Sonntag, 10. April 2011

Rubrik: Sonntags-Logorrhoe

Liebes Tagebuch! Jetzt wo ich Bundespräsident von dieser ÖDÖPÖ bin, reise ich ab und zu auch mal woanders hin als immer nur nach Linz oder Salzburg. So ergab es sich, dass ich letzte Woche nach Düsseldorf musste, um dort eine Rede zur Begrüßung des 50. nordrhein-westfälischen ÖDÖPÖ-Mitgliedes zu halten. Boah, ich sage Dir: Ganz schöner Stress, wenn man Bundespräsident ist. Gesagt, getan. Aber wie am besten getan - mit einer sauberen Öko-Bilanz? Die Bahn scheidet ja ganz klar aus, nachdem die in Stuttgart die vielen Bäume weggemacht haben. Mit dem Auto so weit fahren, hat mir Mama verboten. Bleibt nur noch das Flugzeug. Ist ja auch gar nicht mehr so schlimm heutzutage mit diesem neuen E 10-Kerosin. Außerdem - hallo! Ich bin immerhin Bundespräsident. Jetzt bin ich also zum ersten Mal geflogen in meinem Leben. War ganz schön aufregend. Da musste ich erst meine Handtasche auspacken und die Security-Leute haben mir voll arschig meine Erdbeermilch und meine Bio-Ei-Repair-Spülung weggenommen. Ich habe ihnen dann noch mein Pfefferspray gezeigt und gefragt, ob sie das nicht auch wollen. Aber sie haben nur gelacht und gesagt, was sie denn mit meinem Anal-Dildo sollten. Und dann hat mich eine Frau in Uniform abgetastet. Das hat voll gekribbelt im Bauch und ich hatte ganz komische, neue Gefühle dabei. Im Flugzeug war ich dann gar nicht aufgeregt, weil ich immer noch an die Frau in Uniform denken musste und habe aber gleich ein Foto von meinem Pfefferspray gemacht, weil ich den Münchener Flughafen zusperren lasse. Und wenn's ein Volksbegehren braucht. Am Düsseldorfer Flughafen waren dann so Fotografen. Ich habe gleich mein Bundespräsidenten-Lächeln aufgesetzt und bin winkend auf die Kameras zu. Aber sie haben irgendwas gebrüllt von wegen "Schätzchen, geh aus dem Bild!" oder so und haben irgendeinen scheiß-unbekannten Schauspieler fotografiert. Walter Giller oder so. Hat mich total geärgert und ich hab mit dem Pfefferspray voll reingehalten. Hui, das war ein Spaß. Wurde dann festgenommen und in einem Nebenraum nochmal untersucht und abgetastet. Erst wieder von einer Frau, aber als ich dann nackt war, ist sie weggelaufen und sie haben mir einen Mann geschickt. Der war vielleicht grob. Als sie merkten, mit wem sie es zu tun haben, wurde ich dann weggeschickt und kam gerade noch rechtzeitig zu meinem Termin. War leider gar nicht das 50. Mitglied in Nordrhein Westfalen, weil 17 ausgetreten sind, als sie gehört haben, dass ich komme. Boah, ich sage Dir - mein Leben ist ganz schön crazy. Bin schon gespannt, was nächste Woche wieder alles passiert. Notfalls gehe ich halt wieder mal Sushi essen oder ich schneide mir einfach die Pulsadern auf. Damit schaffe ich es sicher auf den Titel. Servus! Dein Fränki

Kommentare:

Bürozimmerpflanzenverteidiger hat gesagt…

Das schlimme ist ja als auf der AS-Seite das Bild gesehen habe, musste ich wirklich an einen Dildo denken! LOL

Königstreuer hat gesagt…

Das ist ein Dildo! Halt mit Pfefferzusatz, sowas solls geben.

Anonym hat gesagt…

Ein Multifunktions- Tool!
Wers braucht...

Warum gibt es Flugzeug eigentlich noch "Rauchen verboten" Leuchten? hat gesagt…

Vielen Dank Herr Präsident für diese eindeutige Klarstellung, dass Frankenberger wirklich einen an der Waffel hat.

Ein Pfefferspray in ein Flugzeug mit zu nehmen ist schon irre genug. Von mir aus hat er es wirklich übersehen. Stress, Flugangst, alles vorstellbar.
Spätestens da, wo er feststellte, dass es irgendwie an Board gekommen ist, sollte man aber meinen, dass ein Bundesvorsitzender einer Partei schon so viel Verstand hat, dass er sich vertrauensvoll an eine Saftschubse wendet und das Ding da für die Dauer des Flugs abgibt. Die können das sicher so wegsperren, dass es eben nicht über die Klimaanlage das ganze Flugzeug ausschaltet.

Von den AS- Lesern dürfte dieser Artikel einen besonders gefreut haben. Den Mangold.

Jürgen Poorman Jung hat gesagt…

Herr Frankenberger wie man ihn kennt! Er sagt Diskusionsrunde mit Wirten aus dem Rottal kurzfristig (23 Std. voher) ohne sinnvolle Begründung ab .
Woll keinen Mum dazu trotz Personenschutz! Oder keine Argumente!
Da merkt man das es diesem Jungen Mann nur darum geht die Gastronomie kaputt zu machen! Aber er ist ja noch so jung und muß noch viel lernen!

Dudenlover hat gesagt…

Viel lernen muß aber auch noch JPJ, dessen Rechtschreibung etwas "poor" ist. Wenn auch in der Sache richtig, wir sind hier nicht bei den Leserkommentar auf pnp.de.

Anonym hat gesagt…

Tolles Foto in der AS. SF verwendet offenbar rosa, leicht lila schimmerden Nagellack! Echt angesagt!

PNP-Leser hat gesagt…

Irgendwie scheint Fränky-Boy eine Spassbremse zu sein, kaum Kommentare (7) zu seinem Luftabenteuer im Jahr 50 nach Gagarin. Da polarisiert der Hubsi (52 Postings) schon ganz anders. Also Präsi, mehr Hubsinews.

Charly Abelein hat gesagt…

Hat sich jetzt Hubsi schon bei meinem Onkel dafür entschuldigt, dass er ihn sterben hat lassen?

Hubsilover hat gesagt…

Fritz freu dich doch einfach, Totgesagte leben bekanntlich länger.

Räubertochter hat gesagt…

Für alle Möchtegern-Mensaner:

Online-IQ-Test unter
http://iqtest.sueddeutsche.de/

Anonym hat gesagt…

Mindestens so schlimm wie die Logorhoee des Bundesindianers empfinde ich die Graphorrhoe der AS.

Die PNP wägt hingegen sorgfältig ab, was sie schreibt. Anders sind die Verzögerungen bei den Highlights des Landkreis-Wochenendes nicht zu erklären. Warum erscheinen die Berichte über dörfliche Jahreshöhepunkte, die am Samstag oder Sonntag stattfanden, denn sonst in der Tages(?)zeitung immer erst Mitte der Woche? Was wird werden, wenn die Stadtredaktion mit der Landkreisredaktion fusioniert? Wird dann vom verkaufsoffenen Sonntag in Passau auch erst am Mittwoch berichtet? Von der Palmsonntagspredigt des Bischofs erst am Karfreitag? Von Waschlers Niederlagen erst nach neuen Siegen (also nie)?

Schlechte Überleitung zu Herrn Waschler: Höhepunkt der heutigen PNP ist der Bericht über die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe der Jägerschaft Wegscheider Land (eine halbe Seite!). Dort ehrt Waschler als Ehrengast die Vereinsjubilare mit einer Treuenadel. Das ist alles absurd genug. Aber in welcher Funktion wurde eigentlich der Ehrengast nach Wegscheid geladen? Als CSU-Kreisvorsitzender Passau-Stadt? Als ehemaliger MdL? Als zukünftiger MdL-Direktkandidat? Das ist wohl am unwahrscheinlichsten. Denn selbst Waschler wird klar sein, dass die Landkreisler einem Städter die Kobler-Nachfolge nicht überlassen werden. Er hat noch zwei Jahre bis zum bitteren Tag, an dem ihm ein Nachwuchslandkreisler vorgezogen werden wird.

Anonym hat gesagt…

Im übrigen glaube ich, dass dem Waschler die Landtagsdirektkandidatur (für die pessimistisch zu sein realistisch sein heißt) extrem wichtig ist. Er weiß ja, dass er 2013 bei der Kommunalwahl als CSU-Kreisvorsitzender verantwortlich für ein historisches Debakel seiner Partei sein wird und den Vorsitz wird räumen müssen. Deshalb möchte er ja 2012 bereits wieder im Landtag sein.

another two years hat gesagt…

Ja, wer aus der CSU-Fraktion ballert denn da gegen den Chef? Klar, der Ärger ist groß, dass man so einen steifen Wählerschreck als Frontmann hat, der eigentlich lieber im Landkreis wohnen würde (siehe zuletzt auch die Vorführung der eigenen Fraktion bei der sachlich völlig absurden Nordtangente, nur um den Landkreislern lieb Kind zu machen). Tja, wenn man so schwach auf der Brust ist wie diese Fraktion, muss man halt noch zwei Jahre warten, bis sich dieser Mann westerwellisiert. Ich verstehe es eh nicht: Als Schmöller Hösl zerbröselte, musste Ortner gehen. Als Dupper Zankl abdackelte, durfte Waschler bleiben.

Anonym hat gesagt…

Der Waschler säuft einfach zu wenig!

Anonym hat gesagt…

@Anonym: Waschler in welcher Funktion? Wohl als Oberhirsch.

Anonym hat gesagt…

Waschler Oberhirsch? Nein Waschler teuerster Übungsleiter und Vorturner von TV, LG und CSU zusammen, haman doch zweng gwatscht in der Sakristei.

Der letzte macht das Licht aus hat gesagt…

In der heutigen PNP beglückt uns Herr Klotzek auf S.23 wieder mit einer putzigen Geschichte: Im Dreiflüsestadion testet wohl jemand regelmäßig nachts die Flutlichtanlage. Die städtische Stromrechnung scheint indes nicht gestiegen, und die beobachteten Nachtkicker schalteten immerhin nach vollendeter Leibesertüchtigung wieder brav das Licht aus. Gleich vornweg, im Artikel taucht das Wort "Studierende" nirgends auf, was die Sache noch einmal mysteriöser macht. So weit so gut, aber was soll das jetzt heißen:

"...unabhängige Zeugen sind schwer zu finden" und einige Zeilen weiter: "Eine Nachbarin, von der PNP via Telefonbuch ausfindig gemacht,..."
Boah, da hat sich die Heimatzeitung die Recherche ja richtig 'was kosten lassen!

Irgendwie genial ist jedoch die Beschreibung des aufmerksam-schlaflosen Stadionnachbarn als "Anwohner des städtischen Kunstrasenplatzes". Ist das fishing for Zeilengeld? Will da jemand nicht aus dem täglichen Pseudoeuphemismen-Trott kommen? Übt Blaulichtjörgl fürs PNP-Elogierfeuilleton? Plant er einen Ich-Zeitungspinslerlegende-Sammelband nach der Art "Klotz um's Eck. Mein Passauer Realsatirenbrevier"? Oder was haben die Zeitungsleute wieder mit uns vor?

CSU-Wähler hat gesagt…

Das könnte man nachholen, es muss ja nicht in der Sakristei sein.

Die Zentrale hat gesagt…

Verlorene Jutetasche löst Bombenalarm aus (s. Hubsi)

Wir von der Passauer Polizei sind sehr aufgeweckt und ständig unter Strom. Das müssen wir auch. Großstadtrevier.

Der erste Aufreger: Wir suchen fieberhaft nach einem Inn-Schwimmer, um sein Leben zu retten. Binnen Minuten kann man im kalten Inn sterben. Als wir soeben gehetzt am Ort der schrecklichen Gefahr eintreffen ist der Schwimmer bereits an Land gestiegen, nach Hause getrottet, hat sich warm geduscht, angezogen, mit seinem 1 1/2-jährigen Kind gespielt, die Nachrichten geguckt, ist vom Sofa aufgestanden, hat seine Eier gekratzt, ist zum Telefon geschlurft und hat beim Hubsi angerufen, dass es ihm gut gehe.

Kaum haben wir diese apokalyptische Gefahr gemeistert, beim Polizeipsychologen Kaffee getrunken um die psychische Einsatzbelastung abzuschütteln, bei Alois Ortner in der Zelle vorbeigeschaut und schnellere Einsatzfahrzeuge bestellt, einen Internetporno geguckt und die junge Kollegin fachmännisch beurteilt, kommt schon der nächste Schocker: Bombenalarm!

Am Passauer Hauptbahnhof, der zentralen Drehscheibe der westlichen Hemisphäre, wo Menschenmassen amöbengleich in die Züge wabern und aus ihnen ausgespuckt werden, von dem die Tokyoter U-Bahngesellschaft lernt und Krisenszenarios als Hausaufgaben gestellt bekommt, liegt ein verdächtiger Jutesack.

Selbstverständlich wissen die Terroristen um die infrastrukturell-strategische Bedeutung Passaus und speziell seines Bahnhofs, um die Menge an möglichen zivilen Opfern, um die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt und vor allem der Donaupassage in direkter Bahnhofsnähe. Sie wissen auch um die sakrale Bedeutung des Bistums und um den Triumph, im Konflikt der Religionen eine Bombe ganau im Herzen des Christentums zünden zu können.

New York, Madrid, London, Passau - die logische Steigerung der Anschlagziele! Jetzt ergibt die scheinbar zufällige Wahl der Anschlagsorte einen Sinn!

Sofort ausgerückt, die in ihrer Unwissenheit sperrigen Taxifahrer überwältigt und evakuiert, das Gelände mit der Waffe in der Hand gesichert, den Verkehr umgeleitet den Roboter vorgeschickt. Ein letztes Gebet mit der Sorge um das unter Beschuss stehende Kommandozentrum der zivilisierten Welt. Alle Vietnam- und Raumschiff Enterprise-Filme ziehen wie ein einziger Film vor unserem geistigen Auge vorüber.

Angst. Der Puls dröhnt in den Ohren. Hinter jeder Ecke kann der Attentäter mit einer automatischen Schnellfeuerlaserstrahlenwaffe kauern. Heldentum.

Dann die Entwarnung: Nur Müll. Diese feigen Attentäter, sie wollten uns nur testen. Noch schnell im Antlitz des Todes die junge Kollegin im Bahnhofsklo gevögelt und dann wieder zurück in die Polizeiwache. Der Psychologe, der Kaffee, der Internetporno und der nächste aufregende Einsatz warten auf uns. Kein leichtes Leben für einen Cop in der Passauer Hood ...

Anonym hat gesagt…

Frage an "Die Zentrale". Stimmt es, dass das Foto von der vermüllten Innpromenade eigentlich im Sozialraum der Polizeiwache aufgenommen wurde?

@ Zentrale hat gesagt…

Bitte öfters hier posten!

Die Zentrale hat gesagt…

Die Passauer Polizei erneut unter Strom: James-Bond-Verfolgungsjagd mit Drogen, Grenzlandkrimi mit Polizeikooperation. Noch schnell die österreichische Kollegin gevögelt und dann zurück ...

Schichtwechsel - @Hubsi: Wie viel Zeilengeld gibts denn eigentlich dafür? Ich spende das in den Präsidententopf zur Entlohnung eines schlagfertigen Krawallstudentenbestrafers.

Zeilengeldschinder hat gesagt…

Bezahlportal oder was? ^^ 10 Cent/ Zeile/ 35 Anschläge, aber bitte vorher die Vergleichszahl von PNP-Online einholen.