Sonntag, 31. Mai 2009

Aufgepasst und abgedriftet (Für Jugendliche unter 18 und für Männer, die sehr am Weiblichen orientiert sind, nicht geeignet!!!)

Lieber Tölpel!

Heute muss mein Brieflein an Dich ziemlich kurz bleiben, weil mir wirklich nichts Gescheites einfällt. Ist ja auch nicht viel passiert die letzten Tage. Und immer wenn nichts passiert ist und mir nichts einfällt, laufe ich Gefahr, ins schwer Niveaulose abzudriften - und das wollen wir ja beide nicht.

Ich habe mir mal die relativ inhaltsleere Wochenendausgabe der PNP mit ganz anderen Augen angesehen und bin auf ein paar bemerkenswerte Ergebnisse gekommen:

1. Wenn man vielleicht nicht mehr behaupten kann, dass die PNP ein CSU-Blatt ist, dann ist es zumindest immer noch ein Kirchen-Blatt. Abgesehen davon nämlich, dass es eine ganze Seite "Kirchliche Nachrichten" gibt (Ist das immer so?), auf der steht, in welcher Kirche zu welcher Zeit Gottesdienst ist (Wissen die paar Handvoll, die noch in die Kirche gehen, nicht, wann es losgeht?), darf der Bischof in einem redaktionellen Beitrag die Leser auffordern, in der Familie zu beten. Etwas anachronistisch, oder? Oder will die PNP ein Kirchenblatt sein? Ich bitte um Aufklärung!

2. Das Spannendste an der ganzen Zeitung sind ja wohl die "Standesamtlichen Nachrichten". Da kann man ein ganz tolles Sozio-Gesellschafts-Spiel draus machen. Der eine liest die Vor- und Zunamen, sowie die Wohnorte der Neugeborenen vor und die anderen raten dann Berufe, Schulabschlüsse und Hobbies der Eltern. Ist natürlich manchmal nicht so schwer. Wenn z.B. jemand in Hauzenberg mit bayerischem Familiennamen seinen Sohn Luca Marco nennt oder ebenfalls niederbayrisch heißende Eltern aus Wegscheid ihre Tochter Rebeka (mit einem k) Marta (ohne h) nennen, dann kann man sich diese Eltern wirklich bildlich vorstellen, wie sie vorm Fernseher sitzen und Big Brother schauen.

So - heute habe ich es wirklich ganz ohne Politik und sogar ohne Sex geschafft. Fällt Dir noch was ein?
Deine Kathi

Liebe Kathi!

Auch nichts wirklich Prickelndes. Die Vornamen der Neugeborenen schau ich immer sehr gern. Mein Favorit dieses Wochenende ist aber Amelie Anneke. Ich frag mich, ob Eltern, die an der Ostsee oder in Aachen wohnen, auch so bescheuert sind und ihre Kinder Vitus, Franz Xaver oder Sepp nennen.

Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass mein Plagiator in der PNP, der sich ja ungeniert auch Tölpel nennt, immer frecher von uns abschreibt? Letzte Woche geben wir zu bedenken, dass es mit der Datensicherheit bei der Verkehrs-Haushaltsbefragung nicht weit her ist und was passiert? Der plappert das einfach nach. Wenns so weiter geht, müssen wir uns was einfallen lassen. Vielleicht sollte ich mich mal wieder mit Simone treffen.

Zu Deiner Kirchenzeitung-Frage will ich mich eigentlich nicht äußern. Das Gefrömmel und die Scheinheiligkeit vieler Leute gehen mir ja schon lang auf den Sack. Und dass auch im Jahr 2009 von unserer Heimatzeitung immer noch suggeriert wird, die katholische Kirche wäre doch irgendwie sowas wie die oberste Instanz - das amüsiert mich nur noch.

Und wenn wir es uns schon mit der Inquisition verscherzen, dann gleich eine noch heiligere Kuh geschlachtet. Liebe PNP, es interessiert mich einen Scheißdreck, welche Kurse irgendwelche Feuerwehrleute besucht haben und seit wie vielen Jahren jeder einzelne Feuerwehrmann Mitglied ist. Dass ohne die ca. 400 Freiwilligen Feuerwehren in Passau Euer Lokalteil nur noch halb so dick wäre, ist mir schon klar. Ihr müsst aber doch nicht die peinlichen Eigenberichte komplett ungekürzt übernehmen, oder?

Schreibt doch lieber wieder mal was über die rudimentäre CSU. Pardon, habt Ihr ja... Die Passauer CSU ist also in Klausur gegangen und hat mehrere bemerkenswerte Erkenntnisse gewonnen. So ist z.B. die Ortspitze scheiße langweilig und muss mit einer Strandbar aufgewertet werden. Der Klostergarten braucht dringend Tischtennisplatten und die Radwege sind ausbaufähig. Letzteres stimmt zwar, liebe CSU, wird aber sicher in aller Ewigkeit nicht verbessert werden. Und die ersten beiden Vorschläge - einfach wieder in die Tonne treten. Bitte, gerne.

Ich gebe es gerne zu. Ich bin in Passau in den letzten fünf Jahren zweimal Bus gefahren. Gestern war das zweite - und letzte - Mal. Liebe Politiker! Was führt Ihr eigentlich für Phantom-Diskussionen über den ÖPNV in Passau? Wenn ich an einem Samstag spazierengehe, möchte dann aus der Stadt wieder zurück nach Hals fahren und der nächste Bus geht in 1,5 (in Worten: eineinhalb) Stunden, dann beschließe ich: Nie mehr Bus! Wo leben wir denn? In Afrika? Und wenn Ihr mir jetzt erzählt, dass das Alles eh schon so unglaublich defizitär ist (im Bus saßen übrigens keine zehn Leute), dann kann ich nur antworten: Dann schafft die Busse zu bestimmten Zeiten gleich ab. Oder lasst sie viel, viel häufiger fahren. Alles dazwischen ist Quatsch.

Ich kann nicht schließen ohne meinen Lieblingsartikel des gestrigen Lokalteils zu erwähnen: "Wo Männer einfach Männer sein dürfen". Da gehts um eine Männergruppe von Pro Familia, in die Männer kommen sollen, die "vor lauter Orientieren am Weiblichen vergessen, was es bedeutet, männlich zu sein." (O-Ton, wirklich O-Ton!) Jungs, kleiner Tipp: Das kriegt Ihr bei mir auch. Ihr kommt einfach mal bei mir vorbei, wir trinken Bier, schauen Pornos, tauschen heimlich beim Schlafen aufgenommene Untenrum-Fotos von unseren Mädels und anschließend gehen wir wieder heim zu unseren Weibern. Und wenn die Dosen dann immer noch nicht kapieren, dass es wieder mal Zeit für Untern-Tisch ist, dann gehen wir danach noch in den Puff.

Olé!
Euer Tölpel

Donnerstag, 28. Mai 2009

Pony vergewaltigt? Polizei sucht Radfahrer.

Warum steht das eigentlich nicht unter "Familie und Senioren"?

In der politischen Diskussion in Passau ist es jedenfalls ein starkes Argument für den Geisteszustand der Radfahrer.

Geil, PNP...

... finden wir auf Eurer, von uns angeregten, Sex-Seite ja alles mögliche.

Dass Ihr nur zehn Ausreden gegen Kondome gefunden habt - eher schwach!

Dass die Seite mit "Familie und Senioren" übertitelt ist - nicht unkomisch.

Dass aber Euer Sex-Ratgeber ausgerechnet Dr. Sommer heißt - also das finden wir turbogeil!

Vielen Dank und weiter so
Das Dr.Sommer-Team von Wahlinfo-Passau

Sonntag, 24. Mai 2009

Angesägt und stehengeblieben

Lieber Tölpel!

So. Jetzt habe ich mich durch alle Teile der PNP gequält und mich schon über die Überschrift "Po-Welten... Pikante Schweinereien" gefreut, weil ich gedacht hab, es gibt mal wieder eine Semmelmayr-Sex-Beilage - war aber leider nur der Reiseteil. Auch bei der Fragestellung einer Volontärin aus dem Bayerwald, wie man wochenlang blasen könne, ging es nur um Seifenblasen. Plopp - aus der Traum von einer Sexbeilage. Warum darf die Semmelmayr sowas eigentlich nicht mehr machen? Ich hab das immer so gern gelesen.

Und noch eine Beilage dieses Wochende: "Impulse - Jetzt erst recht: Ideen haben Konjunktur." Hier erfährt man z.B. unter der Überschrift "Niedrige Frauenarbeitslosigkeit", dass die Weiber in der Region total gut telefonieren oder kellnern können. Na, das ist ja mal eine impulsive Idee.

Hast Du eigentlich auch schon den an fast alle Haushalte verschickten Wegefragebogen für den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Passau studiert? Und vor allem den beiliegenden Haushaltsfragebogen? Da musst Du nicht nur die Geburtsjahre aller Haushaltsmitglieder eintragen, sondern auch noch die genaue Adresse des Arbeits- oder Ausbildungsplatzes. Heißt auf deutsch: Man kann problemlos die eigentlich anonymen Fragebögen personalisieren und hat als Draufgabe noch ein exaktes Bewegungsprofil. Da hoffen wir mal, dass der Satz im Anschreiben "Die Vorschriften des Datenschutzes werden eingehalten" auch ernst genommen wird. Nicht dass die noch die ganzen Fragebögen an die US-Heimatschutzbehörde verkaufen, um so den Haushalt der Stadt zu sanieren. Ich hab ja nichts zu verbergen, aber Du wahrscheinlich, meint besorgt
Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich hab auch nichts zu verbergen und hab den Wegefragebogen für Dienstag, den 26.05., sogar schon ausgefüllt. Ich mach ja eh jeden Tag das Gleiche. Und zwar fahre ich vom Domplatz mit der Trambahn zum Rindermarkt, von dort mit der U-Bahn zum Ludwigsplatz und dann weiter mit der S-Bahn zu den Stadtwerken in die Regensburgerstraße. Dort bedanke ich mich beim Stadtwerkechef für den hervorragenden öffentlichen Nahverkehr in Passau und fahre dann mit dem Wassertaxi (Verkehrsmittel, Anderes, und zwar:) wieder zum Rathausplatz. Spaß beiseite, aber so könnte man den Fragebogen wirklich ausfüllen. Am besten gefallen mir aber noch zwei andere Sachen. Zum einen gibt es auf die Frage "Wie beurteilen Sie die Verkehrssituation in Passau?" nur die Antwortalternativen "gut, befriedigend, schlecht oder weiß nicht". Ein "sehr gut" hat man schon gar nicht mit aufgenommen. Was mir auch sehr gefällt, ist die Tatsache, dass man bei den sieben möglichen Wegen an diesem Stichtag immer ankreuzen muss "Ja, ein Kind unter sechs Jahren war dabei" oder "Nein, es war kein Kind unter sechs Jahren dabei". Was passiert jetzt, wenn die auswertenden Verkehrsplaner auf folgenden Fragebogen stoßen? 1. Weg: "Zuhause > Kindergarten, kein Kind dabei." 2. Weg: "Kindergarten > Wald, Kind dabei." 3. Weg: "Wald > Zuhause, kein Kind dabei." Werden dann die Vorschriften des Datenschutzes immer noch eingehalten?

Schluss jetzt mit diesen dummen Scherzen. Gestern war ein schwarzer Tag. Bayern ist nicht Meister geworden und die Bundesversammlung hat den Bundespräsidenten gewählt. Schwarzer Tag nicht unbedingt wegen Köhler. Der war in der Konkurrenz zu einer unerträglichen Wichtigtuerin, einem debilen Kommunisten und einem debilen Nazi schon noch die am wenigsten schlechte Wahl. Aber ist es nicht ein verheerendes Symbol für den Zustand einer Gesellschaft, wenn solche Leute überhaupt zur Wahl stehen? Apropos Wahl - Ich weiß schon, dass die Frage zur Unzeit kommt, aber ich muss sie immer wieder stellen: Wer soll eigentlich in gut vier Jahren für die CSU in den OB-Wahlkampf ziehen? Wenn jetzt sogar schon die AmSonntag fragt "Was ist mit der CSU los?", sollte man da nicht langsam mal wirklich darüber nachdenken, ob Damberger und Waschler auf Dauer nicht alles nur noch schlimmer machen? Aber wer bleibt dann noch? Zankl? Möchte zwar gern, hat aber keine Chance. Dr. Andi? Möchte noch nicht mal. Dickl? Hat theoretisch dann eine Chance, wenn Dupper den Wegefragebogen so ausfüllt (Kindergarten > Wald), wie oben skizziert. Also schlechte Karten für die Fraktionsmitglieder. Externe Lösung? Ich bin gespannt.

Mein Lieblingspolitiker ist jetzt endgültig unser Urban Hero. Jetzt hat er die Baumschutzverordnung gestoppt, weil er "die Tragweite nicht rechtzeitig erkannt hat." So ist's recht. Wirst sehen - den kriegen wir auch noch soweit, dass er mit dem Porsche ins Rathaus kommt. Eigentlich wäre der doch für die CSU der ideale... Nein, ich will den Gedanken nicht zu Ende schreiben, sonst verfolgt den noch jemand ernsthaft.

Was machen eigentlich unsere zwei Lieblingsgeschäftsführer? Bisschen ruhig gewesen letzte Woche. Gibt aber ganz tolle Gerüchte. Psst, noch nicht spruchreif...

Habe die Ehre
Dein Tölpel

Samstag, 23. Mai 2009

Nix los.

Sorry.

Wir lesen jetzt mal die Sonderbeilage. Vielleicht gibt die was her. Ende und over.

Samstag, 16. Mai 2009

Angestürmt und eingeschlafen

Lieber Tölpel,

alles kann, nicht muss - wie wir Swinger sagen. Oder auch: Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum. Oder einfach: Carpe diem!

Ob ich verrückt geworden bin? Keine Angst - ich finde nur, dass diese unsäglich platten Spießer-Mottos (Sagt man Mottos oder Motten?) derzeit wieder mal wahnsinnig gut zu unserem kleinen Provinzstädtchen passen. Die PNP hat sich ja in der Causa Wirbel-Sturm noch zurückgehalten. Weil - eine richtige Story gibt die Tatsache, dass ein Stadtrat einen Gewerbeschein für einen Erotik-Handel hat, ja nicht her. Erstaunt war ich nur über die Aussage, kein Mensch hätte sich vorstellen können, dass es ausgerechnet Sturm sei. Hä, wieso? Schließlich ist es doch eine Binsenweisheit, dass gerade diejenigen, die eher so aussehen, als würden sie am Wochenende in geblümten Boxershorts an ihrer Modelleisenbahn basteln, in Wirklichkeit in Lack-Pants den wilden Stier auf samstäglichen Herrenüberschussparties geben. Gespannt bin ich jedenfalls, was die AmSonntag aus der Geschichte macht. Wenn die schon für Püppchen im Schaufenster Rücktritte fordern, was hat dann wohl der arme Markus Sturm zu erwarten? Die Wahl zum Perversen der Woche? Oder kommt er doch zu den Party-Ludern auf die letzten Seiten? Wer weiß...

Jetzt haben wir sogar die ÖDP letztes Mal ein bisschen gelobt und die Grünen kommen ja bei uns eh nie besonders schlecht weg; aber diesmal schütten die mir aber wirklich gemeinsam das Kraut aus. Hey Freunde! Carpe diem und so! Habt Ihr keinen Spaß im Leben, dass Ihr so Irrsinns-Dinger wie Baumschutzverordnungen beantragen müsst? Seid doch mal ein bisschen locker!

Und nochmal grünorange... Euer gemeinsamer Vorschlag für einen Sport- und Freizeitpark in der Neuen Mitte ist auch beim Kiffen entstanden, oder? Pardon, Herr Frankenberger kifft sicher nicht und Herr Bauer wenn überhaupt, ohne zu inhalieren. Aber ernst gemeint kann das wohl kaum sein? Jetzt ist dieser komische Riesenplatz eh schon nicht besonders schön geworden. Aber glaubt Ihr wirklich, er wird schöner, wenn man mitten in der Innenstadt Tischtennisplatten aufstellt und "Fitness allgemein" (???) betreibt. Da fehlt dann nur noch die Kinderhüpfburg oder vielleicht eine Sommerrodelbahn - dann spätestens stelle ich mich auch zu denen hin, die da lamentieren, dass sogar der Exerzierplatz und die Nibelungenhalle noch schöner gewesen sind.

Kopfschüttelnd grüßt Dich
Deine Kathi

Liebe Kathi!

Wenns nicht so traurig wäre, müsste ich lachen. Ausgerechnet die Parteien, die immer so tun, als wären sie gegen staatliche Bevormundung, wollen, dass der Bürger saftige Geldbußen bezahlen muss, wenn er in seinem eigenen Garten einen Baum fällt. Ganz ehrlich, Kathi - wenn mich in meinem Garten ein Baum stört, dann säg ich ihn um. Und wer das nicht tut und sich von einer solchen Verordnung abhalten lässt, der fährt wahrscheinlich am Anger auch 50. Aber das Untertanen-Gen ist ja sehr verbreitet; also werden sich die meisten an eine solche Verordnung schon halten, so wie sie sich ja an alle anderen Verordnungen auch halten.

Zur Spielwiese in der Neuen Mitte sag ich lieber nix, weil die Idee, die stirbt so schnell, wie sie geboren wurde.

Der Dings... na der Dingsbums... also dieser Geschäftsführer, der vom Oralsex so krank geworden ist, dass er nicht mehr weiter arbeiten konnte, der lässt sich das übrigens nicht gefallen, dass der Stadtrat ihn nicht entlastet. Der wird jetzt andere Saiten aufziehen. Da freu ich mich schon drauf, auf diesen Komödienstadl. Der andere Geschäftsführer - so hört man - ist auch ziemlich krank. Er hat aber Glück gehabt mit seiner Krankheit - sie harmoniert sehr gut mit dem Entgeltfortzahlungsgesetz und ist immer wieder ganz kurz vorbei.

I'm a rolling thunder, a pouring rain. I'm comin' on like a hurricane... Mr. Markus Hurricane hat mich ein bisschen enttäuscht. Er "bedauert den Blödsinn" mit seinem Erotik-Gewerbe. Warum sagt denn nicht einmal einer in solch einer Situation: "Das geht Euch doch alle einen Scheißdreck an und nächste Woche eröffne ich mit dem Papst einen Puff in Wuppertal!" Sehr schade. Abschließend noch was zum Papst. Das ist der, der gerade kürzlich den Islam gelobt hat und den Juden erklärt hat, sie sollen nicht frech werden. Zu diesem Papst darf irgendein Ex-Ministrant aus Schalding fahren und das findet mein Imitator, der falsche Tölpel in der PNP so klasse, dass er es ausdrücklich erwähnen muss. Ja ja, träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum. Und wenn ich mal alt bin, dann will ich vom Fenster meines Alterssitzes aus auf die Gnadenkapelle schauen.

Allahu akbar
Dein Tölpel

Freitag, 15. Mai 2009

Sensation! Ein Lob für die Lokalredaktion...

Da reibt Ihr Euch jetzt vermutlich erstaunt die Augen. Wir meinen es tatsächlich ehrlich! Es gibt doch wirklich erfreuliche Entwicklungen im Lokaljournalismus zu beobachten. Kaum haben wir lange genug rumgepöbelt (wenn Ihr wieder einen Promi durch den Lokalteil getrieben habt) und schon ändert Ihr Eure Berichterstattung. Der Stadtrat mit dem Gewerbeschein für den Handel mit anzüglichen Waren wurde diesmal nicht mit vollem Namen, Passbild, Schuhgröße und Bankverbindung im Lokalteil an den Pranger gestellt. Also habt Ihr entweder etwas gelernt (unseren vollen Respekt dafür) oder aber der betroffene Stadtrat ist Mitglied der CSU. Hmmm...

Na ja! Mit dieser Nebensächlichkeit wollen wir uns nicht weiter aufhalten. Der Artikel über die höchst erfreuliche Anfrage der FWG (normalerweise sind das ja nicht unsere ausgesprochenen Lieblingspolitiker) bezügl. einer Bewerbung der Stadt für das bayerische Geschichtsmuseum war schon fast qualitativ hochwertiger Lokaljournalismus. Toll!
Zu einer Provinzposse verkommt die Geschichte allerdings seitens des Kulturamtes der Stadt. So haben sich bereits 50 bayerische Städte als Standort beworben. Passau hat es noch nicht getan. Warum nicht? Die Bedenkenträger im Kulturamt führen zugkräftige Argumente an: So würden den anderen Museen Besucher abgezogen... oder: Der Freistaat wird bestimmt nicht alles zahlen, da kommen zusätzliche Kosten auf die Stadt zu. Fehlt eigentlich nur noch, daß vorgetragen wird, Passau ist ja erst achtzehnhundertirgendwann zu Bayern gekommen, deshalb sind wir nicht zuständig.

Hier, liebe Lokalredaktion, wäre einmal die Frage aufzuwerfen, was da im Kulturamt eigentlich gemacht wird. Spielen die den ganzen Tag Beamten-Mikado? ("Wer sich als erster bewegt, hat verloren..."). Die haben doch auch eine A16 Stelle, oder? Diese Beamtenbesoldungsstufe ist ja in Passau mittlerweile schon zu trauriger Berühmtheit gelangt.

Vielleicht legt Ihr Euch die Angelegenheit mit dem bayerischen Geschichtsmuseum auf die Wiedervorlage für das Sommerloch. Ein Eintrag im altmodischen Tischkalender (oder meinetwegen auch im Outlook) und schon habt Ihr eine tolle Story mitten im August.

Tolle Idee?

Finden wir auch. Die gab es gratis. Wir waren ja auch nie bei der Bild...

;-)

cassiel

Mittwoch, 13. Mai 2009

Tiptop Hofberichterstattung, liebe PNP!

Die Ortsausgabe des Bayernkuriers hat heute mal wieder eine Sternstunde erlebt. Nein, wir meinen nicht die offenbar schwer erkrankte Grande Dame der örtlichen Union. Nein! Der Experte für law and order Prof. Dr. Gerhard "John Wayne" W. hat die Grünen so richtig vorgeführt und weil das noch nicht reicht, wird auch noch vorsorglich das (theoretische) Ordnungsgeld zur melodramatischen Skandalisierung in die Diskussion eingeworfen. Was war passiert? Nach Auskunft einer Stadträtin der Grünen war in ihrer Fraktion Verwirrung aufgrund eines zweiten Antrags zum Donauausbau entstanden. Die favorisierte (Null-)Lösung stand erst im zweiten Antrag zur Abstimmung. Zur Abstimmung über diesen Antrag kam es jedoch nicht, da der erste Antrag bereits angenommen wurde. Die Stimmenthaltung beim ersten Antrag war natürlich ein gefundenes Fressen für unseren Prof. Dr. - wie anstrengend! Wir sehen ihn förmlich vor uns... wie er dem Pressevertreter hektisch und eindringlich die richtige Meinung diktiert. Vielleicht müssen wir unseren akademischen Sportdirektor noch einmal daran erinnern, daß auch der ehemalige CSU-Generalsekretär und heutige Umweltminister Söder im Januar für eine unbedingte Beachtung ökologischer Belange beim Donauausbau plädierte.

So! Und dann haben wir ja noch die Ereignisse um die offenbar äußerst unschöne Vergangenheit der kommunalen WGP. Albert Z. wurde als Aufsichtsratsvorsitzender entlastet. Jubel! Ähem... Wer war denn noch gleich Albert Z.? Ach ja, der war doch mal Oberbürgermeister. Stimmt! Das war doch der mit dem leeren Blatt im Stadtrats-Almanach, der sich auch nicht für die Galerie der ehemaligen Oberbürgermeister im Rathaus portraitieren ließ. So ganz logisch erscheint diese Abstimmungsergebnis nicht. Da wird durch ein Schreiben der Bezirksregierung ein frisch erworbenes Grundstück plötzlich im Wert um 1,8 Mio. Euro gemindert und weder die Öffentlichkeit, noch der Stadtrat und erst recht nicht der Aufsichtsrat der nämlichen GmbH werden informiert. Wir gehen hier davon aus, daß ein Oberbürgermeister von Schreiben der Bezirksregierung regelmäßig Kenntnis hat. Na ja, es ist ja auch schon egal. Bei den Millionen, die bei der Event versenkt wurden, kommt es nun auf diese 1,8 Mio. auch nicht mehr an.

Bemerkenswert ist aber auch noch das Demokratieverständnis des ehemaligen WGP-Geschäftsführers Herbert W.: Passt ein Abstimmungsergebnis nicht, wird der Stadtrat kurzerhand für unzuständig erklärt. Kann es sein, daß Sie in der Vergangenheit und im Hintergrund nachdrücklich auf den Persilschein hingearbeitet haben? Vorstellbar ist das zumindest. Und jetzt hat der Stadtrat dummerweise falsch abgestimmt. Das macht nichts, den erklären wir flott für unzuständig.

Den drei genannten Herren könnten wir ja einen Gutschein für ein propädeutisches Politikseminar bei Wahlinfo-Passau schenken. Und für die Redakteure des lokalen Bayernkuriers fällt uns auch noch etwas ein...

Montag, 11. Mai 2009

Heute gefällt uns...

... unsere Lieblingszeitung mal richtig gut.

Jörg Klotzek erkennt, dass sich unsere Politiker immer nur gegenseitig hätscheln.

Die Freien Wähler konstatieren im Hinblick auf die teilweise absurden Verschönerungsideen für die Innenstadt zu Recht, dass "allzu modische Belebungsgags der Gefahr sehr kurzer Halbwertzeiten unterliegen." (Und so schön formuliert!)

Und dann gibt es noch zwei durchaus vernünftige Leserbriefe und ein wunderbares Zitat einer Veganeraktivistin namens Madeleine Duschl, wonach der Mensch auch nur ein Schwein ist oder so ähnlich.

Richtig gelungen - weiter so!

Sonntag, 10. Mai 2009

Aufgehetzt und rumgepöbelt

Lieber Tölpel!

Wusstest Du, dass man Hase und Meerschweinchen nicht zusammen halten darf? Da gibt es nämlich eine Sprachbarriere. Meerschweinchen kommunizieren durch Piepen und Grummeln, womit ein Hase nichts anfangen kann. Woher ich sowas weiß? Sonderseite "Mein Tier" in der gestrigen PNP - verantwortlich: Sandra Semmelmayr, früher Rubrik Sex und Lifestyle, jetzt eben "Mein Tier".

Mir gehts übrigens so wie dem Hasen mit den Meersäuen. Ich verstehe, wenn manche Leute kommunizieren, nur Piepen und Grummeln. Was ich damit sagen will? Weiß ich selber nicht genau - hätte eine Metapher werden sollen. Gestern war ich jedenfalls mal wieder seit langem am Samstag Nachmittag in der Passauer Fußgängerzone. Und - Du wirst es nicht glauben! - dort bin ich selbst Zeuge geworden, wie sich die Pogromstimmung gegen die Radlfahrer entwickelt hat. Mitten in der Fuzo hat eine Truppe junger Tänzer irgendwas aufgeführt. Um sie herum hat sich ein Kreis von Zuschauern gebildet, der das Passieren fast unmöglich machte. Man musste sich also an der Hauswand entlang drücken, wenn man vorbei wollte, was natürlich zu einem Stau führte, weil die Leute sich in beide Richtungen aneinander vorbei quetschten. Vor mir war eine Radfahrererin, die in Schrittempo, aber Füße auf dem Boden auf dem Rad sitzend, ebenfalls passieren wollte. Hätte sie ihr Rad geschoben, wäre sie doppelt so breit gewesen. Was passiert? Irgendeine hysterische Frau mittleren Alters pöbelt die Radfahrerin an, "so eine gehöre vom Radl herunter geschlagen." Sie beschimpft also jemanden, dem sie fett im Weg steht und den Durchgang versperrt. Hätte ich mehr Zeit gehabt - ich hätte ihr eine geschmiert.

Hast es auch gesehen? Die Karin Seehofer war in Passau. Das ist die Frau von diesem Bündel an Charisma, was gerade Ministerpräsident ist. Die Frau Lugbauer von der PNP nennt sie First Lady. Gibts leicht immer noch eine Second oder gar eine Third Lady? Weißt Du da was?

Auch lustig: Der Stadtrat will weg von der "Sauf-Dult". So stand es am Freitag in unserer Lieblingszeitung. Mei, dann sollen sie halt im "Zelt" nur Apfelschorle und Cola ausschenken. Mal schauen, ob das den Leuten, den Festwirten und den Stadträten dann gefällt. Woher habens denn die Kinder und die Jugendlichen? So zu tun, als ob das Saufen gerade jetzt erst in den letzten Jahren erfunden worden wäre, ist schon sehr albern. Eure besorgten und belehrenden Worte könnt Ihr Euch wirklich sparen. Wenn Ihr keine besoffenen und marodierenden Kinder auf der Dult, am ZOB, am Inn oder sonstwo haben wollt, gibts nur eine einzige wirksame Lösung: Nulltoleranz. Bei den Kindern, bei den Dealern, bei den Eltern. Basta.

Die ÖDP-Fraktion ist eine Bereicherung im Passauer Stadtrat. Sag nicht ich, sagt der Michael Koch. Abgesehen davon, dass die ÖDP eine Partei ist, die die Welt genauso wenig braucht, wie die Autofahrerpartei oder die Partei bibeltreuer Christen, muss ich Herrn Koch schon wieder mal recht geben. Bereicherung ja - aber nur was den Fun-Faktor angeht. Die haben einen Bud Spencer mit dabei, einen frommen Travestie-Seelsorger und natürlich einen Urban Hero. Letzterer sieht zwar auf dem Foto vom Freitag wieder mal so aus, als käme er gerade vom Blutspendeweltrekordversuch und hätte zwei ausgehungerte Frettchen in der Hose, aber immerhin irgendwie doch, na ja, staatsmännisch. Aber auf der ÖDP rumhacken wird ja mit der Zeit auch fad. Kompromiss: Ihr seid schon teilweise nicht die Schlechtesten auf der Bühne, aber löst trotzdem diese sinnlose Partei auf.

Sonntägliche Grüße
Eure Kathi

Liebe Kathi!

Ich muss mich heute kürzer fassen, weil ich brauche noch ein Muttertagsgeschenk. Nur soviel zur ÖDP: Ich ertrage ja diese frömmelnde Weltverbesserernummer auch ganz schlecht. Aber derzeit ist mir die absolute Nichtexistenz der ehemals großen Parteien/Fraktionen CSU und SPD fast noch suspekter.

Zum bizarren Radlerthema: Der Seniorenbeirat hat sich strikt gegen Fuzo-Radler ausgesprochen. Wie bitte? Was wollen denn die eigentlich? Da baut man ihnen Rollator-Autobahnen und gefühlte 10.000 Behindertenparkplätze und dann dürften Radlfahrer trotzdem nicht mehr durch die Stadt fahren? Ich glaube, ich werde mich jetzt langsam mal positionieren. Ich parke nur noch auf Behindertenparkplätzen und wenn mich beim Aussteigen ein Rollator-Aktivist behindert, werf ich ihn einfach um.

Zum Dultthema sag ich gar nichts mehr, genauso wenig wie zur WGP. Das ermüdet mich beides langsam. Was ich noch ganz lustig finde, ist die Tatsache, dass es mittlerweile in fast jeder Passauer Straße mindestens eine Bürgerinitiative für irgendwas anderes gibt. Einbahnstraße, Anwohnerstraße, Vollsperrung - jeder will alles und jeder will was anderes. Jetzt warte ich nur noch drauf, dass die Anwohner der Donau ein Durchfahrtsverbot für Schiffe fordern. Scheiß-Demokratie! Duce Dupper - übernehmen Sie!

Grüße an alle Mamis
Euer Tölpel

Samstag, 9. Mai 2009

So schöner Abend...

Doch erst morgen. Vielleicht.

Faule Sau

Wegen des schönen Wetters erscheint die Kolumne erst in den Abendstunden. Vielleicht.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Mensch Klotzek!

Übernachten Sie eigentlich in der Geschäftsstelle einer Justizbehörde oder gibt es andere Wege wie Sie an diese ausführlichen Informationen kommen? Vielleicht dürfen ja mittlerweile auch PNP-Redakteure Telefonate abhören, oder Sie haben sich (mit welchen Mitteln auch immer) irgendjemanden so gewogen gemacht, daß Sie die detailiertesten Informationen bekommen.

Wenn Sie dann schon über Details berichten, dann sollten Sie es richtig tun. Also entweder den Handelsnamen eines Präparates hinschreiben und den Wirkstoff in Klammern dahinter oder umgekehrt, so wie Sie es gemacht haben wird deutlich, daß Sie vermutlich nicht die leiseste Ahnung von dem haben, worüber Sie geschrieben haben. Der Versuch, das Verhalten der Apothekerin kausal für die Schwierigkeiten am ZOB zu machen, ist zwar nett gemeint, läuft aber ins Leere. Patienten auf Betäubungsmittelentzug sind i.d.R. nicht die typischen Randalierer.

Um es frei von Mißverständnissen zu formulieren: Das Verhalten der Apothekerin ist wohl offensichtlich strafrechtlich relevant und muß nach allgemeiner Übereinkunft verfolgt werden - aber nicht durch die PNP. Sie erneut durch den Lokalteil zu treiben wirkt fast peinlich. Die Geschichte hat in etwa die Relevanz vom roten Monster im Klostergarten (gemeint ist die Hebebühne der Fensterputzer vom grünen Klotz, diese wird nämlich unübersehbar und wie selbstverständlich auf den öffentlichen Flächen am Klostergarten geparkt).

Wenn Sie zukünftig einen Teil der Energie, die Sie aufwenden um an derartige Details zu gelangen in die Qualitätssteigerung ihrer Beiträge stecken würden, dann wäre allen geholfen.

Nix für ungut...

Dienstag, 5. Mai 2009

Also langsam übertreibt Ihr es wirklich, PNP!

Nur weil diese skurrile Organisation Paneuropa-Union Eurer Verlegerin irgendeine Ehrung hat zukommen lassen, seid Ihr jetzt sauer, weil keiner aus dem Rathaus da war.

"Sie kamen als Freunde, doch keiner ging hin", salbadert Michael Koch schon in der Überschrift und versteigt sich zu der sonderbaren Beschreibung "angesehene Paneuropa-Union".

Bei wem ist die eigentlich so hoch angesehen, diese Paneuropa-Union? Der Verein besteht doch nur aus rechtskonservativen Politikern und in unseren Breiten explizit aus CSUlern, die sich natürlich selber für ziemlich toll halten, einschließlich ihres Präsidenten Oliver Hardy.

Warum sollte aber dann zu einer Versammlung der Europäischen Rechtskonservativen ein Vertreter der Stadt kommen? Soll der SPD-Oberbürgermeister dann auch beim nächsten politischen Aschermittwoch der CSU ein Grußwort sprechen?

Aber wir haben die Botschaft schon verstanden. Wenn die wichtigste Persönlichkeit der Region geehrt wird, müssen gefälligst alle kommen und applaudieren. Sonst gibts schlechte Presse. Honi soit qui mal y pense.

Sonntag, 3. Mai 2009

Ohne Worte


Eine gute und eine schlechte Nachricht, AmSonntag, ...

... hätten wir da für Euch. Und wir fangen gleich mit der schlechten an:

Die Überschrift "Das Millionen-Geschenk", wo es sich dann im Artikel um 3,6 Millionen aus dem Konjunkturpaket II für Passau handelt, ist mal wieder an Dämlichkeit nicht zu übertreffen. Die 3,6 Mios schenkt uns nämlich weder unsere Bundeskanzlerin noch unser Dr. Andi, sondern für dieses Geld haben manche Passauer gearbeitet und Steuern bezahlt. Das Geld gehört uns also schon, es kommt nur zurück.
Hoffentlich haben wir das jetzt so einfach erklärt, dass man es auch als AmSonntag-Redakteur verstehen kann.

Aber jetzt die gute Nachricht:

Für die Überschrift "In Poppenreut steigt das erste Single-Golfturnier Niederbayerns - Wo einsame Herzen einlochen" schlagen wir Euch für sämtliche Journalismus-Preise vor, die es gibt. Ganz ehrlich und versprochen.

In tiefer Bewunderung
Eure Fans von Wahlinfo-Passau

Samstag, 2. Mai 2009

Angetäuscht und zugeschlagen

Lieber Tölpel!

Ja leck mich doch am Arsch! Hast es auch gelesen? Ein paar Kinder haben einen Busfahrer und einen Sicherheitsdienstmitarbeiter angegriffen und nicht unerheblich verletzt. Da stellen sich jetzt schon ein paar Fragen. Z.B. diese: Warum lässt sich eben Zweitgenannter von einem weiblichen Kind das Handy aus der Hand schlagen und den Daumen brechen, während er versucht, die Polizei anzurufen? Warum verdrischt er das Gschwerl nicht ordentlich und ruft anschließend den Krankenwagen und die Polizei an? Worin werden die eigentlich ausgebildet bei diesen Sicherheitsdiensten - in Hilfeholen? Fassungslos...

Den Streit zwischen den Radlfahrern und den Fußgängern habe ich immer noch nicht so recht verstanden. Das einzige, was ich verstehe, ist, dass es sich wieder mal um eine typisch Passauer Posse handelt. Freilich gibts rücksichtslose Radler, die Fußgänger belästigen und Autofahrer schneiden. Die bräuchte man bloß ab und zu umschmeissen oder umfahren. Ansonsten dürfte Passau eine der radfahrerfeindlichsten Städte Deutschlands sein, zumindest was das Radwegeangebot und die Zahl der fundamentalistischen Radlhasser betrifft. Da darf zwar jeder tschechische LKW mitten durch die Stadt fahren, statt über die bereits existierende Nordumfahrung nach Aicha und hier wird diskutiert, ob man mit dem Radl langsam durch die Fußgängerzone fahren darf. Die haben doch alle ein Rad ab.

Die Stadt Passau hat einen neuen Webauftritt. Gar nicht schlecht geworden. Was man allerdings noch erneuern könnte, sind die Gesichter auf der Stadtratsseite. Aber da können die Webdesigner auch nichts machen - leider. Ich hab mir mal die ganzen Fraktionen mit ihren Stadträten noch mal angeschaut auf der relaunchten (schönes Wort, gell, fast so schön wie Rat Back Day) Homepage. Huiuiui - da findest Du Gestalten, da fragst Du Dich schon, ob die noch was anderes können als warmes Buffet.

Aber dafür haben wir ja wenigstens einen pfundigen Oberbürgermeister. Der hat in einem Interview verlautbart, dass die Maierhofspitalschließung ein GAU für ihn war. Was heißt eigentlich GAU? Größtmögliche Abwegige Unterstützungsheuchelei? Nicht falsch verstehen, bitte! Ich habe auch ein Herz für alte Leute. Aber dass es für unsere Kinder in Passau mit dem Radl gefährlicher ist als auf der linken Spur der A3, während man den Umzug von ein paar Senioren zur regionalen Katastrophe hochspielt, ist ein klassisches Passauer Paradoxon. So wie man Stephan Bauer Geschmacklosigkeit vorwirft, aber Leute wie Florian Silbereisen nicht in lebenslange Sicherungsverwahrung steckt.

Ich muss schließen. Sonst schreib ich mich noch um Kopf und Kragen. Das mit dem Swingerclub erzähl ich Dir nächstes Mal. Und trink nicht mehr als vier Mass Bier heute Abend, sonst wirst Du wieder ausfallend.

Prost! Deine Kathi

Liebe Kathi!

Also fünf Mass werdens schon werden. Erstens, weil ich im Bierzelt gottseidank wieder Kette rauchen darf und da hab ich immer einen solchen Durst. Zweitens muss ich mir Mut antrinken, weil ich mir vor der Dult "Ein Mann sieht rot" mit Charles Bronson anschauen und dann mal richtig aufräumen werde. Wenn sogar schon der Klotzek schreibt, dass die Dult ein Imageproblem bekommt... Spaß beiseite. Das ist natürlich alles verlogener Quatsch. Auch vor zwanzig Jahren war es schon so, dass man auf der Dult Leute gesehen hat, die scheinbar nur zweimal im Jahr aus ihren Mülltonnen herauskriechen. Das Gesindel hat ja genug Zeit und offensichtlich auch Geld, sich dort zu betrinken und dann Streit anzufangen. Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben. Wenn man in einer Gesellschaft lebt, in der es als Kulturgut zählt, sich gemeinsam und öffentlich über die Maßen zu betrinken und das eben auch schon als Minderjähriger, muss man auch damit klar kommen, dass es Kollateralschäden gibt. Das einzige, was sich in Jahrzehnten geändert hat, ist das Alter des marodierenden Prekariats. Aber das ist halt so in einer Gesellschaft, in der Politik, Justiz und Polizei als Kuschelpädagogen auftreten. Nur weiter so! Dann ist der Nächste, dem das 13-jährige Mädchen den Daumen bricht, ein Polizist. Außer sie läuft mir heute Abend über den Weg - dann brech ich ihr den Arm.

Das Dupper-Interview hab ich auch gelesen. Unser OB freut sich auf die vielen Feste in der Stadt. Vielleicht sollte der während der Dult den Kohlbrucker Stadtwerkebus fahren. He he, das würde ich gerne sehen, wie die Bus-Randalierer anschließend ausschauen. Schluss jetzt mit dem Schmarrn! Alles prima in Passau: In der SPD gibts keine Selbstdarsteller, Heining hat ein Kleinod und wenn wir keine größeren Probleme als die Maierhofspitalschließung haben, dann kann die Wirtschaftskrise ja kommen.

Mein Lieblingssatz auf der neuen Passau-Homepage ist übrigens "Flanieren, Promenieren, Shoppen - da schlagen nicht nur Frauenherzen schneller. Und für jede Gaumenfreude ist gesorgt." Was soll das eigentlich bedeuten? Die Weiber kaufen bei Pimkie ein, während ihre Männer die Auswahl unter 100 Dönerständen haben? Willkommen im Passau 2009!

Dein Tölpel

Anmerkung der Redaktion:
Kathi und Tölpel wurden unmittelbar nach Veröffentlichung dieser Kolumne festgenommen und zwangsweise in eine therapeutische Anstalt für Aggressionsabbau und Gewaltprävention eingewiesen. Wir bitten um Verzeihung und weisen darauf hin, dass obige Zeilen nicht mit der Meinung des Präsidenten von Wahlinfo-Passau übereinstimmen.

Angetäuscht und zugeschlagen

Lieber Tölpel,

gestern war ich im Swingerclub. Weißt, wen ich da getroffen habe? ...

Kolumne folgt im Laufe des Tages. Beachten Sie bitte einstweilen die Umfrage rechts.

Donnerstag, 30. April 2009

Rubrik: Schöne Leserbriefe

PNP, Passauer Lokalteil, 30.04.2009

Fräulein gehört doch der Vergangenheit an

Zum Artikel „Fräulein Schmöllers Gespür für Schiffe“ vom 28. April:

Das „Fräulein“, dachte ich, gehört endgültig der Vergangenheit an? Die gestandene Frau ist 28 Jahre alt, so ist im Text zu erfahren. Oder muss man den ururalten Vergleich ausgraben, wonach niemand auf die Idee käme, bei einem jungen Mann von einem „Herrlein“ zu sprechen? Wie wär‘s mit „Frau Schmöller jun.“ - wie man Herrn Schmöller jun. selbstverständlich nennen würde?
Theresia Glück, Passau

Anmerkung der Welterklärer von Wahlinfo-Passau:

Manchmal wäre es hilfreich und würde auch vor Blamage schützen, wenn man gelegentlich mal was anderes liest, als die PNP. Und wenn es nur die Bestsellerlisten sind.

Mittwoch, 29. April 2009

Heute im Lokalteil...

... ist wieder Normalbetrieb: "Der Dom wird dicht gemacht". (Wieso erkennen wir eigentlich inzwischen Redakteur Jörg K. an den Überschriften?)

Die etwas glück- und ideenlosen Stadträte Peter P. und Andreas D. dreschen wieder auf ihr Lieblingsopfer Karl S. ein. (Herr P., wenn das alles bekannt war, warum erfährt es dann die Öffentlichkeit erst von Ihrem günen Stadtratskollegen?)

Und auf der Dult gab es diesmal keine Schlägerei sondern "nur" einen Feuerlöscherdiebstahl.

Mit anderen Worten: Alltag... bitte beruhigt weiterschlafen.

Sonntag, 26. April 2009

Abgewatscht und doch gewonnen

Lieber Tölpel,

man glaubt es nicht - jetzt ist dieser Grünen-Stadtrat nicht zurückgetreten, obwohl die von der AmSonntag es unmissverständlich gefordert haben. Da siehst Du mal ganz deutlich, was solchen Leuten heilig ist - gar nichts! Nicht mal einer Hetzkampagne geben sie nach. Dem Vernehmen nach (das wird jetzt mein Lieblingsbegriff) ist der Stephan Bauer ganz erfreut über die gigantische PR-Maßnahme. Sein Geschäft war jedenfalls gut besucht letzte Woche.

Über den Geschäftsführer, der ziemlich krank, aber ganz kurz immer wieder auch mal gesund ist (Wer kann bei diesen Bierpreisen auch vom Krankengeld leben?), will ich nichts schreiben. Sonst müsste ich zum ersten Mal in der Geschichte dieser Kolumne ausfallend werden. Und das wollen wir doch alle nicht.

Hast es auch gelesen? Der Dupper schenkt dem Mangold ein Moor in Grubweg. Mit Salamandern und Molchen und anderen lustigen Tierchen. Dafür muss der Mangold dann die nächsten Monate wieder den Bürgermeister geben. Einen Trachtenjanker haben sie ihm jetzt auch gekauft - sieht richtig knuffig aus. Unsere zwei Bürgermeisterstellvertreter wenn Du nebeneinander stellst, meinst Du eh, die zwei sind gerade frisch gefirmt ins Jugendparlament gewählt worden. Obwohl, das gibts ja schon lang nicht mehr. Schade eigentlich.

Apropos Jugend. Die Cagnes/mer-Promenade musste extra hergerichtet werden anlässlich des Besuchs aus der Partnerstadt. Vandalen haben nämlich wieder mal einiges kaputt gemacht. Schwamm drüber - wer wird denn so kleinlich sein? Die müssen ja auch irgendwo spielen, gell?
Hast Dir jetzt eigentlich Deine Motocross-Maschine gekauft zum Üben im Klostergarten? - Grüßt Dich fragend Deine

Kathi

Liebe Kathi!

Nein. Natürlich nicht. Ich spiele jetzt lieber mit Püppchen. Vor allem mit Kung Fu-Puppen. Die lasse ich Tiere quälen und Genozide begehen und mache Fotos davon. Diese Fotos schicke ich dann alle an Helmut Katzdobler, Bundestrainer für Hong Kong Pfui. Warum? Ganz einfach: Ich will ihn provozieren, dass er nochmals einen Leserbrief an die AmSonntag schickt. Sein letzter war nämlich scharfrichterbeilverdächtig. Er meint nämlich, der Stephan Bauer hat seinen Sport diskriminiert. Verstehst? Dass so blonde Barbie-Schlampen vergewaltigt werden, ist ja klar. Das kann man ja auch künstlerisch in einem Schaufenster darstellen. Die wollens ja gar nicht anders. Aber von Kung Fu-Kämpfern - wirklich nicht!

Über den Geschäftsführer, der jetzt noch schnell ein paar Tausender mehr abstauben will, während überall sonst gespart werden muss, will ich auch nichts schreiben. Wundern tut mich nur, dass die Medien hier so extrem zurückhaltend sind. Während es überall im Land en vogue ist, pauschal auf Manager einzudreschen, werden hier bei uns Totalversager und Drückeberger, die auch noch die Chuzpe haben, die Hand auf- statt die Schnauze zu halten, ziemlich geschont. Warum nur? Ich weiß es nicht.

Von neuen Alko-Spielchen in der Szene-Bar "Margaritas" berichtet übrigens noch das Sonntags-Wurfblatt und hält das für einen Skandal! Gogo-Girls spritzen mit Spritzpistolen jungen Menschen Alkoholika in den Mund und tanzen dabei auf dem Tisch herum. Abgesehen davon, dass das genau die Szenen sind, über die die AmSonntag auf ihren letzten Seiten immer gerne voyeuristisch berichtet - was ist hier eigentlich sonst noch genau der Skandal? Ach so... Während der Dultzeit soll sich die Jugend Passaus ihre Alkoholvergiftung gefälligst auf der Maidult holen. Aus wirtschaftlichen und traditionellen Gründen sozusagen - schon kapiert! Andererseits: Auf den Fotos der gleichen, heutigen Ausgabe saufen junge Mädchen außerdultisch in Kneipen und bekommen trotzdem die Überschrift: "Wer hier feiert, ist im Trend(y)" Was ist jetzt wohl der jugendschützende Tenor der aktuellen Ausgabe? Hände weg von Spritzpistolen? Vielleicht...

Ansonsten - schwoam mas owi!

Dein Tölpel

Hallo "Am Sonntag", nur ganz kurz...

Beim Sonntagsnotdienst lag natürlich Eure jüngste Ausgabe zwischen Telefon und Tastatur. Nur widerwillig ließ sie sich durchblättern. Event und Joseph G.? Wir können es eigentlich nicht mehr lesen. Den einzig vernünftigen Vorschlag zu diesem Themenkomplex hatte der Präsident von Wahlinfo-Passau bereits vor etwa einem Jahr hier dokumentiert.

Also... nachdem die Am Sonntag nichts hergab wurde noch einmal verzweifelt die PNP von gestern durchgewühlt. Im Niederbayernteil ließ sich dann immerhin noch der Bericht über die Zuerkennung des Deutschen Lokaljournalistenpreises an Helmuth Rücker und Thomas Seider finden. Na ja, diese Fehlentwicklung wurde ja schon im Vorfeld durch die Verlagsleitung korrigiert. Oder aber die Bewertungskriterien der Jury werden geändert. Dann gibt es auch zukünftig Preise für Berichte über Taufen im Bierzelt.

So, das Notdiensttelefon klingelt...

Samstag, 25. April 2009

Just look at the sun...

... and be happy!

Bisschen Geduld noch bitte. Danke.

Sonntag, 19. April 2009

Gääähhhn.......

Bzw. nur eine kleine Ergänzung zu gestern:

Schauen Sie doch mal Alle auf die Homepage der AmSonntag. Klicken Sie auf die Paper-Ausgabe und betrachten der Reihe nach die Seiten 1, 2 und 8.

Und dann überlegen Sie sich in Ruhe, was obszöner, perverser und vor allem auch aggressiver ist. Das Schaufenster vom Grünen-Stadtrat oder der Hinrichtungsjournalismus der AmSonntag.

Wenn Sie damit fertig sind, können Sie ja noch darüber nachdenken, was die Gründe für solcherlei "Journalismus" sind, bzw. was der arme "Journalist" für schlimme Dinge erlebt haben muss.

Ansonsten noch einen schönen Sonntag!
Die Stilberatung von Wahlinfo-Passau

Samstag, 18. April 2009

Angepisst und Spaß dabei

Lieber Tölpel,

hast Du es auch gelesen diese Woche? Auf einem Flug nach Honolulu hat ein junger Mann im Flugzeug seine Sitznachbarin angebieselt. Komische Idee. Na ja, aber immerhin war die Frau auf dem Weg zu einem Tauchurlaub.

Dauerhaft angepisst fühlen sich hier in Passau dem Vernehmen nach (Sagt man das so? Das schreiben zumindest meine Idole von der PNP immer...) nicht nur die alteingesessenen Geschäftsleute, sondern auch manche Mieter im Lochblech-Bilka. Da können die Betreiber noch so viel geschönte Zahlen veröffentlichen - die Mieter machen einfach bei weitem nicht den versprochenen Umsatz und geraten sogar in ernsthafte Schwierigkeiten. Ob die Kritiker doch recht gehabt haben? Kann ja gar nicht wahr sein, oder?

Ein paar Spaßbefreite haben sich ganz fest über das Schaufenster von Grünen-Stadtrat Bauer aufgeregt. Eine männliche Puppe kuschelt da mit einer weiblichen Barbie-Puppe und ein Plastiksoldat passt auf, dass sie keiner beim Kuscheln stört. Das wäre jetzt pervers, meint sogar der Hubsi und eine Vergewaltigung. Ach, ich weiß nicht. Pervers? Pervers sind so Sachen wie Florian Silbereisen oder abgestrittene Kausalzusammenhänge (yes!), aber keine kleinen Püppchen, die sich lieb haben.

Apropos pervers und angepisst. Ich muss ausnahmsweise mal eine Solidaritätserklärung mit der Lokalredaktion (Koch) und dem OB abgeben. Passau ist nicht braun. Passau ist alles mögliche: ein bisschen bigott, ein bisschen provinziell, ein bisschen verklemmt und ein bisschen ohne freie Presse. Aber wirklich nicht braun. Da müssen wir zusammenhalten.

Was meinst Du? Viele Grüße
Deine Kathi

Liebe Kathi,

natürlich hast Du recht. Du musst Dir ja einfach nur mal die Wahlergebnisse der letzten Jahre in der Zone oder auch in Norddeutschland ansehen. Dann weißt Du, wo die braunen Hochburgen sind.

Und pervers finde ich auch ganz andere Sachen. Dass man in einem niederbayerischen Wirtshaus nicht mehr schafkopfen darf - das finde ich z.B. pervers. Aber ich sage Euch: Jammern werden sie wieder alle, wenn das schönste Kartenspiel der Welt dann irgendwann ausgestorben ist. Und dann werden die Wirte kommen und werden Traditionskartler dafür bezahlen, dass sie für die Touristen ein bisschen auf Folklore machen. Das wäre dann der richtige Beruf für mich. Show-Schafkopfer! Wenns sein muss, setz ich mir dazu sogar eine Goldhaube auf und jodel ein wenig. Dass die Löwenbrauerei mit dem Herz-König für ein Schafkopfturnier wirbt, ist schon nicht mal mehr pervers. Ich weiß nicht, was das ist... Das ist fast so, wie wenn man das Bilka Stadtgalerie nennt. Oder die Nibelungenpassage nice.

Ich hab übrigens sogar gehört, dass da ein paar ihre Miete nicht mehr bezahlen wollen, weil es so schlecht läuft. Darf man solche Gerüchte schreiben oder wird man da auf Unterlassung verklagt? Wir werden sehen. Uns verklagt ja eh keiner. Nicht mal wenn wir schreiben, dass man sich als Geschäftsführer einer städtischen GmbH nicht einfach so in der Kneipe einen blasen lassen kann, ohne dafür in den Ruhestand zu müssen. Nicht mal dann werden wir verklagt. Ich glaube, keine alte Sau nimmt uns ernst, Kathi.

Schwamm drüber und viele Grüße
Dein Tölpel

Dienstag, 14. April 2009

Ein Rätsel

Hier gibt es eine Liste von Überschriften. Um welche Zeitung handelt es sich? Um die Am Sonntag, um die PaWo oder handelt es sich etwa um den Lokalteil der PNP?

  • Motor-Messen-Premiere: 23 000 fahren voll darauf ab
  • „Flüchtlingsboot“ umschifft Tanzverbot
  • Diebe auf dem schwimmenden Juwel
  • Fünf Promille-Fahrer aus dem Verkehr gezogen
  • Fahnder entschleiern Tricks und Fälschungen
  • Senioren kommen im Straßenverkehr nicht klar
  • Wilde Flucht: Ladendieb knallt gegen Glastüre
  • Einbrecher knackt Geldspielautomaten
  • Autobahn nach schwerem Unfall total gesperrt
  • Graffiti-Sprüher treiben es bunt
  • Diebe haben es auf Roller abgesehen

Sonntag, 12. April 2009

Jetzt mal mit analytischer Logik

Abend -> Trinken: Kausalzusammenhang
Irgend so eine blöde Veranstaltung -> Weitersaufen: Kausalzusammenhang
Leicht angetrunken -> ziemlich spitz: Kausalzusammenhang
Angetrunken und spitz -> Frau dabei: Kausalzusammenhang
Bei mir zuhause geht es nicht, weil der Klempner grad was richt -> Kneipe: Kausalzusammenhang
Kneipe -> Weitersaufen: Kausalzusammenhang
Gut angetrunken -> Lust auf Frau: Kausalzusammenhang
Zu besoffen für Stehen, Aufstützen und Bewegen -> Fellatio: Kausalzusammenhang
Fellatio in Kneipe -> Verwunderung bei Wirt und Gästen: Kausalzusammenhang
Persönlichkeitsstruktur des Wirtes -> Anruf bei Zeitung: Kausalzusammenhang
Anruf bei Zeitung -> Fellatiogeschichte in allen Medien: Kausalzusammenhang

Öffentliche Fellatio mit deutschlandweitem Medienecho -> Sofortige Außerdienstsetzung und anschließende Frühpensionierung: KEIN KAUSALZUSAMMENHANG (Beweis: 50-seitige Klagebegründung)

Nur ein wenig konstruktive Kritik, AmSonntag!

Die Überschrift "Ran an die Party-Hasen" ist mal wieder erste Sahne.
Aber sollte nicht logischerweise die Bildunterschrift bei Saskia (18), Betti (19) und Hasen-Kolleginnen - natürlich unterstellt, dass man an die Party-Hasen auch wirklich ran gekommen ist - statt "Hoch das Beinchen" besser "Hoch die Beinchen" lauten?

Nichts zu danken - wir helfen gerne...

Samstag, 11. April 2009

Abgedampft und gut erholt




Lieber Tölpel!

Bist Du auch so stolz auf die immer schönere und immer aktuellere Online-Ausgabe unserer geliebten Heimatzeitung? Jetzt gibt’s sogar schon Blitzmeldungen – wie bei den Großen! Da erfährst Du dann praktisch fast exklusiv und als Blitzmeldung, wenn ein Stau auf der Autobahn ist. Ich bin jedenfalls schon gespannt auf die nächste Blitzmeldung. Vielleicht „Heining – Auto parkt im absoluten Halteverbot“ oder „Grubweg – Frau verliert Schlüssel im Bus“ oder auch „Klinikum – erster Klassensprecher bedankt sich für Alles“.

Ansonsten habe ich von meinen Juristen-Freunden (zwinker, zwinker) erfahren, dass bei den Burschen von der NPD dahier ganz schlimme Finger mit dabei sind. Da kannst Du warten auf die Blitzmeldung: „Neonazis zünden Atombombe auf Passauer Christkindlmarkt.“

Die Europa-Union (was immer das sein mag) findet die Passauer „Europäischen Wochen“ total super und besser als alles Vergleichbare in München und will deshalb auch ein Konzerthaus. Blitzmeldung: „Jetzt wird alles gut – Kobler und Waschler bauen ein Konzerthaus.“

Ansonsten ist in Passau wieder unglaublich viel geboten. In Kohlbruck gibt’s eine „Internationale Automobil- und Motorrad-Messe“, bei den Senioren gibt’s Tanz und bei der AOK gibt’s einen Brustkrebstag. Blitzmeldung: „Großereignis in Passau – riesiger Sack Reis umgefallen.“

Frühjahrsmüde Grüße
Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ich hab nicht viel zu melden. Ich bin ja eigentlich im Urlaub. Das mit Deiner Frühjahrsmüdigkeit verstehe ich gar nicht – ich könnte den ganzen Tag v... also den Vöglein zuhören bei ihrem Frühlingsgesang, den ihnen und uns der Herrgott geschenkt hat.

Ansonsten beschäftige ich mich mit fernen Ländern und werde wohl einen Urlaub auf den Osterinseln buchen... oder war’s Pattaya? Apropos Ostern. Da habe ich doch einen jungen Burschen gestern das Wort Ostersamstag sagen hören. Ich habe ihm natürlich gleich eine Riesentrum Watschn gegeben. Früher hätte man für so was Tatzen und Karzer gekriegt. Ja, ja, früher war halt doch alles besser. Für Musikhören am Karfreitag wäre man auf die Streckbank gekommen. Die gute alte Zeit!

Ich hab übrigens im Urlaub ganz das gestrige Fleischverbot vergessen und ein riesiges T-Bone-Steak verzehrt. Und das am Osterfreitag, hi hi. Komme ich jetzt in die Hölle?

Viele Grüße aus dem Urlaub
Dein Tölpel

Dienstag, 7. April 2009

Wegen wiederholter Niederlagen???

Rätsel um Ritualselbstmord von Gerhard W.

- Passau wieder unter Schock.
- Dreh neuer Harry-Potter-Folge unterbrochen.
- Dringender Exorzismusbedarf bei anderen Passauer Parteifreunden?

Demnächst mehr...

Montag, 6. April 2009

Ausnahmsweise mal ein Lob,

verehrter Michael Koch!

Die beruhigende Wirkung von Wasser wird uns gerade im Moment wieder bewusst.
Strand-Gastronomie finden wir auch gut und Wasser-Taxis gibts sogar von Tortola nach Virgin Gorda.

Grüße aus der Kurklinik
Der Präsident

Samstag, 4. April 2009

Angeschnallt und losgefilmt

Lieber Tölpel!

Sag, fällt Dir eigentlich zum Bruce Willis der Passauer CSU, zum Dr. Andi, noch was ein? Das gefällt dem doch eh, wenn ihn alle für einen Straßenverkehrsrowdy halten. Sein großes Idol Franz Josef Strauß, Gott hab ihn selig, hat sich ja schließlich auch nix um so profane Verkehrsregeln geschissen, weder zu Lande noch in der Luft. Schließlich sind solche Regeln ja auch wirklich eher für die Plebs gedacht, also die armen Autobahn-Rechtsfahrer-Proleten, die aber brav CSU wählen, damit es in unserem schönen Bayernland sicher bleibt.

Ansonsten fällt mir die Woche auch nicht mehr viel ein – außer dass wir zwei wieder ein bisschen rumschleimen könnten. Am liebsten schleimen wir doch immer denen hin, die ganz besonders gläubig, fromm, katholisch oder sonst was weiter nicht definierbares sind. Einer ist leider gestorben und einer hat einen runden Geburtstag. Denen bauen wir jetzt gemeinsam einen Altar und jammern gemeinsam, dass früher alles besser war und vor allem die Politiker waren noch Ehrenmänner und Heilige und heute ist alles ganz schlecht und böse und und und... Was meinst, Tölpel? Das machen wir heute mal wieder. Das klappt doch schon seit Jahrzehnten.

Ja und dann schreiben wir noch, dass der Polizeichef super viel Zivilcourage hat und dass Nazis Arschlöcher sind.

Dann ist die Welt in Passau wieder mal in Ordnung. Und wenn Du morgen in Deiner Kurklinik wieder mal den Wecker überhörst, bist Du fei der Palmesel, gell...

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Kann nicht viel schreiben, muss zur ersten Kuranwendung.

Nur soviel: Ich habe viel über uns und das, was wir machen, nachgedacht. Und weißt Du was? Es kotzt mich selber langsam an. Immer dieses frömmelnde Geschleime – furchtbar!

Warum schreiben wir nicht mal, dass Franz Josef Strauß in heutigen Zeiten wahrscheinlich im Gefängnis sitzen würde. Na ja – oder mindestens Bewährung.
Warum schreiben wir nicht mal was Kritisches über Kobluk, Weindler und Konsorten? Warum tun wir immer so, als wenn die alle mindestens genial wären?
Warum schreiben wir nicht mal, dass diese bigotte, verlogene, provinzielle Kleinstadtgesellschaft manchmal schwer erträglich ist?

Ach, weil das nicht unser Job ist - ganz im Gegenteil. Ich vergaß, pardon.

Viele Grüße aus der Kurklinik (auch vom Präsidenten, den ich hier getroffen habe)

Dein Tölpel

Freitag, 3. April 2009

+++ Wahlinfo-Passau aktuell +++ schon wieder Dr. Andi +++

Hallo Dr. Andi,

wir sind's nochmal. Natürlich haben wir Ihren jüngsten Beitrag bei YouTube zur Kenntnis genommen. So, so! Sie hatten also das Handy bei dem Beitrag vom 02. 12. 2008 in der dafür vorgesehen Halterung.

Unser Tipp: Sie sollten den Einbau einer solchen Halterung durch den Fachhandel vornehmen lassen. Das Ding vibriert in einem Maße, daß man meinen könnte, Sie hätten aus der Hand gefilmt. Deswegen können wir die Irritationen der Medien schon verstehen. ;-)

Der Einbauschalenbeauftragte von Wahlinfo-Passau

Tolle Überschriften, PNP!

Also, den Artikel über eine neue Baumschutzverordnung "Beim Baumschutz sind sich nicht alle Stadträte grün" zu nennen - schon ganz ordentlich.

"Feuerwehr Gaißa ist schon ganz heiß auf ihre 125-Jahr-Feier" - sauber!

Warum aber nicht konsequent alle Artikel mit so schönen Wortspielen übertiteln?
"Immer die Busfahrer" hätte doch gut gepasst heute. Oder: "Pulsierende Debatte: Sendemast erhitzt die Gehirne der Stadträte" Schön wäre auch: "Angeschmiert - Graffitisau von Polizei getaggt" Und warum haben wir eigentlich die ganzen letzten Wochen nicht gelesen: "Mit den Schwarzen sehen wir schwarz"?

Aber nächstes Mal peppen wir wenigstens das mit der Feuerwehr noch mal auf: "Besser ersoffen als verbrannt - Feuerwehr Gaißa dürstet schon nach ihrer 125-Jahr-Feier"

So schön könnte Zeitunglesen sein!

Grüße aus der Kurklinik
Der Präsident

Donnerstag, 2. April 2009

Wer bremst, verliert!

Scheuer MdB 2.0!

Chapeau, Chapeau, Chapeau!!! Dass in Zeiten dieser verschissenen politischen Korrektheit noch Politiker existieren, die sich einen Dreck um Straßenverkehrs-Spießer-Regeln scheren und sich gerne bei Fullspeed mal eben mit dem Handy filmen, nötigt uns unbeschreiblichen Respekt ab.
Dass man damit nebenbei auch noch auf Mediendenk auftaucht und es sogar in die Süddeutsche schafft, ist ja auch ein angenehmer Nebeneffekt.
Dass man aber jetzt so tut, als wäre es etwas Ehrenrühriges, ein bisschen gegen die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen, enttäuscht uns schon ein wenig. Scheuer: „Gleich nach der Veröffentlichung hat mich ein Internetbenutzer angeschrieben: ob das keinen Ärger mit der Polizei gibt? Seitdem fahre ich immer auf einen Parkplatz.“
Ganz ehrlich, Scheuer MdB 2.0, das glaubt doch kein Mensch. Außerdem ist es albern. Kein Mensch fährt auf den Parkplatz, um sich dort mit dem Handy zu filmen.
Und noch was, Scheuer MdB 2.0! Wenn wir irgendwann mal ein YouTube-Video von Scheuer MdB 2.0 finden, in dem sich Scheuer MdB 2.0 dabei filmt, wie er mit 220 km/h in einer Autobahnbaustelle einen Schwertransport überholt, dann wählen wir nicht nur CSU (tun wir ja eh), sondern machen aus dieser Seite hier eine Dr.Andi-Fanseite.

Versprochen!
Die BMW-Konkurrenz von Wahlinfo-Passau

Mittwoch, 1. April 2009

In eigener Sache

Für den Präsidenten lukrativ, für die Wahlinfo-Passau-Fans traurig - Wahlinfo-Passau wurde verkauft.

Liebe Leser,

nachdem wir auf dieser Seite in letzter Zeit täglich teilweise über 100.000 Zugriffe verzeichnen konnten, haben wir uns dazu entschlossen, Wahlinfo-Passau an ein russisches Internet-Unternehmen zu verkaufen. Ab heute Mittag, 12 Uhr, wird die Seite auf eine Hardcore-Porno-Website geroutet.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Lebensweg.

gez. Der Präsident

Montag, 30. März 2009

Hallo Stadtgalerie

Liebe Werbetexter der ECE,

habt doch bitte Erbarmen! Wir können die Anzeigen "X trifft Y" nicht mehr sehen. Da schmerzt das Kleinhirn. "Dschungel trifft Laufsteg", "Ostern trifft Häschen"...

... furchtbar!

Oder vielleicht textet Ihr mal etwas näher an der Realität. Wir hätten einige Vorschläge: "Kommerz trifft Dummheit"... "Fuß trifft Hintern"... etc etc

Nix für ungut!

Samstag, 28. März 2009

Aufgereiht und hirnvernagelt

Lieber Tölpel!

Mei, so schön hat sie es wieder gemacht, die Sandra Semmelmayr. Die Sex- und Luxusbeauftragte der PNP hat ein wunderbares Heftchen zusammengestellt, das heute als Beilage in der Print-Ausgabe zu finden ist: deluxe, Untertitel Ihr Stilmagazin. Da gehts um so voll trendy Sachen wie Garten, Betten oder Spargelsuppe. Im Internet findet man das Ding auch, wobei es da im Untertitel gleich um Luxus, Glamour und Lifestyle geht. Sind aber trotzdem Garten, Betten und Spargelsuppe drin. Es passt auf jeden Fall gut zur PNP - Glamour wollen und ein Magazin mit Rasenmäherwerbung machen.

Apropos Glamour. Soviel mediale Aufmerksamkeit wie ein völlig unbedeutender NPD-Funktionär namens Gabling und ein paar andere tragische Figuren aus der ganz rechten Szene jetzt und demnächst wieder kriegen - obs das braucht? Gut, bei diesem Gabling gehts ja wenigstens noch um den Passauer Polizeidirektor. Aber der andere Spinner? "Steiner" Wulff - Das ist der, der die böse Fahne ins Busse-Grab geworfen hat. Muss man da jetzt schon wieder eine große Geschichte draus machen, wenn der dann vor Gericht steht? Das wünscht sich der doch nur. Sonst interessiert sich doch auch keine Sau für ihn. Man stelle sich mal vor, man hätte diese ganzen Verwirrten einfach unbehelligt ihren alten Kumpel Busse beerdigen lassen. Da hätte sich Passau eine Menge Ärger erspart.

Ansonsten ist es in der Passauer Altstadt dreckig, laut und gefährlich. Das hat eine Bürgerversammlung der Altstädter ergeben. Dass es nachts oft zu laut ist, glaube ich ohne Einschränkung; dreckig - na ja, dreckig ist es in Rom auch an manchen Stellen und trotzdem ist es schön; aber dass ausgerechnet die Radlfahrer so besonders gefährlich sein sollen, kann ich mir schon nicht mehr ernsthaft vorstellen. Mit besonderer Belustigung habe ich aber gelesen, dass das Pflaster, vor allem im Steinweg, auch ausnehmend gefährlich sein soll. Das ist nämlich uneben und man verstaucht sich den Knöchel. So so. Dann muss man halt einfach alles teeren. Passt vom Kontrast her vielleicht auch besser zum weißen Dom.

Hast es eigentlich gelesen, dass sich die Bürgerinitiative fürs Konzerthaus neu formiert hat? Da freu ich mich jetzt schon - das wird sicher wieder lustig.

Dein Glamour-Girl Kathi

Liebe Kathi!

Freilich hab ichs gelesen. Der Koopmann ist jetzt neuer Vorsitzender. Er wird "den Ball zunächst flach halten." Zunächst? Und später? So richtig Vollgas und wieder einen auf dicke Hose machen - so wie sein Vorgänger? Hast recht, Kathi, das wird sicher noch lustig.

Ich persönlich finde ja auch die braunen Strolche brutalst lustig. Gut, die allerlustigsten, Mahler und Stolz, sitzen leider im Knast. Aber vielleicht hat ja die Verhandlung mit "Steiner" Wulff im Mai einen gewissen Unterhaltungswert. Heil Hitler, Herr Vorsitzender oder irgendsowas? Aber wahrscheinlich bin ich der Einzige, der darüber lachen kann. Die anderen Passauer müssten wegen der Tatsache, dass mitten in der Altstadt von Passau einer "Heil Hitler" gesagt hat, gleich wieder zu tausenden demonstrieren und der Weltöffentlichkeit mitteilen, dass sie das ganz schlimm finden. Sonst schimpft vielleicht auch die Frau Rosmus wieder. Ein bisschen weniger Verkrampftheit wäre aber vielleicht ganz gut bei dem Thema und nicht immer diese Betroffenheitsnummer.

Ansonsten kommt der Frühling, Kathl, und sogar die Schwester Franziska schreibt von warmer Sonne auf ihrer Haut. Huiuiui - wenn das mal keine Frühlingsgefühle sind. Aber so soll es sein. Wir sollten uns alle lieb haben und das Leben genießen. Und ein bisschen lockerer werden.

Ein Küsschen an alle Leser und ein donnerndes "Heilt Hirnschwache!"
Euer Passauer Tölpel

Dienstag, 24. März 2009

Ein kleiner Denkanstoß...

... zum weiteren Anheizen der Neiddebatte:

Gibt es eigentlich in der freien Wirtschaft viele angestellte "Manager" ohne Hochschulstudium oder gar ohne Abitur, die jenseits der 100.000 Euro verdienen?

Montag, 23. März 2009

Rubrik: Schöne Leserbriefe und schöne Namen

PNP, 23.03.2009, Bayern

Keine Hasen

Den Wirbel um Papst Benedikt kann ich nicht verstehen. Er hat doch Kondome nicht verboten, sondern die Meinung vertreten, dass Treue zum Partner die beste Verhütung ist. Ausgerechnet Westerwelle nennt das verantwortungslos. Und wieso kann man jungen Menschen nicht Treue und Enthaltsamkeit abverlangen? Wir Menschen sind doch keine Hasen. Aber es ist zur Zeit ja Mode, auf den Papst einzuschlagen und seine Worte zu verdrehen oder reißerisch zweckdienlich wiederzugeben. Aber leider ohne Hirn! Ich wünsche mir, dass wir alle erst denken, dann reden.

Hatto Janson, St. Oswald

Sonntag, 22. März 2009

Durchgeknallt statt durchgenagelt

Lieber Tölpel!

Ach, wenn's die PNP nicht gäbe - ich wüsste gar nicht, wer oder was mir sonst meinen festen Glauben an die Unendlichkeit der menschlichen Artenvielfalt erhalten würde.

Wenn Du Dir nämlich anschaust, was im Bayernteil heute wieder für Leserbriefe abgedruckt wurden (siehe unten), dann fragst Du Dich nämlich schon, ob der verantwortliche Redakteur, der die Auswahl dieser Briefe vornimmt, einfach nur eine satirische Ader hat oder ob die Tatsache, dass gleich mehrere verschiedene Personen sowas denken und auch noch publizieren, einfach nur an einem allgemein festzustellenden Retro-Trip ins Mittelalter liegt. Gut - dass es hierzulande Leute gibt, die Leserbriefe schreiben, während sie sich mit Stacheldraht selbst kasteien, das wussten wir schon immer. Allerdings scheint die Tatsache, dass der Obervatikaner selbst an schwerer, amokartiger Logorrhoe leidet, die alten Erzfundamentalisten nicht nur in den USA oder im Iran, sondern auch hierzulande aus den Löchern zu treiben.

Ein Dr. Paul Raith aus Burghausen ist uns diesbezüglich schon öfter aufgefallen. Immerhin erscheint ja auch beim Googeln seines Namens sowohl sehr schnell das schöne Zitat "Jedem das Seine", als auch die Schwerstpsychopathen-Website kreuz.net, die von katholischen Hardcore-Antisemiten betrieben wird. Komisch ist eigentlich nur, dass gerade hier in Passau immer so getan wird, als wäre das Phänomen des katholischen Fundamentalismus ein Problem, das sich durch ein paar aufklärerische Kabarettisten in den siebziger Jahren erledigt hätte. Dabei ist das völlige Abdriften ins Mittelalter doch eher eine Entwicklung der Ratzinger-Ära.

Was das Alles mit Passau zu tun hat? Nun - genau so viel wie mit anderen Provinzstädten. Oder vielleicht aus den o.g. Gründen noch ein bisschen mehr. Regt sich hier in Passau nicht noch immer die Journaille auf, wenn zum Neujahrsempfang des Bischofs zu wenig Stadträte kommen?

Muss sich hier nicht tatsächlich im Jahr 2008 n. Chr. ein Oberbürgermeister dafür erklären, warum er aus der Kirche ausgetreten ist? Und hörst Du hier in der Stadt von den Leuten, die sonst immer den Mund aufreißen, irgendwelche kritischen Töne zur katholischen Kirche und ihrem Personal? Fehlanzeige! Da merkt man richtig, wie die von frühster Kindheit an betriebene Gehirnwäsche mit Schuld, Sünde und Angst vorm Teufel und der Hölle perfekt funktinoniert. Und dass man das Alles normal findet, dafür sorgt immer noch die PNP mit ihren Betschwestern, religiösen Nachrichten und den Leserbriefen. Wie vor 30 Jahren. Amen.

Deine Kathi

Kathi! Um Gottes Willen, Kathi!!!

Wasch Dir den Mund und sonst alles mit Seife aus, kriech auf den Knien nach Maria-Hilf und bete 1.000.000 Gegrüßest-seist-Du-Maria. Das, was Du da geschrieben hast, das darf man nicht mal denken. Zumindest müsste man es gleich wieder beichten. Z.B. beim Dr. Raith, gemeinsam mit den unkeuschen Gedanken. Dann hat der Dr. Raith wieder was für seine Selbstkasteiungsfantasien.

Es kann natürlich auch sein, dass alles Beichten nichts mehr nutzt und Du bei PNP und Frauenbund rausfliegst. Dann bleibt Dir nur noch ein Job als Carwash-Girl. Nachdem die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass Mädels, die in Bikinis Autos waschen, bei der momentanen Witterung wie die Fliegen an Lungenentzündung sterben, bekommst unter der Nummer 08501-939820 sogar Du altes Kräuterweiberl noch eine Anstellung. Und - ganz ehrlich: Junge Männer, die auf sowas stehen, sind eh nicht so wählerisch. Wo sind eigentlich bei dieser perversen Idee die ganzen frommen Leserbriefschreiber? Heinz Fritsch, übernehmen Sie!

Noch was zum Retro-Trip: Die PNP scheint wirklich in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Also ganz alte. Was sich bei der CSU so tut... Wer da alles zurücktritt... Und warum... Und wie das alles weitergeht... Schweigen bei der Lokalzeitung. Dafür lieber Berichte über Hunderetter, sektiererische Radfahrer, die die Todesstrafe für Falschabbieger fordern und Durchhalteparolen von Klosterschwestern.

Dass die Geschäftsführer der städtischen GmbH's überbezahlt waren und sind... Seid's mir nicht bös - das Thema ist durch. Über den Gevatter will ich auch nix mehr schreiben. Sonst krieg ich noch eine Anzeige.

Also, Kathi, ab zur Beichte und vorher mit der Peitsche ein bisschen selbst kasteit. Sowas besänftigt fromme alte Männer. Amen.

Dein Passauer Tölpel

Samstag, 21. März 2009

Rubrik: Schöne Leserbriefe

PNP, 21.03.2009, Bayern

Verhalten ändern

Wie nicht anders zu erwarten, werden die Deutschen wieder herfallen über den Papst und auf ihren eigenen Benedikt eindreschen. Man hat nicht begriffen und wird wohl auch nicht begreifen, dass Aids vor allem Personen trifft, die Opfer der Drogen, der Laster und der Unreinheit wider die Natur sind. Das Verhalten der Menschen muss sich also ändern. Wenn man nur hinausposaunt, nehmt Kondome und macht hurtig weiter, ist das eine Abwertung des Menschen, damit hilft man den Leuten nicht. Wo sind Werte wie Liebe und Treue? (...) Wir brauchen eine Kultur der Sexualität, welche die Würde von Frau und Mann achtet, vor allem auch bei uns in Deutschland!

Heinz Fritsch, Passau

Glücks-Geschenk

Ist nicht die sexuelle Liebe das einzige Glücks-Geschenk des Schöpfers dieser Welt? Wer sich also dieses einzige Glücks-Geschenk mit wechselnden Partnern doppelt oder gar mehrfach zu erschleichen sucht, der versündigt sich schwer gegen den Schöpfer eben dieser Welt.

Dr. Paul Raith, Burghausen

Sonntag, 15. März 2009

Selten so gelacht, ...

... lieber Andreas Scheuer!

Aber wenn man sich als Fürsprecher dafür, dass man als MdB viel arbeitet, ausgerechnet einen Hauptmann der Bundeswehr holt, der wiederum in seinem ganzen Leben überhaupt nie was arbeiten muss, dann hat das schon etwas Groteskes.
Wenns nächstes Mal darum geht, klarzustellen, dass im politischen Berlin gar nicht so viel gesoffen wird, wie alle meinen, wer darf denn dann kommentieren? Martin Semmelrogge?
Besonders würden wir uns auch über ein Filmchen freuen, bei dem uns erklärt wird, dass alle Abgeordneten kompetent und gebildet sind und genau wissen, was sie eigentlich tun. Das könnten uns im Doppelpack vielleicht Stefan Effenberg und Verona Pooth erläutern.
Tja, und wenn es um die mickrigen Diäten und die lächerliche Altersversorgung der Bundespolitiker geht, könnte man ja vielleicht Josi Ackermann für einen Solidaritäts-Clip rekrutieren.
Wir freuen uns auf jeden Fall über jedes neue Video!

Staying tuned
Die Dr.Andi-Fans von Wahlinfo-Passau

Freitag, 13. März 2009

Gigantisch!

Nach Ein-Euro-Shops und Pimkie jetzt auch noch Subway in Passau

Passau wird immer mondäner. Schon im Mai will die berühmte Gourmet-Kette Subway eine Niederlassung in der Bahnhofstraße eröffnen. Geleitet wird die Filiale von einem Klomann. "Das Wichtigste bei uns sind gute Toiletten. Nicht jeder verträgt unser Essen," sagt schmunzelnd der Klomann.
Citymarketing-Geschäftsführerin Christiane Kickum freut sich mit der Passauer Tourismus-Chefin Pia Olligschläger und dem Oberbürgermeister Jürgen Dupper auf das neue Gastronomie-Highlight. Olligschläger: "Jetzt müssen wir nur noch den Deggendorfern die Christusstatue wegschnappen und auf die Stadtgalerie stellen, dann wird die Neue Mitte schöner als die Innenstadt von Hagen."
Kommentar Urban Mangold: "Das mit der Christusstatue finde ich spitze. Aber über Subway muss ich noch mit unserer Propagandaabteilung sprechen. Womöglich ist der Fraß nicht biologisch abbaubar. Wussten Sie übrigens schon, dass Dittlmann, Pell, Stadler und die meisten anderen im Passauer Stadtrat nicht normal sind?"

Und für alle, die die PNP nicht mehr lesen...

Heute im Lokalteil:
  • Photos von Pell, Dittlmann, Waschler und Schürzinger
  • Keine Photos von Zankl und Dickl
  • Im Text wird Urban Mangold mehrfach genannt
  • Sebastian Frankenberger bleibt unerwähnt
  • Der Fast-Food-Beauftragte der Lokalredaktion Christian K. berichtet über die neuesten gastronomischen Pläne in der neuesten Mitte
  • In der Stadtgalerie trifft Barbie den Dschungel (ob mit oder ohne Tarzan wird nicht berichtet)
  • Der Intendant und der Kulturreferent besuchten eine Ausstellungseröffnung
  • ...
Mit anderen Worten: Normalität!

;-)

(cassiel)

Donnerstag, 12. März 2009

Nicht mehr normal?

Ist Dittlmann nicht mehr normal? Zu dieser Einschätzung kommt Bürgermeister Mangold (total normal), weil Stadtrat Dittlmann sich für eine Wiedereinführung von Tempo 50 vor der Uni ausgesprochen hat.

Wer hat recht? Wer ist normaler? Wir wissen es nicht.

Normalpreis für das Einschläfern eines Dalmatiners übrigens unter 100 Euro.

Samstag, 7. März 2009

Atempause: Gedanken zum Sonntag

Wer bin ich und was soll das hier alles?

Als ich kürzlich wieder einmal ein paar blutjungen Nonnen die Beichte abnahm, überraschte mich eines der verrückten Hühner mit einem Traum, den sie wohl regelmäßig nach der Lektüre dieses Blogs hat. Und zwar läuft sie in ihrem Traum splitternackt, nur mit einer roten Handtasche und roten Schuhen bekleidet, durch die Stadt Passau. Sie sucht verzweifelt den Präsidenten von Wahlinfo-Passau, von dem sie gehört hat, dass er gelegentlich mit nacktem Oberkörper auf einem Schimmel durch die Straßen reitet. Aber es begegnen ihr nur unentspannte Kommunalpolitiker mit düsteren Mienen, die krampfhaft nach neuen Themen für ihre Profilschärfung suchen. Außerdem im Traum mit dabei: Verängstigte Zeitungsredakteure, die eine wunderschöne, blonde junge Frau auf einer Sänfte durch die Stadt tragen.
Was will uns dieser Traum sagen? Wahrscheinlich gar nichts. Außer dass das junge Beichtfräulein wohl vor dem Einschlafen zu viele Gladiatorenfilme gesehen hat und überdies scharf auf den Präsidenten ist.
Aber ich schweife ab. Sollten wir nicht ab und zu mal in der Fastenzeit, dieser wunderbaren Auszeit, die uns der liebe Gott geschenkt hat, innehalten und uns fragen: Scheiße, was geht hier eigentlich ab? Was ist in einer Stadt und ihrer politischen Szene los, wo die Politheros auf einmal Peter Pell heißen? Wieso kommen in einer Samstagsausgabe der PNP auf einmal seit Jahrzehnten wieder die Jusos vor? Warum bekommen südländisch aussehende Männer im Tierheim keine Kampfhunde? Sind wir schon wieder so weit? Wo auf diesem verfluchten Planeten ist der Mann mit der Schlangentätowierung? Weshalb gehen sogar Senioren mittlerweile bei rot über die Straße? Wo soll das alles enden und was, verdammt noch mal, macht eigentlich Dr. Andi?
Stop! Spätestens hier: Stop! Vielleicht sind die Antworten ganz einfach. Vielleicht passiert das alles, weil wir uns zu weit von Gott entfernt haben und Gott hat uns zur Strafe den Frankenberger und die Gugger-Bessinger geschickt. Und weil es der Strafen noch nicht genug war, auch noch den ZOB und den Feinstaub. Ganz zu schweigen von der ständigen Heimsuchung Passaus, dem quasi Dauerfegefeuer Waschler/Mangold/Feuerer.
Aber es ist alles halb so wild. Nachdem Politik in dem Sinne nicht mehr passiert, Berichterstattung über Politikrudimente irgendwie auch immer unverbindlicher wird und das, was die Menschen wirklich interessiert, auf den letzten drei Seiten der AmSonntag stattfindet, firmieren wir jetzt auch um. Von Wahlinfo-Passau zu WePorno-Passau. Keine Politik mehr, nur noch Sex. Oder wie Sr. Franziska sagt: Es ist ein gutes Gefühl, "etwas in der Hand zu haben." Amen.
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Der Präsident ist Religionspädagoge und Sexualtherapeut und seit über 15 Jahren für Opus Dei und den Ashram in Poona tätig. In Passau arbeitet er im Zweitberuf und halbtags als persönlicher Assistent des Bischofs.

Losgerollt und umgewagelt

Servus Tölpel,

weißt DU was Neues? Kathi

Liebe Kathi,

nein, nicht viel. Zum Pell: Guter Mann! Oder vielleicht nur lichte Momente?

Die Jusos haben im Wahljahr das Problem, dass sie dringend eine Willy-Brandt-Straße brauchen. Dabei bräuchten sie ganz was anderes: Einen Bundestagskandidaten. Hat die Passauer SPD eigentlich wen im Bundestag? Nicht, oder?

Die Ringstraße läuft nicht. Das wussten wir vorher und wir kennnen auch die richtige Trasse. (siehe oben)

Wusstest Du übrigens, dass, wenn ein 16-Tonner eine Rollstuhlfahrerin überfährt, die Rollstuhlfahrerin anschließend zum Alkoholtest muss? Das ist politisch inkorrekt - das prangere ich an!

Muss Schluss machen, Kathi, weil ich nachher noch meine zweite Kolumne schreiben muss. Weißt schon: Atempause - Gedanken zum Sonntag.

Ciao Dein Tölpel

Sonntag, 1. März 2009

Partyhasen und freche Früchtchen

Liebe AmSonntag-Macher!

Hand aufs Herz - was war das schon wieder? Eure aktuelle Ausgabe ist dermaßen abgründig, dass man Euch nicht mal mehr ignorieren kann.

Gut. Ein bisschen auf dem Konzerthaus-Mangold rumhacken - das macht ja noch Spaß. Ansonsten verkauft Ihr uns einen Typen, der aussieht, als würde er in einem Remake von Shining die Hauptrolle spielen, als stadtbekannten Womanizer. Sonstige wirkliche Themen: Fehlanzeige.

Dafür eine gefühlt 200-seitige Ortspräsentation von Fürstenzell und natürlich - natürlich!!! - die letzten drei Seiten. Ihr nennt sie "Szene", wir haben ein bisschen die Befürchtung, dass Eure Szene-Seiten morgen wieder in den Raum beim Urologen gelegt werden, wo das Produkt entsteht, mit dem man die männliche Fertilität untersuchen kann. Eure Überschriften sind ja schon ziemlich gut: "Hübsche Hasen", "Freche Früchtchen" und "Heißer Frühling". Letztere über einem "Artikel" (???) mit dem Foto einer ziemlich sonderbar aussehenden Frau, der für eine Erotikmesse wirbt.
Aber Eure Bildunterschriften übertreffen alles! "Ein bisschen schüchtern? Oder haben es Maria (v.l.), Astrid, Julia und Julia (alle 16) faustdick hinter den Ohren?" Wir vermuten ganz schwer letzteres. Die kleinen Luder haben es wahrscheinlich so derart faustdick hinter den Ohren, dass dem Herrn AmSonntag-"Redakteur" sicher ganz heiß wurde beim Schreiben. Oder auch genial: "Die Partymäuse Nadine (19, l.) und Michaela (23) hatten sichtlich Spaß - aber warum waren Isabell (l., kl.F.) und Krissi (beide 18) wohl hinter Gittern?" Hmm... Vielleicht haben sie was Böses angestellt und mussten bestraft werden?
Schreibt eigentlich der Fotograf Daniel Feucht (sic!) sowas selbst? Und wenn ja - vor, während oder nach seinen feuchten Träumen?

Und noch eine Frage hätten wir. Ist das jetzt schon die Grenze oder wird das mit der Zeit noch härter? Jetzt nachdem beim Mutterschiff PNP ein früherer Bistumsblatt-Chefredakteur neuer stellvertretender Chefredakteur wurde, kann man zum Ausgleich bei der AS schon mal ein bisschen die Sau rauslassen, n'est pas? Sollte das der Fall sein, bewerben wir uns hiermit schon mal um den Job des AS-Szene-Redakteurs. Weil bei zotigen Wortspielen macht uns so schnell keiner was vor. Das sind unsere Kernkompetenzen. Ein Beispiel gefällig? "Ernst, Werner und Alex (alterslos) - Haben sie die Hosen an oder kriegen sie gelegentlich den Hintern versohlt?" Oder vielleicht: "Simone (volljährig) - Will sie nur ein bisschen spielen oder kann sie's richtig hart?"

Wir denken, das genügt für eine Festanstellung...
Die dirty old men von Wahlinfo-Passau