Samstag, 28. März 2020

Heute mal ohne Satire

Nachdem ja jetzt zum Einen die drei Hochbegabten von der AmSonntag beschlossen haben, Satire zu produzieren und der Präsident zum Anderen von vielen Lesern gebeten wurde, eine Wahlanalyse abzugeben, soll nun einmal so etwas in der Art versucht werden.

Was ist passiert? Vor einem halben Jahr hätte sich wohl kaum ein Passauer – der Oberbürgermeister und seine SPD eingeschlossen – vorstellen können, dass es im März ohne Stichwahl abgeht. Nicht wenige liebäugelten mit einem Wechsel und Steiner war nach der ursprünglichen Belustigungspersonalie Dickl ein immerhin ernstzunehmender Herausforderer. Steiner war entschlossen, geradezu enthusiastisch und entwickelte eine ziemliche Dynamik. Selbst Leute, die noch nie im Leben CSU gewählt haben, dachten mal kurz über Georg Steiner als Oberbürgermeister nach.

Wenige Monate später war Game over – und zwar nicht erst am 15. März, sondern schon einige Wochen vorher. Also – was ist passiert? Natürlich sollte man kurz erwähnen, dass OB Dupper so ziemlich alles richtig gemacht hat. Steiner und seine Sekundanten haben hingegen – sagen wir mal – nicht alles ganz richtig gemacht. Aber was wirklich alle – auch langjährige Politikbeobachter – brutal unterschätzt hatten, war die Bösartigkeit und die Macht der Parteifreunde und des Schmierenjournalismus. Insofern braucht man sich, will man das Wahlergebnis verstehen, nicht mit der SPD beschäftigen. ÖDP, Mangold – geschenkt, war klar. Für die Grünen gilt zur Zeit, was früher für die CSU galt: Hätten sie 44 Salatgurken aufgestellt, wären es auch nicht weniger Sitze geworden. Also sollte man sich mit der CSU beschäftigen.

Steiner hatte – wenn wir wieder an die anfänglich aufkeimende Wechselstimmung zurückdenken – kein gutes Ergebnis. Die CSU holte neun Sitze, drei weniger als vorher: ein ziemlich schlechtes Ergebnis – vorsichtig formuliert. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die CSU bayernweit mit minus 5,4 % (in Passau minus 5,7 %) das schlechteste Kommunalwahlergebnis seit kurz nach dem Krieg hatte, die Passauer CSU allerdings 2014 vier Sitze (minus 7,8 %) verlor, während die CSU bayernweit nahezu keinen Verlust hatte. Somit ist der ungeschlagene Wahlverlierer in Prozentpunkten immer noch der damalige Kreisvorsitzende Waschler. Soviel mal zu den harten (sehr harten) Fakten.

Ich mache das jetzt mal wie die AmSonntag und behaupte ohne Namens- und Quellenangabe: Viele langjährige und eingeweihte Beobachter sind sich einig, dass diese Wahl wieder (ohne die Fehler von Steiner und Putzke unter den Tisch zu kehren) großteils von Waschler und seinen willigen, gedemütigten, auf Rache sinnenden Helferlein verloren wurde – und zwar mit System und voller Absicht. Das aktivste Wahlkampfteam für den amtierenden OB waren der Strippenzieher und Dickl and Friends. Steiner hat verloren, die CSU hat verloren, Waschler hat wieder einmal gewonnen und Dickl wahrscheinlich auch. Dem Scheuer ist das zwar alles ziemlich wurst, was in diesem Provinzkaff passiert, er unterschreibt aber vorsichtshalber mal einen Brief – weil eins kann er, der Andi: immer wissen, auf welcher Seite man gerade stehen muss.

So viel Obstruktion und Zerstörung schafft man allerdings nicht, wenn man nur im Haustürwahlkampf Stimmung gegen Steiner macht, da braucht man schon noch die Medien dazu. Und die waren nicht nur willig, die waren richtig heiß. Also zumindest die drei Wortakrobaten, die jetzt im sechswöchigen Corona-Zwangsurlaub mit Dartpfeilen auf Putzke-Fotos werfen. Da war kein Mittel zu schmutzig, kein Thema zu primitiv und keine Ehrverletzung zu abstoßend. Tenor: Der hinterlistige Zuagroaste hat bei uns nichts verloren. Nur für die Chronik: Solche Sachen haben die echt geschrieben. Selbst nach der Wahl konnte man sich das Nachtreten nicht verkneifen und bildunterschriftete: "So sehen Verlierer aus." Wer über ein solch ethisches Grundgerüst verfügt, scheut sich auch nicht, Hetzleserbriefe mit Fake-Namen (Ja, Du, Samuel) zu veröffentlichen. Hinrichtungsjournalismus at its best.

So war das also. Und kaum ist das Ganze mit der neuen CSU vorbei, scharren schon die von der ganz neuen CSU mit den Hufen. Ein Hybrid aus Gewerkschafter und CSUler, ein politisch Diverser also, namens Zwacklmann, der bis dato nur durch Peinlichkeiten auffiel, erklärt heute in der PNP allen die Welt. Aufgepasst, Dickl, der positioniert sich. Kreisvorsitzender von irgendeiner Sekte ist er auch schon. Zwacklmann, geh Du voran.








Kommentare:

Arno Nym hat gesagt…

Schon kurios: den „Brandbrief“ eins zu eins wiederzukauen ohne eigenen Beitrag und Gedanken bringt einem drei Spalten mit Foto ...

Peter hat gesagt…

Ich zitiere mich selbst aus Facebook:
Ich bin immer wieder erstaunt, welche inkompetenten Luftnummern seit Jahren in der Passauer CSU sitzen.
Ein Bundesminister mit BlaBla Studium und tschechischen Doktortitel, der nicht in der Lage ist, eine Vignette auf eine Autoscheibe zu kleben. Aber Zeit hat sich im Stadtrat rumzutreiben.
Auf der anderen Seite ein ehemaliger Prof. mit Dr-Titel, Religionslehrer und MdL, der sich in der Regel dadurch auszeichnet, im Wettbewerb mit dem Passauer OB zu stehen, wer am Öfteren in der PNP abgebildet ist und sich bei jeder Veranstaltung a la Taubenzüchtertreffen ins Bild stellt.
Beide führende „CSU-Größen“ schaffen es nicht, „ihren“ Laden ordentlich zu führen.
... und diese beiden fordern den Rücktritt von Prof. Dr. Putzke? Sorry, hier ist in meinen Augen etwas Selbstreflexion bei den beiden Herren notwendig
Unabhängig davon, dass wir uns gerade in einer der schwersten Krisen befinden, ist es jetzt kurz nach der Wahl nicht angebracht, eine derartige Diskussion zu starten. Die beiden Herren sollten sich verziehen und ihren Job richtig machen, für den sie auch bezahlt werden.
Der eine in Berlin und der andere in München.
... und a la Dieter Nuhr vielleicht einfach mal die Fresse halten

Beobachter hat gesagt…

Stimmt alles. Merci, Präsi.

Anonym hat gesagt…



Danke für die – etwas einseitige – Wahlanalyse. Im Regelfall lese ich immer gerne deine satirische Aufarbeitung der Passauer Lokalpolitik, aber hier gehe ich nicht wirklich ganz d’accord mit dir. Bei dass es anfangs unerwartet war KEINE Stichwahl zubekommen bin ich noch dabei. Auch dass es mehrere Gründe gibt für das „sensationelle“ Wahlergebnis der Schwarzen. Aber den Löwenanteil an dem Ergebnis haben schon die zwei Vortänzer Steiner und Putzke.

Ob Dickl der richtige oder bessere OB-Kandidat ist lässt sich sicher streiten aber wie ihm seine Parteifreunde eine Woche vor der Nominierung in den Rücken gefallen sind war auch sagenhaft, selbst für CSU-Passau-Verhältnisse. Dass dieser dann nicht an vorderster Front für Steiner Werbung macht, na das müsste Georg doch einleuchten oder?!

Was Waschler mit der Sache zu tun haben soll weiß ich ehrlich gesagt auch nicht recht, bis auf einem Wahl-Plakat (mit Georg Steiner) ist mir der Herr Professor nicht mal aufgefallen im Wahlkampf.

Aber kommen wir zu dem kongenialen Duo Putzke-Steiner. Die haben nicht gerade mit überragender Themensetzung brilliert. Eine Rolltreppe bzw. Aufzug in der Altstadt, Fußgängerzone für Fahradfahrer öffnen, einen Radweg an der Ilz (der schon mehrmals in verschiedenen Varianten abgeleht wurde), Frauenname für die Uni und so weiter und so fort. In meinen Augen hat diese Ideen.Mut.Taten dann auch der Wähler abgestraft.

Dass Dupper weiterhin OB ist, ist für Passau angesichts dieser Verhältnisse nicht das Schlechteste.

Oder sehe ich das komplett falsch?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Hier ist nichts komplett falsch, hier sind nur Profis. Allerdings könnte man, wenn man sich denn duzt, auch unter seinem Klarnamen schreiben.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Otto hat gesagt…

Zitat: "Dass Dupper weiterhin OB ist, ist für Passau angesichts dieser Verhältnisse nicht das Schlechteste."

Sehe ich auch so. Wobei ich nicht weiß, wie gut Steiner es gemacht hätte.

Trotzdem ist die Kritik an den Parteifreunden und der Am Sonntag mehr als berechtigt.

Anonym hat gesagt…

Erinnert mich ein bisschen an:

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/dolchstosslegende.html

Wenn die Herren Steiner und Putzke meinen die Schuld anderen in die Schuhe schieben zu können muss man hier an folgendes erinnern:
Die beiden haben eine Zweimann-Show aus dem Wahlkampf gemacht. Die Kandidaten auf der Liste waren größtenteils absolute Nonames - eine Liste die sie übrigens auch im Alleingang zusammengestellt haben.
Putzke verhängte Maulkörbe an seine Mitglieder, Steiner hatte Visionen die keinen interessiert haben.
Irgendwie spannend wie Herr Hasenöhrl hier auf die Idee kommt das Waschler, Scheuer oder Dickl... an dem katastrophalen Ergebnis schuld sein könnten. Ein Schelm der böses dabei denkt.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Steiner und Putzke haben Fehler gemacht – habe ich geschrieben.

Dickl und Co haben gegen Steiner und Putzke gearbeitet – ist keine Idee, sondern ist so passiert.

Anonym hat gesagt…

Ich verstehe nicht inwieweit "Dickl und Co" wie sie sie nennen gegen Steiner und Putzke gearbeitet hätten. Nur weil sie ein paar Plakate aufgestellt haben und einen eigenen Facebookauftritt hatten? Ist das ihr Ernst?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ich habe nicht geschrieben, sie hätten dagegen gearbeitet, WEIL sie Plakate aufgestellt haben. Diese sonderbare Verknüpfung kommt von Ihnen.

Anonym hat gesagt…

1. "Nonames auf der Liste? Der Unipräsident, ein Alt-OB. Also so eine hochkarätige Liste habe ich in 30 Jahren nicht gesehen. Und trotzdem halten es einige Grazien für notwendig, zur Nominierungsversammlung zu kommen und gegen die Liste (und übrigens auch gegen die Ersatzkandidaten, anti gegen alles und so) zu stimmen. Gibt ja schließlich wieder n negativen Zeitungsartikel, hihi

2. Hauptkritikpunkt ist ja, "langjährige und wohlgediente Mitglieder" seien bei der Liste nicht berücksichtigt worden- das sind übrigens genau die, die in epischen, abrechnenden Zeitungsartikeln erklärt haben, dass sie für die Liste nicht zur Verfügung stehen werden.

3. Putzke/ Steiner haben nicht alles richtig gemacht. Vielleicht waren die Themen nicht ganz das, was die Leute interessiert hat, vielleicht war Putzke dem gemeinen Passauer zu besserwisserisch und intellektuell. Aber was doch auffällt ist, dass nur bei der CSU so intensiv nach Fehltritten gesucht, jedes Wort im Mund umgedreht und alles auf der Titelseite des Lokalteils verbraten wurde. Was waren denn die Themen eines Herrn Koopmann? Wer schreibt über die Bedenken eines Herrn Rother, er würde auf einem schlechteren Platz als 10 nicht kandidieren? Nur bei der CSU wurde alles so in seine Einzelteile zerpflückt und sich auf Fehltrittchen gestürzt wie hungrige Hyänen. Und ganz vorne Dickl and friends mit Basti auf der Kurzwahltaste, die ihm vorsorglich einfach mal alle Insiderinformationen weitergeleitet haben und er brauchte sich nur noch aussuchen, was man medial ausschlachten kann (also das weiß ich nicht sicher, so stell ich's mir aber vor). Man hat das Gefühl, in Passau hat sich eine regelrechte Mobbingmentalität gegen Putzke/ Steiner entwickelt, auf die leider viel zu viele aufgesprungen sind.

4. Gutes Beispiel dafür: kritisiert wird die Zweimannshow. Kann man machen. Aber dass z.B. die SPD seit Jahren nur ihre eine große Galionsfigur Jürgen Dupper hat und somit sogar eine Onemanshow zelebriert, das interessiert halt keinen. Ist ja schließlich nicht die CSU. Und P.S. das ist bei vielen anderen Parteien auch nicht anders, aber psht.

5. Das mit dem Maulkorb hab ich auch nie verstanden. Was ist an "hört bitte auf zur Presse zu rennen um unserer Partei damit nicht weiter zu schaden" verkehrt? Ach ja, kommt ja vom Putzke. Da könnte man mal genau das tun, was unserer Partei schadet und "ich lass mir aber von dem Saupreißen den Mund nicht verbieten" schreien

6. Und der arme Dickl. Der wurde so unfair abgesägt. Also jetzt mal ganz ohne Ironie, das war wirklich nicht nett! Auf einen Schlag wurden ihm alle feuchten Politikerträume genommen. Aber wer den Kerl mal 2 Minuten bei der Arbeit beobachtet hat, der wäre auch am 5. Juli zur Nominierung gerannt und hätte "alles nur nicht der!" auf den Stimmzettel geschrieben. Also er ist ja echt n netter Kerl, aber leider fürchterlich inkompetent. Da ist er 6 Jahre Fraktionsvorsitzender und kriegt nichts auf die Reihe, reicht Anträge nicht ein, lügt, er habe es doch getan etc.

7. Ich bin überzeugt, dass das Ergebnis mit einem OB Kandidaten Dickl besser gewesen wäre. Denn da hätten sich "die anderen" zwar geärgert, aber nicht in so schadenfreudiger, systematischer und absolut ekelhafter Manier dagegen gearbeitet. Jetzt ist die Wahl verloren, die CSU hat 3 Sitze verloren, weniger Gestaltungsmöglichkeiten und die ca. 20 Leute in der Partei, die zwar wenig aber unfassbar laut sind können sich auf die Schulter klopfen und selbstgerecht "denen haben wirs aber gezeigt!" säuseln. Bravo!

Anonym hat gesagt…

Es wurde mir mal vor der Wahl folgende Meinung über Herrn Putzke und Herrn Steiner mitgeteilt.


DER MYTHOS VON DEM JÜNGLING NARZISS:

In Ovdis Mythos verliebt sich der Jüngling Narkissos aus der griechischen Sage so sehr in sein eigenes Spiegelbild im Wasser, dass er sich nicht davon lösen, es aber auch nicht erreichen kann - bei dem Versuch, sein Spiegelbild zu küssen, ertrinkt er.



Jedesmal wenn ich etwas über die Beiden lese kommt mir die Aussage dieser Person in den Sinn.

Anonym hat gesagt…

Witzig, die gleiche Geschichte kenne ich über Gerhard Waschler. Jedesmal, wenn ich ihn sehe oder etwas lese, muss ich daran denken.

Anonym hat gesagt…

Hat der Präsident das schon gelesen?

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3112084632136296&id=100000043706105

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ja, wurde mir natürlich zugespielt. Sehr sehr lustig! Köstlich vor allem die lustigen Namen – ein Talent!

Anonym hat gesagt…

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3112084632136296&id=100000043706105

Zu feig, um sich damit auseinanderzusetzen?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Setze mich nicht mit Verschwörungstheoretikern auseinander. Spinner, Sektierer, Social-Media-Hetzer sollte man ignorieren. Don't feed the troll – in diesen Zeiten noch wichtiger.

Anonym hat gesagt…

Du solltest aufpassen. Dich braucht hier keiner. Einfach vorsichtig werden, einverstanden "Präsident"?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Das war jetzt noch einer der harmloseren Kommentare seit gestern. Respekt, Zivilgemeinschaft!

wahlinfo-passau hat gesagt…

Würde den Shitstorm freigeben, wenn er nicht zu persönlich wäre. Wir hatten schon bessere Zeiten.

Anonym hat gesagt…

Dass der Präsident gerne zuspitzt, davon habe ich als Leser auf dieser Seite schon oft profitiert. Macht Spaß hier.

Die Zuspitzung, Herrn Waschler, Herrn Dickl & Co. die Schuld am schwachen Abschneiden der CSU zu geben, ist meiner Ansicht nach nicht zutreffend.

Herr Steiner und Herr Putzke haben verloren, weil sie sind, wie sie sind. Hätten sie noch länger Wahlkampf machen dürfen, wäre die Niederlage noch deutlicher ausgefallen.

Dass Herr, Waschler, Herr Dickl & Co. Herrn Steiner und Herrn Putzke nicht unterstützt haben und ihre Gegnerschaft z.T. demonstrativ zeigten, verschärfte das Debakel, war aber nicht entscheidend.

Herr Dickl hat natürlich keineswegs OB-Format. Er wäre chancenlos gewesen. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung hätte er noch schlechter als Herr Steiner abgeschnitten. Meine Einschätzung muss allerdings keineswegs stimmen, wenn ich mir sein respektables Stadtratsergebnis ansehe.

Die Ergebnisse sind ohnehin verwirrend: Dass Herr Scheuer nach vorne gehäufelt wurde, verwundert doch sehr.

Was bisher zu wenig thematisiert wurde: Das Scheitern der neuen CSU ist auch für die alte CSU ein Debakel. Der Bruch innerhalb der Partei hat verhindert, dass eine notwendige, moderate Erneuerung stattfand. Sechs Jahre vertreten nun nur alt-gediente Stadträte die Partei im Rathaus. Einige Stimmensammler davon werden bei der nächsten Wahl definitiv zu alt sein, andere haben ihren politischen Zenit deutlich überschritten (Herr Waschler, Herr Scheuer...). Das Ergebnis wird weiter sinken.

Mich freut's.

Anonym hat gesagt…

Ich glaube auch nicht, dass der Präsident in jedem Punkt Recht hat, aber er ist im Vergleich mit diesem Facebook-Möchtegernkomiker der erheblich bessere Satiriker.
Und nachdem ich in meiner Jugend jahrelang unter der kleingeistigen Bräsigkeit der Janik-PNP gelitten habe, finde ich es fast erheiternd, dass die Presse jetzt die CSU-Granden mit Schmutz bewirft. Das Niveau ist zwar recht betrüblich, aber halt Passauer-Presseerzeugnisse-Standard.

Anonym hat gesagt…

Ich teile nicht immer die Sichtweise des Präsidenten. Aber hier muss man doch eine regelrecht seriöse Analyse attestieren. Man mag es anders sehen, kann dann aber keine objektive Sicht der Dinge für sich in Anspruch nehmen. Ohne Frage war und ist Armin Dickl im Umgang ein netter Kerl. Als OB-Kandidat war er hingegen von Beginn an eine Karrikatur, die das personelle Dilemma der Passauer CSU noch einmal nachdrücklich verdeutlicht hat. Steiner hingegen hat auf Attacke statt auf Kuschelkurs gesetzt, hat sich in den unendlichen Weiten seines Aktionismus schier verlaufen. Dass Steiner von Beginn zahllose Fehler beging steht gleichfalls ausser Frage. Beide Seiten tragen ihren Anteil am Desaster. Entsprechend sollte auch beide kleine Brötchen backen und lieber zueinander finden, als ein komplettes Auseinanderbrechen der Passauer CSU zu riskieren. Allein - die Hoffnung stirbt zuletzt. Die vernunft geht meist voran ...

Anonym hat gesagt…

Ich bin verdattert. Laut PNP sei es vorstellbar, dass OB Dupper A. Dickl evtl. zum Bürgermeister küren lässt. Und dazu noch Frau Träger.

Frau Träger hat kein überragendes Wahlergebnis geliefert, ihre Arbeit als Bürgermeisterin beurteilen viele jedoch als gut. Aber dennoch?

Ganz unverständlich erscheint es mir, Herrn Dickl sechs Jahre lang als Bürgermeister sich das aneignen zu lassen, was ihm so bitterlich fehlt: politische Statur. Das wäre doch hinsichtlich der Zeit nach Dupper ab 2026 falsch. Und das, nachdem sich aus der eher übersichtlich gesäten SPD-Nachfolge-Kandidaten endlich mit Herrn Rother ein passabler Kandidat herausschält.

Ich weiß, wie wenig der Präsident Herrn Mangold mag. Aber dessen Stadtrats-Wahlergebnis war gut. Und wenn man den Mangold gar nicht mag und den Synek auch nicht, dann müssten sich doch bei den Wahlgewinnern Grüne und ÖDP (da wüsste ich schon jemanden, der querbeet geschätzt wird und ein gutes Wahlergebnis hat) doch noch andere Namen finden lassen.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ich mag den Synek.

Trama werd mer wohl noch derfe hat gesagt…

Ich habe ein kleines bisschen ein Einblick. ich bild mir aber nichts drauf ein, ist halt nur so.

der Dupper wurde aus zwei Gründen gewählt: weil er der Jürgen ist. Und weil du keinen Touristenfachmann brauchst, der bei Hochwasser überlegt, wie er die Gäste in die Stadt lockt, das Wasser anzuschauen (gar nicht so abwegig, dass er so was täte). Und weil du den Putzke nur einmal live erlebt haben musst, damit du kapierst, dass hier Waschler II, Scheuer 0.5, Berlin 6.0 und Arroganzia von Ultimo Einzug gehalten hätten im Rathaus. Und weil der Dickl noch ein Bub ist. Und weil der Jürgen zwar in der Zentrale so langsam ähnlich korrumpiert wie der Schmöller zum Schluss und der Zankl von Anfang an, aber der Jürgen einer ist, mit dem musst du dich nicht schämen, wenn der Chinese in der Stadt ist und investiert. Die Erika ist ein ganz ein wertvoller Mensch, das mein ich ganz ohne Rührung. Sie macht ihre Arbeit in aller Stille. Und die Frau ist vielleicht nicht so geeignet für Verkehrspolitik, aber das muss sie ja nicht sein. aber sie kann all das andere, wo man das grauen kriegt, wenn man denken müsste, dass der Putzke oder der Steiner so was auch tun täten. Der Mangold ist der Mangold, und der Synek der Synek, und man muss schon auch froh sein, dass zb dem Urban das Großstädtische fehlt, aber wann ist Passau das je gewesen? Und der synek ist ein Sacharbeiter, wo du froh sein musst, dass es so einen auch gibt. Und wieder muss ich Dickel Putzke und Co ins Bild rücken: Die sind alle zu wenig auf die Passau-Dimension angepasst. am ehesten vielleicht noch der Dickl, aber der dann wieder so, dass man für ihn erst mal in haidenhof Nord einen stadtteilbürgermeisterlerhlingsposten muss einrichten. wenn der Coach ist, dann bin ich derjenige, der dem Papst Sünden vergibt. Und wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein, also, wenn der synek und der Jürgen und der Urban und die Erika mal Mist bauen, dann ist das halt so, aber beim DickePutzkeSteiner musst du immer angst haben, die bauen Dauermist, weil die sind so mit sich beschäftigt. Da muss man wirklich dankbar sein für alles was ein Glück ist. so, das warn jetzt die zwei Punkte. Weil er der Jürgen ist und der ganze Rest. Ne, einen hab ich noch

PS: Der Denk vom Bürgerblick wär ein geiler OB. Der wär auch noch sein eigener Pressesprecher. Der tät dann jeden tag aufschreiben, was der Corona in der Welt treibt, un dann könnt der gemeine Passauer sagen: mei, uns gehts doch gold! Man wird ja noch träumen dürfen.

Anonym hat gesagt…

Herr Dickl wird Bürgermeister.
Herr Koller (krachend gescheiterter Landtagskandidat und Thyrnauer Bürgermeisterkandidat, Kämpfer gegen das Rauchverbot, Held der sog. konventionellen Landwirtschaft, vom Präsidenten beschrieben als, als ob seine Mama ihm gerade eine geschmiert hat) wird stv. Landrat.

Das muss man nicht verstehen.