Donnerstag, 12. November 2009

Das ist ein Witz, oder?

Das neue Café am Dom heißt nicht tatsächlich "Café Stephan's Dom"?

So wie die zahlreichen Helga's Hairsalon's, Heidi's Pomme's-Bude'n oder Sandy's Nai'l-Art-Lounge's?

Dann aber bitte gleich konsequent: Café Stephan's D'om.

Gerne.

T'schüs's

21 Kommentare:

  1. Kein Witz, is so - sagt zumindest das Logo.

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  2. Priscilla Fortescue12. November 2009 um 09:58

    Dome Sweet Dome. Das mit den Apostrophen hat - Hairsalon's hin, Pommes Buden her - schon Thomas Mann praktiziert. Damals firmierte das Phänomen unter "sächsischer Genitiv" und war vollkommen akzeptabel.

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  3. Es dauert wohl nicht mehr lange, bis der Deppen-Apostroph zulässig ist: Der Duden richtet sich nach dem allgemein verbreiteten Sprachgebrauch und nicht nach althergebrachter Orthographie. Danke der C'SU für die Schulpoliti'k!

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  4. Bear's an friends ist gleich um's Eck

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  5. Priscilla Fortescue12. November 2009 um 12:25

    Wenn es nach der ganz althergebrachten Orthographie ginge, wuerde wir wieder Graentze fuer Grenze schreiben und Cakes statt Keks. Mich stören zwar die Apostrophe auch manchmal, manchmal bringen sie aber ein gewisses Schillern in den Alltag. "Stephan's Dom"? Hey, schön, dass wir drüber reden. Wer ist eigentlich Stephan?
    Sprache verändert sich.
    Mich stört auch der indirekte Snobismus der Apostroph-Gegner, die Gaby's und Heidi's Dummheit mit ihren Tätigkeiten und ihrer Schichtzugehörigkeit in Verbindung bringen. Da sollte man sich vielleicht aussagefähigere Kriterien suchen. Im früheren Sprachgebrauch war das Apostroph ein Zeichen von Exklusivität, vielleicht kommt das ja mal wieder.

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  6. Fortescue verdient eins hinten drauf. Sie ist bestimmt ne heiße britische Lady... lechz

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  7. Priscilla Fortescue13. November 2009 um 12:00

    Naaa, ich bin bloß ein altes G'scheithaferl.

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  8. Hallo Frl. Priscilla!

    Ihre Kritik ist nicht ganz neu und teilweise auch nicht ganz unberechtigt.

    Die dem Beitrag innewohnende Kritik richtet sich ja aber eben nicht gegen bildungsferne Pommesbudenbetreiber, sondern gegen den Namen für ein sicherlich recht nettes Domcafé.

    Ich hoffe übrigens sehr, dass Sie mit Ihrer Hoffnung, der Deppen-Apostroph (schöne Wortschöpfung übrigens) würde irgendwann wieder ein Zeichen von Exklusivität werden, falsch liegen. Im Moment ist es wohl noch eher so, dass die Verwender es nicht besser wissen.

    Das hat natürlich irgendwie auch was mit Exklusivität zu tun.

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  9. Priscilla Fortescue13. November 2009 um 14:27

    Sehr geehrter Präsident,
    ich denke auch, dass ich mit der Apostroph-Renaissance falsch liege. Aber ganz sicher bin ich mir damit nicht. Selbst Schlaghosen sind wieder modisch, wenngleich nicht exklusiv.

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  10. Was ist eigentlich falsch an Stephan's Dom? Der Dom des hl. St. Stefan(u)s.

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  11. Und noch ein Gscheidhaferl: Dom des heiligen Stephanus richtigerweise.
    Oder des Stephanus'?

    Und Deppen-Apostroph ist meiner Meinung nach ein eingeführter und allgemein gültiger Begriff, ich wundere mich über die Unkenntnis.

    Und vielen Dank: Über den Artikel habe ich mich brüllend gefreut, denn mir ging's genauso beim PNP lesen.

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  12. Wieso Unkenntnis? Habe es doch nur als gelungene Wortschöpfung bezeichnet...

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  13. Hab ich dann wohl falsch interpretiert.

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  14. Übrigens... um jetzt mal alle zu verwirren:

    Richtig wäre:
    Der Dom des hl. Stephans bzw.
    Der Dom des hl. Stephanus'

    Aber das ist was für Feinschmecker. Ansonsten bin auch ich über die Verbreitung des Deppenapostrophs sehr traurig.

    Schlimm ist auch, dass niemand mehr richtig Bindestriche setzen kann. Es heißt:

    Dr.-Walter-Landshuter-Allee
    und nicht, wie immer wieder verwandt:
    Dr. Walter Landshuter-Allee

    Das kann einen zum Wahnsinn treiben, wenn man das liest, in Passau sogar auf öffentlichen Garagen... ja, haben die keinen Lektor?

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  15. Wo wir grad beim Krapferlscheißen sind ;-)
    Noch besserer Genitivgebrauch wäre:
    "Ansonsten bin auch ich über die Verbreitung des Deppenapostrophen sehr traurig."
    So viel Zeit muss sein. ;-)
    Viele Grüße von einer arbeitslosen Lektorin aus D'eggendorf

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  16. Die D-Dorf-Lektorin hat vollkommen recht. So abgestumpft ist man schon im Zuge des Deppenapostrophen... o tempora....

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  17. Liebe Lektorin aus Deggendorf, Ihr Beitrag ist auch exklusiv: eine rein bairische Interpretation ohne Bezug zum Hochdeutschen. Wären Sie nicht arbeitslos, würde ich Sie bei der umgangssprachlich angehauchten PNP verorten. Wobei die Lektoren ja nicht für nötig erachten ...

    Achten Sie auf den Genitiv des Wortes:

    1. Apo|stroph [schweiz.: apo…], der; -s, -e [spätlat. apostrophos < griech. apóstrophos, eigtl. = abgewandt; abfallend, zu: ...

    Trefferqualität:
    Quelle: Duden - Deutsches Universalwörterbuch

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  18. Deutsche wehrt euch - sauft nicht beim Stefan.
    Vielleicht hat er's absichtlich gemacht, ha? Also, ich werd mir nach dem ganzen Tamtam - jetzt auch beim Denk-Meister - dort einmal eine Halbe einschenken lassen. Also vielleicht is' er ein ganz Gerissener im Gegensatz zu 80 Prozent seiner Kollegen, wie Josef Hader weiß. Vielleicht is's ja auch so, dass ochzg Brozent vo hundert Brozent vo de Journalisten Droddln san.

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  19. scho, aber ned nur vo de Journalistn.... vo olle....

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