Samstag, 1. Juni 2013

Und immer wieder dieser Fronleichnams-Schmarrn

Hey Fake-Tölpel!

Dass Ihr das Fronleichnams-Outing nur deshalb wieder betreibt, dass wir uns aufregen, ist schon klar. Voll durchschaut.

Wenn Ihr aber schon erwähnt, wer sich zu Eurem katholischen Voodoo-Zauber in nordkoreanischem Gehorsam und aus Angst vor Eurer Denunziation hat hinnötigen lassen, solltet Ihr vielleicht auch einmal nach der sonstigen Motivationslage fragen.

Mangold, Geyer, Geins, Fischer – Die gehen da wohl hin, weil sie auch sonst gern rumfrömmeln und außerdem eben aus Angst vor Euch.

Oberjürgen – Mei, der ist halt OB und will es auch bleiben.

Karl-Hellwing – Will die vielleicht auch was werden? Ei ei ei...

Waschler – Das habt Ihr selbst gerafft: Der ist Landtagskandidat.

Dittlmann – Was ist der noch mal außer Stadtrat und Feuerwehrdingsbums? Genau! Auch Landtagskandidat! Also war der Waschler gar nicht der einzige, gell.

Übrigens: Mich würde mal interessieren, wer aus dem Stadtrat wie oft in die Kirche geht oder wer – Gottseibeiuns – aus der Kirche ausgetreten ist. Könntet Ihr da nicht mal eine Sonderreportage bringen im Wahlkampf?

Danke im Voraus!

Der Präsident




Kommentare:

Notker Kainzbauer hat gesagt…

Die Fronleichnamsprozessionen als Voodoo-Zauber zu bezeichnen, zeugt von der Primitivität des Verfassers. Muß ja nicht gläubig sein, aber den Umzug gläubiger Katholiken derart durch den Dreck zu ziehen, erinnert irgendwie an das Dritte Reich oder in Wortwahl und Methode an das unseelige Portal kreuz.net!
gez.
N. Kainzbauer

johannes flörsch hat gesagt…

Er hat ja nicht ganz unrecht, der N. Kainzbauer: Voodoo ist das wirklich nicht, geschweige denn ein Zauber. Um aber den Zorn von Kainzbauer et al. in Grenzen zu halten, empfehle ich statt des „Voodoo-Zaubers“ den terminus technicus „Liturgische Geländespiele“

Gesegnete Grüße!

PS: Ist es nicht schön zu beobachten, wie sie immer hervorzucken, die mainstreamigen Dritte-Reich-Erinnerten, oder wie sie von „Hass“ reden, wenn sie Kritik verwechseln mit Angriff?

PS2: @Kainzbauer. Wer sich so ins Zeugs legt für die Gläubigen, sollte selig gesprochen werden – nicht aber seelig. Einverstanden? Oder ist das jetzt auch zu primitiv?

PS3: Im übrigen würde auch mich interessieren, wer wann im Gottesdienst war – nicht nur an Fronleichnam.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Danke, Herr Flörsch. Mir war es zu blöd, darauf zu antworten.

Klaus Schürzinger hat gesagt…

Dem Wunsche des Präsidenten gehorchend oute ich mich hier als regelmäßiger Kirchgänger.
Wäre es aber nicht an der Zeit, auch in Anbetracht meiner eigenen Zweifel, dass ich den "lebensfeindlichen Mythos" Religion über Bord werfe? Diese "irrationale Idiotie", diese Halluzination, dieses "Kapitalverbrechen am Leben"(Friedrich Nietzsche), diesen Hirnwurm, diesen "Schmarrn und Voodoo-Zauber" (Präsident)!
Ich kann es aber nicht, so erklärt man mir, auf Grund kindlicher Prägung oder, wie es M. Schmidt-Salomon ausdrückt, wegen einer "Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindeslater ausgelöst wird". Denn meine Mutter hat mir mit dem Gute-Nacht-Kuss auch ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet, bevor sie mich in die Heia schickte. Diese geistige Behinderung macht es mir auch unmöglich zu begreifen, dass die christliche Moral, die ja recht verstanden, eine Moral der Liebe ist, "the root of all evil" sein soll.Ich wünsche mir daher, dass der Präsident mich und andere "Rumfrömmler" mit milder Geduld und Nachsicht behandle.

wahlinfo-passau hat gesagt…

Der Kommentar ist ja ganz witzig und viel Zitiertes ist ja auch sehr wahr. Nur das mit der Liebe merke ich selten. Grüße aus Arizona
Der Präsident

An die Schaufel hat gesagt…

Der Fake-Tölpel betreibt ja echten Enthüllungsjournalismus: SPD-MdL Bernhard Roos opferte sich auf und verbrachte die Hochwassertage fein gekleidet und mit feinen Schuhen auf Passauer Fotosafari. Hat sich aufgeopfert, damit die Kollegen im Landtag sehen, wie es in Passau wirklich ausgeschaut hat. Mei der Guade, so a Held ... Pardon - ich glaub´ mir wird grad schlecht ...

Anonym hat gesagt…

Bravo! Fronleichnamsprozzession? "Politikern" geschafft hat oder in der trockenen Hängematte lag, ist doch viel interessanter! Wahr ist: Vertreter fast aller Frakltionen haben geschaufelt oder wenigstens koordiniert. Den Robl (ÖDP), die Veitengruber (SPD), den Koopmann (PaL) und den Wösner (CSU) - ja, die hat man schon gesehen, im Schweiße ihres Angesichts. Feuerwehrhauptmnann Dittlmann gleich sowieso (FDP). Aber der Rest? Zugegeben. Ein altgedienter SPD-Stadtrat räumte am vergangenen Samstag in der Höllgasse - den Inhalt einer Bierflasche. Motto: Auch Kleinvieh macht Mist...

ASnsonsten? Ich meine: Das Hochwasser hat manches an den Tag gespült...

Ich weiß was, was du nicht weißt hat gesagt…

Da wird wohl heute morgen bei der Zeitungslektüre vielen das Marmeladenbrot aus der Hand gefallen sein. In der Schuldfrage „Staat vs. Stadt“ gibt der Staat offiziell zu, die Stadt dumm gehalten zu haben.

Ich stelle mir vor, wie das bei den Betroffenen ankommt. Die Inhaber eines stadtbekannten Ladens in der Brunngasse haben mir erzählt, sie hätten vor der Katastrophe neunmal bei der Stadt angerufen worden und seien jeweils auf die der Stadt vorliegenden und (jetzt wissen wir’s) untauglichen Prognosen verwiesen worden. Resultat: Abgesoffen!

Wie es jetzt weiter geht? Hoffentlich mit fundierter Berichterstattung! Die an Groteskheit nicht zu überbietende Erklärung des staatlichen Behördenchefs, man habe dem Krisenstab nur „tendenzielle Aussagen“ wie „wird ein größeres Hochwasser“ mitgeteilt, weil dies die Stadt so wollte, kann doch nicht einfach so abgedruckt werden. Wenn der Behördenchef dies mit „einem Vermerk aus früheren Jahren“ begründet, dann muss selbst der unfähigste Journalist doch in der Lage sein nachzufragen: genaues Datum des Vermerks, genauer Wortlaut. Da lobe ich mir die Stadt, die mit einer genau zitierten und datierten Aussage gegenhalten kann.

Noch eine journalistische Hausaufgabe: Wenn es jetzt wirklich die staatlichen Stellen auf so absurde Weise versaubeutelt haben, was bedeutet das juristisch? Können Geschädigte Geld einklagen? Kann zum Beispiel die Geschädigte Stadt Passau (Rathaus überschwemmt) den Staat wegen dieser grob fahrlässigen Schadensherbeiführung verklagen? Bitte um Einschätzung eines kompetenten Juristen.

Noch eine Anmerkung zu Passaus Helden des veröffentlichten Wortes: Pawo-Boss Brandl müsste im Laufe seiner Karriere eigentlich gelernt haben, dass nicht nur Informationen aus einer Quelle reichen (vgl. falscher Mörder). Die Stadt und den OB ans Kreuz zu schlagen, ohne mit mehreren aus dem Krisenstab gesprochen zu haben, disqualifiziert Herrn Brandl.

@ich weiß was,... hat gesagt…

Der Brandl lernt es nicht mehr. Geben Sie es auf.
Als Hofberichterstatter der CSU muss er es auch nicht mehr lernen. Wozu auch.

Her mit der Wahrheit hat gesagt…

Ich bin überzeugt, dass sich die staatlichen Stellen nochmals genauer erklären müssen.

Der Hinweis auf den vermeintlichen oder vielleicht längst überholten Vermerk ist eine untaugliche Ausrede. Diese Untauglichkeit gilt es durch exaktes Nachfragen bezüglich des Vermerkdatums und des Vermerkinhalts sachlich herauszustellen. In einem Meinungsbeitrag wird darüber hinaus die Unverfrorenheit der Ausrede herauszustellen sein.
Das sind journalistische Minimalleistungen, die sicherlich erfüllt werden.

Journalistisch anspruchsvoller wird es sein, die wahren Gründe für das staatliche Versagen zu finden. Offenbar war ein Vertreter des WWA im Krisenstab. Dessen Namen herauszufinden ist leicht. Warum hat er die entscheidenden Informationen nicht eingebracht? Nicht wegen des angeführten Vermerks; er verfügte wohl selbst nicht über die Infos. Aber wieso? Hat er sie nicht angefordert? Wurde er nicht gefüttert? War nicht geregelt, ob angefordert oder gefüttert werden sollte? War der WWA-Mann unter Drogen? Oder waren die Informationen nur elektronisch verfügbar und der WWAler hat noch nicht gelernt, dass man regelmäßig seine Mails anschaut? Oder hatte er seine Kennung für das Einloggen in ein Intranet o.Ä. vergessen? Hatte das Faxgerät kein Papier mehr? Sind deshalb so viele Existenzen vernichtet worden? Oder kann der Krisenstab-Mann die Schuld nach oben abwälzen?

Herr Lampelsdorfer & Co., übernehmen Sie! Sprechen Sie mit dem Mann! Nicht im Amt! Investigativ!

Anonym hat gesagt…

Der SPD-Sturm spricht heute in der PNP von einer "kommunalpolitischen Senke der CSU". Das lässt schmunzeln. Eigentlich ist es ja keine Senke, vielmehr eine Schlucht. Obwohl, vielleicht ist es weder Senke noch Schlucht. Denn bei jeder Senke und Schlucht müsste es irgendwann wieder bergauf gehen - und da bestehen Zweifel.

Anonym hat gesagt…

@ ich weiß was....
Zum Thema "unfähigster Journalist" und Nachfrage wegen Datum Aktenvermerk: 17. Juni 2010 und nach einem Fronleichnamshochwasser - so auch zu lesen in der PNP vom 20. Juni 2013 (Seite 21 PNP-Lokalteil)...
Wer nicht nur nörgeln, sondern auch lesen kann, ist klar im Vorteil...

Ich weiß was... hat gesagt…

Lieber Anonym vom 22. Juni, 22:51 Uhr:

Ihr Spott ist nicht gerechtfertigt. Es folgt eine langweilige Erklärung, die alle außer Anonym getrost überspringen mögen.

Die Datumsangabe 20. Juni 2013 findet in meinem Blogbeitrag selbstverständlich Erwähnung ("Da lobe ich mir die Stadt, die mit einer genau zitierten und datierten Aussage gegenhalten kann."). Undatiert bleibt jedoch der im Absatz zuvor vom WWA-Leiter angesprochene Vermerk, "aus früheren Jahren". Die Autoren des PNP-Artikels beziehen das genannte Datum keinesfalls auf den WWA-Vermerk. Das Nicht-Herstellen eines Zusammenhangs (z.B. mit: "Auf Seiten der Stadt hat man eine ganz andere Sichtweise auf das vom WWA zur Diskussion gestellte Gespräch") und das Verwenden des unbestimmten Artikels ("im Rahmen eines(!) Gesprächs") am Beginn des Absatzes mit der Stadt-Version erlauben dem Leser nur folgendes Verständnis: Der WWA-Leiter spricht nebulös von einem Vermerk nach einem Gespräch aus früheren Jahren, während die Stadt Konkretes aus einer anderen, exakt datierten Besprechung anführt.

Sollten Sie, lieber Anonym, einer der Autoren des Stücks sein (was ich nicht glaube) und evtl. das Wissen (oder vielleicht auch nur die Vermutung) haben, dass WWA-Leiter und Stadt von derselben Besprechung reden, dann gestehen Sie sich bitte ein, dass Sie uns Leser dies vorenthalten haben.

Ohnehin fehlt noch immer ein wörtliches Zitat des vermeintlichen Vermerks. Wird aber sicher bei der Berichterstattung zum Stadtrat nachgeholt, nehme ich an.

Lassen Sie mich anfügen, dass ich es Herrn Fuchs hoch anrechne, dass er Herrn Huber in seinem Samstagskommentar kritisiert. Seine Kritik an OB Dupper ist jedoch nicht stichhaltig. Die Sache ist doch klar: Das Ministerium bestätigt, dass das WWA den Krisenstab informiert. Der WWA-Vertreter wurde ständig vom Krisenstab gehört, hat aber blöderweise die entscheidenden Infos verschwiegen. Journalistische Aufgabe kann es kaum sein zu beklagen, dass Dupper und der Krisenstab nicht geahnt haben, dass die Meldekette vom Ministerium zum WWA nicht funktionierte; journalistische Aufgabe muss es sein, die Gründe des Nicht-Funktionierens aufzuklären.

Interessieren würde mich auch, warum im Landkreis alles abgesoffen ist. Könnte es sein, dass der Landrat die entscheidenden Infos auch nicht 48 Stunden zuvor hatte und rechtzeitig an die Betroffenen rausgab? Oder warum gab es auch außerhalb der Stadt dermaßen hohe Inventarschäden am Inn (z.B. Realschule Neuhaus) und an der Donau (z.B. Erlau)?

Anonym hat gesagt…

Guter Hinweis auf den Landkreis von "Ich weiß was..."

Man könnte übrigens auch die Medien fragen: Warum tauchte die angeblich so offensichtliche 48-Stunden-Prognose in keinem Live-Ticker auf?

Ansonsten erhoffe auch ich mir: Nicht diskutieren, warum der Krisenstab das Versagen der Meldekette nicht ahnte. Vielmehr das Versagen erklären! Das ist im Sinne der Betroffenen, könnte es sich doch finanziell für sie lohnen.

Adam Riese hat gesagt…

Von "Chaos im Kopf" schreibt Hubsi im aktuellen Bürgerblick. Das offenbart sich auf Seite 11:
10 Millionen Liter Sprit setzt die Tanke Achleiten angeblich jährlich ab, das wären ca. 14 Millionen Euro Umsatz bei durchschnittlich 1,40 Euro/Liter Spritpreis. Schaden für den deutschen Staat laut BB: eine halbe Milliarde, 500 Millionen!
Dann könnten die Flutschäden in Niederbayern ja einfach dadurch finanziert werden, daß ein Jahr lang niemand mehr nach Achleiten zum tanken fährt!

Pnp-Leser hat gesagt…

@AdamRiese: Auf ein paar Nullen mehr oder weniger kommt es hierzulande doch nicht wirklich an.

johannes hat gesagt…

Nix gegen Lokalpatriotismus, aber beim Thema „Tankstellentourismus“ hoffe ich immer auf den Aufschrei fremder Länder: „Wer nach Passau reist (Bayern, Deutschland, Nordsee), schadet dem eigenen Land – bleibt zu Hause, gebt euer Geld im eigenen Staat aus!“