Montag, 16. September 2013

Die Wahlanalyse

Die Sensation: CSU-Mann Waschler holt das Direktmandat "im schwierigsten Stimmkreis der Welt" (Waschler), Passau-Ost, in dem sonst traditionell nur SPD, Bayernpartei oder Urban Mangold gewählt werden.

Die Tragödie: CSU-Taferlbub Koller scheitert zum zweiten Mal wegen Waschler. Hätte er Waschlers Zweitstimmen aus Passau-West erhalten, wäre er zumindest erst am Pförtner des Maximilianeums gescheitert.

Die gute Nachricht: Der sympathische CSU-Minister Brunner holt das Direktmandat irgendwo an der tschechischen Grenze und wird außerdem niederbayerischer CSU-Listenkönig. Damit heben er und seine Familie auch zukünftig das Durchschnittseinkommen des Stimmkreises um 28 %.

Die sehr gute Nachricht: SPD-Mann Roos zieht wieder in den Landtag ein, obwohl er nach eigener Einschätzung ein "Depp" ist (Quelle: pnp.de). Viel Kohle für wenig Geld.

Die sehr schlechte Nachricht: Schmuddel-Model Josefa Schmid zieht nicht in den Landtag ein, weil ihre doofen Parteikollegen weder singen können noch ein Körpermodel haben.

Die gute Frage: Sollten Sibler und Brunner in der nächsten Legislaturperiode den gesamten Gewinn der BayernLB unterschlagen, würde sie dann der Wähler mit 46,63 % (Ergebnis Direktmandat Passau-Ost) abstrafen?

Fazit: Alles bestens.

Kommentare:

Königstreuer hat gesagt…

Schade, wenn der Horstl blaues Blut in den Adern hätte könnte man ihn doch glatt als Kini ausrufen. Fehlt eh nimmer viel. Unsere niederbayrischen schwarzen Ritter empfehlen sich als Zeremonienmeister (Waschler)und Vorkoster (Taubeneder) und der Roos wird Rossbollenaufklauber. Leider haben wir eine Demokratie und keinen Kini, leider.

Anonym hat gesagt…

Brillante Analyse.

Übrigens werde ich jetzt in die Altstadt ziehen. Nur gut 20 Prozent Waschler-Stimmen dort. Müssen nette Leute sein.

Insider hat gesagt…

anscheinend ist es egal, ob ein Schwarzer (ich meine jetzt CSU`ler nicht Hautfarbe) Milliarden in der Bayern LB versiebt, eine Kamera um 6000 € mit Steuergeldern kauft, ob er seine Vewandtschaft mit Steuergeldern bereichert, mehr im Wahlkreis unterwegs ist als auf seiner A 16 Stelle tägig ist usw.
Jeder der Schwarzkreuzler denkt "Hund auf Z`sau san scho" und wählt "Vertreter" die nur auf ihre Abgeordnetenpensionen scharf sind oder egal wo sie hinkommen hofiert werden wie ein Kini.
Hoffenltich vollzieht sich der, für diese Wahl erwartete Generatrionenwechsel, bei den Wählern in 5 Jahren durch.

Königstreuer hat gesagt…

Lieber Insider, da passiert garnichts, solange die Sozen lauter Schnarchnasen vornedran haben. Der g'standene Bayer denkt sich: "Lieber die ausgebufften Hund der Schwarzen als die Luschen der Roten!"

Anonym hat gesagt…

Nicht ganz zu brillant wie die Analyse des Präsidenten, aber auch nicht schlecht:
Hans Well zur Wahl.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/hans-well-zur-landtagswahl-bayern-ich-rate-allen-gruenen-und-roten-zur-csu-zu-gehen-1.1773134

Anonym hat gesagt…

CSU, SPD, FDP - und kein Kommentar zum ÖDP-Erfolg?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Ach mei... Was soll ich denn sagen?
Wird jetzt Temelin abgeschaltet?

johannes hat gesagt…

Neue Späße von der PNP »» http://www.wortport.de/2013/09/18/vom-tod-eines-autos/

ich mag bald nimmer hat gesagt…

Das System CSU funktioniert ganz einfach. Die Oberen in München schaffen an und die 90 anderen beackern ihren Stimmkreis. Bloß nichts Politisches sagen (Taubeneder)und schon gar nicht irgendwelche Forderungen in München anmelden (Waschler), sondern schön brav Feuerwehr- und Kindergartenfeste besuchen, sich hin und wieder in der Kirche sehen lassen und alle Hände greifen die man nur kriegen kann. So läuft das und so läuft das gut, auch noch in 20 Jahren. Da muss schon ein Tsunami oder so was kommen, damit das aufhört.

Anonym hat gesagt…

Ach mei, der Well... Seit 30 Jahren die gleichen Plattitüden. Genau genommen war doch die BiMöBl zuletzt nur noch die Begleitcombo für den unübertroffenen (Präsidenten ausgenommen) Polt.

Geh weiter! hat gesagt…

Herr Scheuer duzt neuerdings - ähnlich wie die Grünen - alle Wähler: "Geh wählen!", fordert er. Ist diese Flapsigkeit die Konsequenz aus der in diesem Blog gepflegten, betont flapsigen Namensgebung "Dr. Andi"?

Übrigens: Was haben die FDP und Herr Scheuer gemeinsam? Sie profitieren von Wählern, die das Wahlsystem nicht durchschauen. So wie manche ihre Zweitstimme der FDP geben ("Ist ja nur die Zweite..."), obwohl sie eigentlich andere Parteien präferieren, so profitiert Herr Scheuer davon, dass ihm viele zähneknirschend die Erststimme geben, weil sie Angst haben, dass sie sonst Frau Merkel schaden ("Die Erststimme muss bei meiner CSU sein..."). Dabei könnte jeder Unionsanhänger seine Scheuer-Skepsis durch eine andere Vergabe der Erststimme problemlos ausdrücken.

Zukunftsrat hat gesagt…

Ich glaube, man kann den Unionsanhängern schon zutrauen, dass sie ihre Direktkandidaten abstrafen, so geschehen ja mit Waschler, der auf deutlich weniger Erststimmen kommt, als seine Partei im Stimmkreis an Zweitstimmen geholt hat.

Und das sogar bei der Landtagswahl, wo die Erststimmen für die Sitzverteilung ja eine Rolle spielen.

Umso befreiter dürfen wir also Dr. Andi für sein peinliches Auftreten in der letzten Legislaturperiode jetzt "belohnen", wo die Erststimme eh nichts zählt. Dass er trotz allem sein Mandat verteidigen wird, ist eh klar, siehe einige der Vorredner, die das System CSU verstanden haben. Die Passauer samt Landkreis sind nun mal so ... (vergesslich? blöd? naiv? treudoof?). Ich kann es mir auch nicht erklären.

Anonym hat gesagt…

Grandiose Wahlanalyse Herr Präsident!

Am Sonntag werde ich etwas bisher noch nie dagewesenes machen. Aus oben genannten Gründen die Erststimme an den Flisek von der SDP vergeben. Nicht weil ich dem mehr recht viel mehr zutraue, sondern weil es der Dr. Andi eh wieder schafft und ein Denkzettel mal nicht schadet.
Ich hoffe mir fault die Hand in dem Moment nicht ab und es trifft mich nicht augenblicklich der Blitz.

Freud hat gesagt…

Zwischendurch was zum Schmunzeln. Kritisch hinterfragt in diesem Artikel die PNP die Vergrößerung des Modehauses Garhammer und die Auswirkung auf die Region. So kann unabhängiger Journalismus auch aussehen:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_freyung_grafenau/waldkirchen/988511_Garhammer-erweitert-Eines-der-schoensten-Modehaeuser.html

Anonym hat gesagt…

Ich widerspreche dem Beitrag von Zukunftsrat. Nicht annähernd ist den CSU-Wählern (und darunter sind sehr viele, die Herrn Scheuer für einen Luftikus halten) klar, dass es ausreichen würde, ihre Position durch die Zweitstimme auszudrücken.

Wie tief muss man sinken, um vom Tag seiner politischen Schmach ein Wahlkampfbild zu veröffentlichen? Seehofer putzte Herrn Scheuer an der Donau runter wie einen Schulbuben. Aber Herr Scheuer will dennoch mit der Popularität des Ministerpräsidenten Stimmen sammeln und wirbt heute in der PNP mit dem Foto.

Herr Scheuer wollte mit seinen Wahlplakaten zwanghaft das kaschieren, was ihm so offensichtlich fehlt: Seriosität. Deshalb der hohle Vertrauensspruch, deshalb die farbreduzierten Plakate. Er muss ganz schön verzweifelt gewesen sein, als er die Plakate dann hängen sah. Anders lässt sich die kostenintensive Nach-Plakatier-Aktion mit dem eher hilflosen Rettungsversuch "Farbe bekennen" nicht erklären.