Donnerstag, 16. Oktober 2008

Liebe Passauer Neue Presse!

Wir wissen nicht, wie viele Passauer die Stadtgalerie Lochblech-Bilka nennen. Wir wissen aber, wer die Stadtgalerie regelmäßig so nennt und wer den Begriff Lochblech-Bilka erfunden hat: Wir nämlich, wir - der Präsident und sonst niemand.

Sollte es also so sein, dass "viele Passauer ironisch einen Bogen ins Heute spannen und die neue Stadtgalerie scherzhaft Lochblech-Bilka nennen", wie Frau Ritzer sich so blumig auszudrücken beliebt, dann tun sie das nur, weil sie aufmerksame und begeisterungsfähige Wahlinfo-Passau-Leser sind.

Also bitte: Wenn schon Begriffe klauen, dann mit Urheberhinweis, gell!

Mit kollegialen Grüßen
Der Präsident

PS: Scherzhaft haben wir das nie gemeint.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Endlich: Partnertausch im Passauer Stadtrat

Karten werden neu gemischt - Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.

Passau. Nachdem drei junge Wilde (Andreas Dittlmann, 17, Peter Pell, 49 gefühlt und Ursula Karl-Hellwing, 29) gestern überraschend aus der CSU-Stadtratsfraktion ausgetreten sind und sich der neugegründeten Liste "Ich geb' Gas, ich will Spaß e.V." angeschlossen haben, werden von informierten Beobachtern weitere Abwanderungen erwartet. So wollen dem Vernehmen nach die CSU-Stadträte Clemens D., Josef R. und Karl A. ihren Raumfüllerstatus ablegen und sich zur neuen Fraktion "Oane geht no" zusammenschließen.

Sebastian F. (ÖDÖPÖ) zögert wohl noch, welcher neuen Fraktion er sich aufdrängen wird, auf jeden Fall will er weg von der alten. "Orange passt überhaupt nicht zu meinem Teint und außerdem sind mir die nicht durchgeknallt genug." Insider vermuten, dass F. sich wohl der von Eva-Maria B. gegründeten Fraktion "Schminktipps für Anfänger" oder der von Dr. Renate Z. gegründeten CSA-Fraktion (Christen für Selbstkasteiung und Askese) anschließen wird.

Leider bleiben drei Problemfälle übrig, mit denen keiner will und zwar: Albert Z., Dr. Chrysant F. und Alois F. Es wird darüber nachgedacht, den drei Misanthropen einen eigenen Ausschuss zu schaffen (Sitzungen nur nachts in der Tiefgarage), in dem sie sich nächtelang (ohne Waffen) die Welt erklären dürfen. Wer als erster nachgibt, hat verloren. (prä)
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Zufälligerweise fast gleichzeitig entstanden: Aus dem etwas anderen Blickwinkel unseres Gastkolumnisten

In der gnadenlos investigativen Tradition der PNP (Christian K. und Stefan R. haben ein Seminar in Hauzenberg geleitet - Wahlinfo-Passau war dabei) enthüllen wir hier exklusiv die neuesten Entwicklungen innerhalb der CSU Fraktion im Passauer Stadtrat.
Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen jetzt bekannt wurde tragen sich die drei Stadträte Albert Z., Chrysant F. (Entschuldigung: Dr. Chrysant F. - so viel Zeit muß sein) und Dagmar P. mit dem Gedanken, die CSU-Fraktion zu verlasssen um eine eigene Gruppierung im Stadtparlament zu gründen.

"Wir wollen doch nicht die drei letzten CSU-Hansln im Stadtrat sein"
, begründete Dagmar P. diesen drastischen Schritt. Bei der Wahl des Namens der zu gründenden Gruppe herscht noch leichte Uneinigkeit. Die ursprünglichen Pläne, als PKK (Passauer Konzerthaus Kooperative) zu firmieren, wurden wieder verworfen. Der momentane Favorit ist die Abkürzung PEG (Passauer Ewig Gestrige) um auch hier ein Zeichen der Kontinuität zu setzen.

Vorsorglich wurde bei der Stadtverwaltung eine Anfrage bezüglich adäquater Fraktionsräume gestellt. "Wir brauchen nicht viel", sagte Chrysant F. "ein paar Quadratmeter in der Römerplatztiefgarage sollten reichen, die ist ja bekanntlich atombombensicher" und Albert Z. fügte kämpferisch hinzu: "Eigentlich brauchen wir nur drei Feldbetten, drei MG-Nester und eine hinreichende Anzahl an Sandsäcken um uns gegen die üblen und vollkommen ungerechtfertigten Nachstellungen der Medien angemessen verteidigen zu können."
Im Rathaus wird diese eher ungewöhnliche Anfrage derzeit geprüft.

Wahlinfo-Passau hat sich selbstverständlich bemüht, Stimmen und Stimmungen aus der CSU Fraktion zu sammeln. Prof. Dr. Gerhard W. erklärte kurz am Handy, daß er derzeit wichtigere Dinge zu erledigen habe; er befände sich momentan in einer Sprachschule um für seinen Job als Europaabgeordneter bestens gerüstet zu sein. Dr. Andi ließ durch sein Wahlkreisbüro mitteilen, daß er momentan eine Grupe von verdienten Vorständen Passauer Vereine durch das politische Berlin führe und sich daher mit dieser eher unwichtigen Aktion seiner geschätzten Stadtratskollegen nicht auseinandersetzen könne. (cassiel)

Samstag, 11. Oktober 2008

Oh weh, oh weh!

Jetzt hat auch die Universität Passau auf einmal eine Eva Herman.

Veröffentlicht da nicht ein Professor namens Braun (sic!) ein Buch beim Hohenrain Verlag. Ui ui ui, böse Sache.

Vielleicht könnte man im Rahmen der neuen philosophischen Gesprächsabende in Passau mal Professor Braun und Eva Herman gemeinsam einladen und über Autobahnen und Mütterorden diskutieren lassen?

Vielleicht sind sie sich ja sympathisch und am Ende heißt Frau Herman noch Eva Braun. Wer weiß?


Schwarz-braun ist die Haselnuss... (prä)

Dienstag, 7. Oktober 2008

und noch ein Gastkommentar

So, Herr Dr. Max B.,

nach dem Bericht in der heutigen PNP komme ich nicht umhin und muß auch Ihnen einmal schreiben. Zum Thema Kultur ließe sich ja eine Mege anmerken. In aller Kürze gibt es hier natürlich nur ein paar (höchst subjektive) Eindrücke.

Wir hatten noch nicht persönlich das Vergnügen. Eigentlich kenne ich Sie nur als imaginäre Institution. Ich habe es mehr als einmal erlebt, das Ihr Mitarbeiter, Herr W. ein kurzes Grußwort anlässlich einer kulturellen Veranstaltung sprach, das in etwa so lautete: "Grüß Gott, mein Name ist W. ich bin hier um Herrn Dr. B. zu entschuldigen". Nun denn, vielleicht haben wir ja zukünftig einmal die Gelegenheit, uns persönlich kennen zu lernen.

Bei der letzten Schafkopfrunde mit den darbenden Künstlerfreunden habe ich dann einmal genauer nachgefragt und es gab tatsächlich einige Plauderrunden zum Thema Kultur. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann waren es jetzt mindestens drei Runden... und... wenn ich meinen darbenden Künstlerfreunden Glauben schenken darf, dann ist - außer freundlichen Absichtserklärungen - wohl nichts dabei herausgekommen. Es gibt noch immer die gleiche (für meine Begriffe: geschmacklose) Kunst im öffentlichen Raum. Legendär der Schlagbaum an der Dreiländerhalle, der sich in drei Teile gabelt und einen Granitstein hält (Hallo! Ich bin ein Symbol!). Oder der m.E. vollkommen mißlungene Brunnen am Anfang der Fußgängerzone... nur noch getoppt von der Pferdetränke am Ludwigsplatz und dem ästhetischen Super-GAU im "Klostergarten".

Natürlich laufen hervorragende Ausstellungen im Oberhausmuseum (machen Sie die eigentlich oder Ihr angestellter Kunsthistoriker). Für den gemeinen Passauer sind diese aber kaum wahrnehmbar. Na ja, sei's drum...

Als Direktor gehören Sie vermutlich der Besoldungsgruppe A16 an; das ist ein Haufen Kohle. Arbeiten sie soviel wie ein Schulleiter an einem Gymnasium? Oder ließe sich da noch einiges verbessern?

Nix für ungut...

cassiel

(für die brotlosen Künstler von Wahlinfo-Passau)

P.S. Reden Sie doch bitte noch einmal mit der hochverehrten Dagmar P. - die Kritik von Walter L. als reinen Marketing-Gag abzuurteilen halte ich für eine ebenso fadenscheinige wie durchsichtige Reaktion. Vielleicht ist ja doch ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Der Gastkommentar

Hallo ECE!



und wiederholt müssen wir dringend über Zahlen reden...

leider kann ich aufgrund der vielen Arbeit als schlechtbezahlter Praktikant bei Wahlinfo-Passau erst heute schreiben. Was las ich denn da gestern in der PNP?

Nachdem nun der Monatserste vergangen ist, haben sich also nach Euren Angaben erstmals an einem Wochenende 45.000 Besucher in Eure Lochblech-Hütte begeben. Nanu? Hab' ich da etwas falsch verstanden? Ich dachte die 50.000 wären schon voll gewesen?

Mich beschleicht der Verdacht, das gebetsmühlenartige Herbeireden von Besuchern durch gnadenlose Rekordmeldungen gehört zu Eurem Standard-Repertoire für müde Shoping-Malls. Lasst es doch einfach! Es gibt nämlich einige Passauer (unter anderen auch mich) die solche Zahlen nicht die Bohne interessieren.

Und liebe PNP, bei aller Abhängigkeit von einem Werbekunden... müßt Ihr wirklich das Spiel mitspielen? Ihr habt doch sowieso das Monopol. Also lasst doch diese peinlichen Meldungen einfach verschwinden. Besser wär's!

Nix für ungut ;-)

cassiel
stellv. Leiter der Hauptabteilung Gematrie bei Wahlinfo-Passau

Freitag, 3. Oktober 2008

Hallo Herr Rücker (PNP)!

Vollen Respekt! Nein - allervollsten Vollrespekt!

Seit über einem halben Jahr fordern wir bürgerlichen, feigen Spießer von Wahlinfo-Passau, das Abbiegegebot in der Ringstraße einfach zu ignorieren und geradeaus drüber zu brettern.

Und was machen Sie? Sie gehen noch einen Schritt weiter, ach Quatsch, drei Schritte weiter und fordern die Bürger einfach auf, die durchgezogene Linie zu überpinseln und die Schilder zu klauen. Daran hätten wir uns nicht mal zu denken getraut.

Beim nächsten Vorschlag dieses Kalibers werden Sie Ehrenpräsident! Echt wahr!

In tiefer Bewunderung
Die Hosenscheißer von Wahlinfo-Passau

Sonntag, 28. September 2008

Einen hab ich noch...

Neulich in der Innstadt

Wer schleicht da verstohlen durch den herbstlichen Wind?
Sind's zwei Zeugen Jehovas oder sonstwer, der spinnt?

Wer klingelt an Türen und schnüffelt herum?
Wem ist so ein Stasi-Besuch nicht zu dumm?

Sind's Drücker, Betrüger? Oder kleben sie Plakate?
Nein! S'ist KoKo, der Waidler und Waschl, der Glatte.

Sie schnüffeln herum, Konkurrenz ist ihnen lästig -
Drum wird auch die Watsch'n vom Wähler heut' deftig.
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(Aus humanitären Gründen zensiert)

Freitag, 26. September 2008

Na dann...

... ist ja alles gut.

Donnerstag, 25. September 2008

Noch ein Gedicht (aus aktuellem Anlass)

Wenn ich so in die Zukunft seh',
dann tut's mir in der Seele weh,
wenn ich so durch die Straßen geh' -
denk' an Event und GGP.

Nein, GGP - so heißt's nicht mehr.
Ein neuer Name musste her -
Beim alten waren die Taschen leer.
Doch frisches Geld - das hat schon wer.

Die Stadt hat viele Töchterlein.
Da sacken wir die reichste ein.
Die WGP entsteht daraus -
wir hauen die neue Kohle raus.

Die Stadt hat viele Töchterlein
mit ganz viel Geld - Ach, ist das fein.
Mit Geld, da kann man vieles kaufen,
auch Gutachten. Nur dumm gelaufen:

Dass minderbegabtes Management
auch größte Mengen Geld verbrennt
oder verfrühstückt und vertrinkt.
Solang' die Spesenrechnung stimmt -

Ist's doch egal. Wir haben's ja.
Wir machen frische Kohle klar.
Denn wenn wir wieder pleite sind,
dann holen wir uns ganz geschwind -

Ein neues, reiches Töchterlein.
Ach - gibt's bald nicht mehr? Wie gemein!
Das Geld ist weg? Wen kümmert's schon?
Dann gehen wir einfach in Pension.

Mittwoch, 24. September 2008

Ein Gedicht

Noch vorm Advent - d'Event am End'?
Bevor's noch g'friert, wird liqidiert?
D'Event am End'? Inkompetent -
das Management? Der Christbaum brennt -
noch vorm Advent - d'Event am End'?
Wen's wohl darennt - bei der Event?
Und wo? Am End' - im Big Ben drent?

Die WGP - hat Geld wie Schnee.
Nicht liquidieren, sich selbst sanieren -
ist die Idee. Mei, is des schee,
dass d'WGP hat Geld wie Schnee.
Oh weh, oh weh - und schmilzt der Schnee?
Tut auch nicht weh. Übernahm_e
der Stadtwerk_e - zur SGP!

Ole ole. Die Welt is schee - mit Geld wie Schnee.

Samstag, 20. September 2008

Linke!

Normalerweise können wir ja mit Eurer Enteignungspartei, die primär dafür existiert, die Profilneurose eines Herrn Lafontaine zu bedienen, nicht allzuviel anfangen.

An diesem frühen Samstagmorgen jedoch habt Ihr, respektive Euer Kandidat Dr. Erwin Petzi, uns allen Respekt abgenötigt.

Bei diesem unvermeidbaren Fragespielchen des PNP-Landkreisteils zur Landtagswahl, bei dem alle Direktkandidaten mal wieder ihr Lebensmotto (Carpe diem) und ihr größtes Glück (Familie) nennen durften, stach der Kandidat der Linken bei der Frage "Ihr größter Traum" doch angenehm aus dem Mitbewerberfeld heraus.
Während nämlich die meisten mit ihrem größten Traum unfreiwillig Einblick in ihre doch sehr eindimensionale Weltsicht boten (Weltfrieden, Menschenrechte, in den Landtag einziehen), beantwortete Dr. Petzi diese Frage nicht mit der Antwort "Enteignung des Großkapitals", sondern schlicht mit "eine Nacht mit Naomi Campbell".

Lieber Erwin Petzi, alle Achtung! Eleganter hätten wir hier ein tolles politisches Motto, was auch noch Spaß macht, nicht formulieren können.
Oder vielleicht doch?

"Vögeln gegen Rassismus!" (prä)

Mittwoch, 17. September 2008

Weltpremiere

Weltpremiere - Heute ab 20.15 Uhr exklusiv auf Wahlinfo-Bayern:

Liveticker mit Live-Kommentaren zum Streitgespräch zwischen Beckstein und Maget.

Anstoß: 20.15

Wenn Sie zu blöd sind, den Ausführungen der Spitzenkandidaten zu folgen - hier wird alles erklärt.

Wehret den Anfängen!

Deutsche Mütter zum Kopftuch gezwungen!

Samstag, 13. September 2008

Wahl-O-Mat reloaded

Die repräsentativste Umfrage zur bayerischen Landtagswahl im Netz! Nur auf WAHLINFO-BAYERN.

Nachdem der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Bayern verboten wurde, weil die ÖDP wie immer Spielverderber sein wollte, gibt es für Jungwähler und sonst alle, die noch dringenden Informationsbedarf haben, nur noch eine einzige Hilfe:

WAHLINFO-BAYERN

Bitte erst alles von oben bis unten durchlesen, dann rechts oben abstimmen! Oder umgekehrt.

Die repräsentativste Umfrage zur bayerischen Landtagswahl im Netz! Nur auf WAHLINFO-BAYERN.

Aufgebläht statt abgenabelt

Lieber Vetter,

mei, hab ich gelacht, als ich den Artikel über die zwei Flugverweigerer gelesen hab. Und - glaubst es nicht - gleich habe ich an Dich gedacht. Schließlich bist Du alter Steinhaufen auch ein Repräsentant der Stadt, der uns in unseren Partnerstädten wunderbar vertreten könnte. Aber da fällt mir ein, Du hast ja beim Fliegen ähnliche Probleme wie unser Oberbürgermeister - nämlich Ohrenschmerzen.

Der Junior-Partner vom OB kann auch nicht fliegen, weil der nämlich Prinzipien hat. Jeder Flug nach Nizza tötet einen Eisbären und ein Flug nach Japan ist schuld, wenn eine ganze Eskimo-Familie Sonnenallergie kriegt. Echt wahr.

Gottseidank gibts noch den Vielflieger Vize-Junior. Der fliegt gern, aber keine langen Strecken. Weil dann tut ihm der Rücken weh. Mein lieber Vetter, sag einmal, kann es vielleicht sein, dass wir mit diesem invaliden Bürgermeisterpersonal ganz schön in Dreck neiglangt haben?

Deine (auf dem Weg zum Keniaurlaub befindliche) Base
Kathi Klimakiller

Liebe Base,

ich hätt auch gelacht, wenn mir beim Lachen nicht immer die Ohren so weh täten. Übrigens: Die Ohrenschmerzen allein sind es bei mir nicht. Ich habe auch noch etwas, was in Richtung Flugangst geht, nämlich die Angst, dass ich nicht... Ach, lassen wir das.


Ich war übrigens schon in der neuen Stadtgalerie oder wie die Dose auch immer heißen mag. Schön geworden, wirklich sehr schön. Aber ich mochte ja das Bilka auch sehr gerne und irgendwie so viel anders ist es jetzt auch nicht geworden.

Ein letztes Wort, weil auch ich bin in Eile heute: Ich habe gehört, wir zwei sollen abgelöst werden. Deinen Part übernimmt zukünftig die Chefin der Stadtgalerie und ich werde vom Denk Hubsi ersetzt. Die Kolumne heißt dann: "Aufgespannt und abgedrückt." Das wird lustig.

Freut sich schon aufs Fliegen, Dein
Passauer Tölpel

Dienstag, 9. September 2008

Zur Eröffnung

Eine Vorfreude in Worten

Endlich ist es da: Das neue Lochblech-Bilka.
Bilka heißt jetzt Stadtgalerie und wartet mit einem Filialisten-Angebot auf, mit dem sich nicht einmal die Innenstädte von Hoyerswerda oder Tschernobyl verstecken müssten.

Tchibo, Reno, Weltbild und wie sie alle heißen, werden bald dem Passauer und dem Rudertinger die Stadtgalerie zu dem machen, was die Fünf Höfe für den Münchner und die 5th Avenue für den New Yorker sind.

Der Betreiber hat sich Gedanken gemacht und überfordert den Bayerwaldbewohner nicht mit einem Sortiment, das nicht zu ihm passt. Und wenn der wirklich mal vernünftige Klamotten braucht, dann kann er immer noch nach Waldkirchen fahren.
Ansonsten hat man an alles gedacht. Der Tiefgaragenboden ist speziell für tiefergelegte Polos ausgelegt und bietet eine komfortable Höhe, die auch für Fendts und kleine Mähdrescher ausreichend ist. Lehmige Gummistiefel sind aufgrund der aus Freibädern bekannten, im Boden eingelassenen Wasserwannen kein Problem. Statt dem einmal ursprünglich geplanten Modelabel Zara gibt es nun eine großzügige Kunstdüngerabteilung.

Auch dem anspruchsvollen Feinschmecker wird alles geboten. Brot, Wurst, Filterkaffee oder auch mal eine Semmel mit Lachsersatz - alles da. Allerdings äußern wir diesbezüglich einen kleinen bescheidenen Nachbesserungswunsch: Nachdem wir hier in Passau und Umgebung ja auch keine Hinterwäldler mehr sind, würden wir schon gerne unsere Liebste mal ganz exotisch zum Essen ausführen. Bitte einen Dönerstand! Oder für die ganz Mutigen: einen Glutamat-Chinesen mit dieser leckeren sauer-scharfen Suppe aus der Dose.

Sonst ist aber alles super und nachdem in Passau offensichtlich massenweise Kurzsichtige leben, gibts wenigstens ausreichend Optiker.

Lochfraß und Blechschaden!
Der Filialleiter der Ein-Euro-Website Wahlinfo-Passau

Dienstag, 2. September 2008

Der Gastkommentar

Hallo ECE!

Wir müssen dringend über Zahlen reden...

Aus den Tiefen des Sommerlochs gibt es eine Wortmeldung. Ja, wir werten natürlich peinlich genau täglich die PNP [auch in diesen Zeiten] aus. Und... was mußten unsere trüben Augen am letzten Freitag im Rahmen eines Artikels über die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Passau lesen?

"Am 10. September wird die Stadtgalerie offiziell eröffnet. [...] Die Agentur für Arbeit hat 381 gemeldete Stellen bei 91 Firmen. [...] Es gibt rund 160 offene Stellen [...]"

Hmmm... Nanu... Das klang in der pompös veröffentlichten Pressemeldung des Rathauses vom Februar unter der Ägide von Albert Z. noch ganz anders. Damals hieß es: 700 Arbeitsplätze und 70 Ausbildungsstellen. Letztere sind dann nun auch auf 18 Ausbildungsstellen geschrumpft. Schwund? Oder was...?

Also doch nur eine Null-Nummer unterm Strich? Aber gut! Vielleicht gab es ja andere gute Gründe den Betonklotz zu bauen. Seinerzeit behauptete Josef Schüller von der ECE in dem inzwischen preisgekrönten BR-Beitrag "Kulisse für den Kommerz", es entstünde die gute Stube von Passau. Heute bekommen wir die Filialisten Pimkie, Orsay, Takko oder kurz: Der Begriff Lochblech-Bilka trifft die Realität schon eher. Das ist also auch kein stichhaltiges Argument. Aber hoch-ambitionierte Nachwuchswissenschaftler des örtlichen Geographielehrstuhls kümmern sich ja um das Marketing in der Fußgängerzone; dann kann ja nichts schief gehen. Und für die öffentliche Meinung gab es dann ja von Ihrer Firma eine großzügige, fast ganzseitige Anzeige im neuen Scharfrichterprogramm. Dann ist wenigstens an diesem tradierten Herd ständigen Querulantentums in Passau Friede, Freude, Eierkuchen. Das ist auch dringend notwendig, denn Albert Z. hat gerade andere Sorgen. Wie es der hochverehrte Christian K. von der örtlichen Lokalredaktion formulieren würde, ist er in ein Geplänkel zivilrechtlicher Natur mit der örtlichen Presse involviert.

Seltsam konstant in diesem Umfeld permanenter Wandlungen ist aber die Zahl von 21.000qm. Das macht uns natürlich mißtrauisch. Ein Blick in GoogleEarth (Ja, das haben wir auch!) läßt vermuten, daß man die Donaupassage mit 8.000qm Einzelhandelsfläche locker drei- oder viermal in dem Grund der Stadtgalerie unterbringen kann. Aber vermutlich sind Sie ja nur großzügig und haben ganz viele Kinderecken in der Stadtgalerie integriert. Oder haben Sie etwa ein paar hundert Quadratmeter (oder noch mehr) hinzugemogelt? Fragen über Fragen...

Stirnrunzelnd grüßt

cassiel
stellv. Leiter der Hauptabteilung Gematrie bei Wahlinfo-Passau