Donnerstag, 29. August 2013
Sonntag, 25. August 2013
Mittwoch, 14. August 2013
Angetreten und abgewatscht
Lieber Tölpel!
Der Präsident von Wahlinfo-Passau hat seinen Lieblingsmitarbeiter des Monats gekürt. Es ist – was nicht überrascht – Josef Heisl jun. oder wie seine Fans ihn nennen: hey hoe, Heisl Joe. Sein Wahlkampfvideo, was weiter unten auch betrachtet werden kann, ist so ziemlich das genialste, das ich seit langem gesehen habe. Da erfährt man nicht nur, dass demnächst Reichstagswahlen anstehen, sondern auch, dass der Heisl Sepp/Joe/Josef jun. nicht irgendso ein Depp ist, weil man ihn oft auf dem Volksfest sieht und man mit ihm einen trinken kann. Das Interessanteste ist allerdings ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den Heisl Joe auszeichnet: Es geht ihm nicht ums Geld. Damit dürfte er in der Politik der Einzige sein, zumindest bei der CSU und es stellt sich die Frage, warum er dann nur für den Bezirkstag kandidiert und nicht für den Reichstag oder gleich als Reichskanzler.
Auf seiner Homepage ist dann auch schon ein erster Anflug von sympathischem Größenwahn zu erahnen, weil er sowohl in der Rubrik "Das bin Ich" als auch bei "Do bin I dahoam" Ich konsequent groß schreibt. Auch die vielen Fotos sind aussagekräftig. Natürlich darf der Johnny Depp der Passauer CSU – unser Dr. Andi – nicht fehlen und ansonsten stellt man einen leichten Fischfetisch und eine Hingezogenheit zum sexsüchtigen Drogenabhängigen John F. Kennedy fest. Ganz selbstbewusst und staatsmännisch duzt und siezt er seine Leser im Wechsel und schleicht sich nicht zuletzt damit in unsere Herzen. Alle drei Stimmen für Josef Heisl jun.! Hey hoe, Heisl Joe!
Ganz stark ist übrigens auch der Wahlkampf von den Sozis. Ich meine, wir sind uns ja wohl alle einig, dass der Seehofer in Bayern Politik macht nach dem Motto "Was schert mich mein Geschwätz von gestern". Wenn man allerdings über das missglückte Bild des Kandidaten Ude nachdenkt, wo er das Wort "Wort" in der Hand hält (Ein Ministerpräsident, der Wort hält. Spitzenidee!), kommt man schon ein bisschen ins Grübeln. So eine Wortskulptur kann man ja leicht drehen und wenden, wie man will. Man kann sie auf den Kopf stellen oder einfach in die Tonne schmeißen. Außerdem muss ich immer an den Satz denken: "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort." Irgendwie haben die Roten alles ziemlich vermasselt und aus dem Projekt Regierungswechsel ist das Projekt 18 geworden.
Aber es liegt schon auch an der bayerischen Mentalität. Bestes Beispiel: Passau. Da kandidiert einer für die CSU zum Landtag, den wollten nicht einmal die eigenen Leute als Kandidaten. Das wiederum ist er dann aber trotzdem geworden, weil einer gegen ihn angetreten ist, der auf jedem Foto immer so aussieht, als hätte er eben noch von der Mama eine Watschen gekriegt. Aber zurück zum Thema. Würde man die Passauer fragen "Wünschen Sie sich, dass Gerhard Waschler in der Politik eine wichtigere Rolle spielt?", würden mit Sicherheit mehr als 50 % antworten: "Aber ganz sicher nicht." Aber wählen werden ihn dann wohl doch wieder genug. Wir sind schon ein lustiges Völkchen, wir Bayern. Oder?
Wieso kandidiert eigentlich der Urban Mangold zum Bezirkstag? Die vom ÖAMTC, oder wie sie heißen, haben sich doch eigentlich auf die Fahnen geschrieben, dass sie Sinnloses abschaffen wollen. Das mit dem Senat haben sie damals noch mit einem Volksentscheid organisiert. Aber jetzt? Will der Mann sich in den Bezirkstag wählen lassen, dann putschen und das Ding auflösen? Abgefahrener Plan – aber ob der hinhaut? Muss er wohl, weil der Urbi hat uns ja schon versprochen, dass er in der nächsten Legislaturperiode wieder den Bürgermeister macht. Bis Mai muss also der Bezirkstag abgewickelt sein. Hund sans scho, diese ÖAMTCler.
Und sonst?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich wollte mich ja auch mal auf der Homepage der Passauer ÖDP informieren, wer da eigentlich wofür kandidiert. Da findest Du aber bloß das Programm zur Stadtratswahl. Hoppala, habe ich mir im ersten Moment gedacht: Die sind aber schnell. Bis ich gemerkt habe, dass es um die Wahl 2008 geht.
Da lobe ich mir den Roos. Der publiziert sich auf seiner Facebook-Seite einen ab, dass einem ganz schwindlig wird. Allerdings haut er für einen knapp 60-jährigen Abgeordneten ganz schön auf die Kacke. Beim Slogan auf seiner Homepage "Volle Dose, voller Erfolg!" habe ich ja nur Bilder im Kopf, die ich hier aus Jugendschutzgründen nicht näher beschreiben will. Auf seiner Facebook-Seite wird es dann eher ein wenig touretteartig. Die CSU ist "megadoof", den Ministerpräsidenten nennt er "Horsti" und im übrigen fordert er: "Schluss mit CSU-Giftfilz gegen die Gewaltenteilung." Was, bitte schön, ist Giftfilz? Ich kenne nur Giftpilz. Vielleicht hat er so einen gegessen?
Lustig finde ich übrigens auch, wenn man sich ausgerechnet das Medium Facebook aussucht, um sich zu beklagen, dass wir von NSA und BND ausspioniert werden. Das ist ungefähr so, wie wenn ich meiner Prostituierten vom tschechischen Straßenstrich vorjammere, dass ich so Angst vor Geschlechtskrankheiten habe. Aber diesen Facebook-Mist kann man wohl nicht mehr stoppen. Sogar die Grünen und die Orangen, die wahrscheinlich zuhause alle ihre Kamera am Notebook abkleben, treiben sich auf Facebook rum.
Apropos böse Technik. Jetzt will ein Münchner Unternehmen den Passauern kostenlos ein WLAN in der Innenstadt zu Verfügung stellen. Hilfe, hilfe! Da werden wir ja total verstrahlt. Wo bleibt der Aufschrei der Sichtbetongegner und Baumstreichler? Jetzt haben wir schon diese Mobilfunkmasten, von denen unser Hirn und unsere Hoden schrumpfen und jetzt auch noch WLAN. Aber das ist ein Geschenk wegen des Hochwassers und das darf man nicht ablehnen. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass uns irgendwer Glasperlen und Süßigkeiten schenkt, quasi als Hochwasserentschädigung.
Und ganz ehrlich: Jetzt wo wir diese Flashmove-Peinlichkeit überstanden haben, reichts auch langsam mit den Festen wieder. Vielleicht denkt man jetzt lieber, auch über die Wahlen hinaus, darüber nach, wie vernünftiger Hochwasserschutz aussieht. Der Synek will ja eine Mauer in Hals bauen. Das ist ja einmal eine nette Idee. Wo eigentlich genau und wie hoch? Und warum eigentlich nur in Hals? So eine sechs Meter hohe Mauer würde sich ja am Donau- und Innkai auch gut machen. Think big! Aber das ist natürlich alles Käse. Nehmt doch beim nächsten Hochwasser lieber einen, dem eh alles wurscht ist (z.B. den Heindl) oder der noch was werden will (z.B. den Dickl) und den schickt ihr dann mit einem Lastwagen voller Sprengstoff donauaufwärts und dort soll er dann zwischen Straubing und Deggendorf die Dämme sprengen. Das ist effektiver Hochwasserschutz – für Passau halt. Eine Riesenidee.
Ja, und dann habe ich noch gelesen, dass die Passauer Kinderklinik ein Ronald-McDonald-Haus (Das Wort muss man mit Bindestrichen durchkoppeln, gell liebe PNP.) bekommt. Das ist ja wieder nicht zu Ende gedacht. Ich finde, Camel sollte einen Raucherraum sponsern und Paulaner eine Bierinsel. Schon wieder eine Riesenidee! Ich finde, ich sollte in der Politik eine wichtigere Rolle spielen.
Tschauiii
Dein Tölpel
Der Präsident von Wahlinfo-Passau hat seinen Lieblingsmitarbeiter des Monats gekürt. Es ist – was nicht überrascht – Josef Heisl jun. oder wie seine Fans ihn nennen: hey hoe, Heisl Joe. Sein Wahlkampfvideo, was weiter unten auch betrachtet werden kann, ist so ziemlich das genialste, das ich seit langem gesehen habe. Da erfährt man nicht nur, dass demnächst Reichstagswahlen anstehen, sondern auch, dass der Heisl Sepp/Joe/Josef jun. nicht irgendso ein Depp ist, weil man ihn oft auf dem Volksfest sieht und man mit ihm einen trinken kann. Das Interessanteste ist allerdings ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den Heisl Joe auszeichnet: Es geht ihm nicht ums Geld. Damit dürfte er in der Politik der Einzige sein, zumindest bei der CSU und es stellt sich die Frage, warum er dann nur für den Bezirkstag kandidiert und nicht für den Reichstag oder gleich als Reichskanzler.
Auf seiner Homepage ist dann auch schon ein erster Anflug von sympathischem Größenwahn zu erahnen, weil er sowohl in der Rubrik "Das bin Ich" als auch bei "Do bin I dahoam" Ich konsequent groß schreibt. Auch die vielen Fotos sind aussagekräftig. Natürlich darf der Johnny Depp der Passauer CSU – unser Dr. Andi – nicht fehlen und ansonsten stellt man einen leichten Fischfetisch und eine Hingezogenheit zum sexsüchtigen Drogenabhängigen John F. Kennedy fest. Ganz selbstbewusst und staatsmännisch duzt und siezt er seine Leser im Wechsel und schleicht sich nicht zuletzt damit in unsere Herzen. Alle drei Stimmen für Josef Heisl jun.! Hey hoe, Heisl Joe!
Ganz stark ist übrigens auch der Wahlkampf von den Sozis. Ich meine, wir sind uns ja wohl alle einig, dass der Seehofer in Bayern Politik macht nach dem Motto "Was schert mich mein Geschwätz von gestern". Wenn man allerdings über das missglückte Bild des Kandidaten Ude nachdenkt, wo er das Wort "Wort" in der Hand hält (Ein Ministerpräsident, der Wort hält. Spitzenidee!), kommt man schon ein bisschen ins Grübeln. So eine Wortskulptur kann man ja leicht drehen und wenden, wie man will. Man kann sie auf den Kopf stellen oder einfach in die Tonne schmeißen. Außerdem muss ich immer an den Satz denken: "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort." Irgendwie haben die Roten alles ziemlich vermasselt und aus dem Projekt Regierungswechsel ist das Projekt 18 geworden.
Aber es liegt schon auch an der bayerischen Mentalität. Bestes Beispiel: Passau. Da kandidiert einer für die CSU zum Landtag, den wollten nicht einmal die eigenen Leute als Kandidaten. Das wiederum ist er dann aber trotzdem geworden, weil einer gegen ihn angetreten ist, der auf jedem Foto immer so aussieht, als hätte er eben noch von der Mama eine Watschen gekriegt. Aber zurück zum Thema. Würde man die Passauer fragen "Wünschen Sie sich, dass Gerhard Waschler in der Politik eine wichtigere Rolle spielt?", würden mit Sicherheit mehr als 50 % antworten: "Aber ganz sicher nicht." Aber wählen werden ihn dann wohl doch wieder genug. Wir sind schon ein lustiges Völkchen, wir Bayern. Oder?
Wieso kandidiert eigentlich der Urban Mangold zum Bezirkstag? Die vom ÖAMTC, oder wie sie heißen, haben sich doch eigentlich auf die Fahnen geschrieben, dass sie Sinnloses abschaffen wollen. Das mit dem Senat haben sie damals noch mit einem Volksentscheid organisiert. Aber jetzt? Will der Mann sich in den Bezirkstag wählen lassen, dann putschen und das Ding auflösen? Abgefahrener Plan – aber ob der hinhaut? Muss er wohl, weil der Urbi hat uns ja schon versprochen, dass er in der nächsten Legislaturperiode wieder den Bürgermeister macht. Bis Mai muss also der Bezirkstag abgewickelt sein. Hund sans scho, diese ÖAMTCler.
Und sonst?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Ich wollte mich ja auch mal auf der Homepage der Passauer ÖDP informieren, wer da eigentlich wofür kandidiert. Da findest Du aber bloß das Programm zur Stadtratswahl. Hoppala, habe ich mir im ersten Moment gedacht: Die sind aber schnell. Bis ich gemerkt habe, dass es um die Wahl 2008 geht.
Da lobe ich mir den Roos. Der publiziert sich auf seiner Facebook-Seite einen ab, dass einem ganz schwindlig wird. Allerdings haut er für einen knapp 60-jährigen Abgeordneten ganz schön auf die Kacke. Beim Slogan auf seiner Homepage "Volle Dose, voller Erfolg!" habe ich ja nur Bilder im Kopf, die ich hier aus Jugendschutzgründen nicht näher beschreiben will. Auf seiner Facebook-Seite wird es dann eher ein wenig touretteartig. Die CSU ist "megadoof", den Ministerpräsidenten nennt er "Horsti" und im übrigen fordert er: "Schluss mit CSU-Giftfilz gegen die Gewaltenteilung." Was, bitte schön, ist Giftfilz? Ich kenne nur Giftpilz. Vielleicht hat er so einen gegessen?
Lustig finde ich übrigens auch, wenn man sich ausgerechnet das Medium Facebook aussucht, um sich zu beklagen, dass wir von NSA und BND ausspioniert werden. Das ist ungefähr so, wie wenn ich meiner Prostituierten vom tschechischen Straßenstrich vorjammere, dass ich so Angst vor Geschlechtskrankheiten habe. Aber diesen Facebook-Mist kann man wohl nicht mehr stoppen. Sogar die Grünen und die Orangen, die wahrscheinlich zuhause alle ihre Kamera am Notebook abkleben, treiben sich auf Facebook rum.
Apropos böse Technik. Jetzt will ein Münchner Unternehmen den Passauern kostenlos ein WLAN in der Innenstadt zu Verfügung stellen. Hilfe, hilfe! Da werden wir ja total verstrahlt. Wo bleibt der Aufschrei der Sichtbetongegner und Baumstreichler? Jetzt haben wir schon diese Mobilfunkmasten, von denen unser Hirn und unsere Hoden schrumpfen und jetzt auch noch WLAN. Aber das ist ein Geschenk wegen des Hochwassers und das darf man nicht ablehnen. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass uns irgendwer Glasperlen und Süßigkeiten schenkt, quasi als Hochwasserentschädigung.
Und ganz ehrlich: Jetzt wo wir diese Flashmove-Peinlichkeit überstanden haben, reichts auch langsam mit den Festen wieder. Vielleicht denkt man jetzt lieber, auch über die Wahlen hinaus, darüber nach, wie vernünftiger Hochwasserschutz aussieht. Der Synek will ja eine Mauer in Hals bauen. Das ist ja einmal eine nette Idee. Wo eigentlich genau und wie hoch? Und warum eigentlich nur in Hals? So eine sechs Meter hohe Mauer würde sich ja am Donau- und Innkai auch gut machen. Think big! Aber das ist natürlich alles Käse. Nehmt doch beim nächsten Hochwasser lieber einen, dem eh alles wurscht ist (z.B. den Heindl) oder der noch was werden will (z.B. den Dickl) und den schickt ihr dann mit einem Lastwagen voller Sprengstoff donauaufwärts und dort soll er dann zwischen Straubing und Deggendorf die Dämme sprengen. Das ist effektiver Hochwasserschutz – für Passau halt. Eine Riesenidee.
Ja, und dann habe ich noch gelesen, dass die Passauer Kinderklinik ein Ronald-McDonald-Haus (Das Wort muss man mit Bindestrichen durchkoppeln, gell liebe PNP.) bekommt. Das ist ja wieder nicht zu Ende gedacht. Ich finde, Camel sollte einen Raucherraum sponsern und Paulaner eine Bierinsel. Schon wieder eine Riesenidee! Ich finde, ich sollte in der Politik eine wichtigere Rolle spielen.
Tschauiii
Dein Tölpel
Donnerstag, 8. August 2013
Heute kostenlos!
Die besten Sprüche für CSU-Wahlplakate zur freien Verwendung. Greifen Sie zu!
Bestimmen richtet Vertrauen.
Vertrau der bestimmten Richtung!
Hey hoe, Heisl Joe!
Richtern vertrauen? Bestimmt!
Vertrau dem richtigen Bestimmer!
Zicke zacke, zicke zacke, Heisl Joe.
Adenauer, Angela, Andi.
Finger im Po, Heisl Joe.
Vertraute Richtung – beide Stimmen!
Hey Joe, a-where you goin' with that gun in your hand.
Wer mir vertraut, kann sich bestimmt gleich selbst richten.
Hey Joe, I heard you shot your woman down.
Trau Dich! Stimm' richtig!
Hey Joe, say now where you gonna run to now?
Je doller, desto Koller.
Klingelingeling, klingelingeling, hier kommt der Watschenmann.
Je Koller, desto voller.
Au, nervt er. Bimst mich Rettung. (Das war ein Anagramm)
Nachtrag:
Und hier auf mehrfache Anregung noch die besten Sprüche für SPD-Wahlplakate. Auch völlig umsonst.
Volle Dose, voller Erfolg. (Nein, der ist Quatsch)
Volle Hose. Stuhlgang erfolgt.
Rote Roose. Tote Hose.
Volle Meise. Gute Reise.
Große Pose, fade Soße.
Volle Dosen für jeden Langzeitarbeitslosen.
Wilhelm Hoegner ist tot und mir geht's auch schon ganz schlecht.
SPD wieder in den Landtag! Bitte!
Und hier noch ein Beispiel, wie man ein richtig geiles Wahlkampfvideo macht:
Bestimmen richtet Vertrauen.
Vertrau der bestimmten Richtung!
Hey hoe, Heisl Joe!
Richtern vertrauen? Bestimmt!
Vertrau dem richtigen Bestimmer!
Zicke zacke, zicke zacke, Heisl Joe.
Adenauer, Angela, Andi.
Finger im Po, Heisl Joe.
Vertraute Richtung – beide Stimmen!
Hey Joe, a-where you goin' with that gun in your hand.
Wer mir vertraut, kann sich bestimmt gleich selbst richten.
Hey Joe, I heard you shot your woman down.
Trau Dich! Stimm' richtig!
Hey Joe, say now where you gonna run to now?
Je doller, desto Koller.
Klingelingeling, klingelingeling, hier kommt der Watschenmann.
Je Koller, desto voller.
Au, nervt er. Bimst mich Rettung. (Das war ein Anagramm)
Nachtrag:
Und hier auf mehrfache Anregung noch die besten Sprüche für SPD-Wahlplakate. Auch völlig umsonst.
Volle Dose, voller Erfolg. (Nein, der ist Quatsch)
Volle Hose. Stuhlgang erfolgt.
Rote Roose. Tote Hose.
Volle Meise. Gute Reise.
Große Pose, fade Soße.
Volle Dosen für jeden Langzeitarbeitslosen.
Wilhelm Hoegner ist tot und mir geht's auch schon ganz schlecht.
SPD wieder in den Landtag! Bitte!
Und hier noch ein Beispiel, wie man ein richtig geiles Wahlkampfvideo macht:
Mittwoch, 7. August 2013
Berlin Tag & Nacht
Die coolste WG Berlins
Neue Folge exklusiv auf Wahlinfo-Passau:
Der neue Mitbewohner
Neue Folge exklusiv auf Wahlinfo-Passau:
Der neue Mitbewohner
Freitag, 2. August 2013
Donnerstag, 25. Juli 2013
Aufgemuckt und abgesoffen
Lieber Tölpel!
Ganz selten ist mir einfach mal wieder danach und ich schaue in die PAWO. Das sollte man aber tunlichst vermeiden. Weil gegen das, was die abliefern, sind die Elaborate der schreibenden Mitbewerber in Passau geradezu Qualitätsjournalismus. In der letzten Ausgabe war es wieder besonders schlimm – oder ist das immer so? Der Kommentator auf Seite zwei hat sich nach zahlreichen Seligsprechungen der letzten Jahre nun endlich zu einer Heiligsprechung der scheidenden Lichgestalt Konrad Kobler durchgerungen, was allerdings aus seiner Sicht nur konsequent ist. Diese Spezlschreiberei ist ja – wie auch das bösartige In-Grund-und-Boden-Schreiben missliebiger Personen – ein Markenzeichen des besagten Redakteurs.
Dass man aber einen ganzen Artikel darüber schreiben kann (mit Foto!), dass unsere andere Lichtgestalt, Riesenstaatsmann Dr. Andi, mit seinem Dienstfahrzeug im eingeschränkten Halteverbot geparkt hat, ist schon fast wieder lustig. So etwas Schlimmes hätte der Kobler bestimmt nie gemacht. Sommerloch hin oder her – da muss man bei der Reaktionskonferenz schon sehr verzweifelt sein, dass man diesen Bericht abdruckt. Verklemmt muss man dagegen sein, wenn man in einem Artikel über eine lesbische Hochzeit mehrfach den Begriff "homosexuell" benutzt. Lustig oder? Da fabuliert man noch ganz cool darüber, dass so eine Hochzeit in unserer Region nach wie vor nicht alltäglich ist und wie schön das doch ist. Und dann kommt das komische Wort: homosexuell. Ist das nicht ein bisschen verstaubt, altmodisch, spießig und distanziert? Sagt man heute nicht eher: schwul, lesbisch, schwul-lesbisch, gleichgeschlechtlich oder was weiß ich? Homophobie ist schwul.
Die Hochwasserverarbeitung und Flutopferhilfe treibt ja auch ganz seltsame Blüten. Da lassen sich tatsächlich Leute mit Foto in der PNP abdrucken, die Freikarten für Konzerte (die sie auch selbst geschenkt bekommen haben) an Flutopfer verteilen. Dass es mal wieder was Schönes erlebt, das Flutopfer. Der Vielleicht-bald-wieder-aber-wer-weiß-Riesenstaatsmann Waschler hat zwischenzeitlich in der Staatskanzlei nachgefragt, ob denn Handwerker, die Flutschäden beheben, das auch am Sonntag tun dürfen. Antwort: ja. Puh, Glück gehabt. Nicht, dass die alle was Verbotenes getan haben seit 9. Juni.
Auch das mit diesem Flashmove erschließt sich mir nicht ganz. Warum müssen sich erwachsene Menschen, uniformiert mit blauen T-Shirts, auf eine hingebatzte weiße Linie stellen und sich zum Affen machen? Was soll das? Und was soll der Spruch: "... wer nicht kommt ist selber schuld"? Woran? Am nächsten Hochwasser? Am Klimawandel? Also nicht, dass ich falsch verstanden werde... Ein solches Fest für Geschädigte und Helfer kann und soll man durchaus machen. Das haben sie sich ja auch alle verdient. Aber eine Menschenkette dient doch aus ihrer Historie heraus eher dem Protest. Wir demonstrieren gegen das Hochwasser. Ob das was hilft? Ob sich da das nächste Hochwasser denkt: "Nach Passau komme ich nicht mehr. Da habe ich ja dann diese Menschenkette gegen mich." Vielleicht sollte man das Hochwasser einfach gesetzlich verbieten. Der Waschler kann ja mal in der Staatskanzlei nachfragen.
Fragen über Fragen.
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Verbieten ist immer gut. Der Mangold wollte ja Sichtbetonbauten verbieten, ist mit diesem Vorstoß aber ziemlich gescheitert. Vielleicht war er aber auch einfach zu halbherzig. Man sollte in Passau einfach die evangelische Kirche verbieten, dann gäbe es auch kein Beton-Pfarrzentrum. Und mal ganz ehrlich: Die braucht doch hier wirklich keiner. Wo es so viele schöne katholische Kirchen, Pfarrer und Ministranten gibt. Die waren übrigens kürzlich da und haben den Domplatz okkupiert. Die AmSonntag hat sich auch gleich überschlagen vor Begeisterung und das als positives Signal zur Entwicklung unserer Jugend gesehen. Überschrift: "Sie haben den Glauben im Gepäck." Mir wäre es lieber, unsere Jugend würde mehr wissen und weniger glauben.
Apropos Glauben. Urban Hero Mangold hat verlautbart, dass er seinen Job als Landesgeschäftsführer der ÖDP voraussichtlich aufgeben wird, weil er ja voraussichtlich wieder zum Bürgermeister gewählt werden wird. Chapeau! Das nenne ich Optimismus. Vorauszusehen, wer Oberbürgermeister wird, ist ja manchmal nicht so schwer. Aber davon auszugehen, dass man wieder erster oder zweiter Stellvertreter wird, ist schon ganz schön ambitioniert. Dass die ÖDP bei der nächsten Kommunalwahl wieder mit ein paar Sitzen in den Stadtrat gewählt wird, steht ja zu befürchten und ist eine dieser ganz besonderen Passauer Befindlichkeiten, mit denen sich einmal eine sozialpsychologische Studie auseinandersetzen sollte. Dass man aber, bevor die Sitzverteilung feststeht, bereits an Bürgermeisterämter denkt, ist etwas albern und schon öfter in die Hose gegangen.
Eigentlich wollen ja alle einen OB-Kandidaten aufstellen, außer der CSU und den Freien Wählern. Bei letzteren ist es wohl so etwas wie Altersmilde oder einfach Realismus, bei ersteren die Qual der Wahl. Wenn man so viele Spitzenleute hat, wird halt die Auswahl schwer. Dickl, Schraml, Brummer, eine Freundin von Frau Brummer und wie sie alle heißen. Jetzt steht auch noch Christa Tausch bereit. Bis zum Mai nächsten Jahres hat sie nämlich dann ihre ganzen Überstunden abgefeiert und sucht nach einer neuen Herausforderung. Bei der FDP weiß man noch nicht, ob man den Frommelt aufstellen soll oder die Frau Splitgerber. Kandidiert eigentlich der Pell nicht als OB? Der wollte ursprünglich ja nicht einmal mehr zum Stadtrat antreten, weil ihm alle zu blöd sind. Aber jetzt hat er doch gemerkt, dass er sich da ganz wohl fühlt. Think big! Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef.
Mich hat einmal interessiert, wie die Passauer SPD die bayernweit miserablen Umfragewerte ihrer Partei kommentiert. Also habe ich die Homepage der Sozis besucht und folgenden interessanten Banner gefunden. "Jetzt ist alles drin", steht da nämlich und ich habe mich gefragt, wie die das meinen. Heißt das, jetzt wo wir in den Umfragen auf historisch schlechten 18 % stehen, gehts auch noch tiefer? Da sind auch noch 17, 16 oder 15 % drin? Oder muss man den Satz aus Kandidatensicht umdrehen? Der denkt sich nämlich wahrscheinlich eher: "Drin sein ist jetzt alles." (Weil für mehr reicht es sicher nicht.) Und dann habe ich den Banner geklickt. Ergebnis: "Fehler. Unter der angefragten URL wurde kein Inhalt gefunden."
Ach so.
Dein Tölpel
Ganz selten ist mir einfach mal wieder danach und ich schaue in die PAWO. Das sollte man aber tunlichst vermeiden. Weil gegen das, was die abliefern, sind die Elaborate der schreibenden Mitbewerber in Passau geradezu Qualitätsjournalismus. In der letzten Ausgabe war es wieder besonders schlimm – oder ist das immer so? Der Kommentator auf Seite zwei hat sich nach zahlreichen Seligsprechungen der letzten Jahre nun endlich zu einer Heiligsprechung der scheidenden Lichgestalt Konrad Kobler durchgerungen, was allerdings aus seiner Sicht nur konsequent ist. Diese Spezlschreiberei ist ja – wie auch das bösartige In-Grund-und-Boden-Schreiben missliebiger Personen – ein Markenzeichen des besagten Redakteurs.
Dass man aber einen ganzen Artikel darüber schreiben kann (mit Foto!), dass unsere andere Lichtgestalt, Riesenstaatsmann Dr. Andi, mit seinem Dienstfahrzeug im eingeschränkten Halteverbot geparkt hat, ist schon fast wieder lustig. So etwas Schlimmes hätte der Kobler bestimmt nie gemacht. Sommerloch hin oder her – da muss man bei der Reaktionskonferenz schon sehr verzweifelt sein, dass man diesen Bericht abdruckt. Verklemmt muss man dagegen sein, wenn man in einem Artikel über eine lesbische Hochzeit mehrfach den Begriff "homosexuell" benutzt. Lustig oder? Da fabuliert man noch ganz cool darüber, dass so eine Hochzeit in unserer Region nach wie vor nicht alltäglich ist und wie schön das doch ist. Und dann kommt das komische Wort: homosexuell. Ist das nicht ein bisschen verstaubt, altmodisch, spießig und distanziert? Sagt man heute nicht eher: schwul, lesbisch, schwul-lesbisch, gleichgeschlechtlich oder was weiß ich? Homophobie ist schwul.
Die Hochwasserverarbeitung und Flutopferhilfe treibt ja auch ganz seltsame Blüten. Da lassen sich tatsächlich Leute mit Foto in der PNP abdrucken, die Freikarten für Konzerte (die sie auch selbst geschenkt bekommen haben) an Flutopfer verteilen. Dass es mal wieder was Schönes erlebt, das Flutopfer. Der Vielleicht-bald-wieder-aber-wer-weiß-Riesenstaatsmann Waschler hat zwischenzeitlich in der Staatskanzlei nachgefragt, ob denn Handwerker, die Flutschäden beheben, das auch am Sonntag tun dürfen. Antwort: ja. Puh, Glück gehabt. Nicht, dass die alle was Verbotenes getan haben seit 9. Juni.
Auch das mit diesem Flashmove erschließt sich mir nicht ganz. Warum müssen sich erwachsene Menschen, uniformiert mit blauen T-Shirts, auf eine hingebatzte weiße Linie stellen und sich zum Affen machen? Was soll das? Und was soll der Spruch: "... wer nicht kommt ist selber schuld"? Woran? Am nächsten Hochwasser? Am Klimawandel? Also nicht, dass ich falsch verstanden werde... Ein solches Fest für Geschädigte und Helfer kann und soll man durchaus machen. Das haben sie sich ja auch alle verdient. Aber eine Menschenkette dient doch aus ihrer Historie heraus eher dem Protest. Wir demonstrieren gegen das Hochwasser. Ob das was hilft? Ob sich da das nächste Hochwasser denkt: "Nach Passau komme ich nicht mehr. Da habe ich ja dann diese Menschenkette gegen mich." Vielleicht sollte man das Hochwasser einfach gesetzlich verbieten. Der Waschler kann ja mal in der Staatskanzlei nachfragen.
Fragen über Fragen.
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Verbieten ist immer gut. Der Mangold wollte ja Sichtbetonbauten verbieten, ist mit diesem Vorstoß aber ziemlich gescheitert. Vielleicht war er aber auch einfach zu halbherzig. Man sollte in Passau einfach die evangelische Kirche verbieten, dann gäbe es auch kein Beton-Pfarrzentrum. Und mal ganz ehrlich: Die braucht doch hier wirklich keiner. Wo es so viele schöne katholische Kirchen, Pfarrer und Ministranten gibt. Die waren übrigens kürzlich da und haben den Domplatz okkupiert. Die AmSonntag hat sich auch gleich überschlagen vor Begeisterung und das als positives Signal zur Entwicklung unserer Jugend gesehen. Überschrift: "Sie haben den Glauben im Gepäck." Mir wäre es lieber, unsere Jugend würde mehr wissen und weniger glauben.
Apropos Glauben. Urban Hero Mangold hat verlautbart, dass er seinen Job als Landesgeschäftsführer der ÖDP voraussichtlich aufgeben wird, weil er ja voraussichtlich wieder zum Bürgermeister gewählt werden wird. Chapeau! Das nenne ich Optimismus. Vorauszusehen, wer Oberbürgermeister wird, ist ja manchmal nicht so schwer. Aber davon auszugehen, dass man wieder erster oder zweiter Stellvertreter wird, ist schon ganz schön ambitioniert. Dass die ÖDP bei der nächsten Kommunalwahl wieder mit ein paar Sitzen in den Stadtrat gewählt wird, steht ja zu befürchten und ist eine dieser ganz besonderen Passauer Befindlichkeiten, mit denen sich einmal eine sozialpsychologische Studie auseinandersetzen sollte. Dass man aber, bevor die Sitzverteilung feststeht, bereits an Bürgermeisterämter denkt, ist etwas albern und schon öfter in die Hose gegangen.
Eigentlich wollen ja alle einen OB-Kandidaten aufstellen, außer der CSU und den Freien Wählern. Bei letzteren ist es wohl so etwas wie Altersmilde oder einfach Realismus, bei ersteren die Qual der Wahl. Wenn man so viele Spitzenleute hat, wird halt die Auswahl schwer. Dickl, Schraml, Brummer, eine Freundin von Frau Brummer und wie sie alle heißen. Jetzt steht auch noch Christa Tausch bereit. Bis zum Mai nächsten Jahres hat sie nämlich dann ihre ganzen Überstunden abgefeiert und sucht nach einer neuen Herausforderung. Bei der FDP weiß man noch nicht, ob man den Frommelt aufstellen soll oder die Frau Splitgerber. Kandidiert eigentlich der Pell nicht als OB? Der wollte ursprünglich ja nicht einmal mehr zum Stadtrat antreten, weil ihm alle zu blöd sind. Aber jetzt hat er doch gemerkt, dass er sich da ganz wohl fühlt. Think big! Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef.
Mich hat einmal interessiert, wie die Passauer SPD die bayernweit miserablen Umfragewerte ihrer Partei kommentiert. Also habe ich die Homepage der Sozis besucht und folgenden interessanten Banner gefunden. "Jetzt ist alles drin", steht da nämlich und ich habe mich gefragt, wie die das meinen. Heißt das, jetzt wo wir in den Umfragen auf historisch schlechten 18 % stehen, gehts auch noch tiefer? Da sind auch noch 17, 16 oder 15 % drin? Oder muss man den Satz aus Kandidatensicht umdrehen? Der denkt sich nämlich wahrscheinlich eher: "Drin sein ist jetzt alles." (Weil für mehr reicht es sicher nicht.) Und dann habe ich den Banner geklickt. Ergebnis: "Fehler. Unter der angefragten URL wurde kein Inhalt gefunden."
Ach so.
Dein Tölpel
Dienstag, 9. Juli 2013
Jetzt reichts dann langsam
Das Präsidium von Wahlinfo-Passau, der obersten politischen Instanz der Region, sieht sich, nachdem man zunächst das unwürdige, aasgeiergleiche Verhalten von bedeutungslosen Bayerwaldpolitikern aus Stilgründen nicht kommentieren wollte, nun doch zu einer, den Sachverhalt aufhellenden, Stellungnahme gezwungen.
Wenn einer meint, er müsse unbedingt Politiker, Parlamentarier gar, werden, obwohl er dieser durchaus anspruchsvollen Aufgabe nicht einmal ansatzweise gewachsen ist, dann ist das in unserer Demokratie ja nichts Außergewöhnliches und in der ihm eigenen fehlenden Selbstreflexion fast noch legitim.
Wenn er aber dann frech herumfabuliert, der Verstorbene, dem er gerne nachfolgen möchte, wäre sein "bester Freund" gewesen und dieser hätte sich gewünscht, dass er dereinst seinen Platz einnehmen solle, dann ist das unanständig, unappetitlich und schäbig. Vorsichtig ausgedrückt.
Dass es solche Menschen gibt, ist nichts Neues, es wird dadurch aber nicht besser.
Umso erfreulicher und sehr lobenswert ist es, dass zumindest eine kleine Mehrheit diesen Märchen erzählenden Schmalspurpolitiker nicht zum Kandidaten nominiert und damit erreicht hat, dass dieser den Wahlkreis Passau im Bundestag nicht weiterhin (ein Auftritt war schon genug) der Lächerlichkeit preisgeben kann.
Jetzt könnte alles gut werden. Die Passauer FDP hat knapp, aber richtig entschieden, dass man einen Ausnahmepolitiker nicht binnen weniger Wochen ersetzen kann und dass derjenige, der sich diesbezüglich aufgedrängt hat, ganz besonders ungeeignet ist und das gute Ansehen in Passau nur beschädigen würde.
Leider meint jetzt ein Anderer, dessen politische Lebensleistung darin besteht, ab und zu ein paar Ausflugsfahrten zu organisieren, aus realitätsvernebelten und rein egoistischen Motiven Obstruktion betreiben zu müssen. Allerdings hat dieser Mann, den man einst, wohl aus einer freundlichen Gutmütigkeit heraus, zum Ehrenvorsitzenden gemacht hat, nun ein paar Aussagen getroffen, die nicht unkommentiert bleiben können.
So behauptet der Ehrenvorsitzende, die Kandidatur des Bayerwaldpolitikers bei der Nominierungsversammlung sei "auf Bitten aus dem Wahlkreis und auch auf Anregung aus dem Bezirksvorstand" zurückzuführen. Dies ist nicht widerlegbar, aber zumindest, was eine nennenswerte Anzahl von Bittenden betrifft, unglaubwürdig. Wahrscheinlich ist doch eher, dass die treibende Kraft hier der Ehrenvorsitzende selbst war, um weiterhin seine eigene Versorgung sicherzustellen.
Jeder, der den Verstorbenen nur ein bisschen kannte, weiß aber ganz sicher, dass die Aussage des Ehrenvorsitzenden, die Nominierung des Möchtegern-Besten-Freundes aus dem Wald wäre in seinem Sinne gewesen, entweder eine Lüge oder eine auf Realitätsverlust zurückzuführende Fehleinschätzung ist.
Wer, nur um seine eigene Zielerreichung zu forcieren, behauptet, er kenne den Willen des Verstorbenen (der sich selbst nicht mehr wehren kann), handelt taktlos und unanständig. Wer es dabei noch nicht einmal mit der Wahrheit genau nimmt, sollte endlich die politische Bühne verlassen. Aber schweigend.
Die Wahrheitsstifter von Wahlinfo-Passau
Wenn einer meint, er müsse unbedingt Politiker, Parlamentarier gar, werden, obwohl er dieser durchaus anspruchsvollen Aufgabe nicht einmal ansatzweise gewachsen ist, dann ist das in unserer Demokratie ja nichts Außergewöhnliches und in der ihm eigenen fehlenden Selbstreflexion fast noch legitim.
Wenn er aber dann frech herumfabuliert, der Verstorbene, dem er gerne nachfolgen möchte, wäre sein "bester Freund" gewesen und dieser hätte sich gewünscht, dass er dereinst seinen Platz einnehmen solle, dann ist das unanständig, unappetitlich und schäbig. Vorsichtig ausgedrückt.
Dass es solche Menschen gibt, ist nichts Neues, es wird dadurch aber nicht besser.
Umso erfreulicher und sehr lobenswert ist es, dass zumindest eine kleine Mehrheit diesen Märchen erzählenden Schmalspurpolitiker nicht zum Kandidaten nominiert und damit erreicht hat, dass dieser den Wahlkreis Passau im Bundestag nicht weiterhin (ein Auftritt war schon genug) der Lächerlichkeit preisgeben kann.
Jetzt könnte alles gut werden. Die Passauer FDP hat knapp, aber richtig entschieden, dass man einen Ausnahmepolitiker nicht binnen weniger Wochen ersetzen kann und dass derjenige, der sich diesbezüglich aufgedrängt hat, ganz besonders ungeeignet ist und das gute Ansehen in Passau nur beschädigen würde.
Leider meint jetzt ein Anderer, dessen politische Lebensleistung darin besteht, ab und zu ein paar Ausflugsfahrten zu organisieren, aus realitätsvernebelten und rein egoistischen Motiven Obstruktion betreiben zu müssen. Allerdings hat dieser Mann, den man einst, wohl aus einer freundlichen Gutmütigkeit heraus, zum Ehrenvorsitzenden gemacht hat, nun ein paar Aussagen getroffen, die nicht unkommentiert bleiben können.
So behauptet der Ehrenvorsitzende, die Kandidatur des Bayerwaldpolitikers bei der Nominierungsversammlung sei "auf Bitten aus dem Wahlkreis und auch auf Anregung aus dem Bezirksvorstand" zurückzuführen. Dies ist nicht widerlegbar, aber zumindest, was eine nennenswerte Anzahl von Bittenden betrifft, unglaubwürdig. Wahrscheinlich ist doch eher, dass die treibende Kraft hier der Ehrenvorsitzende selbst war, um weiterhin seine eigene Versorgung sicherzustellen.
Jeder, der den Verstorbenen nur ein bisschen kannte, weiß aber ganz sicher, dass die Aussage des Ehrenvorsitzenden, die Nominierung des Möchtegern-Besten-Freundes aus dem Wald wäre in seinem Sinne gewesen, entweder eine Lüge oder eine auf Realitätsverlust zurückzuführende Fehleinschätzung ist.
Wer, nur um seine eigene Zielerreichung zu forcieren, behauptet, er kenne den Willen des Verstorbenen (der sich selbst nicht mehr wehren kann), handelt taktlos und unanständig. Wer es dabei noch nicht einmal mit der Wahrheit genau nimmt, sollte endlich die politische Bühne verlassen. Aber schweigend.
Die Wahrheitsstifter von Wahlinfo-Passau
auf Bitten aus dem Wahlkreis und auch auf Anregung aus dem Bezirksvorstand
Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_passau/passau_stadt_land/passau_stadt/859030_FDP-Ehrenkreisvorsitzender-fordert-Ruecktritt-seines-Nachfolgers.html#394072309
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http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_passau/passau_stadt_land/passau_stadt/859030_FDP-Ehrenkreisvorsitzender-fordert-Ruecktritt-seines-Nachfolgers.html#394072309
auf Bitten aus dem Wahlkreis und auch auf Anregung aus dem Bezirksvorstand
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Mittwoch, 3. Juli 2013
Samstag, 1. Juni 2013
Und immer wieder dieser Fronleichnams-Schmarrn
Hey Fake-Tölpel!
Dass Ihr das Fronleichnams-Outing nur deshalb wieder betreibt, dass wir uns aufregen, ist schon klar. Voll durchschaut.
Wenn Ihr aber schon erwähnt, wer sich zu Eurem katholischen Voodoo-Zauber in nordkoreanischem Gehorsam und aus Angst vor Eurer Denunziation hat hinnötigen lassen, solltet Ihr vielleicht auch einmal nach der sonstigen Motivationslage fragen.
Mangold, Geyer, Geins, Fischer – Die gehen da wohl hin, weil sie auch sonst gern rumfrömmeln und außerdem eben aus Angst vor Euch.
Oberjürgen – Mei, der ist halt OB und will es auch bleiben.
Karl-Hellwing – Will die vielleicht auch was werden? Ei ei ei...
Waschler – Das habt Ihr selbst gerafft: Der ist Landtagskandidat.
Dittlmann – Was ist der noch mal außer Stadtrat und Feuerwehrdingsbums? Genau! Auch Landtagskandidat! Also war der Waschler gar nicht der einzige, gell.
Übrigens: Mich würde mal interessieren, wer aus dem Stadtrat wie oft in die Kirche geht oder wer – Gottseibeiuns – aus der Kirche ausgetreten ist. Könntet Ihr da nicht mal eine Sonderreportage bringen im Wahlkampf?
Danke im Voraus!
Der Präsident
Dass Ihr das Fronleichnams-Outing nur deshalb wieder betreibt, dass wir uns aufregen, ist schon klar. Voll durchschaut.
Wenn Ihr aber schon erwähnt, wer sich zu Eurem katholischen Voodoo-Zauber in nordkoreanischem Gehorsam und aus Angst vor Eurer Denunziation hat hinnötigen lassen, solltet Ihr vielleicht auch einmal nach der sonstigen Motivationslage fragen.
Mangold, Geyer, Geins, Fischer – Die gehen da wohl hin, weil sie auch sonst gern rumfrömmeln und außerdem eben aus Angst vor Euch.
Oberjürgen – Mei, der ist halt OB und will es auch bleiben.
Karl-Hellwing – Will die vielleicht auch was werden? Ei ei ei...
Waschler – Das habt Ihr selbst gerafft: Der ist Landtagskandidat.
Dittlmann – Was ist der noch mal außer Stadtrat und Feuerwehrdingsbums? Genau! Auch Landtagskandidat! Also war der Waschler gar nicht der einzige, gell.
Übrigens: Mich würde mal interessieren, wer aus dem Stadtrat wie oft in die Kirche geht oder wer – Gottseibeiuns – aus der Kirche ausgetreten ist. Könntet Ihr da nicht mal eine Sonderreportage bringen im Wahlkampf?
Danke im Voraus!
Der Präsident
Mittwoch, 29. Mai 2013
Aufgewacht und ausgeteilt
Lieber Tölpel!
Eine sehr schöne Spielerei, die diese Blogger-Seite hier bietet, ist der Statistik-Bereich. Da kannst Du z.B. sehen, welcher Wahlinfo-Passau-Beitrag am öftesten geklickt wurde. Rate mal! Nein, es ist nicht das lustige Bildchen von Dr. Andis letztem Wahlkampf. Das ist nur Platz 2. Der am häufigsten geklickte Beitrag aller Zeiten ist die heimliche Hochzeit unseres derzeit leider etwas untergetauchten Fränki-Boy. Platz 3 ist das Abhörprotokoll der Weihnachtsfeier geworden und Platz 4, man höre und staune, ein fast unbearbeiteter Artikel unseres Gast-Satirikers Franz Danninger. Der Fränki-Hochzeits-Beitrag wurde übrigens sogar heute schon viermal geklickt. Obwohl er schon über zwei Jahre alt ist.
Ich vermute, dass es daran liegt, dass unsere kleine, feine Seite hier bei den Google-Suchergebnissen oft relativ weit oben rangiert. Gibst Du nämlich bei Google "Luise Kinseher verheiratet" ein, ist das erste Ergebnis, tataaaa, Wahlinfo-Passau. So, und jetzt rate Du wieder, wie oft jemand mit diesem Suchbegriff gegoogelt hat und bei uns gelandet ist? 58 mal! Crazy, oder? Das kann ich nämlich auch sehen, welche Wörter oder Wortkombinationen die Suchenden zu uns führen.
Am häufigsten gesucht und bei uns gefunden wurde natürlich "wahlinfo passau", gefolgt von "andreas scheuer" auf Platz 2, "passau" auf Platz 3 und dann kommen, mit immerhin noch hunderten von Suchvorgängen, die Begriffe "julia schober silikon" und "simone tucci-diekmann". In dieser Woche ganz vorn sind übrigens die Suchbegriffe "betäubungsmittelentzug", "dummheit immer beliebter" und "pronold lattengustl".
Der Pronold ist ja jetzt im Kompetenzteam von diesem Steinmeier oder Steinbrück oder wie er heißt. Eigentlich müsste dem das ein Parteiausschlussverfahren einbringen. Das grenzt nämlich an Sabotage. Pronold ins Kompetenzteam. Das ist ja fast so skurril, als würde die Passauer CSU den Dickl zum Fraktionschef machen oder Frau Buhmann zur OB-Kandidatin.
Apropos Kompetenz. In einem PNP-Interview hat die Passauer Tourismus-Direktorin Pia Olligschläger sinngemäß gesagt, sie könne sich das auch nicht recht erklären, warum die Zahl der Touristen in Passau auf einem Rekordniveau angelangt ist. Mit ihrer Arbeit kann es doch eigentlich nichts zu tun haben. Also so ist es zumindest rübergekommen. Chapeau! Selbsterkenntnis ist immerhin ein Anfang. Aber eine Erklärung ist ihr dann schon noch eingefallen. Vielleicht liegt es ja daran, dass Passau in der Wettervorhersage mal positiv erwähnt wurde.
Vielleicht liegt es an dieser extrem kompetent-professionellen Markenpflege der Stadt Passau. Oder sollte ich sagen Markendiffusion? Markenkonfusion? Gibt es eigentlich in Passau so etwas wie Corporate Identity? Kann eigentlich nicht sein, weil ein Corporate Design gibt es schon mal nicht. Was ist mit einem CD Manual? Das hat man sogar in einem Kaff wie Deggendorf. Kann es in Passau aber eigentlich gar nicht geben, weil es existiert weder eine einheitliche Schrift für PASSAU, noch eine Einheitlichkeit bei der Verwendung des Claims "Leben an drei Flüssen" und der rote Wolf taucht manchmal auf und manchmal nicht. Und dann finden wir noch DIE_DREI_UNTERSTRICHE_STADT – allerdings nur in der Passau-App und auf ein paar Plakaten. Auf Briefkopf und Visitenkarten prangt der Passauer Wolf und unter PASSAU besagter Claim, während wir auf passau.de weder Wolf noch Claim, dafür aber PASSAU in einer ganz anderen Schrift finden. Ich glaube, so etwas gibt es bei einer Stadt in dieser Größe in ganz Deutschland nicht mehr.
Was meinst Du, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Mei, peinlich ist es halt. Die Passau-App habe ich mir auch mal angesehen. Da finden sich auch ein paar lustige Sachen. Unter der Oberrubrik Einkaufen findet sich unter "Mode und Sport" z.B. Beate Uhse. Und dass es auf einer App, die gefühlt ein Terabyte Speicherplatz braucht, nur 17 Passauer Sehenswürdigkeiten gibt, finde ich auch ein bisschen seltsam. Hals und Ilzschleifen? Fehlanzeige. Da könnte man noch ein bisschen nachbessern.
An manchen Tagen ist der Lokalteil der PNP eine allumfassende Sozialstudie der Passauer Gesellschaft. Vor drei Wochen gab es eine Ausgabe, in der gleich drei faschingsverdächtige Gruppierungen besprochen wurden. Bei den Lamplbrüdern, deren Motto "Tue Gutes und lass Dich dabei fotografieren" zu sein scheint, ist zumindest der Zweck ihrer "Bruderschaft", eine Art moderner Ablasshandel, noch ersichtlich. Bei den Rittern für den Orden zum Heiligen Georg vermutet man als aufgeklärter Mensch immer so eine verdeckte Satire-Geschichte von ein paar durchgepeitschten Ritter-der-Kokosnuss-Fans. Und wenn Du dann umblätterst und liest einen Bericht über ein paar Pubertätsgestörte, die gegen die ZAKK-Schließung demonstrieren und deren politisches Engagement sich auf Biertrinken und Sachbeschädigung beschränkt, dann weißt Du, dass Du in Passau bist.
Aber es gibt auch schöne Meldungen. Der SV Schalding ist in irgendeine Liga aufgestiegen, was alle ganz toll finden. Ist ja auch schön. Sport und Kultur sind sicherlich eine wichtige Visitenkarte für eine Stadt. Was ich aber wirklich überhaupt nicht verstehe, ist, warum man jetzt in Schalding diesen Fußballplatz aufmotzen muss. Da haben wir in der Danzigerstraße eines der größten Stadien Bayerns und dann brauchen die da draußen kurz vor Vilshofen eine neue Tribüne? Aber echt nicht, oder? Sogar in München können die Bayern und die Sechzger in einem Stadion spielen. Das ist aber noch nicht das Schönste an der Geschichte. Das Schönste ist, dass kein einziger aktiver Politiker sich das zu sagen traut. Egal, dafür gibts ja uns.
Der Bundestags- und der Landtagswahlkampf werden ja jetzt, sagen wir mal, eher so mittelspannend. Dafür freue ich mich schon wie ein Schnitzel auf den Kommunalwahlkampf. Erstens, weil es da sicherlich noch manche Überraschungen, vor allem bei den OB-Kandidaten, geben wird. Zweitens, weil ich mich schon wieder darauf freue, wenn die PNP gnadenlos die Leistung der einzelnen Stadträte bewerten wird. Kannst Du Dich noch erinnern? Das gab es schon einmal. Sogar mit Schulnoten. Macht Ihr das schon wieder, liebe Kollegen? Oder sollen wir das übernehmen?
Fangen wir doch heute gleich mal an. Heindl: Lautstärke 1, Unterhaltungswert 1, Straßenverkehrstauglichkeit 2, Sexfaktor 1, Kognition 5, Gesamtergebnis 2. Immerhin. Mangold: Frömmigkeit 1, Unterhaltungswert 6, Straßenverkehrstauglichkeit 4 (Toyota), Sexfaktor 4, Kognition 1, Gesamtergebnis 3,2. Ausbaufähig.
Aber das ist natürlich alles Quatsch. Plumpe, billige Witzchen auf Kosten verdienter Persönlichkeiten. Viel interessanter für alte Hasen und Neuwähler wäre eigentlich eine Rubrik "Was macht eigentlich..." Z.B.: Was macht eigentlich Ursula Karl-Hellwing? Wurde irgendwann mal in den Passauer Stadtrat gewählt und ward seitdem nicht mehr gesehen. Pardon, Frau Karl-Hellwing. Ihr Name dient hier nur als Platzhalter. Da könnten genauso Wagner, Eibl, Faßbender oder sonst noch 25 Namen stehen. Und kommt mir nicht mit der Geschichte, die leisten alle ganz wichtige Sacharbeit und drängen sich dabei nicht in den Vordergrund. Schon klar.
In der letzten FAS war ein Artikel über Abgeordnete, die ihr Studium abgebrochen haben und das jetzt selbst manchmal als Makel betrachten, bzw. diesbezüglich von Medien und politischem Gegner bloßgestellt werden. Da kann unserem Dr. Andi nichts passieren. Der hat auf Staatssekretär studiert und auf Minister promoviert. Oder sagt man "sich promovieren lassen"? Kleiner Wortscherz. Ich glaube, aus dem wird noch richtig was. Nachdem jetzt u.a. der Pronold mithilft, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt, wird der Andi sicher bald Minister. Ich freu mich schon.
Ich werde übrigens beobachten, ob Deine Anregungen zum CD der Stadt Passau zumindest teilweise umgesetzt werden. Zumindest auf passau.de.
Wollen wir wetten?
Dein Tölpel
Eine sehr schöne Spielerei, die diese Blogger-Seite hier bietet, ist der Statistik-Bereich. Da kannst Du z.B. sehen, welcher Wahlinfo-Passau-Beitrag am öftesten geklickt wurde. Rate mal! Nein, es ist nicht das lustige Bildchen von Dr. Andis letztem Wahlkampf. Das ist nur Platz 2. Der am häufigsten geklickte Beitrag aller Zeiten ist die heimliche Hochzeit unseres derzeit leider etwas untergetauchten Fränki-Boy. Platz 3 ist das Abhörprotokoll der Weihnachtsfeier geworden und Platz 4, man höre und staune, ein fast unbearbeiteter Artikel unseres Gast-Satirikers Franz Danninger. Der Fränki-Hochzeits-Beitrag wurde übrigens sogar heute schon viermal geklickt. Obwohl er schon über zwei Jahre alt ist.
Ich vermute, dass es daran liegt, dass unsere kleine, feine Seite hier bei den Google-Suchergebnissen oft relativ weit oben rangiert. Gibst Du nämlich bei Google "Luise Kinseher verheiratet" ein, ist das erste Ergebnis, tataaaa, Wahlinfo-Passau. So, und jetzt rate Du wieder, wie oft jemand mit diesem Suchbegriff gegoogelt hat und bei uns gelandet ist? 58 mal! Crazy, oder? Das kann ich nämlich auch sehen, welche Wörter oder Wortkombinationen die Suchenden zu uns führen.
Am häufigsten gesucht und bei uns gefunden wurde natürlich "wahlinfo passau", gefolgt von "andreas scheuer" auf Platz 2, "passau" auf Platz 3 und dann kommen, mit immerhin noch hunderten von Suchvorgängen, die Begriffe "julia schober silikon" und "simone tucci-diekmann". In dieser Woche ganz vorn sind übrigens die Suchbegriffe "betäubungsmittelentzug", "dummheit immer beliebter" und "pronold lattengustl".
Der Pronold ist ja jetzt im Kompetenzteam von diesem Steinmeier oder Steinbrück oder wie er heißt. Eigentlich müsste dem das ein Parteiausschlussverfahren einbringen. Das grenzt nämlich an Sabotage. Pronold ins Kompetenzteam. Das ist ja fast so skurril, als würde die Passauer CSU den Dickl zum Fraktionschef machen oder Frau Buhmann zur OB-Kandidatin.
Apropos Kompetenz. In einem PNP-Interview hat die Passauer Tourismus-Direktorin Pia Olligschläger sinngemäß gesagt, sie könne sich das auch nicht recht erklären, warum die Zahl der Touristen in Passau auf einem Rekordniveau angelangt ist. Mit ihrer Arbeit kann es doch eigentlich nichts zu tun haben. Also so ist es zumindest rübergekommen. Chapeau! Selbsterkenntnis ist immerhin ein Anfang. Aber eine Erklärung ist ihr dann schon noch eingefallen. Vielleicht liegt es ja daran, dass Passau in der Wettervorhersage mal positiv erwähnt wurde.
Vielleicht liegt es an dieser extrem kompetent-professionellen Markenpflege der Stadt Passau. Oder sollte ich sagen Markendiffusion? Markenkonfusion? Gibt es eigentlich in Passau so etwas wie Corporate Identity? Kann eigentlich nicht sein, weil ein Corporate Design gibt es schon mal nicht. Was ist mit einem CD Manual? Das hat man sogar in einem Kaff wie Deggendorf. Kann es in Passau aber eigentlich gar nicht geben, weil es existiert weder eine einheitliche Schrift für PASSAU, noch eine Einheitlichkeit bei der Verwendung des Claims "Leben an drei Flüssen" und der rote Wolf taucht manchmal auf und manchmal nicht. Und dann finden wir noch DIE_DREI_UNTERSTRICHE_STADT – allerdings nur in der Passau-App und auf ein paar Plakaten. Auf Briefkopf und Visitenkarten prangt der Passauer Wolf und unter PASSAU besagter Claim, während wir auf passau.de weder Wolf noch Claim, dafür aber PASSAU in einer ganz anderen Schrift finden. Ich glaube, so etwas gibt es bei einer Stadt in dieser Größe in ganz Deutschland nicht mehr.
Was meinst Du, mein Tölpel?
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Mei, peinlich ist es halt. Die Passau-App habe ich mir auch mal angesehen. Da finden sich auch ein paar lustige Sachen. Unter der Oberrubrik Einkaufen findet sich unter "Mode und Sport" z.B. Beate Uhse. Und dass es auf einer App, die gefühlt ein Terabyte Speicherplatz braucht, nur 17 Passauer Sehenswürdigkeiten gibt, finde ich auch ein bisschen seltsam. Hals und Ilzschleifen? Fehlanzeige. Da könnte man noch ein bisschen nachbessern.
An manchen Tagen ist der Lokalteil der PNP eine allumfassende Sozialstudie der Passauer Gesellschaft. Vor drei Wochen gab es eine Ausgabe, in der gleich drei faschingsverdächtige Gruppierungen besprochen wurden. Bei den Lamplbrüdern, deren Motto "Tue Gutes und lass Dich dabei fotografieren" zu sein scheint, ist zumindest der Zweck ihrer "Bruderschaft", eine Art moderner Ablasshandel, noch ersichtlich. Bei den Rittern für den Orden zum Heiligen Georg vermutet man als aufgeklärter Mensch immer so eine verdeckte Satire-Geschichte von ein paar durchgepeitschten Ritter-der-Kokosnuss-Fans. Und wenn Du dann umblätterst und liest einen Bericht über ein paar Pubertätsgestörte, die gegen die ZAKK-Schließung demonstrieren und deren politisches Engagement sich auf Biertrinken und Sachbeschädigung beschränkt, dann weißt Du, dass Du in Passau bist.
Aber es gibt auch schöne Meldungen. Der SV Schalding ist in irgendeine Liga aufgestiegen, was alle ganz toll finden. Ist ja auch schön. Sport und Kultur sind sicherlich eine wichtige Visitenkarte für eine Stadt. Was ich aber wirklich überhaupt nicht verstehe, ist, warum man jetzt in Schalding diesen Fußballplatz aufmotzen muss. Da haben wir in der Danzigerstraße eines der größten Stadien Bayerns und dann brauchen die da draußen kurz vor Vilshofen eine neue Tribüne? Aber echt nicht, oder? Sogar in München können die Bayern und die Sechzger in einem Stadion spielen. Das ist aber noch nicht das Schönste an der Geschichte. Das Schönste ist, dass kein einziger aktiver Politiker sich das zu sagen traut. Egal, dafür gibts ja uns.
Der Bundestags- und der Landtagswahlkampf werden ja jetzt, sagen wir mal, eher so mittelspannend. Dafür freue ich mich schon wie ein Schnitzel auf den Kommunalwahlkampf. Erstens, weil es da sicherlich noch manche Überraschungen, vor allem bei den OB-Kandidaten, geben wird. Zweitens, weil ich mich schon wieder darauf freue, wenn die PNP gnadenlos die Leistung der einzelnen Stadträte bewerten wird. Kannst Du Dich noch erinnern? Das gab es schon einmal. Sogar mit Schulnoten. Macht Ihr das schon wieder, liebe Kollegen? Oder sollen wir das übernehmen?
Fangen wir doch heute gleich mal an. Heindl: Lautstärke 1, Unterhaltungswert 1, Straßenverkehrstauglichkeit 2, Sexfaktor 1, Kognition 5, Gesamtergebnis 2. Immerhin. Mangold: Frömmigkeit 1, Unterhaltungswert 6, Straßenverkehrstauglichkeit 4 (Toyota), Sexfaktor 4, Kognition 1, Gesamtergebnis 3,2. Ausbaufähig.
Aber das ist natürlich alles Quatsch. Plumpe, billige Witzchen auf Kosten verdienter Persönlichkeiten. Viel interessanter für alte Hasen und Neuwähler wäre eigentlich eine Rubrik "Was macht eigentlich..." Z.B.: Was macht eigentlich Ursula Karl-Hellwing? Wurde irgendwann mal in den Passauer Stadtrat gewählt und ward seitdem nicht mehr gesehen. Pardon, Frau Karl-Hellwing. Ihr Name dient hier nur als Platzhalter. Da könnten genauso Wagner, Eibl, Faßbender oder sonst noch 25 Namen stehen. Und kommt mir nicht mit der Geschichte, die leisten alle ganz wichtige Sacharbeit und drängen sich dabei nicht in den Vordergrund. Schon klar.
In der letzten FAS war ein Artikel über Abgeordnete, die ihr Studium abgebrochen haben und das jetzt selbst manchmal als Makel betrachten, bzw. diesbezüglich von Medien und politischem Gegner bloßgestellt werden. Da kann unserem Dr. Andi nichts passieren. Der hat auf Staatssekretär studiert und auf Minister promoviert. Oder sagt man "sich promovieren lassen"? Kleiner Wortscherz. Ich glaube, aus dem wird noch richtig was. Nachdem jetzt u.a. der Pronold mithilft, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt, wird der Andi sicher bald Minister. Ich freu mich schon.
Ich werde übrigens beobachten, ob Deine Anregungen zum CD der Stadt Passau zumindest teilweise umgesetzt werden. Zumindest auf passau.de.
Wollen wir wetten?
Dein Tölpel
Montag, 13. Mai 2013
Pause mit lustig
Zum Tode Max Stadlers
Ich muss gestehen, ich war sehr lange sehr skeptisch, was den Politiker Max Stadler betraf. Er war mir nie unsympathisch, aber zum einen
hege ich eine gewisse Grundskepsis Berufspolitikern gegenüber, zum anderen entsprach diese Juristen-Donaldisten-Schachspieler-Jeden-Tag-eine-gute-Tat-Persönlichkeit genau dem Bild des in Berlin herumwurstelnden Politikers, das ich mir über Jahre so zurecht gelegt hatte.
Als ich Max Stadler – den ich bis dato nur flüchtig kannte – irgendwann vor einigen Jahren zufällig traf und er mir offenbarte, was er doch für ein begeisterter Leser von Wahlinfo-Passau sei, fühlte ich mich einerseits geschmeichelt, andererseits blieb die Skepsis, dass er mich nur bremsen, wenn nicht vereinnahmen wollte. Ich dachte, er wolle mich gnädig stimmen, um mich in meinen Kommentaren seiner Person und seiner Partei gegenüber zu besänftigen.
Ich habe mich ein bisschen getäuscht.
Heute weiß ich, dass Max Stadler natürlich der große Pragmatiker, gerissene Taktierer und geniale Diplomat war, als den ihn viele Eingeweihte auch gesehen haben. Aber er war ein Diplomat im positivsten Sinne. Er mochte meine teilweise grenzwertigen Satire-Spinnereien, aber er mochte auch seine Heimatzeitung, der er fast täglich Futter lieferte. Dies war für ihn kein Gegensatz. Er wusste, dass viele Menschen gerne die Abenteuergeschichten des Staatssekretärs aus Schalding, Berlin, Brüssel und Budapest lesen und freute sich gleichwohl, dass ein Internet-Blog wie Wahlinfo-Passau solcherlei gerne ins Lächerliche zieht.
Er war diesbezüglich erhaben. Und in seiner ganzen ehrlichen (!) Bescheidenheit war er doch so souverän, dass er tatsächlich Meinungen von
ganz links bis ganz rechts, von Nord, Süd, Ost und West, von klug bis saublöd, freundlich analysierte, kommentierte und gerne auch einmal ohne
jegliche Überheblichkeit, Aggressivität (war ihm ganz fremd) und Zeigefinger weise in Einklang brachte oder auch ad absurdum führte.
Dann habe ich ihn noch in Berlin erlebt. Er hat mir SEIN Ministerium, SEINEN Bundestag und SEINE Plenumssitzung gezeigt, wo er auf der Regierungsbank saß. Er war sehr stolz, auf das, was er tat. Aber es war ein höchst sympathischer Stolz. Er mochte das, was er tat. Er war kein Selbstdarsteller, er war ein überzeugter Diener der Res Publica. Er hat bis spät in die Nacht gearbeitet und er kannte keinen Stress. Er liebte diesen Job.
Noch eine Anekdote zum Schluss. Am interessantesten wird es immer nach Mitternacht. Ich war ein paar Mal bei ihm in Berlin. Veranstaltung, Party, lustiges Beisammensein. Linke, Grüne, Journalisten, die natürlichen Feinde der FDP – und alle versöhnlich bis freundschaftlich. Max Stadler war ein integratives Genie. Oder wie es, am allerschönsten, die Süddeutsche schreibt: ein feiner Mensch.
Karl-Heinz Hasenöhrl
Ich muss gestehen, ich war sehr lange sehr skeptisch, was den Politiker Max Stadler betraf. Er war mir nie unsympathisch, aber zum einen
hege ich eine gewisse Grundskepsis Berufspolitikern gegenüber, zum anderen entsprach diese Juristen-Donaldisten-Schachspieler-Jeden-Tag-eine-gute-Tat-Persönlichkeit genau dem Bild des in Berlin herumwurstelnden Politikers, das ich mir über Jahre so zurecht gelegt hatte.
Als ich Max Stadler – den ich bis dato nur flüchtig kannte – irgendwann vor einigen Jahren zufällig traf und er mir offenbarte, was er doch für ein begeisterter Leser von Wahlinfo-Passau sei, fühlte ich mich einerseits geschmeichelt, andererseits blieb die Skepsis, dass er mich nur bremsen, wenn nicht vereinnahmen wollte. Ich dachte, er wolle mich gnädig stimmen, um mich in meinen Kommentaren seiner Person und seiner Partei gegenüber zu besänftigen.
Ich habe mich ein bisschen getäuscht.
Heute weiß ich, dass Max Stadler natürlich der große Pragmatiker, gerissene Taktierer und geniale Diplomat war, als den ihn viele Eingeweihte auch gesehen haben. Aber er war ein Diplomat im positivsten Sinne. Er mochte meine teilweise grenzwertigen Satire-Spinnereien, aber er mochte auch seine Heimatzeitung, der er fast täglich Futter lieferte. Dies war für ihn kein Gegensatz. Er wusste, dass viele Menschen gerne die Abenteuergeschichten des Staatssekretärs aus Schalding, Berlin, Brüssel und Budapest lesen und freute sich gleichwohl, dass ein Internet-Blog wie Wahlinfo-Passau solcherlei gerne ins Lächerliche zieht.
Er war diesbezüglich erhaben. Und in seiner ganzen ehrlichen (!) Bescheidenheit war er doch so souverän, dass er tatsächlich Meinungen von
ganz links bis ganz rechts, von Nord, Süd, Ost und West, von klug bis saublöd, freundlich analysierte, kommentierte und gerne auch einmal ohne
jegliche Überheblichkeit, Aggressivität (war ihm ganz fremd) und Zeigefinger weise in Einklang brachte oder auch ad absurdum führte.
Dann habe ich ihn noch in Berlin erlebt. Er hat mir SEIN Ministerium, SEINEN Bundestag und SEINE Plenumssitzung gezeigt, wo er auf der Regierungsbank saß. Er war sehr stolz, auf das, was er tat. Aber es war ein höchst sympathischer Stolz. Er mochte das, was er tat. Er war kein Selbstdarsteller, er war ein überzeugter Diener der Res Publica. Er hat bis spät in die Nacht gearbeitet und er kannte keinen Stress. Er liebte diesen Job.
Noch eine Anekdote zum Schluss. Am interessantesten wird es immer nach Mitternacht. Ich war ein paar Mal bei ihm in Berlin. Veranstaltung, Party, lustiges Beisammensein. Linke, Grüne, Journalisten, die natürlichen Feinde der FDP – und alle versöhnlich bis freundschaftlich. Max Stadler war ein integratives Genie. Oder wie es, am allerschönsten, die Süddeutsche schreibt: ein feiner Mensch.
Karl-Heinz Hasenöhrl
Dienstag, 7. Mai 2013
Mittwoch, 1. Mai 2013
Angeklagt und aufgeklärt
Lieber Tölpel!
Homo homini lupus. Wenn man liest, was der Internet-Mob in den einschlägigen Kommentarspalten zum Thema Hoeneß so verlautbart, dann fragt man sich schon, was denn viele Leute für das Hinterziehen von Kapitalertragssteuer für eine angemessene Strafe halten. Enteignung, Pranger, Todesstrafe? Und dann stellt sich dieser Pronold (den im übrigen weder in seinem Wahlkreis noch sonstwo in Deutschland mehr als ein paar Hand voll Leute in irgendeinem Parlament haben wollen) hin und erzählt uns, Leute wie der Hoeneß seien asozial. Bitte nicht falsch verstehen – ich will gar nicht den Hoeneß verteidigen, sondern nur die geifernde Meute kritisieren.
Lustigerweise kam gleich nach der Hoeneß-Geschichte die Sache mit dem Schüttel-Schorsch und seinen Komplizen heraus. Das ist asozial! Aber um beim Sozi Pronold zu bleiben: Ist dem eigentlich klar, wie viele Abgeordnete so einer wie der Hoeneß mit seinen Steuergeldern bezahlt? Ein Abgeordneter soll anständig verdienen, einverstanden. Meinetwegen sogar noch mehr. Aber diese völlig absurde und unanständige Altersversorgung der Parlamentarier – die ist auch asozial! Und bitte keine Gegenargumente. Die gibt es nämlich nicht. Vielleicht haben wir einen Kommentator, der sich mit sowas auskennt und uns ausrechnet, wie lange ich wie viel Geld im Monat in eine private Rentenversicherung einzahlen muss, dass ich auf die Altersbezüge eines langgedienten Abgeordenten komme. Mich würde es brennend interessieren.
Noch ein Sozi. Der Roos hat da was verwechselt und zwar, dass man die Leute am ersten und nicht am 30. in den April schickt. Glaubt man der PNP von gestern, so hätte der MdL einen Wirtschaftsexperten zum Vortrag nach Passau eingeladen. Und dieser Experte heißt... Widuckel. So ein Schmarrn! Kein Mensch heißt Widuckel. Das ist so ein Name von Meister Eders Freund Bernbacher, der sich nie merken konnte, wie Eders Kobold heißt und ihm immer Namen wie Schmutzbuckl, Brumbuckl oder Pudackl gab. Oder eben Widuckel, Professor Werner Widuckel. Ha ha, sehr komisch.
Die SPD wird übrigens 150 Jahre alt und das werden natürlich auch die Passauer Sozis feiern. Ist ja auch völlig normal und gehört sich auch so. Was es aber sicherlich seit dem Ende der DDR und der Sowjetunion sicherlich nur noch in Kuba und bei der SPD gibt, ist die Ernennung einer Jubiläumsbeauftragten. So habe ich es zumindest der PNP entnommen. Irgendwelche Funktionärsposten muss man den Quotenfrauen ja geben. Nein, pardon, das war natürlich nur ein blöder, geschmackloser, politisch inkorrekter Witz, der keinerlei Realitätsbezug hat. Immerhin gab es hier sogar schon einmal eine rote Bundestagsabgeordnete. Den Namen habe ich leider vergessen.
Völker, hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Warum wirst jetzt Du ausgerechnet am 1. Mai so auf der SPD herumhacken? Und die Schwarzen in München machen sich nach wie vor den Staat zur Beute und verteilen Steuergelder auf ihre Familienmitglieder. Na gut, in anderen Bundesländern ist der Filz halt rot. Das gibt es schon auch.
Ich habe kürzlich einen interessanten Artikel gelesen über eine Österreicherin, die aus der ÖVP ausgetreten ist und dann geschildert hat, dass sie sich jetzt fühlt, als hätte sie keine Identität mehr. Außerdem hat sie Existenzangst. In Österreich ist es nämlich so, dass Du Dich für die eine Hälfte der Jobs nur bewerben brauchst, wenn Du ein ÖVP-Parteibuch hast und für die andere Hälfte brauchst Du eines von der SPÖ. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, im Kern aber nicht unwahr. Irre, oder? Obwohl – ist es bei uns nicht ganz ähnlich? Hier muss man doch auch in die Kirche ein-, bzw. darf nicht austreten, wenn man als Lehrer, Kindergärtner, Arzt, Krankenpfleger usw. bei nicht wenigen Arbeitgebern arbeiten will. Obwohl fast alles vom Steuerzahler bezahlt wird. Irre, oder? Und es gibt immer noch Eltern, die ihre Kinder nur taufen lassen, damit sie in Kindergarten und Schule nicht benachteiligt werden. Das wäre doch auch einmal ein Thema für den 1. Mai.
Der Tunnel kommt übrigens nicht, nachgetreten wird hier auch nicht, ganz im Gegenteil. Ich möchte nämlich behaupten, dass es nicht 73 %, sondern locker 80 % gewesen wären, wenn die Galionsfiguren der Tunnelgegner nicht Schmöller und Hellwing geheißen hätten. Das war doch der Wahnsinn. Noch bärbeißiger, gelangweilter und selbstgefälliger als diese beiden hätte man nicht mehr auftreten können.
Ich will nicht immer herumschimpfen, sondern einfach einmal eine Frage stellen, weil ich mir ja auch gerne etwas erklären lasse. Warum gibt es im neuen Bschütt-Parkhaus einen Parkscheinautomaten und kein Schrankensystem? Das hat doch nur Nachteile oder verstehe ich da was nicht? Wenn ich noch nicht weiß, wie lange ich parken will, habe ich ein Problem. Außerdem muss ich vom Auto zum Automaten und wieder zurück laufen. Zur Kontrolle müssen extra Parkwichtel vorbeikommen. Warum? Herr Zillinger, bitte erklären Sie!
Dafür bekommt die Freyungerstraße, in der ja schon diese entzückende Blechradfahrerskulptur steht, die aber leider schon vor geraumer Zeit decapitiert wurde, demnächst wieder ein großes Kunstwerk: den wunderbaren Salzkristall nämlich. Der wird so schön, dass er Jahre braucht, bis er fertig ist. Im Moment geht außerdem auch noch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung von ihm aus. Wahrscheinlich, weil er so schön ist, dass die vorbeifahrenden Autofahrer gar nicht mehr von ihm wegschauen können. Bestimmt sogar.
Die Polizei hat übrigens bei einer Altstadt-Wirtin über zwei Kilo Haschisch sichergestellt. Gottseidank! Jetzt hören sicherlich diese nächtlichen Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen auf. Furchtbar diese Rauschgiftsüchtigen.
Freundschaft!
Dein Tölpel
Homo homini lupus. Wenn man liest, was der Internet-Mob in den einschlägigen Kommentarspalten zum Thema Hoeneß so verlautbart, dann fragt man sich schon, was denn viele Leute für das Hinterziehen von Kapitalertragssteuer für eine angemessene Strafe halten. Enteignung, Pranger, Todesstrafe? Und dann stellt sich dieser Pronold (den im übrigen weder in seinem Wahlkreis noch sonstwo in Deutschland mehr als ein paar Hand voll Leute in irgendeinem Parlament haben wollen) hin und erzählt uns, Leute wie der Hoeneß seien asozial. Bitte nicht falsch verstehen – ich will gar nicht den Hoeneß verteidigen, sondern nur die geifernde Meute kritisieren.
Lustigerweise kam gleich nach der Hoeneß-Geschichte die Sache mit dem Schüttel-Schorsch und seinen Komplizen heraus. Das ist asozial! Aber um beim Sozi Pronold zu bleiben: Ist dem eigentlich klar, wie viele Abgeordnete so einer wie der Hoeneß mit seinen Steuergeldern bezahlt? Ein Abgeordneter soll anständig verdienen, einverstanden. Meinetwegen sogar noch mehr. Aber diese völlig absurde und unanständige Altersversorgung der Parlamentarier – die ist auch asozial! Und bitte keine Gegenargumente. Die gibt es nämlich nicht. Vielleicht haben wir einen Kommentator, der sich mit sowas auskennt und uns ausrechnet, wie lange ich wie viel Geld im Monat in eine private Rentenversicherung einzahlen muss, dass ich auf die Altersbezüge eines langgedienten Abgeordenten komme. Mich würde es brennend interessieren.
Noch ein Sozi. Der Roos hat da was verwechselt und zwar, dass man die Leute am ersten und nicht am 30. in den April schickt. Glaubt man der PNP von gestern, so hätte der MdL einen Wirtschaftsexperten zum Vortrag nach Passau eingeladen. Und dieser Experte heißt... Widuckel. So ein Schmarrn! Kein Mensch heißt Widuckel. Das ist so ein Name von Meister Eders Freund Bernbacher, der sich nie merken konnte, wie Eders Kobold heißt und ihm immer Namen wie Schmutzbuckl, Brumbuckl oder Pudackl gab. Oder eben Widuckel, Professor Werner Widuckel. Ha ha, sehr komisch.
Die SPD wird übrigens 150 Jahre alt und das werden natürlich auch die Passauer Sozis feiern. Ist ja auch völlig normal und gehört sich auch so. Was es aber sicherlich seit dem Ende der DDR und der Sowjetunion sicherlich nur noch in Kuba und bei der SPD gibt, ist die Ernennung einer Jubiläumsbeauftragten. So habe ich es zumindest der PNP entnommen. Irgendwelche Funktionärsposten muss man den Quotenfrauen ja geben. Nein, pardon, das war natürlich nur ein blöder, geschmackloser, politisch inkorrekter Witz, der keinerlei Realitätsbezug hat. Immerhin gab es hier sogar schon einmal eine rote Bundestagsabgeordnete. Den Namen habe ich leider vergessen.
Völker, hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Warum wirst jetzt Du ausgerechnet am 1. Mai so auf der SPD herumhacken? Und die Schwarzen in München machen sich nach wie vor den Staat zur Beute und verteilen Steuergelder auf ihre Familienmitglieder. Na gut, in anderen Bundesländern ist der Filz halt rot. Das gibt es schon auch.
Ich habe kürzlich einen interessanten Artikel gelesen über eine Österreicherin, die aus der ÖVP ausgetreten ist und dann geschildert hat, dass sie sich jetzt fühlt, als hätte sie keine Identität mehr. Außerdem hat sie Existenzangst. In Österreich ist es nämlich so, dass Du Dich für die eine Hälfte der Jobs nur bewerben brauchst, wenn Du ein ÖVP-Parteibuch hast und für die andere Hälfte brauchst Du eines von der SPÖ. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, im Kern aber nicht unwahr. Irre, oder? Obwohl – ist es bei uns nicht ganz ähnlich? Hier muss man doch auch in die Kirche ein-, bzw. darf nicht austreten, wenn man als Lehrer, Kindergärtner, Arzt, Krankenpfleger usw. bei nicht wenigen Arbeitgebern arbeiten will. Obwohl fast alles vom Steuerzahler bezahlt wird. Irre, oder? Und es gibt immer noch Eltern, die ihre Kinder nur taufen lassen, damit sie in Kindergarten und Schule nicht benachteiligt werden. Das wäre doch auch einmal ein Thema für den 1. Mai.
Der Tunnel kommt übrigens nicht, nachgetreten wird hier auch nicht, ganz im Gegenteil. Ich möchte nämlich behaupten, dass es nicht 73 %, sondern locker 80 % gewesen wären, wenn die Galionsfiguren der Tunnelgegner nicht Schmöller und Hellwing geheißen hätten. Das war doch der Wahnsinn. Noch bärbeißiger, gelangweilter und selbstgefälliger als diese beiden hätte man nicht mehr auftreten können.
Ich will nicht immer herumschimpfen, sondern einfach einmal eine Frage stellen, weil ich mir ja auch gerne etwas erklären lasse. Warum gibt es im neuen Bschütt-Parkhaus einen Parkscheinautomaten und kein Schrankensystem? Das hat doch nur Nachteile oder verstehe ich da was nicht? Wenn ich noch nicht weiß, wie lange ich parken will, habe ich ein Problem. Außerdem muss ich vom Auto zum Automaten und wieder zurück laufen. Zur Kontrolle müssen extra Parkwichtel vorbeikommen. Warum? Herr Zillinger, bitte erklären Sie!
Dafür bekommt die Freyungerstraße, in der ja schon diese entzückende Blechradfahrerskulptur steht, die aber leider schon vor geraumer Zeit decapitiert wurde, demnächst wieder ein großes Kunstwerk: den wunderbaren Salzkristall nämlich. Der wird so schön, dass er Jahre braucht, bis er fertig ist. Im Moment geht außerdem auch noch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung von ihm aus. Wahrscheinlich, weil er so schön ist, dass die vorbeifahrenden Autofahrer gar nicht mehr von ihm wegschauen können. Bestimmt sogar.
Die Polizei hat übrigens bei einer Altstadt-Wirtin über zwei Kilo Haschisch sichergestellt. Gottseidank! Jetzt hören sicherlich diese nächtlichen Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen auf. Furchtbar diese Rauschgiftsüchtigen.
Freundschaft!
Dein Tölpel
Dienstag, 16. April 2013
Zwei Fragen, PAWO...
Erstens: Könnt Ihr uns erklären, wer so bescheuert ist, zu einer Erotikmesse zu gehen?
Zweitens: Warum taucht in der URL zu Eurer Erotikmessenfotostrecke der Name des Herausgebers und Geschäftsführers des Wochenblatts auf? Wollte das sonst keiner machen?
Und übrigens, PNP!
Wir haben uns das hier angehört. Jetzt haben wir Depressionen.
Mittwoch, 10. April 2013
Wahlinfo-Passau erklärt die Welt
PNP, 10.04.2013, Lokalteil, Leserbrief:
Ein "s" zuviel
_________________
Schöner Leserbrief eigentlich – nur leider: totaler Quatsch.
Abgesehen davon, dass Rechtssprechung zwar unüblich und nicht besonders schön, aber auch nicht falsch ist, hat halt das Fugen-S mit dem Wesfall, oder wie wir Gebildeteren sagen: Genitiv, so überhaupt gar nichts zu tun. Das Fugen-S ist halt einfach da oder nicht und es gibt noch nicht einmal klare Regeln.
Und wer es nicht glaubt: Hochzeitskleid, Arbeitsamt, Liebeslied...
Wie lautet der Genitiv von Hochzeit, Arbeit und Liebe? Genau.
Keine Ursache, wir helfen gerne.
Ein "s" zuviel
Zum Bericht "Rechtssprechung ohne Grenzen" vom 4. April:
Es
gibt die Rechtsgeschichte, den Rechtsstaat, die Rechtspflege, das
Rechtsmittel und so weiter; und es gibt die Rechtsprechung − ohne
Wesfall-"s". Das hängt einfach damit zusammen, dass das Recht gesprochen
wird und nicht des Rechts. Wir haben und brauchen weder eine Links-
noch eine Rechtssprechung.
Wolfgang Neuefeind, Passau_________________
Schöner Leserbrief eigentlich – nur leider: totaler Quatsch.
Abgesehen davon, dass Rechtssprechung zwar unüblich und nicht besonders schön, aber auch nicht falsch ist, hat halt das Fugen-S mit dem Wesfall, oder wie wir Gebildeteren sagen: Genitiv, so überhaupt gar nichts zu tun. Das Fugen-S ist halt einfach da oder nicht und es gibt noch nicht einmal klare Regeln.
Und wer es nicht glaubt: Hochzeitskleid, Arbeitsamt, Liebeslied...
Wie lautet der Genitiv von Hochzeit, Arbeit und Liebe? Genau.
Keine Ursache, wir helfen gerne.
Montag, 8. April 2013
Samstag, 30. März 2013
Abgeschrieben und auferstanden
Lieber Tölpel!
Als ich kürzlich den SPIEGEL aufgeschlagen habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Stieß ich doch beim Durchblättern auf einen Artikel, in dem es um eine Charity-Dame ging, die angeblich Spendengelder unterschlagen hätte. Das gibt es doch nicht, dachte ich schockiert, schon wieder Neider und Missgünstige, die das aufopferungsvolle Lebenswerk unserer großen Wohltäterin mit schmutzigen Lügen besudeln wollen. Die es in ihrem Neid nicht ertragen können, dass eine bescheidene Frau aus der Provinz mit einem großen Herzen jedes Jahr hunderte und aberhunderte von Euro für die Bedürftigsten unter den Bedürftigen einsammelt und das alles, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Und bestimmt steckt wieder dieser destruktive Brunner dahinter. Als ich dann bemerkt habe, dass die Geschichte ganz woanders passiert ist, da war ich vielleicht froh!
Froh, ja geradezu fröhlich bis sehr amüsiert war ich auch, als ich den Artikel über die Inszenierung "Rose" im Theater an der Rott gelesen habe. Ich weiß nicht, was mich mehr belustigt hat. Die Tatsache, dass ein Intendant mit Missionierungsdrang in der tiefsten Provinz südlich von Lappland einen transsexuellen Pornodarsteller gibt, der mit mehr Männern schläft als "in der Bibel herumlaufen." (Steht so in der PNP vom 25.03.2013. Aber was heißt das?) Oder habe ich mich noch mehr auf die Leserkommentare gefreut, die teilweise wortwörtlich so ausgefallen sind, wie ich es beim Lesen des Artikels schon gewusst habe? Oder war das Schönste doch der Satz des PNP-Rezensenten, wonach die Tatsache, dass Rottal-Rose in der Szene im Innenraum einer Kirche mit gespreizten Schenkeln auf dem Rücken liegt und einen Koitus imitiert, einen "unnötigen Tabubruch" darstellt? Hä? Wieso Tabubruch? Weil das Auf-dem-Rücken-liegen eine in Kirchen eher ungebräuchliche Sexualpraktik darstellt? Da fällt mir der Witz mit den Ministranten und dem Mittelscheitel ein. Aber lassen wir das.
Es ist halt alles eine Geschmacksfrage. Der eine mags von vorn, der andere von hinten. Einer bevorzugt Cannabis, mancher trinkt gern fünf Mass Bier. Manche stehen auf Sichtbeton und manche mehr auf Selbstkasteiung. Jeder wie er's mag, alles menschlich. Jetzt darf natürlich auch ein Aushilfsbürgermeister der Meinung sein, dass Sichtbeton im öffentlichen Raum nicht so schön ist. Das darf er sogar sagen. Was er eigentlich nicht machen sollte, ist, so zu tun, als spräche er als Repräsentant der Stadt Passau und zu suggerieren, er, also die Stadt, würde zukünftig keine Sichtbetonbauten mehr genehmigen. Da übernimmt er sich nämlich ein bisschen. Warum mich das nervt? Weil die in die Kritik geratenen Bauwerke aber ganz bestimmt nicht zu den hässlichsten in Passau gehören. Und wenn wir schon beim Stammtisch-Populismus sind: Ich finde die Skulpturen am Europaplatz und am Anfang der Fußgängerzone seit Jahren scheußlich. Kann man die bitte mal wegmachen?
Was ich auch scheußlich finde und schon seit Jahren anprangere, ist, dass weder ein Teil des PNP-Journalisten-Nachwuchses noch die AmSonntag-Redaktionsleitung die unterschiedliche Anwendung von "das" und "dass" beherrschen sowie auch sonst regelmäßig erhebliche Grammatikschwächen aufweisen. Eher drollig finde ich dann schon wieder manche Formulierungsskurrilitäten. So übertitelt eine junge Redakteurin den Artikel über ein Verlinkungsproblem auf passau.de mit "Von der städtischen Homepage direkt zu leichten Mädchen". Leichte Mädchen, so so. Sagt man das jetzt wieder? Und wenn sie an der Straße stehen – Bordsteinschwalben? Hetären, Kokotten, Kurtisanen? Und was macht man eigentlich mit denen? Liebe? Schlafen? Verkehren? Unzucht? Oder doch: bumsen? Ich finde letzeres. Wer "leichte Mädchen" sagt, muss auch "bumsen" sagen. Und hundertmal den Satz schreiben: "Ich darf nicht verklemmt sein, wenn ich eine große Journalistin werden will."
Hauptsache, wir schnackseln gern, gell, mein Tölpel!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Jetzt hast Du mir so viele Stichworte gegeben, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll. Ein kluger Mann und begnadeter Schreiber hat mir erst vor ein paar Tagen gesagt, er wolle nicht immer auf seine Sexualität reduziert werden. Aber worauf soll ich denn z.B. die Rammerschen Tölpeleien in der PNP sonst reduzieren als auf schlechten Sex? Was kann der Grund sein, dass man sich über Sichtbeton aufregt oder über ein paar gefällte Bäume an der Ilz (wo man ansonsten den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht?) außer schlechter Sex? Oder anders: Wenn man das neue Foto vom Danninger sieht und dann noch seine abgefahrenen Kommentare liest, weiß man sofort – dieser Mann hat nicht nur außergewöhnlich guten Sex, sondern er kann sich auch aussuchen, mit wem. Und dann gibts da noch diese Dame, deren Name sich ein bisschen so anhört wie Cuckold-BDSMinger. Aber lassen wir das.
Zum Thema skurrile Formulierungen. In einem PNP-Artikel über den Aufgriff eines Mannes, der fünf Gramm Marihuana (also nicht 500 Gramm Heroin!) mit sich führte, an der Autobahn durch Schleierfahnder, fand sich der Satz: "In einer Zigarettenschachtel und in seiner Hose befand sich das Rauschgift." Das Rauschgift! Geht's denn nicht eine Nummer kleiner? Auf einem einzigen Tisch beim Starkbieranstich findet sich in den Masskrügen mehr Rauschpotenzial als in der Hosentasche des Marihuana-Verbrechers. Da passt auch noch sehr gut eine andere PNP-Überschrift dazu: "Regionale Fahnder teils 'atypisch' eingesetzt". Da fragt sich dann nur, was "atypisch" ist. Wenn vom Steuerzahler bezahlte Polizisten in vom Steuerzahler bezahlten Autos auf der Autobahn herumstrolchen und fünf Gramm Marihuana beschlagnahmen oder wenn sie mal was Vernünftiges machen.
Die Passauer CSU hat ja eine Blitzumfrage gemacht, bei der sie zum einen endlich einmal herausfinden wollte, wofür sie überhaupt steht und zum anderen mit der Frage nach geeigneten OB-Kandidaten die intern und inoffziell schon designierte Kandidatin Buhmann gleich wieder absägen wollte. Blöderweise hat man aber die Umfrageteilnehmer nicht gefragt, wer es denn machen solle, sondern nur, wer denn ihrer Meinung nach gegen Amtsinhaber Dupper eine Chance hätte. So waren dann auch die am häufigsten genannten Namen F.J. Strauß, Emil Brichta, Brutus und Charles Manson. Aus wahrscheinlich nur ihm nachvollziehbaren Gründen fabuliert der PNP-Tölpel heute schon zum zweiten Mal von irgendeinem Brauereidirektor, der es machen könnte und bringt wahrscheinlich demnächst den Schraml ins Spiel. Bei diesem Kasperltheater wird es sich der einzig ernstzunehmende Wunschkandidat Steiner sicherlich noch eine Zeit lang überlegen, ob er sich das antut mit dieser Gurkentruppe.
Jetzt regen sich wieder alle (sogar der Austragsintendant Freibier) auf, weil die Stadt Passau in den letzten Jahren tonnenweise Bilder von Passauer Künstlern gekauft hat, die jetzt anscheinend im Keller vergammeln. Eine vielgelesene Forderung ist nun, die Dinger irgendwo aufzuhängen. Naja, meinetwegen, aber wo? Wir haben halt hier im strukturschwachen Raum das Problem, dass von knapp (!) 50.000 Einwohnern, abgesehen von den paar Hanseln, die bei der Zahnrad oder als Stadtführer arbeiten, 10.000 Kabarettisten, 15.000 kirchliche Würdenträger und 20.000 Kunstmaler sind. Erstere werden in der Starkbierzeit von der Brauerei/Kirche bezahlt, zweitere werden vom Steuerzahler bezahlt und die Künstler...? Mei, irgendwer muss halt mal ein Bild kaufen. Aber muss man die alle auch gleich aufhängen? Vorschlag zur Güte: Die kommen vollständig in das neue Konzerthaus. Dann bleibt's auch gleich im richtigen Milieu.
L'art pour l'art!
Dein Tölpel
Als ich kürzlich den SPIEGEL aufgeschlagen habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Stieß ich doch beim Durchblättern auf einen Artikel, in dem es um eine Charity-Dame ging, die angeblich Spendengelder unterschlagen hätte. Das gibt es doch nicht, dachte ich schockiert, schon wieder Neider und Missgünstige, die das aufopferungsvolle Lebenswerk unserer großen Wohltäterin mit schmutzigen Lügen besudeln wollen. Die es in ihrem Neid nicht ertragen können, dass eine bescheidene Frau aus der Provinz mit einem großen Herzen jedes Jahr hunderte und aberhunderte von Euro für die Bedürftigsten unter den Bedürftigen einsammelt und das alles, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Und bestimmt steckt wieder dieser destruktive Brunner dahinter. Als ich dann bemerkt habe, dass die Geschichte ganz woanders passiert ist, da war ich vielleicht froh!
Froh, ja geradezu fröhlich bis sehr amüsiert war ich auch, als ich den Artikel über die Inszenierung "Rose" im Theater an der Rott gelesen habe. Ich weiß nicht, was mich mehr belustigt hat. Die Tatsache, dass ein Intendant mit Missionierungsdrang in der tiefsten Provinz südlich von Lappland einen transsexuellen Pornodarsteller gibt, der mit mehr Männern schläft als "in der Bibel herumlaufen." (Steht so in der PNP vom 25.03.2013. Aber was heißt das?) Oder habe ich mich noch mehr auf die Leserkommentare gefreut, die teilweise wortwörtlich so ausgefallen sind, wie ich es beim Lesen des Artikels schon gewusst habe? Oder war das Schönste doch der Satz des PNP-Rezensenten, wonach die Tatsache, dass Rottal-Rose in der Szene im Innenraum einer Kirche mit gespreizten Schenkeln auf dem Rücken liegt und einen Koitus imitiert, einen "unnötigen Tabubruch" darstellt? Hä? Wieso Tabubruch? Weil das Auf-dem-Rücken-liegen eine in Kirchen eher ungebräuchliche Sexualpraktik darstellt? Da fällt mir der Witz mit den Ministranten und dem Mittelscheitel ein. Aber lassen wir das.
Es ist halt alles eine Geschmacksfrage. Der eine mags von vorn, der andere von hinten. Einer bevorzugt Cannabis, mancher trinkt gern fünf Mass Bier. Manche stehen auf Sichtbeton und manche mehr auf Selbstkasteiung. Jeder wie er's mag, alles menschlich. Jetzt darf natürlich auch ein Aushilfsbürgermeister der Meinung sein, dass Sichtbeton im öffentlichen Raum nicht so schön ist. Das darf er sogar sagen. Was er eigentlich nicht machen sollte, ist, so zu tun, als spräche er als Repräsentant der Stadt Passau und zu suggerieren, er, also die Stadt, würde zukünftig keine Sichtbetonbauten mehr genehmigen. Da übernimmt er sich nämlich ein bisschen. Warum mich das nervt? Weil die in die Kritik geratenen Bauwerke aber ganz bestimmt nicht zu den hässlichsten in Passau gehören. Und wenn wir schon beim Stammtisch-Populismus sind: Ich finde die Skulpturen am Europaplatz und am Anfang der Fußgängerzone seit Jahren scheußlich. Kann man die bitte mal wegmachen?
Was ich auch scheußlich finde und schon seit Jahren anprangere, ist, dass weder ein Teil des PNP-Journalisten-Nachwuchses noch die AmSonntag-Redaktionsleitung die unterschiedliche Anwendung von "das" und "dass" beherrschen sowie auch sonst regelmäßig erhebliche Grammatikschwächen aufweisen. Eher drollig finde ich dann schon wieder manche Formulierungsskurrilitäten. So übertitelt eine junge Redakteurin den Artikel über ein Verlinkungsproblem auf passau.de mit "Von der städtischen Homepage direkt zu leichten Mädchen". Leichte Mädchen, so so. Sagt man das jetzt wieder? Und wenn sie an der Straße stehen – Bordsteinschwalben? Hetären, Kokotten, Kurtisanen? Und was macht man eigentlich mit denen? Liebe? Schlafen? Verkehren? Unzucht? Oder doch: bumsen? Ich finde letzeres. Wer "leichte Mädchen" sagt, muss auch "bumsen" sagen. Und hundertmal den Satz schreiben: "Ich darf nicht verklemmt sein, wenn ich eine große Journalistin werden will."
Hauptsache, wir schnackseln gern, gell, mein Tölpel!
Deine Kathi
Liebe Kathi!
Jetzt hast Du mir so viele Stichworte gegeben, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll. Ein kluger Mann und begnadeter Schreiber hat mir erst vor ein paar Tagen gesagt, er wolle nicht immer auf seine Sexualität reduziert werden. Aber worauf soll ich denn z.B. die Rammerschen Tölpeleien in der PNP sonst reduzieren als auf schlechten Sex? Was kann der Grund sein, dass man sich über Sichtbeton aufregt oder über ein paar gefällte Bäume an der Ilz (wo man ansonsten den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht?) außer schlechter Sex? Oder anders: Wenn man das neue Foto vom Danninger sieht und dann noch seine abgefahrenen Kommentare liest, weiß man sofort – dieser Mann hat nicht nur außergewöhnlich guten Sex, sondern er kann sich auch aussuchen, mit wem. Und dann gibts da noch diese Dame, deren Name sich ein bisschen so anhört wie Cuckold-BDSMinger. Aber lassen wir das.
Zum Thema skurrile Formulierungen. In einem PNP-Artikel über den Aufgriff eines Mannes, der fünf Gramm Marihuana (also nicht 500 Gramm Heroin!) mit sich führte, an der Autobahn durch Schleierfahnder, fand sich der Satz: "In einer Zigarettenschachtel und in seiner Hose befand sich das Rauschgift." Das Rauschgift! Geht's denn nicht eine Nummer kleiner? Auf einem einzigen Tisch beim Starkbieranstich findet sich in den Masskrügen mehr Rauschpotenzial als in der Hosentasche des Marihuana-Verbrechers. Da passt auch noch sehr gut eine andere PNP-Überschrift dazu: "Regionale Fahnder teils 'atypisch' eingesetzt". Da fragt sich dann nur, was "atypisch" ist. Wenn vom Steuerzahler bezahlte Polizisten in vom Steuerzahler bezahlten Autos auf der Autobahn herumstrolchen und fünf Gramm Marihuana beschlagnahmen oder wenn sie mal was Vernünftiges machen.
Die Passauer CSU hat ja eine Blitzumfrage gemacht, bei der sie zum einen endlich einmal herausfinden wollte, wofür sie überhaupt steht und zum anderen mit der Frage nach geeigneten OB-Kandidaten die intern und inoffziell schon designierte Kandidatin Buhmann gleich wieder absägen wollte. Blöderweise hat man aber die Umfrageteilnehmer nicht gefragt, wer es denn machen solle, sondern nur, wer denn ihrer Meinung nach gegen Amtsinhaber Dupper eine Chance hätte. So waren dann auch die am häufigsten genannten Namen F.J. Strauß, Emil Brichta, Brutus und Charles Manson. Aus wahrscheinlich nur ihm nachvollziehbaren Gründen fabuliert der PNP-Tölpel heute schon zum zweiten Mal von irgendeinem Brauereidirektor, der es machen könnte und bringt wahrscheinlich demnächst den Schraml ins Spiel. Bei diesem Kasperltheater wird es sich der einzig ernstzunehmende Wunschkandidat Steiner sicherlich noch eine Zeit lang überlegen, ob er sich das antut mit dieser Gurkentruppe.
Jetzt regen sich wieder alle (sogar der Austragsintendant Freibier) auf, weil die Stadt Passau in den letzten Jahren tonnenweise Bilder von Passauer Künstlern gekauft hat, die jetzt anscheinend im Keller vergammeln. Eine vielgelesene Forderung ist nun, die Dinger irgendwo aufzuhängen. Naja, meinetwegen, aber wo? Wir haben halt hier im strukturschwachen Raum das Problem, dass von knapp (!) 50.000 Einwohnern, abgesehen von den paar Hanseln, die bei der Zahnrad oder als Stadtführer arbeiten, 10.000 Kabarettisten, 15.000 kirchliche Würdenträger und 20.000 Kunstmaler sind. Erstere werden in der Starkbierzeit von der Brauerei/Kirche bezahlt, zweitere werden vom Steuerzahler bezahlt und die Künstler...? Mei, irgendwer muss halt mal ein Bild kaufen. Aber muss man die alle auch gleich aufhängen? Vorschlag zur Güte: Die kommen vollständig in das neue Konzerthaus. Dann bleibt's auch gleich im richtigen Milieu.
L'art pour l'art!
Dein Tölpel
Mittwoch, 27. Februar 2013
Passau in Trauer
Bud Spencer will aufhören
Wie man heute der Lokalpresse entnehmen konnte, möchte Bud Spencer, alias Hand Gottes, alias Der Seiler Max, aus gesundheitlichen Gründen sein Stadtratsmandat niederlegen.
Als wäre das noch nicht schlimm genug, hat die ÖDP angedroht, Jörn Rüther nachfolgen zu lassen. Rüther lebt mit seiner Amish-Familie in einem Waldkindergarten und wird sogar von anderen Amischen gemieden, weil ihm nicht einmal ein Bart wächst. Mit Rüther erreicht die ÖDP einen neuen Grad an Skurrilität, der nicht einmal mit Frankenberger möglich war.
Wahlinfo-Passau fordert: Bud Spencer, bleib da! Mach's wie der Pell und lach' sie alle aus.
Und erspare der Stadt die Prüfung Rüther. Danke.
Wie man heute der Lokalpresse entnehmen konnte, möchte Bud Spencer, alias Hand Gottes, alias Der Seiler Max, aus gesundheitlichen Gründen sein Stadtratsmandat niederlegen.
Als wäre das noch nicht schlimm genug, hat die ÖDP angedroht, Jörn Rüther nachfolgen zu lassen. Rüther lebt mit seiner Amish-Familie in einem Waldkindergarten und wird sogar von anderen Amischen gemieden, weil ihm nicht einmal ein Bart wächst. Mit Rüther erreicht die ÖDP einen neuen Grad an Skurrilität, der nicht einmal mit Frankenberger möglich war.
Wahlinfo-Passau fordert: Bud Spencer, bleib da! Mach's wie der Pell und lach' sie alle aus.
Und erspare der Stadt die Prüfung Rüther. Danke.
Montag, 11. Februar 2013
Passau in Vorfreude: WIR WERDEN PAPST!
Hier die aussichtsreichsten Kandidaten
Wastl I.
Qualifikation: Unberührt und empfänglich
Motto: Quamquam sum sub aqua...
Urbanus Aurantiacus Ultimus
Qualifikation: Bremst auch für Tiere
Motto: Urbi sum orbi
Andreus Mobilis I.
Qualifikation: Viele Jünger
Motto: Gerne jünger
Superdupper Principatus Unicus
Qualifikation: Schwimmt sogar in Milch
Motto: Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef.
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Nachtrag
Kommentar von pnp.de zum Thema:
Jetzt drehen alle durch: Die Bilder vom Faschingswochenende
Wastl I.
Qualifikation: Unberührt und empfänglich
Motto: Quamquam sum sub aqua...
Urbanus Aurantiacus Ultimus
Qualifikation: Bremst auch für Tiere
Motto: Urbi sum orbi
Andreus Mobilis I.
Qualifikation: Viele Jünger
Motto: Gerne jünger
Superdupper Principatus Unicus
Qualifikation: Schwimmt sogar in Milch
Motto: Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef.
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Nachtrag
Kommentar von pnp.de zum Thema:
Jetzt drehen alle durch: Die Bilder vom Faschingswochenende
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