Samstag, 2. Januar 2021

Der Asylant, Teil 2

Teil 1 lesen Sie unter diesem Beitrag.

1. Januar 2021, 1 Uhr 25. Der Passauer Stadtbrandrat Andreas Dittlmann ist gerade von einem Feuerwehreinsatz zurückgekehrt, als das Mobiltelefon einen anonymen Anruf meldet.

Telefon (spielt ein Lied als Klingelton): "Alarm, es kommt ein Notruf an. Feuerwehrmann Sam ist unser Mann. Ganz egal, was auch passiert, er bleibt ruhig und konzen.."

Dittlmann: Na sauber. "Anonym" mitten in der Nacht. Hallo?

OB: Herr Dittlmann, hallo? Hier ist Dupper.

Dittlmann: Welcher Dupper?

OB (zu sich selbst): Ich habs gwusst, dass mich der gleich wieder nervt. (Zu Dittlmann:) Gute Frage, Herr Dittlmann. Was glauben Sie? Dass Sie in der Silvesternacht um halb zwei Uhr früh der Leiter des Sozialamts Dupper oder vielleicht doch der OB Dupper anruft? Na?

Dittlmann: Dann rufens mich halt bittschön mitten in der Nacht nicht mit "anonym" an. Des wär echt nett. Warum rufens denn überhaupt an? Habens an Zimmerbrand? 112.

OB: Ich rufe Sie in Ihrer Eigenschaft als erfahrener Krisenmanager und Stadtbrand..., ähhh...

Dittlmann: ... dings. 

OB: Egal, als Stadtbranddirektor an.

Dittlmann: Ja, egal. Stadtbrandrat heißts.

OB: Gut, ich merks mir jetzt. Aber wir haben echt andere Sorgen, lieber Herr Stadtbrandrat.

Dittlmann: Ich war gerade im Einsatz. Alle Straßen sind frei, das Rathaus brennt nicht, die Donau hat 4 Meter 25, der Inn 1 Meter 36, im Krankenhaus gibts heute keine akute Verschlechterung der Lage und die Passauer CSU liegt absehbar weiterhin am Boden. Ich wüsste nicht, was wir zwei für gemeinsame Sorgen hätten.

OB: Dann hörens jetzt bitte zu. Mich hat gerade der Söder angerufen.

Dittlmann: Welcher Söder?

OB: Herr Dittlmann, auch wenn Sie sich noch so viel Mühe geben – Sie sind nicht witzig. Also... Mich hat der Ministerpräsident angerufen, weil Donald Trump in Bayern politisches Asyl beantragt hat. Und den Irren will er uns jetzt aufs Auge drücken, weil wir die besten Krisenmanager in Bayern sind. (Pause) Oder – ehrlich gesagt – weil er ihn so weit wie möglich von München weghaben will.

Dittlmann: Eine verrückte Nacht ist das. Mich hat vorher die Bundeskanzlerin angerufen und mich gefragt, ob ich Bundesverkehrsminister werden will. Sachen gibts.

OB (atmet laut und hörbar): Herr Dittlmann, ich hab jetzt nicht die Nerven für Ihr blödes Gschmatz.

Dittlmann: Ich hab zwar gute Nerven, aber nur weil Sie vom Böhmermann oder irgendwem von der heute-show angerufen werden, müssen Sie mir nicht die Nachtruhe stören.

OB: Ich sag das jetzt nur ein einziges Mal. Erstens, es war der Söder. Der hat Sachen gewusst und gesagt, die weiß keiner von diesen Fernsehkasperln. Zweitens ist der Söder demnächst im Rathaus, wo wir jetzt eine Sondersitzung einberufen. Um Aufhebung der Ausgangssperre, Beschlussfähigkeit und den ganzen Mist kümmert sich der Söder per Dekret. Drittens rufen Sie jetzt bitte die Fraktionsvorsitzenden und noch so viele Hanseln, wie Ihnen einfallen, an und beordern sie ins Rathaus. Bürgermeister und SPD mach ich. Die von der CSU sind angeblich schon informiert. Und während Sie das, viertens, tun, fahren Sie gleich mal mit Tatütata ins Rathaus. Bitte, Herr Dittlmann, helfens mir.

Dittlmann: Den Mangold ruf ich nicht an. Außerdem hat der sein Nokia 6310 nachts in der Bleikiste.

OB: Des delegier ich, der kriegt ein Telegramm. Bis gleich.

1. Januar 2021, 2 Uhr 10. Als Oberbürgermeister Jürgen Dupper in die Schrottgasse einbiegt, stehen vorm Haupteingang des Rathauses bereits ein weißer SUV mit eingeschaltetem Blaulicht sowie drei schwarze Limousinen, zwei davon ebenfalls mit Blaulicht. Eine Gruppe von ca. 15 Personen steht flüsternd auf der Straße. Dupper parkt sein Auto und geht auf die Wartenden zu.

OB: Guten Morgen. Dankschön fürs Kommen. Gehen wir nauf.

Söder (aus seinem Wagen steigend): Lieber Herr Dubber, liebe Funktionsträger, liebe Stadträtinnen und Stadträte. Vielen herzlichen Dank schon mal vorweg.

OB: Grüß Gott, Herr Ministerpräsident. Gehen wir nauf.

Die Menge versammelt sich im großen Rathaussaal. Ministerpräsident Söder, OB Dupper, die zahlreichen Bürgermeister und Stadtbrandrat Dittlmann nehmen auf dem Podium Platz. Der Rest verteilt sich auf den Stühlen, während immer wieder Neuankömmlinge den Rathaussaal betreten.

Dittlmann: Ich glaub, heut werden wir zum ersten Mal vollzählig.

Söder (zu Dupper gewandt): Soll ich mich vielleicht noch schnell ins goldene Buch eintragen? Mach ich gern.

OB (winkt ab): Wegen mir nicht.

Dickl: Aber das wär doch eine gute Gelegenheit.

OB: Nein. Keine – Gute – Gelegenheit. Guat is. Herr Ministerpräsident, wenn Sie bitte anfangen würden.

Dickl: Ich schau mal, ob ichs find.

OB (barsch): Hinsetzen!

Söder: Meine sehr verehrten...

Mangold (eilt bei der Tür herein und rennt aufs Podium): Warum werde ich so spät informiert? Das ist doch Absicht.

OB (sieht Mangold mit zusammengekniffenen Augen an und deutet mit dem Zeigefinger zu den Stuhlreihen im Saal): Wenn Sie bitte da unten Platz nehmen wollen, Herr Stadtrat.

Mangold: Und der Ditt...?

OB: Sprech ich so undeutlich? Hinsetzen! Da unten! (Zu Söder:) Bitte, Herr Ministerpräsident.

Söder: Vielen Dank. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Stadträtinnen und Stadträte. Sie sind alle bereits über den Grund unseres etwas surrealen Zusammentreffens informiert worden. Der noch amtierende US-Präsident Trump hat in Bayern politisches Asyl beantragt, weil er sich vom neugewählten Präsidenten politisch verfolgt fühlt. Ich habe bereits beim Herrn Oberbürgermeister vorgefühlt, ob denn eine – zumindest vorläufige – Unterbringung von Herrn Trump in Passau denkbar wäre. Selbstverständlich würde Passau im Gegenzug eine Fülle von Ausgleichsleistungen erhalten. Ich denke...

Mangold: Das kommt überhaupt nicht in Frage. Der weltgrößte Klimazerstörer der vergangenen Jahre hat hier bei uns nichts verloren.

Söder (leise zu Dupper): Wer isn er?

OB (halblaut zurück): Ein Stadtrat. Von der ÖDP. 

Söder: ÖDP? Was isn des?

OB: Egal.

Auer: Sagens mir bitte, Herr Oberbürgermeister, dass das nicht Ihr Ernst ist! Sie wollen uns doch nicht den Inbegriff des rassistischen, klimawandelleugnenden, minderheits- und frauenfeindlichen alten weißen Mannes nach Passau holen? (Leise zu sich selbst:) Soiche ham ma hier scho gnua.

Kapfer: Herr Ministerpräsident, was muss ich mir da unter diesen Ausgleichsleistungen vorstellen?

Söder (lächelnd beide Hände hebend): Ich versichere Ihnen, dass da viele Ihrer Wünsche in Erfüllung gehen werden. Da können Sie Ihre Phantasie gaaaanz weit schweifen lassen. Im Übrigen ist ja bekannt, dass ich ein großer Freund einer Uniklinik Bassau, jawoll, und zwar einer Uniklinik Bassau mit allen Schigganen bin.

Flisek (zischt zu Rother): Protokolliert den ganzen Irrsinn eigentlich irgendwer mit?

Rother streckt den Daumen hoch und deutet dann mit demselben auf seine Brust.

Flisek: Jetzt mal eine nicht ganz unberechtigte Frage an die Kolleginnen und Kollegen hier. Sollten wir uns nicht ganz bald – nur für den Fall, dass wir ja sagen – überlegen, wo wir den unterbringen? Den will ja keiner in der Nachbarschaft, geschweige denn im Haus haben.

Söder: Sehr gut. Der Kollege Flisek, wie ich ihn kenne – als scharfsinnigen Pragmaddigger. Reden wir doch mal über die Unterbringung. (Sieht auf die Uhr) Viel Zeit haben wir ja nicht mehr.

Dittlmann: Warum? Haben Sie den unten im Auto sitzen?

Söder: Ha ha, sehr gut, Herr Stadtbrandmeister. Na, des nedd grad. Aber der Präsident landet in wenigen Stunden am Eff Tschej Ess.

Erika: Eff Tschej Ess?

Putzke (den Saal betretend): Franz-Josef-Strauß-Airport. Der Herr Ministerpräsident, hallo Markus, sagt das wohl in Analogie zum, auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendeten, Kürzel JFK, was ja eigentlich der IATA-Code des großen New Yorker Flughafens ist. Insofern stimmts ja doch wieder nicht, weil der IATA-Code von München eigentlich MUC ist. Hmmm. Vielleicht wollte der Ministerpräsident ja nur seine Weltläufigkeit demonstrieren oder...

Erika: ... er spinnt halt einfach.

Dickl (auf Putzke starrend): Wos, wos... wos will denn der do? (Zu Dupper gewandt:) Der hat hier nix verloren.

OB: Herr Professor Putzke, es wäre mir neu, dass Sie hier in meiner, ähhh, unserer Stadt Stadtrat wären.

Putzke (vergnügt): Herr Oberbürgermeister, jetzt seien Sie mal nicht päpstlicher als der Papst. Gerade beginnt der erste Tag des Jahres. In diesem Jahr kann noch sehr viel passieren. Den Putzke in seinem Lauf halten weder Freund noch Dickl auf.

Söder: Jetzt lassens ihn halt, Herr Dubber. Immerhin ist er ja Kreisvorsitzender der...

OB: Meinetwegen ist er Landesvorsitzender – von was auch immer. Das geht mich nichts an und könnte mir nicht egaler sein.

Söder: Dubber! Der Herr Putzke hat uns aber auch was mitgebracht. Erzähl doch mal, Holm.

Putzke: Genau! Danke, Markus! Während Sie hier alle – wie seit jeher – die Zeit mit sinnlosen Debatten verschwenden, habe ich meine Hausaufgaben gemacht. (Hebt einen dicken Stapel Papier hoch) Hier sehen Sie meine – äußerst brillanten – Vorschläge auf 67 Seiten, wie, wo und zu welchen Bedingungen der demnächst emeritierte US-Präsident Trump in Passau untergebracht werden könnte. Leider hatte ich keine Zeit mehr, das Programm für Sie alle auszudrucken. Sie finden es allerdings bereits auf meiner Facebook- und Instagramseite, die beide – und das sage ich in aller Bescheidenheit – ohnehin einen Besuch wert sind.

Erika: Lauter Narrische. Normalerweise an Silvester, wenn alle bsoffen sind, is's net so schlimm.

Dickl (flüstert vor sich hin): Der blöde Hund stiehlt schon wieder jedem die Schau.

OB: Danke für Ihre Bemühungen, Herr Putzke, ich würde Sie bitten, sich jetzt einfach auch hinzusetzen und sich in üblichem und adäquatem Umfang an der Debatte zu beteiligen. Danke.

Flisek: Ähhh. Da ist jetzt wegen dieser netten Showeinlage eine Kleinigkeit untergegangen. Hab ich das richtig verstanden? Trump landet in wenigen Stunden?

Söder: Exakt, Kollege Flisek, gut aufgepasst – wie immer.

Dittlmann: Und dann? Dann kommt er zu uns und schlaft erst amal bei ... der Erika? Die hat Platz und ein großes Herz.

Erika: Ja, ha ha, bestimmt. I hob am Lukaschenko auch schon absagen müssen, weil alles der Assad reserviert hat.

OB: Soll er halt beim Problembä..., beim Problemlöser schlafen, oder Herr Putzke?

Putzke: Paperlapapp. Lesen Sie einfach mein Papier

Dittlmann: Ich weiß es! Wer hilft selbstlos den Verfolgten, gewährt aus Barmherzigkeit Unterschlupf und hat außerdem noch jede Menge Platz in leerstehenden Luxusimmobilien?

Flisek deutet nach hinten über die Schulter Richtung Dom.

Dittlmann: Genau.

OB: Der Bischof. Markus, Du bist doch der Visitenonkel vom Oster. Ruf den an!

Söder: Was? Was bin ich?

OB: Nicht Sie. Der Sturm Markus, unser Fraktionschef.

Sturm: Und was soll ich dem sagen?

OB: Sagst ihm, dass ein Mann aus bestem Hause in seiner Heimat wegen seiner Überzeugungen politisch verfolgt wird und kurzfristig Schutz und Unterbringung braucht. Ruf an. Gleich!

Markus Sturm geht mit seinem Telefon in den hinteren Teil des Raumes. Nach wenigen Sekunden hört man ihn leise sprechen.

Sturm (laut zum Plenum gewandt): Wie viel Platz der Asylsuchende denn bräuchte?

OB: Irgendwas Großes. Was halt leer steht.

Sturm (nach Rücksprache): Da hamma mehra.

Dittlmann: St. Max oder Pindlhaus. Luxusstandard sollt schon sein.

Sturm (nach Rücksprache): Warum wird er denn politisch verfolgt?

Flisek: Er ist gläubiger Christ, engagiert sich als Lebensschützer, ist gegen Homosexuellenehe, ist für das klassische Familienbild, hält Atheisten für schwere Sünder und hört gerne mitreißenden Predigern zu. Und das ist nur ein Teil seiner wunderbaren Persönlichkeit.

Sturm flüstert drei Minuten ins Telefon und kommt dann strahlend zurück.

Sturm (den rechten Arm hochreißend): Er nimmt ihn.

Alle jubeln.

Sturm: Exzellenz wollte wissen, wer es denn ist. Da hab ich gesagt, das unterliegt noch der Geheimhaltung, aber es wäre ein Mensch, der wegen dem, was er glaubt, verfolgt wird.

Alle jubeln.

Dittlmann: St. Max oder Pindl?

Sturm: Er nimmt ihn erstmal zu sich in die WG auf. Da ist noch was frei.

Alle jubeln.

OB: Handzeichen bitte. (Sieht in die Runde) Ohne Gegenstimme beschlossen. Der Freistaat Bayern, hier vertreten durch Ministerpräsident Markus Söder, kümmert sich um Donald Trump bis zur Ankunft am Passauer Domplatz. Empfang und Übergabe an Bischof Oster organisiert bischöflicher Visitations..., äh, ... dings Markus Sturm. Und noch eine Bitte, Markus und Markus! Ganz wichtig!

Söder: Was denn?

Sturm: Ja?

OB: Erzählts dem Trump nicht, dass der Bischof Katholik ist – die mag er nämlich nicht. Ein gutes Neues Jahr. Die Sitzung ist beendet.



Donnerstag, 31. Dezember 2020

Der Asylant, Teil 1

1. Januar 2021, 0 Uhr 55. Der Passauer Oberbürgermeister serviert seinen Gästen im Schlafanzug (fünf Personen einschließlich OB aus zwei Haushalten) gerade heiße Milch mit Honig, als das Telefon klingelt.

Telefon: Ring, ring.

OB (starrt auf das Telefon und dann auf seine Frau): Was ist das?

Dem OB seine Frau: Hä, was ist was? Unser Telefon klingelt.

Telefon: Ring, ring.

OB: Des kann nicht sein. Wir haben Lockdown, Ausgangssperre, Böller- und Alkoholverbot, Corona – die Stadt ist absolut leer und still. Unmöglich, dass irgendwer einen Grund hat, jetzt anzurufen. Nicht amal der Dittlmann.

Telefon: Ring, ring.

OB (zu seiner Frau): Geh Du hin.

Dem OB seine Frau: Dupper, hallo?

Stimme (verzerrt und abgehackt, offensichtlich aus dem Auto): Hallo, hier ist... klack klack klack ...hallo?

Dem OB seine Frau: Hallo, ja? Ich verstehe Sie schlecht. Herr Dittlmann, sind Sie des?

Stimme: Wichtelmann? Jetzt ma... klack klack klack ...keine Witze. Hier spricht Ma... krrrkkk ...öder. Könnt ich denn bitte den Herrn Oberbürgermeister sprechen?

Dem OB seine Frau (genervt): Moment bitte. Jürgen, für Dich.

OB: Wer?

Dem OB seine Frau: Keine Ahnung. Nicht der Dittlmann. Ich hab Schröder verstanden. Er spricht a bissel komisch. Also kein Bayer.

OB: Dupper, 1. Januar, ein Uhr früh, nennen Sie mir den Grund Ihres Anrufs.

Stimme: Aaah, jetzt ist die Verbindung besser. Gottseidank. Grüß Gott, Herr Oberbürgermeister, hier spricht Markus Söder. Herr Oberbürgermeister, wir haben ein Problem.

OB (laut): Jetzt passen Sie amal auf, Herr Dittlmann, nur weil Sie im Lockdown möglicherweise vom Spezi auf ganz harte Sachen umgestiegen sind oder weil es Ihnen auf Ihrem Millionärsberg vielleicht zu langweilig ist und Sie meinen, es wäre lustig, aus Ihren Silvesteranrufen einen Running Gag zu machen, (wird lauter) gibt Ihnen das noch lange nicht das Recht, mich in der stillsten Silvesternacht aller Zeiten schon wieder zu terrorisieren. (Schreit:) Außerdem haben Sie absolut kein Talent darin, Politikerstimmen zu imitieren.

Stimme (auch laut): Jetzt hörens doch endlich amal mit diesem ominösen Wichtelmann auf, Herr Dubber. Hier imitiert keiner irgendwas. Hier spricht der bayerische Ministerpräsident. Mar – kus Sö – der. Des is hier ka Spass, sondern a Gaddastrophenfall. Unser geliebter Freistaat Bayern braucht Ihre Hilfe. Ka Spass.

OB (nach längerem Schweigen): Aha.

Söder: Herr Dubber, sind Sie noch dran?

OB: Ja, leider.

Söder: Warum sagens dann nix?

OB: Weil ich wart.

Söder: Auf was?

OB (sehr laut): Auf den Grund Ihres Anrufs natürlich. Auf den Katastrophenfall.

Söder: Herr Dubber, ich bin schon auf dem Weg zu Ihnen nach Bassau. Gaddastrophenfall ist eine Untertreibung – quasi. Des is a Code Red, aber so reddd, wie Sie sichs gar ned vorstellen können.

OB: Also wenn der Scheuer wieder Mist gebaut hat – das geht mich nichts an, das ist Ihr Bier.

Söder: Scheuer, papperlapapp, viel schlimmer.

OB: Was kann schlimmer sein?

Söder (flüstert): Drmp.

OB: Drmp?

Söder (leise): Dnld Drmp.

OB: Hä?

Söder: Donald Trump, der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, fühlt sich in seinem Land politisch verfolgt und hat deshalb politisches Asyl beantragt – und zwar genauer gesagt in Bayern und ganz genau gesagt bei mir im Kanzleram..., bei mir in der Staatskanzlei. Jetzt is es raus.

OB (atmet laut durch): Also wenn wir jetzt mal unterstellen, dass Sie kein Enkeltrick-Betrüger sind und das ganze hier kein Telefonstreich – was hab ich mit einem, politisches Asyl suchenden, Donald Trump zu tun?

Söder (mit Pathos): Herr Oberbürgermeister! Weil Sie der Beste sind! Der beste Gaddastrophenmanager, den wir..., der uns... – der wo mir einfällt, zumindest.

OB: Is scho recht. Und in Wahrheit?

Söder: Na ja. Da spielen jetzt mehrere Faktoren zusammen. Der kleine Herrmann, der große Herrmann und ich, wir waren uns einig, dass der Asylsuchende besser in die Peripherie passt, also ins Distale eher, verstehns?

OB: Distal von München?

Söder (erfreut): Genau! Wir verstehen uns. Und dann sind der kleine Herrmann, der große Herrmann und ich ganz schnell auf Niederbayern gekommen.

OB: Landshut, Straubing, Deggendorf, Regen, Freyung.

Söder: Herr Oberbürgermeister. Landshut ist irgendwie so nah.

OB: An München?

Söder: Genau! Und mit dem Pannermayr und dem Moser hab ich natürlich auch schon gesprochen. Die wollen den auf keinen..., ähhh, die können des ned so gut wie Sie.

OB: Is scho recht. Regen und Freyung sind ziemlich peripher.

Söder (lacht): Ja, ha ha, Herr Dubber, des schon. Aber a Gschäfd, in dem es auch an anderen Whisky als Jim Beam gibt, an Handyempfang und a Bevölkerung mit zumindest rudimentären Englischkenntnissen däd er natürlich schon brauchen. Und Herr Oberbürgermeister, schauns doch amal her. Das wird der krönende Abschluss Ihrer imposanten Karriere. Sie haben die Hochwassergaddastrophe gemeistert, Sie haben seit Jahren den Waschler und den Scheuer an der Bagge und jetzt kommts – wer war denn der, der die Flüchtlingswelle mit tausenden Asylsuchenden gesteuert und gemeistert hat? Der Passauer OB Jürgen Dubber!

OB: Und wenn ich nein sag?

Söder: Wenn Sie ja sagen, dann reden wir erstmal über die Schlüsselzuweisungen fürs nächste Jahr – also Sie sagen mir, was Sie brauchen. Wenn Sie ja sagen, dann mach ich die Uniklinik Passau zur Chefsache, das Verwaltungsgericht Niederbayern gehört sowieso nach Passau und wer sagt denn, dass das Wirtschafts- oder das Innenministerium unbedingt in München stehen müssen?

OB: Und wenn ich trotzdem nicht mag?

Söder: Wir haben nicht ewig Zeit, Dubber. Wenn Sie sich querstellen, dann liegt es dauerhaft nicht mehr in meinem Einflussbereich, was die ZF für niederlassungsstrategische Pläne hat und was aus Ihrem verschlafenen, rot regierten Provinzkaff zwischen dem Atomendlager Saldenburg und Temelin mittelfristig wird. 
 
OB: Klingt einleuchtend. Wie gehts weiter?

Söder: Ich wusste es! Ich hab zum Herrmann und zum Herrmann gesagt: Der Dubber ist ein Macher. Der wuppt das.

OB: Wofür brauchen Sie mich eigentlich?

Söder: Hörens zu, Dubber. Wir sind uns doch ähnlicher, als Sie wahrhaben wollen. Ich mach in Bayern, was ich will und Sie machen in Bassau, was Sie wollen. Die Idee mit denen vielen Bürgermeistern übrigens – erste Sahne, könnte von mir sein. Dass Sie diesen Dackl zum Bürgermeister gemacht haben und damit die gesamte CSU ruhig gestellt haben, grämt mich zwar, aber Reschbekt. Zur Sache: Die tanzen doch alle nach Ihrer Pfeife. Rufen Sie die Fraktionsvorsitzenden, und wen Sie sonst noch für wichtig halten, an und laden Sie zu einer Notstands-Stadtratssitzung in einer Stunde. Die wichtigsten Leute von der CSU haben wir schon verständigt.

OB: Eine Stadtratssitzung mitten in der Silvesternacht um halb drei Uhr früh, mit einer Stunde Ladefrist? Was soll denn die entscheiden können? Außerdem ist Ausgangssperre.

Söder: Des überlassens ruhig mir, Dubber. Die Allgemeinverfügung zur Ausnahme von der Ausgangssperre und zur Notstandssitzung hab ich schon dabei, die Polizei weiß Bescheid und die Ergänzungsverordnung zur Gemeindeordnung ist auch fast fertig. Par Ordre De Mufti, ha ha, da hab ich jetzt echt Routine, des könnens mir glauben, Dubber. Also... Ich bin jetzt bald in Dunkelbayern. Mei Navi sagt: 2 Uhr 15 Rathaus Bassau. Trommelns mir die Leut zamm.

Teil 2 folgt.





Samstag, 26. Dezember 2020

Die besten Zitate zum Jahresende 2020, Teil 3

Amen und ich sage Euch!

Erst wenn der letzte Spinner und der größte Hetzer in den Vatikan wegbefördert wurde, werdet Ihr sagen: "Guat, dass der Narrische weg is." 

Aber bis dahin werden ihn die ganzen Verwirrten weiter hofieren und seinen Konfabulationen lauschen.

Aber irgendwann ist er weg. Und dann wird es ein großes Heulen und Zähneknirschen geben und alle werden sagen: "Halleluja, der Narrische ist weg."

Aber ich sage Euch: Die Jünger des Narrischen bleiben die gleichen und es wird sie immer geben. Also hütet Euch vor dem Bösem und bedenkt immer:

"Auch Götter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt." (Jean-Paul Sartre)

Die besten Zitate zum Jahresende 2020, Teil 2


Schlimmstes hat Michael Steindorfner als Zehnjähriger im Passauer Seminar St. Max erlebt. Erstmals erzählt er öffentlich, wie ein Priester ihn sexuell missbraucht hat.

(...)

"Er kam nachts. Er holte mich auf sein Zimmer, setzte mich auf seinen Schoß und öffnete meine Hose." Beim Erzählen stockt ihm die Stimme. Er schildert unter Tränen weiter, wie der Präfekt mit dem jungen, in sexuellen Dingen unaufgeklärten Schüler immer wieder verfuhr, der bis dahin nicht wusste, was ein Samenerguss war. Es ist eine Geschichte, die schlimmer nicht sein könnte und nur als übelste sexualisierte Gewalt, als schonungsloser Missbrauch eines ihm Anvertrauten, zu bezeichnen ist. Dem Präfekten reichen die Übergriffe in St. Max nicht.

(...)

"Meinem Lebensentwurf fehlte etwas", sagt er. Es geht ihm nicht um die Entschädigungsleistung – immerhin will die Kirche jedem Opfer am Ende des Aufarbeitungsprozesses 50.000 Euro zahlen –, es gehe ihm um einen "Befreiungsschlag", einen persönlichen und einen für die Kirche. "Ich möchte eine Brücke bauen, damit Opfer zurückfinden, wieder Vertrauen finden."

St. Max 2

"Haus mit Seele sucht Besitzer mit Gefühl!“ Diese Formulierung ist auf Immobilienseiten zu finden, wenn es sich um ein außergewöhnliches Gebäude handelt. Das „Objekt“ – um in der Immobiliensprache zu bleiben – am Steinweg 1 an der Nordseite des Stephansdomes in Passau verbindet nach umfassenden Instandsetzungsarbeiten, Umbau und Ausbau in gelungener Weise Tradition und Moderne. Der Jugendpfarrer für die Diözese, Wolfgang de Jong, bringt es auf den Punkt, wenn er von einem „Haus für die Jugendseelsorge“ spricht – ein Haus mit Seele eben.

(...)

Die Sache ist unstrit­tig: Denk­mal­ge­schütz­te Immo­bi­li­en sind eine nach­hal­ti­ge Inves­ti­ti­on in die Zukunft und in die Kul­tur unse­res Lan­des. Sum­ma­sum­ma­rum belau­fen sich die pro­gnos­ti­zier­ten Gesamt­kos­ten für das Pro­jekt St. Maxi­mi­li­an nach offi­zi­el­len Anga­ben auf 7,8 Mil­lio­nen Euro. Der beson­de­re Mehr­wert des Hau­ses liegt allein schon dar­in, dass es ein Haus für die Jugend­seel­sor­ge ist.


St. Max 3

Zitat Napoleon Bonaparte:

"Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen."



Die besten Zitate zum Jahresende 2020, Teil 1

Abschließende Betrachtung zur Pandemie, zum Lockdown, zu Weihnachten und irgendwie zu allem:

Wirkliche Schönheit, die berühre, leuchte wie Weihnachten von innen, war seine (Bischof Osters, der Verf.) Botschaft. Wie er selbst anfangs der falschen Schönheit erlegen ist, hatte er zu Beginn seiner Predigt mit persönlichen Worten erzählt: "Als junger Kerl habe ich mich besonders für schöne Mädels interessiert, aber festgestellt, dass ich diejenigen, die am meisten Geld und Mühe in ihre Schönheit investierten, irgendwann gar nicht mehr so schön fand.“ Sie erschienen ihm wie eine “herausgeputzte Fassade, innerlich blass, ichbezogen, selbstinteressiert und damit uninteressant.“ (Mediendenk)

Oder wie Oster in einem Anflug von reflektierter Realitätswahrnehmung noch erkennt: „Und mir scheint, dass auch die Dummheit nicht weniger wird.“

Samstag, 28. November 2020

Wahlinfo-Passau klärt auf: So funktioniert die brutalste "Ausgangsbeschränkung" der Welt

Seit heute gilt in Passau eine "strenge Ausgangssperre" (Spiegel, Stern, Süddeutsche, Deutschlandfunk et.al.)

"Passau fährt jetzt einen Knallhart-Kurs" (PNP)

"Passau am Tag 1 der Ausgangsbeschränkung - Polizei kontrolliert.
Seit diesem Samstag gelten in Passau wegen der Corona-Krise strikte Ausgangsbeschränkungen.
Nur, wer einen "triftigen Grund" nennen kann, darf das Haus verlassen. Aber klappt das? Die Polizei kontrolliert die Ausgangsbeschränkungen "mit mehreren Einsatzkräften", wie die Polizeisprecherin auf PNP-Anfrage mitteilt. Und, sie klingt sehr zufrieden: "Wir haben eine hohe Akzeptanz, was die Ausgangsbeschränkungen angeht", erklärt sie. "Das wird momentan sehr gut eingehalten". Anzeigen habe es tagsüber bis nachmittags um 15.30 Uhr "keine" gegeben." (PNP)

Wahlinfo-Passau fragt: Gibt es überhaupt Gründe, die nicht triftig sind, um das Haus zu verlassen?

Hier die Power-Antworten für Corona-Rebellen:

"Nein, Herr Wachtmeister, ich gehe gar nicht spazieren, ich stehe hier nur sinnlos rum."

"Nein, Herr Wachtmeister, ich jogge nicht, ich laufe nur einem Ihrer Kollegen davon."

"Nein, Herr Wachtmeister, ich kaufe gar keine Weihnachtsgeschenke, sondern nur Gegenstände, für die ich absolut keine Verwendung habe und die ich zuhause wegschmeiße." 

"Nein, Herr Wachtmeister, ich bin gar nicht aus Passau, sondern aus Eferding. Ich komme seit Jahren als Hochwasser-Katastrophen-Tourist nach Passau und habe heute in der Zeitung gelesen, dass hier jeder reindarf. Jetzt wollte ich mir diese Ausgangssperre einmal anschauen. Und vorm Heimfahren kaufe ich mir noch eine Leberkässemmel. Ha ha."

Die letzte Antwort war übrigens ein absolut triftiger und berechtigter Grund, um durch die Passauer Innenstadt zu flanieren. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.



Sonntag, 4. Oktober 2020

Aus der Serie: Gute Überschriften, die man leider nur hier liest

Michael Oswald: Ganz Passau lacht über Passauer Grammatik-Rebellen!

(Für AS-Leser: Der einzig zulässige Akkusativ von Rebell ist "Rebellen" und nicht "Rebell")

Wobei – mit der Syntax hat er es auch nicht. 
Beispiel: "Auch dem wöchentlichen und satirisch angehauchten Politmagazin „quer“ mit Moderator Christoph Süß war der Gender-Wahnsinn watschte Putzke in einem Beitrag ab."

Na dann...



Freitag, 21. August 2020

Sorry, Freddy, will gar nicht wieder streiten nach den Jahren. Aber nach dem Leserbrief würde ich gerne mal die sonstigen Publikationen lesen. Bitte um Freiexemplare.

Leserbrief PNP, 22.08.2020, Lokalteil

Aufgeregte Sprachpolizei

Zum Bericht über die Online-Petition gegen das Donaulied vom 19. August:

In letzter Zeit beobachte ich die Zunahme einer neuen Sprachpolizei. Wörter wie Negerkuss und
Zigeunersauce werden verboten, nun auch komplette Lieder. Ich bin wahrlich kein Fan des Donaulieds, zumal ich weder Bierzeltsäufer noch Bierbanktänzer bin. Sicherlich, es gibt durchaus einige harte Varianten des Donaulieds, die ich auch nicht gut finde, aber nicht jede Version des Lieds ist anstößig. Es gibt übrigens auch genug Frauen, die sexistisches Liedgut auf Partys und auf Mallorca („Zieh dich aus kleine Maus“) mitgrölen oder sich in den sozialen Medien absolut freizügig zeigen. Uns Männern wird ja auch sehr oft unterstellt, dass wir nur das eine wollen und ausschließlich mit dem Teil unterhalb der Gürtellinie denken. Das ist ein unschönes Schubladendenken. Auch kommt es vor, dass Frauen unaufgefordert Kussversuche auf Männer starten, die man dann, wenn’s nicht passt, als Mann galant abwehren darf. Eine eingeschnappte Reaktion der Frau ist dann die Folge, wird also auch nicht wirklich akzeptiert. Ich würde es schön finden, wenn sich die jungen Menschen kümmern würden, wie man ältere Menschen in Zeiten von Corona unterstützen kann, beispielsweise beim Einkaufen oder im Umgang mit den digitalen Medien.

Dr. Frederik Weinert, Passau

Montag, 3. August 2020

Das Corona-Sommerloch

Man kann ja über unsere kleine Stadt denken, was man will – ich fühle mich hier jedenfalls sehr sicher. Durfte ich doch kürzlich der Heimatzeitung entnehmen, dass der Polizei bei einer Großaktion gegen Drogenkriminalität ein großer Coup gelungen ist: 113 Gramm Marihuana wurden sichergestellt. Sauber! Ein paar Tage später berichtete die PNP über eine Frau, die die Polizei gerufen hat, weil aus der Nachbarwohnung eindeutig der Geruch eines Joints wahrzunehmen war. Respekt! Und da heißt es immer, die Leute kümmern sich nicht mehr umeinander. Zivilcourage kann so einfach sein. Mit einem kleinen Anruf hat die Frau ihren Nachbarn vor dem sicheren Drogentod bewahrt.

Ja, das Sommerloch kann für Journalisten grausam sein. Dabei gäbe es schon Themen. Warum baut die Stadt aktionistisch irgendwelche potemkinschen Fahrradstreifen, die nach ein paar Metern plötzlich wieder im Nichts enden? Warum glaubt auf einmal (fast) jeder, ein Medizincampus/eine medizinische Fakultät/eine Uniklinik wäre eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn die PNP nur oft genug darüber berichtet, während sich (fast) kein Mensch dafür interessiert, wo Frauen aus der Region einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen können?

Und warum, liebe Lokalredakteure, fragt eigentlich keiner genauer nach, was es jetzt mit dieser möglicherweise missbräuchlichen Verwendung von Fraktionsgeldern auf sich hat? Weil es vielleicht doch irgendwie ein bisschen peinlich ist, wenn man sich von täglich aus der Zeitung grinsenden Politikern Wein schenken lässt? Das ist zwar schwach, aber nachvollziehbar. Aber eine Frage hat in dem Zusammenhang noch gar keiner gestellt: Wo ist Mangold?

Warum hört man von der ÖDP oder den Grünen, die sonst schnell mal überall Hochverrat wittern, in der Causa "kreative Fraktionskassenführung" so überhaupt gar nichts? Komisch, oder? Die passen doch sonst immer auf, dass alles sauber läuft – also zumindest bei den Anderen. Es drängt sich auf jeden Fall der Eindruck auf, dass man das Thema gerne unter den Tisch fallen lassen möchte. Warum nur? Ich bedanke mich im Voraus für Antworten.

Der Spiegel titelt übrigens heute online "Politik diskutiert über Einschränkung der Versammlungsfreiheit", nachdem in Berlin an die 20.000 Menschen ohne Einhaltung des Mindestabstands gegen Corona-Beschränkungen demonstriert haben. Politiker der SPD und der Union, wie auch CSU-Chef Markus Söder zeigten sich empört. Wenigstens hat in Berlin die Polizei "konsequent durchgegriffen" (Bundesjustizministerin Lambrecht). Bei uns muss die Polizei leider Kiffer fangen und Journalisten von Corona-Demos vertreiben.