Samstag, 14. Februar 2009

Sternstunden des Journalismus I

Heute: Der Kommentar von Jörg K. im Lokalteil

Nanu? War da was? Eine fade Abhandlung über Allgemeinplätze zur Juristerei. Na gut! Wir lernen heute, daß "Recht nur ein gesetzlich festgeschriebenes Mindestmaß an Moral ist". Und dafür dieses fast unerträgliche Geschwurbel? Da hat ja eine kräfig umgerührte Buchstabennudelsuppe eine komplexere semantische Struktur!

Nun gut, wir wissen, Jörg K. ist "der Mann für's Grobe" in der Lokalredaktion. Da wird gerne mal in einer augenfreundlichen 94-Punkt-Schrift ein Skandal öffentlich gemacht. Wir erwarten ja nicht allzuviel Tiefgang. Aber das war nun gar nichts.

Und so drängt sich die Feststellung auf: "War da was? Da war was!" ... "Aber es ist bestimmt nicht mehr da!" Nämlich: Halbwegs ordentlich geschriebene Kommentare.

Nix für ungut!

(cassiel)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lesz hoid was anders. Shakespeare im Original zum Beispiel!

Leserbrief hat gesagt…

Lieber Herr Jörg K.,

wollten Sie mal Jura studieren und durften nicht?
Wollten Sie mal was vernünftiges lernen und konnten es nicht?

Ihre heutigen Zeilen triefen nur so von einer verschmähten Liebe zur Juristerei. Wo Sie das heute nur alles hergenommen haben. Ich bin erstaunt.
Zwei Juristen drei Meinungen... Was für eine Einleitung! Und wie konsequent von Ihnen aufgeklärt.
Nur leider gefallen Sie sich offensichtlich in den von Ihnen selbst zuvor monierten juristischen Wortklaubereien und verschachtelten Sätzten so sehr, dass Sie sich fast darin verlieren.

Wenn Sie sowas schon kommentieren müssen, dann bitte künftig in die richtige Richtung.
Das Opfer hier ist Herr Zirbs.
Was meinen Sie hat dieser Mann und seine Familie die letzte Zeit aushalten müssen?
Doch hierzu schweigen Sie.

Wir lernen: Nicht nur auf hoher See und vor Gericht legt man sein Schicksal in Gottes Hand, sondern auch bei der Kommentierung der PNP.

Anonym hat gesagt…

Gott würfelt nicht. Die PNP schon.

@ Umfrage hat gesagt…

Warum sollte der OB einen so bescheiden Dienstwagen bekommen?

Er ist immerhin unser Stadtoberhaupt!
Also bitte.
Ich gönn ihm auch einen S6 oder einen gepanzerten schweren BMW.
Unabhängig von der Person finde ich ein OB MUSS ein standesgemäßes Auto fahren. Und wenn sich da ein OB auch noch wehrt finde ich das polemisch, und ein Zeichen dafür, dass er seine Aufgabe nicht kennt.
Die Stadt repräsentieren.

Jonathan Weinert hat gesagt…

@Umfrage

Ihre Argumentation ist wie das Wetter in Passau: Nasskalt, rutschig und es herrschen schlechte Sichtverhältnisse.
Im Gegenteil: Es spricht für einen OB, wenn er auf ein „Bonzen-Auto“ verzichtet. Dafür gibt es umweltpolitische sowie sozialpolitische Gründe. Ein OB muss seine Macht nicht ausleben, auch wenn es andere vorleben.
Der Freiburger Oberbürgermeister (ein Grüner) fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sehen Sie darin eine Schwäche? Ich nicht. Es zeigt einen Politiker, der den Menschen als gutes Beispiel voranFAHREN möchte.
Viele Politiker streben ausschließlich nach Macht und wollen diese repräsentieren – wenn Sie diese Repräsentation mit der Repräsentation einer Stadt gleichstellen wollen, dann sind Sie naiv.

Wenn der Schnee taut, bleibt Dreck über.

@Umfrage hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Weinert,

wüsste ich nicht um Ihre Nähe zur SPD, so hätten Sie sich jetzt geoutet.

Ihre Argumentation ist wie eine Nudelsuppe ohne Nudeln: Durchsichtig, inhaltslos und zum Abgewöhnen.

Jetzt mal Klartext.
Diese "Bonzenautos" sichern die Arbeitskräfte Ihrer Wähler.
Ein OB lebt doch seine Macht nicht mit dem Auto aus. Könnte er ja nur, wenn er etwa absichtlich einen Fußgänger rammt. Und das möchte ich wirklich nicht unterstellen!
Natürlich sehe ich das nicht als Schwäche wenn jemand Rad fährt. Ich fahr auch Rad. -In der Freizeit- Von mir aus kann der OB auch mal Rad fahren. Wenn er keine Termine hat. Offensichtlich wollen Sie Ihrem Parteifreund Dupper zumuten einmal die Woche mit dem Rad nach Landshut zu fahren. Ts ts ts. So jung und schon so bösartig! Freund-Feind-Todfeind-Parteifreund.

Dürfen Sie eigentlich schon Autofahren?

Wenn der Schnee taut kommt der Frühling! So heißt das. Sie Problemdenker.
Ich fahr jetzt heim und lass für Sie so als eine Art Gedenkminute den Motor von meinem 15 Liter Monster eine Minute im Leerlauf brummen.

Jonathan Weinert hat gesagt…

Lieber @Umfrage,

Ihre Argumentation ist wie eine Buchstabensuppe: Willkürlich aneinandergereihte Buchstaben, schlecht gesalzene Pointen; Sie sättigen nicht.

Ich wäre ein verlogener Mensch, wenn ich immer nur das fordern würde, was DER Wähler verlangt. Verlangen Sie Opportunismus von Politikern?
Derjenige der für BMW arbeitet wird sagen: „Na ja, ein Politiker sollte schon BMW fahren. Alleine schon wegen der Arbeitsplätze.“
Der Hartz-IV-Empfänger wird sagen: „Wieso kann sich ein Politiker nicht materiell mäßigen?“
Der Fahrradhändler sagt: „Der soll sich doch mein schönes City-Bike kaufen! Die Fahrradindustrie ist in der KRISE!“
Der Öko sagt: „Ein Politiker sollte öfters Bahn/Bus fahren! Denkt doch an die Umwelt!“
Der Physiotherapeut wird sich denken: „Kann der nicht auch mal zu Fuß gehen?“

Leider lassen sich die Politiker viel zu oft von den Wünschen anderer leiten, als Vernunft und Mut zu beweisen. Nein, ein OB muss nicht BMW fahren. Egal wie die Autoindustrie dasteht. Nein, er muss nicht Fahrrad fahren.
Er kann auch zu Fuß gehen.
Aber vor allem kann er es selbst entscheiden.

Sie sprechen über Eventualitäten. Reine Spekulationen. Wenn ein Politiker einen Termin in einer anderen Stadt hat, dann kann er doch mit dem Auto fahren. Muss es dann ein BMW sein?

Die SPD beeinflusst nicht meine Argumentation – von einer Parteizugehörigkeit lasse ich mich nicht leiten. Wenn dies manche tun, dann haben sie sich selbst aufgegeben. Ich habe eine eigene Meinung.
Sie tun so, als wäre meine Parteizugehörigkeit ein Geheimnis. Ich vertrete GANZ SICHERLICH nicht jede Meinung der SPD. Sie dürfen nicht immer von den Parteischäfchen auf andere schließen. Ich folge keinem Hirten. Ich habe eine vernünftigere Ansicht von Demokratie.
Und wo wir schon dabei sind: Im Gegensatz zu anderen Politikern bin ich von einer Partei nie abhängig gewesen. Deswegen habe ich auch eine klare, ehrliche Meinung. Die kommt in einer Partei nie gut an.
Wenn der OB CSU’ler oder sonst was wäre – es würde keine Rolle spielen.

Wenn der Schnee taut, der Frühling kommt, die ersten Blüten blühen, stimmt, dann ist das Alte, Ausgelaugte längst Vergangenheit. So wie Sie.

@Umfrage hat gesagt…

N' Abend Herr Weinert,

Wissen Sie was. Der BMW Mitarbeiter hat verstanden dass jeder einen BMW kaufen sollte.
Der Fahrradhändler hat recht. Jeder sollte mindestens drei Räder haben. Am Besten sogar 9. Eines für die Stadt, ein Rennrad und ein Moutainbike. Jeweils in den Farben schwarz, grau und rosa.
Der Öko hat nicht recht. Es nutzt nix, wenn die Politiker Bus fahren. Jeder Politiker sollte sich einen eigenen Bus kaufen. So einen voll ausgestatteten Tourbus wie ihn sonst nur Rockstars haben. Jeder Bürger sollte auch so einen Bus haben. Für die kleine Einkaufstour im ECE.
Und für den Physiotherapeuten sollten wir alle mal ordentlich einseitig belasten und einfach mal zwei Tage die Woche auf einem Bein springen.

Alle diese Menschen haben absolut recht! - Nur Sie leider nicht.
Diese Menschen haben nämlich verstanden dass unsere Wertschäpfung nur mit Konsum funktioniert.
Das Geld, das Sie verteilen wollen, muss erst mal erwirtschaftet werden. Wenn nix zu verteilen da ist kann nix verteilt werden.

Verstehen Sie nicht?
Ok. Dann mal ein Beispiel für Sie. Wenn niemand mehr krank würde, wären Sie arbeitslos.
Jetzt klarer?
Tja, die Wahrheit tut weh.
Augen verschließen hilft aber auch nix.

Schlaf gut John-Boy!

Jonathan Weinert hat gesagt…

@Umfrage

Hier geht nicht um eine allgemeine Diskussion um Konsum. Ich bin kein linker Politiker. Ganz sicher nicht.
Es geht hier um eine individuelle Frage und ehrlich gesagt interessiert es mich einen Dreck, was der ein oder andere will. Ein OB hat das Recht, sich aussuchen zu dürfen, auf welche Art er in die Arbeit kommt.
Will ich denn Geld verteilen?
Lieber Anonym, Sie interpretieren, doch wirkliches Wissen haben Sie nicht. Sie glauben, ich wolle Geld verteilen. Nein, sicher nicht.
Sie denken viel zu viel – und das Falsche.

Wenn kein Mensch krank wäre, dann wäre dies gut. Ich im Übrigen werde nach meiner Ausbildung nicht weiter meinen Beruf ausführen (bis Mitte März noch). Die drei Jahre waren vergeudet. Ich gehe in eine Branche, wo es um KONSUM geht.

Und lieber Anonym: Sie sind ein schwaches Etwas, denn Sie können nicht mal sagen, wer Sie wirklich sind. Sie spekulieren darüber, was ich hätte wollen können. Aber mit Ihren Spekulationen liegen Sie falsch. Sie glauben ich sei links und wolle das Geld verteilen – total falsch.
Ihre Argumente, diese billige Rhetorik tut mir nicht weh. Sie können mir gar nichts. Sie können nicht gewinnen. In keiner Debatte, mit keinem Wort.
Hier sind Sie der Verlierer.
Und Sie werden es immer bleiben. Egal wer sich hinter diesem Namen verbirgt.

cassiel hat gesagt…

Grundsätzlich begrüßt es Wahlinfo-Passau, wenn sich rege Diskussionen entwickeln. Es sollte allerdings nicht persönlich werden.

DENN:
Persönlich werden höchstens wir! ;-)))

@ Umfrage hat gesagt…

Gib ihnen eine Bühne und sie demaskieren sich selbst...
Immer wieder schön mit anzusehen!

Herr Weinert, vielen Dank für den -wie umschreibt man das positiv- ah ja engagierten Beitrag. Sie waren wie immer bemüht und haben zufriedenstellend argumentiert.

Wie? Diese Formulierungen kennen Sie aus Ihren Zwischenzeugnissen?
Na dann viel Erfolg mit Ihrer Bewerbungen bei 9Live.

Cassiel vielen Dank für die Moderation, aber was kümmert es den Mond wenn ihn ein Hund anbellt.

Eine Frage noch Herr Weinert.
Wenn Sie jetzt dann die Arbeitsstelle wechseln, besteht da die Chance dass Sie auch die Stadt wechseln? Sie würden uns ja schon fehlen. Glaub ich . Naja, es käme auf einen Versuch an. Los! versuchen Sie es. Die Welt gehört Ihnen. Oder Sie warten noch bis Mai. Da sind die Fahrgeschäfte wieder in Kohlbruck, da werden immer junge Männer zum mitreisen gesucht. Ich glaub an Sie! Sie packen das!

cassiel hat gesagt…

2. Ordnungsruf...

(Beim 3. wird der Diskussionsstrang geschlossen und dann werden die Rufe "Zensur" wieder laut.)

Nur um Mißverständnissen vorzubeugen: Hier geht es keinesfalls demokratisch zu! ;-)

@Umfrage hat gesagt…

Cassiel wenn das so ist, dann bin ich größzügig und überlasse sehr gerne Herrn Weinert den letzten Ordnungsruf und somit den letzten Beitrag in diesem Diskussionsstrang.

Hier geht es nicht demokratisch zu? Demokratie wird eh überschätzt. Ein wohlwollender Tyrann. So wie bei Euch hier. Das wär die Lösung.

psychiater hat gesagt…

Sagen Sie mal, Herr Weinert: Waren Sie als Kind mal verschüttet?

@ Umfrage hat gesagt…

Klarstellung: Die Bemerkung "Was kümmert es den Mond wenn ihn ein Hund anbellt" bezog sich nicht auf cassiel.
Falls das der Grund für den Ordnungsruf war.

Und eine Bitte. Lassen Sie Herrn Weinert noch auf unsere Fragen antworten... Wir sind doch so gespannt!

cassiel hat gesagt…

Nein, Herr Umfrage,

das haben wir auch so nicht verstanden. Aber ab sofort ist der Präsident wieder online und schaltet die Kommentare frei...

J. Weinert hat gesagt…

:-))))

Jeden Tag einwenig Streit stiften und es war ein guter Tag. Dankeschön, lieber Unbekannte.

(:

@Umfrage hat gesagt…

Leider wieder falsch.
Ich wollte sicher keinen Streit stiften. Eher unterhalten.

Wenn Sie sich die Abseitsfalle aber selber stellen kann ich das bei aller Großherzigkeit auch nicht verhindern und sehe dann natürlich genüsslich mit an wie Sie in selbige hineinlaufen.

Nix für ungut.
The show must go on!

Jonathan Weinert hat gesagt…

Alles klar. Dann haben wir ja alles geklärt: Sie interpretieren wieder und ich weiß bescheid. Vielen Dank.

J. W. hat gesagt…

Im obigen Kommentar sagte ich: „Ich im Übrigen werde nach meiner Ausbildung nicht weiter meinen Beruf ausführen (bis Mitte März noch). Die drei Jahre waren vergeudet.“

Ich möchte diese Aussage revidieren – da habe ich mich von meinen Emotionen habe leiten lassen. Ich schäme mich nicht, lieber Anonym, eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gemacht zu haben. Der Ausdruck „Vergeudung“ bezog sich darauf, dass ich in naher Zukunft nicht mehr in diesem Metier weiterarbeiten werde und ich hätte früher meinen „Traumjob“ finden können. Ich habe in diesen drei Jahren viel gelernt.
Mir ist es wichtig, dies noch loszuwerden, da ich keinen falschen Eindruck hinterlassen möchte, der missverstanden werden kann.

Übrigens: Es ging in unserer Debatte nie um das Ankurbeln der Wirtschaft durch das Kaufen von einem BMW oder sonstigen Fortbewegungsmitteln, sondern nur darum, einem OB das Recht zu überlassen, sich selbst aussuchen zu dürfen, welchen Dienstwagen er präferiert.
Wenn Sie dies zum Anlassen nehmen, daraus eine globale Debatte über die Finanzkrise zu schüren und über das „Verantwortungsbewusstsein“ eines OB’s zu sinnieren, dann haben Sie nicht verstanden, warum es in der Debatte ging.
Denn andererseits handelt ein OB wirtschaftlich (für die Stadt), wenn er keinen „sauteuren“ Dienstwagen kauft, sondern stattdessen das Geld in nützlichere Dinge investiert wird. (Halbtagsstellen, Schulden tilgen etc. pp)
Ich weiß ja nicht, in welchem Metier Sie tätig sind, aber Wirtschaft ist nicht so einfach, wie Sie es sich machen.

Schönen Gruß

@ Umfrage hat gesagt…

Na das lesen die Personalchefs vom Klinikum ja sicher gerne. Da wird die Bewertung im Abschlusszeugnis doch noch mal umformoliert.
Machen Sie sich wegen dem Eindruck den Sie hinterlassen mal keine Sorgen. Wenn Sie das wirklich interessieren würde müssten Sie sich ja auch die Meinungen der anderen Poster zu Herzen nehmen. Und das tun Sie ja auch nicht, wie Sie immer wieder betonen.

Mit einem haben Sie recht. Es ging ursprünglich um etwas anderes. Davon bin ich aber dann gerne abgekommen, weil es einfach viel schöner ist Sie ins Abseits laufen zu lassen.
Sorry, aber ich wollte doch nur spielen.

In welchem Metier ich tätig bin? In genau dem von dem Sie -pardon- keine Ahnung haben. In der Wirtschaft. Damit meine ich nicht die Wirtschaft, in die Sie vielleicht gerne mit Ihnen Pflegerfreunden auf einen Latte gehen, sondern die echte.

Schuster bleib bei Deinen Leisten.

Alles Gute für Ihre Umorientierung. - Die berufliche...

Jw hat gesagt…

Ich habe es Ihnen schon einmal gessagt: Ich habe hier nicht verloren. Ihre Rhetorik ist mies und wird es auch bleiben. Sie haben keine Ahnung.
Ich relativiere keine Aussagen, um mir die Gunst mancher Menschen zu erkaufen oder pos. Bewertungen zu erhalten. Ich verbiege mich nicht. Sie schon.
Sie Wirtschaftswunder.

@ Umfrage hat gesagt…

Was soll denn immer dieses Gewäsch mit "ich habe nicht verloren, Sie haben verloren, Sie haben keine Ahnung,..."?
Bringt doch nix. Und so ernst sollten Sie es auch gar nicht sehen.

Bleiben Sie mal locker in der Hüfte.
Es geht doch hier um Unterhaltung.