Mittwoch, 5. September 2012

PAWO wird seriös: Ästhetik statt Schmuddel

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hab ich das Foto nicht schon mal im MOMA in New York gesehen?

wahlinfo-passau hat gesagt…

Bestimmt.

Anonym hat gesagt…

Das ist doch Dolly Buster! Allerdings vor 30 Jahren.

Verärgert hat gesagt…

Nach dieser Barock-Klamotte vom Wochenende und dem Medienhype dazu kann mich nichts mehr schocken. Übrigens: Waren die 70.000 Besucher durch Freybergsche (TM) Zählung zustande gekommen?

Weihnachtsmann hat gesagt…

Da ja pünktlich zum 1.9. wieder Lebkuchen etc. in allen Supermärkten erhätlich sind, hat sich dies engelsgleiche Wesen eben auch in vorweihnachtliches Rot kleiden wollen - es passt halt nicht alles rein. Interessanter finde ich übrigens, dass uns der Präsident an seiner Pulloverwahl bei Zalando teilhaben läßt.

Passauer hat gesagt…

Tomaten von den Augen und genau hinschauen, war uns das Wochenblatt hier bietet ist höchstes Niveau, wenn man vom geistigen Level der Leser dieses Blattes ausgeht. Übrigens handelt es sich bei genauem Hinsehen auch um keinen redaktionellen Beitrag, sondern um Werbung.
Die Zahl der Parock-Besucher hat mich auch überrascht. Aber es wurden vermutlich alle gezählt, die sich an diesen Tagen in der Stadt aufgehalten haben: Einwohner + Studenten + Krankenhauspatienten usw. und dann noch die gut geschätzten 500 Besucher auf dem Domplatz, macht in Summe 70 000. So wird doch im Landkreis Passau immer gezählt. 10 000 beim Aschermittwoch in der Dreiländerhalle, die nur 3500 Menschen fasst, 1500 Besucher beim Seehofer-Auftritt in Vilshofen, obwohl nicht einmal 100 Bierzeltgarnituren besetzt waren usw,

Festbesucher hat gesagt…

Wie kommt es zu 70.000 Besuchern?
30.000 am Freitag in der Stadtgalerie beim Einkaufen, 25.000 am Samstag in der FuZo und 15.000 am Sonntag beim Festzug - so wird gezählt, das ist kein Schmarrn.
Übrigens war die Veranstaltung am Sonntag sehr schön. Wenn jemand anderer Meinung ist, dann soll er doch Alternativen aufzeigen die in Passau umsetzbar sind.

Leiden an dem, was man liebt hat gesagt…

Es müssen ja keine Alternativen sein, die umgesetzt werden müssen. Es reicht, wenn die vorhandenen Ideen auf etwas höherem als dem vorhandenen bzw. gebotenen Niveau präsentiert werden. Die Stadtgalerie zu öffnen, ist wohl notwendig und verschmerzbar – immerhin zieht das Leute.

Aber so wie man sich die Nibelungenspiele nie vorstellen konnte und sie heute deshalb in Worms stattfinden; so wie man den Ex-Kraus&Wimmer-Mann Johann Kraus nicht ins Boot geholt hat und ihn fragte, welche Vorerfahrung er aus seinem ambitionierten Projekt einer Inszenierung der Kaiserhochzeit hätte einbringen können; so wie man einer Christa Tausch die Organisation anvertraute (nichts gegen die Dame, aber ich sehe die irgendwie nicht in der Riege von Festival-Management) statt sich externes Know-how einzukaufen, so hat man das Ganze mit provinziellen Ideechen aufgeplustert und sich selbst gefeiert. Grauenhaft schon dieser „Slogan“: Passau BaRockt.

Wie es aussieht, besteht die Kernidee Passauer Großveranstaltungen aus Umzug plus Feuerwerk. Wie schade! Diese Stadt ist ein Trauerspiel. Und ich leide, ich sag’s euch.

Fratzenbuch light hat gesagt…

Auch nicht schlecht ist das hier:

http://i47.tinypic.com/vyup3a.png

Anonym hat gesagt…

Welche wertvolle "Vorerfahrung" hätte man sichbeim "Ex-Kraus&Wimmer-Mann" einholen sollen? Wie man erfolgreich eine Veranstaltung in den Sand setzt, bevor sie stattgefunden hat? Dann vielleicht doch lieber die provinielle Tausch... (die sich ohne nennenswertes Budget doch leidlich geschlagen hat)

Provinzhure hat gesagt…

Die Vorerfahrung besteht genau darin: zu beschreiben, warum die Neuburger Kaiserhochzeit nicht funktionierte (soweit ich weiß, rutschte das Unternehmen Kraus und Wimmer damals in die Insolvenz; wenn das nicht der Grund war, dann hat Wolfgang Kraus (nicht Johann, wie das weiter oben steht) sicherlich Hilfreiches beizusteuern. Kraus hat rechtzeitig die Reißleine gezogen – und nichts in den Sand gesetzt.

Genau lesen: da steht auch nix von „provinzielle Tausch“. Und wenn die Tausch kein nennenswertes Budget hatte (woher weißt du das?), warum macht man das dann überhaupt?

Nicht die Tausch (oder wer auch immer) ist provinziell, sondern der Geist, der durch die Veranstaltungen wabert.

Insider hat gesagt…

Dass das Unternehmen "Kaiserhochzeit Neuburg" schief gegangen ist, stand in erster Linie wohl mit der dilettantischen Herangehensweise in Zusammenhang. Ein solches Projekt lässt sich nun mal nicht so eben binnen einen Jahres aus dem Boden stampfen. Zumal wenn man rechtzeitig ein effektives Marketing betreiben will. Man könnte aus Neuburg aber immerhin lernen, dass man das Geschäft lieber Profis überlassen sollte und keinen Hobby-Eventisten ...

Insider too hat gesagt…

Wäre dann mal interessant zu erfahren, wer aus der Passauer Riege denn „Event“-Profi ist oder glaubt zu sein. Wie war das? Wem der Herr ein Amt schenkt, dem schenkt er auch verstand …

Insider hat gesagt…

Wer bitte spricht von der "Passauer Riege"? Was man selbst nicht hat muss man im Ernstfall importieren

Spaßeken hat gesagt…

@Insider:

Richtig – und meine Rede! ;-)) Womit wir aber wieder bei Menschen wie Frau Tausch wären. Und ich sage ganz deutlich: Nichts gegen die Frau persönlich, aber aus ihrer Arbeit erschließt sich mir nicht ganz ihre Kompetenz, also die Frage, ob sie wirklich zuständig ist für solche Großveranstaltungen. Ich wüsste auch sonst niemanden zu nennen aus der „Passauer Riege“.

Übrigens: Kraus hatte „Fremdimporte“! Es gab einen in Sachen Eventmanagement hoch qualifizierten Mann, der vielleicht wirklich etwas zu spät an Bord gekommen ist, aber das machte nichts, denn die Veranstaltung wurde ja dann mangels Geld abgeblasen.

Die Sache ist recht einfach: Man schaut, wie viel man mit einem Budget, erstens, anstellen kann – und schraubt dann alles etwas runter, besonders den Anspruch. Und erliegt nicht, zweitens, der Verlockung, man wisse schon, wie so was gehe: Event. Dann holt man sich, drittens, einen Organisationsprofi an Bord und bezahlt dem Geld. Ich meine: richtig Geld. Dieser Mensch bringt nicht nur Delegationsgeschick mit, sondern auch Ideen. Und schließlich hängt man die ganze Sache nicht so furchtbar hoch. „Passau PArockt“ – hui, was ging da der Punk, Verzeihung: der Rock ab …

Feuerwerk? Kann man machen. Nachteinkauf? Muss man vielleicht machen. (Aber wie kriegt man dann die einkaufenden Menschen nach 20 Uhr in die Altstadt, wo das Programm rapide zusammengestrichen worden war? Fehlanzeige!) Umzug? kann man machen - aber muss man? Dultumzüge, Gaudiwurm, alles schon vorhanden. Ein paar geschmückte Pferde, Frauen und Grafen bringen’s nicht. Meine persönliche Einschätzung, was Passauer Veranstaltungen betrifft: Nicht jeder, der ein Bein heben kann, kann auch richtig pinkeln.