Mittwoch, 10. Juni 2009

Mei, fürchterlich, gell...

Jetzt müssen sich die Fastfood-Fans in Passau noch länger gedulden. Subway öffnet erst im Juli.

Dann sollen sie sich halt die Zeit einstweilen mit leckeren Cheeseburgern, Dönern, lauwarmen Pizzas und sonstigem Trash vertreiben.

Aber abgesehen davon, dass sich hier wahrscheinlich tatsächlich noch Menschen auf Subway freuen, das es außerhalb Passaus wirklich in jedem Dreckskaff auf der ganzen Welt gibt, haben wir ein ganz anderes Problem:

Warum, verdammte Scheiße, macht dauernd irgendwo in der Stadt ein anderer Gastro-Betrieb auf, der Zeug verkauft, was man am besten gleich wieder in die davor stehende Mülltonne werfen sollte und warum fällt uns auf Nachfrage eines Besuchers in der ganzen Stadt bald kein einziges richtiges Wirtshaus mehr ein, in dem es einen vernünftigen Schweinsbraten gibt und eben keine Gnocci mit Pesto und kein Thai-Curry Szegediner Art?

Darüber sollten wir nachdenken!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ohne hier Werbung machen zu wollen.
Aber ich empfehl auf diese häufige Frage von Touristen immer: Drei Linden am Dom, Arcobräu am Römerplatz oder Bayerischer Löwe in der Innenstadt.
Je nach Wunsch der Lage.

Also so schwer find ich das nicht zu beantworten.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ich will jetzt nichts schlecht reden, aber ich meinte Wirtshäuser und keine Troiber-belieferten Touristen-Museen.

Anonym hat gesagt…

Meinen Sie sowas wie das Gasthaus zur Brücke in Hals?

Aber wahrscheinlich auch nicht.
Wie sollte es denn sein? Haben Sie ein konkretes Beispiel?

cassiel hat gesagt…

Na ja, da fällt mir ein Gasthaus am Ende der Grabengasse am Unteren Sand spontan ein...

wahlinfo-passau hat gesagt…

Nein, das in Hals meine ich sicher auch nicht. Das, was ich meine, gibts fast nicht mehr, wobei ich die drei genannten in obenstehender Auflistung gar nicht in jeder Hinsicht in einen Topf werfen wollte.
Aber das, was ein richtiges Wirtshaus auszeichnet, ist doch: frisch, selbst gemacht, keine mediterrane Variation am Krautsalat und damit verbunden natürlich eine kleine übersichtliche Karte.

Anonym hat gesagt…

Drei Linden hat ja wohl nichts mit bayrischem Wirtshaus zu tun!

Profiler hat gesagt…

Na, das urbaierischste Wirthaus ist draussen in der Sperrwies mit selbigem Namen.
"Wirtshaus zur Sperrwies"
bei Berta und Viktor.

Bayerische Küche, aber nicht nur,
vorzügliche Weine ...
ach was ag ich-
einfach mal hingehen

Anonym hat gesagt…

Wie ist eigentlich der Plural von Pizza?

Anonym hat gesagt…

Um auf die Frage im Artikel zu antworten.
Ich glaube das hängt damit zusammen, dass es für den Mist schlicht und ergreifend Nachfage gibt.
Und warum gibt es die Nachfrage? Weil wir langsam alle verblöden. Jawoll.

Den Vorschlag von Cassiel mit dem goldenen Schiff find ich gut. Ergänzen möchte ich noch den Apfelkoch.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ja, Ihr habt ja sicher alle recht.

Plural von Pizza übrigens Piazzetta.

Anonym hat gesagt…

Endlich nimmt sich der Präsident dem Thema Gastrokulur in Passau an! Mit Recht kann man beim GH "Drei Linden" nicht von eimem vernünftigen Wirtshaus sprechen. Miese Küche und selbiger Service. Alle anderen Wirtshäuser kann man mit nur geringen Unterscheidungsmöglichkeiten in eine Position stellen: Knödel vom Großhandel, Soßen zum anrühren und handwerkliche Umsetzung nach Passauer Studentenküche. An Paul Bocuse erinnert oftmals nicht einmal die Temperatur der Speisen.
Als regelmäßiger Gastrogänger bleiben mir in Passau nur wenige einigermaßen annehmbare Einrichtungen: Hl.Geist, Grüner Baum, Zi Theresa und Scharfrichter. Alles guter Standard aber kein Nonplusultra.
Dabei wäre gute Küche gar keine Zauberei. Wer nach Schärding in die Orangerie blickt, weiß dass hervorragende Zubereitung auch in unseren Breitengraden möglich ist. Aber der gemeine Passauer erfreut sich ja am vielfältigen Angebot der einheitsgepanschten Müllpakete, die vor dem Verzehr oftmals nicht viel anders aussehen als nach dem Wiedereintritt in den Ökokreislauf.
Mit den besten Wünschen

der undankbare Feinspitz

wahlinfo-passau hat gesagt…

Eben.

cassiel hat gesagt…

@Anonym

Ihre Aufzählung ist ja nicht schlecht. Im Fall des Scharfrichterhauses sollte aber eine generelle Warnung vor Speisen ausgegeben werden, die bereits durch einen Diminutiv in der Speisekarte bezeichnet werden. Ist dort etwa von Karoffeltascherl die Rede (für bescheidene 9,80 Euro) dann sollte man noch gleich ein erwachsenes Schnitzel und die Käseplatte bestellen... sonst geht man hungrig nach Hause.

;-)

Antaia hat gesagt…

Wie findet ihr den Weinbeisser in Freinberg? Ist zwar nicht Passau aber nah dran.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Wunderbar zum Sitzen - Wenn nicht gerade alles voll von Düsseldorfer Studenten in Tracht ist.
Schön, aber auch mehr Großgastro-Unternehmen als Wirtshaus.

Antaia hat gesagt…

Dann hilft wohl nur selber kochen. Hat hier jeder einen Kochkurs gemacht?
http://www.youtube.com/watch?v=z_JB9Tu3QMo

wahlinfo-passau hat gesagt…

Schon zweimal live gesehen.

Filmbefreier hat gesagt…

diese Antaia kann ja wirklich auch immer nur verlinken. Hat die auch mal ne eigene Meinung?

Mir fällt jetzt noch spontan der Hofragner ein. Der hat was vom Gasthaus.

Antaia hat gesagt…

@Filmbefreier
Wie sollte ich sonst mitteilen, dass ich die Kochshow witzig finde. Ich kann ja schwer den ganzen Sketsch beschreiben.
Den Hofranger finde ich etwas gammelig.

Anonym hat gesagt…

Der ist nicht nur gammelig sondern schlimmer. Nach einem Hochwassereinsatz bin ich mal dort gegen Mitternacht vorbeigekommen und hatte fürchterlichen Hunger. Eigentlich wollte ich nur ein paar Würstl, aber dann hat mir eine Bedienung freundlich ins Gesicht geschaut und gemeint, ich hätte was besseres verdient. Gebracht hat sie mir Fleischpflanzl mit Kartoffelsalat. Das sollte das Bessere sein, ich selbst hätte mir Fleischpflanzl nie bestellt, denn vor Jahren hat mir eine Bedienung einmal gepredigt: "Im Gasthaus isst man sowas nicht, weil da die ganzen Abfälle drin sind." So hat das beim Hoffragner auch geschmeckt und mir war zwei Tage schlecht (Außerdem wars unverschämt teuer). Seitdem meide ich diese Wirtschaft.

Antaia hat gesagt…

Da wundert es nicht wenn alle bei den Ausländern essen gehen. Ich persönlich kann mich schon auch für Exotisches begeistern. Mir ist es wichtig, dass die Speisen frisch sind, gute Zutaten verwendet werden und keine Konservierungsstoffe etc. enthalten. Kartoffelsalat kommt in Gastwirtschaften oft aus dem großen Vorratseimer und enthält jede Menge Konservierungsstoffe, dagegen bin ich allergisch(ohne Schmarrn). Die Bedienung im Hofranger hat die Fleischpflanzl wohl empfohlen da sie kurz vor dem Verderb standen und weg mussten, da sollte man in der Tat vorsichtig sein. Warum waren Sie beim Hochwassereinsatz dabei, sind Sie bei der Wasserwacht?

Anonym hat gesagt…

nein, albert zankl