Samstag, 26. März 2016

Passend zu Ostern – endlich auch in der PNP

Regretting motherhood (oder: Wo Hausfrauen stille Genugtuung finden)

PNP, 26. März 2016, Seite 40, Bauernteil

Hausfrauen-Psychologie

Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Doch in Zeiten, in denen das Beutetier

eingeschweißt in der Kühltheke liegt und die Früchte gepflückt und entsteint in der Obstabteilung, muss er andere Gelegenheiten finden, seine Instinkte auszuleben. Zum Beispiel indem er mit Körbchen bewaffnet durch den heimischen Garten pirscht, im erbitterten Nahrungswettbewerb mit der lieben Verwandtschaft um bunte Eier und Schoko-Hasen.
Nur eine sucht nicht: Mutti. Sie muss sich wieder mal um alles kümmern, denn der moderne Jäger und Sammler lässt sich gern bedienen. Was das ganze Jahr über fürs Kochen, Putzen und Einkaufen gilt, ist auch beim österlichen Event-Suchen nicht anders. So steigt die Mutti in der Dämmerung, während die Familie noch eingemummelt in den warmen Betten liegt, mit Morgenmantel und Stirnlampe durch den Garten und versteckt die Beute-Eier im Gestrüpp, auf dem Baum, hinter der Gießkanne. Und wissend, dass ihre Liebsten, vom Ur-Instinkt gepackt, gar nicht anders können, als mit Feuereifer zu suchen, denkt sie sich heuer ein ganz besonderes Versteck aus.


Wie die Heuschrecken schwärmen die nichts ahnenden Verwandten aus. Mit gierigen Fingern ist der Garten schnell abgegrast, die Körbe sind gefüllt und wer doch vor lauter Ostern die Eier nicht sieht, dem hilft das mütterliche Sonar liebevoll auf die Sprünge: „Warm, warm, wärmer, kaaalt, wärmer, uh heiß, heiß!“ Wenn dann die satte Meute wieder dem Haus zustrebt, zündet Mutti Motivationsstufe zwei: „Ein Nesterl fehlt noch.“ Das Rudel stockt – der Ur-Instinkt von Neuem erweckt. Die Kinder pflügen unter der Thujenhecke entlang, der Vater versinkt bis zur Schulter in der Regenwassertonne, der Onkel steckt kopfüber im Rhododendron, der Opa versucht’s mit Rasterfahndung und schleicht im Karree über den Rasen. Vergeblich. Bald knurren die Mägen nach dem Festtagsessen, doch Mutti legt noch einmal nach – mit umgekehrter Psychologie: „Soll ich euch sagen, wo es ist? Ihr findet es ja nie!“ Das lässt der Stolz freilich nicht zu. Der Mittag verstreicht, die Verwandtschaft irrt immer noch durchs Grün, leise fluchend, auf der Suche nach diesem einen letzten Osternesterl, dass (Schreibweise im Original) Mutti nie versteckt hat. Und so findet auch die Hausfrau an Ostern noch etwas im Garten: stille Genugtuung.  


Sabine Kain
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Ein Kommentar zur Oster-Woche der Kampfzeitung des KS folgt.

 

Samstag, 5. März 2016

Hey, Tölpel-Imitat!

Dass Du wegen Deiner Doktortitelgeilheit und weil Du wahrscheinlich wieder zu lange am Weihrauchfässchen geschnüffelt hast, den Stadler Max posthum in den wohlverdienten Ruhestand geschickt hast – geschenkt!

Aber dass Du folgenden Satz schreibst, "... Heimatschriftsteller Max Matheis, der zwar kein Täter, aber wohl überzeugter Nazi war", lässt uns zwar nicht an Deinem Verstand zweifeln – davon haben wir Dir noch nie übermäßig viel zugetraut –, aber uns durchaus fragen, ob Du mit solchen Personen sympathisierst.

Die Aussage ist aus verschiedenen Gründen kompletter Unsinn. Ist einer, der Schriften verfasst, in denen er seine Leser für Hitler begeistert, nicht allein deshalb schon Täter? Goebbels hat unseres Wissens nach auch keinen persönlich erschossen. 

Außerdem: Einer der 1933 in die NSDAP eintrat und 1937 Truppführer bei der SA wurde – der war kein Täter? Sicher nicht?

Eine Frage zum Abschluss: Wenn einer dann auch noch Lehrer ist und den Kindern so mancherlei erzählt – hätte das vielleicht Täterqualität?

Aber Ihr Frömmler habt halt seit jeher ein großes Herz. Für die Täter. 

Der Präsident der politischen Akademie Wahlinfo-Passau






Montag, 29. Februar 2016

Die fünf Topthemen vom 29.02.2016

- Mazedonien: Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

- Merkel zu Gast bei Anne Will

- Uli Hoeness aus Haft entlassen

- Drei Oscars für "The Revenant"

- Überraschende Trennung: Rottaler Kabarett-Duo "Da Bertl & I" hört auf


Samstag, 13. Februar 2016

Pressespiegel



Also wir wollen ja niemandem seine Erfindungen madig machen, aber ich könnte schwören, dass ich diese patentierte Weltneuheit schon vor Jahren in einem Lufthansa- oder Air-Berlin-Flugzeug bekommen habe.


Und wenn wir schon dabei sind, noch was anderes. Dass die PNP eine Vorliebe für Religions-Spinner und Frömmel-Freaks hat, ist ja nichts neues. Aber Typen mit bunten Fischen auf der Krawatte zu interviewen, die sich als Eheberater bezeichnen und Paaren den Spitzen-Liebeserhaltungs-Tipp geben, sich den Valentinstag mit dem Besuch eines Gottesdienstes zu versüßen, geht schon ins Sektiererische.

Und noch ein Hinweis an Herrn Dickl. Ich habe keine Angst, mich abends oder nachts durch Passaus Zentrum zu bewegen. Ich habe eigentlich immer nur am Aschermittwoch Vormittag Angst, mich in Passau aufzuhalten. Sollte die CSU die Absage ihrer jährlichen Hetzreden-Veranstaltung zur Regel machen, wäre mir diese Angst auch genommen.


Freitag, 22. Januar 2016

Kreuzzug 2.0


Waldkirchen | 21.01.2016 | 16:35 Uhr

Bischof segnet Kreuze für Flüchtlings-Unterkunft



Am 15. Dezember 2014 sind die ersten Bewohner ins Christophorus Haus eingezogen: Zwölf sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nahmen die Betreuer des Kreiscaritas-Verbandes damals nach ihrer Ankunft in Deutschland als erste Gruppe auf. Doch schnell wurden es mehr: Im vergangenen Jahr registrierte der Träger der Clearingstelle 677 Burschen und bereitete sie auf ihren Aufenthalt in Deutschland vor. "Eine stolze Zahl, die natürlich nur mit Hilfe von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern zu bewältigen war", sagte Max Niedermeier, Vorstandsvorsitzender der Kreiscaritas, nun bei der offiziellen Segnungsfeier. Höhepunkt des Festakts war das Segnen der Kruzifixe für das Christophorus Haus durch Bischof Stefan Oster. "Wir als Christen hängen Kreuze in die Wohnungen", erklärte Diözesancaritas-Vorsitzender Dr. Michael Bär, "die jugendlichen Muslime sollen an uns ablesen können, was Christsein bedeutet." Der Bischof selbst hob hervor, dass Jesus "ein Flüchtlingskind, ein Verfolgter, Missachteter und Missbrauchter war. Christen sehen ganz besonders in den jungen Menschen das Antlitz des Herrn".

 
Anmerkung des Redaktions-Psychiaters: 

Man könnte sie noch in Weihwasser baden und mit Messwein abfüllen. Wer sich wehrt, dem wird der Teufel ausgetrieben. Und wer sich brav spontanintegriert, bekommt zur Belohnung einen Schweinsbraten und eine halbe Bier dazu.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Rubrik: Vollidiot der Woche

Ganz normal
 
Zur Berichterstattung über die Vorfälle bei den Regensburger Domspatzen:
 

„Ich verstehe nicht, warum Schläge und sexueller Missbrauch immer auf eine Stufe gestellt werden. Sexueller Missbrauch gehört schonungslos aufgeklärt und auch dementsprechend bestraft, da diese Opfer ein Leben lang darunter zu leiden haben. Anders verhält es sich bei sogenannten ,Prügelopfern‘. Ich bin Jahrgang 1942, und wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dann waren Schläge mit dem Stock auf den Hintern (wenn dabei der Stock zu Bruch ging, mussten wir am nächsten Tag einen neuen, ,haselnussernen‘ zum Unterricht mitbringen) oder mal eine Watschn die ganz normale Erziehungsmethode zu dieser Zeit. Schlimmer waren die Tatzen auf die vorderen Fingerspitzen (bei Wegziehen verdoppelte sich die Anzahl), besonders wenn unseren Herrn Pfarrer der heilige Zorn packte. Noch nie habe ich festgestellt, dass bei unseren Klassentreffen auch nur einer einen körperlichen oder psychischen Schaden deshalb davongetragen hätte. Eher entwickelt sich darüber eine amüsierte Unterhaltung. Was geht eigentlich in einem Menschen vor, dass er wegen solcher Vorgänge sich noch nach 20, 30, 40 Jahren oder länger als Misshandlungsopfer meldet? Möchte er da Kapital daraus schlagen oder einfach Verantwortliche in Kirche und Gesellschaft schaden, oder soll mit solchen hochgepeitschten Schlagzeilen von den wahren und großen Problemen unserer Zeit abgelenkt werden?“

Rudolf Rehrl
Petting


Anmerkung des Redaktions-Psychiaters:

Sehr geehrter Patient,

das Verfassen solcher Leserbriefe ist ein eindeutiger Indikator für einen ziemlich schweren psychischen Schaden. Kostennote folgt.

Grußlos
Der Redaktions-Psychiater

Sonntag, 17. Januar 2016

Lach- und Sachgeschichten

"Es ist einfach Irrsinn, wie man über 40 Jahre hinweg überprüfen will, wie viele Ohrfeigen bei uns verteilt worden sind, so wie in anderen Einrichtungen auch." Genau das hat er gesagt, der Papstbruder. Und recht hat er. Fast. Weil eigentlich hätte es nämlich heißen müssen: "... wie in anderen kirchlichen Einrichtungen auch." Weil das kann er, der Kirchenmann: Grobheit und Brutalität. Aber wir wollen natürlich auch Sadismus, Demütigung und Erniedrigung von Schutzbefohlenen nicht vergessen. Das kann er auch sehr gut. Und wenn das immer noch nicht reicht, um den Zölibat zu kompensieren, darf es auch noch ein bisschen sexuelle Übergriffigkeit sein. Gedacht hat er sich wahrscheinlich noch, der Papstbruder: "Jetzt wo man den Glauben nicht mehr (so ungestraft) in seine Schäfchen hineinprügeln darf, muss man in der Heiligabend-Ausgabe der PNP lesen, dass immer weniger Menschen in die Kirche gehen. Selber schuld." 

Auch wenn der dümmste Stammtischtrottel christlicher Prägung heute immer noch der Meinung ist, die Watschen, die er als Kind bekommen hat, hätten ihm nicht geschadet, obwohl man ihm auf 100 Meter ansieht, dass das ein klassischer Fall von fehlender Selbstreflexion ist, gibt es in unserer Status-quo-Gesellschaft immerhin eine nicht ganz kleine Gruppe von Menschen, die die Überzeugung haben, dass Schläge nicht das Erziehungsmittel erster Wahl sind. Selbst bei Menschen, die sich als "Christen" bezeichnen, ist das Ablehnen von Gewalt im Umgang mit Kindern, Frauen und generell Schwächeren heutzutage häufig anzutreffen. Das Problem ist nur, dass der sich selbst als "gläubig" bezeichnende "Christ" auch meist der Meinung ist, egal an welcher Geisteskranheit jemand leidet – wenn Religion draufsteht, ist das sakrosankt (sic!). Und so kommt es, dass man auch heute noch Knaben am Genital verstümmeln oder Grundschulkindern einreden darf, sie hätten Sünden, die sie beichten müssten, ohne strafrechtlich belangt zu werden. Weil Perversion nicht pervers ist, wenn sie religiös motiviert ist. 

Weil ebendieses "Glauben" an welchen "Gott" auch immer jede noch so abartige Rückständigkeit rechtfertigt, darf im Jahr 2016, exakt am zweiten Januar, auf der Seite 18 der PNP ein muslimischer Student von "Sünde" faseln und eine muslimische Studentin folgenden Satz sagen: "Die Entscheidung gegen das Kopftuch ist mir nicht leicht gefallen. Ich studiere Jura und möchte in den Staatsdienst. Da kann ich ohne das Kopftuch mehr dazu beitragen, dass sich Dinge ändern." Wir wollen uns jetzt nicht weiter vorstellen, was sich denn ändern soll, sondern uns eher darüber wundern, warum Frau Lugbauer das alles so unkommentiert und nachfragelos stehen lassen hat, auch das hier zum Beispiel: "Das Paradebeispiel ist die Sache mit dem Kopftuch. Es wird immer wieder als Symbol der Unterdrückung dargestellt – ohne dass man mal eine muslimische Frau, die Kopftuch trägt, fragt: Na, fühlst Du Dich unterdrückt? NATÜRLICH GIBT ES AUCH FRAUEN, DIE ES AUS ZWANG TUN, ABER DAS IST EIN SEHR GERINGER ANTEIL. ES GIBT AUCH FRAUEN, DIE DAS KOPFTUCH GERADE AUS FEMINISTISCHEN GRÜNDEN TRAGEN..." Den Rest dieser Unglaublichkeiten wollen wir unseren Lesern ersparen. Wer uns übrigens eine hier ansässige Muslimin bringt, die laut und vor Zeugen den Satz sagt "Ich trage das Kopftuch aus Zwang", wird investigativer Mitarbeiter des Monats.

Wenn übrigens der FC Bayern sein Trainingslager in Katar abhält, wundert sich nicht nur die linke, sondern sogar die Springer-Presse. Die PNP wiederum berichtet über ein paar arme Loser, die ihren Göttern auch noch ins Scharia-Land nachreisen. Beschreibt nicht schon die Bezeichnung "Fanclub-Mitglied" generell eine der untersten Entwicklungsformen des Homo sapiens, ist ein "Fanclub-Mitglied", das sich gemeinhin durch Islamo- und allgemeine Xenophobie auszeichnet und gleichzeitig nach Katar reist, eigentlich... na ja... eigentlich schon wieder lustig. Aber das habt Ihr gar nicht gemerkt, bei der PNP, gell.

Aber Ihr habt ja schon oft was nicht gemerkt. Dass es unter informierten und aufgeklärten Menschen mittlerweile einen gewissen Konsens gibt, dass nicht nur siamesische Zwillinge, Frauen mit Vollbart oder Liliputaner nichts in einem Zirkus verloren haben, sondern auch Löwen, Tiger und Elefanten dort nicht hin gehören, ficht Euch und Eure irgendwie im vorletzten Jahrhundert hängen gebliebene Tiermisshandlungs-Fanclubvorsitzende Pierach nicht an. Den Viechern gehts ja schließlich im Zirkus viel besser als zum Beispiel .... zum Beispiel... als zum Beispiel in einem Hühnerstall. Stimmt. Und dem Bären im Zoo gehts immer noch besser als dem Tanzbären in Indien. Alles eine Frage der Relation. 

Ganz gut gefällt mir zur Zeit der GröKDaZ (Größter Kleiner Doktor aller Zeiten), der Si-tacuisses-würde-Dir-immer-noch-keiner-den-Philosophen-abnehmen-Andi. Ein staatsmännisches Auftreten hat der mittlerweile – da ist der Putin ein Hosenbiesler dagegen. Auch optisch: ganz weit vorn. Ist er seine gesamte Schüler-Unions-Pimpf-Zeit im dunklen Anzug rumgelaufen und hat erwachsen gespielt, trägt er nun immer häufiger ein lässiges Tuch. Wahrscheinlich um den ganzen Kabinetts-Weicheiern zu demonstrieren: Wegen Euch Opfern ziehe ich mir noch nicht einmal eine Krawatte an und der Horsti mag mich trotzdem am liebsten. Bei dem Gesichtsausdruck, den er letztes Mal in Kreuth hatte, macht sich wahrscheinlich sogar der Söder vor Angst in die Hose. Vielleicht überspringt der GröKDaZ ja die Ministerebene und wird gleich Ministerpräsident? Weil der Seehofer muss ja jetzt dann noch mal Kanzler machen, weil es die Zonen-Physikerin nicht kann.

Die Idee, fremdrassige Störenfriede bei schlechtem Benehmen ohne Verurteilung auszuweisen, ist übrigens eine sehr gute. Da findet der GröKDaz sicherlich vor allem Zustimmung bei spanischen, griechischen oder thailändischen Politikern, die dieses Prinzip bestimmt gerne auf deutsche Touristen anwenden würden. 

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Der Präsident

Freitag, 15. Januar 2016

Rubrik: Vollidiot der Woche

Leserbrief PNP, 15.01.2016

Zerstörungsenergie 

Die Tradition der Regensburger Domspatzen beginnt im Jahr 975 mit der Domsingschule. Die anspruchsvolle Auswahl der Knabenstimmen prägte eine A-cappella-Vokal-Polyphonie von höchstem Rang mit Konzerten rund um den Globus und mit zahllosen Tonträger-Aufnahmen. Und sagen wir es gern mit mehr Pathos: Die Regensburger Domspatzen sind seit Jahrhunderten ein himmlisches Geschenk der geistlichen Musik. 30 Jahre lang war der Papstbruder Georg Ratzinger Domkapellmeister im Regensburger Dom, Organist, Dirigent, Stimmgestalter, Lebenslehrer. Unter seiner Gestaltung entfaltete sich die Strahlkraft der Bubenstimmen. Unzählige Menschen schöpften Mut und Licht aus dieser Musik. Jetzt aber hat man bei der ,Wahrheitsfindung‘ (tausend andere Wahrheiten bleiben derweil auf der Strecke) einen Menschen gefunden, dem Ehrfurcht entgegengebracht wird. So viel Ehrfurcht, dass er naturgemäß vom Sockel gestoßen werden muss. Einen so integren (vielleicht sogar erleuchteten) Menschen darf es einfach nicht geben. Mich erfüllt der Angriff auf Georg Ratzinger mit Scham. Scham für die schrankenlose Zerstörungsenergie unserer Zeit.

Dr. Edda Weigand
Postmünster

Teaser wieder weg

Aber die Seite lebt. Bald, bald...

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Der ist schwul:


Und der ist schwul:

 Und der ist schwul:
Und der ist schwul:

Und der ist (vielleicht) schwul:

Und der ist ganz bestimmt nicht schwul, weil der glaubt nämlich auch, dass das Schwulsein nicht angeboren, also heilbar ist:

Das glauben die auch:


Und die:




Dienstag, 1. Dezember 2015

Dienstag, 17. November 2015

Googeln bildet

Eigentlich könnte man es einfach nur spaßig finden, wenn rechte und linke Spinner aufeinander treffen, allerdings sollte man schon ein bisschen ausführlicher erklären, worum es eigentlich geht.

Liest man nämlich nur die PNP, erfährt man lediglich, dass eine "CSU-Basisbewegung" (aha, was ist das?) namens "Konservativer Aufbruch" heute Abend eine Veranstaltung durchführt, die den schönen Namen "Gender mich nicht voll" trägt, auf der wiederum die "Erfolgsautorin" Birgit Kelle über den "Gender-Wahn" sprechen wird. Ist doch prima, möchte man da spontan denken und fragt sich, warum die "linke Szene in Passau" vorbeikommen will, um "Stinkbomben zu werfen".

Diese Frage ist natürlich insofern tatsächlich berechtigt, weil man nicht jeden durchgepeitschten Rechts-Ideologen noch aufwerten muss, indem man ihn, in welcher Weise auch immer, angreift. Allerdings sollte man schon auch wissen (gell, Markus Ihle), mit wem man es da heute Abend im Alten Bräuhaus zu tun kriegt.

Zunächst einmal ist der "Konservative Aufbruch" unter anderem ein Sammelbecken für fundamental-katholische Reaktionäre, deren dessen Mitglieder sich gerne gelegentlich als ausländer-, schwulen-, gleichberechtigungs- und sonstwiefeindlich zu erkennen geben und keine Berührungsängste mit christlichen Sektierern, Antisemiten und Volksverhetzern haben. Des Weiteren wird die Vortragende Birgit Kelle sogar vom EKD als Aktivistin „populistischer Anbiederei an veränderungsunwillige konservative Kreise“ geziehen. Was andere von ihr halten ("im reaktionären Nebel" ZEIT ONLINE, "militante Feminstin Gottes" taz) kann man, wie auch Tatsachen und Einschätzungen zum "Konservativen Aufbruch", alles nachlesen. Dass sie den Gerhard-Löwenthal-Preis (sic!) erhalten hat und den "Legionären Christi" nahesteht, findet man sogar bei Wikipedia. 

Wenn also die CSU Passau die Veranstaltung als "unterhaltsamen Gesprächs- und Diskussionsabend" plant, sollte sie vielleicht schon dazu sagen, was für Gestalten sich da rumtreiben werden. Und Ihr, liebe Antifa, bleibt lieber zuhause, kifft ein bisschen und lasst die Ultras Quatsch erzählen. Nicht dass Euch der Onkel Ihle wieder als intolerant und undemokratisch bezeichnet.

Das wäre geklärt. Viel Spaß beim Schaum-vorm-Mund-Haben im Bräuhaus und Kiffen daheim!

Der Präsident




Donnerstag, 12. November 2015

PNP, Passau, 12.11.2015

Diskussionen mit SPD-Abgeordneten

Der SPD-Stadtverband lädt zu drei Bürgerforen ein. Dabei wollen die Mandatsträger MdB Christian
Flisek, MdL Bernhard Roos sowie OB Jürgen Dupper mit den Anwesenden über aktuelle Themen wie die Flüchtlingsthematik diskutieren.
Start ist Freitag, 13. November, um 19 Uhr im Gasthof Aschenberger, Grubweg. In Heining findet im Gasthof Auer am Montag um 19 Uhr eine weitere Diskussion statt. Am Freitag, 20.November, um 19Uhr ist das dritte Forum im Gasthof Peschl-Terrasse.


Die drei Diskussionen werden von Wolfgang Duschl von der Caritas Passau moderiert. 

WARUM???




Donnerstag, 5. November 2015

Dienstag, 27. Oktober 2015

Mama, ich und die Welt

Journalistische Sternstunden im Lokalteil der PNP sind selten geworden. Janik ist tot, Klotzek ist weg und uns ist die Lektüre ausschließlich geschliffenster Elaborate von Pierach, Lampelhuber und Konsorten ob ihrer nicht weiter zu erörternden Raffinesse oft ganz öde.

Da haut es uns natürlich die Schusser raus, wenn sich junge, unverbrauchte Nachwuchsjournalistinnen gleich am Feuilleton versuchen und dabei so grandios reüssieren, dass die legendäre 30-Minuten-Kolumne vom Danninger dagegen fast absäuft.

Aber der Reihe nach. Was ist passiert? Besagte junge Journalistin besuchte mit ihrer Mutter (im Folgenden: Mama) einen – ja, wie nennt man so etwas heute – Comedy-Abend (???), Kabarett-Abend (???), auf jeden Fall eine Veranstaltung in der Redoute mit Sissi Perlinger. 

Selber schuld, möchte da der informierte Intellektuelle gleich einwerfen, why the fuck geht man auch zu Sissi Perlinger. Aber klar – die Eine ist ja Journalistin, quasi im Dienst, und die Andere (Mama) findet Sissi Perlinger "sehr lustig", zumindest im "Fernsehen". 

Aber wir sind schon mittendrin. Man muss das alles selbst lesen, um mitreden zu können. Hier der (aufs Wesentliche verkürzte) gestrige Artikel von Tina Sprung.

Sissi Perlinger, die Derbe 

Unter der Gürtellinie, das war die Kabarettistin am Samstag – Ein Erlebnisbericht

Tina Sprung

Meine Mama mag Sissi Perlinger. Sie kennt sie nur vom Fernsehen, aber dort sei sie sehr lustig. Am Samstag kam die Buchautorin und Kabarettistin nach Passau in die Redoute – die Gelegenheit, mit meiner Mama einen gemütlichen, schönen Theaterabend zu verbringen. Doch weit gefehlt – es war einfach peinlich. Aber von vorne.
(...)
Es würden alle Menschen immer älter – doppelt so alt wie noch vor hunderten Jahren – trotzdem „werden die Männer nicht erwachsen“. Das ganze Publikum lacht. Auch meine Mama, ihr gefällt es, das freut mich.
(...)
20.32 Uhr. Die erste halbe Stunde ist schnell vergangen. Perlinger sagt: „Wenn ich alt bin, dann will ich glücklich aussehen, nicht jung.“ Mama und ich klatschen anerkennend.

Kurz danach kommt der Umschwung ins Derbe, unter die Gürtellinie. „Eine reife Dame bläst auf Felge – ohne Zähne ist es safer.“ Das Publikum brüllt. „Oh, was war das denn“, denke ich mir. Ich vermeide, zu Mama zu sehen.

Perlinger setzt sich eine Brille mit einem Penis auf und spielt einen alten Mann. Viele im Publikum lachen noch, ich runzle die Stirn, wenn sie über Schönheitsoperationen an Schamlippen redet, den Zyklus einer Frau nachspielt und sich als fruchtbares Ei im kuscheligen, warmen Uterus ein Plätzchen suchen will und auf Sperma wartet.

„Wussten Sie, dass der junge Mann hier in der ersten Reihe 1500 Stück Spermien, jetzt gerade, produziert“, sagt sie und lacht. Ich verdrehe zum ersten Mal die Augen und versuche erst gar nicht zu Mama zu sehen. Perlinger beginnt, von Testosteron während der Menopause zu sprechen, von den Frauen, die davon „wieder richtig geil werden“. Selbst, wenn es nicht passt, spricht sie über Schafskondome und um Sex, über Darmspiegelungen, bei denen Brownies gereicht werden. Viele im Raum brüllen vor Lachen, aber einige streichen sich auch über die Stirn und verziehen keine Miene mehr.

Perlinger hat sich umgezogen – das macht sie in rasender Geschwindigkeit hinter einer Wand – und trägt jetzt einen rot-glänzenden, engen Ganzkörperanzug, darunter harte Nippelimitate. Ich sehe irritiert zu ihren Brüsten und werde, ähnlich wie ihr Anzug, rot. Sie singt jetzt ein Lied, holt Andreas aus dem Publikum auf die Bühne und tanzt lasziv vor ihm. Kurz danach demonstriert sie, wie sie sich ein Diaphragma einführt und dabei das Glied eines Mannes – natürlich alles pantomimisch – im Mund hat und daran lutscht.

Jetzt ist der Punkt erreicht, bei dem ich langsam hoffe, dass das Programm hinüber geht. Mama blickt nicht mehr zu mir herüber. Wir verstehen uns einfach. Trotzdem traue ich mich: „Mama, ich mag das Derbe einfach nicht. Mir ist das peinlich vor dir.“ Sie sagt enttäuscht, im Fernsehen sei Perlinger anders. Über den Inhalt haben wir den kompletten Heimweg nicht gesprochen. 

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So weit, so unbeschreiblich shocking. Ausgerechnet diese sonst so distinguierte Sissi Perlinger gibt die Dirty Old Woman, trägt Penisbrillen und schmeißt mit bösen Wörtern rum. Und das vor Mama! Abgesehen davon, dass wir an dieser Stelle Tina und Mama Sprung gute Besserung und die besten Genesungswünsche übermitteln wollen, wünschen wir uns schon sehr, dass dieser Mama-Journalismus wegen eines einzigen verstörenden Erlebnisses nicht aufgegeben wird. Da gibt es noch so viel Spielraum, so viele Möglichkeiten, so viele Genres! Deshalb im Weiteren ein paar kleine Anregungen von unserer Seite mit der Bitte um baldige Umsetzung.

In Vorfreude und dankbar

Der Präsident und seine geilen Assi-Schlampen
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Lars von Trier – was geht in solchen Hirnen vor?

Widerlich, dreckig, ekelhaft, das ist der Film Antichrist – ein Erlebnisbericht

Tina Sprung

Meine Mama geht gern ins Kino. Schon oft sind wir gemeinsam gegangen. Bambi, Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei, aber auch harte Sachen wie Mission Impossible oder Kokowääh haben wir schon gemeinsam gesehen. Jetzt hat mir Kollege Birkenseer von einem ganz spannendem Film erzählt, den ich mir unbedingt anschauen solle: Antichrist von Lars von Trier – die Gelegenheit, mit meiner Mama einen gemütlichen, schönen Kinoabend zu verbringen. Doch weit gefehlt – es war einfach furchtbar. Aber von vorne.

Ganz am Anfang schmusen diese Gainsbourg und dieser Dafoe miteinander rum. Ich finde es erst ganz schön, aber als sie sich nackig machen, mache ich die Augen zu wie zuhause, dass es Mama nicht unangenehm ist, dass ich das sehe.

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Man sieht einen Wald mit Tieren. Mama und ich mögen Tiere. Wir klatschen anerkennend.

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Dafoe liegt verletzt auf dem Rücken, während Gainsbourg sein Glied masturbiert. Kurz vorm Orgasmus zertrümmert sie mit einem Holzscheit seine Hoden und wird von blutigem Ejakulat besudelt. Mama und ich müssen uns übergeben. Fluchtartig verlassen wir das Kino. Trotzdem traue ich mich: „Mama, ich wusste nicht, dass es solche Filme gibt. Mir ist das sooo peinlich vor dir.“ Sie sagt enttäuscht, wenn sie singt, sei die Gainsbourg ganz anders. Über den Inhalt haben wir den kompletten Heimweg nicht gesprochen. 
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Saunaclub Amore – die Werbung hält nicht, was sie verspricht!

Leichte Mädchen statt Kaffeehausatmosphäre – ein Erlebnisbericht

Tina Sprung

Meine Mama isst gern Kuchen. Schon oft sind wir gemeinsam ins Café gegangen und haben uns Cremetorte und Cappuccino (mit viel Schlagsahne) gegönnt. Jetzt hat Mama in der Sonntagszeitung eine Anzeige vom Saunaclub Amore gesehen. Da gibt es nämlich sonntags Kuchenbüffet. Nichts wie hin, dachten wir uns – die Kuchentiger sind wieder on Tour. Doch weit gefehlt – es war einfach abstoßend. Aber von vorne.

Der erste Eindruck war noch sehr gut – romantische Lage und gute Parkmöglichkeiten.

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Das Kuchenbüffet war sensationell und außerdem gab es noch Pizzabüffet. Mama und ich mögen Pizza. Wir klatschten anerkennend.

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Ich war so geschockt – wie gelähmt erstarrte ich bewegungsunfähig. Fast nackte Frauen mit Brüsten liefen herum und mittendrin Onkel Rainer und dieser Stadtrat von der komischen Partei, die es, glaube ich, nur in Passau gibt – beide im Bademantel. Onkel Rainer erkannte mich und kroch unters Büffet, während der Stadtrat Billigsekt aus der... 

(...)

Fluchtartig verlassen wir den Saunaclub. Trotzdem traue ich mich: „Mama, ich dachte ehrlich, dass es sowas nur im Tatort gibt. Mir ist das sooo peinlich vor dir.“ Sie sagt enttäuscht, dass Onkel Rainer immer schon ganz komisch war – immerhin nur angeheiratet. Über Tante Helga haben wir den kompletten Heimweg nicht gesprochen. 
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Nächste Folge:

Beim Eishockeyspiel. Tina Sprung. "Mama mag gerne muskulöse Männer und Sport. (...) Sie singen Lieder mit Scheißen und Fressen. Sie rufen Hurensohn und beleidigen die Mütter der Spieler. Mama ruft: Schiri, du blinde Sau. Ich kann nicht aufhören zu weinen..."

 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Jetzt reichts endgültig!

Nach Hummus, Falafel und Kibbe – Scheuer tobt: "Ungenießbar, der Fraß. Alle abschieben!"