch nicht weh.
Ich als einzige Granate neben Uschi, Heinzi und Renate
muss wieder in das Plenum rein – ich möcht doch so gern wichtig sein.

Tätäää, tätäää, tätäää...

Bürger, höret die Signale. Denn jetzt gehts dann mal ins Finale.
Nur mit mir könnt Ihr bestehen – sonst wird Passau untergehen.
Keine Seilbahn will ich bauen – denn die Touris sollen nur schauen
auf das Stadtfuchskostüm eben – und von irgendwas muss ich ja leben.

Tätäää, tätäää, tätäää...
Tätäää, tätäää, tätäää...
Tätäää, tätäää, tätäää...

Narhallamarsch!

Wollen wir ihn wieder reinlasse'? Ach, nö, lass mal...

Freitag, 17. Januar 2014

Und jetzt?

Wie nennen wir ihn denn nun, unseren Lieblingspolitiker?

PhDr. Andi? Filozofie-Anderl? Kleiner Doktor? Dr. em.? Dr. a.D.?

Oder einfach nur "DAS"? Nein, auf Seehofersches Niveau wollen wir uns nicht begeben, der heute eiskalt und brutal wie immer konstatiert hat: "Für mich ist DAS erledigt."

Für uns noch lange nicht!

Mit akademischen Grüßen

Der Präsident

Montag, 30. Dezember 2013

Aufgestellt und angetreten

Lieber Tölpel!

Das wird ja ein drolliger Wahlkampf. Während man bei der momentanen Präsenz von SPD und CSU den Eindruck hat, es handele sich bei den Beiden um Splittergruppen von Pro Passau, die ein Ergebnis von 3 % ansteuern, macht das "vom Aussehen her dem Spinat ähnliche Gemüse" (Wikipedia) Mangold einen auf dicke Hose und tut so, als wäre er amtierender und zukünftiger OB. Die Passauer Liste muss mit der Blechtrommel durch die Stadt laufen, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, die Freien Wähler nerven wie immer mit Welterklärungsversuchen in Times New Roman auf uringelbem Hintergrund, die Grünen sind untergetaucht und die Liste Starkes Passau/FDP wird wegen des Präsidenten ohnehin stärkste Kraft im Passauer Stadtrat. Aber der Reihe nach.

Warum man die Zombie-Truppe Pro Passau auch noch gebraucht hat, erschließt sich hoffentlich nicht einmal dem Wähler. Patriotisch und sozial möchten sie sein und deshalb wollen sie den Europäischen Wochen den Zuschuss von 150.000 Euro streichen und damit Sozialwohnungen bauen. Naja, oder halt eine Wohnung. Oder eine halbe. Oder einen Stellplatz. Wie nennt man das noch mal? Genau!

Apropos Populismus. Eigentlich sind die Seilbahnbefürworter ziemlich dämlich. Haben sie doch dem begabten Wählerstimmenabgreifer Mangold eine Steilvorlage geliefert. In gefühlt 117 Anzeigen für geschätzt eine halbe Million Euro geriert er sich in alter Masche als Stadtbildbewahrer und positioniert sich gegen die Seilbahn: "Vor allem die Berg- und Talstation einer solchen Bahn würden der Altstadt bzw. der Natur auf dem Georgsberg empfindliche Wunden zufügen, eine Schneise in die Bewaldung schlagen und das Stadtbild zerstören." Kleine Frage dazu: Woher weiß der Mann das? Kennt der schon konkrete Pläne? Kann er in die Zukunft blicken? Oder ist das nur ganz, ganz billiger Stimmenfang bei der nicht ganz kleinen Gruppe der Baumstreichler? Ich bin schon auf die nächsten Anzeigen gespannt. "Temelin abschalten, Delfine retten, WM verlegen, Stadtturm glätten, Kim Jong-un und Putin weg, der Anger wird ein Fahrradweg. Mit mir als OB wird alles wahr – Euer Urban Superstar."

Damit wir uns nicht falsch verstehen. All denen, die uns vorgeworfen haben, dass wir von Wahlinfo-Passau uns für die Seilbahn ausgesprochen haben, sei folgendes gesagt. Wir wissen schon auch, dass es vordringlichere Probleme gibt. Und wir wollen auch keine Seilbahn auf Teufel komm raus. Aber wenn es eine stadtbildverträgliche Lösung gibt (und die gibt es sicher, wenn man das Ganze nicht dogmatisch sieht), wenn es eine Investorenlösung ohne größere finanzielle Belastung für die Stadt gibt und wenn man die Bürger dafür begeistern kann – warum sollte man dann keine Seilbahn bauen? Weil der Herr Greipl und der Herr Mangold dagegen sind? Ach so...

Von der Oberbürgermeisterunterstützungspartei SPD hat man die vergangenen sechs Jahre nicht viel mitgekriegt, bis auf das eine Mal, wo der Sturm das Internet verbieten wollte. Nachdem man also als Schweizer Garde des Oberbürgermeisters ohnehin nichts zu melden hat, hat man einfach dieselbe Liste aufgestellt wie die letzten dreimal. Merkt ja eh keiner und wurscht ist es sowieso. Hauptsache der Jürgen wird OB. Solidarität!

Dass der Synek Charly ein guter und integrer Mann ist, ändert leider nichts an der Tatsache, dass es die Grünen als Original, wie oben schon erwähnt, ziemlich schwer haben, sich gegen die Passauer Skurrilität ÖDP zu behaupten. Für Synek und Träger wird es wohl reichen und Frau Tausch könnte sich als würdige Frankenberger-Nachfolgerin vor den Bayerwald-Tätowierten drängen. Nein, war nur Spaß. Ist ja eine ernsthafte Angelegenheit, so eine Wahl. Schwer haben werden es auch die Freien Wähler ohne das alte Schlachtross. Irgendwie ist es ja schade. Stell Dir mal vor, der Feuerer ist weg und dafür kommt der Haimerl wieder. Oder der Atzinger. Nicht auszudenken. Contra Pro Passau – soviel steht fest.

Hab ich wen vergessen?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Niemand Geringeren als die alte, stolze CSU-huhu. Haben wir die letzten Monate noch gescherzt und angedeutet, dass die Schwarzen wohl personelle Probleme haben, wissen wir es seit letztem Samstag ganz genau. Abgesehen von der OB-Kandidatin, auf die ich später noch zu sprechen kommen möchte, gibt es ja auf den Plätzen 1-10 aber so überhaupt keine Überraschung. Welche Überraschungen der Herr Karl da zu sehen vermag, entzieht sich leider meiner Vorstellungskraft. Das Schlimmste ist allerdings, dass es halt in unseren Breitengraden eine unbeeindruckte CSU-Wählerschaft gibt, die dem ganzen Trauerspiel noch etwas abgewinnen kann. Um es mit dem Monaco Franze zu sagen: "Viel schlimmer ist, dass wir in Passau ein Wählerpublikum haben, das hint' und vorn von nix was versteht und sogar jeden Reinfall zu einem einmaligen Erlebnis hochjubelt." Das wäre jetzt Wählerbeschimpfung, wenn ich nicht noch anfügen würde: Ich glaube, dass es diesmal anders kommt.

Dass die Frau Weber zumindest versucht, selbstbewusst aufzutreten, ist ja durchaus lobenswert. Allerdings frage ich mich schon, ob sie das alles ernst meint. "Ich bin ungern zweite Siegerin", hat sie angeblich gesagt. War das auch schon Satire? Will sie damit ausdrücken, dass sie, nachdem ein Sieg ja doch mehr als unwahrscheinlich ist, lieber dritte Siegerin hinter dem spinatähnlichen Gemüse werden möchte? Oder will sie uns damit sagen, dass sie sich vom CSU-Planungsstab hat breitschlagen lassen, aber ungern? Oder glaubt sie wirklich, dass sie eine Chance hat? Das wäre dann ja wirklich lustig. Lustig ist sie scheinbar eh, sonst hätte sie sich für ihre Facebookseite nicht auf Wahlinfo-Passau bedient und außerdem als "e" im "Wer" das gespiegelte Logo vom Oberjürgen verwendet. Jetzt fehlt dann bloß noch, dass sie "Wer-Jürgen-kennt-wählt-Rosemarie-Plakate" aufhängt und sie ist eine ebenbürtige Wahlkämpferin.

Wer die CSU verstehen will, muss das System Seehofer verstehen. Die FAS hat es vorvergangenen Sonntag gut beschrieben. Die Starken köpfen und sich mit Schwachen umgeben. Damit ist ausdrücklich nicht der von mir aufs Höchste geschätzte Dr. Andi gemeint, dem ich auf dem Weg zur Weltherrschaft weiterhin alles Gute wünsche, sondern das ausgetauschte bzw. geschwächte CSU-Bundeskabinett. Was auf Bundes- und Landesebene zumindest im Bezug auf Machterhalt und -ausbau ganz gut funktioniert, ist in Passau in den letzten Jahren eher in die Hose gegangen. Da haben die alten Seilschaften keinen nach vorne gelassen und jetzt wundert man sich, dass geeigneter Nachwuchs fehlt. Egal, Frau Brummer wirds schon richten.

Jetzt zu einem ernsten Thema. Seit ein paar Stunden bin ich ernsthaft verunsichert. Der freieste Herausgeber aller Zeiten meinte nämlich, der Präsident müsse sich neuerdings gut überlegen, was er schreibe und zwar deshalb, weil er für die FDP kandidiere. Touché. Also fast. Aber auch nur dann, wenn er für die FDP kandidieren würde. Tut er aber gar nicht. Er kandidiert doch für Starkes Passau/FDP. Und Starkes Passau besteht ja praktisch ausschließlich aus Satirikern. Außerdem überlegen wir uns hier seit jeher gut, was wir schreiben – auch wenn das keiner merkt. Im Übrigen sollen jetzt die Bürgerblick-Leser auf Facebook kommentieren, ob der Präsident weiterhin für den Bürgerblick schreiben darf. Hätten wir uns jemals eine Perversion ausdenken sollen, die uns in unserem Hobby-Satiriker-Leben noch zustößt, auf diese wären wir nicht gekommen.

Menschen, die Kommentare auf Facebook schreiben, ist ja abgesehen von schlechtem Sex vor allem auch die große intellektuelle Kompetenz eigen, Politisches, Philosophisches und beispielsweise auch Satirisches dialektisch zu beurteilen. Jetzt würde ich den Facebook-Kommentatoren gerne noch ein paar Argumente als Entscheidungshilfe mitgeben, wüsste ich nicht, dass Menschen, die auf Facebook kommentieren, gar nicht in der Lage sind, einen solch langen Text bis hierhin zu lesen. Egal, vielleicht richtet es ihnen jemand aus. Die Themen für die nächsten BB-Kolumnen wären also folgende: 1. Plädoyer für eine höhere Besteuerung der niedrigen Einkommen. 2. Passauer Liste dissen. 3. Plädoyer für eine extreme Senkung des Spitzensteuersatzes. 4. Freie Wähler dissen. 5. Plädoyer für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. 6. ÖDP dissen. 7. Plädoyer für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Oberklasse-Limousinen. 8. Hartz-4-Empfänger dissen...

Ein letzter Satz an alle Spaßbremsen hier, bzw. eine Frage: Warum soll eigentlich ausgerechnet der Präsident nicht zum Stadtrat kandidieren? Soll das Stadtratsplenum nur mit Waschlers, Dickls und Rüthers besetzt sein? Wäre es nicht ganz sinnvoll, es gäbe einen Blogger im Stadtrat, der sich weiterhin in anderer Weise als die Monopolpresse mit Themen auseinandersetzt und diese Monopolberichterstattung auch einmal korrigieren kann? Der Präsident lässt jedenfalls ausrichten, dass er frisch, fromm, fröhlich und frei weiterhin diesen wunderbaren Blog pflegen wird. Und ein allerletztes Schlusswort: Man kann jemandem durchaus vorwerfen, dass er sich das antut. Man kann ihm aber nicht vorwerfen, dass er sich dann eine bestimmte Liste aussucht. Er muss sich halt die suchen, mit denen er die größte Schnittmenge hat.

Urbi et Orbi und ein gutes Neues Jahr

Euer Tölpel


Sonntag, 29. Dezember 2013

Dienstag, 24. Dezember 2013

Volk!

Wir wünschen allen Lesern, Kommentatoren, Freunden, Nicht-so-richtig-Freunden und auch Urban Mangold ein entspanntes Weihnachtsfest und eine schöne, erholsame Zeit.

Kathi, Tölpel, Brian, Armin Dickl und der Präsident

PS: Kolumne kommt erst nach Weihnachten, weil brutalst aggressiv. (Vielleicht)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Suchbild

Finde den doppelten Hotzenplotz!

http://passau-meinewahl.de/dupper-direkt.html

Finde den Rollstuhlfahrer mit Rückgratverkrümmung und den Rechtschreibfehler!

http://passau-meinewahl.de/dupper-persoenlich.html

Sonntag, 15. Dezember 2013

Der Präsident ist verrückt geworden

Oder ist es der Beginn eines Marschs durch die Institutionen?

Wer weiß das alles schon?

Nähere Hintergrundinformationen demnächst hier.

Alle Kommentare mit Diagnosen, Abscheu- und Verachtungsbekundungen sowie ernsthaftem Ausdruck von Trauer und Enttäuschung werden weiterhin gerne veröffentlicht.

Der Präsident von Wahlinfo-Passau

PS: Ich werde mich niemals verbiegen lassen. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort.

PPS: Nur als Vorschau die Pläne – Nach der Wahl des Präsidenten in den Stadtrat wird er in kürzester Zeit mehrfach die Fraktionen wechseln, diese jeweils von innen zermürben und 2020 für die CSU mit 65 % die Oberbürgermeisterwahl gewinnen. Ab dann wirds richtig gut. Fortsetzung folgt.


Freitag, 29. November 2013

Donnerstag, 21. November 2013

Ein Präsident vergisst nichts

Oder: 
Als der Dampf sich nun erhob, sieht man Lampel, der - gottlob! -
lebend auf dem Rücken liegt; doch er hat was abgekriegt.


Irgendwas hat er sicher abgekriegt, der Lampel, dass er heute, im Artikel über die Liste der Passauer Sozis, ebendiese gleich zur jüngsten Liste aller Zeiten macht: "Spitzenkandidat Dupper, der mit 23 Jahren inzwischen Dienstälteste in der SPD-Stadtratsriege."

Das wüssten wir hier aber und wir sind uns sicher, dass der Dupper bestimmt über 30, wenn nicht über 40 ist. Und die Frau Werts ist auch schon 34.

Aber egal. Bemerkenswert ist eher folgendes. Für die SPD, die (so Dupper) "genügend Selbstbewusstsein hat, auf Angriffe unter der Gürtellinie zu verzichten", kandidiert auf Platz 5 Christian Flisek. Wenn das mal nicht eine Frage der Seriosität ist...

PNP-Interview mit Flisek vom 26.02.2013:

Apropos Passauer Belange - werden Sie 2014 auch als Stadtrat kandidieren?
"Das entscheidet die Passauer Stadt-SPD. Ich sag es mal so: Ich stehe zwar grundsätzlich zur Verfügung, gebe aber zu bedenken, dass es auch eine Frage der Seriosität ist, inwieweit man neben einem Bundestagsmandat gleichzeitig noch angemessen ein Stadtratsmandat bekleiden kann."


Ach geh, die Anderen vielleicht nicht, aber ein Flisek packt das schon. Weiter so!

Die Liste sei eine gute Mischung nach Geschlecht, Alter, Stadtteilen und Berufsgruppen, fand Spitzenkandidat Dupper, der mit 23 Jahren inzwischen Dienstälteste in der SPD-Stadtratsriege.

Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_passau/passau_stadt_land/passau_stadt/1116137_SPD-Grosse-Ziele-mit-bewaehrtem-Team.html#plx1246916760

Montag, 18. November 2013

Warum der Präsident von Wahlinfo-Passau nicht Ökostrom-Kunde wurde

Folgende Geschichte hat sich am heutigen Vormittag nicht exakt im Wortlaut, aber doch ziemlich genau so zugetragen.

Der Stromkunde wählt die Nummer des Servicezentrums der Stadtwerke Passau.

SWP-Mann: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident, ich wollte mich bezüglich einer Stromtarifumstellung erkundigen.

SWP-Mann: Geben Sie mir doch bitte einmal Ihre Kundennummer.

Stromkunde: Ja, ich habe zwei, aber ich gebe Ihnen mal eine.

SWP-Mann: Dankeschön, Herr Präsident, worum geht's denn?

Stromkunde: Ich wollte gerne zu Ökostrom wechseln und mich zunächst einmal erkundigen, was mich das kostet.

SWP-Mann: *Erklärt ausführlich, freundlich und kompetent, was die beiden Ökostromtarife im Jahr mehr kosten würden.*

Stromkunde: Ja, wunderbar, dann mache ich das. Kann ich den neuen Tarif jetzt bei Ihnen telefonisch bestellen?

SWP-Mann: Nein, das geht leider nicht. Da müssten Sie sich auf unserer Homepage ein Formular herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und uns zuschicken.

Stromkunde: Oh mei, auf so was habe ich eigentlich gar keine Lust. Ich kann das nicht wie bei anderen Versorgern einfach und unproblematisch telefonisch oder online umstellen?

SWP-Mann: Nein, leider nicht. Aber das Formular finden Sie ganz leicht auf unserer Homepage.

Stromkunde: Na gut, danke. Dann mach ich das halt jetzt so.

Der Stromkunde öffnet die Homepage der Stadtwerke Passau. Er klickt sich mindestens fünf Minuten durch verschiedenste Links und findet – nichts. Zumindest nicht das Gesuchte.
Der Stromkunde wählt ein weiteres Mal die Nummer des Servicezentrums der Stadtwerke Passau.

SWP-Frau: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident, ich habe gerade schon einmal mit einem Kollegen von Ihnen gesprochen. Ich wollte in den Ökostromtarif wechseln und der meinte, ich könne mir da auf Ihrer Homepage ein Formular runterladen. Das finde ich da aber nicht.

SWP-Frau: Ah so. Ja, wir stellen gerade unsere Homepage um. Ich weiß das jetzt auch gerade nicht. Ich schau mal. Moment...

Der Stromkunde hängt eine bis zwei Minuten in der Warteschleife.

SWP-Frau: Ja, ich habe jetzt auch mal gesucht. Das gibts scheinbar wirklich nicht. Ich müsste Ihnen das jetzt zuschicken.

Stromkunde: Und online geht das gar nicht? Das ist aber unkomfortabel.

SWP-Frau: Nein, ich sag ja, ich muss es Ihnen zuschicken.

Stromkunde: Wunderbar. Aber da reicht dann schon ein Vertrag, oder? Ich habe nämlich im selben Haus zwei Zähler und damit zwei Kundennummern.

SWP-Frau: Dann brauchen wir zwei Verträge.

Stromkunde: Ich könnte doch in einen Vertrag beide Kundennummern eintragen?

SWP-Frau: Nein, das geht nicht.

Stromkunde: Wenn man wollen würde, geht vieles. Auch ein Tarifwechsel online zum Beispiel.

SWP-Frau: Nein, es geht halt nicht.

Stromkunde: Ja, wenn man nicht mag, gehts nicht.

SWP-Frau: Das schreibt die Regierung so vor.

Stromkunde: Was?

SWP-Frau: Dass man den Vertrag schriftlich mit Unterschrift abschließen muss.

Stromkunde: Aber ich habe ja schon einen Vertrag mit Ihnen. Ich will ja nur den Tarif wechseln. Bei den Stadtwerken München kann ich das online in einer Minute machen. Schreibt da in München die Regierung was anderes vor?

SWP-Frau: Das geht uns nichts an, was die in München machen. Soll ich Ihnen die zwei Verträge jetzt schicken oder nicht?

Stromkunde: Ja, schicken Sie mal. Aber ich glaube, ich mag jetzt eh nicht mehr.

SWP-Frau: Gut. Wiederhören.

Der Stromkunde wählt sich mit seinem Nutzernamen und Passwort in sein Kundenkonto der Stadtwerke München ein. Dort könnte er mit wenigen Klicks zum Ökostromtarif wechseln.
Fassungslos wählt er die Servicenummer der Stadtwerke München.

SWM-Mann: *Meldet sich freundlich am Telefon.*

Stromkunde: Grüß Gott, mein Name ist Präsident. Nur eine Frage... Kann ich in meinem Kundenkonto online zum Ökostromtarif wechseln?

SWM-Mann: Aber selbstverständlich, Herr Präsident, das geht in einer Minute.

Stromkunde: Wirklich?

SWM-Mann: Na klar. Warum denn auch nicht?

Stromkunde: Ok, danke, auf Wiederhören.

SWM-Mann: Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Auf Wiederhören.

Mittwoch, 13. November 2013

Abgeseilt und aufgedeckt

Lieber Tölpel!

Am 14. Februar 1887, wenige Tage nach Baubeginn des Eiffelturms in Paris, veröffentlichten Guy de Maupassant und andere französische Intellektuelle in der Zeitung "Le Temps" folgende Zeilen: "Wir Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Architekten und leidenschaftliche Liebhaber der bisher unangetasteten Schönheit von Paris protestieren im Namen des verkannten französischen Geschmacks mit aller Kraft gegen die Errichtung des unnötigen und ungeheuerlichen Eiffelturms im Herzen unserer Hauptstadt, den die oft vom gesunden Menschenverstand und Gerechtigkeitsgefühl inspirierte Spottlust der Volksseele schon den Turm zu Babel getauft hat. […] Um zu begreifen, was wir kommen sehen, muss man sich einen Augenblick einen schwindelerregenden, lächerlichen Turm vorstellen, der wie ein riesiger, düsterer Fabrikschlot Paris überragt, muss sich vorstellen, wie alle unsere Monumente gedemütigt, alle unsere Bauten verkleinert werden, bis sie in diesem Alptraum verschwinden. […]“

Als das Ding zwei Jahre später eröffnet wurde, waren aber dann alle irgendwie begeistert bis euphorisch. Und zwar wirklich alle. Merkst Du was? Mit ähnlich drastischen Beschreibungen argumentieren in Passau die Seilbahngegner. Wobei das nicht nur retrospektiv, wie in Paris, sondern bereits im Vorfeld lustig anmutet. Wir sind uns ja alle einig, dass Passau eine wunderschöne (wenn nicht die allerschönste) Kleinstadt ist. Versetzen wir uns aber mal in den Besucher, der von Westen kommend in Richtung Altstadt fährt. Was sieht der, wenn er nach Osten blickt? Schanzlbrücke, Schanzlturm, Anger. Und da soll eine Seilbahn, die ja nicht von der Paulskirche über den Dom zum Rathaus, sondern links davon zum Oberhaus führt, das Stadtbild stören? Aber wirklich nicht. In Manhattan, in Barcelona, am Zuckerhut in Rio gibts übrigens nicht nur eine ganze Menge an Weltkulturerbe, sondern jeweils auch eine Seilbahn. 

Bei uns in Passau wird es zwar nichts mit dem Weltkulturerbe, aber eine Seilbahn darf es auch nicht sein. Die Argumentation der Gegner ist mir jedenfalls nicht nachvollziehbar. Zwar ist ihre Galionsfigur immerhin der zukünftige Ex-Chef des Landesamts für Denkmalpflege, aber letztlich handelt es sich da auch nur um eine Einzelmeinung. Und dann gibt es noch die, die jetzt schon wissen, dass eine Seilbahn wirtschaftlich nicht rentabel sein wird. Das ist aber wirklich nicht das Problem der Stadt. Eine Seilbahn wird es nur geben, wenn sich ein Investor findet, der sie baut und betreibt. Dass die Mehrheit der Passauer Stadträte dieses Mal der Forderung von Starkes Passau / FDP nach einem Ratsbegehren hinterher hechelt, lässt zumindest auf eine gewisse Vorahnung schließen, dass die Passauer Bürger dem Seilbahnprojekt eher positiv gegenüberstehen. 

Besonders nervös ist derzeit die CSU. Die Partei, deren Papa Seehofer den Populismus ja erfunden zu haben scheint, hat diesbezüglich in Passau eher kein glückliches Händchen, bzw. Öhrchen am Bürger. Aber auch die OB-Kandidaten-Suche gestaltet sich als schwierig. War da nicht auch mal der Denkmalschützer Greipl im Gespräch? Der kandidiert jetzt allerdings auf der Liste der ÖDP. Stell Dir mal vor, die hätten wirklich was zu sagen. Die würden alles rückbauen. Die entscheidende Frage ist natürlich in der Konsequenz, wie das alte Passau aussieht? Eigentlich ja wie ein Römerlager. Dann müsste man halt den Dom schleifen. Macht aber nichts. So steht er nämlich der Seilbahn vom Castra Batava zum Boiotro nicht im Weg.

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Die Seilbahn ist aber wohl nicht unser einziges Thema. Obwohl am Rande dieser Diskussion ein paar andere interessante Aspekte ans Licht kommen. Wenn es tatsächlich stimmen sollte (wie manche Seilbahnkritiker meinen), dass die Besucher unserer Stadt die paar Euro für die Seilbahn scheuen würden, dann frage ich mich schon, wie es um die Qualität des Passauer Tourismus bestellt ist. Quantität ist ja ganz schön und mit steigenden Besucherzahlen kann man vordergründig recht gut angeben. Allerdings sollten die Horden von Touristen schon ein paar Euro da lassen. Einer solventeren Klientel muss man aber auch was bieten. Kongresse, Einkaufsmöglichkeiten, Hotellerie – da ist noch viel Luft. 

Ich wurde kürzlich gefragt, wo man in Passau erstklassig absteigen kann. Der Mann ist dann nach Griesbach gegangen. Mir ist schon klar, dass man ohne tatsächlichen Bedarf kein Fünf-Sterne-Haus hinstellen kann. Aber diesen Bedarf muss man halt schaffen. Die Marke Passau darf ruhig ein bisschen luxuriöser werden. Wenn ich die Stadt in Fernsehzeitungen bewerbe, dann kommen logischerweise die Fernsehzeitungsleser. Noch eine selbsterlebte Geschichte. Ich habe im Zug nach München zwei ältere Damen kennengelernt, die mir von ihrer Donaukreuzfahrt erzählt haben. Auf meine Frage, ob sie sich denn auch Passau angesehen hätten, kam die Antwort: Ja, klar. Auf dem Weg zum Bahnhof. Sie waren aber schon in Eile. So hatten sie keine Zeit mehr, etwas zu essen oder zu trinken. 

Anderes Thema. Kann mal jemand im beginnenden Wahlkampf die CSU auf ihren Standpunkt zur Nordtangente festnageln? Oder müssen wir das wieder tun? Wahrscheinlich. Lieber Andi Scheuer, liebe Passauer CSU, wie steht Ihr denn jetzt zum Anetsederschen Blaumilchkanal? Pro oder Contra? Das würde die Passauer Wähler bestimmt interessieren. Und was ist eigentlich mit dem Radfahrtunnel? (Diese Frage geht übrigens auch an die SPD) Ist der jetzt für immer gestorben oder grabt Ihr das Thema in ein paar Jahren wieder aus? 

Wenn man übrigens auf dem Scheißhaus sitzt und heimlich mithört, wie draußen jemand sagt, "die CSU ist doof", kommt man mit dieser Story in die BILD-Zeitung. Wenn man sich als Journalist mit der Staatsmacht anlegt und dafür überwacht und verfolgt wird, kommt man damit zwar in die Süddeutsche, aber noch lange nicht in die PNP. Zumindest nicht, wenn besagter Journalist dem Passauer Fast-Medien-Monopolisten ein Dorn im Auge ist. Mich interessiert wirklich, was passieren würde, wenn der Hubsi den Pulitzer-Preis und der Präsident von Wahlinfo-Passau den Friedens-Nobelpreis erhalten würden. Erscheint dann an dem Tag keine PNP? Oder der Präsi wird Oberbürgermeister? PNP vom 17. März 2014: "Erneute Sedisvakanz in Passau. Oberbürgermeisteramt bleibt sechs Jahre unbesetzt."

Per aspera ad astra.

Dein Tölpel



Dienstag, 29. Oktober 2013

Aktuelle BILD-Umfrage

Wer ist der schönste Mann im Deutschen Bundestag?

Aktueller Stand

Platz 1: Christian Flisek















Platz 2: Peter Altmaier

















Platz 3: Cajus Julius Caesar

















Platz 4: Renate Künast

















Platz 5: Andreas Scheuer


Dienstag, 22. Oktober 2013

Parteifrei und Spaß dabei

Oder: Onkel Alois erklärt uns seine Welt 

Oder: Schwindsucht führt zu Realitätsverlust

Ein Kommentar des Präsidenten von Wahlinfo-Passau

Dieses Mal hat er sich selbst übertroffen. Alois Feuerer, bekannt und beliebt für seine Kernkompetenz, der einzige Checker von Passau zu sein, ist nämlich nicht nur mit Unfehlbarkeit gesegnet, sondern kann mittlerweile sogar in die Zukunft sehen.

So teilt er dem PNP-Leser heute mit, die Kandidaten der neuen Gruppierung "Starkes Passau" seien nicht parteifrei, sondern nur "angeblich parteifrei". Dies verwundert aus verschiedenen Gründen. Zum einen würde die Behauptung, die Kandidaten von "Starkes Passau" wären durchwegs nicht parteifrei, ja voraussetzen, dass Feuerer bereits alle Kandidaten kennt und von seinem privaten Geheimdienst auf eine etwaige Parteizugehörigkeit überprüfen hat lassen.

Zum anderen ist es vor allem aber eine veritable Themaverfehlung, einer Gruppierung, die mit der FDP (die ist ja noch nicht einmal "angeblich parteifrei") eine Listenverbindung eingeht, ein Problem mit ihrer Parteifreiheit vorzuwerfen. Das interessiert doch auch keinen Menschen und soll primär nur von Feuerers Hauptproblem ablenken: Er und seine FWG werden doch vom Bürger vorrangig mit "ei ei ei" wahrgenommen – Gschaftlhuberei, Besserwisserei, Rechthaberei.

So ist sein Vorstoß noch nicht einmal "angeblich verzweiflungsfrei", sondern durchschaubar von Verärgerung geprägt und zeigt deutlich die mangelnde Einsichtsfähigkeit, dass der Stern mancher Gruppierungen halt rapide sinkt und die Zeiten sich ändern.

Apropos rapide sinkender Stern. Kann man Feuerers Motivationslage noch mit Ärger und Missgunst interpretieren, spiegelt die jüngste Erklärung der Passauer Liste erkennbar Panik und Entsetzen wider. Nachdem die an Schwindsucht leidende Liste im Hinblick auf Eigenaktivität nur noch als Wurmfortsatz der FDP wahrgenommen werden konnte, suchte die Resttruppe in einem Anfall von Realitätsverlust ihr Heil in der Flucht und teilte mit, nicht mehr mit der FDP gemeinsam zur nächsten Kommunalwahl antreten zu wollen.

Nach der nun erfolgten und nur logischen Trennung der Fraktionen meint man jetzt bei der PaL, mit drollig-peinlichen Verlautbarungen auffallen zu müssen. Freundlich formuliert nennt man so etwas Pfeifen im Walde, drastischer könnte man auch Angstbeißerei dazu sagen. Wenn man die exponiertesten Köpfe bereits verloren hat und weiterhin befürchten muss, dass die Listenflucht noch nicht zu Ende ist (man hört so einiges), ist es doch schon ein bisschen lächerlich, von der mangelnden Kraft der Anderen zu fabulieren. 

Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab. Manche haben es kapiert, manche noch nicht.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Hallo pnp.de!

Glaubt Ihr, dass Ihr mit diesen vier Antwortalternativen das gesamte Meinungsspektrum auch nur annähernd abbildet? 

Meint Ihr des Weiteren nicht, dass der Nicht-Hardcore-PNP-Fan die vorgegebenen Antworten für tendenziös halten könnte?

Ach – Ihr wisst nicht was "tendenziös" bedeutet? Wir haben es befürchtet...


Mittwoch, 9. Oktober 2013

Jeder sechste Erwachsene in Deutschland liest wie ein Grundschüler

Jeder Erwachsene bei der PAWO schreibt wie ein Grundschüler


Dienstag, 1. Oktober 2013

Passau von A bis Z

Nachdem das Passau-Abc in der PNP letzten Samstag ein ziemlicher Quatsch war und wir darüber hinaus auch nett gebeten wurden – hier nun das richtige Passau-Abc:

Andi – Auch: Dr. Andi oder der Scheuer Andi. Plante seine Karriere als Berufspolitiker früh und trat bereits als Nasciturus in die CSU ein. Wird wahrscheinlich irgendwann mal Minister.

Bürgerliste – Zwischenzeitlich: Junge Liste. Derzeit: Passauer Liste. Demnächst: Rote Liste (gefährdeter Arten).

CSU – Bayerische Staatspartei. Im Passauer Stadtrat relativ bedeutungslos. Dauerbeleidigt, weil nicht an der Macht. Versorgt ansonsten ihre Mitglieder mit Mandaten und Direktorenposten. 

Domplatz – Schönster Parkplatz nördlich der Alpen. Veranstaltungsort für die Advents-Dult, auf der übersüße alkoholische Getränke konsumiert und erbrochen werden.

Ehrenring – Auch: Sitzfleischorden oder Absitzprämie. Wird Stadträten für jahrelanges Dabeisein ohne Ansehen einer persönlichen Leistung verliehen.

Fronleichnamsprozession –  Pflichtveranstaltung für Bürgermeister, Stadträte und Kleinstadt-Honoratioren. Nichtteilnahme wird von der Inquisition (PNP) schwer sanktioniert und daher von o.g. Personenkreis selbst bei schwerer Krankheit oder Abfall vom Glauben überwiegend vermieden.

G-Punkt – Auch: Georgsberg-Punkt oder Tunnelbau-Zone. Von diversen Tunnelbau-Propagandisten erfundener geographischer Punkt am Fuße des Georgsbergs (zwischen Niederhaus und Schanzl), dessen Existenz jedoch nicht nachgewiesen ist.


Heisl Joe – Synonym für das Passauer Phänomen, dass, egal welche Figur die CSU als Direktkandidaten aufstellt, diese Figur ohne Ansehen der Person in das jeweilige Parlament/Organ gewählt wird.

Innstadt – Wohnort von M, O und W. Wird deshalb demnächst wieder geflutet oder für einen symbolischen Euro an Österreich verkauft.

Jahrstorfer – Auch: Jassi oder der Partyschreck. CSU-Stadtrat bis 2008. Mit seinem Ausscheiden verlor die CSU-Fraktion das einzige Mitglied, das den städtischen Haushalt lesen konnte.

Kunst – Mehr als die Hälfte aller Passauer sind Künstler oder Kunstfunktionäre und fallen somit aus der Arbeitslosenstatistik.

Lochblech-Bilka – Auch: Stadtgalerie oder Waidler-Mall. Spiegelt mit seinem Sortiment das Elend kleinstädtischen Wollens-Aber-Nicht-Könnens wider.

Mangold – Auch: Spargel des armen Mannes. Gemüsepflanze. Gehört zur Gattung der Rüben. Roh schwer verträglich.

Nebel, Neue Mitte, Nichtraucherschutzgesetz – Gründe für die dauerhaft schlechte Laune des Passauers, die gelegentlich in Politiker-, Kabarettisten- oder ZOB-Schläger-Karrieren mündet.

Oberjürgen – Auch: Oberbürgermeister oder der Dupper Jürgen. Früher SPD, jetzt OB. Braucht keine Opposition, weil er ist schon Demokrat.

PNP – Auch: Passauer Neue Presse oder Heimat(schutz)zeitung. Besteht aus einem Mantel- und dem Lokalteil. Der Mantelteil wird vom Passauer überwiegend zum Fensterputzen oder für Katzenklos benutzt. Der Lokalteil wurde früher häufig, mittlerweile selten von Redakteuren aus Passau betreut; heute werden die Artikel überwiegend von Praktikanten aus Nordrhein-Westfalen geschrieben. Der Lokalteil beinhaltet zu 80 % kirchliche Nachrichten, zu 13 % Stadtpolitik und zu 5% Berichterstattung über Richard Schaffner.

Quo vadis – Auch: Bevölkerungsrückgang. Wird von Stadtverantwortlichen negiert, ignoriert oder totgeschwiegen. Somit wird auch nichts dagegen unternommen. Wird also zunehmen.

Rathaus – Passau hat die fähigsten und engagiertesten Rathausmitarbeiter der Welt. Bis sie auf Facebook kündigen. Dann nicht mehr.

Sichtbeton – Bauweise der unbedeutenden christlichen Sekte "Evangelische Kirche", um ihre jämmerlichen Gebäude sichtbar von den Prachtbauten der katholischen Staatskirche abzugrenzen.

Talente – Aus Passau und Umgebung stammen viele berühmte Talente, wie z.B. Florian Silbereisen, Sebastian Frankenberger, Julia Schober oder Carlo Rosetta, der Erfinder und Interpret des einzigen und originalen Passau-Lieds.

Umgehungsstraße – Auch: Nordtangente. Lieblingsthema einiger Verschwörungstheoretiker aus dem nördlichen Landkreis. Bleibt in der Schublade.

Veranstaltungen – Die berühmteste Veranstaltung in Passau heißt "Los Wochos" oder auch "EW", mit dem jährlichen Haupt-Act Miroslav Nemec. Ansonsten gibt es noch die Tschärity-Gala und Peter Maffay war mal mit Tabaluga da.

Waschler – Siehe Erklärung Andi (ohne Minister) und Heisl Joe. (@ W. Weitzdörfer: Wie kommt man bei "W" eigentlich auf "Wittgasse"?)

Xenophilie – Der Passauer ist sehr fremdenfreundlich, obwohl er im Übermaß von C-Klasse-Touristen und Party-Studenten heimgesucht wird. Selbst die griechische Küche in ebensolchen Restaurants toleriert er – auch in Ermangelung eines herausragenden gastronomischen Angebots – stoisch.

Yellow Press – Trotz seiner bescheidenen Größe gibt es in Passau gleich mehrere Boulevard-Blätter, die allerdings alle den Betreibern o.g. Kirchenblatts gehören. Dort können Eltern schlüpfrige Bildunterschriften zum Foto ihrer, sich in schäbigen Clubs herumtreibenden, minderjährigen Töchter lesen.

Zillinger – Guter Mann. Im Ernst.

Donnerstag, 26. September 2013

Neuigkeiten aus Tschurangrati

(Tschurangrati) Nachdem der 47. Sohn des Königs von Tschurangrati bei den Parlamentswahlen vor fünf Jahren knapp nicht in das Parlament von Tschurangrati eingezogen ist, weil seine 46 Brüder und alle 134 Cousins den Einzug schafften, wurde für ihn damals – nachdem sich kurzfristig ein Bedarf gezeigt hatte – das Amt des königlichen Schlaglochzählers für die palasteigene Autobahn zum Flughafen geschaffen.

Bei den Parlamentswahlen vor zwei Wochen zog der 47. Sohn des Königs von Tschurangrati zu seiner und der Freude der gesamten königlichen Familie wieder in das Parlament ein.

Die Stelle des königlichen Schlaglochzählers wird nach Angaben des Autobahnministeriums nun ersatzlos gestrichen, weil sich während der verdienstreichen Amtszeit des 47. Sohnes des Königs von Tschurangrati eindeutig gezeigt hat, dass sich auf der 7,8 km langen Privatautobahn des Königs überhaupt keine Schlaglöcher befinden, weil die Autobahn ohnehin alle sechs Monate neu asphaltiert wird.

Der 47. Königssohn verbessert sich auch finanziell. Statt 37 Kilogramm Gold pro Jahr erhält er nun als Abgeordneter 38 Kilogramm Gold pro Jahr und einen Blankogutschein für Fotoausrüstung.


Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag vom 08. November 2008!

Sonntag, 22. September 2013

Heute ist eines klar:

Die FDP ist tot. Es lebe die FDP.

(Aber anders)

Montag, 16. September 2013

Die Wahlanalyse

Die Sensation: CSU-Mann Waschler holt das Direktmandat "im schwierigsten Stimmkreis der Welt" (Waschler), Passau-Ost, in dem sonst traditionell nur SPD, Bayernpartei oder Urban Mangold gewählt werden.

Die Tragödie: CSU-Taferlbub Koller scheitert zum zweiten Mal wegen Waschler. Hätte er Waschlers Zweitstimmen aus Passau-West erhalten, wäre er zumindest erst am Pförtner des Maximilianeums gescheitert.

Die gute Nachricht: Der sympathische CSU-Minister Brunner holt das Direktmandat irgendwo an der tschechischen Grenze und wird außerdem niederbayerischer CSU-Listenkönig. Damit heben er und seine Familie auch zukünftig das Durchschnittseinkommen des Stimmkreises um 28 %.

Die sehr gute Nachricht: SPD-Mann Roos zieht wieder in den Landtag ein, obwohl er nach eigener Einschätzung ein "Depp" ist (Quelle: pnp.de). Viel Kohle für wenig Geld.

Die sehr schlechte Nachricht: Schmuddel-Model Josefa Schmid zieht nicht in den Landtag ein, weil ihre doofen Parteikollegen weder singen können noch ein Körpermodel haben.

Die gute Frage: Sollten Sibler und Brunner in der nächsten Legislaturperiode den gesamten Gewinn der BayernLB unterschlagen, würde sie dann der Wähler mit 46,63 % (Ergebnis Direktmandat Passau-Ost) abstrafen?

Fazit: Alles bestens.

Samstag, 7. September 2013

Sie wollen in den Bezirkstag

Wird aber im Stimmkreis Passau-Ost schwierig mit der Auswahl. 

Josef Heisl, CSU:

"Mein Grundsatz lautet: leben und leben lassen."

Max Brandl, SPD:

"Ihr Lebensmotto? Leben und leben lassen."

Boris Burkert, B90/Die Grünen:

"Ihr Lebensmotto? Leben und leben lassen."

Hans Kapfer, Bayernpartei:

"Ihr Lebensmotto? Leben und Leben lassen."


(Alle Zitate aus der PNP vom 07.09.2013, man beachte die unterschiedlichen Schreibweisen.)


Montag, 2. September 2013

Darum Dr. Andi!

Frage: Was ist mit Ihnen auf keinen Fall zu machen?

Scheuer: Überredung ohne die geringste Einsicht.

Donnerstag, 29. August 2013

Sonntag, 25. August 2013

Weltexklusiv auf Wahlinfo-Passau

Das neuste Video von Josefa Schmid


Mittwoch, 14. August 2013

Angetreten und abgewatscht

Lieber Tölpel!

Der Präsident von Wahlinfo-Passau hat seinen Lieblingsmitarbeiter des Monats gekürt. Es ist – was nicht überrascht – Josef Heisl jun. oder wie seine Fans ihn nennen: hey hoe, Heisl Joe. Sein Wahlkampfvideo, was weiter unten auch betrachtet werden kann, ist so ziemlich das genialste, das ich seit langem gesehen habe. Da erfährt man nicht nur, dass demnächst Reichstagswahlen anstehen, sondern auch, dass der Heisl Sepp/Joe/Josef jun. nicht irgendso ein Depp ist, weil man ihn oft auf dem Volksfest sieht und man mit ihm einen trinken kann. Das Interessanteste ist allerdings ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den Heisl Joe auszeichnet: Es geht ihm nicht ums Geld. Damit dürfte er in der Politik der Einzige sein, zumindest bei der CSU und es stellt sich die Frage, warum er dann nur für den Bezirkstag kandidiert und nicht für den Reichstag oder gleich als Reichskanzler. 

Auf seiner Homepage ist dann auch schon ein erster Anflug von sympathischem Größenwahn zu erahnen, weil er sowohl in der Rubrik "Das bin Ich" als auch bei "Do bin I dahoam" Ich konsequent groß schreibt. Auch die vielen Fotos sind aussagekräftig. Natürlich darf der Johnny Depp der Passauer CSU – unser Dr. Andi – nicht fehlen und ansonsten stellt man einen leichten Fischfetisch und eine Hingezogenheit zum sexsüchtigen Drogenabhängigen John F. Kennedy fest. Ganz selbstbewusst und staatsmännisch duzt und siezt er seine Leser im Wechsel und schleicht sich nicht zuletzt damit in unsere Herzen. Alle drei Stimmen für Josef Heisl jun.! Hey hoe, Heisl Joe!

Ganz stark ist übrigens auch der Wahlkampf von den Sozis. Ich meine, wir sind uns ja wohl alle einig, dass der Seehofer in Bayern Politik macht nach dem Motto "Was schert mich mein Geschwätz von gestern". Wenn man allerdings über das missglückte Bild des Kandidaten Ude nachdenkt, wo er das Wort "Wort" in der Hand hält (Ein Ministerpräsident, der Wort hält. Spitzenidee!), kommt man schon ein bisschen ins Grübeln. So eine Wortskulptur kann man ja leicht drehen und wenden, wie man will. Man kann sie auf den Kopf stellen oder einfach in die Tonne schmeißen. Außerdem muss ich immer an den Satz denken: "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort." Irgendwie haben die Roten alles ziemlich vermasselt und aus dem Projekt Regierungswechsel ist das Projekt 18 geworden.

Aber es liegt schon auch an der bayerischen Mentalität. Bestes Beispiel: Passau. Da kandidiert einer für die CSU zum Landtag, den wollten nicht einmal die eigenen Leute als Kandidaten. Das wiederum ist er dann aber trotzdem geworden, weil einer gegen ihn angetreten ist, der auf jedem Foto immer so aussieht, als hätte er eben noch von der Mama eine Watschen gekriegt. Aber zurück zum Thema. Würde man die Passauer fragen "Wünschen Sie sich, dass Gerhard Waschler in der Politik eine wichtigere Rolle spielt?", würden mit Sicherheit mehr als 50 % antworten: "Aber ganz sicher nicht." Aber wählen werden ihn dann wohl doch wieder genug. Wir sind schon ein lustiges Völkchen, wir Bayern. Oder?

Wieso kandidiert eigentlich der Urban Mangold zum Bezirkstag? Die vom ÖAMTC, oder wie sie heißen, haben sich doch eigentlich auf die Fahnen geschrieben, dass sie Sinnloses abschaffen wollen. Das mit dem Senat haben sie damals noch mit einem Volksentscheid organisiert. Aber jetzt? Will der Mann sich in den Bezirkstag wählen lassen, dann putschen und das Ding auflösen? Abgefahrener Plan – aber ob der hinhaut? Muss er wohl, weil der Urbi hat uns ja schon versprochen, dass er in der nächsten Legislaturperiode wieder den Bürgermeister macht. Bis Mai muss also der Bezirkstag abgewickelt sein. Hund sans scho, diese ÖAMTCler.

Und sonst?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich wollte mich ja auch mal auf der Homepage der Passauer ÖDP informieren, wer da eigentlich wofür kandidiert. Da findest Du aber bloß das Programm zur Stadtratswahl. Hoppala, habe ich mir im ersten Moment gedacht: Die sind aber schnell. Bis ich gemerkt habe, dass es um die Wahl 2008 geht.

Da lobe ich mir den Roos. Der publiziert sich auf seiner Facebook-Seite einen ab, dass einem ganz schwindlig wird. Allerdings haut er für einen knapp 60-jährigen Abgeordneten ganz schön auf die Kacke. Beim Slogan auf seiner Homepage "Volle Dose, voller Erfolg!" habe ich ja nur Bilder im Kopf, die ich hier aus Jugendschutzgründen nicht näher beschreiben will. Auf seiner Facebook-Seite wird es dann eher ein wenig touretteartig. Die CSU ist "megadoof", den Ministerpräsidenten nennt er "Horsti" und im übrigen fordert er: "Schluss mit CSU-Giftfilz gegen die Gewaltenteilung." Was, bitte schön, ist Giftfilz? Ich kenne nur Giftpilz. Vielleicht hat er so einen gegessen?

Lustig finde ich übrigens auch, wenn man sich ausgerechnet das Medium Facebook aussucht, um sich zu beklagen, dass wir von NSA und BND ausspioniert werden. Das ist ungefähr so, wie wenn ich meiner Prostituierten vom tschechischen Straßenstrich vorjammere, dass ich so Angst vor Geschlechtskrankheiten habe. Aber diesen Facebook-Mist kann man wohl nicht mehr stoppen. Sogar die Grünen und die Orangen, die wahrscheinlich zuhause alle ihre Kamera am Notebook abkleben, treiben sich auf Facebook rum.

Apropos böse Technik. Jetzt will ein Münchner Unternehmen den Passauern kostenlos ein WLAN in der Innenstadt zu Verfügung stellen. Hilfe, hilfe! Da werden wir ja total verstrahlt. Wo bleibt der Aufschrei der Sichtbetongegner und Baumstreichler? Jetzt haben wir schon diese Mobilfunkmasten, von denen unser Hirn und unsere Hoden schrumpfen und jetzt auch noch WLAN. Aber das ist ein Geschenk wegen des Hochwassers und das darf man nicht ablehnen. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass uns irgendwer Glasperlen und Süßigkeiten schenkt, quasi als Hochwasserentschädigung. 

Und ganz ehrlich: Jetzt wo wir diese Flashmove-Peinlichkeit überstanden haben, reichts auch langsam mit den Festen wieder. Vielleicht denkt man jetzt lieber, auch über die Wahlen hinaus, darüber nach, wie vernünftiger Hochwasserschutz aussieht. Der Synek will ja eine Mauer in Hals bauen. Das ist ja einmal eine nette Idee. Wo eigentlich genau und wie hoch? Und warum eigentlich nur in Hals? So eine sechs Meter hohe Mauer würde sich ja am Donau- und Innkai auch gut machen. Think big! Aber das ist natürlich alles Käse. Nehmt doch beim nächsten Hochwasser lieber einen, dem eh alles wurscht ist (z.B. den Heindl) oder der noch was werden will (z.B. den Dickl) und den schickt ihr dann mit einem Lastwagen voller Sprengstoff donauaufwärts und dort soll er dann zwischen Straubing und Deggendorf die Dämme sprengen. Das ist effektiver Hochwasserschutz – für Passau halt. Eine Riesenidee.

Ja, und dann habe ich noch gelesen, dass die Passauer Kinderklinik ein Ronald-McDonald-Haus (Das Wort muss man mit Bindestrichen durchkoppeln, gell liebe PNP.) bekommt. Das ist ja wieder nicht zu Ende gedacht. Ich finde, Camel sollte einen Raucherraum sponsern und Paulaner eine Bierinsel. Schon wieder eine Riesenidee! Ich finde, ich sollte in der Politik eine wichtigere Rolle spielen.

Tschauiii

Dein Tölpel

Donnerstag, 8. August 2013

Heute kostenlos!

Die besten Sprüche für CSU-Wahlplakate zur freien Verwendung. Greifen Sie zu!

Bestimmen richtet Vertrauen.

Vertrau der bestimmten Richtung!

Hey hoe, Heisl Joe!

Richtern vertrauen? Bestimmt!

Vertrau dem richtigen Bestimmer!

Zicke zacke, zicke zacke, Heisl Joe.

Adenauer, Angela, Andi.

Finger im Po, Heisl Joe.

Vertraute Richtung – beide Stimmen!

Hey Joe, a-where you goin' with that gun in your hand.

Wer mir vertraut, kann sich bestimmt gleich selbst richten.

Hey Joe, I heard you shot your woman down.

Trau Dich! Stimm' richtig! 

Hey Joe, say now where you gonna run to now? 

Je doller, desto Koller.

Klingelingeling, klingelingeling, hier kommt der Watschenmann.

Je Koller, desto voller.

Au, nervt er. Bimst mich Rettung. (Das war ein Anagramm)


Nachtrag:

Und hier auf mehrfache Anregung noch die besten Sprüche für SPD-Wahlplakate. Auch völlig umsonst.

Volle Dose, voller Erfolg. (Nein, der ist Quatsch)

Volle Hose. Stuhlgang erfolgt.

Rote Roose. Tote Hose.

Volle Meise. Gute Reise.

Große Pose, fade Soße. 

Volle Dosen für jeden Langzeitarbeitslosen.

Wilhelm Hoegner ist tot und mir geht's auch schon ganz schlecht.

SPD wieder in den Landtag! Bitte!


Und hier noch ein Beispiel, wie man ein richtig geiles Wahlkampfvideo macht:




Mittwoch, 7. August 2013

Berlin Tag & Nacht

 Die coolste WG Berlins



Neue Folge exklusiv auf Wahlinfo-Passau:

Der neue Mitbewohner


Freitag, 2. August 2013

Suchbild

Unter den vier Teenies hat sich ein Staatssekretär versteckt. Wer findet den Schlingel?