Mittwoch, 14. Juni 2017

Hat eigentlich niemand diesen AS-Artikel gelesen?

Das hat doch ein besoffener Übersetzungscomputer geschrieben.

Am Sonntag

Tattoos als Sex-Signal

Valletta − Menschen mit Tattoos sind eher für eine leidenschaftliche außereheliche Affäre zu haben, was eine neue Studie enthüllt hat. Schockierend sind es eher die Frauen als die Männer, die sich in der Welt der Affären bewegen. Es gibt eine Bewegung von Frauen mit geheimen Tätowierungen, die nur in den intimsten, ehebrecherischen Momenten offenbart werden.

Die Studie, die von VictoriaMilan durchgeführt wurde − eine Dating-Webseite aus Malta für verheiratete und vergebene Menschen, die eine Affäre haben wollen − bat mehr als drei Millionen seiner aktiven Mitglieder in 16 Ländern über ihre Tätowierungen zu reden.

Die Studie zeigt, dass skandinavische Frauen am ehesten Tattoos haben: Dänemark (42,3%), Finnland (41,1%) und Schweden (40,8%) sind die Top drei Länder auf der Liste. Diese Frauen, die aktive Mitglieder von Victoria Milan sind, verwenden Tattoos, um ihre Persönlichkeit, ihre rebellischen Art und Unabhängigkeit zu zeigen.

Statistiken zeigen, dass Tattoos beliebter bei Frauen als Männer in den 16 befragten Ländern sind − der Prozentsatz der Frauen mit Tattoos ist im Durchschnitt 25% höher als bei den Männern aus dem gleichen Land. In Italien haben 35,8% der Signoras eine Tätowierung, während nur 29% ihrer Männer eins haben. Ein Drittel (33,9%) der niederländischen Damen haben Tinte, während nur ein Fünftel (22,1%) der niederländischen Männer das gleiche sagen können. 28% der spanischen Señoritas haben Tattoos, aber nur 19% der Señors sind unter die Nadel gegangen.

Manche Frauen sind nicht so scharf, öffentlich ihre dunklere Seite auszudrücken und verwöhnen sich im geheimen mit Tätowierungen. Um den Geschmack einer Frau für die Körperkunst herauszufinden, müssen die Herren ihr Vertrauen gewinnen, um die Geheimnis-Tattoos in den intimsten Momenten erkunden und finden zu können. Die wahrscheinlichsten Orte, um geheime sexy Tattoos auf Frauen zu finden sind Finnland (15,8%), Großbritannien (11,1%) und Irland (10%).

Gründer und CEO von Victoria Mailand, Sigurd Vedal, sagte die Ergebnisse zeigten eine sexy neue Seite der Welt der Körperkunst.

„Tattoos sind ein Zeichen von Persönlichkeit, Kreativität und Rebellion, und jetzt wissen wir, dass sie ein Zeichen dafür sind, dass die Person wahrscheinlich ein großes Sexualleben hat. Dies kann eine weltweite Jagd auslösen, um die sexy intimen Tätowierungen zu entdecken, da Männer gerne Dinge entdecken, die scheinbar nur für sie sind “, sagte Vedal.


Victoria Milans Studie sammelte diese Daten von aktiven Mitgliedern, die ihr Liebesleben und außereheliche Affären in 16 Ländern genießen: Dänemark, Tschechien, Finnland, Italien, Belgien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Polen, Schweden, Niederlande, Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Irland, Südafrika. (red/flo)

Dienstag, 6. Juni 2017

Kolumne aus dem aktuellen Bürgerblick

Abgenutzt und aufgerieben                                    
Lieber Tölpel!

So, Operation geglückt, erste Zwischenetappe geschafft. Mit 94,5 Prozent hat die CSU den Sachsen, Strafrechtsprofessor und Spirituosenverkoster Holm Putzke zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Er hat auch sofort eine staatsmännische Rede gehalten und gesagt: „Wer sich ausruht oder das Falsche tut, für den wird es unbequem“. Das war ja gleich einmal eine offene Kampfansage an die Passauer CSU. Da ruht sich die eine Hälfte aus und die andere tut das Falsche. Innerparteiliche Opposition – interessanter Ansatz.
Er hat aber noch was viel Schöneres gesagt:  „Wir brauchen keine Grünen, keine Sozialdemokraten und keine Freien Wähler: Ökologisch, sozial und frei sind wir selber“. Genau! Jetzt weiß auch jeder, wie sich Holm Putzke auf die bayerische Lebensart und die Erwartungshaltung an einen bayerischen Politiker eingestellt hat. Er hat einfach alle Gerhard-Polt-Videos auf Youtube angeschaut – und geklaut: „Wir brauchen keine Opposition, weil wir sind schon Demokraten.“ Ich freue mich schon, wenn Putzke das erste Bierfass anzapfen darf: „The idea of Freibier in Bavaria is deeply religious.“
Natürlich muss er nun auch aushalten können, dass ihm die nichtsnutzigen Grünen, Sozis oder Freien Wähler ihre Meinung über „Hanswurschten aus der Tätärä“ (Polt) kundtun: „Es faulen Hund’, es faule Bagage, dat’s amoi wos arwat’n. 40 Jahr’ lang im Bett umanand flacka und iatzt zu uns umma kemma und unserne Hendln fressen. Du, i muass da aber sog’n, de ham keinen Humor. Den hams eahna austrieb’n.“ Aber wir wissen natürlich auch: „Das Wort Toleranz ist kein deutsches Wort. Es ist ein Fremdwort. Und ‚tolerieren’, ‚etwas tolerieren’ bedeutet so viel wie ‚etwas aushalten’.“ So viel zu Polt und seinem begabten Schüler Holm Putzke.
Eine letzte Frage habe ich aber noch. Nachdem die ja in der Aufzählung nicht vorgekommen sind: Braucht die Passauer CSU die ÖDP, die FDP, die Passauer Liste und den Atzinger? Und wenn ja, wofür?
Deine Kathi

Liebe Kathi!
Vermutlich wird die CSU bei der Kommunalwahl 2020 die absolute Mehrheit im Stadtrat wieder knapp verfehlen und dann kann man sich jetzt schon mal überlegen, ob man in drei Jahren noch zwei, drei andere Stadträte zum oppositionsfreien Durchregieren braucht. Die ÖDP scheidet wohl aus, weil ökologisch sind sie selber. Der Atzinger kommt auch nicht in Frage, weil verwirrt sind sie auch selber. Passauer Liste sind sie auch selber. Bleibt nur noch die FDP, weil liberal, nein, liberal – das sind sie selber ganz sicher nicht.
Kommen wir zur Bundes- und Landespolitik. In Bayern hat ja jetzt der Chef-Charismatiker Pronold den Stab, oder sagen wir besser: die rote Laterne, an die überaus bekannte und beliebte Natascha Kohnen übergeben, um seinem Ziel, die Bayern-SPD unter zehn Prozent zu bringen, endgültig näher zu kommen. Die Geschichte der SPD-Landesvorsitzenden ist eine Parallelentwicklung zu den deutschen Erfolgen beim Eurovision Song Contest. Seit Wilhelm Hoegner und Nicole kam nicht mehr viel nach. Im Bund wird es auch eng. Obwohl man seit Scharping weiß, dass Bartträger mit Sprachfehler niemals Kanzler werden können, hat man Martin Schulz zum Kandidaten gemacht. Glück auf!
Wofür man die Grünen noch braucht, wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Ökologisch sind ja die Anderen (siehe oben) alle selber und ob die Forderung nach Transgender-Toiletten als alleiniges Wahlkampfthema reicht, darf berechtigterweise bezweifelt werden. Die Grünen sind irgendwie die Toten Hosen der Politik. Der Schlager-Kasper Campino hat sich ja erst kürzlich geärgert, dass seine Kapelle, die seit Jahren nur noch Helene-Fischer-Musik macht, nicht mehr von jedem als Punkband wahrgenommen wird. Und den Grünen ist jeglicher Punk schon vor Jahren abhanden gekommen. Wahrscheinlich wird es irgendwann demnächst wirklich cool, die CSU zu wählen. Reingefallen, Georg, Andi, Holm – das war jetzt nur der Schluss-Gag.
Euer Tölpel


Donnerstag, 4. Mai 2017

Kolumne aus dem aktuellen Bürgerblick

Angeholmt und aufgeputzt                                   

Lieber Tölpel!

Holm Putzke. Wenn Du die zwei Wörter Holm und Putzke an eine Tafel schreibst, denkt der durchschnittliche Altbayer womöglich an einen Begriff aus dem Bauwesen – eine Aufputz-Balkenkonstruktion vielleicht – oder, abhängig vom Bildungsniveau, unter Umständen noch an eine Insel in Dänemark. Die Vorstellung, dass es sich hierbei um einen Namen handeln könnte, erfordert im Freistaat (Bayern) auf jeden Fall ziemlich viel Phantasie und Vorstellungskraft. Aber dazu später.

Ich habe mir soeben unsere Kolumnen der ersten Maiwochen 2016, 2015 und 2014 herausgesucht und begeistert festgestellt, dass diese spontane Idee intuitiv goldrichtig war. So hatten wir in der Mai-Ausgabe des Bürgerblicks 2014 ein kleines Politik-A-Z, in dem unter „C“ Folgendes zu lesen stand: „CSU. Ist in Passau leider von Saboteuren unterwandert, die zentrale Positionen besetzen.“ Wer das mangels tieferer Einblicke nicht versteht, muss beispielsweise unter „B“ weiterlesen.

„Buhmann, Evi. Hätte Bürgermeisterin werden können. Wollte aber die CSU nicht. Warum? Weiß kein Mensch außer Waschler, Scheuer und Dickl.“ Jetzt dämmerts langsam, nicht wahr? Saboteure, zentrale Positionen, Aufstiegsverhinderer. Alles klar? Wir können uns auch noch ansehen, was wir damals unter „J“ geschrieben haben: „Januar. Im Januar 2020 wird der Oberbürgermeisterkandidat der CSU von Ministerpräsident Andreas Scheuer bei einer Wahlkampfveranstaltung in Passau vorgestellt. Er heißt Armin Dickl und betreibt für seinen Hund eine Facebook-Seite. Der Chefredakteur der PNP, Franz Danninger titelt: Ausgelost oder erpresst? Dickl wird Dupper-Opfer.“

Die Ausgabe vom Mai 2015 ist nicht übermäßig erwähnenswert. Da gab es irgendeinen Popcorny von der Jungen Union, der sich kurzfristig und unerfolgreich im beliebten OB-Bashing versucht hat. Gegessen (sic!). Aber 2016 war dann der Steiner schon da – und zwar voll. Wöchentlich hat er dem Oberjürgen eine Sau zwischen die Beine getrieben.
Der Rest der Geschichte ist bekannt.

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Holm Putzke. Wenn Du die zwei Wörter Holm und Putzke an eine Tafel schreibst, ist jedem zeitgeschichtlich interessierten Menschen klar, dass da vor ein paar Jahren einer in Passau aufgeschlagen ist, der ziemlich was draufhat. Ich möchte sogar behaupten, dass das, was Strafrechtsprofessor Putzke z.B. zu Themen wie Beschneidung von Knaben oder Drogen-Prohibition äußert, mir in großen Teilen sehr gut gefällt. Und mit Wein und Schnaps kennt er sich auch noch aus. Dass er seine politische Heimat bei der CSU gefunden hat, ist – in dubio pro reo – durch seine bayerische Kulturferne exkulpiert.

Jetzt will dieser Holm Putzke aber gleich Kreisvorsitzender der Passauer CSU werden – mindestens. Wenn nicht gleich OB. In einem PNP-Interview hat er hierzu eine zumindest kryptische Antwort gegeben: „Bei uns gibt es viele gute Leute, die dafür in Frage kommen und wir werden zum richtigen Zeitpunkt entscheiden, wer unsere Heimatstadt 2020 wieder in Schwung bringen wird.“ Nachdem der erste Teil der Antwort aber nicht so richtig stimmt und wir Holm Putzke für einen selbstbewussten Mann halten, bleiben halt dann nicht mehr allzu viele übrig. Vielleicht weiß Herr Putzke Folgendes noch nicht, deshalb verraten wir ihm hier ein exklusives Geheimnis.

Das wird nämlich richtig schwer – also nicht die Tatsache, OB-Kandidat zu werden. Das wird leicht. Es geht auch nicht um die Frage, warum sich jemand, der einen wirklich schönen Beruf hat, so etwas antun will. Es geht um die großen drei Probleme: 1. Der sächsische Migrationshintergrund. Einschätzung: kleinstes Problem. 2. Der akademische Hintergrund. Einschätzung: nicht zu unterschätzendes Problem – bitte bei Prof. Oberreuter nachfragen. 3. Waschler. Einschätzung: Feind, Erzfeind, Parteifreund, Waschler – bitte bei jedem Passauer CSUler nachfragen.

Gern geschehen und viel Erfolg!

Euer Tölpel 

Mittwoch, 12. April 2017

Angekifft und aufgekokst                                   

Lieber Tölpel!

Unser Oster-Ich-war-mal-ein-bisschen-ein-Star-Bischof, der sich unter Häretikern schon lange einen gefürchteten Namen als Groß-Inquisitor gemacht hat, zeichnet ja nicht nur verantwortlich für Freudsche Zwangshandlungsveranstaltungen wie „Believe and Pray“ (B’n’P), „Fire and Sword“ (Fist) oder „Ablass and Exorzismus“ (Ass’n’Exi), sondern will auch die Neuevangelisierung vorantreiben. Nachdem es hierzu unter der aufgeklärten Bevölkerung teilweise eine nur sehr überschaubare Akzeptanz gibt, läuft das Neuevangelisierungsdings unter dem Codenamen „Crusade and Stake“ (Kreuzzug und Scheiterhaufen). Das war der Aprilscherz. Hoffentlich.

Dass man die Religion als eine universelle Zwangsneurose bezeichnen könnte, hat Freud ja ganz nett zu erklären versucht. Dass die völlig unkritische und weiterhin ausschließlich wohlwollende Berichterstattung in der Heimatzeitung über – in der sonstigen westlichen Welt mittlerweile überwundene – Peinlichkeiten wie die Osterschen Missionierungsversuche in der PNP auch im Jahr 2017 nach Christi Geburt munter fortgeführt wird, bestätigt eigentlich nur, dass das Scharfrichterhaus tatsächlich keinen Grund zum Feiern seines 40. Geburtstags hat. Man hat zwar bestimmt viel bewegt und in Passau ist es heller als vor 40 Jahren. Aber in Relation zur Restwelt, in der die PNP nicht das Meinungsdiktat innehat, ist es noch viel viel dunkler. Saudi-Arabien ausgenommen.

Hier gibt es keine Aufarbeitung, hier gibt es noch nicht einmal eine Diskussion. Einmal gab es einen Leserbrief, in dem ein ehemaliger Inhaftierter von St. Max über seine Leiden berichtet hat. Reaktion – null. Selbst bei den Regensburger Domspatzen werden Ermittlungen durchgeführt. In Passau genießen die damaligen Folterer immer noch höchste Reputation. Die prügelnden Theologen, die sadistischen Klosterschwestern – alles unterm Teppich. Und wenn sie dann gestorben sind, werden sie noch mal gelobt. Das ist das katholische Mutter-Teresa-Prinzip. Vom Zwangsneurotiker zum Heiligen.

Deine Kathi


Liebe Kathi!

Dunkeldeutschland ist überall. Nicht nur im Osten. Aber lass mich das Thema wechseln. Ich habe in der PNP vom 1. April folgendes gelesen: Es wurde Diebesgut in Höhe von einer Million Euro sichergestellt. Bravo! Es wurden zig gestohlene Fahrzeuge gestoppt. Bravo! Es wurden an die hundert Waffen aus dem Verkehr gezogen. Bravo! Es wurden über hundert Haftbefehle vollstreckt und ein Mörder festgenommen. Bravo! Ich bin ein Fan der bayrischen Polizei. Das hat alles einen Sinn für unser Gemeinleben und macht die Welt vielleicht sogar ein bisschen sicherer. Vielleicht.

Im selben Artikel habe ich übrigens gelesen, dass im Vergleich zu 2015 (knapp 8 kg) im Jahr 2016 exakt 231 kg „Rauschgift“ (davon ca. 99,9 % Marihuana) konfisziert wurden. Jetzt habe ich folgende Frage: Was wäre passiert, wenn die hocherfolgreichen Polizisten die enorme Menge von 231 kg „Rauschgift“ nicht konfisziert hätten? Wäre dann einer mehr traurig gewesen? Wäre dann einer mehr gestorben? Wäre dann die Stadt Passau „rauschgiftsüchtig“ geworden? Wäre dann die Welt ein kleines bisschen besser geworden? Antwort: nein.

Und wenn wir schon dabei sind. Welcher Schwachkopf (oder überambitionierte Beamte im gehobenen bis höheren Dienst, wenn überhaupt) ordnet an, eine Land-Disco (sic!) zu überfallen, junge Menschen ohne Verdacht untenrum zu untersuchen, zu kasernieren und dann zu verkünden, die Operation wäre ein Erfolg gewesen? Statt sich auf den Landstraßen um die besoffenen Totfahrer zu kümmern? Der Schwachkopf hat doch keine Ahnung. Hat er doch. Ist ihm aber egal. Betrunken Auto fahren – akzeptiert. Unter Speed randalieren – weg! Haschisch ist des Teufels und mit Kokain bist du fast schon tot. So sieht man das hier. Weit weg von der Zivilisation...


Euer Tölpel

Dienstag, 7. März 2017

Wer schaltet eigentlich bei Euch Kommentare frei?

pnp.de verbreitet substanzlose Hetze.

Update 15.18 Uhr: Wurde aber schnell gelöscht. Wenigstens lesen sie hier mit.


Freitag, 3. März 2017

Kolumne aus dem aktuellen Bürgerblick

Angeschwärzt und aufgemauert       
                
Lieber Tölpel!

Die Leute, die sich über die Blödheit der Amis aufregen, weil sie Trump gewählt haben, sollten sich alle einmal überlegen, wer in unserem schönen Land Ministerpräsident ist und sich dann fragen, was der Rest von Deutschland über die Bayern denkt. Oder noch besser: Sie sollten einmal die knapp 100 Kommentare auf pnp.de zum Thema „Negerball“ lesen. Um mit Polt zu sprechen: Heutzutage verfassen Menschen im Internet Kommentare, die hätte man früher aus dem Bierzelt hinausgeschmissen. Bei einer Sache versteht der Internet-Kommentator nämlich gar keinen Spaß – dass man ihm seinen Rassismus nicht vergönnt und dass man heute nicht mehr sagen darf, was man früher ganz selbstverständlich gesagt hat.

Es ist auch eine Dreckssauerei, dass einem diese verjudeten Gutmenschen vorschreiben wollen, dass man Krüppel nicht mehr Krüppel, Liliputaner nicht mehr Liliputaner, Schlitzaugen nicht mehr Schlitzaugen, Schwuchteln nicht mehr Schwuchteln und Nigger nicht mehr Neger nennen darf. Nur damit mich auch die dümmsten Schweinebauern aus dem hintersten Bayerwald-Inzuchtdorf verstehen (Darf man das so sagen? Sagen wir hier in der Stadt immer schon.) – man muss es jetzt nicht übermäßig schlimm finden, dass der Negerball Negerball heißt. Aber was ein Großteil der Kommentatoren ohne Bildung und Rechtschreibkenntnisse da an hasserfülltem und widerwärtigem Weltbild durchblicken lässt, ist schon ganz schön gruslig.

„Armes Deutschland“ schreibt da ein Kommentator. „Einen Funken Selbstachtung sollten wir uns schon bewahren,“ schreibt ein anderer. Gerne wird überhaupt das Argument verwendet, dass keine Nation sich diesbezüglich so unterdrücken lässt wie die deutsche. Korrekt. Und wenn die Neger, die jüdische Weltverschwörung und die Untermenschen im Osten uns weiterhin so kleinhalten, provozieren und demütigen, wird’s langsam wieder Zeit, in Polen einzumarschieren, pardon, zurückzuschießen.

Was meinst Du dazu, Du Mongo-Schädel?

Deine Kathi

Liebe Kathi!

Ach, ich finde, man sollte diese Sonderschüler, die meinen, Neger wäre überall auf der Welt außer in Deutschland ein Wort des unbelasteten Sprachgebrauchs, einfach einmal nach USA schicken und die dortigen Ghetto-Neger mit einem freundlichen „yo, niggers (wahlweise auch negros), what’s up“ begrüßen lassen. Die erklären ihnen das dann bestimmt gerne und ausführlich.

Der Scheuer Andi hat der AmSonntag erzählt, dass er sich „einen SPD-Kanzler Schulz beim besten Willen nicht vorstellen kann.“ Ganz ehrlich? Ich kann mir einen Ministerpräsidenten Seehofer auch beim besten Willen nicht vorstellen und frage mich regelmäßig, wann ich endlich aufwache. Auf die Frage, ob er sich das Amt des Ministerpräsidenten zutraut, hat der Andi übrigens geantwortet: „Diese Frage stellt sich nicht.“ Auch das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich diese Frage nicht stellt. Ich kann mir dafür sehr gut vorstellen, wie im Scheuerschen Badezimmer der Defiliermarsch läuft und der Andi vorm Spiegel das Winken übt. Das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Bildlich.

Die PNP hat mich unlängst wieder mit dem Thema erheitert, dass es Menschen wie den Ortsvorsitzenden der CSU Passau-Mitte gibt, die der Meinung sind, es gäbe in der Altstadt zu wenig Kurzzeitparkplätze. Stimmt, das ist ja auch ein weltweiter Trend, in den Innenstädten mehr Verkehr zuzulassen – so wie Rauchen in Kindergärten, Wärmedämmung mit Asbest oder Teufelsaustreibung bei Schizophrenen. Aber der Lokalteil muss halt vollgeschrieben werden. Jetzt warte ich bloß noch drauf, dass einer an der Innpromenade eine Betonmauer bauen oder den Steinweg teeren will. Ist eigentlich irgendwem aufgefallen, dass die Hochwassermauer-Visualisierungen so schlecht sind, dass man sich überhaupt nicht vorstellen kann, wie das dann tatsächlich aussehen soll? Nicht?

Bau mer moi, dann sehng ma’s scho.

Euer Tölpel

Freitag, 3. Februar 2017

Kolumne aus dem aktuellen Bürgerblick

Aufgebauscht und aufgestellt   

Lieber Tölpel!

„150 Flüchtlinge pro Stunde – Wann ist die DDR leer?“, „Deutschland sozialistischer als China!“, „Hitler ließ heimlich Ufos bauen!“, „Macht Harry Potter schwul?“, „Einige Gefährder untergetaucht!“ Liebe Leser des Qualitätsmagazins Bürgerblick! Abgesehen davon, dass es sich bei allen Zitaten um Überschriften aus Tageszeitungen handelt und wir nicht nur wegen der Ausrufezeichen einen Verdacht haben, aus welcher Tageszeitung sie stammen könnten, gibt es doch eine Überschrift, die nicht in die Reihe passt, weil sie eben nicht in der Bild-Zeitung stand. Sie erraten, welche?
Genau. „Einige Gefährder untergetaucht!“ Das stand so und mit Ausrufezeichen auf Seite 5 der Passauer Neuen Presse vom 19. Januar. Das ist insofern bemerkenswert, dass man bisher Ausrufezeichen-Überschriften bei Themen, die eigentlich ein gewisses Fingerspitzengefühl erfordern würden, sonst nur aus der Bild und sonstigen Machwerken kannte. Was soll denn nun ein Ausrufezeichen in einer Überschrift mit dem Begriff „Gefährder“ verdeutlichen? Ganz klar: GEFAHR!!! Wie groß die Gefahr übrigens tatsächlich ist, lässt sich im Artikel nachlesen: „ (...) drei der insgesamt 547 als islamistische Gefährder eingestuften Personen (sind) verschwunden.“ Also einige drei. Oder drei einige.
Noch eine schöne PNP-Überschrift: „OB Dupper: Passauer dürfen nicht durch Gefährder gefährdet werden“. Diesmal ohne Ausrufezeichen, aber trotzdem ganz schön gefährlich. Worum geht’s? In der neuen Passauer JVA, die seit 15 Jahren in Planung und irgendwann gemeinsam mit dem Georgsbergtunnel, der Oberhaus-Seilbahn und der Innbrücke fertig ist, sollen dann unter anderem auch islamistische Gefährder bis zu ihrer Abschiebung untergebracht werden. Also echt nicht, Freunde! Gefährder sind doch gefährlich! Die gehören ganz sicher nicht in eine JVA! Sondern halt einfach irgendwo anders hin.
Oder?
Deine Kathi

Liebe Kathi!
Da bin ich ganz bei Dir, wie wir beim Bullshit Bingo immer sagen. Am Ende des Tages müssen wir für den Wähler das Thema spielen (Bingo, Bingo!): anwohnerverträgliche JVA-Insassen. Heutzutage kannst Du doch so ein Gefängnis locker mit Bauunternehmern, Oberbürgermeistern, Alt-Oberbürgermeistern, Fußballpräsidenten und VW-Vorständen voll machen. Da braucht’s keine Mörder, Kinderschänder oder gar Gefährder-Muselmanen. Das kann ja auch die für ihre Menschenfreundlichkeit bekannte Staatspartei CSU nicht so gemeint haben. Die würde doch in der Nachbarschaft ihrer Wähler niemals gefährliche Menschen einsperren. Da fehlt bloß noch, dass wir in Bayern Atommüll endlagern. Absurd.
Apropos CSU. Guttenberg ist wieder da. Hurra! Der Scheuer Andi hatte schon ein sehr interessantes Treffen mit ihm. Seit die beiden damals an einem Sonntag Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gemeinsam ihre Dissertationen geschrieben ausgedruckt haben, verbindet sie ja eine gewisse Ganovenehre. Wenn es nach dem Seehofer geht, soll der Guttenberg bald den Söder abschießen. Sind ja beide ganz harte Hunde. Vom Guttenberg gibt es sogar ein Foto im AC/DC-T-Shirt. Allerdings mit weißem Hemdkragen drunter. Söder war dafür als Jugendlicher schwer in Nena und FJS verliebt und trug sogar Cowboy-Stiefel und Lederjacke. Das beschreibt ziemlich exakt die Persönlichkeitsstruktur der CSU-Hoffnungsträger mittleren Alters. Gruslig.
Einen leibhaftigen Hoffnungsträger für die Bayern-SPD hat die Süddeutsche Zeitung ausgemacht, nämlich unseren Passauer Oberjürgen. In der Tat findet er sich als Ersatzvorschlag für den armseligsten aller historisch armseligen Bayern-SPD-Vorsitzenden (Pronold, heißt er, glaube ich) in einer SZ-Liste mit Markus Rinderspacher, Natascha Kohnen und sonstigen Charisma-Legasthenikern. Vermutlich hat er sehr gelacht, als er das gelesen hat und dann gleich das Telefon ausgeschaltet und seinen E-Mail-Account gelöscht.

Euer Tölpel