Donnerstag, 7. August 2008

Brav, Stadt Passau, aber bitte konsequenter!

Als zeitgemäß politisch korrekte Für-alles-und-jeden-Verständnis-Habende denkt Ihr natürlich zunächst einmal an die Broken-Windows-Theorie, wonach -transformieren wir es gleich einmal auf Passau- Schmierereien an Wänden sofort beseitigt werden müssen, um andere Hobby-Sachbeschädiger nicht zu weiteren Beschädigungen zu animieren.

So weit, so gut. Wir vermuten trotzdem mal, dass weiter herumgeschmiert wird. Weil mit Euren Erkenntnissen über Broken-Windows alleine kommt Ihr wahrscheinlich nicht weiter.
Wie gehts weiter? Genau: Zero-Tolerance-Modell.

Wer fünfstellige Beträge im Jahr dafür ausgibt, einmal monatlich die Fassaden zu übertünchen, der kann es sich doch auch leisten, irgendwelche starken Männer zu engagieren, die ein bisschen aufpassen und -sollte die abschreckende Wirkung allein nicht genügen- notfalls die Schmierer der Polizei übergeben, nachdem sie vorher ein bisschen überwältigt werden mussten.

Geht nicht? Politisch total inkorrekt?

Na, dann lasst Euch weiterhin alles kaputt machen und jammert weiter, wie seit 30 Jahren.

Und nicht vergessen: Sollten Euch irgendwelche Problem-Jugendlichen die Fensterscheiben einwerfen, Euch anpöbeln oder anspucken - einfach nur lächeln! Die haben sicher ein schwieriges Elternhaus.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Welch menschenverachtende Idee: die armen Security-Leute, die dann die ganze Zeit in dieser Gasse rumlungern sollen! Und außerdem sieht das für die Touristen sicher auch nicht angenehmer aus als die jungen Kunstwerke jetzt. Lieber Präsi, das ist ein untauglicher Vorschlag. Gibt es denn nicht irgendeinen gut abwaschbaren Anstrich, mit dem man die Passauer Fassaden schützen könnte?

Salome hat gesagt…

Broken Window, Zero Tolerance- hilft alles nix?
Probierts doch mal mit: Public Viewing!
Ein wunderbares Medium für Kunst und Entfaltungsbedürfnisse der Kids mit oder ohne schwieriges Elternhaus würden doch sich die Lochhblech Bilkas unser schönen neuen Welt, äh unserer schönen Neuen Mitte-Fassade bieten.

Da hätten wir so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wie z.B. konstenlose Kunst am Bau. Oder die neue Mitte als integratives Zentrum, das obendrein noch leicht überwachbar ist. Keine Wachmänner, die sich zu Unzeiten in dunklen Gassen herumtreiben müssen- das erledigen dann die eh schon installierten Wachkameras.
Und vielleicht eine neue Touristen-Attraktion: Sprayer – viewing, wo gibt’s denn so was.
So, und vielleicht würden dann die anderen Kids, die so da rumhängen und ihre Frustration sonst durch Pöbeleien und/oder übermässigen Alkoholkonsum kanalisieren vielleicht auch auf andere Gedanken kommen und ihre kreative Ader entdecken.

Also, Bilka-Lochblech frei für public spraying!

Anonym hat gesagt…

Na ja. Man könnte die Jugendlichen auch in die Stadtpolitik integrieren. Unter dem Motto: Jeder darf ein bisschen rumsauen.
Aber mal ehrlich: Mich stören diese Skater nicht immer. Zumindest ist jetzt dort LEBEN.
Zankls Sohn könnte übrigens Sprayerkurse anbieten. Auch hier finden wir ein hübsches Motto: Wir VERSCHÖNERN unsere Stadt.